Adriano Gerussi wird Chefredaktor von Tele 1

Adriano Gerussi wird ab 1. Oktober Chefredaktor von Tele 1. Er führte die Chefredaktion bereits interimistisch zusammen mit Christian Albisser, nachdem der frühere Chefredaktor Oliver Kuhn im März zurückgetreten war.

Gerussi verfügt über langjährige TV-Erfahrung. Er arbeitete unter anderem für das Schweizer Fernsehen, Ringier TV, TV3, Teleclub und Eurosport. Nach sechs Jahren beim Privatsender Radio Sunshine wurde er 2008 stellvertretender Chefredaktor des Zentralschweizer Regionalfernsehens TeleTell, das 2010 zu Tele 1 umgestaltet wurde. Als Teil des Gründungsteams von Tele 1, war er massgeblich am Aufbau der neuen TV-Marke beteiligt und während fünf Jahren in verschiedenen Funktionen für den Sender tätig: als Leiter des Ressorts Hintergrund, Moderator und stellvertretender Chefredaktor.

Caroline Thoma, Geschäftsführerin Reichweitenmedien der NZZ-Mediengruppe, in einer Mitteilung: «Mit Adriano Gerussi haben wir eine ideale Besetzung für die Stelle des Chefredaktors gefunden. Er ist der Zentralschweiz eng verbunden, eine ausgewiesene Führungspersönlichkeit und ein erfahrener TV-Redaktor.»

BSSM setzt für Otto Hofstetter auf Herkunft

Otto Hofstetter aus Uznach treibt die Internationalisierung voran und liess von BSSM den Markenauftritt auf die neuen Anforderungen weiterentwickeln.

Entstanden sind plakative Key-Visuals, wobei es sich um hybride Gebilde aus einem Produkt des Werkzeugbauers und einem typischen Schweizer Gegenstand handelt.

BSSM_OHAG_Anzeige1_620x877px

Die Werkzeuge der Firma Otto Hofstetter werden fast ausschliesslich exportiert. Die Hauptmärkte des familiengeführten Unternehmens befinden sich in Europa, Südamerika, Asien und zunehmend im Mittleren Osten. Mehrheitlich Regionen also, in denen die Herkunft Schweiz ein attraktives Attribut und Swissness ein bedeutendes Qualitätsmerkmal darstellen. Eingesetzt werden die Key-Visuals bisher in Anzeigen, die in internationalen Fachtiteln geschaltet werden, auf der Website  und in einem Imageflyer. Weitere Einsätze folgen.

BSSM_OHAG_Anzeige3_620x877px
BSSM_OHAG_Anzeige2_620x877px

Verantwortlich bei der Otto Hofstetter: Stefan Zatti (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei BSSM Werbeagentur, Basel: Urs Schneider (CD); Pascal Rehmann (AD); Daniel Bard (Screendesign); Hannes Müller (Text); Arlette Jaberg (Beratung); Imke Fichtner (Produktion); Mirco Rederlechner (Fotografie); Detail (Bildbearbeitung); 4eyes (Programmierung); at-traction (Webconsulting).

Zwei «Schweizer» im «Advanced Winning Team» der EACA Summer School 2015

European Association of Communications Agencies EACA und der European Foundation of Commercial Communications Education EFCCE haben auch diesen Sommer die «Summer School» durchgeführt.

Dieses Jahr ging die Reise nach Sevilla. Leading Swiss Agencies sicherte sich zwölf Studienplätze und meldete ausgewählte Kandidaten aus Mitgliedsagentu-ren in der Deutsch- und Westschweiz an. Ziel des einwöchigen Training-Programmes der EACA Summer School ist es, die Teilnehmer zu inspirieren und ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu erweitern. Die Studenten werden basierend auf Ihren beruflichen Erfahrungen und Interessen in drei Gruppen aufgeteilt: Einsteiger, Fortgeschrittene und Digital. Der diesjährige neue «Digital Marketing Kurs» hat sich auf die Digitalisierung innerhalb eines ganzheitlichen Kommunikationskonzeptes fokussiert. In Teams mussten die Teilnehmer nach intensiven Work-Shop-Seminaren Ideen für einen Pitch entwickeln. Der diesjährige Kunde war Barbadillo, ein Sherry, Wein und Brandy Producer aus Südspanien.

Winning Advanced Team

lsa

Leading Swiss Agencies gratuliert in einer Mitteilung Roman Mösli (Jung von Matt/Limmat) und Stéphanie Pollak (OMD). Die beiden Studenten gewinnen innerhalb des Teams «Advance» die Trophy 2015 in Sevilla.
 

Neue Kampagne mit überzeugten NZZ-Leserinnen

SRF-Direktor Matter stellt sich live dem Publikum

Der Direktor von Schweizer Radio und Fernsehen SRF, Ruedi Matter, stellt sich am Fernsehen live dem Publikum. Rede und Antwort steht er am 11. November in der Sendung «Hallo SRF» auf SRF 1. Fragen stellen können Zuschauer im Studio, per Telefon und per Social Media.

Das kündigte Matter am Montag in einem Interview mit der Aargauer Zeitung an. Die Zuschauer «sollen dann kritische Fragen stellen, die ich ohne Netz und doppelten Boden beantworte». Die Sendung werde von Arena-Moderator Jonas Projer geleitet. «So wie ich ihn kenne, wird er auch kritisch nachhaken.» Könne er eine Frage nicht sofort beantworten, «werde ich halt ehrlich sagen: Ich weiss es nicht, aber wir sorgen dafür, dass Sie eine Antwort erhalten», versprach Matter. Gemäss SRF-Medienmitteilung nimmt die Redaktion bereits ab Montag Fragen unter [email protected] entgegen.

SRF spart bei Programm und Personal

Seit der knappen Abstimmung zum revidierte Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) reissen die Diskussionen über das Programm des Schweizer Fernsehens nicht ab. Zudem müssen Radio und Fernsehen sparen. Kommendes Jahr sind es 12 Millionen Franken und ab 2017 jährlich 23 Millionen Franken. Dafür gibt es gleich zwei Gründe. Mit dem neuen RTVG, das Mitte kommendes Jahr in Kraft tritt, fliessen mehr Gebührengelder an die privaten Radio- und Fernsehstationen und weniger an die SRG. Zudem hat das Bundesgericht entschieden, dass Empfangsgebühren nicht der Mehrwertsteuer unterliegen. Dies gilt bereits seit Mai 2014. SRF versuche so zu sparen, dass es der Zuschauer «nicht spürt», sagte Matter. «Aber wer das Programm kennt, wird etwas merken». Allerdings würden die Kernbereiche Information und Kultur von den Einsparungen ausgeklammert. Das Sparprogramm werde zu einem Abbau beim Programm und zu einem Stellenabbau führen. Gefragt, ob auch bei der Unterhaltung abgebaut werde, sagte der SRF-Chef: «Sparüberlegungen finden überall statt.»

Unterhaltung ist Verfassungsauftrag

Der ärgste Widersacher der SRG, der Schweizerische Gewerbeverband, möchte dem gebührenfinanzierten Schweizer Fernsehen grosse Unterhaltungssendungen wie «The Voice of Switzerland» wegnehmen und Privatsendern überlassen. In der Aargauer Zeitung wehrt Matter sich gegen diese Forderung. Unterhaltung gehöre zum Service public. «Es steht so in der Bundesverfassung. Zu einem Vollprogramm gehört grundsätzlich auch Unterhaltung. Zwingend.» Diese müsse einen Bezug zum Land haben oder müssten die Realität des Landes abbilden. Dazu gehöre etwa, dass bei «Voice of Switzerland» viele Teilnehmer einen Migrationshintergrund hätten.

Romantische Forderung

Die Forderung nach einem Werbeverbot wiederum nannte Matter eine romantische Vorstellung. Ein früherer Liberalisierungsschritt habe gezeigt, dass nicht das Werbevolumen der Schweizer Privatsender gewachsen sei, sondern einzig jener der deutschen Werbefenster. «Schon heute geht die Hälfte des Werbegeldes ins Ausland», sagte der SRF-Direktor. (SDA)

Bild Ruedi Matter: SRG

Adrian Frutiger ist tot

Adrian Frutiger, Schweizer Schriftenerfinder, ist am Samstag im Alter von 87 Jahren gestorben.

Der Gemeindepräsident von Bremgarten bei Bern, Andreas Kaufmann, bestätigte den Tod Frutigers am Samstagabend gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Frutiger gilt als einer der bedeutendsten Schriftgestalter des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1928 in Unterseen im Berner Oberland geboren. 1962 gründete er in der Nähe von Paris ein Grafikatelier. Seine zwei bekanntesten Schriften sind neben der weltweit verbreiteten «Frutiger» die «Univers» und «Roissy». Letztere ist eine frühe Form der «Frutiger», mit der seit 2003 die Verkehrsschilder in der Schweiz beschriftet werden. Frutiger gestaltete zahlreiche weitere Schriften, darunter etwa die «Centennial» oder die «Serifa».
 

Frutiger sei schon länger «sehr krank» gewesen, sagte am Samstagabend Rona Sommer, die Sprecherin des deutschen Verlagshauses Römerweg, auf Anfrage. Der dort angesiedelte Marixverlag hatte unter anderem Frutigers Buch «Der Mensch und seine Zeichen» herausgegeben. Dieses sei inzwischen Standardwerk für alle, die sich mit dem Phänomen der Zeichen und Symbole der Schriftenentwicklung auseinandersetzen möchten, schreibt der Verlag. Ein weiteres Buchprojekt mit dem Titel «Der Schriften-Atlas» sei «in Planung gewesen», sagte Sommer weiter. Dieses komme jetzt leider nicht mehr zustande. Auf Rücksicht auf die Angehörigen wollte sie den Todesfall nur indirekt bestätigen.
 

Mit dem Band «Ein Leben für die Schrift – von Interlaken nach Paris» hatte Frutiger 2003 eine Autobiografie vorgelegt. Sie zeichnet Frutigers Weg vom Schriftsetzer in Interlaken hin zu einem der angesehensten Experten der Schriftgestaltung.
 

Nach seiner Lehre in der Interlakner Buch und Kunstdruckerei Otto Schlaefli (heute Verlag Schlaefli & Maurer) besuchte Frutiger die Kunstgewerbeschule Zürich. 1952 ging er nach Paris, wo er in der Schriftgiesserei Deberny & Peignot bei der Einwicklung des ersten Fotosatzgerätes mithalf. In den 1950-er Jahren kreierte Frutiger die Schriftfamilie Univers und passte sie später für die Verwendung in elektronischen Satzverfahren an. Weitere Schriften wie die Frutiger folgten. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz wohnte und arbeitete Frutiger in Bremgarten bei Bern. Für sein Schaffen wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. (SDA)

 

Zu guter Letzt: Das intime Verhältnis zwischen Frucht und Mensch

Endlich zeigt ein Film, wie Werbung wirklich entsteht. Ob das noch Satire ist, müssen Sie selbst entscheiden. Grossartig!

Matthias Thönnissens Mockumentary «Twinfruit – Die Dose muss menschlich werden» wirft laut ZDF «einen satirisch entlarvenden Blick hinter die Kulissen der Werbung und porträtiert eine Branche, deren Hauptgeschäft das Blenden und Verführen ist.» Ein «Mockumentary» ist ein fiktionaler Dokumentarfilm, eine Genreparodie. Man wird – als Aussenstehender mit einer gewissen Nähe zur Materie – den Verdacht nicht los, dass die Grenze zwischen Satire und Realität manchmal fliessender sind, als einem vielleicht lieb wäre. Unter dem Strich ist der Film aber ganz einfach ein 70-minütiger, bitterböser – und äusserst lustiger Seitenhieb auf eine Branche, die sich selbst gerne etwas zu ernst nimmt. Der Film zeigt dokumentarisch die Geschichte einer Kampagne für eine Konservendose – von der Konzeption bis zur TV-Ausstrahlung. «Ziel der Kommunikationsmassnahme ist es dabei, das intime Verhältnis zwischen Frucht und Mensch in einen lebendigen Kontext zu stellen und dabei Dosenobst als problemlösenden Begleiter im Alltag zu platzieren», so das Briefing. Daraus die «grösste Kampagne im Bereich Food-Konserven, die Deutschland je gesehen hat».

Bildschirmfoto-2015-09-14-um-19.44.41
Bildschirmfoto-2015-09-14-um-15.31.07

Falls Sie die Zeit finden, sollten sie. Denn der Film ist schlichtweg grossartig. Er kann in der ZDF-Mediathek in den nächsten drei Monaten angeschaut werden (die zwei Ausstrahlungstermine im TV haben wir leider knapp verpasst). Unten der Trailer. (hae)
 

via W&V

Unbenannt-7_93

Spinas für WWF: Von schwangeren Männchen und anderen Wundern der Meere

Die neue Kampagne von Spinas Civil Voices für WWF zeigt die Wunder der Meere – zum Beispiel Männchen, die Kinder gebären.

Die Meere sind massiv überfischt und verschmutzt. Das ist kein Geheimnis, sondern eine Tatsache, die auch in der breiten Bevölkerung angekommen ist. Der WWF setzt darum nicht auf Negativschlagzeilen, um für den Schutz der Meere zu werben, sondern auf etwas, das in jedem Umweltschützer steckt: Faszination für die Natur.

Die Agentur Spinas Civil Voices ist für die neuste WWF-Kampagne in die Tiefen der Meere abgetaucht, um dort das aufzuspüren, was Menschen in Staunen versetzt: Schwangere Männchen, unsterbliche Lebewesen, Tiere mit drei Herzen – kurz: die Wunder der Meere. Enstanden ist eine Kampagne mit Plakaten, Inseraten und Online-Filmen, bei der man etwas lernen kann und die durch aussergewöhnliche Bilder die Städte und Inseratenseiten verschönert.

Verantwortlich beim WWF: Gian-Reto Raselli (Gesamtverantwortung), Jan Schlink (Leiter Abteilung Online, Print & Kampagnen), Jasmin Schmid (Projektleiterin Kampagnen). Verantwortlich bei Spinas Civil Voices: Lorenz Spinas (Gesamtverantwortung), Guido Huwiler (Konzept/Text), Philipp Lengyel (Konzept/AD), Tom Malecha (Videoproduktion), Mareike Biegert (Beratung).

Catherine Martin Art Direction: «Suizid und Schule»

Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich hat für die Gestaltung ihrer neuen Präventionsbroschüre zum Thema «Suizid und Schule» die freischaffende Art Directorin Catherine Martin beigezogen.

Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen ist ein emotional komplexes Thema. Die übersichtlich strukturierte neue Broschüre dient als Hilfestellung für Schulen, Lehr- und Betreuungspersonen, Schulleitungen und schulnahe Dienste sowie für die Mitglieder von Schulbehörden. Sie enthält wertvolles Hintergrundwissen und Informationen zur Prävention von Suizidalität, zur Früherkennung und Frühintervention sowie Anleitungen zum Handeln nach einem Suizidversuch oder Suizid. Suizidprävention kann Leben retten.

Unbenannt-4_108
Unbenannt-5_98

Verantwortlich bei der Bildungsdirektion Kanton Zürich:  Enrico Violi (Projektleitung und Redaktion) Barbara Meister (Text), Christine Böckelmann (Text). Verantwortlich bei Catherine Martin Art Direction: Catherine Martin (Art Direction und Graphic Design).
 

Namics: Michael Pertek neu in der Geschäftsleitung

Namics beruft den langjährigen Partner Michael Pertek als Chief Operating Officer in die Geschäftsleitung. Mit der Neuformierung will das Unternehmen den Fokus auf eine ganzheitliche und themenübergreifende Kundenbetreuung stärken.

Die neue Zusammenstellung der Geschäftsleitung ist die Folge einer stärkeren Kundenzentrierung in der Organisation. Diese hat zum Ziel, Kunden gesamtheitlich und themenübergreifend zu beraten und so bestmöglich in der digitalen Transformation zu begleiten.

Unbenannt-2_95

«Die digitale Transformation erfordert zunehmend ein übergreifendes Verständnis für die unternehmerischen Herausforderungen unserer Kunden», erläutert Jürg Stuker, CEO und Partner der Namics, die Motivation für diesen Schritt. «Geschäftsmodelle, Organisationsformen, Prozesse und eingesetzte Technologien müssen der wachsenden Digitalisierung gerecht werden. Dies bedarf der gesamtheitlichen Betrachtung, die durch eine kundenorientierte Organisation optimal erreicht werden kann. Damit bieten wir Namics-Kunden ein durchgängiges und massgeschneidertes Full-Service-Angebot», so der CEO weiter. Die Leitung der neuen Kundenorganisation übernimmt als Chief Client Officer der bisherige COO Bernd Schopp.

In die neu formierte Geschäftsleitung wurde der langjährige Partner Michael Pertek als Chief Operating Officer von Namics berufen. Der 39-Jährige arbeitet seit über zehn Jahren für das Unternehmen. Zuletzt verantwortete er als Business Unit Manager den Aufbau des Geschäftsfeldes Commerce in Deutschland und der Schweiz. Vor seiner Zeit bei Namics sammelte Pertek bei der Baden- Württembergischen Bank, Daimler Chrysler in Südafrika sowie Altana Pharma Berufserfahrungen im Finanz- und Industriesektor. Pertek hält einen Master of Arts in Public Policy and Management der Universität Konstanz.

Seit dem 1. September besteht die Geschäftsleitung damit aus Jürg Stuker (CEO), Bernd Schopp (CCO), Michael Pertek (COO), Stefanie Wagner-Fuhs (CMO) und Andreas Seonbuchner (CFO). Die bisherigen Geschäftsleitungsmitglieder Tim Dührkoop und Marcel Albertin setzen als Namics-Partner mit ihrer langjährigen E- Business-Expertise das neue Konzept der übergreifenden Kundenorientierung um. Sie werden zwei der bedeutendsten Kundenportfolios der Namics verantworten.
 

Bundesrat: Werbeallianz gefährdet Unabhängigkeit der Medien nicht

Der Bundesrat sieht keine Anhaltspunkte dafür, dass die geplante Werbeallianz von SRG, Swisscom und Ringier die Unabhängigkeit der Medien vom Staat gefährden könnte. Eine Empfehlung zur Kooperation wird der Bundesrat nicht abgeben.

Das sei im Gesetz nicht vorgesehen, sagte Medienministerin Doris Leuthard am Montag in der Fragestunde des Nationalrats. Für den Bundesrat sei es nachvollziehbar, dass die drei Unternehmen eine solche Kooperation eingegangen sind. Die Swisscom handle im Bereich der Werbevermarktung im Rahmen ihrer Wirtschaftsfreiheit, hielt die Bundesrätin fest. Auch sei kein Kooperationsverbot zwischen konzessionierten Programmveranstaltern und externen Dritten vorgesehen.

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) prüfe derzeit, ob die Beteiligung der SRG den Entfaltungsspielraum privater Verlagshäuser und Medienanbieter übermässig beschränke, sagte Leuthard. Bei Bedarf könnte ihr Departement der SRG Auflagen machen, «falls die Kooperation die Erfüllung des Programmauftrages beeinträchtigen oder den Entfaltungsspielraum anderer Medienunternehmen erheblich beschränken sollte». Leuthard wies zudem darauf hin, dass die Wettbewerbskommission die geplante Kooperation derzeit unter die Lupe nehme. Beachtung muss nach Ansicht von Leuthard dem Aspekt des Datenschutzes geschenkt werden. Das Vorhaben werfe spezifische Fragen zum Schutz der Daten und der Privatsphäre auf. Der Datenschützer könnte sich damit befassen, befand die Medienministerin. Leuthard war vorab von der SRG und der Swisscom über das geplante Vorhaben informiert worden, wie sie im Rat sagte. Die beiden Unternehmen seien dabei auf die formellen Rahmenbedingungen hingewiesen worden.

Swisscom, SRG und Ringier wollen mit dem Joint Venture internationalen Online-Riesen wie Google oder Facebook auf dem Werbemarkt die Stirn bieten. Diese sind in der Datenauswertung stark und können so personalisierte Werbung verkaufen. Das Vorhaben sorgte seit der Vorstellung vor einem Monat für Turbulenzen. So führte es zum Austritt von Ringier aus dem Verband Schweizer Medien (VSM). Nach Ansicht von VSM-Präsident Hanspeter Lebrument sollte die Werbe-Allianz in der geplanten Form untersagt werden. Dritte drohten an den Rand gedrängt zu werden, sagte er letzte Woche am Medienkongress in Interlaken. Leuthard hatte am gleichen Anlass die Verleger aufgefordert, sich im Streit um die geplante Werbe-Allianz nicht hinter Verboten zu verschanzen. Nötig seien konstruktive Vorschläge für Kooperationen. (SDA)

So unterschiedlich denken Mann und Frau über das Thema Branding

Der Design-Marktplatz 99designs.com hat das Branding-Verhalten der Geschlechter beim Start eines Unternehmens analysiert und daraus eine Infografik erstellt.

Die Resultate basieren auf einer Umfage unter 722 KMU aus den vereinigten Staaten. Mehr zu 99designs.de im Artikel «99 Designvorschläge» aus der Werbewoche 15/2014.

mars_vs_venus_99s_DE-01
mars_vs_venus_99s_DE-02
mars_vs_venus_99s_DE-03
get_footer();