Ausländische Werbefenster seit April kräftig gewachsen
Gegenwärtig ist ein politisches Seilziehen um das Media-Abkommen mit der EU im Gange, weil dieses mit einer Lockerung der Bestimmungen für ausländische Werbefenster verknüpft ist. Seit Inkrafttreten des neuen RTVGs haben die ausländischen Fenster jedoch bereits profitiert.
Gegenwärtig ist ein politisches Seilziehen um das Media-Abkommen mit der EU im Gange, weil dieses mit einer Lockerung der Bestimmungen für ausländische Werbefenster verknüpft ist. Seit Inkrafttreten des neuen RTVGs haben die ausländischen Fenster jedoch bereits profitiert. Sie haben von April bis September 2007 um 44 Prozent zugelegt. Die Regionalfernsehen haben im gleichen Zeitraum 11 Prozent verloren, nachdem sie vorher noch leicht zulegen konnten, wie das Medienmagazin Gazette schreibt. Die SRG verbuchte einen leichten Zuwachs um 3 Prozent. Martin Schneider von Publisuisse meinte gegenüber Gazette, dass die Werbebestimmungen im RTVG eine Fehlkalkulation seien. Sie würden nicht wie beabsichtigt die Regionalsender stärken, sondern vielmehr die ausländischen Sender. Ähnlich sieht das Martin Bürki vom Werbepool Tele News Combi, der acht Regionalsender vermarktet. Er befürchtet, dass die Auftraggeber das Regional-TV bei einer allfälligen Lockerung der Alkohol-Werbebestimmungen nicht beachten würden. Die Lokalsender dürfen dank dem neuen RTVG bereits Werbung für Bier und Wein machen, das sei aber laut Bürki noch kein grosses Geschäft.
