Zu guter Letzt: «Auch die Grossen klauen ohne Skrupel»

Vor ein paar Tagen meldete sich ein aufmerksamer Zeitgenosse per E-Mail bei der Redaktion und wies auf eine frappierende Ähnlichkeit zwischen zwei Werbesujets hin. Das eine stammt aus dem Jahr 2003 und warb damals für ein Open Air in Basel, das andere findet sich auf der momentan wieder laufenden Henniez-Kampagne.

 
Vor ein paar Tagen meldete sich ein aufmerksamer Zeitgenosse per E-Mail bei der Redaktion und wies auf eine frappierende Ähnlichkeit zwischen zwei Werbesujets hin. Das eine stammt aus dem Jahr 2003 und warb damals für ein Open Air in Basel, das andere findet sich auf der momentan wieder laufenden Henniez-Kampagne. Es zeigt aufspritzendes Wasser, das sich zu einem Frauenkörper formt. Für den Verfasser des Mails ist die Sachlage klar: Bei der neuen Kampagne handle es sich um ein «billiges Plagiat» der verantwortlichen Top-Agentur. Dabei scheint ihn die Ideenlosigkeit weit mehr zu stören als die Tatsache des Klaus an sich: «Das man das Rad nicht neu erfinden kann, ist mir klar, aber die Pose der Frau, die hätte man nicht auch noch 1:1 kopieren müssen». Ob das Sujet tatsächlich geklaut oder die Ähnlichkeit zufällig ist, wird man nie beantworten können (ausser man fragt die verantwortlichen Leute). Aber für den Verfasser des E-Mails ist der Fall klar: «Eins beweist es: auch die Grossen klauen ohne Skrupel.»Siehe auch:

Publicis lässt die gelbe Brieftaube wieder flattern

Der gelbe Flattermann von PostMail wird von Publicis ab März 2008 wieder mit neuen Botschaften losgeschickt. Werben soll er bei Geschäftskunden für A-Post und grossformatige Briefe.

 
Die gelbe Brieftaube von PostMail wird von Publicis ab März 2008 wieder mit neuen Botschaften losgeschickt. Die Produktkampagne richtet sich an Geschäftskunden und wirbt unter dem Motto: Für grössere Wirkung bei Ihren Kunden für die Produkte A-Post und grossformatige Briefe. Die zwei neuen Sujets sollen auf die Vorzüge der beiden Produkte aufmerksam machen: A-Post-Briefe zeigen, dass der Inhalt wichtig ist, und signalisieren dem Empfänger Wertschätzung, und grosse Briefe fallen auf und machen neugierig. In einem ersten Postversand sollen zudem mit drei Pralinen drei Vorzüge der A-Post aufgezeigt werden: Wichtigkeit, Wertschätzung und Beachtung. Ausführliche Produktinformationen erhalten die Kunden auf der Kampagnenwebseite Post.ch/wirkung. Verantwortlich bei PostMail:
Elisabeth Hasler (Leiterin Kommunikation), Domenico Pereira (Leiter Marketing-Kommunikation). Verantwortlich bei Publicis: Dani Kobi (AD), Albert Matzinger (Text), Sonja Gross und Sandro Tissi (Grafik), Stephan Lanz und Myriam Mojon (Beratung), Suzana Kovacevic (Art Buying), Bianca Nerlich (Produktion), Susanne Völlm/Red Department, Fotografie/Bildbearbeitung Luca Tomasi, 3D-PostMail-Taube. Verantwortlich bei Publicis Dialog: Björn Brinkmann (CD), Suzanne Friedli (AD), René Bucher (Text), Cyrill Schneider (AD Online), Gabi Knus, René Stettler und Nahuel Morales (Beratung); Romeo Bucceroni: Produktion Nemos.ch, Umsetzung Landingpage.

Ideart bringt für Perosa den Sommer

Die Luzerner Agentur Ideart legt für Perosa den druckfrischen Katalog Lingerie & Bademode Sommer 2008 vor. Die Bilder geschossen hat der deutsche Fotograf René Schwerdtel in Thailand.

Die Luzerner Agentur Ideart legt für Perosa den druckfrischen Katalog Lingerie & Bademode Sommer 2008 vor. Entstanden sind die Bilder im Dezember 2007 in Thailand. Hier schoss der deutsche Fotograf René Schwerdtel mit den Models Orsolya und Monika die Fotos zur aktuellen Kollektion. Die Models präsentieren Lingerie der Marken Lise Charmel, Lejaby, Barbara, Prima Donna, L’Aventure, Marie Jo, Chantelle und natürlich auch vom eigenen Label Perosa. Das Resultat ist ab sofort schweizweit in allen Filialen von Perosa als Katalog verfügbar.
Verantwortlich bei Perosa:
Roger Schärer, Cornelia Schärer (Hair & Make-up), Ida Krebs (Styling). Verantwortlich bei Ideart Luzern: Ludek Martschini (Kreation/Beratung; Graphic & Layout), René Schwerdtel (Fotograf), Jochen Möbus (Digital Operator), Peter Martschini (Produktion). Location: Evason Hideaway Resort & Spa, Thailand.

Zürcher Kampagne gegen sexuelle Ausbeutung ist ein Erfolg

Die Stadt Zürich zieht eine positive Zwischenbilanz: Die von verschiedenen Departementen im Januar lancierte Kampagne gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen im Internet ist auf grosses Interesse gestossen.

 
Die Stadt Zürich zieht eine positive Zwischenbilanz: Die von verschiedenen Departementen im Januar lancierte Kampagne gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen im Internet ist auf grosses Interesse gestossen. «Allein in der ersten Woche hatten wir über 12’000 Besucherinnen und Besucher auf unserer Webseite – und bis heute wurden die Informationsbroschüren bereits rund 1’700 Mal heruntergeladen», sagt Polizeisprecher Reto Casanova in einer Mitteilung der Stadt. Die Kampagne wandte sich in einer ersten Phase an die Öffentlichkeit. Gearbeitet wurde mit Plakaten, Tramwerbung, einer Webseite für Jugendliche und einer für Erwachsene sowie verschiedenen Informationsbroschüren und Bannern in Chatrooms. Die Plakate zeigen ältere Personen mit Masken, die zum Beispiel sagen: «hoii, ich suech luschtigi mädels zum fun haa!!! *ggg*». In diesen Tagen werden nun die Jugendlichen und Eltern in einer zweiten Phase direkt angesprochen, etwa durch Lektionen im Unterricht und Elternabende.
Zürich ist die erste Schweizer Stadt, die eine solche Kampagne startet. Offenbar bestand dafür aber längst Bedarf; so haben verschiedene Fachstellen und Ämter sowie verwandte Internetseiten im In- und Ausland die Kampagne gut aufgenommen und sich für eine Zusammenarbeit interessiert. Die Kampagne erstreckt sich über die nächsten Monate bis zu den Sommerferien hin. Im Herbst soll sie wiederholt werden.

Coop darf Carrefour übernehmen

Rund ein halbes Jahr nachdem Coop angekündigt hatte, die zwölf Carrefour-Verkaufsstellen in der Schweiz kaufen zu wollen, hat die Weko dem Handel zugestimmt. Gemäss dem Bericht der Sonntagszeitung wird der Entscheid am nächsten Donnerstag offiziell bekannt gegeben.

 
Rund ein halbes Jahr nachdem Coop angekündigt hatte, die zwölf Carrefour-Supermärkte in der Schweiz kaufen zu wollen, hat nun die eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) dem Handel zugestimmt. Gemäss dem Bericht der Sonntagszeitung wird die Weko ihren Entscheid am nächsten Donnerstag offiziell bekannt geben. Mit dem Verkauf der zwölf Filialen und zweier unfertiger Projekte in Chur und St. Gallen zieht sich die französische Carrefour, Nummer eins im europäischen Lebensmittelhandel, vollständig aus dem Schweizer Markt zurück (siehe: ). An die Bewilligung des Verkaufs seien ähnliche Bedingungen geknüpft wie an den Kauf von Denner durch die Migros, so die Sonntagszeitung. Die zentrale Auflage beim Denner-Verkauf, dass nämlich die Marke des verkauften Unternehmens erhalten bleibt, wird beim Coop-Carrefour-Handel allerdings nicht umsetzbar sein, da es sich nicht um einen Kauf eines Unternehmens sondern nur um den Kauf von Verkaufsstellen handelt.

SFLB verrät Erfolgsgeheimnisse für Herren Globus

Spillmann/Felser/Leo Burnett hat für Herren Globus den Modekatalog Frühling/Sommer 2008 realisiert. Herausgekommen ist ein stilvolles Heft, das gemäss dem Motto: Kleider machen Leute die gezeigte Mode thematisch mit beruflichem Karriereerfolg verknüpft.

 
Spillmann/Felser/Leo Burnett hat für Herren Globus den Modekatalog Frühling/Sommer 2008 realisiert. Die Agentur hat dabei gemäss dem Motto: Kleider machen Leute die gezeigte Mode thematisch mit beruflichem Karriereerfolg verknüpft und will so auf den Wettbewerbsvorteil hinweisen, den ein Besuch bei Herren Globus der Männerwelt verschaffen soll. Unter dem Titel «Maximalprinzip» erhalte jedermann über 46 Seiten wertvolle Hinweise für ein stilvolles Äusseres sowie nützliche Tipps fürs Berufliche und Private, heisst es in der Mitteilung. Dazu gehören etwa Bekleidungsworkshops, ausführliche Stilberatungen, Spezialgrössen und Massanfertigungen. Zur Bekanntmachung des neuen Katalogs wurde in verschiedenen Schweizer Printmedien eine doppelseitige Anzeige geschaltet.
Verantwortlich bei Herren Globus: Urs Leuenberger (Unternehmensleiter) und Gabriele Beer (Marketingverantwortliche). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Martin Spillmann (CD), Raul Serrat, Reto Clement (AD), Ricco Pachera (Grafik), Martin Arnold (Text), Pam Hügli und Marco Chini (Beratung); Mathias Kessler (Fotograf), Werner Baumgartner (Styling), Ringier PreMedia (Druckvorstufe).Anzeige:

Katalogseiten (Front und vier Doppelseiten):

MACH Basic 2008-1: Gratiszeitungen steigern Reichweite erneut

Die Zahlen von MACH Basic 2008-1 zeigen im Vergleich zur Vorjahresstudie eine weitere Verlagerung hin zu Kontakten bei der Gratispresse. Insgesamt haben die in der MACH-Studie ausgewiesenen Titel total 256’000 Kontakte verloren. Die Leserzahlen in der Schweiz bleiben jedoch nach wie vor sehr hoch.

 
Die am Dienstag veröffentlichten Zahlen der MACH Basic 2008-1 der Wemf AG für Werbemedienforschung zeigen im Vergleich zur Vorjahresstudie eine weitere Verlagerung hin zu Kontakten bei der Gratispresse. Insgesamt hält ein leichter Negativtrend an. Weiterhin bleiben die Schweizerinnen und Schweizer aber ein Volk von Zeitungs- und Zeitschriftenlesenden: 91,6 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab 14 Jahren lesen mehr oder weniger regelmässig mindestens eine der Zeitungen und 92,0 Prozent eine der Zeitschriften, die an der MACH Basic teilnehmen. Insgesamt haben die in der MACH ausgewiesenen Titel (ohne die lokale Wochenpresse) total 256’000 Kontakte verloren. Die relativ unspektakuläre Zahl kaschiert jedoch eine starke Verlagerung innerhalb der Titel. Klammert man nämlich die Tagespresse (verkauft und gratis) aus, kumulieren sich die Verluste auf total 1,276 Millionen Kontakte. Die Tagespresse hat also 1,02 Millionen neue Leser generiert. Dahinter wiederum stehen die Gratiszeitungen mit einem Plus von zirka 1,193 Millionen und die verkauften Tageszeitungen mit einem Minus von rund 173’000 Kontakten.

Der Anteil der Gratiskontakte bei der Tagespresse liegt jetzt in der deutschen Schweiz bei 28,5 und in der Westschweiz bei 41,3 Prozent. Allerdings bildet die MACH Basic 2008-1 die heutige Realität in diesem Bereich noch keineswegs ab, da weder News noch .ch enthalten sind. Die Distributionserweiterungen von 20 minutes und Le matin bleu werden erst teilweise, diejenige von 20 Minuten überhaupt noch nicht abgebildet. Falls die beiden neuen Gratistitel in der deutschen Schweiz ihre Ziele erreichen würden (was noch keineswegs sicher ist), stiege der Marktanteil der Gratispresse in die Grössenordnung von 45 Prozent.
Mit signifikanten Verlusten unter dem Erfolg der Gratis-Tageszeitungen gelitten haben in der Auswertung 2008-1 die Zürcher Landzeitung, das St. Galler Tagblatt und die Basler Zeitung in der deutschen sowie der bezahlte Matin und die Tribune de Genève in der französischen Schweiz. Die Abendzeitung Heute hat gegenüber 2007-2 signifikant, aber eher bescheiden (auf 259’000 Leser) zugelegt. Dies dürfte den Entscheid, das Blatt durch einen Blick am Abend abzulösen, wohl erleichtert haben.
Im immer heftiger umstrittenen Sonntagsmarkt bildet die neuste Auswertung den Effekt des Titels Sonntag noch nicht ab. Trotzdem haben sowohl der Sonntagsblick als auch die Sonntagszeitung gegenüber 2007-1 signifikant verloren. Erstmals ausgewiesen wird die Südostschweiz am Sonntag, die auf bescheidene 83’000 Lesende kommt (werktags sind es 233’000).
Die Publikumspresse hat gegenüber 2007-1 insgesamt über 300’000 Lesende verloren. Weiterhin stark gebeutelt ist die Programmpresse der deutschen Schweiz wo mit Tele, TVStar, TVtäglich, TV vier und dem Radiomagazin gleich fünf der sieben ausgewiesenen Titel signifikant Leserinnen und Leser verloren haben. Eine Überraschung hält die News- und Themenpresse bereit. Hier hat das Strassenmagazin Surprise signifikant zugelegt und die WOZ deutlich hinter sich gelassen. Signifikant verloren haben dafür NZZ Folio sowie die Schweizer Illustrierte, deren Ableger SI Style aber neuer Reichweitenleader der Frauenpresse geworden ist.
Positiv fällt für einmal auch das Ergebnis von Sélection (Reader’s Digest) aus, das seine Reichweite in der Westschweiz signifikant von 6,1 auf 7,3 Prozent steigern konnte. Diese Entwicklung wird sich aber noch bestätigen müssen, da sie sowohl gegen den bisherigen Trend als auch gegen denjenigen der deutschsprachigen Schwester (Das Beste) verläuft.
Bei der Wirtschaftspresse ist Cash daily mit 73’000 Lesern erstmals regulär ausgewiesen. Dieser nicht gerade berauschende Wert entspricht dem Durchschnitt im ersten Jahr seit der Lancierung und dürfte inzwischen sicher höher liegen. Ob die vom Verlag vor einem halben Jahr hochgerechneten 127’000 Leser der gedruckten Ausgabe von der MACH bestätigt werden, muss sich noch zeigen. In der Westschweiz ist derweil ein Führungswechsel zu verzeichnen. Der Geldratgeber Tout compte fait ist mit 8,1 Prozent neuer Reichweitenleader der Wirtschaftspresse. Fokussiert man allerdings auf die Männer, liegt Bilan weiterhin deutlich vorn.
Auch bei der Spezialpresse hält der Negativtrend an. Nicht weniger als 26 Publikationen haben signifikant insgesamt über 600’000 Leserinnen und Leser verloren. Die relativ höchsten Verluste weisen mit Fundgrueb und Auto Börse zwei Kleinanzeigenblätter aus. Es scheint, dass die Zeiten der gedruckten Informationen in diesem Bereich zu Ende gehen. Verluste weisen die Gruppen Jugendliche/Veranstaltungen/Film, Informatik, Landwirtschaft, Individualverkehr (vor allem die Autotitel), Gesundheit, Sport, Haus/Wohnen/Garten und Kultur/Reisen aus. Kurzfristig zugelegt hat die Konsumentenpresse sowie die Gruppe Essen und Trinken.
Detaillierte Analysen zur neuen MACH Basic sind in der Spezialausgabe des Media Trend Journals zu finden, die der kommenden Ausgabe der Werbewoche beiliegt.

RSR: VR leitet Untersuchung zu Kinderpornographie-Affäre ein

In der Affäre um kinderpornografische Bilder beim Westschweizer Radio (RSR) leitet der Verwaltungsrat eine unabhängige Untersuchung ein, um das verloren geglaubte Vertrauen wieder herzustellen. Seit Wochen belaste die Affäre Belegschaft und Direktion von RSR, teilte die SRG am Montag mit.

 
In der Affäre um kinderpornografische Bilder beim Westschweizer Radio (RSR) leitet der Verwaltungsrat von Radio Télévision Suisse Romande (RTSR) eine unabhängige Untersuchung ein, um das verloren geglaubte Vertrauen wieder herzustellen. Seit Wochen belaste die Affäre Belegschaft und Direktion von RSR, teilte die SRG am Montag mit. «Mit praktisch täglich neuen Stellungnahmen und Spekulationen werden das mediale und öffentliche Interesse genährt, die Direktion in ihrer operativen Tätigkeit eingeschränkt und der Ruf des Medienhauses potenziell belastet», heisst es gemäss SDA in der Mitteilung. Sobald RTSR-Verwaltungspräsident Jean François Roth und SRG-Generaldirektor Armin Walpen eine unabhängige Persönlichkeit bestimmt hätten, werde diese Person ihre Arbeit aufnehmen. Sie soll die ganze Angelegenheit seit 2005 bis heute untersuchen und beurteilen. Die Affäre war anfangs März neu aufgeflammt, als der Informatiker bei RSR, der die Bilder 2005 bei einem Mitarbeiter entdeckt hatte, die Angelegenheit an die Öffentlichkeit trug. Daraufhin schaltete sich ein Untersuchungsrichter ein. Der Informatiker wurde entlassen. Der Mitarbeiter, der die Bilder aus dem Internet heruntergeladen hatte, war 2005 von der RSR-Direktion verwarnt worden. Zudem wurde ihm eine dreieinhalbjährige Probezeit auferlegt. Die RSR-Leitung stützte sich dabei auf die Meinung von Experten, die damals zum Schluss kamen, die Fotos seien «ein Grenzfall», aber strafrechtlich nicht relevant. Inzwischen bestreiten die Experten, eine seriöse Expertise abgeliefert zu haben. Sie fühlen sich von der RSR-Direktion in der Affäre instrumentalisiert.

BMW Sauber verliert seinen Hauptsponsor Credit Suisse

Gemäss Insiderinformationen will die Credit Suisse den Ende 2008 auslaufenden Partner- und Sponsorenvertrag mit dem Formel-1-Team BMW Sauber nicht mehr erneuern. Das schreibt die Sonntagszeitung in einem Bericht, der von der Credit Suisse jedoch nicht offiziell bestätigt wird.

 Gemäss Insiderinformationen, die von der Credit Suisse jedoch nicht offiziell bestätigt werden, will die Grossbank den Ende 2008 auslaufenden Partner- und Sponsorenvertrag mit dem Formel-1-Team BMW Sauber nicht mehr erneuern. Dieser Entscheid sei laut einer internen CS-Quelle definitiv gefallen, heisst es in einem Bericht der Sonntagszeitung. Diese Entwicklung war gemäss Bericht abzusehen; bereits 2005, als Peter Sauber seinen Rennstall an BMW verkaufen wollte, hat die CS mitgespielt, indem sie einwilligte, ihren Zweidrittelanteil am Rennstall über den Zeitraum von drei Jahren ebenfalls an BMW zu verkaufen. Bis Ende 2008 hat die CS nun alle ihre Anteile verkauft, und damit dürfte auch das CS-Logo auf den Rennautos verschwinden. BMW-Saubers Hauptsponsor ist Petronas, wo Peter Sauber als Berater tätig ist.

Pius Walker vom D&AD in die Jury geholt

Der britische D&AD hat Pius Walker in die Jury geholt. Mit dem Gründer der Walker Werbeagentur zieht erstmals ein Schweizer Kreativer in die Award-Jury ein.

 
Das weltweit als am strengsten geltende Schiedsgericht unter den Kreativwettbewerben, der britische D&AD, hat Pius Walker in die Jury geholt. Aus den 25’000 eingesandten Arbeiten aus der ganzen Welt filterte die Londoner Kreativjury letztes Jahr 59 der begehrten Yellow Pencils heraus. Der D&AD wurde 1962 gegründet und unter anderen von Sir Alan Parker, David Abbott, John Heagarty und Tim Delaney präsidiert. Mit Walker, Gründer der Zürcher Walker Werbeagentur, zieht erstmals ein Schweizer Kreativer in die Award-Jury ein.

Zu guter Letzt: Ringier in der Gerüchteküche

Ein aspirierender Verleger in Berlin hat sich die Traditionsmarke «Berliner Tageblatt» gesichert und behauptet nun, dass ihm ein Medienhaus aus Deutschlands Nachbarland, in dem man sich mit «Grüezi» begrüsse, eine sechsstellige Summe für die Rechte biete. Das besagte Verlagshaus gebe eine Boulevardzeitung heraus. Steigt also Ringier in den deutschen Tageszeitungsmarkt ein oder macht sich hier nur jemand wichtig?

 Der Zeitungsmann Reiko Opitz in Berlin hat sich die Traditionsmarke «Berliner Tageblatt» gesichert und behauptet nun, dass ihm ein grosser Verlag eine «hohe sechsstellige Summe» für die Rechte biete. Um welches Unternehmen es sich handelt, will der Mann nicht preisgeben, doch er verriet gegenüber Spiegel Online immerhin soviel: Der Interessent verlege eine grosse Boulevardzeitung und komme aus Deutschlands Nachbarland, in dem man sich mit «Grüezi» begrüsse. Diese Nation könne nur die Schweiz sein und der Verlag mit Boulevardblatt also nur Ringier, folgert das Nachrichtenportal daraus. Bei Ringier verzichtet man allerdings auf einen Kommentar: Man nehme zu Gerüchten keine Stellung, heisst es dazu nur. Der Zeitungsname, der da anscheinend feilgeboten wird, hat eine ziemlich bewegte Geschichte hinter sich: Der Titel erschien erstmals 1872, wurde 1933 von den Nazis gleichgeschaltet und 1939 endgültig eingestellt. Nach dem traurigen Ende wurden die Namensrechte frei – und die hat sich im Sommer 2007 Reiko Opitz gesichert.
Er wollte den Namen ursprünglich nicht einfach verscherbeln, sondern die eigene Tageszeitung «Berliner Tageszeitung – Berliner Tageblatt – erstmals seit 1872» lancieren. Das Licht der Welt hätte das Blatt gemäss Spiegel Online schon im Dezember erblicken sollen, zu sehen ist bis jetzt allerdings erst ein Online-Auftritt unter Berlinertageblatt.net. Was laut Opitz an der Konkurrenz liegt, die wie David gegen Goliath vorgehe: Die Verleger von zwei bisherigen Berliner Tageszeitungen, der Tagesspiegel und die Berliner Zeitung, decken ihn mit einstweiligen Verfügungen ein. Der Tagesspiegel moniere beispielsweise, Opitz täusche eine «Unternehmertradition als Merkmal geschäftlicher Verhältnisse vor», berichtet Spiegel Online weiter. Doch das zuständige Gericht habe sich mit Schwierigkeiten konfrontiert gesehen: Als es die Verfügung an die im Impressum auf Berlinertageblatt.net angegebene Adresse senden wollte, habe sich diese im besten Beamtendeutsch als «nicht zustellbar» erwiesen.
Spiegel Online stellt den aspirierenden Zeitungsmann in einem zweifelhaften Licht dar. So seien seine Verbündeten eher halbseiden: ein Schlagersänger und eine ehemalige Miss Germany, zum Beispiel. Opitz’ Mission ist dafür edel: Er will ein liberal-konservatives Blatt machen, das für 10 Cent über den Ladentisch gehen solle. Womit die Mediengattung der «Fast-Gratiszeitung» erfunden wäre.
Ob Ringier an der Übernahme des Traditionsnamens tatsächlich interessiert ist oder gar an einer Zusammenarbeit mit Opitz, muss sich weisen. Vielleicht hat sich ja auch nur ein schlauer Geschäftsmann wichtig gemacht. Sollte das helvetische Verlagshaus in Deutschland nun neben den Magazinen Cicero und Monopol auch eine Tageszeitung herausgeben wollen, darf es sich auf alle Fälle warm anziehen: Publizistische Auseinandersetzungen werden in Deutschland nicht zufällig «Zeitungskrieg» genannt. In der Hauptstadt tobt er besonders intensiv. Aber vielleicht hätte ja Frank A. Meyer Ideen, wie der Titel am besten auf den Markt gebracht werden könnte.

Angelika Bühler übernimmt strategische Führung bei ZürichTokio

Seit dem 1. Februar 2008 unterstützt Angelika Bühler das Team der Agentur ZürichTokio und übernimmt die strategische Führung.

 Seit dem 1. Februar 2008 unterstützt Angelika Bühler das Team der Agentur ZürichTokio und übernimmt die strategische Führung.Bühler arbeitet seit 18 Jahren in der Kommunikationsbranche, wie es in der Mitteilung vom Donnerstag heisst. Unter anderem war sie für Sony Overseas SA als Kommunikationsleiterin für Osteuropa und die Schweiz tätig. Für das Internetlabel Skim.com arbeitete sie ausserdem als Marketingleiterin.
Seit sechs Jahren ist Bühler selbständige Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf den Einsatz von Neuen Medien sowie crossmedialer Analyse und Strategieentwicklung. Sie hat bereits im vergangenen Jahr einige Male in Konzeptphasen bei ZürichTokio mitgewirkt.

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