Sinkende Beschäftigungszahlen in der Kreativwirtschaft

Rund 53’000 Zürcherinnen und Zürcher haben 2005 in Unternehmen gearbeitet, die Kreativleistungen anbieten. Damit ist die Zahl der Beschäftigten innert vier Jahren um 7,8 Prozent gesunken. Insgesamt haben Unternehmen im Kreativsektor einen Umsatz von rund 16,6 Milliarden Franken erarbeitet.

 Rund 53’000 Zürcherinnen und Zürcher haben 2005 in Unternehmen gearbeitet, die Kreativleistungen anbieten. Sie haben insgesamt einen Umsatz von rund 16,6 Milliarden Franken erarbeitet. Das ergibt der zweite Zürcher Kreativwirtschaftsbericht, der am Mittwoch vorgestellt wurde. Zum Begriff Kreativwirtschaft gehören unter anderem Unternehmen in den Bereichen Musik, Literatur und Bücher, Kunst, Film, Radio und Fernsehen, Design und Architektur, Werbung, Informatik, Presse. Nicht eingeschlossen ist der öffentliche Kultursektor.
2005 existierten im Kanton Zürich 10’206 solche Betriebe. Sie machen damit 19 Prozent aller Unternehmen aus. Das ist ein deutlich höherer Wert als im Rest der Schweiz, wo der Anteil bei 11 Prozent liegt. Die Zahl der Beschäftigten ist allerdings im Vergleich zu 2001 um 7,8 Prozent zurückgegangen. Damit war der Kanton Zürich stärker betroffen als die Schweiz. Gesamtschweizerisch nahm die Beschäftigung in der so genannten Kreativwirtschaft um 6,0 Prozent ab. Zu beachten ist allerdings, dass die Studie die Daten von 2005 erhebt. Seither hat sich die Lage möglicherweise wieder entspannt
Ein Viertel weniger Arbeitsstätten in der Werbung Zum Teilmarkt Werbung zählt die Studie Werbetexter, Werbevermittler, Büros für Werbevermittlung und Werbeverbreitung. Er erzielte im Kanton Zürich mit rund 1’400 Beschäftigten in knapp 120 Arbeitsstätten einen Gesamtumsatz von rund 1 Milliarde Franken. Im Vierjahreszeitraum schrumpfte der Zürcher Werbemarkt um einen Viertel bei den Arbeitsstätten und um knapp 18 Prozent bei der Beschäftigung.
Die Designwirtschaft umfasst in der Studie unter anderem visuelle Designer, Gestalter, Produktdesigner, Industriedesigner und Web-Designer. Dieser Sektor zählte innerhalb der Zürcher Kreativwirtschaft mit rund 2,2 Milliarden Franken Gesamtumsatz, über 2’200 Arbeitsstätten und knapp 8’100 Beschäftigten im Jahr 2005 zu den quantitativ bedeutendsten Teilbranchen. Der grösste untersuchte Wirtschaftszweig Kommunikationsdesign/Werbegestaltung mit 770 Arbeitsstätten und mehr als 3’500 Beschäftigten erreicht zusammen mit dem Kommunikationsdesign/der Unternehmensberatung bereits deutlich mehr als die Hälfte des gesamten Designpotenzials. Das klassische Industriedesign mit 57 Arbeitsstätten und 446 Beschäftigten stellt dazu vergleichsweise nur noch eine verschwindend kleine Kategorie dar.
Weniger Beschäftigte bei steigendem Umsatz laut der Studie machten die Beschäftigten im Rundfunkmarkt 7 Prozent der Kreativwirtschaft aus. Das entspricht 2’235 Beschäftigten. Der geschätzte Umsatz lag bei rund 710 Millionen Franken. Trotz Umsatzzuwachs schrumpfte die Zahl der Arbeitsstätten und der Beschäftigten. Besonders deutlich zeigt sich das bei den TV-Sendern, die ihr Personal in den Jahren 2001-2005 um rund 18 Prozent zurück gefahren haben.
Im Pressebereich zählen die Studienautoren für das Jahr 2005 rund 760 Arbeitsstätten, die mehr als 5’700 Beschäftigten Arbeitsplätze bieten. Zusammen haben sie ein Umsatzvolumen von 2 Milliarden Franken erwirtschaftet. Die Entwicklung bei den Arbeitsstätten (minus 3,8 Prozent) und der Beschäftigung (minus 6,1 Prozent) verlief negativ.

Designprofis gesucht

Papier Der «Ziegler’s best art & print work 08» geht in eine weitere Runde. Bewertet werden die Werke durch eine internationale Jury.

 
Papier Die Ziegler Papier AG startet mit dem «Ziegler’s best art & print work 08» in eine weitere Runde ihres Design-Awards. Eine internationale Jury von Druck-, Design- und Medienexperten steht zur Jurierung der eingesandten Werke bereit. Die Gewinner werden im November bei einem exklusiven Prämierungs-Event in Basel ihre Preise empfangen. Eingereicht werden können Papierprodukte, die ab dem 1. Juli 2007 ganz oder teilweise auf den Papierspezialitäten der Ziegler Papier AG realisiert wurden. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2008.

Nanu – so wirkungsvoll kann Nano sein

Aufgefallen Putzmittel für den Haushalt, die auf Nanotechnologie basieren, sind im Vormarsch. Auch im Twist-Sortiment der Migros. Um die effiziente Wirkung dank der einzigartigen Oberflächenveredelung werblich zu dramatisieren, entwickelte Exxtra Kommunikation eine auffallend gelungene Anzeige.

 
Technologie Putzmittel für den Haushalt, die auf Nanotechnologie basieren, sind im Vormarsch. Auch im Twist-Sortiment der Migros. Um die effiziente Wirkung dank der einzigartigen Oberflächenveredelung werblich zu dramatisieren, entwickelte Exxtra Kommunikation eine auffallend gelungene Anzeige, die unmissverständlich zeigt, was mit «Schmutz» passiert, wenn er auf Nano-behandelte Flächen trifft: Ketch-up prallt buchstäblich ab. Oder anders formuliert: Schmutz und Schmutzwasser bleiben auf keiner Oberfläche haften. Für den Konsumenten haben Nano-Produkte deshalb einen klaren Vorteil: Man benötigt weniger Zeit und Reinigungsmittel – und schont damit erst noch die Umwelt. (pan)

Der Sommer kann kommen

Drink Bei der diesjährigen Sommerpromotion von Ovo Drink sorgt die Agentur Startbahnwest für höher schlagende Herzen bei Vespa-Begeisterten. Als Hauptpreise winken nämlich drei kultige Vespas im orangen Ovomaltine-Look und 500 Ovomaltine-Taschen als Sofortpreise.

 
Drink Bei der diesjährigen Sommerpromotion von Ovo Drink sorgt die Agentur Startbahnwest für höher schlagende Herzen bei Vespa-Begeisterten. Als Hauptpreise winken nämlich drei kultige Vespas im orangen Ovomaltine-Look und 500 Ovomaltine-Taschen als Sofortpreise. Gewinnchancen gibt es auf jedem Ovo Drink mit grünem Deckel und auf Crunchy-Cream-Rollen in Form eines Leporellos mit einem persönlichen SMS-Code. Für die Code-Eingabe und die Sofortpreise wurde die Webseite kreiert. Begleitet wird die Promotion von Printanzeigen und Web-Bannern.

Die Welt des Bildes im Fokus

Messe Vom 23. bis 28. September 2008 findet in Köln die Photokina World of Imaging statt. Sie bietet ein lückenloses Angebot rund um das Medium Bild.

 
Messe Vom 23. bis 28. September 2008 findet in Köln die Photokina World of Imaging statt. Sie bietet ein lückenloses Angebot rund um das Medium Bild. 
Gemäss den Angaben des Photoindustrie-Verbandes und der GfK wurden im Jahr 2007 weltweit rund 776 Millionen Bildaufnahmegeräte verkauft, aufgeteilt in 629 Millionen Kamerahandys, 21 Millionen Camcorders und 126 Millionen Digitalkameras. Digitale Spiegelreflexkameras erreichten knapp die Schwelle von 10 Millionen Stück. Das Wachstum gegenüber 2006 betrug damit 17 Prozent. Weltweit dürften derzeit allein 325 Millionen Digitalkameras in Gebrauch sein. In über 50 Prozent der europäischen Haushalte findet sich inzwischen mindestens eine Digitalkamera, mit Potenzial für weitere Steigerungen. Das Wachstum im Foto- und Imagingmarkt wird wesentlich von Digitalkameras beeinflusst. Wenige Monate vor der Photokina 2008, der World Imaging in Köln, präsentiert sich die Foto- und Imaging-Industrie in glänzender Verfassung. Die Digitalisierung der Fotografie war und ist der Motor für die Entwicklung zahlreicher neuer Produkte, die sich dem veränderten Verhalten der Konsumenten bei der Nutzung von Bildern angepasst haben. Wichtigstes TrendbarometerDie vom 23. bis 28. September 2008 in Köln stattfindende Photokina ist für Industrie und Handel das wichtigste Trendbarometer zur Analyse veränderter Verbraucherinteressen und jüngster Produktentwicklungen in der Fotografie. Der Technologiewandel in der Fotografie hat nicht nur die Art und Weise verändert, wie Verbraucher heute fotografieren, sondern auch dem Umgang mit Bildern neue Dimensionen eröffnet. Auf der Photokina sind auch 2008 wieder alle führenden Unternehmen der globalen Imaging-Welt vertreten. Die Veranstalter – Kölnmesse und Photoindustrie-Verband – erwarten zirka 1’600 Anbieter aus rund 50 Ländern. Der Auslandanteil werde wie 2006 wieder bei über 60 Prozent liegen. Zahlreiche ausstellende Unternehmen – darunter Sony, Panasonic, Samsung und Canon – werden zudem in diesem Jahr ihre Ausstellungsfläche nochmals vergrössern. Mit einer grossen Präsenz ist auch Microsoft erstmals nach 2004 wieder an der Messe vertreten. Mit General Imaging wird darüber hinaus ein neuer Anbieter im Kamerasegment seine Produkte vorstellen.
Vier AngebotsbereicheDas erfolgreiche Konzept, den gesamten Imaging-Workflow auf die Hallenstruktur zu übertragen, wird in optimierter Form auch 2008 umgesetzt. Statt der bisherigen fünf, gibt es in diesem Jahr aber nur vier Angebotsbereiche, die den gesamten Imaging-Workflow in den Hallen abbilden. Dies sind die Bereiche Bildaufnahme, Bildbearbeitung, Bildspeicherung und Bildausgabe. Die Angebotspalette der Zubehörartikel wird den jeweiligen Angebotsbereichen des Imaging-Workflow angegliedert. Neben der Vorstellung neuer Kameras, Objektive, Drucker, Dienstleistungen und Zubehör für Fachanwender, Profis und Heimanwender rechnen die Veranstalter damit, dass vor allem die Frage, welche einfachen und kreativen Wege zum gedruckten Bild dem Verbraucher geboten werden und welche neuen Möglichkeiten der Bildpräsentation das digitale Zeitalter bereithält, die Messe bestimmen wird.
Neue DarstellungsformenMit der Thematik der Bildpräsentation und Bildprojektion befasst sich in einem eindrucksvollen Sonderbereich die Projektion Arena Impression XXL. Sie zeigt den Besuchern, wie sehr die emotionale Wirkung guter Bilder verstärkt wird, je eindrucksvoller sie präsentiert werden. Ziel ist, allen Fotografen zu zeigen, dass es unabhängig vom Budget für jeden Anlass eine spezifische Präsentations- und Projektionslösung gibt. Professionelle Anwender wie Berufsfotografen, Werbeagenturen, Reiseveranstalter, Architekten u. a. erhalten dazu praktische Anleitungen für bedarfsgerecht zugeschnittene Lösungen. Zukunftsweisende Imaging-Technologien vorzustellen und neue Wege des Umgangs mit bildtechnischen Prozessen zu zeigen, ist die Stärke der Photokina. Auch in diesem Jahr präsentiert die World of Imaging den Besuchern eine Technik, die moderne professionelle Bildkommunikation bereits in vielen Bereichen stark beeinflusst hat: die virtuelle Fotografie – CGI-Computer Generated Imaging.
Die Photokina greift diesen Trend auf und demonstriert im Rahmen eines «Solution-Center» in Halle 4.1 die Prinzipien und Arbeitsweisen der mit dem Rechner erzeugten Bilder. Diese neuen Darstellungsverfahren der fotorealistischen Visualisierung eröffnen den Anwendern ungeahnte Möglichkeiten. Abstrakte Inhalte lassen sich mittels der innovativen Technik ganz neu bildnerisch umsetzen. Die Photokina 2008 gibt einen Einblick in die Möglichkeiten des Computer Generated Imaging und stellt den veränderten Workflow, den dieses neue Bild-«Erschaffungsmedium» notwendig macht, den Besuchern vor. CGI setzt dabei zwingend den integrierten Einsatz technischer Werkzeuge wie Kamera, Fotolabor, Digitaltechnik, Bildprogramme und 3D-Programme voraus und erweitert somit die Grenzen konventioneller Bilderzeugung und -gestaltung.
Spannendes RahmenprogrammSymposien, Workshops, Aktionsflächen und beeindruckende Fotoausstellungen bilden den vielfältigen Rahmen, der aus der Photokina mehr macht als eine reine Technik- und Produkte-Show. Im Mittelpunkt der Angebote für Imageprofis aus aller Welt steht der Informationsaustausch über aktuelle Branchentrends, Marktentwicklungen und Businessmodelle der Zukunft. So werden am zweiten und dritten Messetag Top-Manager aus der Branche über die Zukunft von Fotografie und Imaging diskutieren. Im Rahmen des International-Business-Forums unter dem Titel «Memories on demand» werden rund 400 Entscheider aus aller Welt die Auswirkungen der digitalen Bildtechnologien auf den Lifestyle der Konsumenten thematisieren. Unter dem Titel «Digital speichern – filmbasiert archivieren» veranstaltet die Sektion Wissenschaft und Technik der Deutschen Gesellschaft für Fotografie in Verbindung mit den Photokina-Veranstaltern während der Photokina 2008 ein Vortragsforum, das die Möglichkeiten und Grenzen der filmbasierten und der digitalen Archivierung behandelt. Das Vortragsforum findet am Nachmittag des 25. September und am Vormittag des 26. September im Congress-Centrum Ost statt.
Meisterwerke der FotografieZu den kulturellen Highlights der Photokina zählt auch 2008 wieder die Visual Gallery. Sie präsentiert erneut Spitzenwerke international bekannter Fotografen und Arbeiten preisgekrönter Nachwuchskünstler. Top Acts der diesjährigen Visual Gallery sind Bilder des amerikanischen Schauspielers und Regisseurs Dennis Hopper. Darüber hinaus zeigt der international bekannte Top-Fotograf und heute in New York lebende Bildjournalist Thomas Höpker Höhepunkte seines Lebenswerks. Die Cicero-Galerie für politische Fotografie präsentiert im Rahmen der Visual Gallery die Ausstellung «Purple Hearts» der amerikanischen Dokumentationsfotografin Nina Berman. Sie porträtiert auf ihren Bildern US-amerikanische Kriegsveteranen aus dem Irak-Krieg. Darüber hinaus warten weitere fotografische «Leckerbissen» auf die Besucher.
Sabine Flachsmann
Photokina 200823. 09. – 28. 09. 2008 in Köln
täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr
für Fachbesucher und Endverbraucher
Informationen unter
KölnMesse Schweiz: Tel. 044 283 61 11

«Alles Roger» bei Nationale Suisse

Versicherungen Bereits zum zweiten Mal hat Valencia Kommunikation für Nationale Suisse «unseren» Roger Federer in Szene gesetzt.

 
Versicherungen Bereits zum zweiten Mal hat Valencia Kommunikation für Nationale Suisse «unseren» Roger Federer in Szene gesetzt. 
Er gilt als «Mister Perfect» und ist damit auch ein perfekter Sympathieträger für die Werbung. Viele reissen sich um ihn. Die seit dem 1. Januar 2008 neu formierte Basler Agentur Valencia Kommunikation hat es bereits vor einem Jahr – damals noch als Mrg Communications – geschafft, «Roger National» für ihren Kunden Nationale Suisse in Szene zu setzen. Dafür hat man vor einem Jahr keinen Aufwand gescheut, für ein paar freie Stunden mit Federer extra zu einem Training nach Dubai zu fliegen. Für den neuen Spot war die Dispo für Marco Rosenberg, Esther Weber und Michael Gerber etwas einfacher. Der Tennis-Champ durfte mit seinen Ballkünsten in einer Suite im neu umgebauten Zürcher Dolder Grand brillieren. Inhaltlich schliesst die aktuelle Kampagne aber nahtlos an die letztjährige an und präsentiert wieder einen perfekten Roger Federer – mit der ähnlichen Pointe: Wenn doch mal was schief läuft, dann ist er zumindest «perfekt versichert».
Gedreht hat Wirz & Fraefel am 14. Februar im damals noch nicht eröffneten Dolder. Dieses bot als Drehort eine wunderschöne Kulisse und schuf eine einzigartige Atmosphäre. In zwei identischen Suiten wurden abwechselnd die Szenen für den TV-Spot gedreht und die Anzeigensujets fotografiert. Auch diesmal erfüllte Roger Federer seine Aufgaben absolut souverän. «Ein Schauspieler mit Starpotenzial – aber wie schon vor einem Jahr absolut unkompliziert und ohne Allüren», verrät Regisseur Ernst Wirz.
Auf die Kernwerte des Versicherers Nationale Suisse transponiert bedeutet das: Roger Federer steht nach wie vor für «individuell», «erfolgreich» und «sympathisch».
Der Kommunikationsmix umfasst neben dem TV-Spot auch Inserate- und Online-Schaltungen in der ganzen Schweiz.
Andreas Panzeri

Neuer Name und neue Gesichter für Canal 3

Der Bieler Radiosender Canal 3 will sich in «Club Canal 3» umbenennen und hat ab 1. Juni mit Reto Hofmann und Alain Meyer zwei neue Redaktionsleiter.

 Der Bieler Radiosender Canal 3 will sich in «Club Canal 3» umbenennen und hat ab 1. Juni zwei neue Redaktionsleiter: Der neue deutschsprachige Redaktionsleiter Reto Hofmann stammt aus Biel und hat in den letzten Jahren beim Solothurner Regionalsender Radio 32 Erfahrungen gesammelt. Der neue französische Redaktionsleiter heisst Alain Meyer. Er war von 1993 bis 2003 bei Radio Suisse Romande in Lausanne tätig, anschliessend bei Teletext und seit 2005 bei Canal 3. Beide starten am 1. Juni, wie das Bieler Tagblatt berichtet. Bereits seit Anfang Mai ist mit Valentin Danzi ein neuer Sportredaktor an Bord und mit Martina Häni eine neue Moderationsleiterin. Trotz den Neubesetzungen bleibt die personelle Situation bei der Espace Media-Tochter Canal 3 knapp: Mit 18 Vollzeitstellen für die französische und die deutsche Abteilung zusammen sei das Radio unterdotiert, sagte Programmleiterin Denise Bolle laut dem Bieler Tagblatt an der letzten Mitgliederversammlung. Sie hofft nun auf die neue Konzession. Da sich Canal 3 als einzige Radiostation für das Gebiet Biel bewirbt, sollten die Chancen für die Erteilung gut stehen.

Sklaverei in der Schweiz

Prostitution Walker drehte einen beklemmenden Spot gegen den Frauenhandel.

 
Prostitution Walker drehte einen beklemmenden Spot gegen den Frauenhandel. 
Mit einem aufrüttelnden Film will eine Kampagne «Euro 08 gegen Frauenhandel» das menschenverachtende Geschäft mit modernen Sklaven im Sex-Business anprangern. Die Aktion ist verbunden mit einer Petition «für einen besseren Schutz und mehr Rechte für die Opfer von Frauenhandel». Lanciert wurde das Volksbegehren von einer breit abgestützten Vereinigung – vom Frauen Informationszentrum (FIZ) über Amnesty International oder Unia bis zum Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisationen. Für die Kampagne konnten auch namhafte Sponsoren gewonnen werden. Diese ermöglichten einen spektakulären Film, den die Agentur Walker mit der Londoner Sonny Production in Prag realisieren konnte. 200 Frauen und 100 Männer standen als Statisten vor der Kamera. Die wie ein Trailer zu einem Kinofilm realisierte Geschichte setzt das moderne Schlepper-Handwerk einem historischen Sklavenhandel oder sogar Viehmarkt gleich. Regie führte der auch mit CSI-Serien erfahrene Jeff Thomas. Die Musik ist ein Geschenk von Jonny Greenwood. Die eindringlichen Töne stammen aus dem Oscar-gekrönten Film «There Will be Blood». In Berlin wurde die Musik mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.
Pius Walker und die Auftraggeber sind gespannt, wie die Stimmung ihres rund 60 Sekunden langen Films das Publikum in der Schweiz berühren wird. Der Spot wird nämlich während der Euro 08 nicht nur im Fernsehen, sondern auch auf allen Grossleinwänden beim Public Viewing gezeigt. Dort soll der Spot kurz vor Spielbeginn aufrütteln und das Publikum auf das Schicksal der versklavten Frauen aufmerksam machen. Ein mutiger Steilpass für eine menschliche und politische Botschaft kurz vor dem sportlichen Spektakel.
 
Bekannte Zürcher Politiker zeigten sich bei einer Vision jedenfalls erschrocken: «Will man mit dieser Kampagne die gute Stimmung der Euro 08 zerstören? Wie wird dieser Film bei den Fans auf die Stimmung schlagen?» Die Uefa stellt aber die attraktive Werbezeit an zwölf Public Viewings gratis zur Verfügung. Die UBS gibt bei ihren Arenen wenigstens Rabatt.

Die Werbeagentur sieht mit ihrem Spot die Aufgabe erfüllt, die Menschen für den sich ausbreitenden Frauenhandel in der Schweiz zu sensibilisieren. «Wir wussten, dass sechzig Sekunden der Tragweite dieser Problematik niemals gerecht werden können. Aber wir können es ziemlich schwieriger machen, diese zu ignorieren», erklärt Pius Walker das Konzept für seinen Film. An der Premiere im Rahmen eines Info-Abends in Bern ist der Stil auch mit «Schindlers Liste» von Steven Spielberg verglichen worden. Tatsächlich baut Walker bewusst auf grosses Kino. Dieses soll eine Stimmung erzeugen und keine konkreten Verhaltensregeln zum Umgang mit betroffenen Frauen geben.
Die «Liebesgewohnheiten» eines Freiers können nicht in 60 Sekunden geändert werden, sind sich auch die Initiantinnen der Petition bewusst. Diese wollen auch kein moralisches Statement zum allgemeinen Phänomen der Prostitution abgeben. Ebenso wichtig wie die Zielgruppe der Freier ist für alt Nationalrätin Ruth-Gaby Vermot, die Co-Präsidentin der Kampagne, deshalb die öffentliche Wahrnehmung. Auch Ärzte, Anwälte und Richter sollen aufgerüttelt und für das Thema sensibilisiert werden, damit sie den versklavten Frauen eine Chance geben, aus ihrer Anonymität heraus zu treten. Solange bei der Prostitution ertappte Frauen nämlich als Illegale keine Rechtshilfe erhalten, kann auch nicht gegen die Schlepper vorgegangen werden.
Die Medien haben die Kampagne bereits grossflächig aufgenommen. Kampagnenleiterin Yvonne Zimmermann verzeichnet denn auch «einen sprunghaften Anstieg» von Petitions-Unterzeichnern auf www.stopp-frauenhandel.ch.
Wie akut das Problem in der Schweiz ist, konnte in Bern Doro Winkler, die zweite Co-Präsidentin der Kampagne und Beauftragte der FIZ – Fachstelle gegen Frauenhandel, aufzeigen. Unter Einbezug des Heiratsmarktes, Tänzerinnen in Cabarets und Haushalthilfen schätzt die Koordinationsstelle im Bundesamt für Polizei aktuell 3’000 Opfer von modernem Sklavenhandel in der Schweiz. Bei der Fachstelle wurden bisher 167 Frauen beraten. «Es werden aber jedes Jahr mehr», weiss Doro Winkler. Bei der Kriminalpolizei sind in der Schweiz zur Zeit 20 Ermittlungsverfahren wegen Verdacht auf Menschenhandel am Laufen. Vor allem kleine Dealer haben sich hier einen Markt erschlossen.
Nicht erhärtet sind die Schätzungen, dass diese Missbräuche rund um die Euro 08 zunehmen werden. Bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland haben sich die Fans jedenfalls mehr über rote Karten als an roten Laternen aufgeregt. Für die Initiantinnen der Kampagne «Euro 08 gegen Frauenhandel» wäre eine solche Flaute im Puff kein Argument zur Minderung ihrer Anliegen. Der grosse Fussball-Event ist einfach «eine einmalige Chance, für den Kampf gegen Sklaverei möglichst viele Menschen zu erreichen».
Andreas Panzeri

Vier von zehn Schweizern freuen sich auf die EM

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts AmPuls freuen sich 40 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz auf die Fussball-EM 2008. Nur vier Prozent der Befragten wollen jedoch an einem Public Viewing teilnehmen.

 
Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts AmPuls freuen sich 40 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz auf die Fussball-EM 2008. Eine Mehrheit zieht es dabei vor, die EM-Übertragungen zu Hause oder bei Freunden zu schauen. Nur vier Prozent der Befragten wollen an einem Public Viewing teilnehmen. Die Spiele interessieren erwartungsgemäss vor allem Männer im Alter zwischen 18 bis 44 Jahren, wie die SDA berichtet. Bei den Frauen gaben 29 Prozent der Befragten an, regelmässig Spiele anzuschauen. Bezüglich der Landesteile ist die Vorfreude in der Deutschschweiz mit 43 Prozent grösser als in der Westschweiz mit 38 Prozent. Für die Befragten ist zudem klar, dass der EM-Titel entweder an Deutschland, Italien, Frankreich oder Spanien geht. 26 Prozent nennen Deutschland als Favoriten. Der Schweiz wird zugetraut, die Viertelfinals zu erreichen. Die Umfrage wurde zwischen März und Mai 2008 im Internet bei 1269 Personen durchgeführt.
 

Tele Züri wirbt mit Promis um Konzession

Tele Züri wirbt derzeit mit einer Imagekampagne, in der sich Prominente wie Franco Knie für den Sender aussprechen und sich wünschen, dass er aus Bundesbern eine Konzession erhält. Die Kampagne stammt aus der Kücher der Zürcher Agentur Hochspannung.

Tele Züri wirbt derzeit mit einer Imagekampagne, in der sich Prominente wie Franco Knie für den Sender aussprechen. «Wenn’s nach Franco Knie geht, hat das erfolgreichste Privatfernsehen definitiv eine Konzession verdient», heisst es in den Testimonials beispielsweise. «Wir wollen damit demonstrieren, dass Tele Züri zu Zürich gehört», sagt Andrea Haemmerli, kommerzielle Leiterin der Belcom. Soll auch Bundesbern positiv beeinflusst werden hinsichtlich des anstehenden Konzessionsentscheides? «Die Kampagne wird in Zürich geschaltet, nicht in Bern», erklärt Haemmerli. Aber man wolle durchaus die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf das Thema lenken und kommunizieren, dass erfolgreiche Zürcher hinter der TV-Station ständen. Eine Imagekampagne sei sowieso geplant gewesen; die Senderleitung habe sich dann entschlossen, darin das aktuelle Thema Konzessionen aufzunehmen. Gleichzeitig wolle man sich bei den Zuschauern für ihre Unterstützung bedanken. In der Tele Züri-Kampagne werden weitere bekannte Gesichter zu sehen sein: FCZ-Captain Hannu Tihinen, ZSC-Captain Mathias Seger oder Pfarrer Ernst Sieber. Neben Inseraten kommen Plakate und ein TV-Spot zum Einsatz. Für die Kampagne zeichnet die Zürcher Agentur Hochspannung verantwortlich. Sie ist neu am Drücker, nachdem jahrelang Markus Cavegn für die beiden Belcom-Sender wirkte. «Wir wollten mit einer neuen Agentur frischen Wind in die Werbung bringen. Zudem hat sich bei uns personell sehr viel verändert. Ich selbst bin ja auch erst seit Februar hier. Eine solche Veränderung auf Kundenseite zieht oft einen Agenturwechsel nach sich», erklärt dazu Haemmerli. Mit Hochspannung habe man bei einer Blitzaktion für die Morgenshow «Ufsteller» gute Erfahrungen gemacht und dann entschieden, den Auftrag an die kleine Zürcher Kreativschmiede zu vergeben.
Die Imagekampagne soll vorerst bis Ende Juli laufen. Je nach Ausgang des Konzessionsverfahrens müsste sie anschliessend angepasst werden. Bei Tele Züri ist man weiterhin überzeugt, dass der Sender nicht leer ausgehen werde. Im Vernehmlassungsverfahren blieb der TV-Station von verschiedenen Seiten die Unterstützung versagt, die Entscheidung liegt am Ende jedoch beim Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek).

Papier vermag Reiselust zu wecken

PapierII Die neue Broschüre des Reiseveranstalters TUI verführt zum Träumen. Und natürlich zum Bestellen.

 
Papier II Die neue Broschüre des Reiseveranstalters TUI verführt zum Träumen. 
Die verführerische Reisevielfalt ist in der Limited Edition/Galapagos Brown von Gmund verpackt und lädt die Leser ein, an die schönsten Orte dieser Erde zu reisen. Der Prospekt von TUI ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Gmund-Limited-Edition perfekt für eine einmalige Aktion eingesetzt werden kann und damit eine höhere Aufmerksamkeit und Begehrlichkeit bei der Zielgruppe erzeugt. Aufregende StrukturDie limitierte Kollektion Galapagos ist in vier aussergewöhnlichen Farben erhältlich. Intensives Braun und Gelb, kombiniert mit einem elfenbeinfarbenen Weiss und frischem Pink bieten vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Eine aufregende Struktur unterstreicht die wilde Natürlichkeit dieses Feinstpapiers, das sich durch die Umweltaspekte FSC sowie 100-prozentige Öko-Nachhaltigkeit auszeichnet.
(sf)

Noch halten sich Werber zurück

Mobile-TV Der einzige alternative Anbieter für mobiles Fernsehen muss seine Firmenstruktur ändern.

 
Mobile-TV Der einzige alternative Anbieter für mobiles Fernsehen muss seine Firmenstruktur ändern. 
Kürzlich hat Bruno Bucher, der Erfinder und geistige Vater von Mobile-TV Schweiz, seinen speziell für das Mobiltelefon konzipierten Fernsehkanal Fachleuten aus Medien und Werbung vorgestellt. Der einstige Swisscom-Mann kämpft unter erschwerten Bedingungen, um seine  Vision in die Tat umzusetzen. (Die Werbewoche berichtete mehrfach.) Konkret beanstandet Bucher die fehlende Interaktivität, die das neue, von Swisscom Broadcast aufgebaute DVB-H-Sendenetz noch nicht leistet. Denn Bucher möchte, anders als es Swisscom derzeit  mit der linearen Verbreitung von gegenwärtig 20 Sendern tut, Fernsehen ausschliesslich für den mobilen Gebrauch machen. Und da wäre er dringend auf interaktive Möglichkeiten angewiesen, um sein Publikum allmählich an sein Programm zu binden. Das ist gleichzeitig auch der Kern des Geschäftsmodells von MoTV. Die Rede ist von Publikumsabstimmungen, Einkaufen per Tastenklick, Download von Videos und vielen Möglichkeiten mehr, welche die Technologie bieten würde und womit sich MoTV finanzieren könnte.
Weil es in den Sternen steht, wann Swisscom die technischen Möglichkeiten auf dem DVB-H-Netz wird realisieren können, müssen Bucher und sein Team jetzt auf ein lineares Fernsehen ausweichen.
Genau hier beginnen die Probleme. Denn die Werbung verhält sich sehr zurückhaltend. «Ich habe zwar durchwegs positive Reaktionen erhalten», sagt Bucher. Doch wirklich investieren wollen die Werber (noch) nicht. Das Projekt ist bis jetzt zu 20 Prozent finanziert, ein Investor hat zugesagt. Wenn erst einmal einer aufgesprungen ist, dann sollte es nicht mehr allzu lange gehen, schätzt Bucher. Vielleicht kann MoTV bereits zur Olympiade im kommenden August starten oder aber dann zum Weihnachtsgeschäft, rechnet er vorsichtig.
Unternehmerischer WandelMobile-TV Schweiz musste sein neues Programm auf eine neue Zielgruppe ausrichten und fokussiert auf ein vorwiegend urbanes Publikum, auf Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 30. Das hat auch Folgen für die Unternehmensführung, die von den Senioren bloss noch strategisch verantwortet wird. «Operativ werden junge Leute MoTV führen», sagt Bucher. Zu den Programminhalten könne er noch keine «griffigen Sätze» äussern, wie Bucher meint.
Immerhin will der Mobile-TV-Pionier jugendliches Fernsehen für Erwachsene machen. «Wir können nichts anderes machen, um auch für den Werbemarkt spannend und interessant zu sein», beschreibt Bucher die «dumpfe Konsequenz» aus  den technologischen Einschränkungen. Auf konkrete Nachfrage meint Bucher, dass man viele Ideen habe. Eine davon ist ein Wirtschaftsformat. «Wir finden es wichtig, dass die junge Generation etwas von Wirtschaft und Politik versteht.»
Bloss ein Endgerät verfügbarEin Minuspunkt der gegenwärtigen Entwicklung sieht Bucher in der Tatsache, dass gegenwärtig mit dem Nokia N77 bloss ein Endgerät zur Verfügung steht, das TV-Programme über DVB-H empfangen kann. Bucher befürchtet, dass mobiles Fernsehen, ähnlich wie das digitale Radio (DAB), an der mangelnden Verfügbarkeit von Endgeräten letztlich scheitern könnte.
Wie bereits an der Swisscom-Medienkonferenz von Mitte April in Aussicht gestellt wurde, soll es bis im Herbst weitere Geräte geben. Eigentlich favorisierte Bucher das Nokia N96, «ein Wunderding», das auch die so genannten early Adopters anspreche, Menschen, die sich mit neuen Technologien früh und vertieft auseinandersetzten. «Diese Leute könnten wir ansprechen, die kommunizieren. Die Masse kommuniziert nicht», sagt Bucher. Am Beispiel von Apples iPhone sehe man, dass die User miteinander kommunizieren und der Hersteller sein Produkt laufend verbessern könne. Das sei unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht der Fall.
In Deutschland scheint DVB-H bereits gescheitert. Jedenfalls gibt Fritz Jaussen, Chef des Mobilfunkbetreibers Vodafone, DVB-H in Deutschland kaum mehr Überlebenschancen.    
René Worni
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