Eine Milliarde Seitenaufrufe für Euro2008.com

Die offizielle Website der Uefa Euro 2008, Euro2008.com, verzeichnete seit ihrem Start im Februar 2008 mit mehr als 1 Milliarde Seitenaufrufen einen neuen Traffic-Rekord. Allein im Juni loggten sich bisher mehr als 42 Millionen Besucher in die Text- und Multimediabereiche sowie die Videoberichterstattung der Euro-Spiele ein.

 Die offizielle Website der Uefa Euro 2008, Euro2008.com, verzeichnete seit ihrem Start im Februar 2008 mit mehr als 1 Milliarde Seitenaufrufen einen neuen Traffic-Rekord. Allein im Juni loggten sich bisher mehr als 42 Millionen Besucher in die Text- und Multimediabereiche sowie die Videoberichterstattung der Euro-Spiele ein. Bis zu 4,3 Millionen Besucher loggten sich an einem einzigen Tag des Turniers ein, und bis zu einer halben Million Besucher pro Stunde folgen der Live-Berichterstattung im Internet.Dies bedeutet einen Anstieg um mehr als 250 Prozent gegenüber der Euro2004.com vor vier Jahren. Und das obwohl das Turnier noch bis Sonntag im Gange ist.

Publicis entwickelt Jöggelikasten-Grill

Fussballfanatiker haben ein neues Objekt der Begierde. Nach Fanschals, Trikots und teuren Lederbällen, geht es diesmal in den kulinarischen Bereich.

 
Fussballfanatiker haben ein neues Objekt der Begierde. Nach Fanschals, Trikots und teuren Lederbällen, geht es diesmal in den kulinarischen Bereich. Im Hause Publicis wurde nämlich im Rahmen der mehrfach prämierten crossmedialen Kampagne M08 die Idee für ein neues Produkt geboren: der M08 Fan-Grill in Form eines Fussballkastens sticht nun schon seit einigen Wochen aus dem Sortiment von allen Schweizer Migros-Filialen heraus.Verantwortlich bei Migros:
Caesar Keller, Michael Benz, Franca Coppoletta. Verantwortlich bei Publicis: Ralf Kostgeld (CD), Ondrej Maczko, Serge Deville (AD), Barbara Staub (Design), Marion Marxer, Monika Leu, Oliver Meili, Marc Uricher (Beratung), Outdoorchef (Realisation).

Bund und Kantone wollen ausländische Firmen ansiedeln

Bund und Kantone wollen die Werbung für den Wirtschaftsstandort Schweiz bei ausländischen Firmen verstärken. Dazu wurde für die Jahre 2009-2011 eine Kooperation vereinbart.

 Bund und Kantone wollen die Werbung für den Wirtschaftsstandort Schweiz bei ausländischen Firmen verstärken. Dazu wurde für die Jahre 2009-2011 eine Kooperation vereinbart. Dies teilte die Konferenz der kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren (VDK) am Montag in einem Communiqué mit.Die Ansiedlung internationaler Firmen in der Schweiz habe in den letzten Jahren überdurchschnittlich zum Wirtschaftswachstum der Schweiz beigetragen. Dank Ansiedlungen seien bestehende Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen worden, schreibt die VDK. Die bisher vom Bund wahrgenommene Standortwerbung sei ungenügend. Die Kooperation sieht vor, dass die Kantone die Standortwerbung des Hauses der Aussenwirtschaft (Osec) in neun Ländern finanziell unterstützen.

AY&R: Dreheffekt mit Hillary und Bill

Seit Anfang Juni ist es offiziell: Hillary Clinton wird nicht fürs höchste Amt der USA kandidieren. Die Sonntagszeitung würdigt die Ex-Kandidatin mit einem Plakat, das zeigt, wer während der Aera Clinton wirklich das Sagen hatte.

 Seit Anfang Juni ist es offiziell: Hillary Clinton wird nicht fürs höchste Amt der USA kandidieren. Doch eigentlich war Frau Clinton ja schon acht Jahre lang Präsidentin, findet die Sonntagszeitung. Und würdigt die Ex-Kandidatin mit einem Plakat, welches den Betrachter Drehung um Drehung entdecken lässt, wer während der Aera Clinton wirklich das Sagen hatte. Sie deutet damit auch an, dass das letzte Kapitel in der Karriere von Hillary Clinton wohl noch lange nicht geschrieben ist. Verantwortlich bei der Sonntagszeitung:
Diego Quintarelli (Verlagsleitung), Andrea Waltzer (Werbeleitung). Verantwortlich bei Advico Y&R: Christian Bobst (CD), Martin Stulz (Text), Rob Hartmann (AD), Fabian Biedermann, Lukas Tenger (Beratung), Kathrin Gerber, Verena Rentsch (Art Buying), Scheffold.Vizner/Fluxif (Fotografie/Composing).

Amnesty International kämpft mit Ebay-Aktion gegen Frauenhandel

Auf Ebay sind seit der Nacht auf Dienstag Anzeigen zu sehen, die mit Headlines wie «U. Porsche, Jg. 1992, Topmodell, leistungsstark» locken. Die Anzeigen, die vordergründig Frauen verkaufen, sind eine Aktion von Amnesty International gegen den Frauenhandel. Die Kampagne stammt aus der Küche von Walker.

 Auf Ebay sind seit der Nacht auf Dienstag Anzeigen zu sehen, die mit Headlines wie «U. Porsche, Jg. 1992, Topmodell, leistungsstark» locken. Sie wollen aber nicht Autos verscherbeln, sondern verfolgen ein viel drastischeres Ziel: Die Inserate sollen darauf aufmerksam machen, dass weltweit ein massiver Frauenhandel stattfindet. Die Anzeigen, die vordergründig Frauen verkaufen, enden mit Hinweisen wie «Frauenhändler erzielen oft höhere Gewinne als Automakler: Weltweit werden jedes Jahr etwa 35 Milliarden US-Dollar durch Menschenhandel umgesetzt.» In den Ebay-Annoncen wird dazu aufgefordert, eine Petition von Amnesty International zu unterschreiben, die dem Frauenhandel einen Riegel schieben will. Die Menschenrechtsorganisation ist denn auch die Absenderin der ungewöhnlichen Aktion. Im Verlauf der Nacht schalteten mehr als 200 Ebay-Mitglieder die Anzeigen auf. In allen möglichen Sparten auf dem Online-Auktionshaus, ob Auto, Elektrogerät oder Kunstwerke, soll sich ein Inserat von Amnesty International finden.
Geschrieben wurden die Anzeigen von der Walker Werbeagentur. Die Kreativen haben 200 individuelle Anzeigentexte geschrieben. Grund: Für Ebay soll es nicht möglich sein, alle Inserate mit einem Knopfdruck zu entfernen. Die Guerilla-Kampagne könnte einen Schneeball-Effekt auslösen: «Möglichst viele Menschen sollen solche Inserate aufschalten und damit auf den Kampf gegen den Frauenhandel aufmerksam machen», erklärt Pius Walker. Die Aktion ausgetüftelt haben bei der Agentur die beiden neuen Kreativkräfte Nik Hodel und Martin Arnold: «Es war ihre erste gemeinsame Idee bei uns – kein wirklich schlechter Start», sagt Walker.
Viel Aufmerksamkeit mit wenig Budget Die Ebay-Aktion baut auf den Spot gegen Frauenhandel auf, der im Rahmen der Kampagne «Euro 08 gegen Frauenhandel» realisiert wurde. Zur Trägerschaft dieser Kampagne zählt auch Amnesty International. Ziel ist es, die Opfer von Frauenhandel besser zu schützen und sie nicht in die Illegalität abzudrängen. Dass zur ungewöhnlichen Guerilla-Aktion auf Ebay gegriffen wurde, erklärt Walker so: «Wir müssen mit einem beschränkten Budget möglichst viel Aufmerksamkeit erlangen. Dafür sind unkonventionelle Aktionen nötig, denn wir wollen nicht nur die bisherigen Sympathisanten von Amnesty International erreichen, sondern die breite Masse für unsere Anliegen dazugewinnen.»
Die Glaubwürdigkeit der Organisation zu wahren, bleibt dabei das oberste Ziel, weshalb auch die Vorbereitung und die Faktenrecherche entsprechende Zeit in Anspruch nahm. Mit rechtlichen Massnahmen seitens des Online-Auktionshauses hingegen rechnet man nicht: «Es handelt sich um eine beschränkte Aktion, die einer guten Sache dient», sagt Walker.
 

Publigroupe beteiligt sich an deutschem Online-Netzwerk Fantastic Zero

Die Publigroupe beteiligt sich mit 39 Prozent am deutschen Online-Entertainment-Netzwerk Fantastic Zero (FZ). Das Münchner Unternehmen wurde 2007 gegründet und erschliesst Entertainment-Sites aus den Bereichen Games, Film, Technik und Musik.

 Die Publigroupe beteiligt sich mit 39 Prozent am deutschen Online-Entertainment-Netzwerk Fantastic Zero (FZ). Das Münchner Unternehmen wurde 2007 gegründet und erschliesst Entertainment-Sites aus den Bereichen Games, Film, Technik und Musik. Fantastic Zero bündelt und vermarktet diese Seiten. Erreicht werden soll mit geringem Streuverlust eine junge, männliche Zielgruppe. Für die Publigroupe eröffne die Beteiligung attraktive Vermarktungschancen im Ausland. Sie entspreche damit der Strategie, verstärkt im interaktiven Bereich und in internationalen Märkten zu wachsen, erklärt Thomas Kaiser, CEO vom Geschäftssegment Digital & Marketing Services der Publigroupe. Dass Fantastic Zero gleichzeitig als Publisher und als Vermarkter agiere, eröffne eine gute Gelegenheit der Zusammenarbeit mit dem Online-Marketing-Dienstleister Zanox, ergänzt Publigroupe-CEO Hans-Peter Rohner in einem Communiqué vom Montag. Zanox hatte die Publigroupe vor einem Jahr zusammen mit Axel Springer gekauft.
Verkäuferin des 39-Prozent-Anteils an Fantastic Zero ist eine Tochtergesellschaft der Wunder Media GmbH. Die Publigroupe erhält vom Mehrheitsaktionär Holtzbrinck E-LAB die Option auf den Erwerb der Mehrheit, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Transaktion erfolgt nach der Genehmigung durch die deutschen Wettbewerbsbehörden.

Zu guter Letzt: Der Taco-Killer mit den neun Kugeln

Greg Creed, CEO der Mexican Fast Food-Kette Taco Bell, hatte eine grandiose Werbeidee: Für seine grosse «Why pay more?»-Sommeraktion, bei der bald Menüs für 79, 89 und 99 Cents unter dem hungrigen Volk verjubelt werden sollen, hatte er sich einen ganz speziellen Werbeträger ausgeguckt.

 
Greg Creed, CEO der Mexican Fast Food-Kette Taco Bell, hatte eine grandiose Werbeidee: Für seine grosse «Why pay more?»-Sommeraktion, bei der bald Menüs für 79, 89 und 99 Cents unter dem hungrigen Volk verjubelt werden sollen, hatte er sich einen ganz speziellen Werbeträger ausgeguckt. Gangsta Rapper 50 Cent sollte nach Creeds Wunsch für einen Tag seinen Namen in 79, 89 oder 99 Cents wechseln. Unter diesem Namen sollte er zu einer Filiale seiner Wahl fahren und  am Drive-In eine Bestellung in Rapform aufgeben. Dafür hätte der Wickelbrot-Boss ganze 10’000 Dollar an eine von Fifty zu bestimmende, wohltätige Organisation gespendet. Und zusätzlich wären alle Besucher jener Filiale umsonst verköstigt worden. Nun, eigentlich hatte Creed mit dieser Aktion nur etwas Aufmerksamkeit erregen wollen. Deshalb hatte er statt dem Künstler selbst direkt die Presse informiert. Womit er aber nicht gerechnet hatte, war das Temperament des einst von neun Kugeln durchsiebten Stahlmuskelrappers. Dessen Vertreter sprach von einem «billigen, unausgereiften Werbetrick» und einem «hinterlistigen Angebot». Und Fifty selber sagte sinngemäss: «Wenn meine Anwälte mit ihnen fertig sind, kann man sie vom Taco-Friedhof kratzen.» Da scheint jemand eine ernsthafte Abneigung gegen Fast Food zu haben.

Cannes: BBDO New York ist Agentur des Jahres

Zur Agentur des Jahres wurde an der Côte d’Azur BBDO New York gekürt. Die Agentur hat am diesjährigen Festival mit der «Voyeur»-Kampagne für HBO Lorbeeren gesammelt. «Network of the Year» ist ebenfalls BBDO.

 Zur Agentur des Jahres wurde an der Côte d’Azur BBDO New York gekürt. Die Agentur hat am diesjährigen Festival mit der «Voyeur»-Kampagne für HBO Lorbeeren gesammelt. Auf Platz zwei im Agentur-Ranking kommt AlmapBBDO Sào Paulo, auf Rang drei steht DDB London. «Network of the Year» darf sich BBDO nennen, das zweitplatzierte Netzwerk ist DDB, den dritten Platz belegt Saatchi & Saatchi.

Cannes 2008: Die Bilanz

Am Samstag ging in Cannes das 55. Werbefestival zu Ende. Die Schweizer holten je vier Mal Silber und Bronze sowie zwei Silver Lion Campaigns und eine Bronze Lion Campaign. Gold jedoch blieb den Eidgenossen verwehrt. Sie holten mit 74 Shortlist-Plätzen dafür eine stattliche Zahl an Nominationen. Die Werbewoche zieht Bilanz und zeigt, welche Agentur wie oft ausgezeichnet wurde.

Am Samstag ging in Cannes das 55. Werbefestival zu Ende. Die Schweizer holten je vier Mal Silber und Bronze sowie zwei Silver Lion Campaigns und eine Bronze Lion Campaign. Gold jedoch blieb den Eidgenossen verwehrt. Sie holten mit 74 Shortlist-Plätzen dafür eine stattliche Zahl an Nominationen. Die Werbewoche zieht Bilanz und zeigt, welche Agentur wie oft ausgezeichnet wurde. LöwenAdvico Young & Rubicam:
Silver Lion Campaign* in der Kategorie Outdoor für Leica
Bronze in der Kategorie Media für «Optical Zoom» für Leica
Publicis
Silber in der Kategorie Cyber für «Cézanne» für die Art Poster Gallery
Ruf Lanz
Bronze in der Kategorie «Media» für «Fragile Eggs» für die Suva
Bronze in der Kategorie Radio mit dem «Bush»-Spot für das Sport Factory Outlet
Saatchi & Saatchi Simko
Silver Lion Campaign* mit vier Sujets in der Kategorie Press für Voltaren von Novartis
Bronze Lion Campaign* in der Kategorie Outdoor für Voltaren von Novartis
Bronze in der Kategorie Promo für «Silicon Body Parts» für Voltaflex von Novartis
Spillmann/Felser/Leo Burnett
Silber in der Kategorie Media für «Veteran Football Players» für Helvepharm
Silber in der Kategorie Promo für «Singles in Unterwäsche» für die Migros
Walker Werbung
Silber in der Kategorie Design für den Fleurop-Geschäftsbericht
ShortlistAdvico Young & Rubicam: 17
Bircher, Rabl: 2
Euro RSCG: 4
Jung von Matt/Limmat: 7
Krieg Schlupp Bürge / Springer & Jacoby: 5
McCann Erickson: 2
Publicis: 6
Ruf Lanz: 9
Saatchi & Saatchi Simko: 12
Scholz & Friends Zürich: 4
Spillmann/Felser/Leo Burnett: 3
Walker: 2
Wirz Werbung: 1
* Laut Cannes-Pressesprecherin Amanda Benfell entspricht eine «Lion Campaign»-Auszeichnung dem Gewinn eines Löwen.

SRG: Journalistische Unabhängigkeit bei Grossanlässen bleibt Thema

Laut SRG-Generaldirektor Armin Walpen muss sich die SRG bei schwerwiegenden Verstössen gegen die journalistische Unabhängigkeit während der olympischen Spiele in China überlegen, die Berichterstattung abzubrechen.

 Zensur wird in unserem Land generell nicht als vorherrschendes Problem eingestuft, derzeit hat der Begriff aber Hochkonjunktur. Nach den Diskussionen um die Übertragung der TV-Bilder an der Euro 08 spricht SRG-Generaldirektor Armin Walpen nun die kommenden olympischen Spiele in China an. Die Medien müssten während des Grossanlasses unabhängig berichten können, betonte er gegenüber der Zeitung Sonntag. Zwei Punkte seien besonders wichtig: Ob das Dopingthema frei abgehandelt werden könne und ob die Journalisten generell in ihrer Arbeit nicht behindert werden. Die SRG müsse sich bei schwerwiegenden Vorfällen grundsätzliche Überlegungen hinsichtlich der medialen Abdeckung machen, so Walpen weiter. Laut Sonntag könnte das bedeuten, dass die SRG ihre Berichterstattung über die olympischen Spiele gar stoppen könnte, wenn es zu Eingriffen in die journalistische Freiheit kommt. Walpen will persönlich am Grossanlass präsent sein, um die Lage beurteilen zu können. Er sieht die Unabhängigkeit der Medien in Gefahr, weil die Sportverbände bei den Veranstaltungen möglichst viele Einnahmen erzielen wollten. Der SRG-Chef fordert die Veranstalter deshalb auf, die Problematik mit den Medienunternehmen an einem runden Tisch zu diskutieren.
Kallen weist Vorwürfe zurück Zur Wehr gegen die Zensurvorwürfe setzt sich derweil Euro-Geschäftsführer Martin Kallen in einem Interview mit der Sonntagszeitung – jenem Blatt, in dem Walpen vor Wochenfrist Zensurvorwürfe an die Adresse der Uefa formulierte. Kallen wertet Walpens Aussage als «befremdlich». Jede TV-Anstalt könne zusätzlich zu den Bildern der Uefa auf 40 Positionen Kameras aufstellen und senden, was sie wolle. Die Bilder von Petarden werfenden Fans sei seiner Meinung nach sowieso nicht das, was der Zuschauer zu Hause sehen wolle. Anweisungen der Uefa an die Bildregisseure gebe es keine. Walpen selbst scheint auch etwas zurückzubuchstabieren: Gegenüber dem Sonntag betonte er, dass die Uefa-Geschichte ein «isoliertes Vorwurf von untergeordneter Bedeutung» sei und man nicht die Uefa «für alles Böse dieser Welt» verantwortlich machen solle.
Die Rolle der Uefa genauer analysiert hatte am Freitag bereits NZZ-Medienjournalist Rainer Stadler. Er wies darauf hin, dass die SRG bereits gewusst haben musste, auf was sie sich einliess, als sie die Uefa-Übertragungsrechte erwarb – schliesslich würden solche Deals in dicken Vertragswerken besiegelt. Stadler hält es aber grundsätzlich für fragwürdig, wenn ein Sportveranstalter die Grundversorgung bei der TV-Übertragung übernimmt.

Cannes: Schweiz geht bei Schlussgala leer aus

Am Samstagabend endete das 55. Werbefestival in Cannes mit der Verleihung der Film- und Titanium & Integrated-Lions. In den beiden Königsdisziplinen gehen die Schweizer ohne Löwen heim. Dafür verteilte die Jury gleich zwei Grand Prix für die Sparte Film.

 Am Samstagabend endete das 55. Werbefestival in Cannes mit der Verleihung der Film- und Titanium & Integrated-Lions. Dabei mussten die Schweizer eine Enttäuschung verkraften: Sie gingen bei der Vergabe der begehrten Film-Lions leer aus. Im Rennen waren fünf hiesige Agenturen mit sechs Nominationen. Dafür verteilte die Jury gleich zwei Film-Grand Prix: Einer geht an die Londoner Agentur Fallon für den «Gorilla»-Spot für die Schokoladenmarke Cadbury (
). Den zweiten Grand Prix sicherten sich TAG, eine Unit von McCann Erickson, mit einer vierteiligen Webfilm-Serie für die «Halo 3»-Kampagne von Microsoft X-Box (). Die Film-Kategorie in Cannes umfasst dieses Jahr erstmals auch Spots, die nicht explizit für Kino oder Fernsehen gemacht wurden. Für Titanium & Integrated hatten die Schweizer Agenturen acht Arbeiten ins Rennen geschickt. Der Erfolg in dieser Sparte blieb den Eidgenossen allerdings verwehrt: Sie verbuchten keinen der 33 Shortlist-Plätze, welche die Jury verteilte. Weltweit waren 432 Arbeiten für Titanium & Integrated eingereicht worden.
Der Integrated-Grand Prix ging an die McCann Worldgroup in San Francisco für das «Halo 3»-Spiel von Micsosoft X-Box (
). Den Titanium-Grand Prix sackte die japanische Agentur Projector ein für den virtuellen Auftritt des Modelabels Uniqlo ().

Zu guter Letzt: Sonnenaufgang allenorten

Telekomunternehmen Sunrise hat diese Woche in der Sonntagspresse grosse Beachtung gefunden. Da haben wohl die Medienverantworlichen ihre Hausaufgaben fleissig gemacht.

 Telekomunternehmen Sunrise hat diese Woche in der Sonntagspresse grosse Beachtung gefunden: CEO Christoph Brand ist mit einem fast ganzseitigen Interview in der Sonntagszeitung präsent, in dem er den Erfolg der Gratis-ADSL-Aktion darlegen darf und wieder einmal einen Tritt ans Schienbein seiner ehemaligen Arbeitgeberin Swisscom lanciert: Die grabe nämlich allen Konkurrenten systematisch das Wasser ab. Und er lässt eine gravierende Möglichkeit anklingen: Zwar spreche niemand davon, dass Sunrise wie Tele 2 den Ausstieg aus der Schweiz erwägen könnte – aber hinter dem Unternehmen würden Aktionäre stehen, «die rechnen können». Ganz ausgeschlossen scheint die Option also nicht. Auch die NZZ am Sonntag konstatiert: «Sunrise in der Klemme». Und Brand darf nochmals auf die Übermacht der Swisscom hinweisen und darauf, dass die Liberalisierung im schweizerischen Telekommarkt «mehr schlecht als recht» funktioniere. Die Zeitung Sonntag schliesslich weiss zu vermelden, dass Sunrise eine Klage gegen die neue Firmenstruktur der Swisscom prüfe. Sunrise-frei blieb am Wochenende nur der Sonntagsblick – zumindest redaktionell, eine Doppelseite Werbung für das Sunrise Angebot «Zero» findet sich hier schon. Angesichts der geballten Medienpräsenz von Sunrise lässt sich feststellen, dass die Medienverantwortlichen des Telekomunternehmens ihre Hausaufgaben fleissig gemacht haben. Nächsten Sonntag wird sich zeigen, ob die Swisscom medial zurückschlägt.
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