«Paff», «Pock», «Wlan»: Asterix im vorchristlichen Internet

Der neue «Asterix» – «Der Papyrus des Cäsar» – packt ein sehr modernes Thema in die römische Toga: die Macht über die Kommunikation. Entstanden ist ein starker Comic.

Für alle Fans die wichtigste Nachricht zuerst: Die Comicserie «Asterix» wird immer besser. Der neue Band, der heute Donnerstag erscheint, kommt schon recht nahe an die Geniestreiche heran, die die Reihe zu ihren besten Zeiten vor dem Tod von Texter René Goscinny im Jahr 1977 erreichte. «Der Papyrus des Cäsar» ist gut gezeichnet, saukomisch und aus einem Guss. Aktuell, aber zeitlos.

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Gaststar ist Julian Assange als hellblonder Enthüller Polemix. Der Comic hat sich in einer grossen Metapher das Internet vorgeknöpft und geht so weit, dass klatschende Geräusche nicht nur «Paff» und «Piff» und «Pock» heissen, sondern auch «Wlan». Drahtlose Netzwerke sind es dann auch, die in diesem 36. Abenteuer des tapferen Galliers immer wieder die Handlung vorantreiben: Die Römer haben im Jahr 50 vor Christi die Brieftaube als Kommunikationsmittel entdeckt. Mit den Botschaften an den Beinen der flinken Vögel geschieht freilich dasselbe, was mit E-Mails in heutigen Zeiten auch: Sie werden kopiert, entschlüsselt, manipuliert, zurückverfolgt, teilweise abgefangen.

Bigdatha sei Dank!

Dreh- und Angelpunkt des Nachrichtenverkehrs ist Polemix. Der Enthüller – sein antiker Beruf heisst Kolporteur – ist in Rom auf eine brisante Story gestossen: «Wenn das bekannt wird, verursacht das einen Skandal, der das gesamte Reich erschüttert.» Was ist passiert? Cäsar hat auf den Rat seines Spindoktors und Verlegers Rufus Syndicus seine Memoiren «Vom Gallischen Krieg» zensieren lassen. Alle unangenehmen Schilderungen der Begegnungen mit Asterix und Obelix sollen verschwinden. «So glaubt der Senat, dass Du ganz Gallien erobert hast und bewilligt Dir gerne Geld für weitere Feldzüge», drängt der Berater den Imperator. Cäsar willigt ein und lässt das Werk beschönigen. Doch der Numide Bigdatha, ein tapferer Mann aus der Schreibwerkstatt, schmuggelt die Cäsar-Leaks heraus.

Obelix soll nicht mehr prügeln

Die Gallier haben derweil ihre eigenen Sorgen: Ein Zeitungshoroskop hat Obelix geraten: «Meiden Sie Konflikte. Mehr Selbstkritik, weniger Wildschwein.» Also keine Römer mehr verprügeln – hätte man ihm Schlimmeres auferlegen können? Methusalix wird unterdessen von seiner Vergangenheit als junger Rüpel eingeholt. Wer auch nicht fehlen darf, sind die Piraten, bei denen auch prompt eine der Tauben landet. Dumm nur, dass keiner lesen kann. Immerhin fällt dem alten, altklugen Korsaren dazu ein Spruch von Juvenal ein: «Dat veniam corvis, vexat censura columbas» («Den Raben verzeiht, die Tauben plagt die Kritik.») Soll wohl soviel heissen wie: «Die Kleinen hängt man, die Grossen lässt man laufen.» Womit sich der Kreis zu Wikileaks, Assange und seinen Whistleblowern schliesst.

Mitterrands Berater wirkt mit

«Der Papyrus des Cäsar» ist der zweite Band des aktuellen Teams Jean-Yves Ferri (Text) und Didier Conrad (Zeichnungen). Zeichnerisch lehnt sich der Band weiter sehr stark an die klassischen Bände der Serie an. Vor zwei Jahren war das erste gemeinsame Werk des neuen Gespanns, «Asterix bei den Pikten», erschienen, zugleich das erste ohne Asterix-Vater Albert Uderzo. Nach Erscheinen von «Asterix bei den Pikten» hatten viele Fans beim neuen Gespann zwar die Zeichnungen gelobt, aber eine zerfaserte Story bemängelt. Insgesamt überwog das Lob. «Der Erfolg des ersten Hefts hat alle entspannt», so Conrad. Für Schlagzeilen in Frankreich sorgte im Vorfeld des neuen Heftes, dass der Spindoktor Cäsars an den französischen PR-Profi Jacques Séguéla angelehnt ist. Er half einst Präsident François Mitterrand ins Amt. (Christof Bock/DPA/SDA)

Youtube startet Abo zur werbefreien Nutzung

Googles Videoplattform Youtube hat das seit langem erwartete Abomodell zur werbefreien Nutzung vorgestellt. Kunden von «Youtube Red» werden für 9,99 Dollar im Monat keine Anzeigen vor dem Start der Videoclips mehr ansehen müssen.

Nach dem Start in den USA arbeite man daran, den Dienst in weitere Länder zu bringen, erklärte Youtube in einem Blogeintrag in der Nacht zu Donnerstag, ohne darin einen konkreten Zeitplan zu nennen. Zudem soll es bald die neue App Youtube Music für Musikvideos geben, die neue Features wie ein Künstlerarchiv enthält. Dabei werden alle Musikvideos eines Künstlers angezeigt. Zudem können Songs auch nur als Audio und im Hintergrund abgespielt werden.

https://www.youtube.com/watch?v=YL9RetC0ook

Der Konzern kombiniert Youtube Red überdies mit dem Abo seines Streaming-Musikdienstes Google Play Music – wer für einen der Dienste zahlt, bekommt auch den anderen. Ab Anfang kommenden Jahres sollen «Red»-Kunden auch exklusiv verfügbare Inhalte von Youtube-Kanälen sehen können. Wie bisher wird man den Dienst auch weiterhin kostenlos mit Werbevideos nutzen können. Youtube ist die mit Abstand populärste Videoplattform im Internet mit rund einer Milliarde Nutzer. Über den baldigen Start eines Abodienstes wurde bereits seit Monaten berichtet. (SDA)

 

CEO Urs Schaeppi legt sich für Kunden ins Zeug

Mit der fortschreitenden Digitalisierung wächst das Bedürfnis nach Beratung und einer «rund um die Uhr»-Betreuung. Um ihre Serviceleistungen zu veranschaulichen, strampelten sich Donnerstag am HB Zürich Swisscom Mitarbeitende und CEO Urs Schaeppi für die Kunden ab.

Swisscom habe es sich als grösster Telekomanbieter der Schweiz zur Aufgabe gemacht, die Erwartungen auch in den Serviceleistungen zu übertreffen, heisst es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag: «Die Kunden sollen rund um die Uhr und über viele verschiedene Kanäle betreut werden – sei es über die Hotline, im Netz, über die sozialen Medien, via App, bei den Kunden zu Hause oder in einem der 122 Swisscom Shops.»

Mitarbeitende und CEO setzen Smartphone-Akkus unter Strom

Swisscom hat ihren Service heute in Szene gesetzt: Im HB Zürich strampelten sich knapp 70 Swisscom Mitarbeitende zusammen mit CEO Urs Schaeppi im Dienste der Kunden buchstäblich ab. Kunden konnten den Akku ihres Smartphones dank den stromerzeugenden Fahrrädern direkt vor Ort aufladen.

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«Mit unserem Service wollen wir uns von den anderen Anbietern unterscheiden. Die Kunden schätzen unsere Anstrengungen und honorieren dies in Umfragen mit Bestnoten. Das spornt alle Mitarbeitenden bei Swisscom an», sagt CEO Urs Schaeppi.

https://www.youtube.com/watch?v=b_-_ChPs4X4

Gemäss der Umfrage «European Trusted Brands» von Reader’s Digest beurteilen die Kunden den Service von Swisscom für Mobile, Festnetz und TV als den Besten der Branche, bezüglich Internet belegt sie ebenfalls einen Spitzenplatz.

Jedes Jahr mit mindestens einer Serviceinnovation überraschen

Swisscom hat sich zum Ziel gesetzt, das Service-Erlebnis laufend auszubauen und überall anzubieten, wo sich die Kunden aufhalten. Das bedeutet etwa, dass in urbanen Gebieten in maximal 30 Minuten Gehdistanz ein Swisscom Shop erreichbar ist. Das 2015 neu lancierte Angebot «MyService», bei dem Kunden IT-Supportleistungen telefonisch, im Shop oder direkt bei sich zu Hause in Anspruch nehmen können, hat bereits 8‘500 Abonnenten. Online kümmert sich die Swisscom Community mit über 53‘000 registrierten Nutzern und über 30 Superusern rund um die Uhr um Fragen zu Telefon, TV und Internet, und die Swisscom Kundenberater an der Hotline nehmen monatlich 900’000 Anrufe entgegen. Urs Schaeppi: «Dass die Kunden nach einem Gespräch mit der Hotline Swisscom besser bewerten als vorher, dürfen wir als grosses Kompliment sehen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, jedes Jahr mindestens eine Serviceneuheit zu lancieren, mit der wir uns im Markt von der Konkurrenz differenzieren können. Dieses Jahr ist dies Swisscom mit den Angeboten «Swisscom Friends» und «MyService» gelungen.»

Mit solchen Aktionen und der neuen Plattform «Storys» bekennt sich Swisscom zum Corporate Storytelling. Die Werbewoche hat die Telekomanbieterin in Bern besucht und erfahren, wie und warum das Unternehmen auf Storytelling setzt. Mehr zur Content-Marketing-Strategie der Telekomanbieterin lesen unsere Abonennten in der aktuellen Printausgabe der Werbewoche. (pd/Fotos: Werbewoche, uma)
 

Zur Sache: Geblockte Zukunft

Ich staune – staune, wie findig PR ist. Kaum sind Ad-Blocker und Blocker von Ad-Blockern in der Debatte, werde ich mit «Einladungen» überhäuft. Man lädt mich ein, Beiträge «ausgewiesener Fachautoren» zu veröffentlichen.

Natürlich geht es nicht um Fachartikel, sondern um PR-Textchen, fest ins Deckmäntelchen des Redaktionellen gehüllt, behütet mit der Kappe des Redlichen, damit niemand merkt, worum es wirklich geht: Native Advertising. Einer der Anfragenden gab sich besondere Mühe und offerierte «themenrelevante Gastartikelveröffentlichungen gegen Einmalzahlung», bei denen «kein Hinweis auf Werbung erfolgen» dürfe. Abgelehnt.

Journalismus hat noch immer Schlagkraft. Wenn Werbung nicht länger goutiert und knallhart geblockt wird, scheint das Verpacken in vorgeblich ungezinkte Berichterstattung eine attraktive Möglichkeit zu sein, Botschaften zu platzieren. Ob und wie solch verunreinigtes Textmaterial tatsächlich zu Verkäufen von irgendetwas führt, sei dahingestellt. Die Reputation gestandener Medien zerstört es im Nullkommanichts. Und die dreisten Versuche, die Wahrnehmungsschranke von Lesern (und Medienmachern!) zu unterwandern, nehmen zu, auch an Frechheit.

PR und Werbung sind unter Druck: Wie Botschaften platzieren und Waren aller Art verkaufen, wenn Werbung ausdrücklich nicht gewünscht wird? Journalismus ist unter Druck: Wie gut recherchierte Beiträge produzieren und verkaufen, wenn Werbung ausdrücklich nicht gewünscht wird? Leser wollen keine Online-Werbung. Sie wollen für hochwertige und weiterführende Informationen aber auch nichts bezahlen. Print-Werbung wird den meisten Werbeauftraggebern zu teuer. Crowdfunding oder Sponsoring funktionieren nur in Einzelfällen. Wo also soll und wo kann die Reise hingehen?

Früher lasen Leser den Teil einer Zeitung oder Zeitschrift, der sie interessierte – und störten sich nicht an ungelesenen Artikeln. Heute haben Leser den Anspruch, dass für sie alles, was sie mit einer Zeitung oder Zeitschrift kaufen, von höchstem Interesse ist. Wenn nicht, wird das Abo gekündigt, das Magazin nicht mehr gekauft. Zu wenig Nutzwert. Man will einzelne Artikel, die wirklich etwas bringen, statt ein ganzes Heft. Hier hätte die Idee des individualisierbaren Mediums, das sich jeder selbst zusammenstellen kann, abhelfen können. Doch auch das funktionierte nicht recht. Denn der Leser muss selbst Arbeit in die Selektion seines Lesestoffs investieren und eine Druckfassung einer solchen Individualausgabe ist schlicht nicht realisierbar. Gangbar ist vielleicht das Modell des Toggenburger Tagblatts: Abonnenten können sich nächstes Jahr zwischen zwei Zeitungen entscheiden, entweder für die Gesamtausgabe mit Mantelteil und Ostschweiz-Bund oder nur für den Regionalteil – zu einem günstigeren Preis.

Seit Jahren geht es überall um die gleiche Frage: Wie können wir unsere Leser mit steigender Qualität und mehr Service an uns binden? Und das mit weniger Personal, sinkendem Budget und schrumpfenden Margen? Werbeblocker und -verbote sind sicher der falsche Weg zu mehr Qualität für den Leser. Auch eine «Bezahlschranke» fällt ungnädig zwischen Text und Leser nieder wie eine Guillotine.

Medienmacher sollten sich fragen: Wie kommt es, dass ein Kunde in die Migros geht und Waren selbst- verständlich an der Kasse bezahlt – und dass der gleiche Kunde auf unsere Websites geht, einen Beitrag konsumiert und auf leisen Sohlen wieder verschwindet? Diese Selbstverständlich-gratis-Mentalität haben wir uns selbst herangezüchtet. Das heisst aber nicht, dass wir nun für immer mit ihr leben müssen wie mit einer unheilbaren Krankheit. Verlage, Medienhäuser, Journalisten müssen deshalb den klaren Entschluss treffen, Geldwertes nicht länger in die Konsum-Umlaufbahn ihrer Rezipienten abzusondern, sondern wieder einen Markt für journalistische Produkte zu schaffen, mit Wert und Gegenwert.

In diesem Markt hat auch klar deklarierte Werbung ihren Platz, sie ist die Finanzierungsbasis journalistischer Leistungen. Lesern muss wieder bewusst werden, dass es viel Hirn und Engagement, Geld und Kraft kostet, hochwertige In- halte herzustellen, die informieren, einordnen, hinterfragen, erklären und Sachverhalte miteinander verknüpfen.

Natürlich stellt heute jedes Por
tal News aus aller Welt bereit, von Bluewin bis Xing. Doch das ist wiedergekäuter Einheitsbrei, nicht die Grundlage für klares, geschärftes Denken. Wenn es Medienhäusern nicht gelingt, das Vertrauen und die Zuneigung ihrer Kunden zurückzugewinnen und sie vom hohen Wert der Fakten-Einordnung zu überzeugen, werden Amazon, Apple, Google oder Facebook die Newsverteilung übernehmen. «Smalltalk im OP führt zu mehr Wundinfektionen», ergab kürzlich eine Studie des Inselspitals Bern. Und der ewig gleiche Newssalat im Internet führt zu intellektueller Magenverstimmung.

Wenn Werbung nicht mehr darf, was Werbung kann – nämlich (re)finanzieren –, gibt es in Zukunft nur noch Warenhäuser a la Blendle, in denen alle Medienhäuser eines Landes (oder gar der Welt) ihre Produkte feilbieten, vom Text über die Infografik bis zum Film. Hier findet der Leser alles, was er sich wünscht: verderbliche Ware für schnellen Konsum und den zeitlosen Klassiker, Budget-Artikel und journalistische Glanzstücke. Macher und Leser kennen einander nicht. Und gezahlt wird an der Kasse. In barer Münze.

Anne-Friederike Heinrich, Chefredaktorin
[email protected]

 

Frame eleven macht den Zuschauer zum Schiri

Mit einer interaktiven Videokampagne fordert Frame eleven Fussballbegeisterte auf, einmal selbst die Schiedsrichterentscheide zu treffen. Sie soll den Respekt gegenüber Schiedsrichtern fördern und den Fussballverbänden helfen, neue Schiris zu gewinnen. 

Der Schiedsrichter ist oft der Buhmann eines Fussballspiels. Jeder hätte besser entschieden. «Scheiss Schiri!» Diesem schlechten Ruf wollen der Schweizerische Schiedsrichterverband (SSV), der Fussballverband Region Zürich (FVRZ) und der Aargauische Fussballverband (AFV) nun entgegenwirken. Zusammen mit Frame eleven haben sie ein Konzept entwickelt, das den Zuschauer selbst zum Schiedsrichter macht. Ganz nach dem Motto: Seht selbst und macht es besser!

In kurzen Video-Sequenzen, zusammengefasst auf der eigens dafür entwickelten Website Werdeschiri.ch, werden fünf Spielsituationen nachgestellt. Immer aus Sicht des Schiedsrichters gefilmt. Und immer mit der gleichen Frage zum Schluss: «Was ist deine Entscheidung?» Ob richtig oder falsch getippt, auf Wunsch kann sich jeder mit der Slow-Motion-Auflösung und den Fifa-Regeln gleich selbst weiterbilden.

Kein Claim oder Werbeslogan war Basis der Kampagne, vielmehr der Wunsch, den Zuschauer in die Situation des Schiedsrichters zu versetzen. Und dies mit einem klaren Ziel: Den Respekt gegenüber der Leistung der Schiedsrichter zu stärken. Für SSV-Präsident Luigi Ponte der absolut richtige Weg: «Bisherige klassische Plakatkampagnen haben wenig Wirkung gezeigt. Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser Idee von Frame eleven eine Mentalität fördern, wo Entscheide ohne Fingerzeig gefällt werden können. Wenn der Schiedsrichter vielmehr Held als Buhmann wird, werden wir mehr Leute dafür begeistern können, selbst Schiedsrichter zu werden.» Die authentische Bildwelt unterstützt dieses Unterfangen. Keine Profi-Fussball-Welt, sondern die breite Basis der Fussballspieler wird ange­sprochen. Das Design ist frisch und jung und vor allem selbsterklärend. Nur so viel Text wie nötig, der Schiedsrichter hat auf dem Platz auch keine Bedienungs­anleitung. Sehen, testen, teilen. Das ist das Motto.

Auftraggeber sind Schweizerischer Schiedsrichterverband (SSV), Fussballverband Region Zürich (FVRZ), Aargauischer Fussball­verband (AFV) und SuvaLiv. Für Konzept und Gesamt­produktion zeichnete Frame eleven verantwortlich, technisch umgesetzt wurde die Website von Kollektiv.

Oliver Aemisegger hatte bei Frame eleven die kreative Leitung des Projekts. Wir sprachen mit ihm über die kürzlich lancierte Videokampagne.

WW: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit dem Schiedsrichterverband und den Fussball­ver­bänden?
Oliver Aemisegger: Die Kampagne kam über Luigi Ponte, den Präsidenten vom Schweizerischen Schiedsrichterverband, zustande. Der Verband hatte in der Vergangenheit ausschliesslich auf Plakatwerbung gesetzt und war unzufrieden mit der Reichweite. Die Plakate lösten kaum Rückmeldungen aus und der Verband ist dringend auf Nachwuchs angewiesen. Darum entschieden sich die Verantwortlichen für eine Online-Aktion.

Wurden für die Filmszenen zwei echte Fussballteams aufgeboten beziehungsweise woher stammen die Aufnahmen?
Es wurden zwei echte Schiedsrichterteams aufgeboten (lacht). Wir hatten zuerst geplant, die Szenen mit einem Fussballteam einzuspielen. Dann mussten wir aber kurzfristig umdisponieren und die Schiedsrichter vom Verband übernahmen die Aufgabe. Da sie keine Profifussballspieler sind, mussten wir die Szenen mehrmals drehen, bis sie einiger­massen glaubwürdig wirkten. Das war relativ anspruchsvoll, weil wir in der Nacht filmen wollten und nur über eine begrenzte Zeit auf dem Platz verfügten. Aber es war auch ziemlich lustig.

Die Videos machen deutlich, wie schwierig es ist, als Schiedsrichter auf dem Platz einen Entscheid zu fällen. Aber können die Verbände auf diese Weise auch Schiedsrichter gewinnen?
Wir haben das Thema bewusst als Game inszeniert. Auf diese spielerische Weise wollen wir fördern, dass man sich traut, Entscheidungen zu fällen, und Spass am Entscheiden hat. Aus demselben Grund haben wir in den Videos auf das Publikum verzichtet. Ein Stadion mit tobenden Fans wirkt abschreckend. Niemand ist gerne der Buhmann. Nicht zuletzt war uns der Humor zwischen den Zeilen wichtig. Die Videokampagne soll zeigen, dass die Verbände für eine Priese Selbstironie offen waren.

Wie wird sichergestellt, dass die Kampagne die erreicht, die es betrifft – zum Beispiel diejenigen, welche die Schiedsrichter beleidigen und be­drohen?
Die Kampagne wird vor allem über die Verbände verbreitet. Sie sind auch der zentrale Kanal, was den Nachwuchs betrifft. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Schiedsrichter aus Fussballern rekrutiert werden. Einige Massnahmen sind noch offen. Doch vorgesehen ist sicher auch eine Social-Media-Kampagne. Damit wollen wir junge Zielgruppen an­sprechen und erhoffen uns, dass die Videos geteilt werden.

Interview: Simone Isliker 

Rod: SBB vertont ihre Littering-Kampagne

Wer am Dienstag durch die Halle des Hauptbahnhofs Zürich lief, kam in den Genuss einer klingenden Inszenierung. Für die SBB spielte ein Quintett Klassiker der Klassik – auf Instrumenten aus Müll.

Musikstudentinnen und -studenten der Zürcher Hochschule der Künste ZHDK spielten Stücke von Bach über Mozart bis hin zu Wagner. Und das alles auf Instrumenten aus Müll und Gerümpel. Optisch erinnerte das Quintett eher an eine gut angezogene Guggenmusik. Akustisch indes verblüffte die hohe Qualität der Darbietungen. Die Blech-Violinen, die Alu-Bratsche und der Ölfass-Bass ramponierten die Klassiker der alten Meister in keinster Weise. Ganz im Gegenteil – und so lauschten unzählige Passanten gebannt den lieblichen Klängen.

Vor rund einem Jahr führte die SBB an den grössten fünf Bahnhöfen Abfalltrennboxen ein mit dem Ziel, Wertstoffe in hoher Qualität zu recyclen. Die Bilanz nach einem Jahr ist aus Sicht der SBB ein voller Erfolg: Das Ziel, eine Trennquote von 25 Prozent zu erreichen, wurde deutlich übertroffen. Bis Ende 2015 wird sich die Trennquote bei zirka 42 Prozent einpendeln. In absoluten Zahlen ausgedrückt heisst dies 855 Tonnen Restmüll (58 Prozent), 171 Tonnen PET (12 Prozent), 75 Tonnen Alu (5 Prozent) und 373 Tonnen Papier (25 Prozent) über alle grossen Bahnhöfe in der Schweiz.

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Das Klassik-Konzert war der vorläufige Höhepunkt der Anti-Littering-Kampagne der SBB. Geplant und umgesetzt von Rod Kommunikation.  Jan-Hendrik Völker-Albert, Leiter Marketing & Nachhaltigkeit bei der SBB freut sich über die geglückte Aktion: «Mit diesem Konzert wollten wir einerseits unseren Kundinnen und Kunden danken, dass sie engagiert mithelfen, die Züge und Bahnhöfe sauber zu halten. Andererseits wollen wir damit aufmerksamkeitsstark in Szene setzen, dass getrennter Abfall Wertstoff ist. Nämlich so hochwertig, dass daraus selbst Wertvolles wie klassische Musik entstehen kann. Über die vielen positiven Reaktionen haben wir uns sehr gefreut.»

Verantwortlich bei SBB: Dr. Jan-Hendrik Völker-Albert (Leiter Strategie, Marketing und Nachhaltigkeit), Myriam Siksou (Leiterin Marketing Konzern), Monica Cabano (Kommunikations-Managerin Personenverkehr); Social Media: Christina Schmid, Sarah Georg, Livio Stöckli.
 

Werbeanstalt mobilisert für Pro Juventute

Werbewoche 19/2015: Das erwartet Sie

Die neue Werbewoche ist da! 15 Gründe, wieso es sich auch diesmal lohnt, sie zu lesen.

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Wie viele Blocker können wir verkraften?

Werbeblocker verbreiten sich im Netz rasant – wie lange kann diese Entwicklung ohne Gegenmassnahmen ertragen werden?

 


Kreativität als Wirtschaftsfaktor

Wer Kreativität will, muss Unterschiede schätzen lernen. Und darf nicht nach Zeit und Aufwand kalkulieren. ­ Wir müssen denken, suchen, ausprobieren, scheitern und wieder aufstehen – und das in hohem Masse. Sagt Roger Spindler, Leiter Höhere Berufsbildung und Weiterbildung Schule für Gestaltung Bern und Biel

 


Tracking der Zukunft

Mit zunehmender Digitalisierung wachsen im Online-Marketing nicht nur die Möglichkeiten von Programmatic Advertising, sondern auch die Anforderungen an die Marktforschung. So entstehen neue Methoden zur Auswertung der Daten in Echtzeit – die Werbeeffizienzforschung wird immer umfassender. Statements von Christoph Spengler, Managing Director Accelerom, Rolf Schmitz, CEO NET-Metrix, Felix Bernet, Leiter Online/Media Link Institut und Sandor Laczko, Country Manager Adello Switzerland; Interview mit Alexander Horn, Research Consultant Media Insights GfK Switzerland

 


Blinder Furor

Lukas Bärfuss schreibt wütend einen bemerkenswerten Text. Nun muss er sich warm anziehen. Kritiker zielen auf seine Redlichkeit. Kolumne von Hans Stutz

 


Von Blocher in Badehosen bis Salat ohne Kopf

«Ich verstehe nicht viel von Politik, aber als Stimmbürger hätte man mich mit einer klaren und klugen Kommunikation überzeugen können. Hätte man. Hat man aber nicht!» sagt Werbewoche-Motzer Theophil Butz.

 


Das Hamburger-Menü

Beat Hürlimann mit einer Serie über trügerische und echte Lösungen.

 


DOOH: Endlich valide Zahlen zur Reichweitenmessung

Im Rahmen des IGEM-Insiderlunch bei Goldbach Media in Küsnacht wurde die erste Studie zu digitaler Aussenwerbung in der Schweiz präsentiert: Digital out of Home (DOOH) Audience Measurement. Das Ziel der Studie war, mit zuverlässigen und beglaubigten Daten Planungsgrundlagen und Planungssicherheit für Agenturen und Kunden zu schaffen, die das aufstrebende Medium einsetzen oder zukünftig einsetzen möchten.

 


How not to lose your cool

Manuel C. Nappo über Instagram Advertising

 


Die Abhängigkeit von Google führt in die Sackgasse

Durch die Unabhängigkeit von Google wird die Sichtbarkeit in den Suchresultaten erhöht. Artikel von Imre Sinka

 


Der Ravioli-Wahlkampf

Streuplan zog mit Hero Eier Ravioli in den Wahlkampf – und sorgte im üblichen Köpfewald für Erheiterung. Grund genug, nochmal auf die Kampagne zurück zu blicken.

 


Shortlist Edi.15

Der Schweizer Preis für Werbe-, Industrie- und Unternehmensfilme wird dieses Jahr zum sechzehnten Mal durchgeführt. Vier Juryteams mit insgesamt 42 Jurorinnen und Juroren haben an fünf Tagen in drei -Kategorien rund 300 Filme visioniert und bewertet. Die Shortlist.

 


Für jeden Kunden das richtige Päckchen – auch am Wochenende

Sie beschriften an acht Wochenenden über 550 DPD-Fahrzeuge an 10 Schweizer Standorten, setzen über Nacht eine Guerilla-Aktion bei 100 Denner-Filialen in Zürich, Luzern, Bern und Basel um, begleiten jede neue Kaffee­kapsel und -maschine von Nespresso bis zum Point of Sale und gestalten das Ambiente, wenn Radio 24 eine Party steigen lässt: die Dreiplus Werbearchitekten.

 


Mit Storys Gesprächsstoff schaffen

Mit der neuen Online-Plattform «Storys» und diversen Aktionen bekennt sich Swisscom zum Corporate Storytelling. Die Werbewoche hat die Telecomanbieterin in Bern besucht und erfahren, wie und warum das Unternehmen auf Storytelling setzt.

 


Frame eleven macht den Zuschauer zum Schiri

Mit einer interaktiven Videokampagne fordert Frame eleven Fussballbegeisterte auf, einmal selbst die Schiedsrichterentscheide zu treffen. Auf Werdeschiri.ch lässt sie den Zuschauer «durch die Brille» des Referees schauen.

 


Kopf der Woche: Ein Physiker im Datenmeer

Michael Prim ist seit Anfang des Jahres Teamleiter Data-Science bei Adello. Seine tägliche Arbeit zeigt ­erstaunliche Parallelen zu seiner früheren Tätigkeit im Bereich der Teilchenphysik.
 

Tracking der Zukunft

Mit zunehmender Digitalisierung wachsen im Online-Marketing nicht nur die Möglichkeiten von Programmatic Advertising, sondern auch die Anforderungen an die Marktforschung. So entstehen neue Methoden zur Auswertung der Daten in Echtzeit – die Werbe­effizienz­forschung wird immer umfassender.

Die immer stärker anwachsenden Datenmengen in intelligente Daten zu verwandeln, ist eine Herausforderung. Durch den digitalen Wandel sind in der Marktforschung neue Denkansätze und Algorithmen entstanden und Data-Science hat in der Physik Einzug gehalten. Digitale Tools und Technologien versprechen einen effizienten MarKom-Mix, ein umfassendes Tracking, Realtime-Report, alle Werte kombiniert auf einem Dashboard.

Um nur einige zu nennen:
Das Link Institut hat zusammen mit Adwebster eine programmatische Anbindung von Marktforschungsdaten lanciert und erhebt nun soziodemografische Profildaten in Echtzeit. Möglich macht dies die Integration der Daten in das Online-Buchungs-System «Programmatic Media System» von Adwebster. So können die Daten in Echtzeit abgeglichen und die Werbekampagnen aufgrund der im Realtime-Report dargestellten Erkenntnisse optimiert werden. «Die Zukunft der Marktforschung liegt in der intelligenten Verknüpfung von Befragungsdaten mit Verhaltensdaten», sagt Stefan Oglesby, CEO Link Institut, dazu.
Dieser Ansicht ist auch GfK. Das Unternehmen bietet bereits seit einigen Jahren eine Echtzeit-Evaluation von programmatischem Realtime-Report und zielgruppenspezifischen Daten an, wie Alexander Horn, Research Consultant Media Insights bei GfK, betont. Auch die Viewability soll neu Teil eines umfassenden Reports sein. Die Zusammenführung beider Datenpools in einen umfassenden Report ist zwar noch nicht erfolgt. Ein entsprechendes Tool ist jedoch in Arbeit, so Horn, die Programmierung soll im nächsten Jahr abgeschlossen werden können. Lanciert wird das umfassende Tracking-Tool dann 2016.
Auf ein umfassendes Tracking setzt auch Accelerom. Nach mehrjähriger Entwicklungszeit hat das Unternehmen Anfang Jahr einen 360-Grad-Touchpoint-Algorithmus vorgestellt, der den optimalen Multichannel-Marketing-Mix errechnet. Intelligente Algorithmen aus den Gebieten der Artificial Intelligence, des Machine-Learnings und der Metaheuristiken berechnen einheitliche Kennzahlen für Millionen von Kombinationen und vergleichen deren Wirkung – so etwa für unterschiedliche Zielgruppen, Produktkategorien oder Länder. Auch hier werden nicht nur Ad-Impressions und Klicks gemessen, sondern was in der Zielgruppe in der Customer Journey über sämtliche Off- und Online-Touchpoints – also owned, paid und earned – gemacht wird. In die Analyse können bis zu 100 Marketing- und Vertriebsmassnahmen mit einbezogen werden.
Auch Adello setzt auf einen umfassenden Ansatz und führt die Datenanalyse mit Algorithmen aus dem Bereich der Elementarteilchenphysik zusammen. Erst kürzlich wurde das Unternehmen vom «Silicon Valley Technology Innovation & Entrepreneurship Forum» (SVIEF) für eine proprietäre Technologie ausgezeichnet, welche die mobile Werbung dank Data-Science weiterführt. Das Schweizer Mobile Technologie-Unternehmen befasst sich mit der Effizienzsteigerung von mobilen Anzeigen, indem es mittels Machine-Learning die passenden Kunden für den höchsten ROI identifiziert. Daraus ergibt sich eine Win-win-Situation: Die Nutzer sehen weniger Werbung und die Werbetreibenden gewinnen bei gleich bleibendem Werbebudget mehr Kunden.

Christoph Spengler, Managing Director Accelerom:
«Tools für ein operatives Online-Kampagnen-Management gibt es zuhauf und dies ist ohnehin schon heute ein globaler Markt. Die Werkzeuge verbessern sich laufend und die Marktdynamik ist enorm. Forschung und Analytics werden meiner Meinung nach hier sehr stark von den grossen Playern wie beispielsweise Google geprägt werden. Die Problematik in der Werbeeffizienzforschung ist doch, dass sie in der dynamischen Multichannel-Welt nur ein kleines Stück des Kuchens abbildet und sich in der Regel auf Paid Media beschränkt. Auch können selbst auf Gattungsebene keine Vergleiche angestellt werden. Wie viel ist ein Online-Kontakt wert im Vergleich zu TV? Nachvollziehbar bleibt bei Werbe­treibenden ein grosses Erfolgspotenzial auf der Strecke. Genau hier setzt das 360°-Touchpoint-Konzept an.»

Felix Bernet, Leiter Online/Media Link Institut:
«Das Link Institut bietet für die Werbe­effizienz­forschung im digitalen Bereich ein Cookie-Tracking, das gemessene Werbemittelkontakte mit repräsentativen Umfragedaten aus dem aktiv rekrutierten, qualitativ hochwertigen LINK Internet-Panel verknüpft. Die aktuellen Profildaten echter Menschen zeigen die soziodemografische Struktur der tatsächlich erreichten Personen auf. Mittels einer Nachbefragung von Personen mit und ohne Kampagnen­kontakt kann der Impact einer Kampagne auf die relevanten KPI ermittelt werden.»

Rolf Schmitz, CEO NET-Metrix:
«Die Werbeeffizienzforschung im digitalen Bereich wird auch in der Schweiz immer wichtiger, da der Werbefranken möglichst optimal investiert werden soll. Dies gerade auch im Vergleich zu anderen Mediengattungen. Aus diesem Grund haben die drei Forschungsorganisationen WEMF, Mediapulse und NET-Metrix gemeinsam ein Projekt gestartet, um die mit einer digitalen Kampagne generierte Reichweite und deren Zielgruppenstruktur im stationären und im mobilen Bereich als wesentlichen Teil des Erfolges einer Kampagne zu messen. Zurzeit laufen dazu Tests mit dem Ziel, Anfang des Jahres 2017 solch ein System breit am Markt etabliert zu haben. Andere Bereiche der Werbeeffizienzforschung wie beispielsweise Messung der Bekanntheit oder Akzeptanz von Marken stehen hier momentan nicht im Fokus, könnten jedoch ein Ausbauschritt sein.»

Sandor Laczko, Country Manager Adello Switzerland:
«Im Schweizer Markt besteht heute ein klarer Nachholbedarf für Studien, welche die Wirkung digitaler Werbeaktivitäten untersuchen. Auf der Ebene einzelner Kampagnen messen wir zwar längst alle technischen KPIs in Echtzeit wie Viewability, Viewtime, Interaction- oder Conversion-Rate und können darauf optimieren. Um damit einen Vergleich mit anderen Gattungen anstellen zu können, müssen jedoch zusätzliche Attribute erhoben werden wie (Aided) Brand-Awareness, Message-Association, Brand-Favorability oder Purchase-Intent. Dazu kommen Befragungsmethoden zum Einsatz, welche teilweise automatisiert Daten aggregieren. Es ist klar, dass die Kosten dafür in einem kleinen Markt besonders hoch sind. Deshalb arbeiten wir auch in der Schweiz in verschiedenen Gremien an Lösungen mit wie dem IAB oder NET-Metrix. Daneben ent­wickeln wir mit einem Partner eine proprietäre, empirische Forschungslösung.»

Umfassender Controlling-Ansatz für Online-Kampagnen

Die Werbeeffizienzforschung wird umfassender, stellt alle Daten auf einen Blick in Echtzeit dar und berechnet den effizientesten MarKom-Mix aus dem Pool der Interaktionspunkte. Die Ankündigungen neuer Tracking-Methoden und Effizienzforschungstools häufen sich. Die Werbewoche hat mit Alexander Horn, Research Consultant Media Insights bei GfK, darüber gesprochen, wo die Werbe­effizienz­forschung heute steht und welche Besonderheiten im Fokus stehen.

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Werbewoche: In der Online-Werbung liegt noch viel ungenutztes Potenzial. Können die neuen Tracking-Methoden und Effizienzforschungstools dem gerecht werden?
Alexander Horn: Die Mess-Ergebnisse haben bisher sehr genau gezeigt, dass Online-Werbung effektiv Potenzial zur Optimierung hat. Und dieses wird tatsächlich noch stark unterschätzt; sowohl für den Reichweitenzugewinn als auch was die Kosten-Effizienz betrifft. Kunden, die einen Teil des bisherigen Media-Mixes neu in Online-Marketing investieren, können damit kostengünstiger und effizienter eine grössere Zielgruppe erreichen. Unterm Strich soll dabei eine bessere Verteilung auf die einzelnen Media-Kanäle zum Einsatz kommen, welche eine maximale Leistung bei minimalem Budget-Einsatz generiert.

Das bedeutet aber auch, dass möglichst alle Kanäle berücksichtigt werden.
Die Daten können neuerdings auf mehreren Geräten (PC, Smartphone, Tablet) gemessen werden, im Browser als auch in den entsprechenden Vermarkter-Apps. Zudem haben wir eine Zusammenarbeit mit Facebook, welche zwar schon länger besteht, aber jetzt weiter ausgebaut wurde. Das ist ein sichtbares Indiz dafür, dass wir in diesem Bereich sehr stark aktiv sind und auch weitere Partner ins Boot holen, um den umfassenden Ansatz auszubauen.

Wo steht die Werbeeffizienzforschung für den digitalen Bereich in der Schweiz?
Wir investieren momentan alle Kraft und Zeit darin, die hauptsächlich nachgefragten Produkte zu kanalisieren, um daraus ein umfassendes Produkt zu etablieren. Das ist aktuell eines der Haupt-Themen; ein umfassender Controlling-Ansatz für Online-Kampagnen. Im Wesentlichen zeigt dieser Ansatz alle relevanten KPIs der gemessenen Nutzungsdaten und verknüpft diese mit hinterlegten Strukturdaten. Die Nutzungsdaten beinhalten auf der einen Seite die Viewability-Messung – also die Sichtbarkeit und Dauer der Online-Werbung auf dem aktiven Bildschirm des Nutzers – und auf der anderen Seite die Messung der tatsächlich erfolgten Kampagnenkontakte pro Person, die innerhalb des GfK-Cookie-Pools erfolgt sind. In diesem Pool sind von über 21 000 Personen sämtliche Strukturdaten hinterlegt. Dazu gehören die Grundstruktur wie etwa Geschlecht, Alter, Region, Haushaltsgrösse und Erwerbstätigkeit als auch planungsrelevante Zusatzinformationen wie etwa Konsumdaten und Mediennutzung. Zu jedem Kontakt mit der Online-Werbung können wir sagen, welche Strukturdaten dahinter liegen. Diese zwei Pole – Sichtbarkeitsmessung sowie Kontakt- und Strukturdaten bringen wir für unsere Kunden in einem Dashboard zusammen. Somit hat man auf einen Blick sozusagen einen allumfassenden Ansatz, mit dessen Hilfe man direkt alles ablesen kann. Auf diese Weise lassen sich dann auch mehrere Kampagnen miteinander vergleichen.
Und on top kann man auch noch die Werbewirkung der Kampagne evaluieren. Unsere Messtechnologie ermöglicht es also, herauszufinden, welche Person Kontakt hatte mit der Kampagne. Diese werden nach dem Kampagnen-Zeitraum befragt. Damit kann man zusätzlich herausfinden, wie die Kampagne auf verschiedensten Branding-Leistungs-Dimensionen gewirkt hat. Diesen klassischen Test-und-Kontrollgruppen-Ansatz wenden wir als eine zusätzliche Option an, um die drei Wirkungsparameter Zielgruppenerreichung, optimale Kontakt­dosis & Sichtbarkeit und Kreationsüberprüfung optimal zu verknüpfen.

Diesen umfassenden Ansatz verfolgt auch das Link Institut in Zusammenarbeit mit Adwebster; soziodemografische Daten in Echtzeit.
Das stimmt, offenbar wird hier eine grosse Innovation gefeiert. Dieses Produkt haben wir aber bereits seit drei Jahren auf dem Markt. Für uns ist dies bereits ein Standardprodukt, welches von der GfK bereits über 70-mal verkauft wurde. Für die Validität der Daten ist vor allem entscheidend, dass die Messung der Kampagne sowohl auf dem Desktop PC als auch auf den Mobile Devices (Smartphone und Tablet) erfolgt – was bei GfK bereits seit Längerem erfolgen kann. Diese Unterscheidung sollte bei dem Vergleich von Angeboten stets beachtet werden.

Der angekündigte Realtime-Report beinhaltet jedoch einen Aspekt, der sich von Ihrem Produkt unterscheidet; eine intelligente Verknüpfung der Befragungs- und Verhaltensdaten.
Für die Analyse der Werbewirkung ist die Verknüpfung der Mess- und Befragungsdaten unerlässlich, da der Impact der Kampagne ansonsten nicht auf der Ebene der erfolgten Kontakte analysiert werden kann. Die Analyse der Wirkung erfolgt dabei anhand von verschiedenen Kontaktklassen. In einem Realtime-Report sind Befragungsdaten aus unserer Sicht ein nützlicher, aber nicht wirklich relevanter Zusatz, da die Messung bereits abgeschlossen ist, bevor die Befragungsdaten vorliegen. Wir setzen viel eher auf die Integration des Viewability-Reportings, welche ab 2016 zusammen mit den Kontakt- und Strukturdaten innerhalb eines Dashboards erfolgen wird.

Wie misst GfK die Viewability?
Wir arbeiten für die Viewability-Daten exklusiv mit Meetrics zusammen, dem einzigen MRC-zertifizierten Unternehmen in Europa. Die amerikanische Non-Profit-Organisation Media Rating Council (MRC) hat eine Definition darüber erstellt, ab wann eine Werbeform offiziell als sichtbar gilt. Meetrics misst somit normgerecht die Viewability von Video- und Display-Ads.
Aktuell ist die Viewability-Messung einer Kampagne noch auf Basis von GfK Reports abgebildet, aber das wird 2016 ins GfK-eigene Dashboard integriert. Kunden können diese Messungen zwar zusammen buchen, ausgewiesen werden die Werte momentan aber nur in getrennten Reportings. Mit der neuen technischen Lösung werden dann alle Werte auf einen Blick sichtbar sein.

Ursina Maurer

Mit Storys Gesprächsstoff schaffen

Mit der neuen Online-Plattform «Storys» und diversen Aktionen bekennt sich Swisscom zum Corporate Storytelling. Die Werbewoche hat die Telecomanbieterin in Bern besucht und erfahren, wie und warum das Unternehmen auf Storytelling setzt.

CEO Urs Schaeppi trat am Donnerstag kräftig für Swisscom in die Pedale. Am Stand im Zürcher Hauptbahnhof gab er auf einem Strom erzeugenden Fahrrad alles, um die Smartphone-Akkus der Kunden mit frischer Power zu versorgen. Er war nicht allein vor Ort. Über 60 seiner sportlichsten Mitarbeiter strampelten mit ihm. Alles, was von den Passanten an Energie benötigt wurde, erzeugten die Swisscom-Mitarbeiter selbst: Als Sinnbild dafür, dass sich die Telecomanbieterin täglich mit Tatkraft für ihre Kunden einsetzt.

Für Tim Alexander, Leiter Marketing und Kommunikation Swisscom, ist das die «Zukunft des Marketings»: Statt auf klassische Werbekampagnen zu setzen, will das Unternehmen künftig vermehrt Erlebnisse kreieren. Die Aktion am Hauptbahnhof ist eine in einer ganzen Reihe von Massnahmen und Teil einer umfassenden Content-Marketing-Strategie der Telecomanbieterin: Durch Storytelling sollen Kunden, Interessenten und Partner nicht einfach mit Werbebotschaften berieselt, sondern involviert werden.

Die neue Kommunikationsplattform Storys spielt für die Content-Marketing-Strategie von Swisscom eine zentrale Rolle. Darauf finden sich Beiträge rund ums digitale Leben, Technologie, Nachhaltigkeit und modernes Arbeiten. Aufbereitet werden auch hier nicht Werbebotschaften, sondern Themen, die mit dem Unternehmen in Verbindung stehen Ein 15-köpfiges Redaktionsteam ist für die Beiträge auf der Plattform verantwortlich. Zehn Externe – unter ihnen Newsnet-Blogger Reda el Arbi – sowie fünf Interne schreiben in unterschiedlichen Pensen für Storys. Ausserdem kuratiert das Team Inhalte, die auf anderen Plattformen publiziert wurden.

Die Beiträge zeichnen sich generell durch eine optimistische Sichtweise aus, passend zum Claim «Land der Möglichkeiten». Es gibt aber auch Beiträge, welche die Digitalisierung kritisch hinterfragen, wie Alexander betont. «Da liegt genau die Chance von Storytelling. Es geht nicht darum, Produkte schön zu verpacken.» Als Beispiel verweist er auf el Arbis jüngste Kolumne, in welcher der Blogger die Nippel-Zensur von Facebook kritisiert. Das Redaktionsteam verfügt über die Freiheit, in Eigenregie solche Themen zu setzen. «Es gibt keine Briefings für die Redaktoren. Sie gehen auf die Suche nach Geschichten und haben die Freiheit, diese auf unserer Plattform zu veröffentlichen.»

Reichweite steht nicht im Vordergrund

Primäres Ziel von Storys ist es nicht, möglichst viele Leute zu erreichen, sondern Inhalte zu transportieren, die eine Interaktion auslösen. «Die Zeiten haben sich geändert. Eine Reichweite ohne qualitative Tiefe hilft uns langfristig nicht weiter. Wir streben einen langsamen Reichweitenaufbau an, der qualitativ hochwertig ist», betont Alexander. In der Beta-Phase zählt, dass die Leute, die auf der Plattform sind, sich wirklich mit den Beiträgen beschäftigen. Gemessen wird, wie lange die Besucher auf Storys verweilen, wie viele Artikel und welche sie lesen und wie oft sie diese teilen bzw. damit interagieren. «Erst wenn das gut funktioniert, wenn wir von unseren Lesern gelernt haben, setzen wir uns Ziele bezüglich Reichweite.»

Eigene Ereignisse kreieren

Die Storys für Storys schafft Swisscom auch selbst. «Wir werden künftig regelmässig Aktionen wie diejenige im Hauptbahnhof kreieren und berichten dann auf der Plattform darüber.» Ein weiteres Beispiel für diese aktionsgetriebene Kommunikation ist die kürzlich lancierte Kampagne «Shot By Bryan Adams». Swisscom engagierte den Musiker und Fotografen Bryan Adams und liess ihn diesen Oktober über das Netz die Schweiz aus seinem Blickwinkel fotografieren. «Auf diese Weise kann man als Unternehmen selber Gesprächsstoff schaffen», erklärt Alexander.

Warum auf Storytelling setzen?

Mit der Hinwendung zum Storytelling reagiert Swisscom auf zwei zentrale Veränderungen in der Kommunikation, die eng miteinander verzahnt sind: den Wandel von der verkaufsorientierten Kommunikation hin zur Beziehungspflege sowie die zunehmende Fragmentierung der Medienwelt.

«Früher ging es darum, als Marke sympathisch und präferenzbildend zu wirken, um eine Kaufabsicht auszulösen. Heute ist es wichtiger, den Kunden auch nach dem Kauf zu begleiten und eine tiefgreifende Beziehung mit ihm aufzubauen», sagt Alexander. Da durch Social Media jeder zum Medium wird, brauche man die Menschen, die ein gutes Erlebnis hatten, mehr denn je. Die grosse Herausforderung dabei ist es, die Kunden dazu zu bringen, dass sie es mit anderen teilen, wenn sie eine Marke gut finden. Auf der anderen Seite nimmt die Fragmentierung der Medienwelt bzw. der Online-Kanäle stetig zu. «Die Komplexität, jeden Einzelnen zu erreichen, steigt. Die Wahrnehmung ist selektiver geworden, weil jeder in anderen Medien unterwegs ist. Es genügt nicht mehr, die Botschaft in einen TV-Spot, eine Anzeige und ein Plakat zu verpacken. Man verfügt über einen breiten Mix an Möglichkeiten, die man einsetzen muss, wenn man eine breite Masse erreichen will, und man braucht relevante und involvierende Geschichten, die so interessant sind, dass sie ihr Publikum selbst finden.»

Experimentierfeld mit offenem Ausgang

Diese Entwicklungen führen zu neuen Ansätzen im Marketing. «Das Thema Content-Marketing ist in vieler Munde. Auch für uns stellt sich die Frage nach den Möglichkeiten des Marketings, wenn unsere Kunden in eine Beziehung mit uns eintreten und zum Medium werden können, welches uns empfiehlt», sagt Alexander. Mit den jüngsten Massnahmen hat Swisscom erste Antworten gefunden. Wie die Story wohl weitergeht?

Simone Isliker

Wechsel in der Unternehmensleitung der NZZ-Mediengruppe

Petra Feigl-Fässler übernimmt die Leitung des Personalbereichs und wird Mitglied der Unternehmensleitung der NZZ-Mediengruppe. Felix Peter, bisheriger Leiter Personal und Mitglied der Unternehmensleitung, geht in Pension.

Petra Feigl-Fässler übernimmt per Anfang März 2016 die Leitung der Personalabteilung der NZZ-Mediengruppe. Bis dahin ist die ausgewiesene Führungspersönlichkeit weltweit verantwortlich für das Personalwesen des Medizinaltechnik-Unternehmens Nobel Biocare, wo sie seit 2010 verschiedene HR-Bereiche geleitet hat. Davor arbeitete sie bei Syngenta als Leiterin des globalen Kompetenzzentrums für Rekrutierung und als HR Business Partner. Feigl-Fässler studierte an der Hochschule St. Gallen (HSG) Volkswirtschaft und war nach dem Studium als Senior Manager in der HR-Beratung bei Accenture tätig. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Zürich.

Felix Peter war von 2003 bis 2008 Personalleiter der Neuen Zürcher Zeitung AG. Ab 2008 verantwortete er im Rahmen der damaligen Gruppenstrategie die Zusammenführung der Personalabteilungen der verschiedenen Gesellschaften. Er führte gruppenweit einheitliche Systeme und Prozesse ein und leitete die regionalen Teams ab diesem Zeitpunkt als zentrale Einheit. Als ehemaliger Geschäftsführer und heutiger Stiftungsrat der Pensionskasse der NZZ-Mediengruppe hat er zudem die nachhaltige Aufstellung der Vorsorgewerke massgebend mitgeprägt. Veit Dengler, CEO der NZZ-Mediengruppe, in einer Mitteilung: «Felix Peter begleitete Akquisitionen und Devestitionen von Personal-Ressourcen ebenso souverän wie die täglichen HR-Dienstleistungen. Ich danke ihm für seinen wertvollen Einsatz für die NZZ-Mediengruppe. Petra Feigl-Fässler heisse ich herzlich willkommen und wünsche ihr viel Erfolg bei ihrer neuen Aufgabe.»

Patrick Viert und Florian Jacquier sind die neuen Geschäftsführer von Vice Switzerland

Vice baut das Geschäft in der Schweiz aus: Seit Oktober leiten Patrick Viert als Managing Director Business, Operation & Sales und Florian Jacquier als Managing Director Creative, Content & Communication die Geschäftsführung von Vice Switzerland.

Gemeinsam steuern Viert und Jacquier die strategischen und kreativen Publisher-, Media- und Agenturleistungen des Standortes in Zürich. Ihr Team soll von derzeit zehn Mitarbeitern innerhalb eines Jahres auf 30 Mitglieder erweitert werden.

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Patrick Viert und Florian Jacquier (Foto: Florian Kalotay, Kalotay.ch)

Patrick Viert und Florian Jacquier haben umfassende Erfahrung in den Bereichen Marketing, Medien und Kommunikation. Beide waren zuvor für Konzerne wie L’Oréal, Seven One Media, Belcom, aber auch Vice Germany tätig. Zuletzt leitete Viert als Mitglied der Geschäftsführung den Bereich Business Development bei Joiz TV. Jacquier gründete und betrieb vor seinem Wechsel zu VICE erfolgreich die Kommunikations-Agentur BAM in Berlin.

Neben dem Ausbau des Publishing-Angebotes möchten die neuen Geschäftsführer im kommenden Jahr den Fokus auf die Kreativagenturleistungen sowie auf den Rollout von TV-Formaten legen. Vice Switzerland kann somit die Produktion und die Distribution von Branded Content Lösungen aus einer Hand anbieten. In der Vergangenheit hat der Schweizer Standort bereits umfassende Kreativstrategien für Brands wie Adidas, Coca-Cola, Nestlé, Philips, Sony und VBZ erfolgreich entwickelt und umgesetzt.

«Vice ist der weltweit grösste Youth Media Brand mit Relevanz für themenbestimmende und gesellschaftliche Diskurse – auf diese Strategie möchten wir uns hier in der Schweiz weiter konzentrieren», so Patrick Viert in einer Mitteilung. «Mit unserer Agenturmarke Virtue behaupten wir uns ausserdem weltweit mehr und mehr auch als strategische Produktions-Agentur, wir setzen auf das richtige Zusammenspiel von Content Kreation und Distribution. Mit unserer Expertise und unserem internationalen Netzwerk möchten wir künftig auch die hier ansässigen Global Player erreichen», ergänzt Florian Jacquier.

Als Leitung des Schweizer Standortes der länderübergreifenden Medien- und Agenturgruppe Vice Cee berichten die beiden direkt an Stefan Häckel, Vice Cee CEO in Wien. «Vice ist in den letzten beiden Jahren rasant gewachsen und ich bin froh, mit Patrick und Florian die beiden Richtigen gefunden zu haben, das aktuelle Media & Agenturportfolio auch in der Schweiz zu etablieren und Vice auf ein nächstes Level zu heben», so Stefan Häckel über die neue Geschäftsführung. «Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit auch herzlich beim ehemaligen Geschäftsführer Evangelos Kleiman-Kontopoulos für seine Arbeit bedanken und freue mich, dass er dem Unternehmen in der Rolle als Creative & Experiential Consultant erhalten bleibt.»

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