Kreative Explosion

Film Der Film- und Drehbuchwettbewerb Talent Screen sucht wieder nach kreativen Ideen. Wirz Werbung hat bereits ein paar gefunden.

 
Film Der Film- und Drehbuchwettbewerb Talent Screen sucht wieder nach kreativen Ideen. Wirz Werbung hat bereits ein paar gefunden. 
Mit dem Ziel, neue Talente für die Filmbranche zu entdecken, haben die Initianten von Talent Screen vor drei Jahren einen Wettbewerb ins Leben gerufen, der heute nicht mehr wegzudenken ist. Hinter dem erfolgreichen Projekt stehen Philip Delaquis, Min Li Marti und Stefan Zuber. Sie gehen mit verschiedenen Veranstaltungen ganz neue Wege in der Nachwuchsförderung. Im Zentrum von Talent Screen steht der Movie Marathon, bei dem innert 48 Stunden und absolut ohne Budget ein fixfertiger Kurzfilm gedreht werden muss. Speziell für Drehbuchschreiber gibt es den so genannten Pitch Battle, bei dem zukünftige Autoren vor Publikum gegeneinander antreten müssen. Aber auch Pitch Cafe, eine Art Speeddating für Autoren und Produzenten, und Pitch Kitchen – Kochen für Gäste aus der Filmbranche – haben den Zweck, junge Nachwuchstalente für den Film zu entdecken.
Damit es auch dieses Jahr wieder einen neuen Teilnehmerrekord gibt, hat die Wirz Werbung mit dem Team von CD Matthias Freuler eine witzige Kampagne kreiert, die in diesen Tagen in der Ringier-Presse ihren grossen Auftritt hat. Die Kampagne läuft unter der Idee «Jeder hat mal klein angefangen.» Da bei der Aktion einiges auch unter dem Budget «Goodwill» läuft, hat Wirz auch witzige Kleininserate als Füller konzipiert. Der Kinospot ist von Ultra Images und JingleJungle realisiert worden.
Andreas Panzeri

Fruchtige Bieridee

Promotion Angelink verteilt für Feldschlösschen Fresca wannenweise Bier im Internet.

 
Promotion Angelink verteilt für Feldschlösschen Fresca wannenweise Bier im Internet.  
Die Biervielfalt wird in der Schweiz eindeutig gepflegt. Das zeigen die vielen kleinen Brauereien, die sich mit Nischenprodukten etablieren. Aber auch die Grossen wie Feldschlösschen sorgen beim Bierfan regelmässig für Geschmacksfreuden. Die neuste Kreation aus Rheinfelden heisst «Fresca» und soll jene ansprechen, die den herben Geschmack von Hopfen und Malz weniger mögen. Fresca ist ein Bier mit Frucht, das es in den Aromen Yuzu Lemon und Grapefruit Cranberry gibt. Um das fruchtig spritzige Bier zu bewerben, hat die Agentur Angelink eine clevere Online-Promotion realisiert. Partylöwen können bis Ende August auf feldschloesschen-fresca.ch ihre Freiluft-Party ankündigen. Wer ein Bild seiner Location hochlädt, das Keyvisual der Promotion, eine Fresca-Badewanne, darauf positioniert und seine Freunde einlädt, der hat gute Chancen, dass Feldschlösschen das Bier zum Fest sponsert. Jene acht Partys, die an festgelegten Daten die meisten Votings erhalten, werden mit einer Badewanne Fresca-Bier beliefert. Bereits in der ersten Woche wurden auf der Plattform über 150 Partys eingetragen.
Für Zulauf sorgten Advertorials und Banner auf den News-Seite 20 Minuten und auf dem Nachschwärmerportal Tilllate. Um möglichst viele Partybegeisterte zum Mitmachen zu bewegen, setzen die Werber auf virale Effekte. Etwa durch Einladungsfunktionen, um Freunde zum Voting zu motivieren. Aber auch auf sozialen Netzwerken wie Facebook wurde eine Fanseite eingerichtet, um das Bier populärer zu machen.
Für die Umsetzung der Wannenidee hat Angelink auf der Promotionsseite tief in die Web-2.0-Kiste gegriffen, die inhaltlich grösstenteils «user generated» ist. Wettbewerbsteilnehmer können Bilder und Kommentare hochladen, Votings abgeben und nebenbei mit anderen Usern über einen Chat kommunizieren. Attraktiv ist der Internetauftritt aber auch durch den Einsatz von Google Maps, Google Earth und den Mitmach-Player von Kyte.

Christian Lüscher

SP Schweiz hat neuen Medienchef

Der 38-jährige Privatradio-Journalist Andreas Käsermann wird neuer Medienverantwortlicher der SP Schweiz.

 
Der 38-jährige Privatradio-Journalist Andreas Käsermann wird neuer Medienverantwortlicher der SP Schweiz. Er löst im Herbst Claudine Godat ab, wie die Partei mitteilt. Godat wechselt auf Anfang August zum Freiburger SP-Regierungsrat Erwin Jutzet. Die 48-jährige wird dessen persönliche Mitarbeiterin. Ihr Nachfolger Andreas Käsermann ist seit 1991 journalistisch tätig. Er arbeitete zunächst als freier Mitarbeiter für mehrere Zeitungen, später als Moderationsleiter beim Lokalradio extraBern und Mitverantwortlicher für ein Internetportal. Ferner war er als Online-Redaktor und Radio-Journalist für die Nachrichtenagentur SDA tätig.  
Radio Zürisee übernimmt Käsermanns Bundeshaus-Radio Seit 2002 ist Käsermann Inhaber und Redaktor des Bundeshaus-Radios, dem journalistischen Korrespondenzdienst für die Privatradios in der Deutschschweiz. Den Betrieb übernimmt nun die Radio Zürisee AG. Das Bundeshaus-Radio beliefert als Ton-Agentur die meisten deutschsprachigen Lokal- und Regionalradios. Der Sender versorgt aktuell 16 Privatradios und erreicht täglich total 1,6 Millionen Hörerinnen und Hörer. Wie die Radio Zürisee AG mitteilte, werde das Bundeshaus-Radio in der bisherigen Form als Tochterunternehmen weitergeführt. Für die künftige Leitung des Dienstes sucht das Unternehmen einen erfahrenen Radio-Journalisten.

Burson-Marsteller expandiert nach Portugal

Burson-Marsteller baut sein internationales Netzwerk weiter aus. Das Unternehmen ist eine exklusive Partnerschaft mit Lift Consulting eingegangen, eine der führenden Agenturen in Portugal.

 Burson-Marsteller baut sein internationales Netzwerk weiter aus. Das Unternehmen ist eine exklusive Partnerschaft mit Lift Consulting eingegangen, eine der führenden Agenturen in Portugal. Lift Consulting erarbeitete sich durch eine Vielzahl gelungener Kampagnen einen guten Ruf. Im Kundenportfolio finden sich neben nationalen auch internationale Unternehmen. Überhaupt ist Burson Marsteller auf Expansionskurs. Erst kürzlich hatte die Agentur die Erweiterung des Netzwerkes mit eigenen Agenturen im Nahen Osten und in Afrika bekannt gegeben.

«Mediasense wird nicht bevorzugt»

Martin Schneider, Direktor Publisuisse und VR-Präsident von Mediasense, blickt auf ein Jahr Erfahrung in der Radiovermarktung zurück.

 
Martin Schneider, Direktor Publisuisse und VR-Präsident von Mediasense, blickt auf ein Jahr Erfahrung in der Radiovermarktung zurück. 
WW: Ein Jahr Mediasense – wie lautet Ihre Zwischenbilanz?Martin Schneider:
Wir haben viele Ziele erreicht, ein paar aber nicht. Das Buchungstool Publiplan mit den Schnittstellen zu den Dispo-Systemen der Radios und zum Radiocontrol-Manager läuft sehr gut. Hingegen konnten wir leider noch nicht alle Marktteilnehmer von den Vorteilen unseres offenen Systems überzeugen. Einige Vermittler umgehen gezielt den Swiss Radio Pool. Entsprechend sind wir punkto Umsatz nicht dort, wo wir sein sollten. Beim Aufwand sind wir auf Kurs.Wie gross ist das Defizit? Publisuisse und die andern Aktionäre mussten bereits zusätzliches Geld einschiessen.Der Businessplan sieht fürs erste Jahr ein Defizit vor, ebenso entsprechende Darlehen, um das Defizit zu überbrücken.
Auch das Bakom interessiert sich dafür, schliesslich kommt der Publisuisse-Anteil letztlich von der SRG, die nicht dazu da ist, Privatradios zu alimentieren.Es stimmt nicht, dass das Geld von der SRG kommt: Es stammt aus den Eigenmitteln der Publisuisse – und diese sind am Markt erwirtschaftet, wie bei andern Vermittlern auch.
Man kann es auch umdrehen: Was Sie bei Mediasense investieren, wird der SRG entzogen.Das ist etwas gar eng argumentiert. Letztes Jahr erwirtschafteten wir der SRG 310 Millionen Franken aus TV-Werbung, der Bottom-Line-Gewinn der Publisuisse betrug demgegenüber etwa 3 Millionen Franken. Selbst wenn er um einige hundertausend Franken höher ausgefallen wäre, wäre dies wenig in Relation zum Umsatz.
Die kontaktierten SRP-Radios sind von Mediasense enttäuscht. Sie erhofften sich eine Ausweitung des Radiomarktes, stattdessen findet ein verschärfter Verdrängungskampf unter den Vermarktern statt. Was läuft falsch?Unser Geschäftsmodell beruht darauf, dass möglichst viel der nationalen Radiowerbung über das Buchungssystem Publiplan abgewickelt wird. Das geschieht momentan nicht. Im Gegenteil: Um den SRP nicht via Publiplan abwickeln zu müssen, nehmen verschiedene Vermittler, allen voran die IP, nur noch Einzelbuchungen bei den SRP-Radios vor, obwohl diese teurer sind. Das führt zu mehr Intransparenz, denn hinten herum werden zusätzliche Rabatte auf Einzelbuchungen oder teils auf anderen Medien im Portefeuille der Vermittler gewährt. Zum Teil werden die Sender auch gegeneinander ausgespielt. Zur Ausweitung des Radiomarktes ist es essentiell, dass man neue Kunden gewinnen kann, zurzeit ist aber ein «Kanalkampf» unter den Vermittlern im Gang. Das ist der Gattung Radio nicht förderlich.
Einige SRP-Radios sagen, das liege teilweise am Konstrukt Mediasense selber. Dieses sei so angelegt, dass andere Vermarkter benachteiligt würden.Ich glaube nicht, dass dem so ist. Das Hauptproblem liegt woanders: Noch vor kurzem gab es zwei ähnlich starke Radiovermittler, IP und Radiotele. Heute sind die Volumina von Radiotele eher tief. Davon haben die anderen Vermittler und Mediasense profitiert. Das Hauptvolumen läuft aber über die IP. Wenn die umsatzstarke IP nun die zentrale Abwicklung des SRP boykottiert, wird es für Mediasense natürlich umsatzseitig schwieriger. Die IP verfügt über Möglichkeiten, den SRP zu umgehen: Den Rabattvorteil von durchschnittlich 20 Prozent, den SRP-Buchungen gegenüber Einzelbelegungen aufweisen und der dem Kunden bei Umgehung des SRPs gegeben werden muss, kann IP etwa mit TV-Freespace in den Werbefenstern kompensieren. Andere Vermittler wie RadioEmotion, Radiotele und auch Mediasense haben diese Mittel nicht. Die IP verfügt damit über ungleich längere Spiesse als ihre Konkurrenz. Entsprechend stellt sich die Frage, wer hier effektiv benachteiligt ist.
Trotzdem kritisieren selbst SRP-Radios, dass die von Mediasense gewährte Vermittlerkommission zu tief sei. Das mache die Vermittlung des SRP unattraktiv.Die VK liegt zwar unter zehn Prozent, aber man kann höher kommen. Wir haben den Vermittlern zudem neu ein Bonussystem vorgeschlagen.
Es ist also attraktiv, den SRP über Publiplan zu vermitteln?Nein. Aber es ist klar: Die VK beträgt nicht mehr 15 bis 20 Prozent wie früher, wobei sich diese Sätze auch erst in den letzten Jahren etabliert haben. Dafür hat man aber einen Effizienzgewinn. Diesen zu kommunizieren, ist uns aber scheinbar zu wenig gelungen.
Ein weiterer Kritikpunkt: Der Publiplan ermöglicht Mediasense einseitig Einsicht in die Buchungsstrategien der Konkurrenz. Mediasense nutze diese Informationen, um den Kunden der Konkurrenten günstigere (Dumping)-Angebote zu machen.Diesen allfälligen Kritikpunkt haben wir antizipiert. Aus diesem Grund haben wir den andern Vermittlern, insbesondere der IP, ein «Schutzsystem» für «ihre» Kunden vorgeschlagen. Wir waren und sind bereit, dies den anderen Vermittlern vertraglich zu zu sichern. Die Antwort der IP blieb leider bisher aus. Zu den Dumping-Angeboten: Das ist falsch. Wir haben den andern Vermittlern zugesichert, dass sie alle Angebote, die Mediasense macht, ebenfalls machen können. Es findet also keine Bevorzugung von Mediasense statt. Das wäre auch unsinnig. Denn wenn wir den andern die Kunden abjagten, würde unser offenes Modell tatsächlich nie funktionieren.
Wäre es nicht doch geschickter, den Publiplan in eine Firma der Radios auszulagern, ohne Publisuisse-Beteiligung?Das sind Modellüberlegungen, die wir uns tatsächlich machen.
War es – im Nachhinein gesehen – ein Fehler, der Publisuisse bei Mediasense die Mehrheit zu überlassen?Nein, in einer ersten Phase war es sogar wichtig, um Mediasense rascher aufbauen zu können. Denn auf SRP-Seite ist der Entscheidungsprozess mit 15 Partnern langwieriger. Aber in einem zweiten Schritt muss man nun überlegen, wie die SRP-Radios stärker eingebunden und mehr Verantwortung übernehmen können. Wir prüfen deshalb die Frage, wer die Aktienmehrheit an Mediasense halten soll.
Vielleicht ist auch der SRP – ohne das von der IP vermarktete Radio Energy Zürich – ein Fehlkonstrukt? Ein Pool mit allen Radios könnte ein Grundproblem lösen.Nein, der SRP ist ein gutes Produkt. Aber es werden auch Überlegungen angestellt betreffend Produkt SRP.
Bei Mediasense wurden Arbeitsgruppen gebildet. Bis wann liegen die Lösungen vor?Bis Ende Jahr wollen wir konkrete Schritte unternommen haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir das Ding zum Fliegen bringen. Die Basisvoraussetzungen müssen aber stimmen, das sind vorab Tariftreue, Transparenz, eine starke Marktbearbeitung und einfaches und professionelles Handling der Radiowerbung mit effizienten Tools. Damit sollte es auch wieder möglich sein, neue Kunden zu generieren und die Agenturen vom Werbeträger Radio zu überzeugen. Und Radio als das zu positionieren, was es wirklich ist: eine hervorragende und effiziente Ergänzung zu TV, Plakat und Print.
Interview: Markus Knöpfli

Bern Tourismus: EM war beste Werbung für Bern

Zehn Tage nach der EM 2008 hat Bern Tourismus zu den Auswirkungen des Fussballanlasses auf den Tourismusstandort Bern eine positive Bilanz gezogen. «Die Bilder der ganz in orange gefärbten Hauptstadt gingen um die Welt.»

 
Zehn Tage nach der EM 2008 hat Bern Tourismus zu den Auswirkungen des Fussballanlasses auf den Tourismusstandort Bern eine erste Bilanz gezogen. Nebst positiven kommerziellen Auswirkungen und einer Sensibilisierung der Berner für ihre Gastgeberrolle macht die Organisation eine grosse Aufwertung des Images der Stadt aus. Die weltweit positive Medienberichterstattung habe den Bekanntheitsgrad gesteigert und das Image von Bern massiv aufgewertet, so die Mitteilung vom Dienstag. «Die Bilder der ganz in orange gefärbten Hauptstadt gingen um die Welt und waren beste Werbung. Die 200’000 grossartigen ausländischen Fans, insbesondere die fantastischen Holländer, schwärmten in den höchsten Tönen von Bern und versprachen ihre Wiederkehr als Feriengäste.» Aufgrund dieser «orangen» Begeisterung prüft Bern Tourismus zur Zeit die Erarbeitung eines Marktbearbeitungskonzeptes Holland und steht dafür in Kontakt mit den Destinationen im Berner Oberland, mit der Hotellerie, mit Schweiz Tourismus Holland sowie mit dem Verband Berner Wirtschaft Beco. 

EM 2008: Schweizer schauten im Schnitt zehn Stunden Fussball

Während der Fussball-EM 2008 hat die Schweizer Bevölkerung im Schnitt während rund zehn Stunden laufende Fussballspiele geschaut. Mit 1,65 Millionen Zuschauern verzeichnete das Spiel der Schweiz gegen die Türkei einen Zuschauerrekord.

 
Während der Fussball-EM 2008 hat die Schweizer Bevölkerung im Schnitt während rund zehn Stunden die laufenden Fussballspiele geschaut. Dabei sassen die Männer durchschnittlich 11,4 Stunden, die Frauen 8,3 Stunden vor den Schirmen. 91,6 Prozent aller in der Schweiz wohnhaften Personen haben mindestens einmal in eine Live-Übertragung reingeschaut, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Erfassung von Publica Data zu entnehmen ist. Das entspricht 6,4 Millionen Personen. Für die Bevölkerung in der Deutschschweiz war SF zwei für die Fussballspiele erste Wahl. Im Schnitt wurden sie hier von 976’000 Personen geschaut. Die Spiele auf ARD, ZDF und ORF1 lockten durchschnittlich 118’000, 120’000 respektive 30’000 Zuschauerinnen und Zuschauer aus der Deutschschweiz an. Mit 1,65 Millionen Zuschauern verzeichnete das Spiel der Schweiz gegen die Türkei einen Zuschauerrekord. Den höchsten Marktanteil auf SF zwei erreichte das Spiel der Schweiz gegen Tschechien mit 79,2 Prozent. Bei diesem Spiel war auch der Frauenanteil am höchsten.
Auch in der welschen Schweiz lagen die hiesigen Sender vorn: TSR1 kam auf einen Marktanteil von 55 Prozent, TSR2 auf einen von 42,9 Prozent. Die französischen Stationen TF1 und M6 erreichten 11,8 beziehungsweise 9,6 Prozent. Auf TSR1 war das Spiel von Deutschland gegen Spanien der Zuschauerhit, auf TSR2 Schweiz-Türkei, wie Publica Data weiter mitteilte. Die Tessiner Zuschauer bevorzugten ebenfalls das Heimfernsehen: Der Marktanteil von TSI2 belief sich auf 39 Prozent. RAI1 und RAI2 kamen auf durchschnittlich 13,9 und 5,3 Prozent.

Uvek: Erste Konzessionsentscheide für Radio und TV gefällt

Das Uvek hat 33 von 54 Konzessionsentscheiden gefällt. Eine Bewilligung wurde jenen 27 UKW-Radios und 6 Regionalfernsehen erteilt, deren Bewerbung konkurrenzlos war. Über die restlichen Bewilligungen soll im Herbst entschieden werden, allerdings befürchtet man beim Bakom Einsprachen und damit verbundene Verspätungen.

 
Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) hat 33 von 54 hängigen Konzessionsentscheiden gefällt. In einem ersten Schritt wurde jenen 27 UKW-Radios und 6 Regionalfernsehen eine Bewilligung erteilt, deren Bewerbung konkurrenzlos war. Bei den noch anstehenden 21 Konzessionsentscheiden bewerben sich jeweils zwei oder mehr Kandidaten um dieselbe Konzession. Das Uvek wird die entsprechenden Entscheide laut Mitteilung vom Dienstag diesen Herbst fällen. An der Jahresmedienkonferenz am Mittwoch in Biel gab jedoch das im UVEK zuständige Bundesamt für Kommunikation (Bakom) der Befürchtung Ausdruck, dass die Entscheide zu den restlichen 21 Konzessionsgebieten zu Einsprachen und damit zu Verspätungen führen könnten. Man sei sich bewusst, dass diese Entscheide für das betroffene Personal heikel sein könnten. Jeder Entscheid werde deshalb genau begründet.
Bei den bereits konzessionierten Sendern handelt es sich mit einer Ausnahme um bisherige Veranstalter. Erstmals eine Konzession erhalten hat lediglich das komplementäre, nicht kommerzielle Radio Stadtfilter in Winterthur. Dieses Versorgungsgebiet wurde im Sommer 2006 vom Bundesrat neu geschaffen.
Die nun erteilten Konzessionen treten frühestens nach der 30-tägigen Beschwerdefrist und spätestens nach Ablauf der altrechtlichen Konzessionen (TV: Ende 2008, Radio: Ende März 2009) in Kraft und sind bis 2019 gültig.
Folgende Sender erhielten bisher eine Konzession:

UKW-RadioChablais (Versorgungsgebiet: 03 Chablais)
Rhône fm (04 Bas-Valais)
Rottu (Oberwallis)
BNJ fm (Arc Jurassien)
Fribourg/Freiburg (07/08 Fribourg/Freiburg)
Canal 3 (09 Biel)
BE 1 (10 Bern)
Capital FM (10 Bern)
Rabe (11 Bern-Stadt)
BeO (12 Berner Oberland)
Neo1 (13 Emmental)
Radio 32 (14 Solothurn-Olten)
Kanal K (16 Aargau-Mitte
Radio X (18 Basel-Stadt)
Pilatus (19 Innerschweiz West)
3fach (20 Luzern)
Sunshine (21 Innerschweiz Nord)
Central (22 Innerschweiz Süd)
Lora (24 Zürich)
Stadtfilter (26 Winterthur)
Munot (27 Schaffhausen)
Rasa (28 Stadt Schaffhausen)
Top (29 Ostschweiz West)
FM1 Nord und FM 1 Süd (vorm. Aktuell bzw. Ri) (30 Ostschweiz Ost)
Toxic FM (31 Stadt St. Gallen)
Fiume Ticino (33 Sopraceneri)
3iii (34 Sottoceneri)
RegionalfernsehenLéman bleu (02 Genf)
Tele Bärn (05 Bern)
Tele Bielingue (06 Biel)
Tele Basel (07 Basel)
Tele Südostschweiz (12 Südostschweiz)
Tele Ticino (13 Tessin)

Zu guter Letzt: Porno statt Rugby

Im neuseeländischen Fernsehen ist kürzlich Porno statt Rugby gezeigt worden, und das zur besten Sendezeit. Es handelte sich, wie könnte es anders sein, um einen Fehler im System.

 
Im neuseeländischen Fernsehen ist kürzlich Porno statt Rugby gezeigt worden, und das zur besten Sendezeit. Mitten im Spiel wechselte die Übertragung von Sportbildern plötzlich auf einen harten Pornostreifen. Ganze drei Minuten und 50 Sekunden lang schmatzte, klatschte und stöhnte es über den Äther. Eltern, die ihren Sprösslingen erlaubt hatten, das Sport-Spektakel anzuschauen, waren wenig erfreut, plötzlich eine Sexorgie im Wohnzimmer zu haben. Nicht wenige riefen empört beim Sender an. Sein achtjähriger Sohn habe die Unschuld verloren, beschwerte sich ein Vater. Der Sender entschuldigte sich und sprach von einem Fehler im System. Gut möglich, dass der Systemfehler Vorname und Nachname und in einer Videothek vor kurzem «Fight Club» ausgeliehen hat. 

Stefan Kaiser wird neuer Chefredaktor beim Du

Neuer Chefredaktor des Kulturmagazins Du wird Stefan Kaiser. Er übernimmt die Aufgabe von Walter Keller, der nach nur sechs Ausgaben seit der Neulancierung abtritt.

 
Neuer Chefredaktor des Kulturmagazins Du wird Stefan Kaiser. Er übernimmt die Aufgabe von Walter Keller, der nach nur sechs Ausgaben seit der Neulancierung unter dem neuen Besitzer Oliver Prange abtritt. Keller sei interimistisch als Chefredaktor eingesetzt worden, heisst es in einer Mitteilung des Magazins. Er wird dem Du weiterhin beratend zur Verfügung stehen. Stefan Kaiser war seit 1998 Chefredaktor von GDI Impuls, dem Wissensmagazin des Gottlieb Duttweiler Instituts. Davor wirkte er über drei Jahre beim Kulturmagazin «Next» des Schweizer Fernsehens und war als Realisator und publizistisch für kulturelle Institutionen tätig. Kaiser studierte Philosophie, Germanistik und Film in Basel, Berlin und New York.

Newsnetz: Sascha Rhyner und Stephan Roth werden Leiter Sport

Das Newsnetz von Basler Zeitung, Berner Zeitung und Tages-Anzeiger meldet weitere Neuzugänge: Sascha Rhyner und Stephan Roth übernehmen die Leitung der Sport-Redaktion.

Sascha Rhyner und Stephan Roth verstärken die Sport-Redaktion beim Newsnetz von Basler Zeitung, Berner Zeitung und Tages-Anzeiger und übernehmen die Leitung des Ressorts. Sascha Rhyner arbeitet seit 2002 als Redaktor bei der Sportinformation AG, wo er neben anderen Einsätzen 2006 die Fussball-WM in Deutschland sowie die Fussball-EM im Sommer 2008 begleitete. Auch kommentierte er in den vergangenen zwei Jahren Eishockey-Spiele auf Teleclub und wirkte als Redaktor und Reporter bei der TV-Serie «Der Match». Er ist im Vorstand der Vereinigung Zürcher Sportjournalisten (VZSJ).Stephan Roth wechselt von Blick und Sonntagsblick zum Newsnetz. Seit 2000 ist er für die beiden Ringier-Blätter im Einsatz, zuletzt als stellvertretender Fussball-Chef und Sport-Blattmacher.

RSR: Kadermitglied wird entlassen

Das Westschweizer Radio RSR entlässt aufgrund der Empfehlungen des früheren Kantonsrichters Jacques Reymond das Kadermitglied, das 2005 kinderpornographische Bilder runtergeladen hat. Auch der Informatiker, der die Geschichte publik gemacht hat, muss gehen.

 In der Affäre um kinderpornographische Bilder beim Westschweizer Radio RSR hat der frühere Kantonsrichter Jacques Reymond seinen Untersuchungsbericht abgeliefert. Aufgrund seiner Empfehlungen entlässt das Radio das fehlbare Kadermitglied. Dieser Schritt rechtfertige sich allein schon mit dem Ausmass, das die Affäre angenommen habe, teilte das Westschweizer Radio RSR am Dienstag mit. Das Kadermitglied hatte im Jahr 2005 kinderpornographische Bilder vom Internet runtergeladen. Ein Informatiker entdeckte die Fotos und meldete sie der Direktion. Sie verwarnte die betreffende Person, sah aber von weiteren Schritten ab. Der Informatiker machte die Geschichte letzten März publik. Er fand, dass seine Vorgesetzten den Fall unter den Tisch gekehrt hätten. Für seinen Gang an die Öffentlichkeit wurde er fristlos entlassen.
Laut Reymond zu Recht. Der wiederholte Vertrauensbruch lasse ein Arbeitsverhältnis nicht mehr zu, hiess es. Deshalb hat der RSR-Verwaltungsrat die Entlassung bestätigt. Er will den Informatiker jedoch finanziell unterstützen und ihm bei der Stellensuche helfen.
Kritik muss RSR-Direktor Gérard Tschopp einstecken. Laut Reymond hat Tschopp im Krisenmanagement und in der Kommunikation Fehler gemacht. Die Strukturen und die Prozesse auf Direktionsstufe müssten deshalb verbessert werden. Angesichts seines bisherigen Leistungsnachweises könne aber Tschopp diese Reformen leiten.

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