Preisverleihung der besten Schweizer Geschäftsberichte
Bereits zum dritten Mal fand die Preisverleihung der besten Schweizer Geschäftsberichte in der Aula der Hochschule für Wirtschaft (HWZ) in Zürich statt. Elf Unternehmen nahmen eine Auszeichnung entgegen.
Redaktion
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1. Oktober 2008
Bereits zum dritten Mal fand die Preisverleihung der besten Schweizer Geschäftsberichte in der Aula der Hochschule für Wirtschaft (HWZ) in Zürich statt. Eingeladen waren CEOs, CFOs und Kommunikationsvertreter grosser Schweizer Unternehmen, die Mitglieder des HarbourClubs, die MSCom-Alumni-Community sowie die Mitglieder der SIRV, der Schweizerischen Investor Relations Vereinigung. Fast 200 Gäste nahmen am Anlass teil. Nach der Begrüssung durch Alexan-der Fleischer, Kommunikationsverantwortlicher von PricewaterhouseCoopers, führte Dirk Schütz, Chefredaktor der Bilanz, durch den Preisverleihungsanlass. Die Gesamtgewinner Straumann, Novartis und Credit Suisse wurden durch Laudationes von Gaby Tschofen, Kommunikationsverantwortliche von Barry Callebaut, Philipp Hallauer, Verwaltungsratspräsident von KPMG Schweiz, sowie Karin Kofler, Präsidentin des Clubs Zürcher Wirtschaftsjournalisten, gewürdigt. Ermöglicht wurde die Veranstaltung durch die drei Hauptsponsoren KPMG, Sihl+Eika sowie Linkgroup.
Die Sieger der Gesamtjury (v.l.): Andreas Luther (Credit Suisse), Nadine Enke (Novartis), Mark Hill (Straumann).
Persönliche Geschenke erhalten die Kundschaft
AlphaPicture i-clue demonstriert für das Seedamm Plaza in einem Kalender die Kunst der Bildpersonalisierung.
Redaktion
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1. Oktober 2008
Es ist eine schöne Tradition beim Seedamm Plaza, dass das Seminar- und Eventhotel in Pfäffikon im Herbst Geschäftspartner und potenzielle Kunden mit einem 15-Monate-Kalender erfreut. Für die Periode 2008/09 wurden die Empfänger jetzt mit einer in der Schweiz noch nie gesehenen Neuheit überrascht. Alle im Hotel aufgenommenen Fotos sind individuell personalisiert. Die abgebildete Champagnerflasche zum Beispiel trägt Vorname und Name des Empfängers. Dank innovativer Technik ist die Schrift dabei perfekt über die Rundung der Flasche gewölbt. Andere personifizierte Schriftzüge finden sich auf Fotos von der Eingangshalle oder geritzt auf Sushi-Stäbchen. Möglich wurde diese drucktechnische Zauberei oder One-to-One-Bildpersonalisierung dank enger Zusammenarbeit von AlphaPicture i-clue in Deutschland mit FO-Smartprint in Egg. Fotografiert hat Daniel Boschung. Er hatte darauf zu achten, dass seine Vorlagen eine Integration der Schrift erlauben, die möglichst auf echte Weise dreidimensional wirken kann. AlphaPicture ist die «weltweit einzige Technik», die beliebige Fotos, Grafiken oder Illustrationen mit alphabetischen Zeichen ohne Einschränkung persönlich gestalten kann. Andreas Panzeri
Personifizierte Lockmittel: Pierre C. Meier, Chefredaktor der Werbewoche, fand seinen Namen an allen möglichen und unmöglichen Orten im Seedamm Plaza aufgedruckt.
KSB/SJ bewirbt die neu ausgerichtete Naturaplan-Linie von Coop
Coop hat seine Bio-Lifestyle-Linie Naturaplan dieses Frühjahr für die Zukunft ausgerichtet. Rund um den Claim «Für Bio ohne Kompromisse.» wurden nun von KSB/SJ drei neue Sujets entworfen, die dem wachsende Bedürfnis nach gesundem Konsum Rechnung tragen sollen.
Redaktion
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1. Oktober 2008
Coop hat seine Bio-Lifestyle-Linie Naturaplan dieses Frühjahr für die Zukunft ausgerichtet. Mit neuen Produkte, neuen Verpackungen, neuem Design, neuem Logo, neuem Image und neuem Marken-Auftritt hat der Grosshändler alles daran getan, um Naturaplan weiter auf Erfolgskurs zu halten. Bislang ist dieses Konzept aufgegangen: Laut einer Mitteilung der Zürcher Werbeagentur KSB/SJ konnte bei den Naturaplan-Produkten ein neuerlicher Umsatzzuwachs von über 10 Prozent gegenüber Vorjahr verzeichnet werden. Die Agentur hat für das Biolabel eine neue Anzeigenkampagne entwickelt. Rund um den Claim «Für Bio ohne Kompromisse.» wurden drei neue Sujets entworfen, die dem wachsende Bedürfnis nach gesundem Konsum Rechnung tragen sollen. Die Bio-Produkte von Naturaplan wurden zu «Bio-Molekülen» arrangiert und um die Schlagzeile «Geschmacksverstärker: Natur» ergänzt. Geknipst wurden die Bilder unter der Regie von Reinhard Hunger in Hamburg. Die neuen Motive erscheinen in der nationalen Presse, als Plakate und Grossplakate und an jedem POS. Verantwortlich bei Coop: Jürg Peritz (Leiter Direktion Marketing/Beschaffung), Christian Waffenschmidt (Leiter Viva Kompetenzmarken), Lydie Goltdammer (Leiterin Werberealisation), Christof Braun (Projektleiter). Verantwortlich bei KSB/SJ: Flo Wacker (Creative Direction), Beat Egger, Andy Lusti (Text), Robin Strebel (Art Direction), Dany Kielholz (Beratungsleitung), Sabrina Arthur, Rahel Isler (Beratung), Nadia Bachmann, Bettina Beyeler (DTP), Foto: Reinhard Hunger, Food Styling: Volker Hobl, Bildbearbeitung: Zerone Hamburg, Litho: Detail AG, Media: Coop Media sowie Initiative Media Western.
Aufgefallen…
Was gibt es Ärgerlicheres, als wenn man nur noch eine Hand frei hat und sich dringend eine wichtige Telefonnummer notieren möchte? Die Z-Notes in der neuen Einhand-Haftbox schaffen Abhilfe, denn die Box hält auf dem Tisch, auch wenn man mit voller Dynamik die nächste Haftnotiz zückt.
Redaktion
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1. Oktober 2008
Z-Notes in der praktischen Einhand-Haftbox Was gibt es Ärgerlicheres, als wenn man nur noch eine Hand frei hat und sich dringend eine wichtige Telefonnummer notieren möchte? Die Z-Notes in der neuen Einhand-Haftbox schaffen Abhilfe, denn die Box hält auf dem Tisch, auch wenn man mit voller Dynamik die nächste Haftnotiz zückt. Sie sind somit ideal für alle, die mit beiden Händen im Leben stecken. Und genau das dramatisiert die Zürcher Werbeagentur Noise mit ihrer Kampagne, die sich direkt an Endverbraucher und Einkäufer wendet. Die stilvolle Umsetzung einer typischen Alltagssituation wird für dieses Produkt als Keyvisual in allen Above- und Below-the-line-Massnahmen von der Anzeige bis zum POS-Steller schweizweit eingesetzt.
TBS Identity wirbt für Migros-Kleinrestaurants
Das neue Restaurant der Migros mit Take-Away-Angebot «Sessibon» wurde bereits an drei Standorten eröffnet. Design und Mobiliar der Einrichtung prägte TBS Identity, in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Gestalter Peter Kern.
Redaktion
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1. Oktober 2008
Das neue Restaurant der Migros mit Take-Away-Angebot «Sessibon» wurde bereits an drei Standorten eröffnet. Design und Mobiliar der Einrichtung prägte TBS Identity, in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Gestalter Peter Kern. Die Zürcher Agentur TBS Identity gestaltete ausserdem das Branding von «Sessibon» und zeichnet für die Markenführung verantwortlich. Sie entwarf das Logo, kreierte das Erscheinungsbild und realisierte die Bekleidung der Mitarbeiter, sowie Verpackungen und Angebotsbeschriftung. Weitere Kommunikationsmittel stammen ebenfalls aus der Feder von TBS-Identity. So stünden mit den Plakaten, Inseraten und Verkaufsförderungsmassnahmen der Agentur nun auch anderen Migros-Restaurants Mittel zur Lancierung und Bekanntmachung von «Sessibon» zur Verfügung, so eine Mitteilung der Agentur. Nach den ersten Eröffnungen an den Standorten Bern-Winkelried, Lachen und Romanshorn, sind bereits rund 20 weitere «Sessibon» mit 30 bis 150 Sitzplätzen geplant. Verantwortlich bei Migros-Genossenschafts-Bund: André Hüsler, Philipp Bänzinger. Verantwortlich bei TBS-Identity: Beat Aeschlimann (Konzept/Beratung), Daniel Leber (Creative Director), Kathrin Treml (Art Director), Anka Refghi (Projektmanagement), Nadia Ermert (Polygrafie).
Publicis: Bei der Swiss ist alles inklusive
Redaktion
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1. Oktober 2008
Mehr als nur noch Benzin
Avia lanciert einen europaweiten Gratis-Pannendienst. TBWA kommuniziert.
Redaktion
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1. Oktober 2008
Es kommt etwas ins Rollen in Sachen Pannendienst in der Schweiz. Nach dem Cooldownclub für junge Mitglieder beim TCS lanciert jetzt auch Avia eine neue Kundenkarte für Private mit Gratis-Pannendienst. Ab Januar 2009 können Kartenbesitzer nicht nur vom bargeldlosen Tanken am grössten Tankstellennetz der Schweiz profitieren, sondern auch von einem europaweiten Pannendienst. Das «einzigartige Angebot» wird in Zusammenarbeit mit der AXA Winterthur angepriesen. Neben den kostenlosen Leistungen im Pannenfall profitieren Avia-Karteninhaber auch beim Abschluss einer Annullierungskosten- oder Personenassistanceversicherung sowie beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung der Winterthur-ARAG von einem Spezialrabatt. Die Kommunikation für die neue Kundenkarte sowie zahlreiche weitere Massnahmen rund um das neue Branding von Avia hat TBWA Zürich in einem Pitch gewonnen. Die Werber um CD Urs Schrepfer sehen bei den heute rund 700 Avia-Tankstellen in der Schweiz viel schlummerndes Potenzial, um diese Marke in der Konkurrenz zu internationalen Multis wie Shell oder Esso noch stärker zu positionieren. Viele Avia-Tankstellen warten noch sympathisch unauffällig, aber gleichzeitig «zu diskret» auf ihre Kunden. Um das zu ändern, haben die Kreativen nun einen Vogel einfliegen lassen. Das bei TBWA erfundene und beim neuen Postproduction-Dienstleister Elefant Studios in Zürich dreidimensional weiter ausgebrütete Maskottchen soll in Zukunft als ein Keyvisual für Avia funktionieren. Auf die Idee eines Vogels als Sympathieträger ist TBWA gekommen, weil in einem alten Logo von Avia 1946 tatsächlich noch ein Propeller integriert war, denn Avia war auch für sein Flugbenzin bekannt. Typisch schweizerische Organisation 1927 schlossen sich unabhängige Schweizer Importeure von Erdölprodukten zusammen und gründeten die Avia-Vereinigung in der Schweiz. Die Organisation ist im Gegensatz zu ihren bekannten Wettbewerbern kein multinationaler Konzern, sondern eine typisch schweizerische Einrichtung, die dennoch in Westeuropa eine recht beachtliche internationale Rolle spielt. Heute beliefern die elf Mitgliederfirmen der Avia wie zum Beispiel Osterwalder in St.Gallen, Grisard in Basel oder Küng in Bern und Schätzle in Luzern unter ihrem gemeinsamen Markensignet das grösste Tankstellennetz der Schweiz. Die Unabhängigkeit der Mitglieder ist aber nach wie vor das Hauptmerkmal der Organisation. Dank dieser Eigenständigkeit sind die Avia-Firmen stark im regionalen Markt verankert und «deshalb näher beim Kunden», wie Patrick Staubli, der Geschäftsführer der Vereinigung, meint. Über ihre gemeinsamen Lager verfügen die Avia-Firmen über hohe Tankkapazitäten. Mit rund zwei Milliarden Litern pro Jahr ist Avia ein bedeutender Faktor in der Landesversorgung. In Europa ist die Vereinigung seit der Gründung von Avia International 1960 in 14 Ländern mit über 3’000 Tankstellen präsent. Grosser Kundenstamm Bereits vor der neuen Marken-Offensive von TBWA kann Avia einen Kundenstamm von über 100’000 privaten Kartenbesitzern vorweisen. Diese bekommen jetzt rechtzeitig vor dem Termin anderer Cluberneuerungen per Post automatisch eine neue Avia-Karte zugestellt, die den neuen Pannendienst anbietet. Wer den Antrag ausfüllt, ist nach Bezahlung der nächsten Tankrechnung automatisch versichert. Nebst dem europaweiten Pannendienst profitiert der Karteninhaber zusätzlich von Vergünstigungen bei verschiedenen Hotels weltweit sowie bei Sixt und auch Sixt Holiday Cars. Die Kampagne für die Karte startet am kommenden Sonntag mit einer doppelseitigen Anzeige in der Sonntagspresse. Hier wird der Kanister erstmals zu einem Vogel mutieren. Auf grösseren Tankstellen zum Beispiel an der Autobahn kann sich das Tier als Eyecatcher auf dem Dach auf über zwei Meter Höhe aufplustern. Eine grössere Rolle wird beim ganzen Launch auch die PR spielen. Diese wird bei TBWA von der inhouse eben neu aufgebauten Abteilung unter der Leitung von Ingrid Notter koordiniert und realisiert. Andreas Panzeri
Lachen nicht verboten
SFLB meint für Sympany: Das Leben sollte wieder einfacher werden.
Redaktion
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1. Oktober 2008
Auf dem Foto lachen, den Kopf leicht geneigt halten, zur Seite blicken, Haare im Gesicht haben, den Mund öffnen, einen Schatten im Hintergrund oder keinen neutralen Hintergrund haben: Wer in letzter Zeit Passfotos von sich hat machen lassen, der weiss, dass man dabei ganz viel beachten muss. Seit dem letzten Jahr gelten nämlich die neuen Passfoto-Normen. Gemäss diesen sind alle oben aufgezählten Details verboten. Spillmann Felser Leo Burnett hat die Krux mit den (zu) vielen Normen aufgenommen und rund um das Thema einen neuen Spot für Sympany gedreht. Der Film zeigt, wie kompliziert es heute sein kann, zu einem Passfoto und damit neuen Pass zu kommen. «Die Versicherung will damit einmal mehr auf ihre Botschaft aufmerksam machen: dass doch vieles im Leben so einfach und unkompliziert sein sollte wie die neue Versicherungsgruppe Sympany», meint Heidi Herzog, Leiterin Corporate Marketing bei Sympany. CD Peter Brönnimann freut sich, dass der Spot erneut von Condor mit dem in Deutschland wohnenden Schweizer Spielfilmregisseur Dani Levy («Alles auf Zucker») gedreht werden konnte. Der «Passfoto»-Film ergänzt ab sofort die letztjährigen Filme wie «Hochzeit» und «Coffee-Shop». Zudem machen Reminder-Spots auf die aktuellen günstigen Krankenversicherungs-Prämien von Sympany aufmerksam. Andreas Panzeri
Sonntägliche Enge
Der Sonntagsmarkt ist im Wandel. Neue regionale Sonntagsblätter könnten den etablierten Sonntagstiteln schaden.
Redaktion
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1. Oktober 2008
Die Leserzahlen am Sonntag schwinden», «Der Sonntagsmarkt ist rückläufig», «Die Sonntagszeitungen können ihr Niveau knapp halten»: So oder ähnlich lauteten die Titel und Kommentare zur Publikation der Mach Basic 2008-2. Tatsächlich gewinnt man spätestens seit einem Jahr den Eindruck, dass der Deutschschweizer Sonntagsmarkt gesättigt ist: Alle drei grossen Sonntagstitel haben ihren Zenit überschritten, mittlerweile haben zwei von ihnen signifikant Leser verloren. Katzenjammer in Winterthur Zudem ist der Verlust sogar grösser, als dies der erste regionale Sonntagstitel, die Südostschweiz am Sonntag, mit ihren 85’000 Lesern wettzumachen vermag: Vor zweieinhalb Jahren, vor dem Start des Blattes, hatten die drei grossen Titel insgesamt noch 2,288 Millionen Leser, heute kommen sie zu viert auf 100’000 weniger. Trotzdem wagten unterdessen drei weitere Verleger den Gang in die vermeintlich sonntägliche Goldgrube. Wobei einer von ihnen, Guido Blumer vom Winterthurer Stadtblatt, schon nach einem halben Jahr seinen Pickel wieder in die Ecke stellen musste. Trotzdem darf der Sonntagsmarkt nicht vorschnell als rückläufig bezeichnet werden. Denn mittlerweile ist auch der Sonntag, die siebte Ausgabe der Mittelland Zeitung, ein Jahr auf dem Markt und kommt gemäss einer Wemf-Sonderstudie auf 362’000 Leser. Das sind zwar 142’000 Leser weniger, als man sich erhofft hatte, aber mit der Sonntag-Reichweite erreicht der Sonntagsmarkt doch eine bisher nie gekannte Höhe von 2,551 Millionen Lesern. Rechnet man auch die soeben gestartete Zentralschweiz am Sonntag und ihre – allerdings nur geschätzte – Leserschaft von 248’000 Personen hinzu, dann steigt die Zahl der sonntäglichen Zeitungsleser auf 2,8 Millionen. Verlegerschätzungen sollte man zwar nicht zum Nennwert nehmen – die Hoffnungen von Südostschweiz-Verleger Hanspeter Lebrument und von Sonntag-Herausgeber Peter Wanner auf mehr als zwei Leser pro Exemplar für ihre regionalen Ausgaben waren jedenfalls viel zu optimistisch. Doch bei der Neuen Luzerner Zeitung war man vorsichtiger: Für die Zentralschweiz am Sonntag ging man bescheiden von bloss 1,2 Lesern pro Exemplar aus, deutlich weniger als bei der werktäglichen Ausgabe. Insofern ist die aktuelle sonntägliche Reichweitenschätzung von 2,8 Millionen Lesern realistisch. Doch bei einer Analyse des Sonntagsmarktes kann es kaum nur um das blosse Summieren von Reichweiten gehen. Deshalb suchte die Werbewoche noch nach einer anderen Annäherung, gerade wegen der neuen Titel und der wenig erhärteten Daten, die es zu ihnen zurzeit gibt. Beim gewählten Ansatz geht es zunächst um die Frage, wie sich die Leser von SonntagsBlick, NZZ am Sonntag oder SonntagsZeitung verhielten, als die Südostschweiz im Mai 2006 und die Mittelland Zeitung im September 2007 ihre Sonntagsausgaben lancierten. Die zweite Frage lautet: Lässt sich aus diesem Verhalten eine Erkenntnis für die neue Situation in der Zentralschweiz und im Mittelland ableiten? Südostschweiz als Verliererin Betrachten wir zuerst die Entwicklung in der Südostschweiz: Gemäss Mach Basic 2006-1 lasen in der Deutschschweiz kurz vor dem Start der Südostschweiz am Sonntag insgesamt 155’000 Personen werktags die Tageszeitung Südostschweiz und sonntags (mindestens) einen der drei etablierten Sonntagstitel: 82’000 lasen den SonntagsBlick, 48000 die SonntagsZeitung und 25’000 die NZZ am Sonntag. Heute, zweieinhalb Jahre später, sind es insgesamt 23000 Personen weniger, die werktags die Südostschweiz lesen und sonntags einen der drei etablierten Sonntagstitel zur Hand nehmen (siehe Tabelle). Wieviele stattdessen auf die Südostschweiz am Sonntag umgeschwenkt haben, lässt sich nicht sagen. Klar ist aber: Der Rückgang ist primär auf die Südostschweiz zurückzuführen, die heute genau 23’000 Leser weniger ausweist. Die SonntagsZeitung blieb dagegen in den Wirtschaftsgebieten 27, 28 und 29 und 61, den Südostschweiz-Kerngebieten, stabil, die NZZ am Sonntag verlor nur 2000 Leser und der SonntagsBlick 11’000 Leser. Bei der Mittelland Zeitung zeigt sich die Situation anders. Kurz vor dem Start des Sonntag lasen in der Deutschschweiz insgesamt 248’000 Personen werktags einen der MZ-Partnertitel und sonntags (mindestens) einen der drei etablierten Sonntagstitel: 122’000 lasen den SonntagsBlick, 81000 die SonntagsZeitung und 45’000 die NZZ am Sonntag. Heute, ein Jahr später, sind es 22’000 Personen weniger. Was dabei auffällt: Die Kombinationen Mittelland Zeitung und NZZ am Sonntag beziehungsweise Mittelland Zeitung und SonntagsBlick haben abgenommen, hingegen sind es 5’000 Personen mehr, die sowohl Mittelland Zeitung als auch SonntagsZeitung lesen. SonntagsZeitung relativ stabil Ein Blick in die Kerngebiete der Mittelland Zeitung, die Wirtschaftsgebiete 31, 32, 41 und 43, zeigt ein noch deutlicheres Bild: Dort hat die Mittelland Zeitung selbst nur gerade 12’000 Leser verloren, die NZZ am Sonntag und der SonntagsBlick mussten dagegen überdurchschnittlich stark Federn lassen. Die NZZ am Sonntag, die im gleichen Zeitraum in der Deutschschweiz 4,4 Prozent Leser verlor, hatte in den vier Wirtschaftsgebieten einen Verlust von 6,1 Prozent, dem SonntagsBlick kehrten in der Deutschschweiz 10,2 Prozent seiner Leser den Rücken, und im Gebiet der Mittelland Zeitung waren es gar 12,6 Prozent. Die SonntagsZeitung, die in der Deutschschweiz 2 Prozent weniger Leser ausweist, verlor dagegen in den vier Wirtschaftsgebieten bloss 1 Prozent. All dies ist insgesamt mit Vorsicht zu geniessen, da in den meisten Fällen die Reichweitenveränderungen nicht signifikant sind, insbesondere in den jeweiligen Wirtschaftsgebieten. Vermutlich kann man aber dennoch ableiten, dass ein Titel wie der Sonntag, der erklärtermassen mehr sein will als ein regionales Sonntagsblatt und unterdessen in weiten Kreisen sehr ernst genommen wird, den etablierten Titeln durchaus etwas anhaben kann. Sehr regional ausgerichtete Titel wie die Südostschweiz am Sonntag und wohl auch die Zentralschweiz am Sonntag dagegen erreichen primär ihre Zwangsabonnenten. Es stellt sich aber auch die Frage, weshalb ausgerechnet die SonntagsZeitung gegenüber den regionalen Konkurrenten so resistent ist. Half ihr das «Dumping-Kombi-Abo» mit dem Solothurner Tagblatt, das für nur 100 Franken angeboten wird? Mit Sicherheit ist dies ein Grund. Doch das allein greift zu kurz, weil die SonntagsZeitung zum Beispiel in der Nordwestschweiz (WG 31) und im Aargau (WG 41) ähnlich stark zulegte wie im WG 32. Eine weitere mögliche Erklärung ist, dass mit der Lancierung der regionalen Sonntagstitel die sonntägliche Frühzustellung ausgeweitet wurde, was auch den etablierten Sonntagstiteln neue Gebiete erschloss. Offenbar hat aber vor allem die SonntagsZeitung dies für ihr Marketing nutzen können. Markus Knöpfli
Wemf-Auflagezahlen 2008: Sonntagszeitungen haben weiter Potenzial
Soeben hat die Wemf die jährlich erhobenen Auflagezahlen der Schweizer Presse publiziert. Die vielleicht überraschendste Erkenntnis bei den nicht-täglichen Publikationen dürfte sein, dass der Markt für Sonntagspublikationen trotz den hinzugekommenen Blättern noch nicht ausgeschöpft scheint. Zulegen konnten zudem die Finanztitel, allerdings auf Kosten des Mitte letzten Jahres eingestellten Cash.
Redaktion
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1. Oktober 2008
Am Mittwoch hat die Wemf AG für Werbemedienforschung die jährlich eruierten Auflagezahlen der Schweizer Presseerzeugnisse publiziert. Sie gelten für den Zeitraum zwischen dem 1. Juli 2007 und dem 30. Juni 2008 und basieren auf dem Prinzip der Selbstdeklaration. Das vielleicht auffälligste Ergebnis sind die Bewegungen im Markt der Sonntagszeitungen. Obwohl mehr Sonntagszeitungen und Sonntagsausgaben von Tageszeitungen auf den Markt drängen, verlor unter den bisherigen Sonntagsblättern nur der Sonntagsblick an Auflage. Der Markt scheint also noch nicht ausgereizt zu sein. Die NZZ am Sonntag konnte ihre Auflage um 4000 Exemplare von 122’072 auf 126’371 steigern. Die Sonntagszeitung blieb mit 202’141 gegenüber 202’222 Exemplaren im Vorjahr ungefähr gleich. Der Sonntag aus dem Hause Wanner stieg mit einer provisorischen Auflage von 190’107 Exemplaren in den Markt ein. Einbussen musste erneut der Sonntagsblick hinnehmen, dessen Auflage von 265’478 auf 262’188 Exemplare allerdings weniger stark zurückging als noch vor Jahresfrist. Grösser ist der Verlust bei Le Matin Dimanche. Das Westschweizer Blatt verlor mehr als 8000 Exemplare und kommt jetzt auf 202’030. Den Bereich Spezialpresse führen die dreisprachigen Publikationen der beiden Grossverteiler Coop und Migros an. Wie schon letztes Jahr, aber nicht mehr so ausgeprägt, konnte die Coop-Presse um 26’000 Exemplare zulegen, während beim Migros- Magazin die Auflage um 24’000 sank. Um 17’000 Exemplare zurück ging auch die Auflage der TCS-Zeitung Touring. Im Bereich Publikumspresse gehören die Schweizer Illustrierte und Tele mit Einbussen von je rund 16’000 Exemplaren zu den Verliererinnen. Die Schweizer Familie konnte um rund 3000 Exemplare zulegen. Die Auflage des Beobachter, der Glückspost, der Weltwoche und der WoZ blieben ungefähr gleich. Die Finanzpublikationen konnten allesamt zulegen. Am stärksten stieg die Auflage der Handelszeitung und zwar von 30’861 auf 45’190 Exemplare. Die neuste Zahl ist laut Wemf-Angaben jedoch provisorisch. Hintergrund für die Auflagensteigerung war die Einstellung der Wirtschaftszeitung Cash Mitte 2007. Rund 27’000 der ingesamt 43’000 Cash-Abonnenten abonnierten neu die Handelszeitung, etwa 5000 entschieden sich für die Bilanz, 2000 für das Anlegermagazin Stocks. Nur kleine Veränderungen im Bereich von wenigen 100 Exemplaren ergaben sich bei den Spitzenreitern im Bereich Fachpresse. Die Bauern-Zeitung, die leicht verlor und der Schweizer Bauer, der im selben Masse leicht zulegte, gleichen ihre Auflage immer mehr an.
Weniger ist mehr
René Wornis Unbehagen mit der Werbung.
Redaktion
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1. Oktober 2008
Werbung ist gut. Punkt. Dabei meine ich nicht die Inhalte der Werbung, sondern die Tatsache, dass selbige überhaupt die Existenz von Medien ermöglicht. In der postparadigmatischen Ära der Gratisinhalte will auch niemand mehr etwas anderes denken. Doch Hand aufs Herz: Die Flut ist enorm. Sie wird gross und grösser und wächst mit jedem neuen Medienangebot weiter. Im Internet, dem Hoffnungsträger der eifrig investierenden Medienbranche, die nach erlösenden und erlösbringenden Geschäftsmodellen sucht, blinkt sie Flash-animiert und kontrastiert mit den Textspalten. Und mir kommt vor, diese würden jedesmal weniger. Manchmal gebärdet sich der Bildschirm wie ein Stroboskopblitz. Werbung kontaminiert ohnehin jeden Lebensbereich, und zu jedem fällt einem ein unpassender Werbespruch ein, der in einem absterbenden Hirnlappen manchmal ganze Jahrzehnte schon überlebt hat: Mänhätten eifach gärn oder De Oli wetti än Atari (oder ähnlich) oder Wär hätts erfunde läbt gsünser undsofortblabla. Werbung ist nicht einfach gut per se. Drauf gebracht hat mich nicht bloss ketzerisches Unbehagen, sondern ein Kollege, der sich mitten im daily Business als militanter Gegner von Werbeplakaten outete. Einer, den die satten Plakatwände magnetisieren wie einst die Betonlandschaften den Sprayer von Zürich, Harald Nägeli. Drauf gebracht haben mich auch die Stadtväter von São Paulo, die in ihrer Metropole Werbung in der Öffentlichkeit untersagten und so ihre Bedeutung – ob gewollt oder nicht – ins rechte Licht rückten. Die Flut, in der sich die Botschaften gegenseitig neutralisieren, ist kontraproduktiv und kann unerträglich sein. Weniger wäre eindeutig mehr, ein Mehr an Wirkung.
Heusser.biz gestaltet eigene Marke neu
Das Unternehmen Heusser.biz hat einen neuen Namen, und einen neuen Webauftritt, wie in einem Pressecommuniqué vom Dienstag mitgeteilt wurde. Die neue Marke wurde umbenannt in Heusser Communicates.
Redaktion
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1. Oktober 2008
Das Unternehmen Heusser.biz hat einen neuen Namen, und einen neuen Webauftritt, wie in einem Pressecommuniqué vom Dienstag mitgeteilt wurde. Die neue Marke wurde umbenannt in Heusser Communicates. Hinter dem neuen Auftritt stehe auch die Ausrichtung auf eine konsequente Markenführung, so die Agentur in einer Mitteilung. Das Unternehmen zählt neben der SRG und Nestlé Suisse, die Privatklinikgruppe Hirslanden und die UBS zu ihren Kunden.