Die Wemf-Inseratestatistik zeigt einen schlechten Monat für die Schweizer Presse. Im September 2008 sind die Inserateeinnahmen gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,6 Prozent auf 172,6 Millionen Franken eingebrochen. Dies ist der zweitstärkste Rückgang dieses Jahres nach dem Monat Juni, in dem die Einnahmen um rund 15,1 Prozent abnahmen. Der Vergleich mit dem Gesamt-Werbedruck im September, der gegenüber dem Vorjahresmonat um nur 2,1 Prozent nachgelassen hat, zeigt, dass die Presse von den sinkenden Werbeausgaben überproportional hart getroffen wird.
Die grössten Verluste verzeichneten die Einnahmen bei den Stellenanzeigen. Diese gingen um 20,8 Prozent auf 21,9 Millionen Franken zurück. Die Liegeschaftenanzeigen verzeichneten ein Minus von 15,5 Prozent auf 7,1 Millionen Franken, wie die Wemf AG für Werbemedienforschung mitteilte. Etwas geringer war der Einbruch bei der wichtigsten Inseratengattung, den kommerziellen und übrigen Anzeigen. Dort sanken die Einnahmen um 12,1 Prozent auf 132,3 Millionen Franken. Auch die Einnahmen der Prospektbeilagen verzeichneten ein Minus von 14,5 Prozent und sanken auf 11,2 Millionen Franken.
Die Tagespresse, die wichtigsten Mediengattung, nahm 17,9 Prozent weniger mit Inseraten ein als im September des Vorjahres. Auch die Regionale Wochenpresse, die Sonntagspresse, die Finanz- und Wirtschaftspresse sowie die Publikumspresse verzeichneten ein Minus. Zulegen konnte im Jahresvergleich lediglich die Spezialpresse mit 8,9 Prozent sowie die Fachpresse mit 4,3 Prozent.