Balsi gewinnt Krebsliga-Pitch

Die Berner Agentur Balsi konnte den Pitch der Krebsliga Schweiz für sich entscheiden und wird für das Präventionsprogramm «Hautkrebs» einen TV- und Kinospot realisieren.

Die Berner Agentur Balsi konnte den Pitch der Krebsliga Schweiz für sich entscheiden und wird für das Präventionsprogramm «Hautkrebs» einen TV- und Kinospot realisieren. Dieser soll gemäss Mitteilung vom Donnerstag für das Thema Sonnenbrand sensibilsieren, auf das Risiko irreparabler Folgeschäden aufmerksam machen und an die Eigenverantwortung appellieren. Zum Einsatz kommen wird der Spot in den Jahren 2009 bis 2011.
Verantwortlich bei Krebsliga Schweiz: Ruth Barbezat, Nathalie Gerber. Verantwortlich bei Balsi, Agentur für vernetzte Kommunikation Bern: Christoph Balsiger (CD), Fabia Dellsperger (AD), Martina Tschan (Beratung), Sarah Pietrasanta (Buch/Konzept), Tob Traber, Traberfilm, Bern (Regie, Konzept).

Zu guter Letzt: Von Menschen, die zu viel Zeit haben

Heutzutage liest niemand mehr die Zeitung, heutzutage liest niemand mehr ein Buch. Der Grund ist ganz banal: Dieses hektische Leben lässt uns keine Zeit mehr für solche Dinge.

Heutzutage liest niemand mehr die Zeitung, heutzutage liest niemand mehr ein Buch. Der Grund ist ganz banal: Dieses hektische Leben lässt uns keine Zeit mehr für solche Dinge. Das moderne Leben verläuft in einem höheren Tempo. Information muss schnell gehen. Rasch eine Pendlerzeitung durchblättern, ein paar Blogs konsultieren, ein Sandwich reindrücken und weiter geht’s mit der Arbeit. Urlaub? Wozu! Abendessen? Aus der Mikrowelle! Schlafen? Wenn wir tot sind! – Dass dies allerdings nur oberflächlich der Geist der neuen Zeit ist, sieht man immer wieder, wenn man mit dem Mittagessen auf den Knien durchs Internet surft. Zum Beispiel durch die Welt der bewegten Bilder auf Youtube: Kaum hat irgendein Künstler ein neues Musikvideo veröffentlicht, eine peinliche Ansprache gehalten oder vor laufender Kamera einen Pfirsichkern verschluckt, haben auch schon hunderttausend User ihre eigene Version des Geschehnisses aufs Netz gestellt oder mit verstellter Stimme eine neue Audiospur aufgenommen. Manche dieser Ulknummern sind ganz lustig. Zum Beispiel die neuen Versionen der Musikclip-Klassiker von A-HA und den Tears For Fears, in denen per Gesang die Handlung kommentiert wird (Link siehe unten). Es gibt sie also doch noch, die Menschen, die zu viel Zeit haben.

Basler Zeitung Medien mit geschrumpftem Gewinn

Das Unternehmen Basler Zeitung Medien hat 2007/08 zwar mehr Umsatz gemacht, aber weniger verdient. Der Umsatz der Gruppe legte um 0,6 Prozent auf 281,6 Millionen Franken zu. Gleichzeitig sank jedoch der Gewinn um 13,6 Prozent auf 7 Millionen Franken.

Das Unternehmen Basler Zeitung Medien hat 2007/08 zwar mehr Umsatz gemacht, aber weniger verdient. Der Umsatz der Gruppe legte um 0,6 Prozent auf 281,6 Millionen Franken zu. Gleichzeitig sank jedoch der Gewinn um 13,6 Prozent auf 7 Millionen Franken, wie die Balser Zeitung in ihrer Donnerstagsausgabe schreibt.
Das Stammhaus Basler Zeitung musste eine Umsatzeinbusse von 7,7 Prozent auf 127 Millionen Franken hinnehmen, das eigene Gratisblatt Baslerstab eine Abnahme um 12,3 Prozent auf 20,6 Millionen Franken. Zugelegt haben die zur BZM gehörenden Druckereien: Birkhäuser+GBC um 2,8 Prozent auf 72,7 Millionen Fr, und Spezialprodukte um Birkhäuser+3,7 Prozent auf 39,7 Millionen Franken.
Grund für die gesunkenen Erträge seien schlechtere konjunkturelle Rahmenbedingungen. Im Vorjahr hatte die BZM noch einen Gewinnsprung von 4,3 auf 8,1 Millionen Franken vermeldet, das beste Ergebnis seit über zehn Jahren. Als gewinnschmälernde Faktoren werden auch Investitionen in gemeinsame Projekte mit Tamedia und Berner Zeitung genannt. Dabei namentlich die Gratis-Pendlerzeitung News und das neue Online-Netzwerk. Vertragsänderungen hätten das BaZ- Druckzentrum zudem Umsätze gekostet.
Herausragendstes Ereignis im abgelaufenen Geschäftsjahr sei die Übernahme des gesamten Anzeigengeschäfts gewesen, teilt die BZM weiter mit. Vorher war dafür die Publicitas zuständig gewesen. «Bereits jetzt kann festgestellt werden, dass sich die Neuorganisation dieses Kerngeschäfts auf Anhieb bewährt hat.» Die beiden zu diesem Zweck gegründeten Tochterfirmen BZM Werbe AG sowie das Vermittlungs- und Beratungsunternehmen KM Key Media AG hätten sich mit ihren Dienstleistungen im Anzeigenmarkt bereits erfolgreich etabliert, schreibt die BZM, ohne Zahlen zu nennen.
Per Ende Juni 2008 waren im Stammhaus Basler Zeitung sowie in den vierzehn Tochterfirmen berechnet auf Vollstellen insgesamt 1283 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 1748,4). Der markante Rückgang ist in der Übernahme der Distributionsorganisation Prevag durch die Schweizerische Post begründet, welche das gesamte Verteilpersonal übernahm.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnen die Basler Zeitung Medien trotz unsicherer Wirtschaftslage mit einem weiterhin positiven Resultat. BZM-Chef Beat Meyer erwartet indes im BaZ-Interview schmelzende Umsätze und höhere Produktionskosten. Massnahmen würden derzeit noch evaluiert, wobei er auch einen Stellenbau als Möglichkeit offen lässt.

Mitlinks verpasst Haldengut neuen Internetauftritt

Die Zürcher Webagentur Mitlinks hat für das Brauereiunternehmen Haldengut einen neuen Onlineauftritt realisiert.

Die Zürcher Webagentur Mitlinks hat dem Brauereiunternehmen Haldengut einen neuen Onlineauftritt verpasst. Das aktuelle Design sei übersichtlich und benutzerfreundlich, heisst es in einer Mitteilung der Agentur. Neu sind auf der Website auch Porträts der Landwirte zu sehen, die für Haldengut Braugerste kultivieren. Die Umsetzung erfolgte in dynamischen HTML.
Verantwortlich bei Haldengut: Philipp Häseli (Projektleitung). Verantwortlich bei Mitlinks: Lorenzo Mutti (CD, Projektleitung und Konzeption), Watezz Bleuler (Desing).
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SF-Dokumentarfilmer gewinnt Zürcher Fernsehpreis

Der Dokumentarfilmer Pino Aschwanden hat von der Radio- und Fernsehstiftung den Zürcher Fernsehpreis 2008 erhalten. Er arbeitet seit 1977 für das Schweizer Fernsehen.

Der Dokumentarfilmer Pino Aschwanden hat von der Radio- und Fernsehstiftung den Zürcher Fernsehpreis 2008 erhalten. Er arbeitet seit 1977 für das Schweizer Fernsehen.
Aschwanden war als Redaktor, Produzent und Autor in verschiedenen Redaktionen tätig. Unter Anderem produzierte er zahlreiche Filme für die Dok- und Reporter-Redaktion.

Kopf der Woche: Die Allrounderin

Ingrid Notter ist seit September Unit Director bei TBWA und baut gemeinsam mit CEO Andy Hostettler die neu lancierte PR-Abteilung auf.

«Ich bin eine extreme Netzwerkerin. Ein optimistischer Mensch mit ausgeprägtem Selbstvertrauen und einem hohen Mass an Eigeninitiative», ist Ingrid Notter überzeugt. «Entscheidungen und Risiken gehe ich nicht aus dem Weg. Ich kann mir Ziele selbst definieren und erreichen, viel leisten, Stress positiv erleben, gut planen und organisieren und mich voll und ganz engagieren», steht auch noch im Profil der neuen Leiterin der PR-Unit bei TBWA.
Bei all ihren Erfolgen und Qualifikationen hätten deshalb schon ein paar Freunde «ziemlich gestaunt», dass sie nach fünf Jahren Selbstständigkeit mit IN Communication wieder als Angestellte in eine Agentur wechselt. Mit dem Einbringen ihrer Talente und Beziehungen unter das Dach einer «führenden Agentur mit Ambitionen» sieht Ingrid Notter allerdings ihr selbstständiges Wesen und Wirken noch lange nicht gezähmt. «Als Andy Hostettler mir die Stelle als Unit Director angeboten hat, wusste er genau, auf was er sich da einlassen wird. Ich werde genauso wie früher arbeiten. Jetzt aber mit dem Power einer bestens organisierten Agentur im Rücken», erklärt Notter.
Im Rahmen der TBWA-Strategie mit Disruption und Media Arts gewinnt die Inszenierung von Marken auf unklassischen Wegen immer mehr an Bedeutung. Und gerade in diesem Zusammenhang wird es immer wichtiger, dass auch PR und Events aus einer Hand kommen. Die TBWA komplettiert somit ihr Kommunikationsangebot. Ingrid Notter mit ihrer vielschichtigen Erfahrung sieht dabei die Chance, bei all diesen Umsetzungen als eine ideale Partnerin in einem grossen Team zu wirken. «Ich will Aufgaben übernehmen, die meine Kenntnisse fordern, die Handlungsspielraum und Entwicklungschancen bieten.»
Ingrid Notter ist über den Beruf der Drogistin in die Medienbranche eingestiegen. «Beraten im Laden bedeutet täglich unzählige Kontakte und Kommunikation mit Kunden», weiss sie. Den entscheidenden Impuls Richtung PR hat sich aber über die Orte ihrer verschiedenen Jobs ergeben. Bei einer Saisonstelle in Arosa hat die Drogistin ein paar Kanadier näher kennengelernt. Bei einem späteren Einsatz in der Apotheke des Zürcher Flughafens musste sie «täglich die abfliegenden Leute bedienen». Da packte 1985 auch Notter das Reisefieber. Wieso nicht die Freunde in Kanada mit einem Besuch überraschen? Und wie der Zufall es wollte, hörte sie in Vancouver, dass hier im nächsten Jahr die Weltausstellung stattfindet. Notter witterte ihre Chance und bewarb sich für eine Stelle als Hostess. Sie hat den Job umgehend bekommen, nachdem sie der Leiterin des Schweizer Pavillons noch vor Ort und innert zwei Tagen eine Wohnung in nächster Nähe zur Ausstellung organisieren konnte. Bei der Weltausstellung hat sie auch ihr weiteres Talent für einen Beruf in den Bereichen Events und Kommunikation entdeckt. So schnell wie es angefangen hat, ging es nach der Rückkehr in die Schweiz allerdings nicht weiter.
Notter jobbte für verschiedene temporäre Projekte, reiste dazwischen noch einmal für längere Zeit nach Schweden und machte «nebenbei» das Wirtepatent, nachdem sie in Wohlen auch in dieser Branche die nötigen Erfahrungen sammeln konnte. «Ich war eine gute Gastgeberin und hätte mir auch einen Weg in diese Richtung vorstellen können.» Eine noch idealere Kombination hat sich ihr dann aber bei Unisys eröffnet. Dort suchte man eine Supervisorin für das Kunden-Center. «Ich hatte zwar noch wenig Ahnung von Computern. Dafür war meine Kombination von Gastronomie und Ausstellung gefragt», erinnert sich Notter. Das Kunden-Center hatte viel mit Imagepflege und dem Aufbau von Kontakten zu tun. Drei Jahre lang betreute und organisierte Notter «als Gastgeberin» verschiedene Events, Seminarangebote und auch externe Messen. Das Kunden-Center war der Marketing-Abteilung angegliedert. Um dort richtig mitreden zu können, machte Notter nebenbei auch noch die Ausbildung zum Marketing-Planer. Später kam ebenso ein Diplom als PR-Assistentin dazu.
«Ich realisierte immer mehr, dass die verschiedenen Facetten der Öffentlichkeitsarbeit mich noch mehr faszinierten als das reine Marketing», erklärt Notter. Sie wechselte zu Public Image als PR-Assistentin und betreute dort zum Beispiel Kundenmandate wie Rhäzünser. Auch bei weiteren Stationen als PR-Assistentin ist Notter ihre Aufgaben immer viel breiter als nur mit klassischer PR angegangen. Diese Vielseitigkeit öffnete ihr schliesslich 1998 die Tür zu Interact Consulting. In dieser Computer-Firma wirkte Notter als PR-, Werbe- und Marketing-Verantwortliche in der erweiterten Geschäftsleitung mit. Ein wichtiges Projekt war die Betreuung der Volkszählung 2000. Für dieses Vorhaben hat Interact Consulting nicht nur die Technologie geliefert. Notter durfte auch eine Wanderausstellung zum Thema gestalten. «Man realisierte, dass man eine Volkszählung nicht mehr nur politisch kommunizieren kann. Man muss auch motivieren und dazu braucht es Emotionen und Geschichten.»
Da der Geschäftsführer von Interact Consulting auch ihr Lebenspartner wurde, wollte sich Notter neu orientieren, als es später zur Trennung kam. Das war
allerdings kein idealer Zeitpunkt für einen Wechsel. «In der Krise von 2001 haben sich 300 und mehr Leute für eine offene Stelle im Bereich PR beworben.» Aber auch das entpuppt sich im Rückblick als Glücksfall. «Wieso nicht selbstständig?», sagte Andy Hostettler und bot ihr «Büro-Asyl» in den Räumen von JWT+H+F. Sie gründete IN Communication – und das war der Beginn einer bis heute anhaltenden Zusammenarbeit. «Andy wurde für mich zum Mentor. Er prügelte mich zum Erfolg», verrät Notter.
Der erste langjährige Kunde bei IN Communication wurde Giusep Fry mit seinem Uto Kulm. Weil Notter auf dem Üetliberg schon früher einen «Herbstball» erfolgreich mitorganisiert hatte, wollte Fry den Event zu einem regelmässigen Angebot machen. Dann kam das «Kino am Berg» dazu. IN Communication glättete im ersten Jahr die politischen Wogen für dieses Projekt. In der zweiten Saison folgten auch die Sponsoring-Suche, die Werbung und die Programmgestaltung. «Das Mandat für Uto Kulm war immer mehr als nur klassische PR. Ich konnte Ideen einbringen und meine Beziehungen spielen lassen», umschreibt Ingrid Notter die breite Fächerung ihrer Unternehmenskommunikation.
Die Erfahrungen aus ihrer Selbstständigkeit kann Ingrid Notter schliesslich auch heute noch in ihre Arbeit für die Fachstelle für Selbstständigkeit einbringen. Hier bietet sie Einzelberatungen für Jungunternehmer an. Eingebracht in die «Heirat» mit TBWA hat Notter auch das Sekretariat für die Stiftung für Erziehung zur Toleranz, die Organisation und Medienarbeit für die Skulpturart, die 0815-Bars sowie die Medienstelle für die Zürcher Tangowoche. Die Leidenschaft für argentinischen Tango ist schliesslich auch das wichtigste Hobby, bei dem Ingrid Notter «aktiv und regelmässig» ihre liebste Entspannung findet.
Andreas Panzeri
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Attraktive Referenzen sind Notters Kundenveranstaltungen für Interoil E&P Switzerland oder die «Art & Architecture» für SPG Intercity in Zürich. Regelmässige Kunden waren auch Unilever oder diverse Organi-sationen aus dem Bereich Kunst und Gastronomie.

Cash haben bringt mehr als nur Geld

Cash setzt konsequent auf die Strategie «One Brand all Media». Die Y&R-Gruppe integriert dazu die Dachkampagne.

Die Y&R-Gruppe hat den Pitch für das neu lancierte Cash vor allem mit ihrer Strategie gewonnen. Cash setzt als erster Medienanbieter der Schweiz jetzt konsequent auf «One Brand all Media». Für den Leser bietet dieser zukunftsweisende Ansatz ein auf den jeweiligen Kanal massgeschneidertes Angebot von Wirtschafts- und Finanzinformationen. Mit einem durchgehend überarbeiteten Auftritt in Print, Online, Mobile und TV soll dieser Benefit der Zielgruppe in Zukunft nachhaltig kommuniziert werden. Dazu hat Advico in einem Workshop zuerst ein neues Logo entwickelt. Die moderne Schrift musste für die Agentur den Spagat im Einsatz zwischen digitalen Medien und der täglichen Zeitung möglich machen. Das Rot ist ein bisschen dunkler geworden, das Logo grundsätzlich kleiner und die Auf- und Abstriche wurden bewusst aus dem Winkel genommen. «Das wirkt emotionaler», meint Markus Gut und verweist mit Schmunzeln auf den antroposophischen Weleda-Schriftzug. Um die nötige Eleganz zum Beispiel in die Anzeigen zu bringen, ist das frühere Gelb einem noblen Silber gewichen.
Die jetzt anlaufende Printkampagne zeigt mit plakativen Argumenten den Nutzen für Leute, die sich bei Cash informieren. Interessante News sind Standard und werden von vielen Medien geliefert. Cash setzt sich aber dafür ein, dass seine Leser, Zuschauer oder User dank Informationen noch mehr Erfolg haben. Das Versprechen heisst: Wer Cash liest, erreicht seine Ziele viel schneller. Berechnet wurden die Beispiele mit echten Stundenansätzen von Kadermitarbeitern.
Die Y&R-Gruppe hat auch für Cash.ch eine ganz neue Page gestaltet. Diese wird Mitte November aufgeschaltet. In sechs Workshops mit Leuten von Marketing, Technik und Redaktion ist ein neuer Look, eine neue Struktur und eine neue Vernetzung entwickelt worden. Man darf sich auf Banner mit animierten Börsenkursen freuen oder auch Banner mit Video.
Andreas Panzeri
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Einigung zwischen der SRG und ihren Mitarbeitern: Neuer GAV steht

Die SRG und das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) haben sich auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag geeinigt. Für die Mitarbeitenden der SRG gilt künftig die Jahresarbeitszeit.

Die SRG und das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) haben sich auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag geeinigt. Für die Mitarbeitenden der SRG gilt künftig die Jahresarbeitszeit.
Die Verhandlungen über den neuen GAV dauerten rund anderthalb Jahre. Ende letzten Jahres stockten die Gespräche, da sich die Parteien in Punkto Jahresarbeitszeit nicht einigen konnten. Im gegenseitigen Einverständnis wurde damals der alte Vertrag um ein Jahr verlängert und die Verhandlungen wurden weitergeführt.
Wie die SRG am Mittwoch mitteilte, haben die Sozialpartner nun gemeinsame Lösungen erarbeitet. Laut SSM-Zentralsekretär Stephan Ruppen wurde etwa festgeschrieben, dass Minuszeiten nicht übertragen werden. Wenn also die SRG einen Mitarbeiter weniger als die vorgesehene Arbeitszeit einsetzt, gehen die Ende Jahr zu wenig geleiteten Stunden zu Lasten der SRG, erklärte Ruppen auf Anfrage der SDA. Der neue GAV tritt am 1. Januar 2009 in Kraft und gilt für vier Jahre. Ihm unterstellt sind rund 5’000 Mitarbeitende.

Greenpaper.ch lanciert

Der Papierhändler Antalis bewertet auf einer neuen Website die Umweltverträglichkeit seiner Produkte.

Eine neue Website soll nachhaltige Klarheit in den Karton- und Papierwald bringen: Auf Greenpaper.ch präsentiert der Schweizer Papierhändler Antalis eine Übersicht über die Umweltverträglichkeit verschiedener Papier- und Kartonproduktionen. Kernstück des Auftritts ist «Das grüne Sortiment», wo die FSC- und Recyclingpapiere aus dem Antalis-Sortiment eingesehen werden können.
Weshalb die im einzelnen aufgeführten Papiere umweltfreundlich sind, lässt sich mit einem einfachen Mausklick über das «Green Fact Sheet» erfahren. Darin finden sich zahlreiche Angaben zu Produzent, Herkunftsland, den verschiedenen Zertifizierungen sowie der Papierzusammensetzung. Die technischen Datenblätter zu den einzelnen Papieren – sie enthalten beispielsweise Angaben zur Opazität – runden die ökologische Sortimentsbibliothek ab.
Ein weiterer Service der Site ist eine Suchfunktion, mit der nach Produktionsbetrieben, die ökologische Voraussetzungen erfüllen, sowie nach FSC-zertifizierten und klimaneutralen Druckereien gesucht werden kann. Ebenfalls geboten wird eine Übersicht über die verschiedenen Öko-Labels der Papierbranche wie PEFC oder Nordischer Schwan.
In Greenpaper.ch will Antalis ihre bisherige Nachhaltigkeitspolitik fortsetzen. Im eigenen Betrieb wurde beispielsweise die Position eines Umweltverantwortlichen geschaffen. Im Bereich der «grünen» Papiere bezeichnet sich Antalis in der Schweiz als marktführend. (Red.)
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Visuell voll und ganz auf Natur eingestellt – die Website Greenpaper.ch von Antalis.

Gewinnrückgang um 64 Prozent: Yahoo baut 1’400 Stellen ab

Im dritten Quartal fiel der Überschuss bei Yahoo um 64 Prozent auf 54 Millionen Dollar. Nach dem Gewinneinbruch streicht der Internet-Konzern mindestens 10 Prozent seiner Stellen. Mehr als 1'400 Mitarbeiter sind davon betroffen.

Im dritten Quartal fiel der Überschuss bei Yahoo um 64 Prozent auf 54 Millionen Dollar. Nach dem Gewinneinbruch streicht der Internet-Konzern mindestens 10 Prozent seiner Stellen. Mehr als 1’400 Mitarbeiter sind davon betroffen.
Yahoo hatte vor einigen Monaten ein Übernahmeangebot von Microsoft ausgeschlagen. Seither steht der Konzern stark unter Druck, hochrangige Manager verliessen das Unternehmen und der Aktienkurs sank um über 50 Prozent.

Top der Woche: Ein Topprofi für Star TV

Es bewegt sich etwas beim ersten nationalen Privatsender der Schweiz. Nachdem in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Sportfernsehen (SSF) etabliert werden konnte und das Programmangebot laufend ergänzt und ausgebaut wurde, gibt sich Star TV nun eine neue Organisationsstruktur.

Es bewegt sich etwas beim ersten nationalen Privatsender der Schweiz. Nachdem in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Sportfernsehen (SSF) etabliert werden konnte und das Programmangebot laufend ergänzt und ausgebaut wurde, gibt sich Star TV nun eine neue Organisationsstruktur. Per 1. Februar 2009 wird die Stelle eines Chief Operating Officer geschaffen, welcher als Ergänzung zu Inhaber und CEO Paul Grau die Bereiche Verkauf und Kommunikation verstärken soll. Für die neue Funktion konnte Jean-Claude Bruhin verpflichtet werden, welcher während der letzten zehn Jahre bei Cinecom tätig war. CEO und Inhaber Paul Grau begründet diesen Schritt mit dem Wunsch nach einer verstärkten Marktpräsenz. «Wir haben unser Angebot kontinuierlich verbessert und produzieren heute unter den Labels Multimedia, Lifestyle, Kino und Entertainment eine Vielzahl von Sendungen. Diese Inhalte wollen wir noch besser kommunizieren und vermarkten. Zudem haben wir interessante Ideen im Aufbau, mit welchen wir im Jahr 2009 die Zuschauer und Werbeauftraggeber überraschen werden.» Dazu Bruhin: «Star TV steht für innovatives Schweizer Privatfernsehen mit einem eindrücklichen Anteil an Eigenleistungen, hoher Fachkompetenz und einzigartigen, zielgruppenspezifischen Inhalten. Ich bin überzeugt, dass Star TV sein Potenzial im Markt noch nicht voll ausgeschöpft hat. Meine Kenntnisse aus TV und Kino kann ich hier optimal anwenden, dies macht die neue Herausforderung doppelt attraktiv.»

Eigenregie färbt auf die Bilanz ab

Seit Anfang Jahr vermarktet sich Basler Zeitung Medien selbst. Das hinterliess im Geschäftsjahr 2007/08 Spuren.

Basler Zeitung Medien (BZM), die ihr Geschäftsjahr jeweils Mitte Jahr abschliessen, haben noch im Juni ihre Frühzustellfirma Prevag an die Post verkauft. Deshalb ist der erwirtschaftete Prevag-Umsatz (bisher gut 11 Millionen Franken jährlich) nicht mehr in der BZM-Jahresrechnung enthalten, dafür aber der Erlös, der aus dem Verkauf resultierte. Es ist denn vor allem diesem Verkauf zu verdanken, dass der BZM-Gruppen-Umsatz im Geschäftsjahr 2007/08 leicht um 0,6 Prozent auf 281,6 Millionen Franken anwuchs. Der Reingewinn reduzierte sich dagegen um 13,6 Prozent auf 7 Millionen Franken, dies wegen des erhöhten Investitionsbedarfs: Die BZM investierten insgesamt 7,8 Millionen Franken im Druckbereich sowie in Hard- und Software, 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Darin noch nicht enthalten sind weitere Investitionen in ungenannter Höhe für die im Dezember 2007 gestartete Gratiszeitung News sowie für das im August 2008 lancierte Online-Portal Newsnetz. Beide Projekte gleisten BZM zusammen mit Tamedia auf.
Von den Geschäftsbereichen, zu denen die BZM Zahlen ausweisen, konnten einzig die beiden Birkhäuser-Druckereibetriebe (Akzidenz- und Spezialdruck) Mehrumsätze ausweisen. Das Stammhaus mit Basler Zeitung und Zeitungsdruck sowie die Gratiszeitung Baslerstab verzeichneten dagegen je einen deutlichen Umsatzrückgang. Beim Baslerstab ist die Situation besonders ernst, hat er seit 2004/05 rund ein Viertel seiner Einnahmen verloren. Wurde die Eigenregie, die die BZM per 2008 einführte, unterschätzt? BZM-CEO Beat Meyer winkt ab. Zwar liege der Baslerstab tatsächlich unter Budget, was aber nichts mit der Eigenregie zu tun habe. «Der fünfmal wöchentlich erscheinende Baslerstab steht zu 20 Minuten, News und .ch in einem besonders starken Konkurrenzverhältnis, und auch das neue Online-Portal hat eine kannibalisierende Wirkung», sagt Meyer. Ferner sei die zweijährige P-Regie «nicht besonders effizient gewesen». Es seien zahlreiche Kontakte zu lokalen Kunden verlorengegangen, die nun wieder aufgebaut werden müssten, sagt Meyer. Um die Umsatzprobleme in den Griff zu bekommen, prüfe man beim Baslerstab gegenwärtig diverse Massnahmen. Das Blatt mit starkem Hang zum Boulevard war erst im Frühjahr mit einem Neukonzept ausgestattet worden.
Etwas anders sieht die Situation beim Stammhaus aus: Der Inseratenertrag bei der BaZ war gemäss Meyer im ersten Semester 2008, also seit Beginn der Eigenregie, höher als in derselben Periode des Vorjahres und in P-Regie. Doch um per 2008 in Eigenregie starten zu können, habe man schon über Monate parallel zur P-Regie eine eigene Crew aufgebaut, weshalb in dieser Zeit doppelte Kosten angefallen seien. «Unsere Leute begannen damals schon mit der Marktbearbeitung, wir mussten aber für Inserate, die sie vor dem Jahreswechsel einbrachten, die P noch vertragsgemäss kommissionieren», erklärt Meyer. Das habe zu Umsatzeinbussen geführt. Ein weiterer Grund: Beim Zeitungsdruck habe ein Kunde einen wichtigen Druckauftrag reduziert.
Keine Daten zu den Werbefirmen
Keine Zahlen veröffentlichen die BZM zu Radio Basel 1 oder zu ihren vier Werbefirmen. Zu den bestehenden Töchtern Key Media und BZM Werbe AG hat die Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr gleich zwei neue Firmen gegründet, die BZM Online AG und die All Media AG, deren Zwecke sich teilweise zu überschneiden scheinen. Die BZM Online, die ursprünglich für die Werbeakquisition im Online-Bereich vorgesehen war, hat die Aufgabe an die BZM Werbe AG abgetreten, sagt Meyer. Neu sei sie nur für den Weiterausbau der BZM-Online-Aktivitäten zuständig, besonders sorge sie sich um die lokale Verankerung von Bazonline.ch in Dörfern und Quartieren. Bei der All Media AG, punkto Aktienkapital die grösste der vier Firmen, bleibt Meyer vage. Diese Firma sei nicht aktiv und werde es vielleicht auch nicht, sagt er, man habe sie vorsorglich gegründet, auch um den Namen All Media zu schützen. Doch weshalb? Gemäss Handelsregister existiert schweizweit bereits rund ein Dutzend anderer Firmen mit «Allmedia» oder «All Media» im Namen.
Markus Knöpfli
Angespanntes Verhältnis
Die finanziellen Differenzen, die Anfang Jahr noch zu Verstimmungen zwischen BZM und der PubliGroupe geführt hatten, sind gemäss Meyer weitgehend bereinigt. Die BZM hatten dem Werberiesen, der 37,5 Prozent der BZM-Aktien hält, vorgeworfen, er halte 2,5 Millionen Franken zurück. «Dieser Betrag ist nahezu bezahlt, in der aktuellen BZM-Bilanz spielt er keine Rolle mehr», sagt Meyer. Dennoch hat sich das Verhältnis zugespitzt. Neuerdings spreche man nur noch über die Anwälte miteinander, selbst im BZM-Verwaltungsrat, wo die P einen Sitz hat. Zu den Gründen will Meyer nichts sagen. (mk)
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