Der direkte Weg zur Sicherheit

Smile.direct versichert sich bei Ruf Lanz gegen austauschbare Versicherungswerbung.

Nach einem Pitch «unter drei namhaften Agenturen», wie sich Markus Ruf freut, hat Ruf Lanz den Zuschlag erhalten, Smile.direct «selbstbewusst als die faire Online-Versicherung zu positionieren». Das Unternehmen mit Sitz in Zürich-Wallisellen ist die Direktversicherung für Motorfahrzeuge und für den privaten Haushalt. Smile.direct ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Nationale Suisse und ist aus der früheren Coop-Versicherung hervorgegangen.
Als einzige Versicherung der Schweiz verfügt Smile.direct über eine «Fairness-Garantie». Das Leben ist nicht fair. «Da sollte es wenigstens die Versicherung sein», meinen die Werber. Konkret bedeutet diese Fairness-Garantie: kurze Vertrags- und Kündigungszeiten. Das Leben ändert sich schnell, zum Beispiel die Wohnverhältnisse im Konkubinat. Weiter gibt es bei dieser fairen Versicherung kein Kleingedrucktes, keine versteckten Gebühren, dafür günstige Prämien und Engagement für unternehmerische Nachhaltigkeit.
Wird die Versicherung via Netz abgeschlossen, gibt es 10 Prozent Rabatt auf die ganze Laufzeit. Bereits 60 Prozent der Kundinnen und Kunden schliessen online ab, 40 Prozent per Telefon.
«Mehr als nur ein Logo»
Das Ziel der ersten Kampagne: Smile.direct muss als Marke schnell und nachhaltig in die Köpfe der Leute. Vor ihrer Arbeit an Smile.direct pflasterten die Kreativen bei Ruf Lanz das ganze Sitzungszimmer mit Inseraten anderer Versicherer zu. Nach einer Analyse der Schweizer Versicherungswerbung kam Ruf Lanz dann zum Schluss: Die Bildwelten vieler Versicherer gleichen sich weitgehend, sind oft banal und austauschbar. Das sah die Agentur als Chance für Smile.direct, sich mit einem frischen Auftritt von den anderen Anbietern von Versicherungslösungen abzugrenzen und eigenständig zu positionieren. «Einen wirkungsvollen und prägnanten Marktauftritt suchen alle, denn eine starke Marke mit einer ebenso starken Markenstrategie verhilft zu einer vorteilhaften Position im dynamischen Direktversicherungsumfeld», sagt Claudia Staub, Leiterin Marketing und Kommunikation bei Smile.direct. «Wir wollen mit unserer Marke bewusst mehr sein als nur ein Logo.»
In den mit einem sympathischen «Smile» gestalteten Sujets zeigt Ruf Lanz auf der Suche nach einem neuen Ansatz nicht wie andere Versicherungen den Schaden, sondern die Situation kurz davor. Damit wird es dem Betrachter überlassen, sich den Schaden und sein Ausmass in den buntesten Farben auszumalen. Die ersten drei Sujets sind der Autoversicherung gewidmet. Drei putzmuntere Marder machen sich hungrig auf ins nächste Parkhaus. Modell für das witzige Bild sind echte Marder aus der Zucht eines Tiertrainers aus Österreich gestanden. Auf dem zweiten Sujet hat sich ein Schweizer Tourist in Pamplona ausgerechnet am gefährlichsten Tag des Jahres verfahren. Fotografiert mit viel Liebe zum Detail hat Arthur Mebius. Als kleiner Insider-Joke hat das Auto eine Aargauer Nummer. Das dritte Sujet darf noch nicht verraten werden, weil es demnächst aktuell rund um ein «heisses Ereignis» spielen wird.
Engagement für Fairness
Ein positives Image fördern und ein Zeichen setzen, unabhängig von dieser Kampagne, soll auch das Engagement der Versicherung mit dem jährlich verliehenen Fairness-Preis. Für ihre «unternehmerische Nachhaltigkeit» sind in diesem Jahr bereits Sherpa Outdoor und die Migros ausgezeichnet worden. Der Fairness-Preis wird auch 2009 wieder vergeben.
Die Sujets von Ruf Lanz erscheinen offline als Inserate mit einer Fusszeile, wo die Fairness-Garantie ausführlich erklärt wird. Um schnell ein grosses Publikum für die neue Marke zu interessieren, ist zu Beginn mit Doppelseiten in der Sonntagspresse gearbeitet worden. Online erscheinen die Sujets als animierte Banner mit direktem Link zu Smile.direct. Bereits in Planung sind zwei «passende» Guerilla-Aktionen, wie Markus Ruf verraten kann.
Andreas Panzeri
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Flop der Woche: Stop-Aids-Kampagne in der Kritik

Seit Jahren engagiert sich das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Kampf gegen Aids. Die Kampagnen sind meist sehr direkt und stossen immer wieder auf Kritik. So auch die jüngste Plakatserie, welche Paare zeigt, die in aussergewöhnlichen Situationen und in ungewohnter Umgebung Sex haben.

Seit Jahren engagiert sich das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Kampf gegen Aids. Die Kampagnen sind meist sehr direkt und stossen immer wieder auf Kritik. So auch die jüngste Plakatserie, welche Paare zeigt, die in aussergewöhnlichen Situationen und in ungewohnter Umgebung Sex haben. Die Kampagne «Love Live Stop Aids» hat zu mehreren Beschwerden vor der Lauterkeitskommission geführt. Vorgeworfen wird dem BAG, dass es sich um anstössige Sujets handle, welche die intimste Beziehung zwischen Menschen entwürdigt und zu einer mechanischen Aktivität reduziert. Andere zeigten sich empört und halten die Szenen für kinder- und familienfeindlich. Wieder andere sahen darin einen Aufruf zu öffentlichem Geschlechtsverkehr, was gegen Moral und Sitte verstosse. Die Lauterkeitskommission ist aber auf die Beschwerde nicht eingetreten, denn gemäss ihrem Geschäftsreglement hat sie nur die Aufgabe, kommerzielle Kommunikation auf ihre Lauterkeit zu prüfen. Pech für die Moralapostel.

Thomas Werder wird stellvertretender CEO von Burson-Marsteller Schweiz

Mitte November 2008 wird Thomas Werder bei Burson-Marsteller Schweiz die Leitung der Geschäftseinheit Corporate & Financial Communications und zusätzlich die Funktion des stellvertretenden Geschäftsführers übernehmen.

Mitte November 2008 wird Thomas Werder bei Burson-Marsteller Schweiz die Leitung der Geschäftseinheit Corporate & Financial Communications und zusätzlich die Funktion des stellvertretenden Geschäftsführers übernehmen. Zuvor war er Leiter Unternehmenskommunikation und Investorenbeziehungen der SIG-Gruppe und gleichzeitig Mitglied der erweiterten Konzernleitung.
Mit dem Zugang von Thomas Werder wolle man bewusst die Bereiche Finanz- und Kapitalmarktkommmunikation sowie das strategische Reputationsmanagement stärken, liess sich Geschäftsführer Roman Geiser zitieren. Der Geschäftsleitung gehören neben Thomas Werder auch Marie-Louise Baumann, Theo Zijdenbos (Public Affairs), Dr. Toula Stoffel (Healthcare), Martin Hofer (Media Relations & Training), Joanna Corsaro (Niederlassung Genf) sowie Roland Oberhauser (CFO) an.

Nachhaltiges Markenversprechen

Brüngger Bachmann begleitet die Verkaufsaktionen von Pro Juventute mit prominenten Testimonials.

Seit Beginn dieser Woche sind wieder rund 100’000 Schulkinder unterwegs, um für Pro Juventute die neuen Briefmarken zu verkaufen. Diese wurden von Kindern selber gestaltet. In mehreren Workshops mit dem Künstler Ted Scapa durften die Kids Zeichnungen zum Thema «Freundschaft» kreieren. Zusätzlich unterstützt wird die Aktion von einer Kampagne. In einer mehrstufigen Agenturauswahl hat Brüngger Bachmann Dialog den Etat für die Fundraising-Aktivitäten der Stiftung Pro Juventute gewonnen. Die Zürcher Dialogspezialisten unterstützen den Markenverkauf mit einer Plakatkampagne, auf der prominente Schweizerinnen und Schweizer als Kind gezeigt werden.
Die Auswahl der Promis erfolgte so, dass ein optimaler Mix aus unterschiedlichen Altersklassen in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Sport und Kunst entstanden ist und somit auf die verschiedenen Zielgruppen unterschiedlich wirkt. Natürlich spielen alle Persönlichkeiten gratis mit. Begleitet wird die nationale Plakatkampagne von unterschiedlichen Dialogmedien wie Mailings, Response-Flyer im ÖV-Netz und einer eigens erstellten Landing Page.
Vom Erlös fliessen 90 Prozent in lokale Projekte, dort, wo die Marken verkauft werden. Mit 10 Prozent werden nationale Ideen wie die Telefonberatung 147 oder www.147.ch unterstützt. Pro Juventute kann 2012 ihr 100-jähriges Bestehen feiern. Gegründet wurde das Hilfswerk zur Bekämpfung der Tuberkulose bei Jugendlichen. Später wurden Kindergärten, Jugendherbergen und eine Zeitlang das Kinderdorf Pestalozzi gefördert. Seit 1931 gibt es die SJW-Hefte, seit 1954 die Robinsonspielplätze und heute auch viele Ferienpass-Aktionen.
Andreas Panzeri
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Der Weg ist auch ein Teil des Ziels

Erdmannpeisker hat einen neuen Auftritt für die BLS realisiert und arbeitet an einer breit angelegten Kampagne.

Als Folge der Fusion der BLS Lötschbergbahn AG und der Regionalverkehr Mittelland AG wurde das CD der neuen BLS in Zusammenarbeit mit Erdmannpeisker überarbeitet. Einzig die Corporate Colours blieben bestehen. Im Design wurde ein möglichst prägnanter und offener Gestaltungsraster entwickelt, der in allen Medien für eine klare Wiedererkennung sorgt.
Die Messlatte im Markt ist hoch. Die SBB haben allein schon durch die hohe Penetration im Markt einen starken Auftritt. Um neben diesem bestehen zu können, musste nebst dem Design eine starke und prägnante Bildwelt entwickelt werden. Diese soll die Angebote der BLS «in eigenständiger und faszinierender Weise zeigen», wie es im Briefing für Erdmannpeisker gefordert wurde.
Sowohl die Positionierung der Dachmarke wie auch die Grundlagen des Corporate Designs finden Anwendung in der Markenkommunikation der BLS. «Deshalb wurden auch in der Werbung die Weichen neu gestellt», erklärt Mark Bachmann, Leiter Werbung Personenverkehr bei der BLS. Zusammen mit Erdmannpeisker entwickelt die BLS Kampagnen «mit klarem Fokus und starker Begehrlichkeit». Im Markt der SBB wird meist nur das begehrliche Ausflugsziel kommuniziert. Demgegenüber will die BLS ihre Kampagnen auch eng mit dem Thema «Bahnfahren» verbinden.
Wo in der Winterkampagne die Kampagnenmechanik mit symbolisierten Gleisen klar macht, dass ihre Kunden mit der BLS auf dem direktesten Weg zum Ausflugsziel kommen, kommuniziert die neue Sommerkampagne in der stilisierten Zugsinformation subtil die Vorteile einer Zugreise für einen gelungenen Ausflug. Die Möglichkeiten für unterwegs werden wie Zwischenhalte vor das Ausflugsziel gestellt.
Die BLS will entsprechend ihrer neuen Positionierung als hoch professionelles Bahnunternehmen mit grosser Kundennähe wahrgenommen werden. Dieses Ziel soll auch die Kommunikation entscheidend unterstützen.
Die neue BLS kann mit ihrem weiten Streckennetz zwischen Biel und Brig sowie Romont und Luzern eine bestens ausgebaute Infrastruktur anbieten. In den Peak-Zeiten werden am Morgen und am Abend unzählige Pendler schnell, bequem und zuverlässig an ihre Arbeitsorte transportiert. Was passiert aber mit dieser teuren Infrastruktur in den Zeiten zwischen Arbeitsbeginn und Feierabend? Hier will die BLS sich in Zukunft noch mehr als attraktive Bahn für den Tourismus profilieren.
Wer heute auf dem schnellsten Weg ins Wallis reisen will, kann die Route mit dem Neat-Basistunnel wählen. Dieser wird von den SBB betrieben. Wer lieber «den Weg zum Ziel» machen will, wählt die Bergstrecke. Die 1912 erbaute Lötschberglinie der BLS bietet eine Reihe von attraktiven Ausflugszielen. «Zugfahren und schöne Orte inszenieren» ist deshalb das Konzept der Sommerkampagne, wie CD Gabriel Peisker erklärt. Die Touristen – Familien, Pensionierte, Ausländer – wollen ihre Zeit ausfüllen und möglichst viel sehen. Die Bilderwelt dazu hat Peisker entsprechend mystifizierend inszeniert. Die Szenen sollen zum Träumen einladen wie Filme im Stil von «The Lord of the Rings». Im Winter ist das Hinkommen wichtiger. Wer in Skischuhen und dicken Pullovern reist, will möglichst schnell ans Ziel kommen. Deshalb visualisiert die Agentur dieses Angebot mit symbolisierten Geleisen, die direkt auf die Pisten führen.
Andreas Panzeri
Neben den SBB sollen in der Schweiz die beiden Privatbahnen Südostbahn SOB im Raum Zentralschweiz–Ostschweiz sowie die BLS in der erweiterten Region Bern für ein kompetitives Marktverhalten sorgen. Die Haupttätigkeit der BLS umfasst den regionalen Personenverkehr mit Zügen und Bussen, die Schifffahrt im Berner Oberland sowie den schienengebundenen Güterverkehr. Hier ist die BLS der Schweizer Partner von DB Cargo.
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Gegen Gewalt: Beide Basel verschärfen Jugendschutz bei Filmen und Computerspielen

Aufgrund zunehmender Gewaltdarstellungen wollen die Regierungen beider Basel den Jugendschutz bei Filmen und elektronischen Medien verstärken. Eine national einheitliche Altersfreigabe bei Filmen und anderen Medien ist bereits in Diskussion.

Mit dem für Basel-Stadt und Baselland gleichlautenden Gesetz reagieren die beiden Halbkantone auf zunehmend drastischere Gewaltdarstellungen vor allem in Computerspielen und auf DVD. Das Gesetz will deshalb den Jugendschutz vom Kino auf weitere Trägermedien ausdehnen und verbindliche Altersgrenzen etablieren. Verkäufer von Videos, DVD und Computer-, Konsolen- oder Videospielen werden verpflichtet, die Altersbeschränkung auf den Produkten anzugeben und sich beim Verkauf daran zu halten. Machtlos sind die Kantone aber beim Internet, wie die beiden Regierungsmitglieder an einer Pressekonferenz vom Mittwoch einräumten. Gemäss SDA befasst sich die Justiz- und Polizeidirektorenkonferenz bereits mit einer national einheitlichen Altersfreigabe bei Filmen und anderen Medien.

Zwei neue Kunden für BSSM

Gleich zwei neue Aufträge hat die Basler Werbeagentur BSSM erhalten. Die Luzerner Bäckerei Hug hat die BSSM Werbeagentur mit der Neugestaltung von Corporate Design und Kommunikationsmassnahmen beauftragt.

Gleich zwei neue Aufträge hat die Basler Werbeagentur BSSM erhalten. Die Luzerner Bäckerei Hug hat die BSSM Werbeagentur mit der Neugestaltung von Corporate Design und Kommunikationsmassnahmen beauftragt. Anlass ist ein Generationswechsel in der Führung der 1877 gegründeten Bäckerei.
Auch für die Baufirma Ernst Frey wird die BSSM das Corporate Design und den Kommunikationsauftritt neu gestalten. Die Nordwestschweizer Baufirma ist in den Kernbereichen Strassen- und Tiefbau, Hochbau, Kundenbetriebe und in den Bereichen Baustoffe und Immobilien, tätig.
Erste Arbeiten für die beiden Neukunden werden in den nächsten Wochen zum Einsatz kommen.

Martin Boner übernimmt Leitung von «Glanz & Gloria»

Der neue Redaktionsleiter des SF-People-Magazins «Glanz & Gloria» heisst Martin Boner. Boner tritt ab Januar 2009 die Nachfolge von Daniel Pünter an. Dieser leitet künftig die Redaktion von «Schweiz Aktuell».

Der neue Redaktionsleiter des SF-People-Magazins «Glanz & Gloria» heisst Martin Boner. Boner tritt ab Januar 2009 die Nachfolge von Daniel Pünter an. Dieser leitet künftig die Redaktion von «Schweiz Aktuell».
Der 39-jährige Boner ist seit 2005 Produzent und stellvertretender Redaktionsleiter von «Glanz & Gloria». In dieser Zeitspanne habe er sich massgeblich am Aufbau des neuen Sendegefässes beteiligt, schreibt das Schweizer Fernsehen in einer Mitteilung vom Mittwoch. Boner arbeitet seit 1998 beim Schweizer Fernsehen. Unter anderem war er als Redaktor und Produzent des Jugendmagazins «Oops!» tätig.

Orange und Sony Ericsson für «Bands on Tour» crossmedial vereint

Am Freitag ist die erste interaktive Schweizer Doku-Event-Show «Bands on Tour zu Ende gegangen. Nach dem Motto «Wir waren jung und brauchten das Geld» massen sich drei Nachwuchsbands während einer Mini Tournee quer durch die Schweiz im musikalischen Wettkampf.

Am Freitag ist die erste interaktive Schweizer Doku-Event-Show «Bands on Tour zu Ende gegangen. Nach dem Motto «Wir waren jung und brauchten das Geld» massen sich drei Nachwuchsbands während einer Mini Tournee quer durch die Schweiz im musikalischen Wettkampf.
Das Design für die dazugehörige Homepage entwickelte die Agentur Zürich Tokio. Ihre Website bildete das Herzstück des Events. Redaktionelle Inserate sollten so viele Fans und Interessierte wie möglich auf die Seite locken. Das visuelle Konzept basiert auf den drei Begriffen: drei Bands, ein Ziel, kein Geld.
Ziel des Anlasses war es, mit möglichst vielen Beiträgen mittels der neuen Massenmedien Web-TV, Webzeitung, WAP, SMS, MMS die meisten Fans für das finale Konzert im Berner Liquid zu mobilisieren. Der Sieger nahm anschliessend als Headliner des Abends einen neuen Tourbus in Empfang.
Nach dem «erfolgreichen Start» sei eine Weiterführung des gemeinsamen Projektes von Orange und Sony Ericsson absehbar, schreibt Zürich Tokio in einer Mitteilung weiter.
Verantwortlich bei Sony Ericsson: Rolf Weiss (Head of Marketing). Verantwortlich bei Orange: Amsler Miranda (Communication Project Manager), Trousseau Xavier (Communication Project Manager). Verantwortlich bei BOOM Propaganda & Events: Joachim Bodmer (Gesamtverantwortung), Roman Bucher (Projektleitung). Verantwortlich bei Zürich Tokio: Daniel Donati (Creative Direction), Karin Glarner (Art Direction), Fabian Widmer (Grafik), Micha Schmid (DTP), Stefan Lemberger (Beratung).
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Lokalstrategie im Zürcher Oberland

Am 6. November lanciert die Zürcher Oberland Medien fünf Kleinst-Wochenzeitungen. Damit will sich das Medienunternehmen im lokalen Markt stärker verwurzeln.

Es hat dasselbe Format wie eine Pendlerzeitung, doch schon auf den ersten Blick wird klar, dass das Gratisblatt Regio.ch nicht für Pendler gedacht ist: Die neue Zeitung, die ab dem 6. November im Zürcher Oberland einmal pro Woche erscheint, hat wesentlich längere Texte als ein klassisches Pendlerblatt. Schaut man genauer hin, lassen sich auch inhaltliche Unterschiede feststellen: Regio.ch-Artikel sind klar lokal ausgerichtet, das Weltgeschehen findet in diesem Druckerzeugnis nicht statt – oder nur wenn es einen direkten Bezug zu den Menschen in den fünf Oberländer Regionen Illnau-Effretikon, Uster, Pfäffikon, Wetzikon und Rüti hat. «Die Region auf den Punkt gebracht», lautet denn auch der Untertitel von Regio.ch. Das ist auch geografisch gemeint: Denn für jedes der erwähnten Gebiete gibt es je eine eigene Regio.ch-Ausgabe, die den jeweils grössten Ort sowie die umliegenden vier bis fünf Gemeinden abdeckt. Und alle diese Ausgaben in einer Gesamtauflage von 89’502 Exemplaren werden künftig donnerstags gratis und notabene per Frühzustellung in die Briefkästen verteilt.
Herausgegeben werden die fünf Regio.ch-Ausgaben von der ZO Wochenzeitungen AG, einer jungen Tochterfirma der Zürcher Oberland Medien (ZOM), die auch die Tageszeitung Zürcher Oberländer (ZO) herausgibt. Bis August hiess die Firma noch Kiebitz Verlag AG. Das ist kein Zufall. Denn Kiebitz ist eine kleine Wochenzeitung, die diese Woche zum letzten Mal in den Gemeinden Illnau-Effretikon, Lindau und Brütten verteilt wurde. Der Kiebitz gehörte schon bisher der ZOM, wird nun aber als Regio.ch-Ausgabe 1 auch noch Kyburg und Weisslingen versorgen. Die Auflage wächst von 9’500 auf 11’510 Exemplare. Das Kiebitz-Logo wird jenes von Regio.ch noch zwei Monate lang ergänzen, danach wird es verschwinden.
Noch ein zweiter Titel, der Wetziker Spiegel (11’000 Exemplare), ebenfalls in ZOM-Besitz und bisher nur mit monatlichem Erscheinungsrhythmus, wird in das Regio.ch-Konzept integriert. Auch dieser Titel verschwindet, im Gegenzug wird die entsprechende Regio.ch-Ausgabe 4 um die Gemeinden Hinwil, Bäretswil, Seegräben, Gossau und Grüningen erweitert. Die Auflage steigt hier von 11’000 auf 22’817 Exemplare. In den drei übrigen Kleinregionen Uster, Pfäffikon und Rüti lanciert die ZOM dagegen neue Zeitungen, die alle nach Möglichkeit auch als amtliche Publikationsorgane der entsprechenden Gemeinden funktionieren sollten. Ob dies gelingt, ist noch offen. Ausser der Gemeinde Illnau-Effretikon, die bisher mit dem Kiebitz kooperierte, gibts noch keine Zusagen. Offenbar will man zuerst die Leserzahlen abwarten.

Den Grund für die Lancierung der fünf Kleinst-Regionalzeitungen umschreibt ZOM-Verlagsleiter Konrad Müller so: «Wir möchten den Lesermarkt an uns binden und im Anzeigenbereich zusätzliche Marktanteile holen, insbesondere bei kleinen Gewerbetreibenden, KMUs und Vereinen. Damit wollen wir die Konkurrenz aus der Stadt Zürich distanzieren.» Ist Regio.ch also eine Antwort auf die Regionalausgabe des Tages-Anzeiger im Zürcher Oberland? Ja, sagt Müller, allerdings sei die Idee, den Markt in Kleinstregionen zu teilen, schon seit 2004 im Hause ZOM gereift. Klar aber ist: Statt den Tagi frontal anzugreifen und sich aufzureiben, festigt die ZOM lieber ihr lokales Fundament und versucht, künftig mit drei Medien – dem abonnierten ZO, mit ZO-Online und mit Regio.ch – den Leser- und Werbemarkt im eigenen Kerngebiet langfristig zu sichern.

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Konrad MüllerDer Versuch ist interessant, ob die Rechnung aufgeht, bleibt abzuwarten. Müller rechnet für das erste Jahr allein bei Regio.ch mit einem Gesamtumsatz von 2,9 Millionen Franken – und mit einem «kleinen Verlust». Zudem rechnet er mit einem Kannibalisierungseffekt: «Regio.ch dürfte etwa 600’000 Franken beim ZO über den Zaun fressen, weshalb der effektive Mehrumsatz wohl nur 2,3 Millionen Franken betragen wird», meint er. Doch das macht Müller keine Sorgen. «Wettbewerb im eigenen Haus ist mir lieber als Umsätze an die Konkurrenz zu verlieren.»
Doch dabei soll es nicht bleiben. Denn sobald sich Regio.ch etabliert hat, erwartet Konrad Müller auch gute Reichweitenwerte. Beim Start geht er von einem Leser pro Exemplar (LpE) aus. «Bis 2010 hoffen wir dann auf 1,5 LpE», sagt er. Ein Drittel dieser erwarteten 130’000 Leser dürften wohl jüngere Personen sein, vermutet Müller. Was dann ein Kombi zwischen Regio.ch und ZO interessant machen dürfte. Auch wenn es erst Zukunftsmusik ist, so wird ein solches Kombi doch schon jetzt angeboten – mit einem Rabatt von 10 Prozent auf die beiden Einzeltarife. Vorerst aber dürften vor allem die einzelnen Regio.ch-Ausgaben, die sich übrigens beliebig kombinieren lassen, bei den lokalen Kunden auf Interesse stossen.
Markus Knöpfli
Abwarten und beobachten
Wer genau hinsieht, stellt fest, dass die ZOM zwei Kleinregionen im ZO-Verbreitungsgebiet ausgespart hat – nämlich den unteren Bezirksteil Uster und das Tösstal. Tatsächlich verzichtet sie dort auf eine Regio.ch-Ausgabe, obwohl dies vom Gesamtkonzept her Sinn machen würde. Der Grund: In beiden Gebieten existieren bereits ähnlich gelagerte Zeitungen, der Glattaler und der Tösstaler. Der Glattaler mit wöchentlich knapp 26’000 Exemplaren gehört der Zürcher Unterland Medien, mit der die ZOM bei der Zürcher Landzeitung eng liiert ist. Und der Tösstaler erscheint dreimal wöchentlich mit fast 4’500 Exemplaren und gehört der Buchdruckerei Turbenthal. «Die beiden schauen zunächst ein Jahr lang, wie unser Projekt anläuft, und entscheiden dann, ob sie sich anschliessen wollen», sagt Konrad Müller. (mk)
Historisch gewachsen
Bei genauem Hinsehen ist bei Regio.ch noch eine Spezialität zu entdecken: Die Ausgabe Illnau-Effretikon hat von allen Splits den höchsten Tarif – aber die kleinste Auflage. Dies komme noch vom Kiebitz her, sagt Konrad Müller. «Das ist eben ein historisch gewachsener Tarif.» Anders bei den übrigen Ausgaben: Dort sind die Preise nach Auflage und (erwarteter) Reichweite bemessen. (mk)

Edipresse übernimmt Swissfriends.ch

Das Lausanner Verlagshaus Edipresse hat die Comfriends SA und damit die Dating-Plattform Swissfriends.ch übernommen. Erst kürzlich haben auch die Verlage Ringier und Tamedia Onlineplattformen zugekauft.

Das Lausanner Verlagshaus Edipresse hat die Comfriends SA und damit die Dating-Plattform Swissfriends.ch übernommen. Der Verlag ist bereits seit 2005 an Comfriends beteiligt, hat nun aber seine Kaufoptionen ausgeübt und den übrigen Aktionären die verbleibenden 51 Prozent abgekauft. Swissfriends.ch wurde 1999 gegründet und hat heute nach eigenen Angaben 90’000 Mitglieder und 20 Millionen Seitenaufrufe pro Monat. Wie die Netzwoche schreibt, sei Edipresse nicht der erste Verlag, der wieder Hunger auf Onlineplattformen verspüre. Vor kurzem hat Ringier Geschenkidee.ch und Tamedia Search.ch übernommen.

Office Web: Microsoft wird werbefinanziertes Office anbieten

Der Softwareriese Microsoft begeht einen Tabubruch: Als Reaktion auf zahlreiche Gratisanwendungen wird die Firma ihr Office für Privatanwender künftig gegen eine Mietgebühr oder mit Werbung versehen auf dem Internet anbieten. Das entsprechende Betriebssystem Windows Azure wurde bereits am Montag vorgestellt.

Der Softwareriese Microsoft begeht einen Tabubruch: Als Reaktion auf zahlreiche Gratisanwendungen wird die Firma ihr Office für Privatanwender künftig gegen eine Mietgebühr oder mit Werbung versehen auf dem Internet anbieten. Für Unternehmen bleibt das Angebot kostenpflichtig. Zuvor hatte Microsoft den Nutzen webbasierter Applikationen, wie sie etwa Google mit Google Apps anbietet, insgesamt bezweifelt. Wann das in einem Webbrowser laufende Web-Office kommen wird, ist noch offen.
Mit der bereits vor einiger Zeit angekündigten Ausrichtung des Konzerns hin zu internetbasierten Software-Dienstleistungen drohen Microsoft Einnahmeausfälle in Milliardenhöhe. 2007 brachte allein das Office-Geschäft einen Umsatz von 18,9 Milliarden Dollar, wie Financial Times Deutschland berichtete. Der Gewinn lag bei 12,4 Milliarden Dollar. Die Office Sparte bringt noch mehr Gewinn und Umsatz als das sehr gewinnträchtige Windows-Betriebssystem.
Gemäss FTD Deutschland rechnet Microsoft aber nicht damit, dass Privatanwender mit einer herkömmlichen Office-Version die werbefinanzierte Version im grossen Stil benutzen werden. Die Onlineversion bearbeitet grosse, sperrige Daten langsamer. Vielmehr hofft der Konzern auf zusätzliche Einnahmen von jenen Nutzern, die ohnehin keine Lizenz für ihren Rechner gekauft hätten. Dass diese Hoffnung aufgeht, ist äusserst zweifelhaft.
Mit dem Strategieschwenk reagiert Microsoft auf die zunehmende Konkurrenz durch kostenlose oder werbefinanzierte Programme zum Beispiel von Google, Yahoo oder Open Office. Zudem weist auch der prognostizierte Technologietrend in diese Richtung: Gerechnet wird damit, dass Programme künftig weniger auf dem PC installiert sondern vermehrt im Internet in der sogenannten Computer-Cloud angeboten und abgerufen werden.
Bereits am Montag stellte das Unternehmen das Betriebssystem Windows Azure vor, das als Grundlage für webbasierte Softwareangebote und Dienstleistungen dienen soll. Die Entwicklung von Azure und des Web-Office verlaufen parallel zu den nächsten Windows- und Office-Versionen für PCs. Obwohl noch nicht bekannt ist, wann das Web-Office veröffentlicht wird, soll noch in diesem Jahr eine sogenannte Technology Preview stattfinden, die einen Blick auf das Programm noch vor der Veröffentlichung der Beta-Version erlaubt. Die Beta-Version ist für 2009 geplant.
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