SNP: Streikende Mitarbeiter von L’Express und L’Impartial werden sanktioniert

Wie die Personalvertretung Societé du personel des rédactions (SPREI) bekannt gab, müssen die Journalisten der Neuenburger Zeitungen L’Express und L’Impartial für ihren Streik von Mitte November mit Sanktionen rechnen.

Wie die Personalvertretung Societé du personel des rédactions (SPREI) bekannt gab, müssen die Journalisten der Neuenburger Zeitungen L’Express und L’Impartial für ihren Streik von Mitte November mit Sanktionen rechnen. Die Herausgeberin der beiden Zeitungen behält für die Zeit des Streiks ihre Löhne zurück. Die SPREI bedauert diese Retorsionsmassnahme.
Die Angestellten der beiden Zeitungen hatten ihre Arbeit am 14. November niedergelegt und zwei Tage später beendet. Danach einigten sich die Journalisten und die Leitung der Herausgeberin, der Société Neuchâteloise de Presse (SNP), auf das weitere Vorgehen. Vier Stellen werden gestrichen. Weiter sollte beim Kanton eine Bewilligung für Kurzarbeit eingeholt werden.
Wird das Ansinnen abgelehnt, muss das ursprüngliche Sanierungsvorhaben, die Streichung von insgesamt 15 Stellen, in die Tat umgesetzt werden. Die SNP, die zur französischen Mediengruppe Hersant gehört, hatte wegen einbrechenden Inserateeinnahmen Sparmassnahmen angekündigt.

Scholz & Friends Zürich wirbt auf Wollmützen und Pizzakartons für Blick am Abend

Ab sofort ergänzen Outdoor-Werbung, Ambient Media und Promotions die anfangs November mit dem Claim «Hier steht, was geht» gestartete Anzeigenkampagne von Scholz & Friends Zürich für Blick am Abend.

Ab sofort ergänzen Outdoor-Werbung, Ambient Media und Promotions die anfangs November mit dem Claim «Hier steht, was geht» gestartete Anzeigenkampagne von Scholz & Friends Zürich für Blick am Abend. Eingesetzt werden unter anderem Ambient-Plakate in Fitnessstudios mit der Aufschrift «Und was tun Sie für Ihren Kopf?» und Pizzakartons, die das Thema mit der Frage «In welchem Club kriegen Sie die Kalorien wieder runter?» aufgreifen. Wollmützen mit dem Innenlabel «Schön, dass Sie was für Ihren Kopf tun», Busheckscheiben und Fensterkleber sowie Tram-Hängekartons ergänzen die Kampagne, welche noch bis Mitte Dezember in den Städten Basel, Bern und Zürich präsent sein wird.
Verantwortlich bei Blick-Gruppe, Ringier: Thomas Passen (Bereichsleiter Blick-Gruppe),Corina E. Schneider (Leitung Lesermarkt), Marie-Eve Aegerter (Leitung Werbung). Verantwortlich bei Scholz & Friends Zürich: Joerg Jahn (Gesamtverantwortung Kreation), Markus Hammer (AD), Björn Blöchlinger (Grafik), Andreas Troxler, Conrad Malcher (Text), Erich Baumgartner, Raphael Brinkert (Gesamtverantwortung Beratung), Pascal Baumgartner, Mathias Rösch.

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Radarwarnungsverbot am Radio bleibt bestehen

Radios dürfen nicht über den Standort mobiler Radarfallen der Polizei informieren. Dies hat der Bundesrat am Donnerstag in seiner Antwort auf eine Interpellation von CVP-Nationalrat Dominique de Buman nochmals klar festgehalten.

Radios dürfen nicht über den Standort mobiler Radarfallen der Polizei informieren. Dies hat der Bundesrat am Donnerstag in seiner Antwort auf eine Interpellation von CVP-Nationalrat Dominique de Buman nochmals klar festgehalten.
Laut Bundesrat kann die Konzessionsbehörde «die Ausstrahlung bestimmter Sendungsarten untersagen, welche der Erfüllung des Leistungsauftrags zuwiderlaufen». Bei Radarwarnungen sei dies zweifellos der Fall: Solche Warnungen wirkten den Anstrengungen des Bundes und der Kantone zugunsten der Verkehrssicherheit entgegen.

Zu guter Letzt: 20 Jahre Haft für Burma-Blogger

Blogger leben gefährlich. Wohlmöglich liegt es an einer Meldung aus Burma, dass man schon lange nichts mehr von den Schweizer Superbloggern Moritz Leuenberger (Uvek) und Ueli Haldimann (Schweizer Fernsehen) gehört hat.

Blogger leben gefährlich. Wohlmöglich liegt es an dieser Meldung aus Burma, dass man schon lange nichts mehr von den Schweizer Superbloggern Moritz Leuenberger (Uvek) und Ueli Haldimann (Schweizer Fernsehen) gehört hat:
Im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Militärjunta im vergangenen Jahr ist in Burma ein Internet-Blogger zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Der 28-jährige Nay Phone Latt, ein ehemaliges Mitglied der Nationalen Liga für Demokratie (NLD), sei zusammen mit vier NLD-Mitgliedern und einem Dichter verurteilt worden, sagte ein Oppositionssprecher. Nay Phone Latt werde im berüchtigten Insein-Gefängnis inhaftiert. Er hatte in seinem Blog die Hürden des Alltags in Burma wie die regelmässigen Stromausfälle und die hohen Lebenshaltungskosten beschrieben. Die Militärjunta verbot den Blog und liess den Autor im Januar festnehmen. Im Zuge der Proteste waren rund 200 NLD-Mitglieder festgenommen worden. Die Protestwelle hatte im August 2007 mit Demonstrationen gegen gestiegene Treibstoffpreise begonnen und sich im September unter der Führung buddhistischer Mönche zu Kundgebungen mit schätzungsweise bis zu 100’000 Menschen ausgedehnt. Auf dem Höhepunkt der Proteste schaltete die Junta das Internet ab.
Vielleicht wird ja der neue Bundesrat Ueli Maurer seinem ungeliebten zukünftigen Kollegen Leuenberger die neuerliche Angst vor dem Internet wieder nehmen.

Draftfcb/Lowe Group: Daniel Comte wird neuer Creative Director

Ab 1. Dezember 2008 übernimmt Daniel Comte die Leitung der Kreativabteilung bei der Draftfcb/Lowe Group Schweiz. Gleichzeitig wird er Mitglied der Geschäftsleitung der Zürcher Agentur.

Ab 1. Dezember 2008 übernimmt Daniel Comte die Leitung der Kreativabteilung bei der Draftfcb/Lowe Group Schweiz. Gleichzeitig wird er Mitglied der Geschäftsleitung der Zürcher Agentur.
Draftfcb/Group habe sich für Comte entschieden, weil er über das Verständnis für das neue Credo sowie über die Erfahrung und Kompetenz für internationale und nationale Kommunikationslösungen verfüge, schreibt Geschäftsführerin Cornelia Harder in einer Pressemitteilung vom Donnerstag. Die Agentur plant im Hinblick auf die «veränderten Anforderungen des Kommunikationsmarktes» eine konsequente Neuausrichtung zu vollziehen. Die neue Agentur-Philosophie «Return on ideas» basiere im Wesentlichen auf radikal interdisziplinären, erfolgsorientierten Kreativprozessen und fokussiere auf metamediale Konzepte, schreibt Geschäftsführerin Cornelia Harder. Was dies im Detail bedeutet, ist noch unklar.
Comte kann bereits auf eine lange Karriere im Werbegeschäft zurückblicken. Unter anderem war er für die Agenturen GGK und WHS als Art Director und Matter Leo Burnett, McCann Erickson und Advico Young & Rubicam als Creative Director tätig. Seit 1995 ist er Mitglied des Art Directors Club Schweiz. Laut seinem neuen Arbeitgeber, gewann er bisher über 250 nationale und internationale Kreativ- und Effizienz-Auszeichnungen.

Aargauer Zeitung: Philipp Mäder wird neuer Stv. Chefredaktor

Der Verwaltungsrat der AZ Medien AG hat den 34-jährigen Philipp Mäder zum neuen stellvertretenden Chefredaktor und Blattmacher der Aargauer Zeitung ernannt. Er tritt seinen neuen Posten per 1. März 2009 an und übernimmt damit die Nachfolge des 47-jährigen Urs Helbling.

Der Verwaltungsrat der AZ Medien AG hat den 34-jährigen Philipp Mäder zum neuen stellvertretenden Chefredaktor und Blattmacher der Aargauer Zeitung ernannt. Er tritt seinen neuen Posten per 1. März 2009 an und übernimmt damit die Nachfolge des 47-jährigen Urs Helbling, welcher das Unternehmen – wie bereits vermeldet – Ende Januar 2009 verlässt.
Derzeit arbeitet Philipp Mäder noch als Bundeshauskorrespondent beim Tages-Anzeigers. Beim selben Arbeitgeber war Mäder zuvor als Inlandredaktor tätig. Zuvor war er ein Jahr lang in der Lokalredaktion des Toggenburger in Wil engagiert. Zwischen 1999 und 2002 absolvierte er unter anderem bei der Taz und der Berliner Zeitung Praktika und Einsätze als freier Journalist und Redaktor.
Mäder studierte an der Universität Zürich Allgemeine Geschichte, Soziologie und Staatsrecht. Während des Studiums absolvierte er einzelne Semester an der Freien Universität Berlin, an der Université de Genève sowie an der Humboldt-Universität Berlin. Grundschule, Gymnasium und Kantonsschule besuchte er in St. Gallen, Mörschwil und Goldach.
Philipp Mäder wird Stellvertreter von Christian Dorer (33), welcher seine Stelle am 1. Februar 2009 antreten wird.

Comedia appelliert an Ringier, den Stellenabbau zu überdenken

Die Mediengewerkschaft Comedia kritisiert in einem Communiqué die 22 Entlassungen beim Medienhaus Ringier. Sie appelliert an den Verlag, auch in konjunkturell weniger rosigen Zeiten seine soziale und publizistische Verantwortung wahr zu nehmen und den Abbau zu überdenken.

Die Mediengewerkschaft Comedia kritisiert in einem Communiqué die 22 Entlassungen beim Medienhaus Ringier. Sie appelliert an den Verlag, auch in konjunkturell weniger rosigen Zeiten seine soziale und publizistische Verantwortung wahr zu nehmen und den Abbau zu überdenken. Für diejenigen Mitarbeitenden, deren Kündigung unvermeidbar ist, ruft die Gewerkschaft zur Aushandlung eines grosszügigen Sozialplans mit der Personalkommission und den Sozialpartnern auf.
Momentan seien zwar tatsächlich Erlahmungserscheinungen auf dem Werbemarkt zu beobachten, das Unternehmen könne jedoch im laufenden Jahr wie auch 2006/2007 auf einen sehr guten Geschäftsgang zurückblicken. «Dies ist nicht zuletzt das Verdienst der Mitarbeitenden», schreibt die Gewerkschaft, «und mit solchen massiven Einschnitten werden die Beschäftigten der ganzen Medienbranche verunsichert, und das Medienunternehmen Ringier dreht proaktiv am Krisenrad mit.»
Die gleichen Forderungen richten sich auch an die Gassmann AG, unter anderen Herausgeberin des Bieler Tagblatts, und an die Weltwoche Verlags AG, die ebenfalls Stellen abbauen und Personal entlassen wollen.

TBWA lässt fürs Schauspielhaus die Spaghetti fliegen

Nachdem im Spätsommer bereits Plakate zur Abobewerbung für das Schauspielhaus Zürich erschienen sind, hat TBWA Zürich nun noch einen Werbefilm gedreht. Er wird im Dezember und Januar in verschiedenen Kinos und auf Tele Züri gezeigt werden.

Nachdem im Spätsommer bereits Plakate zur Abobewerbung für das Schauspielhaus Zürich erschienen sind, hat TBWA Zürich nun einen Werbefilm mit demselben Ziel gedreht. Er wird im Dezember und Januar in verschiedenen Kinos und auf Tele Züri gezeigt. Der Film zeigt den Streit eines Paars in Bullet Time. Während sich die Kamera um das eingefrorene Paar herumbewegt, erklärt eine Stimme aus dem Off die Szene mit naturwissenschaftlicher Theorie.
Der sehr ästhetische Film entstand in engster Zusammenarbeit zwischen TBWA\Zürich, Condor Films und dem Schauspielhaus Zürich. Beide Protagonisten sind beim Schauspielhaus unter Vertrag und das Bühnenbild wurde von Mitarbeitern des Schauspielhauses Zürich erstellt.
» Spot gucken
Verantwortlich beim Schauspielhaus Zürich: Markus Sulzer (Leiter Marketing) und Tina Kornfeld (Assistenz Marketing). Verantwortlich bei TBWA\Zürich: Urs Schrepfer (CD), Martin Friedlin (AD), Simon Smit (Text), Adrian Egger (Grafik), Diana Magnaguagno (Art Buying/FFF), Charlotte Stampfli und Matthias Kiess (Beratung). Verantwortlich bei Condor Films: Patrick Senn (Regie), Philipp Petersson (Executive Producer) und Michael Gloor (Producer).

Entlassungen bei Ringier: Auch Redaktionen betroffen

Aufgrund sinkender Werbeeinnahmen baut das Medienunternehmen Ringier in der Schweiz insgesamt 22 Stellen ab. 16 Personen wird gekündigt und sechs werden in die Frühpension entlassen. Betroffen sind auch Redaktionen, wie Pressesprecher Marco Castellaneta gegenüber der Werbewoche verlauten liess.

Anhaltend sinkende Werbeeinnahmen aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise veranlassen Ringier zu verschiedenen Schritten, darunter auch 16 Entlassungen und sechs Frühpensionierungen. Für alle Fälle kommt ein Sozialplan zur Anwendung. Betroffen sind verschiedene Bereich des Unternehmens, darunter auch Redaktionen. Detaillierte Angaben wollte Pressesprecher Marco Castellaneta gegenüber der Werbewoche keine machen. Die betroffenen Personen wurden am Mittwoch Vormittag informiert.
Die Kündigungen und Frühpensionierungen erfolgen gemäss den vertraglichen Fristen. Die weiteren Massnahmen in der Schweiz kommuniziert das Unternehmen nicht. Im Ausland seien zur Zeit keine weiteren Stellenreduktionen geplant, so Castellaneta. Selbstverständlich könne man aber solche nicht gänzlich ausschliessen.
Weitere Prognosen zur gegenwärtigen Krise will Castellaneta jedoch nicht machen. «Im Zusammenhang mit der Finanzkrise sind die Anzeigen- und Medienmärkte weltweit zusätzlich unter Druck geraten, das spürt die Ringier AG gruppenweit. Zuverlässige Mittel- und Langfristprognosen zu wagen, wäre nicht seriös.»
Im Rahmen eines Effizienzsteigerungsprogrammes hat Ringier alle Ausgaben überprüft, und verschiedene Leistungen sollen nun gestrichen werden. Die Massnahmen sollen es dem Unternehmen ermöglichen, auch in diesem wirtschaftlich turbulenten Umfeld am Markt weiterhin erfolgreich zu bleiben und Investitionen tätigen zu können, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch. Ringier beschäftigte in der Schweiz Ende 2007 2034 Mitarbeiter und erwartet für das Jahr 2008 ein Umsatzplus von mindestens zehn Prozent.
(Foto: Picswiss.ch)

Bundesverwaltungsgericht packt IGE bei den Ohren

Die gängige Praxis des Institutes für geistiges Eigentum ist ein Dorn im Auge all jener, die Klänge und Geräusche als akustische Marken schützen wollen. Jetzt pfeift das Bundesverwaltungsgericht das IGE zurück und schafft Raum für Grundsatzfragen.

Seit das IGE per Juni 2005 die Richtlinien für akustische Markenzeichen verschärfte, sind Tonabfolgen nur noch in Verbindung mit Sprachelementen für die Registration zulässig. Ohne diese sei die Unterscheidungskraft von Melodien nicht gewährleistet.
Akustische Zeichen mit langer Tradition
Ohrwürmer à la «Haribo macht Kinder froh» in Ehren: Eine derart prinzipielle Verweigerung nichtsprachlicher Hörmarken ist absurd. Vom Gebetsaufruf über den Jagdappell bis zu Alarmsignalen: Seit Jahrhunderten werden Klänge ohne sprachliche Untermalung problemlos identifiziert. Sie machen heute in der akustischen Markenführung den Löwenanteil aus und beruhen auf dieser Tradition. Kaum einer wird hier zu Lande Mühe haben, den SBB-Gong, die Postauto-Melodie oder die Tonabfolge von Swisscom zu identifizieren.
In der Schweiz steht ein Dutzend Hörmarken über 200’000 Bild-, Wort- oder kombinierten Marken gegenüber. Warum das IGE an der europaweit strengsten Praxis bei Hörmarken festhält, bleibt ein Rätsel. Einem deutschen Süsswarenhersteller, dessen Hörmarke im restlichen Europa Schutz geniesst, hat das IGE die Registration in der Schweiz verweigert. Das Unternehmen zog vor Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) und schuf somit den ersten Schweizer Hörmarken-Präzedenzfall.
Rüge an die Adresse des IGE
Man höre und staune: Die Richter halten die Praxis des IGE für zu restriktiv. Das Institut für geistiges Eigentum gehe zu Unrecht von einer ausschliesslichen Verwendung von Hörmarken in der Werbung aus und setze sprachliche Elemente gesteigerter Unterscheidungskraft gleich. Das BVerwG kommt zum Schluss: «Die Unterscheidungskraft von Hörmarken lässt sich nicht allein auf Grund der Verwendung oder Nichtverwendung sprachlicher Elemente beurteilen.» Nichtsprachliche akustische Zeichen würden im täglichen Verkehr und bei der Bedienung von Geräten immer häufiger zur Kennzeichnung von Waren und Dienstleistungen beitragen.
Charakteristik als Voraussetzung
Überraschenderweise verweigerten die Richter das Markeneintragungsgesuch jedoch auch in zweiter Instanz, womit der erhoffte Paradigmenwechsel in weite Ferne rückt. Gemäss BVerwG bedürfen einfache Melodien für den Markenschutz ungebräuchliche und charakteristische Merkmale. Tonabfolgen seien umso deutlicher wieder zu erkennen, je stärker sie durch Verfremdungen, besondere Tonqualität oder Klangkombinationen von alltäglichen Standardsignalen abwichen.
Klangfarbe spielt wichtige Rolle
Klingt gut. Doch finden ungebräuchliche und atonale, verfremdete Sounds kein Gehör beim IGE, wenn sie sich nicht mittels Partitur visualisieren lassen. Die Partituren wiederum sagen nur wenig über die Klangfarbe aus, die bei der Differenzierung von Hörmarken eine wichtige Rolle spielt.
So bleibt die Ablehnungsargumentation des Bundesverwaltungsgerichts eine grosse Interpretationsspielwiese: «Die Tonfolge wird eher als Umspielung oder banale Verzierung des Grundtons ‹Fis› denn als Melodie wahrgenommen. Da sie weder eine Tonarten-Modulation noch eine in anderer Hinsicht auffällige oder unerwartete Entwicklung enthält, die die Erinnerung besonders prägen könnte, andere Stimmen, Instrumentierungs- und Dynamikangaben fehlen und die im Notenbild verwendeten Phrasierungszeichen nur anzeigen, dass die entsprechenden Noten kurz gespielt werden, was im Verkaufsumfeld von Süsswaren kaum auffällt, wird diese Marke bei den angesprochenen Abnehmerkreisen als Dekoration und Stimmungsmache wahrgenommen und weder in Erinnerung haften bleiben noch zur Unterscheidung der damit versehenen Waren dienen. Die Marke ist deshalb Allgemeingut.»
Von den etablierten Hörmarken würden wohl die wenigsten den Auflagen der Richter gerecht werden. Es empfiehlt sich, die Richter gleich ins Kreationsteam zu holen. Wer weiss besser Bescheid, was eine gute Hörmarke respektive die Erinnerung daran ausmacht …

Der HarbourClub zu Gast bei der Six

Corporate-Communications-Wissen mit hohem Nutzwert.

Es ist Tradition, dass die HarbourClub-Symposien in den Räumlichkeiten eines ihrer Mitglieder stattfinden. Nach IBM, Roche, PricewaterhouseCoopers und dem Schweizer Fernsehen war es dieses Jahr an der Schweizer Börse, die Gastgeberrolle zu übernehmen.
Die Hälfte der HarbourClub-Mitglieder und weitere hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer reihten sich am Morgen im ConventionPoint der SIX Swiss Exchange ein, um ihr Namensschild zu erhalten. Gleich gegenüber flimmerten die Börsenkurse über die Tickerwand; leider in mittlerweile gewohnt sinkender Tendenz. Doch die Gastgeber hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen: Heute wurde die grosse Anzeigetafel vom Tagungsthema und den Logos des Veranstalters und der Sponsoren dominiert.
Der hohe Praxisbezug ist ein Markenzeichen der HarbourClub-Symposien, und so fanden auch dieses Jahr neben den Referaten wieder vier Breakout-Sessions statt. Hier präsentierten die Kommunikationschefs selber ihre Cases: Thomas Truttmann, McDonald´s, Matthias Graf, Google, Albert Halter, SIX Group, und Urs Rellstab, Economiesuisse, erläuterten, in wieweit sie die Emotionalität bei der Kommunikation mit ihren Anspruchsgruppen einbeziehen.
Eine hübsche Idee hatte Abschlussreferent Hansmartin Siegrist. Er stellte jedem Referat seiner Vorredner einen Trailer ihres Lieblingsfilmes voran. Dies vermochte die Personen eindrücklicher als jeder vorgelesene Kurzlebenslauf zu charakterisieren. Siegrist zeigte in seinem eigenen Referat anhand dieser Filme, wie es Regisseuren aus Hollywood gelingt, durch raffiniertes Filmhandwerk die Emotionalität der Zuschauer in eine Weise zu stimulieren, wie es PR-Leuten wohl nie gelingen wird.
Die Besucher zeigten sich am Abschlussapéro mit dem Symposium zufrieden. «Die entspannte Atmosphäre und der persönliche Austausch mit Kommunikationschefs bedeutender Schweizer Firmen, das alles macht das HarbourClub-Symposium zu einem erfreulichen Anlass», meinte Philipp Metzler von Prime Communications. «Als Spezialistin für interne Kommunikation hat mich besonders gefreut, dass in den Referaten und Diskussionen auch die Mitarbeitenden gebührend Beachtung fanden», sagte Cordula Rieger, Enzaim Communications. Und Jürg Schwarz, Habegger, kommentierte: «Das Thema des Symposiums ‹Die Kraft der Emotionen› passt ideal zu unseren Kernkompetenzen und ergänzt sie ideal. Seit über 20 Jahren beschäftigen wir uns im Kampf um Aufmerksamkeit mit der Schaffung von Erlebniswelten. Deshalb unterstützen wir den HarbourClub im Bereich der medialen Szenografie als Partner.»
Die Wichtigkeit der Sponsoren für das HarbourClub-Symposium unterstrich Alexander Fleischer, Präsident des HarbourClubs. «Unser Anliegen ist es, Anwendungswissen auf höchstem Niveau zu bieten. Für eine Non-Profit-Organisation wie den HarbourClub ist die Unterstützung von Sponsoren unverzichtbar, deshalb ein herzliches Dankeschön an den Argus der Presse, die Neidhart + Schön Group, das Schweizerische Public Relations Institut und die Agenturen Amoeba, Enzaim Communications, Prime Communications und Habegger.»
Das zehnte HarbourClub-Symposium wird im November 2009 stattfinden.

Noble Abfallcontainer

Tonnenweise landen in der Schweiz Lebensmittel im Abfall, während weltweit über 920 Millionen Menschen hungern.

Tonnenweise landen in der Schweiz Lebensmittel im Abfall, während weltweit über 920 Millionen Menschen hungern. Das müsste nicht sein: Wenn wir sorgfältiger mit Ressourcen und Lebensmitteln umgehen würden, bliebe mehr für die Ärmsten. Darauf macht die Ambient-Aktion von Brot für alle und Fastenopfer aufmerksam. Engagiert dafür hat sich Spillmann Felser Leo Burnett.
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