Visualis: Schweizer Tochter Swiss Branding gegründet

Die Pforzheimer Agentur Visualis hat mit Swiss Branding eine Tochteragentur in der Schweiz gegründet. Diese betreut seit August Luxusmarken für den Weltmarkt und beschäftigt zunächst vier Mitarbeiter.

Die Pforzheimer Agentur für Brandbuilding Visualis hat mit Swiss Branding eine Tochteragentur in der Schweiz gegründet. Diese betreut seit August Luxusmarken für den Weltmarkt und beschäftigt zunächst vier Mitarbeiter, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.
Swiss Branding mit Sitz in Wallbach bei Basel übernimmt sämtliche Aufgaben, die im Rahmen von Marken- und Lizenzentwicklung anfallen. Die Markenexperten setzen dabei auf die Kommunikation von Luxusgütern wie Uhren, Schmuck, Schreibgeräten und kleinen Lederwaren. Die Agentur verantwortet bereits die Markenentwicklung und –steuerung von Aigner Timepieces, Police und Swiss Military, wie es weiter heisst.
Swiss Branding ist auf den Weltmarkt ausgerichtet. Die Agentur soll zudem die internationale Kompetenz ihrer 1994 gegründeten Mutter Visualis stärken.

Fotografen der Photo 08 stehen fest

Vom 27. bis 30. Dezember findet zum vierten Mal die Werkschau für Schweizer Fotografie Photo 08 in der Maag Event Hall statt. 120 ausgewählte Fotografen werden Bilder des Jahres 2008 im Stile eines individuellen Jahresrückblicks präsentieren.

Vom 27. bis 30. Dezember findet zum vierten Mal die Werkschau für Schweizer Fotografie Photo 08 in der Maag Event Hall statt. 120 ausgewählte Fotografen werden Bilder des Jahres 2008 im Stile eines individuellen Jahresrückblicks präsentieren, wie es in einer Mitteilung heisst. Unter den diesjährigen Ausstellern befinden sich junge Talente wie auch etablierte Profis. So werden unter anderem Werke von Claudia Leisinger, Philipp Jeker, Sally Montana, Martin Guggisberg oder Thomas Cucini zu sehen sein.
Ausserdem wird eine Sonderausstellung mit dem Thema «Blinde Visionen» gezeigt. Blinde Menschen haben für die Photo 08 eine Woche ihres Lebens fotographisch festgehalten. Dabei entstand laut Mitteilung eine bewegende Dokumentation.
Weitere Informationen unter www.photo08.ch.

Mitlinks setzt M4Music neu in Szene

Die Web-Agentur Mitlinks wurde vom Festival M4Music erneut mit der Umsetzung eines Redesigns beauftragt. Die neue Site wurde Ende November aufgeschaltet.

Die Web-Agentur Mitlinks wurde vom Festival M4Music erneut mit der Umsetzung eines Redesigns beauftragt. Die neue Site wurde Ende November aufgeschaltet. Die Navigationsstruktur, die Übersichtlichkeit sowie die Nutzerfreundlichkeit seien beim Auftritt im Mittelpunkt gestanden, heisst es in einer Mitteilung der Agentur.
Für die technische Umsetzung zeichnet die Agentur Hinderling Volkart verantwortlich, welche bereits mehrere Projekte in enger Partnerschaft mit Mitlinks umgesetzt hat.
Apropos M4Music: Bis am 1. Februar können Bands und Artists Demos für den Bandwettbewerb Demotape Clinic einreichen. Die spannendsten Werke werden am 27. und 28. März 2009 im Schiffbau in Zürich präsentiert und von Profis bewertet. Die Suisa-Stiftung für Musik und M4Music zeichnen die besten Demos mit den Suisa-Awards aus. Zu gewinnen gibt es insgesamt 10’000 Franken. Die Demotape Clinic findet zum 11. Mal statt und wird von Migros-Kulturproduzent konzipiert und realisiert.
Verantwortlich bei Migros-Kulturproduzent: Raphael Rogenmoser (Projektleiter). Verantwortlich bei Mitlinks: Patrizia Lehmann (Projektleitung), Lorenzo Mutti (CD). Verantwortlich bei Hinderling Volkart: Michael Volkart (technische Umsetzung).

Eurobest 2008: Zahlreiche Schweizer Agenturen ausgezeichnet

Die Gewinner des Eurobest 2008 stehen fest. Verschiedene Schweizer Agenturen konnten Auszeichnungen entgegennehmen. Unter anderem wurden Euro RSCG und Spillmann/Felser/Leo Burnett mit Silber geehrt.

Die Gewinner des Eurobest 2008 stehen fest. Verschiedene Schweizer Agenturen konnten Auszeichnungen entgegennehmen. Silber erhielt Euro RSCG in der Kategorie Promo für die Kampagne «Glacier Art» für Greenpeace Schweiz. Ebenfalls mit Silber ausgezeichnet wurde in derselben Kategorie die Agentur Spillmann/Felser/Leo Burnett für die Kampagne «Singles» für Migros.
Zahlreiche Agenturen wurden ausserdem mit Bronze geehrt:
In der Kategorie TV: Advico Young & Rubicam («Bush» für Sonntagszeitung), Walker («Not here, but now. Channel Hop» für Amnesty International) sowie Saatchi & Saatchi Simko («Baby» für Novartis Consumer Health).
In der Kategorie Outdoor: Jung von Matt/Limmat («Slim-Poster» für Daimler Chrysler Schweiz).
In der Kategorie Media: Walker («Ebay Attack» für Amnesty International). In der Kateorie Interactive: Advico Young & Rubicam («Free Internet» für Sunrise Internet, zweimal Bronze).

Swiss Photo Award 2008

Die Vereinigung fotografischer GestalterInnen VFG und Ewz.selsction.ch wird am 11. Swiss Photo Award die besten Schweizer Fotoarbeiten prämieren.

Die Vereinigung fotografischer GestalterInnen VFG und Ewz.selsction.ch wird am 11. Swiss Photo Award die besten Schweizer Fotoarbeiten prämieren. Vergeben wird ein EWZ.selection-Preis für die beste Schweizer Fotoarbeit, ein Fotopreis der VFG in der Kategorie Werbung, ein Publikumspreis und ein Fotopreis der Sonntagszeitung in der Kategorie Redaktionelle Fotografie. Ebenfalls prämiert wird eine Arbeit im Bereich Fine Arts und eine unpublizierte Arbeit in der Kategorie Free. Gesucht werden die besten fotografischen Arbeiten der Schweiz im Jahr 2008.
Eine internationale Jury wird die Arbeiten bewerten und die Preise vergeben. Einsendeschluss ist der 12. Januar 2009.

Verdrehte Worte gegen verdrehte Knochen

Ruf Lanz hat für die Suva eine neue Kampagne kreiert, die Pistenraser zur Vernunft bringen soll.

Winterzeit ist Skizeit. Wer endlich wieder auf einem weissen Gipfel steht, kann sich nichts Schöneres vorstellen, als seinen Ski freien Lauf zu lassen, um Freiheit und Tempo in vollen Zügen zu geniessen. Moderne Carvingski lassen sich immer leichter manövrieren und vermitteln so auch durchschnittlichen Skifahrern das Gefühl, ihre Bretter sicher zu beherrschen. Doch wer vermeintlich wie auf Schienen durch den Schnee fliegt, erreicht schnell ein Tempo von 50 bis 70 Kilometern pro Stunde – und vergisst im Geschwindigkeitsrausch die Unfallgefahr. Eine Kollision mit Tempo 50 kommt einem Aufprall nach einem Absturz aus 9,8 Metern Höhe gleich.
Vom Kniegelenk zum Kienglenek
Von Jahr zu Jahr nehmen die Raserunfälle auf den Skipisten zu. 2006 verunfallten laut einer UVG-Statistik rund 24’000 Skifahrer und 9’000 Snowboarder. Die Kosten für das Versicherungsunternehmen Suva beliefen sich dadurch auf über 230 Millionen Franken. Seit Jahren engagiert sich die Suva-Marke SuvaLiv für mehr Sicherheit beim Skifahren, zum Beispiel mit freiwilligen Geschwindigkeitsmessungen auf den Pisten. Die vielfach ausgezeichneten Werbekampagnen, die dieses Engagement unterstützen, konzipiert seit 2002 Ruf Lanz. In der aktuellen Kampagne stehen verdrehte Worte für verdrehte Gliedmassen. Die sind nach einem Crash genauso wenig wiederzuerkennen wie die zerstückelten Worte der Kreativen. Wer auf dem wie eine Röntgenaufnahme gestalteten Plakat «Oebrshcneekl» liest, fühlt schon beim Lesen die drohenden Schmerzen im betreffenden Körperteil – und passt sein Tempo entsprechend an. Das hoffen Versicherung und Werbeagentur.
Die Sujets werden nicht nur in allen Schweizer Skiregionen auf F12-Plakaten gezeigt, sondern sind auch auf die Sicherheitsbügel der Sessellifte geklebt. Damit sind sie die «letzten Worte», die Skifahrer und Snowboarder lesen, bevor diese sich ins weisse Vergnügen stürzen. Ein Appell fürs Kurzzeitgedächtnis. Ausserdem verweisen die Sesselliftbügel auf die Möglichkeit, bei der Suva ein persönliches Risikoprofil zu erstellen.
Anne-Friederike Wilhelm
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Ruhig mehr surfen

Contexta wirbt für das mobile Internet von Swisscom.

Ob im Zug, im Wald oder in den Bergen: Unterwegs mit dem Handy im Internet surfen, gehört inzwischen zum modernen Lifestyle. Mit den Natel-Liberty-Surf-Abos gibt es mobiles Internet mit ausreichend Datenvolumen inklusive. So surft man sorglos und bequem, wo immer man gerade ist.
Natel Liberty Mezzo ist das passende Surf-Abo für alle, die täglich mit dem Handy surfen, mailen und telefonieren. Contexta hat für die Bekanntmachung dieses Abos eine umfassende Kampagne entwickelt.
Die Sujets zeigen: Dank der inbegriffenen Datenmenge von 250 MB kann man ruhig etwas mehr mit dem Handy durch die Seiten surfen. «Dabei findet man die Antworten auf alle Fragen, bleibt immer aktuell informiert und kann jederzeit mit seinen Freunden verbunden sein», wie Swisscom verspricht.
Die Botschaft «surfen Sie ruhig mehr» wird schweizweit mittels Inseraten kommuniziert. Zudem ergänzen Plakate, Online-Werbemittel und Massnahmen an den Verkaufspunkten die Kampagne. (pan)

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Gericht bestätigt Verbot von ProSiebenSat.1-Kauf durch Springer

Die Übernahme von ProSiebenSat.1 durch Axel Springer ist laut einem neuen Gerichtsurteil vor zwei Jahren zurecht untersagt worden. Das Oberlandesgericht Düsseldorf gab am Mittwoch dem Bundeskartellamt recht.

Die Übernahme des TV-Konzerns ProSiebenSat.1 durch den Medienkonzern Axel Springer ist laut einem Gerichtsurteil zurecht untersagt worden. Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf gab am Mittwoch dem Bundeskartellamt recht. Das Kartellamt hatte die milliardenschwere Fusion Anfang 2006 gestoppt. Die Wettbewerbshüter hatten eine marktbeherrschende Stellung des Unternehmens befürchtet, das aus der Fusion von Springer und ProSiebenSat.1 entstanden wäre. Springer hatte seine Pläne nach dieser Entscheidung zwar aufgegeben, aber gleichwohl geklagt, um für mögliche künftige Fusionen Rechtssicherheit zu bekommen.

Anthrazit bietet Inserate mit QR-Code

Als erster Schweizer Printtitel bietet die Zeitschrift Anthrazit den Inserenten die Möglichkeit, interaktive Inserate mit QR-Code zu schalten.

Seit kurzem ist bekanntlich die Gratiszeitung Cash mit einem sogenannten QR-Code ausgerüstet, der Print mit Mobile und Internet verbindet. QR steht für Quick Response. Im Fall von Cash ermöglicht der Code, das ganze Heft oder Teile davon aufs Handy zu laden und dort zu lesen oder die Artikel auf den eigenen PC zu schicken.
Die Fachzeitschrift Anthrazit hat schon ein gutes Jahr vor Cash damit angefangen, ihre Artikel systematisch mit QR-Codes zu versehen. Und nun ist das Heft, das eine beglaubigte Auflage von 27’627 Exemplaren hat, der Branche punkto Mobile Tagging bereits wieder eine Nasenlänge voraus: Es bietet seinen Kunden unter dem Namen Cross Response die Möglichkeit, Inserate mit solchen Codes auszustatten, damit die Konsumenten – ähnlich wie bisher über SMS – das angepriesene Produkt bestellen oder Zusatzinfos anfordern können. Die Novemberausgabe von Anthrazit enthält bereits drei solche interaktive Inserate. Im einen Fall kann man sich ein Getränk nach Hause bestellen, im andern ein Pack Pampers und im dritten einen Mode-katalog. Wer interessiert ist, fotografiert («taggt») den entsprechenden Code mit dem Handy, und schon wird via mobiles Internet eine Verbindung zur entsprechenden Website, Landingpage genannt, hergestellt, wo der Konsument Name und Postadresse eintragen kann. Die Bestellung wird dann an eine vom Inserenten bezeichnete E-Mail-Adresse gesandt.
Viel Service für Anzeigenkunden
Für die Anzeigenkunden ist die Sache einfach: Sie müssen bloss ein Bild des zu bewerbenden Produktes, ein Logo, einen Text sowie eine E-Mail-Adresse liefern. «Den Rest erledigen wir bei Anthrazit: Wir layouten Ihr Inserat, generieren einen QR-Code und gestalten ihre Landingpage fürs Handy», heisst es in der Anthrazit-Dokumentation 2009. Kostenpunkt: 3500 Franken (Einführungspreis: 2’900 Franken). Die Anthrazit-Dienstleistung geht noch weiter: So wird der QR-Code immer mit einer SMS-Adresse versehen, damit auch Konsumenten ohne Foto-Handy die Inserate nutzen können. Der SMS-Service ist im Preis inbegriffen. «Wir haben zwar erste Feedbacks auf die Inserate, Zahlen liegen uns aber noch keine vor», sagt Anthrazit-Herausgeber Christian Schwengeler. Fest steht nur, dass auch die Dezemberausgabe drei QR-Code-Anzeigen enthalten wird.
Auch über die Erfahrung mit vertaggten Artikeln macht Schwengeler nur vage Angaben: Anthrazit habe seit September 2007 insgesamt eine fünfstellige Anzahl Nutzer verzeichnet, Tendenz steigend, sagt er. Die eine Hälfte habe die Texte via Code angefordert, die andere via SMS. Ein Grund für das zögerliche Anlaufen sieht Schwengeler bei den «nach wie vor intransparenten Handytarifen für mobiles Internet». «Das ist der Hemmfaktor Nummer 1», sagt er. Ringiers Cash würde nun aber neue Impulse geben.
Was wäre übrigens, wenn Anthrazit-Kunden ihr Inserat mit QR-Code nicht nur im Magazin, sondern auch anderswo schalten wollen? «Dagegen spricht nichts. Da die Landingpage eine Laufzeit von einem Jahr hat, steht diese zur Verfügung», sagt Schwengeler. Und wenn ein Kunde das Erstellen des Inserates lieber einer Werbe- oder Mediaagentur übertragen will, ist er dafür ebenfalls offen. «Sollte die Agentur technisch nicht in der Lage sein, QR-Codes oder Landingpages zu generieren, bieten wir ihr diesen Service natürlich an», sagt er.
Markus Knöpfli

Basel One: Heeb ergreift Rekurs gegen Konzessionsentscheid

Die bei der Vergabe einer Radio-Konzession für den Raum Basel leer ausgegangene Medien für Erwachsene AG (MFE) rekurriert gegen den Entscheid zu Gunsten der beiden bisherigen Radios Basilisk und Radio One. Die Entscheidung verstosse gegen Buchstabe und Geist des Radio- und Fernsehgesetzes, schreibt MFE-Mitbegründer Christian Heeb.

Die bei der Vergabe einer Radio-Konzession für den Raum Basel leer ausgegangene Medien für Erwachsene AG (MFE) rekurriert gegen den Entscheid zu Gunsten der beiden bisherigen Radios Basilisk und One. Die Verfügung des UVEK verstosse «klar gegen Buchstabe und Geist des Radio- und Fernsehgesetzes», reklamieren die Verwaltungsräte Franz Widmer (pensionierter
bz-Chefredaktor) und Christian Heeb (Radio Basilisk-Mitgründer) per Communiqué.
Dem Aspekt des Meinungspluralismus und der Medienvielfalt werde «keinerlei Beachtung geschenkt», weil das UVEK die Abhängigkeiten der bestehenden Sender ignoriere. In anderen Regionen sei dieses Kriterium hingegen entscheidend gewesen. Das abgeblitzte MFE-Projekt namens «Radio, das mehr Basel bietet (RBB)» habe Finanzierung und Grundkapitalisierung nachgewiesen. Bei der Konkurrenz hingegen habe das UVEK sogar auf deren Nachweis verzichtet. MFE spricht von «Willkür».
RBB war vor Jahresfrist als neuartiges Lokalradio mit einem Wortanteil von 50 Prozent und einer rund um die Uhr besetzten Redaktion mit 27 Vollstellen angekündigt worden. Die Kernaufgabe dieses Radios für eine «mündige Hörerschaft» sei die umfassende Beschaffung, Aufarbeitung und Verbreitung von Informationen. Sollte das rein Werbe- und Sponsoring-finanzierte RBB eine Konzession erhalten, werde das Aktienkapital von 100’000 Franken auf eine Million erhöht, sagte Heeb damals. Die Publigroupe Lausanne wolle sich mit 25 Prozent beteiligen. Mit im Boot war Hans Jürg Deutsch, früher TV-Chef bei Ringer.

Draftfcb schrumpft Tanksäulen für Daihatsu

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Allgemein

Neuer Radiomarkt lässt auf sich warten

Die Publisuisse und der Swiss Radio Pool wollten per 2009 den Radiomarkt neu ordnen. Doch die Zeit reicht nicht. Es mangelt nur schon an konkreten Informationen.

Am Radioday im September kündigten die SRG-Vermarkterin Publisuisse und der Swiss Radio Pool (SRP) an, dass sie ihre gemeinsame Firma Mediasense neu positionieren wollen. Konkret waren folgende Eckpunkte geplant: Die Publisuisse tritt ihre Mehrheit bei Mediasense sofort an die Radios ab und reduziert ihren Anteil bis Ende 2008 «substanziell», auch gibt sie das VR-Präsidium ab. Ebenfalls per Ende Jahr wird sich Mediasense aus der aktiven Radiovermarktung zurückziehen und sich künftig primär aufs Gattungsmarketing beschränken, parallel dazu ist das Online-Buchungstool Publiplan der Publisuisse als Brancheninstrument vorgesehen. Das neue Modell sieht weiter eine Öffnung des SRP für alle Radios vor (bisher war er 15 ausgewählten Sendern vorbehalten), und auch das Aktionariat von Mediasense steht neu allen Radios offen.
Doch seit dem Radioday ist es um Mediasense still geworden. Obwohl die Zeit drängt. Denn wenn man per 2009 tatsächlich eine neue Marktordnung einführen will, sollte diese nun in den Details feststehen. Aber weder bei Publisuisse noch beim SRP sind konkrete Auskünfte über den Stand der Dinge erhältlich. «Wir sind dran, die Sache kommt schon zum Abschluss», äussert sich Andreas Meili, der für die SRP-Radios im Mediasense-Verwaltungsrat sitzt. Weil viele Partner beteiligt seien, dauerten die Verhandlungen etwas länger. Kommuniziert werde, wenn alles unter Dach und Fach sei. «Wir sind zuversichtlich, dass dies noch vor Ende Jahr sein wird», sagt er.
In der Branche geht man deshalb davon aus, dass sich eine allfällige Neuordnung um sechs bis zwölf Monate verzögern wird. Klar ist: Die Radios ausserhalb des SRPs wissen noch nicht einmal, was sie eine Beteiligung bei Mediasense kosten würde. Die einen wollen gehört haben, dass sich ein Radio mit mindestens einer Aktie zu je 2’500 bis 5’000 Franken an Mediasense beteiligen sollte. Ein anderer Sender hat vernommen, dass eine Aktie bloss einen Franken kosten wird, dass aber die neueintretenden Radios mit Darlehen helfen sollten, den bisherigen Verlust von Mediasense zu überbrücken. Das käme aber schlecht an. «Ich helfe doch nicht mit, eine Firma zu sanieren, an der ich bisher nicht beteiligt war», sagt etwa Top-Chef Günter Heuberger stellvertretend für viele.
Chance zur breiten Information verpasst
Die unklare Informationslage kommt nicht von ungefähr: Eine Umfrage bei 17 von 23 Nicht-SRP-Mitgliedern zeigt, dass Mediasense zwar einen Infoanlass zum neuen Modell durchführte, offenbar aber nicht alle Radios einlud, einige bloss telefonisch informierte und Dritte überhaupt nie kontaktierte. Eine verpasste Chance, denn die meisten Sender würden eine Neuordnung des Radiomarktes begrüssen. «Wir sind offen für alles, was die derzeit verkrampfte Situation verbessert», sagt etwa Sunshine-Geschäftsführer Marco Meier. «Wir wären sehr interessiert an einer Lösung», meint auch Daniel Ruch, Geschäftsleiter von Neo1 (ehemals Radio Emme).
Doch die Skepsis ist riesig. «Das neue Mediasense-Modell funktioniert nur, wenn es auch den Vermittlern gefällt», sagt etwa Jérôme Marchal, Direktor der Firma Média-Régie, die die Radios Rouge, Lac und Plus vermarktet. Und auch Alfons Spirig von Radio Central ist der Meinung, dass ohne Vermittler nichts geht. «Wir sind auf sie angewiesen, denn sie bringen uns das Geld. Darum geben sie auch den Takt an.» Mediasense müsse deshalb zuerst mit den Vermittlern klarkommen. Das aber dürfte nicht einfach sein. «Solange die Bedingung besteht, dass alle Werbeaufträge über ein Tool und eine zentrale Stelle gebucht werden müssen, können die Vermittler vom neuen Modell gar nicht profitieren», sagt er. Im Gegenteil: Jede zusätzliche Stelle zwischen ihnen und den Radios wolle ja auch etwas von der Vermittlerkommission, was die Provision für die Vermittler verringere. «Für sie schaut schlicht kein Mehrwert heraus», sagt Spirig.
Spirigs Analyse wird auch von andern geteilt. Allerdings wagen einige darauf hinzuweisen, dass derzeit nur ein Vermittler etwas zu verlieren hat: Die IP Multimedia, die den Nicht-SRP-Radios heute 50 bis 70 Prozent des nationalen Werbeumsatzes bringt (siehe Spalte links) und deshalb in einer sehr starken Position ist. «Ein gemeinsames Buchungstool für alle wäre schon gut, aber wenn die IP nein sagt, wirds kompliziert», konstatiert deshalb Pierre Steulet, Chef der Radios Jura Bernois, Fréquence Jura und RTN. «Vor allem die IP muss mitmachen», sagt auch Karl Ehrler, Kodirektor von Radio Fribourg.
Martin Muerner, Sendeleiter von Radio BeO, plädiert deshalb für «ein Resetting auf die Situation von 2007», als die SRG-Tochter Publisuisse noch nicht im Radiomarkt mitmischte. Konkret: Publisuisse soll per 2009 bei Mediasense vollständig aussteigen und die Firma den Radios überlassen. Diese sollten dann den Publiplan mieten, aber getrennt von Publisuisse betreiben, damit die SRG-Tochter keine Daten einsehen könne. «Wir sollten die Gelegenheit packen und wieder einmal als ganze Radioszene die Grundideen der Vermarktung diskutieren», meint Muerner.
Markus Knöpfli

Recht gutes Radio-Jahr
23 UKW-Radios gehören nicht dem Swiss Radio Pool (SRP) an. Von diesen Sendern gaben neun an, dass ihr Werbeertrag dieses Jahr gleich hoch ist oder besser als 2007. Bei drei Stationen liegt der Umsatz leicht unter Vorjahr, zwei klagen über ein deutlich schlechteres Jahr. Fast allen Sendern bringt die IP Multimedia mindestens die Hälfte der nationalen Werbung, einigen gar 65 Prozent. Nur in zwei Fällen liegt der IP-Anteil unter 50 Prozent. In der Rangfolge der Vermittler liegt Radiotele Publicitas weit abgeschlagen auf Platz zwei, aber nur knapp, denn oft wird ihr der Platz von Cover Media, Spot Promotions oder RadioEmotion streitig gemacht. Mediasense spielt bei allen Nicht-SRP-Radios eine untergeordnete Rolle. (mk)

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Neue Töne: Die Radios sollen bei Mediasense die Mehrheit erhalten.
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Neuer Biss: Bis Ende Jahr wird sich Mediasense aus der aktiven Radiovermarktung
zurückziehen und sich aufs Gattungsmarketing konzentrieren.
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