Neue Spiegel-Chefredaktoren setzen auf Qualität und Inhalt
Das deutsche Nachrichtenmagazin der Spiegel wird seit Februar von zwei Chefredaktoren geleitet. Nach den Wirren um die Nachfolge von Stefan Aust, wollen sie den Fokus wieder auf Qualität und Inhalt verschieben.
Der ursprünglich bis 2010 laufende Vertrag des Spiegel-Chefredakteurs Stefan Aust wurde im November 2007 nicht verlängert und im Februar dieses Jahr beendet. Die neuen Doppelbesetzung der Chefredaktion teilen sich nun seit einigen Monaten Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron. Müller von Blumencron fehle es an politischem Profil hiess es noch vor einem Jahr von Seiten des Online-Portals der Financial Times Deutschland. Im Gespräch mit der FAZ haben sie nun erstmals die gemeinsame Leitung erläutert und über die Positionierung des Magazins gesprochen.
Eine Doppelspitze sehe spektakulärer aus, als sie sei, meint Mathias Müller von Blumencron. Ausserdem habe dies in der Spiegel-Redaktion eine lange Tradition. Die beiden Chefredakteure wechseln sich in der Führung alle zwei Wochen ab. Letztlich komme es aber nur darauf an, dass man sich einig sei, welchen Journalismus der Spiegel brauche. Und darin sind sie sich einig. Das Magazin werde als «Unternehmen Aufklärung» gebraucht, so Georg Mascolo. Oder um den Gründer Rudolf Augstein zu zitieren, die wahre Macht des Spiegels liege darin, Erkenntnissen zum Durchbruch zu verhelfen. Journalismus sei dazu da, genau hinzuschauen, kritisch und mit einem Schuss Respektlosigkeit gegenüber den Mächtigen, ergänzt Müller von Blumencron. Ausserdem klug in der Analyse, immer wieder überraschend, mit zuweilen schrägen Geschichte.
Für die Zukunft setzen die beiden Chefredaktoren auf Qualität in Print, Online und TV. Eine Diskussion, ob ein Medium das andere komplett verdränge, solle man sich nicht aufzwingen lassen, so Mascolo. Ihn interessiere der Inhalt, beim Spiegel gelte «Journalismus first» und nicht primär Online first.
Eine Doppelspitze sehe spektakulärer aus, als sie sei, meint Mathias Müller von Blumencron. Ausserdem habe dies in der Spiegel-Redaktion eine lange Tradition. Die beiden Chefredakteure wechseln sich in der Führung alle zwei Wochen ab. Letztlich komme es aber nur darauf an, dass man sich einig sei, welchen Journalismus der Spiegel brauche. Und darin sind sie sich einig. Das Magazin werde als «Unternehmen Aufklärung» gebraucht, so Georg Mascolo. Oder um den Gründer Rudolf Augstein zu zitieren, die wahre Macht des Spiegels liege darin, Erkenntnissen zum Durchbruch zu verhelfen. Journalismus sei dazu da, genau hinzuschauen, kritisch und mit einem Schuss Respektlosigkeit gegenüber den Mächtigen, ergänzt Müller von Blumencron. Ausserdem klug in der Analyse, immer wieder überraschend, mit zuweilen schrägen Geschichte.
Für die Zukunft setzen die beiden Chefredaktoren auf Qualität in Print, Online und TV. Eine Diskussion, ob ein Medium das andere komplett verdränge, solle man sich nicht aufzwingen lassen, so Mascolo. Ihn interessiere der Inhalt, beim Spiegel gelte «Journalismus first» und nicht primär Online first.





