Google digitalisiert jetzt auch Zeitschriften

Nachdem Google seine Online-Buchsuche im September um mehrere Zeitungen erweitert hat, werden jetzt auch Zeitschriften eingelesen. In einer ersten Runde sind dies amerikanische Magazine wie Ebony oder das New York Magazine, die Reihe soll aber sukzessive erweitert werden.

Nachdem Google seine Online-Buchsuche im September um mehrere Zeitungen erweitert hat, werden jetzt auch Zeitschriften eingelesen. Wie Google in seinem Blog mitteilte, sind US-amerikanische Verlage wie Hearst, Johnson Publishing und New York Media eine Partnerschaft eingegangen. Digitalisiert werden vorerst das New York Magazine, Ebony oder das Popular Science, letzteres bis zurück ins Jahr 1870. Wie bei der Buchsuche üblich, werden die Seiten im Volltext durchsuchbar sein und alle Bilder in Farbe enthalten. Mit der Zeit will Google das Angebot weiter ausbauen.

Wolfgang Kunz und Thomas Brossmann neu bei Publicitas Web2com

Publicitas Web2com meldet personelle Verstärkung. Der 38-jährige Wolfgang Kunz leitet neu das Team Siterelations. Auch die Abteilung Technik erhält Zuwachs: Der 38-jährige Thomas Brossmann wird als Campaign Manager International für die technische Abwicklung der Werbekampagnen im In- und Ausland zuständig sein.

Publicitas Web2com meldet personelle Verstärkung. Der 38-jährige Wolfgang Kunz leitet neu das Team Siterelations und wird für die Vermarktung des Website-Portfolios des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens für Online-, Mobile- und Suchmaschinen-Marketing zuständig sein. Der Ökonom HSG verfügt gemäss Mitteilung vom Donnerstag über langjährige Erfahrung im Online-Marketing und hat unter anderem als Country Manager in Südafrika die Präsenz der Mediaagentur Aegis Media aufgebaut. Weitere Stationen seiner beruflichen Laufbahn waren Hewlett Packard und Bosch. Zuletzt war er als Advertising Manager bei Zattoo tätig.
Neben dem Bereich Siterelations wird auch die Abteilung Technik verstärkt. Der 38-jährige Thomas Brossmann wird als Campaign Manager International für die technische Abwicklung der Werbekampagnen im In- und Ausland zuständig sein. Der Online-Fachmann hat seine Kenntnisse unter anderem bei Yahoo Search Marketing und Microsoft Advertising erworben.
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Thomas Brossmann

Matter & Gretener kommuniziert neu für Swissinvest

Matter & Gretener freut sich über einen neuen Kunden: Der an der Six Swiss Exchange kotierte Schweizer Immmobilienfonds Swissinvest betraute die Zürcher Agentur mit der Entwicklung eines Kommunikationskonzeptes.

Matter & Gretener freut sich über einen neuen Kunden: Der an der Six Swiss Exchange kotierte Schweizer Immmobilienfonds Swissinvest, dessen Investitionen in Schweizer Wohn- und Geschäftsliegenschaften einen aktuellen Marktwert von über 500 Millionen Franken haben, betraute die Zürcher Agentur mit der Entwicklung eines Kommunikationskonzeptes. Erste Arbeiten sind laut Mitteilung vom Donnerstag schon bald zu sehen.

Assai Dialog + Digital und Wirz Corporate lancieren Qualitätslabel für DSM

Die Agenturen Assai Dialog + Digital und Wirz Corporate der Wirz Gruppe wurden mit der Umsetzung des Qualitätssiegels «Quality for Life» des Herstellers von Vitaminen und Nahrungsmittelzusätzen DSM beauftragt.

Lebensmittelhersteller sehen sich heute aufgeklärten und kritischen Konsumenten gegenüber. Öffentlich bekannt gewordene Fälle von kontaminierten Lebensmitteln und Image schädigende Rückrufaktionen haben in den letzten Jahren die Konsumenten verunsichert. Dadurch hat die Nachfrage nach sicheren und hochwertigen Lebensmittelzusätzen massiv zugenommen. Der Hersteller von Vitaminen und Nahrungsmittelzusätzen DSM startete deshalb eine Qualitätsinitiative und rief das Gütesiegel «Quality for Life» ins Leben, wie es in einer Mitteilung heisst.
Mit der Umsetzung beauftragt wurden die beiden Agenturen Assai Dialog + Digital und Wirz Corporate. Gemeinsam erarbeiteten sie die Kommunikationsstrategie für «Quality for Life». Wirz Corporate hat das Qualitätslabel entwickelt, Adaptionen des Labels für weitere DSM-Marken entworfen sowie die Guidelines für die Anwendung des Siegels definiert.
Assai Dialog + Digital lancierte das Siegel mit einer Palette von Kommunikationstools. Für die Präsentation des Siegels an einer Fachmesse hat die Agentur Broschüren, Flyer, Give-Aways sowie eine Präsentation entworfen und umgesetzt.
Auf der Website Qualityforlife.com wird das «Quality for Life»-Konzept erläutert. Mit einer auf Fachkreise fokussierten Online-Kampagne wird das Siegel der Zielgruppe ausserdem weiter bekannt gemacht.

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New Impact: Mit Wichteln auf Gepäck vom Weihnachtsmann gezielt

Unter dem Motto «Rettet Weihnachten» hat die Berner Internet-Kommunikationsagentur New Impact für ihre Kunden und andere Interessierte ein Online-Spiel entwickelt, bei welchem dem Weihnachtsmann geholfen werden soll.

Unter dem Motto «Rettet Weihnachten» hat die Berner Internet-Kommunikationsagentur New Impact für ihre Kunden und andere Interessierte unter www.wichtelheroes.ch ein Online-Spiel entwickelt. Dabei gilt es, dem Weihnachtsmann zu helfen. Sein Schlitten ist bepackt mit Geschenken auf einem gefrorenen See liegen geblieben. In Form der stets hilfsbereiten Wichtelheroes naht zwar Hilfe, sie sind jedoch auf die Unterstützung der Mitspielerinnen und Mitspieler angewiesen. Zu gewinnen gibt es eine Iglu-Übernachtung für zwei Personen in Davos.

Baz macht Reinacher Zeitung zu reinem Online-Format

Die Reinacher Zeitung wird bald nicht mehr in gedruckter Form erscheinen. Wie das Unternehmen Basler Zeitung Medien am Mittwoch mitteilte, wird das amtliche Publikationsorgan der Gemeinde Reinach künftig nur noch als Online-Zeitung herausgegeben.

Die Reinacher Zeitung wird bald nicht mehr in gedruckter Form erscheinen. Wie das Unternehmen Basler Zeitung Medien am Mittwoch mitteilte, wird das amtliche Publikationsorgan der Gemeinde Reinach künftig nur noch als Online-Zeitung herausgegeben.
Die Reinacher Zeitung wurde bisher alle 14 Tage in einer Auflage von 9’800 Exemplaren an die Haushalte verteilt. Die letzte Printausgabe erscheint nun am 12. Dezember.
Die Reinacher Zeitung wurde 2001 von der Basler Zeitung Medien übernommen und gehört seither neben drei weiteren Lokalblättern zur LV Lokalzeitungen Verlags AG. Deren Geschäftsführer Patrick Wehrli begründete auf Anfrage die Einstellung der Printausgabe mit den zu hohen Kosten für Produktion und Vertrieb des defizitäten Blattes, das zudem von einem weiteren Gratisanzeiger konkurrenziert wird.
Nun setze man nach dem bisherigen Erfolg der Online-Zeitung voll aufs Internet.
Mittel, die aus dem Verzicht auf die gedruckte Ausgabe frei werden. sollen in den redaktionellen Teil investiert werden, sagte Wehrli. Statt vierzehntäglich soll künftig laufend aktuell über Reinach berichtet werden.
Überrascht vom Entscheid der Basler Zeitung Medien zeigte sich auf Anfrage der Reinacher Gemeindeverwalter Thomas Sauter. Die Gemeinde sei erst am Dienstag über die Einstellung der gedruckten Reinacher Zeitung informiert und vor vollendete Tatsachen gestellt worden, sagte Sauter am Mittwoch.

Natur erklären und ihre Schönheit zeigen

Finanzkrise hin oder her, der Beobachter baut aus: mit gänzlich neuer Webseite, einem aufgefrischten Layout und der Line Extension Beobachter Natur.

Still und leise haben sich beim Beobachter in den letzten Monaten ein paar grundlegende Neuerungen angebahnt. Die Chefredaktion um den publizistischen Leiter Balz Hosang hat sich nach einer internen Reorganisation der Leitungsstruktur mehreren publizistischen Projekten gewidmet, deren Resultat nun bereits zu sehen ist oder bald zu sehen sein wird. Anfang Dezember hat der zu Axel Springer gehörende Beobachter eine optisch und in der Navigation komplett überarbeitete Webseite aufgeschaltet, und am 6. Februar 2009 wird der Beobachter in neuem Layout erscheinen (Inserateschluss 8. Januar 2009) – erstmals zusammen mit der Line Extension Beobachter Natur, dem «grünen Beo». «Dafür haben wir etwa ein halbes Jahr malocht», sagt Hosang.
Den Beobachter Natur hat Hosang zusammen mit Verlagsgeschäftsführer Roland Wahrenberger und Remo Leupin, dem für Line Extensions verantwortlichen Leiter Projekte, initiiert und entworfen. Geplant ist nun ein 76 Seiten starkes Heft, das vorerst viermal erscheinen soll. «Alles weitere ist abhängig von der Wirtschaftsentwicklung und dem Inseratevolumen», meint Balz Hosang. Bei den Anzeigen sehe es im Moment gut aus. Mehr sagt er nicht. Produziert wird das Magazin vom Beobachter-Team unter der Leitung Leupins, je nach Thema auch mit Fachkräften aus dem hauseigenen Beratungszentrum unter der Leitung von Toni Wirz sowie freien Mitarbeitern. Den Auftakt des Hefts macht jeweils ein Themenschwerpunkt, danach folgen kleinere Beiträge sowie Tipps und Guide-Rubriken.
Grosser Bildanteil bei Line Extension
Die Entwürfe von Beobachter Natur überraschen mit langen und grossflächigen Bildstrecken und insgesamt sehr hohem Bildanteil. «Wenn man über Natur schreibt, muss man sie auch zeigen, und das in ihrer ganzen Schönheit», sagt Remo Leupin. Gleichzeitig will er mit der Publikation aber auch den Wissensdurst der Leserschaft bedienen und komplexe Zusammenhänge und Entdeckungen in den Bereichen Natur, Energie, nachhaltigem Leben, aber auch Technik aufzeigen. «Die Testleserinnen und -leser sind bei den Passagen, bei denen ihnen etwas erklärt wurde, geradezu im Heft versunken. In dieser Hinsicht haben wir beispielsweise eine doppelseitige Infografik zu eine m bestimmten Thema geplant.» Das könnten auch ausgefallene Ideen sein. Etwa, wie viel Energie während eines Fussballspiels in einem Stadion verbraucht wird. «Solche Grafiken sind zwar sehr aufwendig, aber wir glauben, es lohnt sich.»
Remo Leupin distanziert sich davon, der Beobachter mache jetzt einfach noch ein weiteres Nachhaltigkeits-Lifestyle-Magazin, wie sie derzeit sehr in Mode sind. «Wir haben einen hohen Informationsanspruch. Ein grünes Lifestyle-Magazin nach dem Motto ‹Wir konsumieren und retten damit die Welt› halte ich nicht für sehr nachhaltig.» Beobachter Natur werde aber kein «moralingesäuertes» Heft. Auch grüner Lifestyle sei ein Thema, «aber primär arbeiten wir informations- und nutzwertorientiert, und wir wollen zeigen, wie nachhaltiges Leben möglich ist». Die Entwürfe hinterlassen denn auch eher den Eindruck, dass sich hier ein Geo im Beo-Format anbahnt.
Neue ausgebaute Website
Dass mit ecoLife, Verde und SI Grün im Jahr 2008 bereits drei «grüne» Publikationen auf den Schweizer Markt gelangten, stört die Macher von Beobachter Natur nicht. «Natürlich haben wir uns ein bisschen geärgert, dass die anderen früher waren als wir, aber es ging nicht anders», meint Balz Hosang. Zuerst hätten andere Dinge gemacht werden müssen. Damit spricht er etwa auf die neue Webseite des Beobachters an, die Anfang Dezember aufgeschaltet wurde. Nebst einem kompletten Redesign und sämtlichen Heftinhalten bietet sie mit HelpOnline ein optimiertes Selbsthilfe-Werkzeug, mit dem Ratsuchende alle vom Beobachter publizierten Artikel und Bücher zu einem Thema sowie weiterführende Adressen und Inhouse-Berater finden können. Unter der Leitung von Monica Muijsers wurde zudem eine eigene Online-Redaktion geschaffen, welche die Seite aktualitätsbezogen und mit Rückgriff auf die Ressourcen des Beobachter-Gesamtangebots moderieren soll.
Marke Beobachter als Ganzes weiterentwickeln
Auch der Beobachter, das Flaggschiff des Beobachter-Verlags unter Chefredaktor Andres Büchi, wird derzeit überarbeitet. Gemäss Hosang geht es dabei in erster Linie um eine optische Auffrischung des Titels, der damit in Einklang mit dem neuen Magazin Beobachter Natur, aber auch mit den bisher unter dem Titel «Kompakt» laufenden, monothematischen Themenheften gebracht werden soll. «Damit wollen wir die Marke Beobachter als Ganzes weiterentwickeln», so Hosang. Darüber, ob und welche Ausbaupläne im Hause Beobachter weiterverfolgt werden, ist von Hosang und Leupin jedoch nichts Konkretes zu erfahren. «Es gibt Projekte für weitere Line Extensions, aber das ist noch nicht spruchreif», sagt Hosang.
Ausbau dank krisenresistentem Geschäftsmodell
Dass man beim Beobachter am Ausbauen ist, während bei anderen Verlagshäusern Stellen gestrichen werden, hängt für Hosang und Leupin damit zusammen, dass der Beobachter zusammen mit dem Beratungszentrum ein ziemlich krisenresistentes Geschäftsmodell ist. «Das hängt aber auch mit dem hohem Stellenwert zusammen, den der Beobachter seit seinem Verkauf an Axel Springer vor zwei Jahren im Verlag innehat. Man glaubt an das, wofür der Beobachter steht. Zudem ist der Axel-Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner ein richtiger Beo-Fan», sagte Hosang. Für den Verlag haben die beiden denn auch nur gute Worte übrig. «Die vor dem Verkauf herumgeisternden Ängste, von Berlin aus ferngesteuert zu werden, waren schnell weg. Wir sind jetzt in einem deutlich professionelleren Umfeld als früher.» Stellenabbau ist beim Beo zurzeit kein Thema. Zwar wurde kürzlich die Gala des jährlich vergebenen «Prix Courage» abgesagt, «aber lieber Galas absagen als Stellen abbauen», meint Hosang. (elk)
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Beobachter lanciert neue Website und neues Printprodukt

Finanzkrise hin oder her, der Beobachter baut aus: mit gänzlich neuer Webseite, einem aufgefrischten Layout und der Line Extension Beobachter Natur.

Still und leise haben sich beim Beobachter in den letzten Monaten ein paar grundlegende Neuerungen angebahnt. Die Chefredaktion um den publizistischen Leiter Balz Hosang hat sich nach einer internen Reorganisation der Leitungsstruktur mehreren publizistischen Projekten gewidmet, deren Resultat nun bereits zu sehen ist oder bald zu sehen sein wird. Anfang Dezember hat der zu Axel Springer gehörende Beobachter eine optisch und in der Navigation komplett überarbeitete Webseite aufgeschaltet, und am 6. Februar 2009 wird der Beobachter in neuem Layout erscheinen (Inserateschluss 8. Januar 2009) – erstmals zusammen mit der Line Extension Beobachter Natur, dem «grünen Beo». «Dafür haben wir etwa ein halbes Jahr malocht», sagt Hosang.
Den Beobachter Natur hat Hosang zusammen mit Verlagsgeschäftsführer Roland Wahrenberger und Remo Leupin, dem für Line Extensions verantwortlichen Leiter Projekte, initiiert und entworfen. Geplant ist nun ein 76 Seiten starkes Heft, das vorerst viermal erscheinen soll. «Alles weitere ist abhängig von der Wirtschaftsentwicklung und dem Inseratevolumen», meint Balz Hosang. Bei den Anzeigen sehe es im Moment gut aus. Mehr sagt er nicht. Produziert wird das Magazin vom Beobachter-Team unter der Leitung Leupins, je nach Thema auch mit Fachkräften aus dem hauseigenen Beratungszentrum unter der Leitung von Toni Wirz sowie freien Mitarbeitern. Den Auftakt des Hefts macht jeweils ein Themenschwerpunkt, danach folgen kleinere Beiträge sowie Tipps und Guide-Rubriken.
Grosser Bildanteil bei Line Extension
Die Entwürfe von Beobachter Natur überraschen mit langen und grossflächigen Bildstrecken und insgesamt sehr hohem Bildanteil. «Wenn man über Natur schreibt, muss man sie auch zeigen, und das in ihrer ganzen Schönheit», sagt Remo Leupin. Gleichzeitig will er mit der Publikation aber auch den Wissensdurst der Leserschaft bedienen und komplexe Zusammenhänge und Entdeckungen in den Bereichen Natur, Energie, nachhaltigem Leben, aber auch Technik aufzeigen. «Die Testleserinnen und -leser sind bei den Passagen, bei denen ihnen etwas erklärt wurde, geradezu im Heft versunken. In dieser Hinsicht haben wir beispielsweise eine doppelseitige Infografik zu eine m bestimmten Thema geplant.» Das könnten auch ausgefallene Ideen sein. Etwa, wie viel Energie während eines Fussballspiels in einem Stadion verbraucht wird. «Solche Grafiken sind zwar sehr aufwendig, aber wir glauben, es lohnt sich.»
Remo Leupin distanziert sich davon, der Beobachter mache jetzt einfach noch ein weiteres Nachhaltigkeits-Lifestyle-Magazin, wie sie derzeit sehr in Mode sind. «Wir haben einen hohen Informationsanspruch. Ein grünes Lifestyle-Magazin nach dem Motto ‹Wir konsumieren und retten damit die Welt› halte ich nicht für sehr nachhaltig.» Beobachter Natur werde aber kein «moralingesäuertes» Heft. Auch grüner Lifestyle sei ein Thema, «aber primär arbeiten wir informations- und nutzwertorientiert, und wir wollen zeigen, wie nachhaltiges Leben möglich ist». Die Entwürfe hinterlassen denn auch eher den Eindruck, dass sich hier ein Geo im Beo-Format anbahnt.
Neue ausgebaute Website
Dass mit ecoLife, Verde und SI Grün im Jahr 2008 bereits drei «grüne» Publikationen auf den Schweizer Markt gelangten, stört die Macher von Beobachter Natur nicht. «Natürlich haben wir uns ein bisschen geärgert, dass die anderen früher waren als wir, aber es ging nicht anders», meint Balz Hosang. Zuerst hätten andere Dinge gemacht werden müssen. Damit spricht er etwa auf die neue Webseite des Beobachters an, die Anfang Dezember aufgeschaltet wurde. Nebst einem kompletten Redesign und sämtlichen Heftinhalten bietet sie mit HelpOnline ein optimiertes Selbsthilfe-Werkzeug, mit dem Ratsuchende alle vom Beobachter publizierten Artikel und Bücher zu einem Thema sowie weiterführende Adressen und Inhouse-Berater finden können. Unter der Leitung von Monica Muijsers wurde zudem eine eigene Online-Redaktion geschaffen, welche die Seite aktualitätsbezogen und mit Rückgriff auf die Ressourcen des Beobachter-Gesamtangebots moderieren soll.
Marke Beobachter als Ganzes weiterentwickeln
Auch der Beobachter, das Flaggschiff des Beobachter-Verlags unter Chefredaktor Andres Büchi, wird derzeit überarbeitet. Gemäss Hosang geht es dabei in erster Linie um eine optische Auffrischung des Titels, der damit in Einklang mit dem neuen Magazin Beobachter Natur, aber auch mit den bisher unter dem Titel «Kompakt» laufenden, monothematischen Themenheften gebracht werden soll. «Damit wollen wir die Marke Beobachter als Ganzes weiterentwickeln», so Hosang. Darüber, ob und welche Ausbaupläne im Hause Beobachter weiterverfolgt werden, ist von Hosang und Leupin jedoch nichts Konkretes zu erfahren. «Es gibt Projekte für weitere Line Extensions, aber das ist noch nicht spruchreif», sagt Hosang.
Ausbau dank krisenresistentem Geschäftsmodell
Dass man beim Beobachter am Ausbauen ist, während bei anderen Verlagshäusern Stellen gestrichen werden, hängt für Hosang und Leupin damit zusammen, dass der Beobachter zusammen mit dem Beratungszentrum ein ziemlich krisenresistentes Geschäftsmodell ist. «Das hängt aber auch mit dem hohem Stellenwert zusammen, den der Beobachter seit seinem Verkauf an Axel Springer vor zwei Jahren im Verlag innehat. Man glaubt an das, wofür der Beobachter steht. Zudem ist der Axel-Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner ein richtiger Beo-Fan», sagte Hosang. Für den Verlag haben die beiden denn auch nur gute Worte übrig. «Die vor dem Verkauf herumgeisternden Ängste, von Berlin aus ferngesteuert zu werden, waren schnell weg. Wir sind jetzt in einem deutlich professionelleren Umfeld als früher.» Stellenabbau ist beim Beo zurzeit kein Thema. Zwar wurde kürzlich die Gala des jährlich vergebenen «Prix Courage» abgesagt, «aber lieber Galas absagen als Stellen abbauen», meint Hosang. (elk)

Frontseiten

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Inhaltsseiten Beobachter Natur

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Self-fulfilling Prophecy

Je länger die Finanzkrise andauert, desto klarer wird: Statt nüchterner Einschätzung der Lage toppen sich die Medien gegenseitig mit Untergangsszenarien und werden so zu zusätzlichen Brandbeschleunigern der wirtschaftlichen Situation – und ihrer eigenen. Gastkommentar von Stephan Russ-Mohl, Leiter des European Journalism Observatory an der Universität Lugano.

Steht der Untergang des Abendlandes, gar das Ende der Welt unmittelbar bevor? Man könnte durchaus meinen, der Jüngste Tag sei angebrochen, wenn man sich berieseln und berauschen lässt von all dem, was im Blätterwald und in den Talkshows derzeit mit aller (Medien-)Macht über uns hereinprasselt. Und das Jüngste Gericht wird gleich noch effektvoll mit dazu inszeniert – angesichts der Selbstgerechtigkeit, mit der viele Medienleute nicht nur schwadronieren, sondern auch moralisieren.
Dabei hat der Journalismus, von manchem Forscher vorschnell zum Frühwarnsystem der Gesellschaft ausgerufen, jahrelang aus nächster Nähe zugeguckt. Gewiss, es gab Kassandrarufe – aber sie sind untergegangen im Schwall der PR-Botschaften, die heute in vielen Redaktionen mit einem Mouseclick in «Journalismus» verwandelt werden. Viel zu lange und immer wieder wurde verkündet, all die Investmentbanker und Finanzjongleure hätten ihre Traumrenditen und Boni durch Leistung und Produktivitätssteigerungen verdient statt durch hochriskante Wetten. Ja, schlimmer noch: «Kritischer Wirtschaftsjournalismus» bestand darin, mit Sprücheklopfen die UBS und andere Finanz-institute regelrecht dazu anzustacheln, noch grössere Risiken einzugehen – so jedenfalls hat, mit Zitaten belegt, der Medienberater Kurt W. Zimmermann, vormals Mitglied der Geschäftsleitung von Tamedia, kürzlich in der Weltwoche den Schweizer Wirtschaftsjournalisten den Spiegel vorgehalten.
Haben Journalisten und Medienmanager inzwischen irgendetwas gelernt? Zu befürchten ist, dass sie im Begriff sind, mit ihrer Lust an «bad news», die kaum minder masslos ist wie die Gier vieler Börsianer und Banker nach schnellen Gewinnen, die wirklich grosse Krise und damit ihren eigenen Untergang herbei zu schreiben. Denn Medien berichten nicht nur über das Wirtschaftsklima, dummerweise erzeugen sie es auch.
In einer gründlichen Rückschau auf die vorletzte Krise, als die New Economy Bubble geplatzt war, hatte die Fachzeitschrift American Journalism Review (AJR) schon 2003 der US-Wirtschaftspresse bescheinigt, sie habe eher prozyklisch gewirkt, statt ihrer Rolle als Wachhund gerecht zu werden. Anderseits arbeitete das Fachblatt aber auch heraus, es habe durchaus kritische Einzelstimmen gegeben. Sie seien jedoch im kollektiven Rausch(en) untergegangen. Am Beispiel von Wall Street Journal und Business Week, aber auch der Washington Post zeigte AJR, dass es in den Boom-Jahren immer wieder «Weckrufe» gab. Lange vor den Enron- und Tyco-Skandalen sei vor Betrug und unsauberen Buchhaltungstricks gewarnt worden – nur sei eben «niemand aufgewacht». In den Redaktionen seien solche Warnungen in einer Kakophonie naiver Berichterstattung darüber untergegangen, wie «gesund» das System sei, dass man Finanzanalytikern und Wirtschaftsprüfern im Prinzip vertrauen könne und dass der Boom auf immer und ewig dauern werde.
Zu vermuten ist, dass Medienforscher zu ganz ähnlichen Erkenntnissen gelangen werden, wenn sie die derzeitige Wirtschafts- und Finanzberichterstattung analysieren. Es ist verblüffend, wie «gedächtnislos» der Journalismus arbeitet – und wie wenig offenbar selbst hoch angesehene Wirtschaftstitel trotz ausgeklügelter elektronischer Archive ihre eigenen Recherche-Erkenntnisse nutzen.
Spannend andererseits ist, wer in den Redaktionen die Krise schürt: Bei Deutschlands Intelligenzblatt Nr. 1, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ist es nicht etwa der für Wirtschaft und Finanzen zuständige Herausgeber, sondern der Feuilleton-Chef Frank Schirrmacher, der uns prophetisch die Weltläufe «erklärt» – gleichsam als Experte für Banken und Monetäres und offenbar letzter Universalgelehrter. Dieselbe Erfahrung, die jetzt der Wirtschafts- und Finanzjournalismus machen muss, haben früher schon die Kollegen vom Wissenschaftsressort gesammelt: Wenn ein Thema – sei es BSE, Sars oder jetzt eben die Subprime- und Bankenkrise – wirklich hochkocht, verlieren die Fachredakteure ihre Deutungsmacht an die Hierarchen in Politik- und Kulturredaktion.
Es kann indes noch schlimmer kommen, wie sich bei Deutschlands feinster Adresse für Qualitätsjournalismus, dem Nobel-Verlag Gruner + Jahr, sehen lässt: Da werden die Wirtschafts- und Finanzjournalisten gleich ganz wegrationalisiert, indem man künftig vier Wirtschaftstitel von einer Redaktion machen lässt. Verkehrte Welt! Das lässt genau den Zuwachs an journalistischer Sachkompetenz erwarten, den wir zur Krisenbewältigung dringend brauchen…

.ch produziert Spezialausgabe für unter den Baum

Die Pendlerzeitung .ch kündigt eine weihnächtliche Spezialausgabe an. Am 23./24.12.2008 wird das Blatt in Form einer Doppelnummer erscheinen. Danach macht die Zeitung Pause bis am 5. Januar.

Die Pendlerzeitung .ch kündigt eine weihnächtliche Spezialausgabe an. Am 23./24.12.2008 wird das Blatt in Form einer Doppelnummer erscheinen, die laut eigenen Angaben viele spannende Geschichten und nützliche Servicethemen enthalten wird.
Die Festtagsausgabe erscheint auf hochwertigerem Papier und mit einem grösseren Umfang. Sie wird aktiv von Kolporteuren in verschiedenen Schweizer Stadtzentren verteilt.
Nach Weihnachten und vor Silvester wird die Zeitung nicht erscheinen. Erst am Montag, dem 5. Januar, wenn der Pendlerstrom wieder zugenommen hat, wird .ch wieder auf die reguläre Erscheinungsweise wechseln.

Wer wird Werber des Jahres?

Die Werbewoche-Abonnenten dürfen abstimmen, wer am 14. Januar 2009 im Rahmen eines gediegenen Gala-Diners im Kaufleuten zum Nachfolger von Pius Walker gekürt wird.


Frank Bodin
Der CEO von Euro RSCG hat schon viele Erfolge auf seinem Konto verbuchen können. Als Frank Bodin 1996 als CD an den Genfersee zu McCann Erickson zog, war die Agentur drei Jahre später eine der kreativsten und erfolgreichsten. Das gleiche Schauspiel wiederholte sich 2001, als der Kreative diesmal als Chairman und CEO die Euro-RSCG-Gruppe auf einen neuen Kurs bringen musste. Innert kürzester Zeit schaffte er den Turnaround. «Love Advertising» heisst seither das Erfolgskonzept der Agentur mit dem Stern. Eingeflossen ist das zum Beispiel in die Neupositionierung der Aidsprävention mit dem Claim «Love Live». Sein Wirken hat Frank Bodin nun bereits zum neunten Mal eine Nomination als «Werber des Jahres» eingebracht. Dazu kommen über 500 Awards von praktisch allen Festivals weltweit. Bodin war Jury-Mitglied von Cannes bis Clio und 2004 sogar Präsident der Golden Drums. Bodins Rolle in der Schweizer Werbung spiegelt sich auch in seinem Engagement als Präsident des BSW Leading Swiss Agencies. Vor seinem Spiel auf dieser ganzen Klaviatur der Werbung lebte Frank Bodin als klassischer Pianist und bis 1992 als Assistent an der Hamburgischen Staatsoper. Bodin hat auch verschiedene Bücher verfasst.
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Markus Gut
Ein Jahr ist nun Markus Gut Chief Creative Officer und Mitglied des Verwaltungsrates von Advico Young & Rubicam. In dieser Zeit ist die Gruppe nicht nur kreativ über sich hinaus gewachsen mit über einem Dutzend wichtigen Siegen beim Pitchen. Die Y&R-Gruppe ist auch äusserlich sichtbar zusammengewachsen, indem jetzt vier Agenturen unter einem Dach wirken. Man darf gespannt sein, wie es an der Hardturmstrasse 133 weiter- geht, nachdem Markus Gut als früherer Chief Creative Officer der Publicis-Gruppe dem Unternehmen über acht Jahre lang einen regelmässigen Spitzenplatz bei den Kreativrankings bescheren konnte. Fast ein halbes Tausend Kreativpreise haben Markus Gut seit 2003 bis jetzt zuverlässig jedes Jahr eine Nomination zum «Werber des Jahres» eingebracht. Ebenso regelmässig ist er Juror an internationalen Festivals, zum Beispiel ADC of Europe oder NY Festivals. Wichtig ist Gut sein Einsatz als Dozent am Sawi, der Kreativschule des ADC/BSW oder an der HSG St. Gallen. Er ist Mitglied beim Design Network Switzerland. Stolz ist der Kreative aber auch auf seinen preisgekrönten Grappa aus dem familieneigenen Weingut im Tessin sowie seinen Single Malt aus einer Destillery in Schottland, bei der er Mitinhaber ist wie auch beim Restaurant «La Boite» von Jean Nouvel in Uster.

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Alexander Jaggy
Der Executive CD durfte sich im vergangenen Jahr über eine besonders wertvolle Auszeichnung freuen. Jung von Matt/Limmat wurde in einer Umfrage der Handelszeitung kürzlich nicht nur zur «beliebtesten Werbeagentur» gewählt, sondern bekam von 500 Auftraggebern und Kunden mit grossem Abstand auch den Titel der «besten Werbeagentur der Schweiz». Seit 2003 ist JvM/Limmat auch regelmässig die Agentur, die von ihren Kunden am häufigsten weiterempfohlen wird. Seit 2004 wirkt Alexander Jaggy im derart hochgelobten Unternehmen als Executive Creative Director. Im Januar 2006 wurde er auch Teilhaber. Alexander Jaggy startete seine Karriere 1990 als Texter bei BBDO in Zürich. Weitere Stationen waren GGK Zürich, Jung von Matt in Hamburg sowie Springer & Jacoby International in London. Nach sieben Jahren im Ausland kehrte Jaggy 2001 für den Start von Jung von Matt/Limmat nach Zürich zurück. Neben der Schweiz ist Jaggy auch Mitglied beim ADC für Deutschland sowie Member des englischen D&AD. Unter seinen weit über 200 nationalen und internationalen Auszeichnungen findet sich auch ein Goldlöwe aus Cannes für die Guerilla-Aktion «Size» für Mini. In diesem Jahr ist Jaggy mehrmals für Smart oder die Gesundheitsförderung Schweiz kreativ aufgefallen.

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Daniel Krieg
Am 1. April 2004 gründete Daniel Krieg (43) zusammen mit Uwe Schlupp die Zwei-Mann-Agentur Krieg, Schlupp, Springer & Jacoby (KSSJ). Ohne Kunden und ohne fremdes Kapital. Die beiden Kreativen gewannen Mandat um Mandat. 2005 stiess Christoph Bürge dazu, seitdem heisst die Agentur Krieg, Schlupp, Bürge/Springer & Jacoby (KSB/SJ). Heute beschäftigt das Zürcher Unternehmen über 50 Mitarbeiter. Mit Coop und dem Slogan «Für mich und dich» schrieb KSB/SJ Werbegeschichte. Ausserdem erarbeiteten Krieg und Konsorten bekannte Kampagnen für die AXA Winterthur, für VW, Bucherer, den ZVV und viele weitere Kunden. Der Erfolg von KSB/SJ hat viel mit Haltung zu tun: «Was wir denken, sagen wir auch. Was wir sagen, tun wir auch. Was wir tun, tun wir schnell», sagt Krieg. Er hat besonderes Interesse an strategischer Unternehmensführung sowie an «green communication» respektive Ökologie und Ethik. Krieg hat Wirtschaft an der Universität St. Gallen studiert. Vor der Gründung von KSB/SJ war er Texter, Konzepter und Creative Director bei Publicis, Weber, Hodel, Schmid, Farner Publicis und GGK Zürich. Ausserdem arbeitete er im Investmentbanking bei der Credit Suisse, in der Konsumgüterindustrie bei Philips, im Verlagswesen beim Cash sowie selbstständig als Modeimporteur. Daniel Krieg hat zwei Kinder und heiratet bald zum zweiten Mal.

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Philipp Skrabal
Philipp Skrabal (39) begann seine berufliche Laufbahn 1985 an der Schule für Gestaltung Zürich. Das erste Geld und seinen Ausbildungsplatz als Grafiker verdiente er als Graffiti-Sprayer. Nach Anstellungen als Junior Art Director, Art Director und einem halbjährigen Jobaustausch bei Euro RSCG Ball Partnership in Sydney startete er 1997 als Art Director bei Matter & Partner. 2003 wurde er dort Creative Director und Mitglied der Geschäftsleitung – und begleitete die Klein-agentur bis auf Platz 5 im Kreativranking. 2004 wechselte Skrabal als Creative Director und Stellvertreter von Markus Gut zu Publicis. Er erreichte die Plätze 2 und 1 im Kreativranking und durfte 2007 an der Seite von Markus Gut den ADC-Titel «Agentur des Jahres» entgegennehmen. «Das Wissen oder die Genialität eines Einzelnen wird künftig nicht mehr ausreichen, um bahnbrechende Lösungen zu entwickeln», ist Skrabal überzeugt. «Die Agentur der Zukunft besteht aus einem Team von Topleuten aller Disziplinen.» Seit Januar 2008 baut Skrabal mit dem Y&R-Team um Andreas Widmer und Markus Gut neue Strukturen und Prozesse auf, die auf integriertes Denken ausgerichtet sind. Beispielhaft dafür ist der kürzlich von Eurobest mit zweimal Bronze und viermal Shortlist ausgezeichnete «Free Internet»-Case. Als Executive Creative Director von Advico Young & Rubicam und Mitglied des Executive Boards der Young-&-Rubicam-Gruppe trug er wesentlich zu den jüngsten Etatgewinnen bei. Neue Kunden sind unter anderen die Swisscom, die Basler Versicherungen, Cash und Axpo. Skrabal errang rund 250 nationale und internationale Preise. Seit 2001 ist er Mitglied des Art Director Club Schweiz und war 2005 sowie 2007 Juror beim ADC of Europe. Philipp Skrabal ist Vater von zwei Kindern und leidenschaftlicher Rennradler.

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Andreas Widmer
Im Dreamteam an der Hardturmstrasse 133 ist Andreas Widmer von Wunderman und Futurecom seit Januar 2008 CEO der Y&R-Gruppe. Nachdem er schon als Kind viel Freizeit rund um die Welt der Kreativen in der Advico seines Vaters Bruno Widmer verbracht hat, studierte Andreas Widmer später Soziologie und Marketing. Zwei Jahre war er in der Marktforschung tätig. 1993 trat er als Account Manager und IT Director WCJ Zürich bei. Hier begann Andreas Widmer schon nach kurzer Zeit mit dem Aufbau der ersten interaktiven Unit des Unternehmens. Mit seinem Einsatz legte er den Grundstein für Futurecom interactive, das 1996 ins Leben gerufene Joint Venture von Advico Young & Rubicam und WCJ. Was mit vier Mitarbeitern und bescheidenem Atelier begann, entwickelte sich schon bald zu einem der führenden Unternehmen der Schweiz für Online-Marketing. Im Wunderman-Netzwerk wird das vielgepriesene Modell einer Crossmedia-Agentur tatsächlich gelebt. Als Managing Director, der auch Consulting-Aufgaben wahrnimmt, brachte Andreas Widmer anspruchsvolle Mandanten wie Swisscom, UBS, Jaguar, Ford oder Ericsson erfolgreich ins World Wide Web. Und betreut auch heute noch viele Key Accounts mit. Andreas Widmer ist auch Vorstandsmitglied des BSW sowie der Simsa.

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Gratiszeitungen fressen Abos

In Kampf- und Krisenzonen investieren Verlage besonders viel in ihre Titel – doch nichts half bisher nachhaltig gegen den Aboschwund.

In den letzten Jahren hat die Berner Tageszeitung Der Bund stark gelitten: Seit 2004, dem Beginn des Berner Modells, verlor er 18,2 Prozent seiner Abos, heute kommt er noch auf deren 48 406. Mittlerweile hat sich die Lage allerdings wieder etwas beruhigt: Gemäss Wemf-Auflagebeglaubigung 2008 betrug der Aborückgang gegenüber dem Vorjahr nur noch 1,6 Prozent. Mit der Ruhe dürfte es aber bald vorbei sein, das lässt sich aus diversen Leserbriefspalten schliessen. Denn der angekündigte Konzeptwechsel – wie er auch immer ausfallen wird – kommt nicht bei allen gut an.
> Übersicht voll bezahlte und ermässigte Abos (siehe Anmerkungen im Korrigendum unten)
Die nun anstehende Aboerneuerungsphase wird deshalb für das weitere Schicksal des Bund, der vor allem in der Stadt Bern gelesen wird, entscheidend sein. Nehmen die Abokündigungen erneut zu, ist eine Fusion mit der Berner Zeitung (BZ) so gut wie sicher, im andern Fall kommt es eher zur Kooperation mit dem Tages-Anzeiger.
Dem Schwester-Titel Berner Zeitung geht es dagegen punkto Abos erstaunlich gut, konnte er doch innert Jahresfrist 1314 Neuabonnenten (+1,2 Prozent) gewinnen. Zulegen konnte die BZ primär in Solothurn (585 Abos), in Thun (534 Abos) und im Emmental (211 Abos), in der Stadt Bern hingegen verliert auch er (die diversen Gratiszeitungen lassen grüssen). Dennoch ist der Abogewinn eine beachtliche Leistung, zumindest auf den ersten Blick. Zieht man jedoch die beachtlichen Investitionen in Betracht, welche die BZ etwa beim Split Solothurner Tagblatt (ST) tätigt (Frühzustellung, Gratis-Todesanzeigen, überaus grosszügige Probeabos), ist fraglich, ob sich die Abozunahme auszahlt – und wie nachhaltig sie ist. Das ST kannte jedenfalls schon bessere Zeiten: 2005 wies es 4667 Abos aus, verlor dann aber abrupt 1000 Abonnenten und ist auch jetzt noch um 400 Abos unter dem früheren Höchststand.
Wie weit die Konkurrentin Solothurner Zeitung den BZ-Split spürt, ist unklar, doch der allfällige Schaden scheint klein zu sein. Zwar sinkt auch bei der Solothurner Zeitung der Abobestand kontinuierlich, seit 2005 um ganze 13,2 Prozent. Den grössten Rückgang verzeichnete der Titel aber in der Zeit, in der auch beim ST 1000 Abonnenten absprangen, eine Parallelentwicklung, die wohl mit der Expansion der Gratiszeitung 20 Minuten zusammenhing.
Auch Zürcher Umland verliert Abonnenten
Eine ähnliche Situation präsentiert sich im Kampfgebiet Zürcher Umland, wo der Tages-Anzeiger vier Splits lanciert hat, um sich in der Region besser zu verankern. Die Investition scheint dem Tagi aber nicht viel zu nützen, jedenfalls sanken seine Abos in allen Regionen weiter – um 1,4 bis 3 Prozent. Allerdings ergeht es der Zürcher Landzeitung nicht besser, bei Zürcher Oberländer und Zürcher Unterländer liegen die Verlustquoten mit minus 4,2 und minus 5,3 Prozent sogar noch höher. Die Zürichsee-Zeitung, die von Gratiszeitungen weniger geplagt wird, ist punkto Abos stabiler (ausgenommen die stadtnahe Ausgabe Sihltal/Thalwil).
Recht stabil blieb es auch im Gebiet Nordwestschweiz. Zwar hatte man im letzten Frühjahr bei der Basler Zeitung noch mit einer leichten Abozunahme gerechnet, was sich aber bis Juni nicht bestätigte. Immerhin steht die BaZ aber mit einem Rückgang um 400 Abos oder 0,5 Prozent vergleichsweise gut da. Auch bei der Konkurrentin Basellandschaftliche Zeitung hatte man sich verkalkuliert: Wegen der Lancierung des Sonntag hatte man sich zumindest eine Stabilisierung erhofft, tatsächlich sank die Abozahl aber um 340.
Interessant ist noch die Lage bei den Sonntagstiteln: NZZ am Sonntag, SonntagsZeitung und SonntagsBlick legen bei den Abos nach wie vor zu, der SoBli gar um 3,7 Prozent, dies obwohl nur die NZZaS auch bei der gesamten verkauften Auflage zulegen kann, bei SoBli und SoZ ist jedoch die Auflage sinkend.
Beim Blick schlug sich die im März eingeführte Frühzustellung noch nicht in zusätzlichen Abos nieder. Deren Zahl sank weiter um 2,2 Prozent.
Markus Knöpfli

KORRIGENDUM
In der Tabelle ist uns leider ein Fehler unterlaufen. Das Zofinger Tagblatt (ZT) ist dort im 2008 mit 12’702 Abos und einem Rückgang von 10,9 Prozent gegenüber Vorjahr aufgeführt. Beides ist falsch. Denn es blieb unberücksichtigt, dass das ZT jenen Teil seiner Auflage, die in den Kanton Luzern hinüber reicht, seit September 2007 als Splitausgabe «Luzerner Nachrichten» (LN) herausgibt und getrennt ausweist. Somit sind die 1’310 LN-Abos korrekterweise zu jenen des ZT zu addieren, was insgesamt 14’012 ZT-Abos ergibt. Der Abo-Rückgang gegenüber Vorjahr beträgt beim Zofinger Tagblatt also nur 1,7 Prozent. Wir entschuldigen uns für das Versehen.

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