Wer hier nicht aufsteigt, ist selber schuld

Wirz gibt zusammen mit Alpha.ch hilfreiche Tipps für die Karriere.

Gelangweilte Kaderleute spielen in ihrem Büro Minigolf oder beherrschen das perfekte Einwerfen eines Papierknäuels in den Abfallkorb. Das haben wir bei der letzten Staffel der Kampagne für Alpha.ch gelernt. Jetzt hat Wirz rund um die erste Internetadresse für Schweizer Kaderstellen ein paar neue Ideen lanciert. Alpha.ch von Tamedia ist doch dazu prädestiniert, den ambitionierten Bewerbern guten Rat zu erteilen, sagte sich das Team von Hanspeter Schweizer und Thomas Kurzmeyer.
Diese Erkenntnis hat zu einer Anzeigenkampagne mit (vorläufig) zwölf Sujets geführt, die ab sofort in Tamedia-Titeln zu sehen und zu lesen sind. Das Alpha-Team bei Wirz Werbung vermittelt darin wertvolle Insights zum beruflichen Weiterkommen wie beispielsweise den Ratschlag, jeweils zwei Anzugsvestons zu kaufen, damit eines jederzeit als Präsenz-Markierung über dem Stuhl hängen kann (Tipp Nr. 1.). Oder Ferien grundsätzlich auf unpassende Termine zu legen, um sie dann kurzfristig wegen Arbeitsüberlastung demonstrativ zu verschieben (Tipp Nr. 8). All diese gut gemeinten Ratschläge münden jeweils in der simplen Erkenntnis: «Wenn das nichts hilft, hilft Alpha.ch».
Augenzwinkernd und gleichzeitig sorgfältig illustriert im Stil von industriellen Gebrauchsanweisungen wurden die einzelnen Motive von Guido Köhler.
Den Cleveren geht ein Licht auf
Für Berufstätige, die sich nicht mit solchen Tipps durch den Alltag schummeln können und deshalb oft bis weit in die Nacht hinein schuften müssen, kann Wirz eine nicht minder freche Idee präsentieren. Für Jobwinner, das Stellenportal für «Normalos» aus dem Angebot von Tamedia, hat Wirz in einem leerstehenden Bürohaus in nur einem Raum ein Licht installiert. Nach der Ambient-Idee von Priscilla Kämpfer von Wirz musste diese Installation so wirken, als ob dort noch jemand arbeiten müsste. Während mehreren Nächten wurde dazu vom Nebenhaus mit einem Spezialbeamer die Empfehlung von Jobwinner.ch «Für bessere Jobs als diesen» unter das hell erleuchtete Fenster projiziert.
Andreas Panzeri

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Fast überall hagelt es Rekurse

Ob in der Deutschschweiz oder in der Romandie – fast alle im Herbst gefällten Konzessionsentscheide werden angefochten.

Das Bundesverwaltungsgericht bekommt viel zu tun, denn kaum ein Entscheid des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) betreffend Vergabe der Radio- und TV-Konzessionen in den 15 Gebieten mit mehr als einem Bewerber wird von den unterlegenen Parteien akzeptiert. Immerhin drei Ausnahmen gibt es: Da ist zum einen Tamedia, die die Vergabe der TV-Konzession an Tele Top schluckt und auf einen Rekurs verzichtet, Tele Züri aber weitersenden lässt und dessen Sendegebiet in etwa verdoppelt. Ähnliches gilt für das Projekt Valais Wallis TV: Auch dort goutiert man den Uvek-Entscheid, wird aber das bisherige Tele Oberwallis weiterführen – in der Hoffnung, doch noch ins Projekt des konzessionierten Canal 9 einbezogen zu werden. Unbestritten ist auch die TV-Konzession, die das Uvek in den Kantonen Waadt und Fribourg an Edipresse und La Liberté vergab. «Wir akzeptieren den Entscheid», sagt Frédéric Piancastelli von der unterlegenen Unicast SA. Da sein Unternehmen vor Kurzem den TV-Musikkanal TVM3 übernommen hat und Mitte November auf dem digitalen Cablecom-Netz mit Rouge TV gestartet ist, werde man sich auf diese Aktivitäten sowie auf den Betrieb der konzessionierten Radios Rouge FM und Lac konzentrieren, sagte Piancastelli.
Alle andern TV-Gebiete mit mehr als einem Bewerber bleiben dagegen in Frage gestellt. Günter Heuberger, Chef von Tele Top und vom Projekt Tele Säntis, legte Beschwerde gegen die Konzessionsvergabe an Tele Ostschweiz (St. Galler Tagblatt) ein. Die AZ Medien, Betreiberin von Tele M1 und Tele Tell, ficht in der Innerschweiz die Vergabe an Tele 1, dem Projekt der LZ Medien, an. Tele Alf wiederum stellt die Konzession für Tele M1 in Frage, wie Initiant Werner Baumann auf Anfrage bestätigte. Und im Jura glaubt Arc TV, dass die Konzessionserteilung an Canal Alpha nicht rechtens war.
Die Entscheide betreffend Radiokonzessionen werden mindestens ebenso bestritten – oder die Situation bleibt unsicher, weil da und dort die Beschwerdefrist noch läuft, so etwa beim Projekt ZüriLive, das sich für das Gebiet Stadt Zürich (kleinere Konzession) beworben hatte. Dessen Initiant Oliver Flückiger liess jedenfalls auf Anfrage offen, ob er «in den nächsten Tagen» noch gegen die Konzessionsvergabe an Radio Monte Carlo von Giuseppe Scaglione Beschwerde einlegen wird. Klar ist aber: Radio 1 von Roger Schawinski, das dort ebenfalls unterlag, wird RMC die Konzession nicht streitig machen. Umgekehrt akzeptiert Scaglione, dass sein 105züri im grösseren Gebiet Zürich-Glarus leer ausging. Damit wird hier einzig Ringiers Radio Energy Zürich den Uvek-Entscheid anfechten.
Bekannt ist ferner, dass Schawinski die Konzessionsvergabe an die Radios Grischa und Argovia angefochten hat. In Basel bestreitet Radio RBB von Christian Heeb, dass es zu Recht leer ausging. Und im Jura beschreitet Radio LuNe den Rechtsweg gegen das konzessionierte Arc FM. Von den Westschweizer Radioprojekten Meyrin und Léman Local in Genf war keine Stellungnahme erhältlich. Möglich also, dass auch von dieser Seite noch Beschwerde eingereicht wird.
Markus Knöpfli

Ruf Lanz: Schwitzen für Sportartikel des Sport Factory Outlets

Ein etwas zu dicker Herr, der sich einen viel zu engen Skianzug zwängt? Das kann passieren, wenn die Sportartikel so billig sind, dass man sich schon mal einen Fehleinkauf leistet. So dramatisiert von Ruf Lanz für den Sport-Factory-Outlet.

Für den Sport-Factory-Outlet im Bally-Areal in Schönenwerd hat Ruf Lanz ein Model ganz schön zum Schwitzen gebracht: Um die Botschaft zu dramatisieren, dass aufgrund der tiefen Preise des Outlets jedermann Profi-Skiausrüstungen kaufen kann, hat die Zürcher Agentur einen nicht ganz schlanken Wintersportler in den hautengen Anzug der Schweizer Skinati gesteckt. Mit dem Claim «Da fühlt sich jeder wie ein Profi» soll auf die topaktuellen Winterausrüstungen der Verkaufsstelle hingewiesen werden, wie es in einer Mitteilung heisst.
Ruf Lanz wirbt seit 2002 für den Outlet und ist für ihre Kampagnen dieses Jahr unter anderen mit einem Cannes-Löwen ausgezeichnet worden. Die drei Sujets sind auf Gelegenheitsinseraten, Plakaten und POS-Rotairs zu sehen.
Verantwortlich beim Sport Factory Outlet: Peter Wider (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf und Danielle Lanz (CD), Grit Wolany (AD), Torsten Maas (Text), Michèle Leibacher (Beratung). Fotografie: Oliver Nanzig. Bildbearbeitung: Patrik Rohner.

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Das Ranking hat gesprochen

Die Y&R-Gruppe ist neu an der Spitze des Kreativrankings. Dahinter hat es interessante Verschiebungen gegeben. Einige sind erklärungsbedürftig.

Für einige Agenturen ist das alljährliche Ranking der Werbewoche überlebenswichtig. Sie wollen damit akquirieren. Und viele Kunden können Kreativität nicht selber bewerten. Sie wollen auf viele Medaillen vertrauen. Für andere Agenturen ist das Ranking mehr eine Angelegenheit für das Prestige. Zuoberst auf dem Podest arbeitet es sich im Alltag vielleicht ein bisschen glamouröser. Und man spielt eine wichtigere Rolle beim Branchenklatsch.
In diesem Jahr wird sicher zu reden geben, dass die Y&R-Gruppe von Rang 4 auf die 1 vorgerückt ist. Man solle dabei nicht vergessen, dass viele Arbeiten noch vor dem Einstieg von CCO Markus Gut vor nun genau einem Jahr erfolgt sind. Die Leica-Kampagne, die massgeblich auch internationale Punkte eingeschenkt hat, ist noch unter CD Urs Schrepfer entstanden. Umgekehrt ist Markus Gut noch für viele Punkte bei Publicis verantwortlich. Diese Agentur ist inzwischen von Rang 2 auf 4 abgerutscht. Jung von Matt/Limmat ist dafür von 5 auf 3 aufgestiegen. Dem wäre aber anders, wenn die Mercedes-Filme aus Deutschland nicht gezählt hätten, rechnet Markus Ruf. Seine Agentur hat einen Rang gutgemacht und liegt jetzt auf Platz 2. Und das Einreichen dieser Filme hätte ja beim ADC explizit zu einer neuen Regelung geführt, hofft Ruf auf kommende Zeiten einer gerechteren Welt.
> Kreativranking 2008 – Top 10
Nun, bei den Misswahlen ist es ja oft so, dass die Vize mehr Geld verdient als die eigentliche Siegerin. Wie sich diese Entwicklung in der Werbebranche zeigt, wird im kommenden Jahr sicher für viele spannende Diskussionen sorgen. Wer wird mit Metall glänzen und wer brilliert auch im Markt?
Die grossen Agenturen bauen sich auffallend stärker auf. Gleichzeitig ist eine Fragmentierung zu beobachten. Immer mehr kleine Spezialisten arbeiten in dankbaren Nischen. Publicis hat Kunden verloren, dafür auch neue und inte-ressante Mitarbeiter gefunden, die wieder neue Kunden anlocken sollen. In der «kleinsten Werbeagentur» wird es langsam eng. Zwar ist Pius Walker vom Platz 1 auf 6 abgerutscht – genau umgekehrt, wie es im letzten Jahr gelaufen ist. Ein wachsendes Team von «jungen Wilden» arbeitet bei Walker aber auf Hochtouren an neu gewonnenen Budgets.
Advico Young & Rubicam ist umgezogen und zeigt am neuen Standort an der Hardturmstrasse mit vier Agenturen unter einem Dach ungezügelte Energie für eine Verteidigung der neu errungenen Spitze. Und Markus Gut kann melden, dass seine Crew schon über ein Dutzend Pitches gewonnen und fast keinen verloren hat.
Ranking regt zu Diskussionen an
Einige Agenturen haben sich gegen das Ranking entschieden und wollen das Preisgeld für sich behalten. «Schön, wenn Ende Jahr zigtausend noch auf dem Konto sind, statt in wertloses Blech investiert», sagt Daniel Matter, der nicht mehr beim Gerangel um den hart umkämpften zehnten Rang mitbieten wollte und im vergangenen Jahr keinen einzigen Wettbewerb mitfinanziert hat. Auch die Newcomer Rod beteiligen sich (noch) nicht an Wettbewerben. Andere haben den Schritt zwar angedroht, haben aber zu einer korrigierten sportlichen Ansicht «Mitmachen ist wichtiger als Siegen» zurückgefunden. Vor diesem Hintergrund ist die Diskussion zu sehen, ob mit der Berücksichtigung der Punkte eine kreative Elite gefördert werden soll oder mehr qualitative Breite. Zählen nur die Metall-Auszeichnungen, die von der Spitze gewonnen werden? Sind aber nicht die Ehrenplätze auf der Shortlist ein Zeichen von Qualität auf alltäglicher Ebene, wenn man für «schwierige Kunden» kreative Kompromisse findet.
Und eigentlich müsste man auch die Anzahl der Mitarbeiter in die Liste aufnehmen, meint Markus Ruf. Denn es sei ein Unterschied, ob eine Agentur mit 100 Leuten ein paar hundert Punkte macht oder eine Agentur mit gut 20 Leuten nur etwas weniger.
Epica wird im Ranking nicht mehr gezählt. Obwohl dieser Wettbewerb der einzige ist, bei dem sich die Einsender nicht selber bewerten können, sondern ihre Ideen vor einer Fachjury bestehend aus Chefredaktoren der Branchenblätter ausbreiten müssen. Viele Filmpreise wie Edi, Die Klappe und Spotlight sollen nach Wunsch einer Expertenrunde aus Topkreativen nicht mehr für das Ranking zählen. Die Qualität dieser Filme sei bereits durch die Jurierung im ADC berücksichtigt, meinen die Leader. Genau gleich könnte man allerdings auch bei allen anderen Wettbewerben argumentieren. Aber wenn Clio und Cannes weiter drinbleiben, auch wenn diese Löwen – meistens wenigstens – bereits ADC-Gold gewonnen haben, dann kommt das wieder einer Stärkung der Spitze gleich. Und Ranglisten waren schon zur Zeit der Gladiatoren dazu gedacht, den Besten zu prämieren. Auch wenn die Sache inzwischen immer mehr sportlich gesehen werden muss.
Andreas Panzeri

Pleiten, Pech und Pannen im Schnee

Wirz hat für die Mobiliar neue Winterfilme produziert.

Sie läuft und läuft und läuft: die immer wieder frisch überraschende Kampagne von Wirz für die Mobiliar. Kein leichter Job, hier alle Jahre wieder einen neuen Ansatz zu finden. Mit drei neuen Winterfilmen ist es dem Team um Matthias Freuler aber auch diesmal gelungen, wieder verblüffend zu überraschen – um bewusst einen Pleonasmus zu gebrauchen.
Der Film «Sessellift» zeigt – beziehungsweise zeigt nicht, weil sehr dichter Nebel herrscht –, wie ein Paar beim Skilift den richtigen Moment zum Abspringen verpasst. Erklärt wird das wie üblich im Schadenprotokoll «Liebe Mobiliar…». Neu hat Wirz zu diesem Spot(t) auch eine Ambient-Idee nachliefern können. In einigen Wintergebieten in Graubünden und im Berner Oberland sind am Ende der Sesselbahnen bei der Bergstation Fangnetze aufgehängt worden, die täuschend ähnlich wie das Millimeterpapier der Schadenskizzen wirken. Dazu ist das Mobiliar-Logo auf dem Netz zu sehen. Den Rest kann man sich denken.
Ein zweiter Film zeigt, wie ein Autofahrer beim Parkieren in einem Skigebiet ein Toi-Toi-Häuschen auf einem Parkplatz so unglücklich rammt, dass das WC mitsamt seinem menschlichen Besucher zu einer rasanten Fahrt über die Schneehänge angeschubst wird. Ein dritter Film dramatisiert, dass es nichts bringt, bei einem Auto mit Vorderradantrieb die Schneeketten am Hinterrad zu montieren. Regie bei allen Filmen führte Ernst Wirz. Das Sound Design stammt von JingleJungle. (pan)

> Spot ansehen

Schneiter Meier Külling: Geschäftsbericht für internationalen Aluminiumkonzern

Der international tätige Aluminiumkonzern Vimetco hat sich für Schneiter Meier Külling als Partner für den neuen Geschäftsbericht entschieden. Das Mandat umfasst sowohl die inhaltliche wie auch die visuell-gestalterische Konzeption und Realisation.

Der international tätige Aluminiumkonzern Vimetco hat sich für Schneiter Meier Külling als Partner für den neuen Geschäftsbericht entschieden. Vimetco ist mit einem Umsatz von 1,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2007 und 10’000 Mitarbeitern einer der zehn weltweit grössten Aluminiumkonzerne. Das Mandat umfasst sowohl die inhaltliche wie auch die visuell-gestalterische Konzeption und Realisation des Geschäftsberichts 2008. Herausgegeben wird er in englischer Sprache. Schneiter Meier Külling betreut unter anderen die Geschäftsberichte von SBB, Swiss Life, Axpo oder Sanitas.

More bringt mehr Freizeit

Tamedias Ausgehmagazin 20 Minuten Friday erhält Konkurrenz: Ticketcorner lanciert einen weiteren Freizeit-Titel.

Unter dem Titel «More» lanciert Ticketcorner (TC) Ende Januar 2009 ein neues Freizeitmagazin. Der Name stehe für den Mehrwert an Infos und Angeboten, den das 68-seitige Heft bieten werde, sagt Christoph Soltmannowski, TC-Mediensprecher und Chefredaktor von More.
Das Gratismagazin im Tabloidformat erscheint zehnmal pro Jahr mit einer Ausgabe für die Deutschschweiz (200’000 Exemplare) und für die Romandie (50’000 Exemplare). Der Vertrieb läuft über einen Teil der 1400 TC-Verkaufsstellen und das Hallenstadion Zürich, ferner wird More den rund 30’000 Mitgliedern der Clubs von TC und der Konzertagentur GoodNews zugeschickt. Im Gegenzug stellt TC die Event-Broschüre TicketNews ein. Auch die Kooperation zwischen Good News und 20 Minuten Week läuft Ende 2008 aus. Tamedia hatte diese gekündigt, um mit dem eigenen Ausgehportal Tilllate.com 20 Minuten Friday zu lancieren. Good News, wo Ringier das Sagen hat, sah sich deshalb nach neuen Partnern um.
«Inhaltlich dreht sich More um alles, was Ticketcorner anbietet», sagt Soltmannowski. Da das grösste Schweizer Ticketing-Unternehmen mit rund 5’000 Vertragspartnern kooperiert, ist das Angebot sehr breit. Es umfasst Pop-Rock-Konzerte, Musicals und andere Kultur-Events, dazu Sportanlässe wie die Eishockey-WM und neu auch Skitickets. Entsprechend bietet More einen rund 20-seitigen Eventguide, stellt auf weiteren 20 Seiten Bands vor, porträtiert Künstler und Sportler oder zeichnet die Geschichte einer Produktion nach. Das Magazin enthält ferner Beiträge über Skigebiete, in denen TC aktiv ist, ebenso Serviceseiten und Hinweise auf Vergünstigungen für Members.
Doch wie wird sich More von 20 Minuten Friday unterscheiden? «More ist thematisch breiter und geht mehr in die Tiefe», sagt Soltmannowski. Auch altersmässig sei More «nach oben kompatibler». Als Zielgruppe gibt Soltmannowski 20- bis 50-Jährige an – eine Herausforderung. «Da aber viele Events tatsächlich alle Altersklassen ansprechen, glauben wir, dass auch auf journalistischer Ebene eine gemeinsame Ansprache möglich ist», meint er.
Übrigens: Auch Ringier-intern existiert noch ein Projekt für ein Freizeitmagazin, es trägt den Arbeitstitel Brombeer und liegt «fixfertig» bei Marc Walder, Chef von Ringier Schweiz, in der Schublade. Der Wochentitel würde sich an ein urbanes und primär weibliches Publikum richten. Doch Walder zögert: «Wir haben noch nicht entschieden, ob wir das Heft lancieren werden. Auch bezüglich der Frage, ob das Heft gratis sein soll, und punkto Distribution haben wir uns auf keine der erarbeiteten Optionen festgelegt.»
Markus Knöpfli

Flop der Woche: Stehsatz und Stuhlgang beim ZDF

Stehen oder nicht – beim «heute journal» keine Frage mehr: Ab Frühjahr 2009 fehlen im neu gestalteten Nachrichtenstudio die Stühle. Claus Kleber und Marietta Slomka moderieren dann im Stehen, egal, wie umwerfend die Nachrichten auch sein mögen.

Stehen oder nicht – beim «heute journal» keine Frage mehr: Ab Frühjahr 2009 fehlen im neu gestalteten Nachrichtenstudio die Stühle. Claus Kleber und Marietta Slomka moderieren dann im Stehen, egal, wie umwerfend die Nachrichten auch sein mögen. Finanzkrise bei den Öffentlich-Rechtlichen? Oder hat ein Wirbelsäulenguru Moderatorenbuckeln den Kampf angesagt? Redaktionsleiter Kleber gibt zu: «Gerade sitzen kann ich nicht. Ich wünsche mir seit meinem Jobantritt vor sechs Jahren, nicht mehr sitzen zu müssen. Wenn ich im Stehen moderiere, fühle ich mich wohler und kann offener auf die Zuschauer zu¬gehen.» Auch Slomka sei es lieber, wenn sie im Stehen moderieren könne. Zuvor hatte Kleber erklärt, dass das «heute journal» mit dem neuen Design des Nachrichtenstudios auch inhaltlich «richtig Gas geben» wolle. Vielleicht war es die Sitzhaltung, die das beliebte Moderatorenteam bisher ausbremste. Gespannt erwarten wir, ob sich im «heute journal» stante pede etwas ändert.

Das war 2008

Keystone präsentiert im Jahresrückblick «Bestpicture 2008» die schönsten und eindrucksvollsten Schnappschüsse des Jahres.

Der Jahresrückblick im A3-Format bietet nahrhaftes Futter fürs Auge sowie spannende Texte von Lorenz Keiser, Jürg Dedial und Matthias Remund. «Bestpicture 2008» kann unter www.bestpicture.ch bestellt werden. Auf der Website steht ausserdem die «picture gallery» bereit. Dort kann man sich erlesene Bilder in den verschiedensten Formaten herauspicken und für den Privatgebrauch produzieren lassen: vom Poster über Bilder auf Metall bis zum gerahmten Werk. Schau an! (afw)
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Plan B lässt für Microsoft die Dinos ran

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Zu guter Letzt: L’Internet, c’est moi

Google Zeitgeist gibt Aufschluss darüber, welche Wörter bei Google am meisten gesucht werden. Nun ist die Liste für das gesamte Jahr 2008 erschienen. Weltweit am meisten gesucht wurde - wenig überraschend - Obama.

Google hat mit «Google Zeitgeist» soeben die Ranglisten der meistgesuchten Wörter auf den Google-Suchmaschinen veröffentlicht. Aufschlussreich sind dabei nicht nur die verschiedenen Listen, sondern auch dass Google schreibt, man sehe darin, was Herr und Frau Schweizer im Internet suchten. Das ist jetzt natürlich nicht ganz korrekt, denn die Listen zeigen ja nur, was Herr und Frau Schweizer bei Google suchten. Aber man mag es König Google verzeihen, dass er sich selbst mit dem Internet verwechselt. Bei einem schwindelerregenden Marktanteil von über 80 Prozent kann man ja schliesslich nicht immer kühlen Kopf bewahren.
Wie dem auch sei, das bei Google meistgesuchte Wort in der Schweiz heisst: Youtube. Das zweite (da haben wirs!): Google, Nummer drei ist Video. So zumindest die offizielle Liste. Dass nichts, was mit Sexualität zu tun hat, unter den Top-10 ist, ist etwas verdächtig. Aber egal. Insgesamt sind Social-Network-Begriffe auf dem Vormarsch. Bei den am schnellsten wachsenden Begriffen ist Facebook an erster, Netlog an dritter und Youtube an fünfter Stelle. Die meistgesuchte Person in der Schweiz war, dieses Jahr nicht ganz überraschend, Barack Obama. Dann kommt mit Roger Federer bereits ein Schweizer, dahinter folgt Madonna.
Die Liste spart auch nicht mit unfreiwilliger Komik. So haben wir auf Platz 8 der am schnellsten wachsenden Begriffe das Wort Homegate (eine Immobiliensite), dahinter auf Platz 9 die UBS. Reiner Zufall. Dann: Der global am schnellsten wachsende Begriff war Sarah Palin. Man kann fast darauf wetten, dass es im Jahr 2009 auch der am schnellsten schrumpfende Begriff sein wird. Es sei denn, die charmante Dame aus Alaska mit dem Hang zur Vetternwirtschaft mache wieder einmal unfreiwillig von sich reden. Nun, Sie sehen, die Liste von Google Zeitgeist gibt viel her, überzeugen Sie sich selbst.

Ast & Jakob übernimmt Fischer AG Münsingen

Die beiden Schweizer Druckunternehmen Ast & Jakob, Vetsch AG in Köniz und die Fischer AG in Münsingen machen ab nächstem Jahr gemeinsame Sache. Die Könizer Firma hält ab 1. Januar 2009 die Mehrheit an Fischer. Ein Personalabbau sei nicht vorgesehen.

Die beiden Schweizer Druckunternehmen Ast & Jakob, Vetsch AG in Köniz und die Fischer AG in Münsingen machen ab nächstem Jahr gemeinsame Sache. Die Könizer Firma hält ab 1. Januar 2009 die Mehrheit an Fischer. Ein Personalabbau sei nicht vorgesehen.
Ast & Jakob, Vetsch wird 52 Prozent des Aktienkapitals halten, wie aus einer gemeinsamen Mitteilung der Unternehmen vom Mittwoch hervorgeht. Die restlichen 48 Prozent bleiben im Besitz der bisherigen Aktionäre Daniel Linder, Beat Schaffner und Daniel Troxler.
Die drei bleiben auch Geschäftsführer des Unternehmens. Sie hatten die Fischer AG im Jahr 2005 vom ehemaligen Hauptaktionär Heinz Fischer übernommen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Die Fischer AG für Data und Print ist spezialisiert auf Zeitschriften und Werbedrucksachen. Zudem ist sie im Verlagswesen tätig. Zusammen beschäftigen die zwei Betriebe rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Ab nächstem Jahr soll die Produktion vorübergehend in Münsingen konzentriert werden. In zwei Jahren sollen die Unternehmen dann einen neuen, gemeinsamen Standort beziehen. Die Suche nach einem solchen sei im Gang.
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