Die Nutzung von Rabattcoupons, besonders jene von Cashback-Coupons (für Rabatte in bar), ist häufig kompliziert, vor allem dann, wenn die Coupons nicht direkt an der Kasse verrechnet werden: Der Coupon muss gesammelt und der Kaufbeleg per Post eingesendet werden. Die Rückzahlungsfrist beträgt fünf bis acht Wochen – für die Konsumenten ist dies alles andere als ermutigend.
Mit einer Web-Plattform, auf der die Konsumenten die Rückzahlung ihrer Rabattcoupons direkt anfordern und weitere Werbeangebote nutzen können, hat ein Westschweizer Start-up die Lösung für dieses Problem gefunden. In Zusammenarbeit mit HighCo hat die Lausanner Agentur Lauris das zweisprachige Portal Cash-Cash ins Leben gerufen, die erste E-Cashback-Website der Schweiz.
Die Bedienung von Cash-cash.ch ist einfach. Die aktuellen Angebote – Rabattcoupon, hundertprozentige Rückzahlung, Doppelpack-Angebot usw. – werden auf der Website präsentiert, die über alle Geräte aufgerufen werden kann, vor allem über Mobilgeräte – ob von zu Hause aus, unterwegs oder direkt im Geschäft, vor dem Regal. Nach dem Kauf des Produkts muss der Konsument lediglich ein Foto seines Kassenbelegs als Kaufnachweis hochladen und die Rückzahlung des im Angebot genannten Betrages anfordern. Das Geld wird innert maximal sieben Tagen direkt auf sein Bankkonto überwiesen. Die Konsumenten nach jeder Kauftransaktion Geld zurück. Cash-Cash verwendet keine Online-Geldbörse/kein Online-Portemonnaie, in das erst ein bestimmter Betrag eingezahlt werden muss, bevor die Nutzer ihr zurück Geld erhalten. Die Website verpflichtet sich zu vollständiger Transparenz.
Edgard Lauris, Gründer von Cash-Cash, ist überzeugt: «Couponing ist und bleibt das beste Mittel zur Verkaufsförderung, das jemals erfunden wurde. Es ermöglicht es den Marken, ihre Grosszügigkeit unter Beweis zu stellen. So können sie die Kaufkraft ihrer Kunden erhöhen und gleichzeitig mehr Traffic in den Geschäften generieren. Man spricht hier von «Drive-2-Store»-Marketing. Im digitalen Zeitalter muss auch der Coupon weiterentwickelt und entmaterialisiert werden. Webcoupons gewinnen bereits seit 2013 weltweit an Beliebtheit, mit dem Anbruch des Zeitalters der Mobilgeräte sind die Möglichkeiten für die direkte Interaktion mit den Konsumenten und das Angebot von Promotionen während des Einkaufs jedoch noch grösser geworden. Ziel von Cash-Cash ist es, zu DER Referenz zu werden, wenn es darum geht, die Kunden im Geschäft bei ihrer Kaufentscheidung zu unterstützen – vor jedem Kauf – und den Kunden auf diese Weise Zugang zu sofortigen, exklusiven und persönlichen Angeboten zu bieten.»
Coupons in der Schweiz
In der Schweiz zwingt die besondere Situation im Detailhandel die Marken dazu, die Couponsysteme der beiden Marktführer zu verwenden. Die Entwicklung des Multichannel-Coupons, d. h. eines Coupons, der von einer Marke herausgegeben wird und in allen Geschäften einlösbar ist, ist somit zu kompliziert. Daher müssen laut Mitteilung Innovationen und Alternativen her, die das aktuelle Angebot ergänzen können, ohne mit ihm zu konkurrenzieren.
Grundsätzlich gibt es nur zwei Arten von Couponing. Der Coupon ist ein Zahlungsmittel, das während eines festgelegten Zeitraumes Anspruch auf einen Rabatt auf ein bestimmtes Produkt gewährt. Wenn die Rückerstattung direkt an der Kasse erfolgt, spricht man von einem sofort einlösbaren Coupon (instantly redeemable coupon). Erfolgt sie indirekt über andere Mittel, spricht man von einem Angebot mit zeitlich versetzter Rückzahlung. Bei einem Angebot mit zeitlich versetzter Rückzahlung vom Typ Cashback erhält der Kunden den Kaufbetrag ganz oder teilweise zurück, allerdings nicht an der Kasse, sondern per Überweisung direkt auf sein Bankkonto. Die meisten der heutzutage verwendeten Coupons wurden zwar im Geschäft gesammelt und somit von einem Detailhändler aktiviert, in Zukunft wird dies jedoch höchstwahrscheinlich nicht mehr der Fall sein. Digitale Coupons – Webcoupon, Drive, Load to card – haben mit dem Siegeszug des Smartphones an Beliebtheit gewonnen und werden den Erwartungen der modernen Konsumenten gerecht.
Die Schweiz hole ihren Rückstand bei Shopper-Marketing-Lösungen gegenüber anderen europäischen Märkten auf, schreiben die Macher von Cash-cash. Dieser sei teilweise bedingt durch die Vormachtstellung des Duopols Migros-Coop, das im Schweizer Detailhandel lange Zeit das alleinige Sagen gehabt habe. Die Ankunft deutscher Konkurrenten auf dem Markt, in Kombination mit dem Druck, der von den weltweiten Giganten der Digitalbranche Google und Apple auf die Schweizer Händler ausgeübt wird, führe jedoch dazu, dass die Karten in Sachen Web-2-Store-Promotion neu gemischt würden: «Unsere Plattform ermöglicht es den Marken, den Schweizer Konsumenten Angebote vom Typ «100-prozentige Rückzahlung» oder «1. Kauf gratis» anzubieten, aber auch Rabatte in jeder Form, über die sie sich direkt im Geschäft, zu Hause oder unterwegs informieren können. Diese Interaktion mit dem Konsumenten ist eine echte Revolution im Werbemarketing.» Als erste Partner präsentiert Cash-cash in der Kategorie «Food» die französischen Marken Michel & Augustin und Saint Albray, die in der Romandie bekannter sind als in der Deutschschweiz.