Neuer Chefredaktor für Liechtensteiner Volksblatt

Die Redaktion der Tageszeitung Liechtensteiner Volksblatt in Schaan hat einen neuen Leiter. Der Verwaltungsrat betraute Heinz Zöchbauer mit der Führung des Blattes.

Die Redaktion der Tageszeitung Liechtensteiner Volksblatt in Schaan hat einen neuen Leiter. Der Verwaltungsrat betraute Heinz Zöchbauer mit der Führung des Blattes. Der 42-jährige Zöchbauer löst Tino Quaderer ab, der nach zweieinhalb Jahren als Chefredaktor per Ende Januar die Branche gewechselt und eine neue Herausforderung angenommen hat. Dies teilte die Liechtensteiner Volksblatt AG am Donnerstag mit.
Zöchbauer arbeitet seit zehn Jahren beim Volksblatt, zuerst als Redaktor, dann als Sportchef. Ausserdem ist er bei der ältesten Zeitung des Fürstentums seit drei Jahren für die interne Ausbildung verantwortlich.

Lowe lässt für Cailler emotionsgeladene Schokolade verschicken

Die zur Draftfcb/Lowe Group gehörende Agentur Lowe hat für den Schweizer Schokoladenhersteller Cailler eine Aktivierungskampagne realisiert, die auf dem vor zwei Jahren ebenfalls von Lowe entwickelten TV-Spot «Emotion Factory» aufbaut.

Die zur Draftfcb/Lowe Group gehörende Agentur Lowe hat für den Schweizer Schokoladenhersteller Cailler eine Aktivierungskampagne realisiert, die auf dem vor zwei Jahren ebenfalls von Lowe entwickelten TV-Spot «Emotion Factory» aufbaut.
Die Kampagne «Emotionen verschenken» starte virtuell im Netz und komme als greifbares und süsses Geschenk in der Realität an, heisst es in einer Mitteilung der Agentur. Auf der neuen interaktiven und videoanimierten Website Cailler.ch dringt man als User in die Schokoladenfabrik ein und kurbelt mit Hilfe der jungen Dame aus dem TV-Spot an den Rädern der Emotionsmaschine. So kann man sich seine individuelle Schokolade zusammenstellen und diese Tafel seinem oder seiner Liebsten zum Valentinstag gratis zuschicken.
Lowe Zürich war für die Strategie, das Konzept und die Gesamtverantwortung zuständig. Lowe Stratéus Paris zeichnete für die Kreation der Offline-Kommunikationsmittel verantwortlich und Lowe Brindfors Stockholm übernahm die Umsetzung des Online-Auftritts.
Verantwortlich bei Cailler: Cornelia Brechbühl (Communication Manager), Marie-Pierre Ambroggi (Group Brand Manager Business Unit Chocolate Nestlé). Verantwortlich bei Lowe Zürich: Frédéric Nogier (Konzept/AD), Ivan Madeo (Konzept/Text), Stefan Näf (Strategie), Gabrielle Lommel (Beratung).
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TSR: Verfahren wegen Rassendiskriminierung eingestellt

Die Genfer Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen Rassendiskriminierung gegen das Westschweizer Fernsehen eingestellt. Ein Radiomoderator hatte als Gast im Kulturtalk «Tard pour bar» den französischen Komiker Dieudonné «Neger» genannt.

Die Genfer Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen Rassendiskriminierung gegen das Westschweizer Fernsehen eingestellt. Ein Radiomoderator hatte als Gast im Kulturtalk «Tard pour bar» den französischen Komiker Dieudonné «Neger» genannt. Die Aussagen des Moderators Pascal Bernheim seien zwar unangemessen und ungeschickt gewesen, kommt Generalstaatsanwalt Daniel Zappelli zum Schluss. Da der Moderator sie jedoch in einer Sendung gemacht habe, welche die Grenzen des Humors auslote, seien diese Worte als Scherz gedacht gewesen und strafrechtlich nicht relevant. Dies schreibt das Westschweizer Fernsehen gemäss SDA in einer Mitteilung vom Donnerstag.
Die Klage gegen den Moderator der Sendung, Michel Zendali, den Programmdirektor Gilles Pache und den Moderator Pascal Bernheim war von der afrikanischen Kulturvereinigung Kasaï eingereicht worden.
Ebenfalls um den Begriff «Neger» war es in einem einem Fall gegangen, den die unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) im Dezember zu behandeln hatte. Die UBI hatte damals eine Beanstandung gegen eine Radiosendung zurückgewiesen, in der es um Barack Obama ging. Obama war – vor seiner Wahl zum US-Präsidenten – in der Sendung «Zweierleier» von Radio DRS 1 in einem fiktiven Gespräch zweier Schweizer Touristinnen auf einem Campingplatz in Italien als «Neger» bezeichnet worden. Ein Hörer hatte dies beanstandet.

Bilanz-Rating 2009: Nescafé auch 2009 wertvollste Schweizer Marke

Nescafé ist immer noch Nummer eins, die UBS hält sich trotz Verlusten auf Platz 2, und die CS hat auf Platz 4 aufgeholt. Im Ranking 2009 des Wirtschaftsmagazins Bilanz hat sich die UBS halten können, obwohl der Wert der Marke gegenüber 2007 um 39,3 Prozent auf 7,6 Milliarden Franken eingebrochen ist.

Wertvollste Schweizer Marke im Ranking 2009 des Wirtschaftsmagazins Bilanz ist wiederum Nescafé mit einem Anstieg um 5,8 Prozent auf 16,303 Milliarden Franken. Sie liegt dabei weit vor der Nummer Zwei, der UBS, deren Markenwert gegenüber 2007 um 39,3 Prozent auf 7,6 Milliarden Franken geschrumpft ist. Die Grossbank hat sich zwar auf dem zweiten Platz halten können, wie der Vorabdruck des am Freitag veröffentlichten Interbrand-Rankings verrät. Doch der Schaden beim Investmentbanking schlage auf die Glaubwürdigkeit der gesamten Bank. Langfristig müsse sich die Marke UBS neu erfinden. Die CS hingegen hat im Zweijahres-Vergleich kräftig zugelegt, nämlich um 68,8 Prozent auf 6,816 Milliarden Franken. Gelohnt hat sich für die CS, auf eine einzige Marke zu setzen. Sie belegt die vierte Position der Rangliste.
Auf Platz drei liegt der Nahrungsmittelkonzern Nestlé mit einem Wert von 6,973 Milliarden Franken. Ebenfalls zu den Top-Ten gehören wie schon vor zwei Jahren Zurich (ZFS), Rolex, Swisscom und Omega. Neu in den vordersten Rängen sind Davidoff und der Schokoladenhersteller Lindt. An Wert eingebüsst haben neben der UBS auch Adecco (-18,3 Prozent), Logitech (-6,5 Prozent) und Swiss Life (-4,9 Prozent). Nicht mehr bewertet wurden ABB, Swiss Re und Ciba, weil sie kaum Endkundengeschäfte betreiben. Auch Novartis und Roche sind nicht mehr dabei. Grund ist, dass sie mehr mit Produktenamen als mit der Unternehmermarke werben.
Weltweit ist die wertvollste Marke wie schon 2007 Coca Cola. Ihr Wert beläuftt sich auf 66,7 Milliarden Dollar (+2 Prozent). Dahinter folgen IBM und Microsoft, die ebenfalls an Wert zulegten. Von den Schweizer Marken schaffte es keine unter die Top-20 der Welt.

GGK gestaltet Anzeigenmotiv für Anthrazit

Zum Erscheinen des neuen Anthrazit-Sonderheftes «Die 200 besten Websites der Schweiz» hat die Zürcher Agentur GGK ein Anzeigenmotiv mit Fokus auf das Heftthema kreiert.

Zum Erscheinen des neuen Anthrazit-Sonderheftes «Die 200 besten Websites der Schweiz» hat die Zürcher Agentur GGK ein Anzeigenmotiv mit Fokus auf das Heftthema kreiert. GGK habe das Thema sprichwörtlich um- und ins Bild gesetzt, heisst es in einer Mitteilung der Agentur – ganz im Sinne von Anthrazit-Herausgeber Christian Schwengeler, der sich davon mehr Präsenz und Heftverkäufe über mobile Geräte verspricht. Das Heft ist selbstverständlich auch via QR-Code oder SMS bestellbar.
Verantwortlich bei Anthrazit: Christian Schwengeler (Herausgeber), Gabriela Benz (Verlagsleiterin). Verantwortlich bei GGK: Jean-Marc Demeulemeester (Kreation), Nicole Berger (Grafik), Oliver Kindhauser (Beratung).
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SSM und Impressum lancieren neues Schweizer Medienmagazin

Die Schweizer Medienverbände Impressum und SSM lancieren ein neues Magazin. Es soll ab April sechsmal jährlich in separaten, redaktionell eigenständig aufbereiteten Sprachausgaben in der Deutschschweiz und in der Westschweiz erscheinen.

Die Schweizer Medienverbände Impressum und SSM lancieren ein neues Magazin. Es soll ab April sechsmal jährlich in separaten, redaktionell eigenständig aufbereiteten Sprachausgaben in der Deutschschweiz und in der Westschweiz erscheinen. Geplant ist eine Auflage von über 10’000 Exemplaren, erstmals erscheinen soll das Magazin im April 2009.
Als Chefredaktoren sind der Deutschschweizer Philipp Cueni und der Westschweizer Christian Campiche designiert. Die beiden verfügen über langjährige Berufserfahrung. Cueni hat bereits die Fachzeitschrift Gazette aufgebaut und redaktionell geleitet. Campiche leitete das Wirtschaftsressort von La Liberté, war in der Chefredaktion von Bilan und l’Agefi tätig und ist Mitbegründer des Vereins Info en Danger.
Gazette und Journalisten.ch werden abgelöst
Das Magazin richtet sich gemäss Mitteilung an alle, die in der Schweizer Medienbranche tätig oder an Medienthemen interessiert sind. Es löst die bisherigen Publikationen Gazette und Journalisten.ch ab.
Die Verlagsgeschäfte und die Produktion laufen über Bachmann Medien in Basel. Das Layout-Konzept ist von der Agentur Schwerzmann Rothenfluh in Zürich erarbeitet worden. Das Anzeigenmarketing übernimmt Cemedia in Wettingen. Eine inhaltliche Kooperation besteht mit dem deutschen Fachmagazin Message beziehungsweise mit dem Institut für Journalistik der Universität Leipzig.
Vorerst keine Zusammenarbeit mit Klartext
Das neue Mediemagazin hatte Cueni erstmals in seiner Kolumne in der Dezember- Ausgabe der Gazette angekündigt. Nach diesem Bericht hatte SSM zu Beginn auch mit dem Medienmagazin Klartext verhandelt. Die Gespräche hätten bislang aber nichts ergeben.
Grund dafür waren Differenzen über die Ausrichtung des Titels: Klartext hatte dem SSM eine Zusammenarbeit im Rahmen des bestehenden Magazins angeboten. Für das SSM kam jedoch nur ein komplett neues Projekt in Frage. Die Tür steht für Klartext aber nach wie vor offen. Im Vertag zwischen dem SSM und impressum ist vereinbart, dass Klartext jederzeit Verhandlungen über eine Zusammenarbeit aufnehmen könne, sagte Cueni.

Markom Zulassungsprüfung mit hoher Erfolgsquote

1'100 Absolventinnen und Absolventen haben die Ende Februar zum vierten Mal durchgeführte Markom Zulassungsprüfung erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt haben laut Mitteilung 1'234 Personen teilgenommen.

1’100 Absolventinnen und Absolventen haben die Ende Februar zum vierten Mal durchgeführte Markom Zulassungsprüfung erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt haben laut Mitteilung 1’234 Personen teilgenommen.
Dem 2002 gegründeten Verein Makom gehören die Branchenverbände Swiss Marketing SMC, Schweizerische Gesellschaft für Marketing GfM, Verkauf Schweiz VS, Schweizer Direktmarketing Verband SDV, Schweizer Werbung SW, Schweizerische Public Relations Gesellschaft SPRG und KV Schweiz an. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, für die seit 1. Januar 2009 gültigen neuen Prüfungsordnungen auf Stufe Berufsprüfungen eine gemeinsame, vorgängig zu absolvierende Zulassungsprüfung durchzuführen.
Die nächste Prüfung findet vom 3. bis 7. August statt, Anmeldungen werden ab 4. Mai entgegengenommen. Anmeldeschluss ist der 3. Juli 2009.

Zu guter Letzt: Nahtoderfahrung für Ex-Präsi

Switzerland’s next Topdrink

Für den Lifestyle-Drink BodyStyle von Diwisa hat IP Multimedia einen attraktiven Crossmarketing-Case rund um die Castingshow «Germany’s next Topmodel» lanciert.

Eine Jury. Ein Ziel. Ein Quotenhit. Ab dieser Woche lockt Heidi Klum wieder mit der Castingshow für «Germany’s next Topmodel». Millionen Mädchenträume finden im Bildschirm ihren Spiegel. Bis zum 28. Mai ist wöchentliche Hochspannung angesagt mit der bereits vierten Staffel des modernen Aschenputtel-Märchens auf ProSieben. Erfahrungsgemäss kann die Show dabei auf eine grosse Fangemeinde in der Schweiz zählen. Ein attraktives Umfeld also auch für Schweizer Werbetreibende.
«Wir freuen uns, dass wir Diwisa mit ihrem Lifestyle-Drink Bodystyle im Umfeld der Show platzieren können. Eigentlich waren nur klassische Werbespots geplant. In einem Meeting konnten wir Diwisa aber überzeugen, dass eine crossmediale Kampagne mehr Nutzen für die Marke bringt», erklären Andrea Jordi und Raffael Huber, beide Account Manager bei IP Multimedia.
Statt nur Werbespots zu schalten, kann Bodystyle im Schweizer Werbefenster von ProSieben jetzt als Presenting Sponsor von «Germany’s next Topmodel» auftreten. «Eine Geschichte mit grossem Mehrwert. Dank der Verknüpfung mit der Show kann ein Imagetransfer erreicht werden, den ein normaler Spot alleine nicht erreicht», wie Jacqueline Sasse, Head of Radio & Sponsoring bei IP Multimedia erklärt.
Für die Umsetzung hat Diwisa mit der Werbeagentur Frontal in Willisau und der Produktionsfirma Centauri in Ebikon einen Trailer realisiert, der die beiden Marken Bodystyle sowie BodyStyle Ice-Tea inszeniert. Die Werbebotschaft über den Gehalt und Nutzen der Lifestyle-Drinks wird erst in einer zweiten Phase mit ähnlich gestalteten Spots kommuniziert. Die Filme zeigen passend zur Modelwelt Backstage-Impressionen von einem Fotoshooting für eine Bodystyle-Kampagne.
Von Facebook bis zum Tennisclub
Um das Sponsoring von «Germany’s next Topmodel» nicht nur im Fernsehen bekanntzumachen, wurde ein entsprechendes crossmediales Konzept erstellt. Dazu gehören Printanzeigen, Internetmassnahmen unter anderem auf Facebook oder Samplings im Detailhandel. Ausserdem werden Tennisclubs Kühlschränke mit Gratisgetränken zur Verfügung gestellt und die Lieferwagen von Diwisa mit entsprechenden Klebern zur Show gebrandet.
Alle Massnahmen und Resultate rund um dieses crossmediale Konzept werden von IP Multimedia mit einer begleitenden Studie dokumentiert und für spätere Projekte ausgewertet.
Zum crossmedialen Konzept gehört auch eine geplante «IP Ladies Night». Zusammen mit Diwisa und weiteren Partnern lädt der Vermarkter 150 Frauen aus der Kommunikationsbranche ein, um am 28. Mai gemeinsam das Finale der Casting Show zu verfolgen. Neben dem Genuss, über die Finalistinnen fachzusimpeln, können sich die Teilnehmerinnen bei Spezialisten Mode- und Kosmetiktipps holen.
Andreas Panzeri

Über Diwisa/Bodystyle
BodyStyle ist «der erste offizielle Lifestyle-Drink der Schweiz», wie Diwisa erklärt. Diese Kategorie ist als Abgrenzung zu den Energy-Drinks von den Gesundheitsbehörden neu definiert worden: Sie enthalten kein Fett, keinen Zucker und somit fast keine Kalorien. Dafür wird dank L-Carnitin der Energiestoffwechsel angeregt und die Fettverbrennung unterstützt. Vom 2007 lancierten Bodystyle wurden bei Coop und in Tankstellenshops bereits 2 Millionen Büchsen verkauft.
Diwisa ist mit über 100 Angestellten das grösste Distillerie-Unternehmen der Schweiz. Neben den «Original Willisauer Fruchtdestillaten» vertreibt die Firma auch Xellent Swiss Vodka oder Jägermeister. Neben alkoholischen Getränken machen nicht alkoholische Getränke bereits 20 Prozent des Umsatzes aus. Dazu gehört auch der Energy-Drink Trojka energy, von dem pro Jahr 16 Millionen Büchsen verkauft werden.

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Heidi Klum und ihre Jurykollegen Rolf Schneider (l.) und Peyman Amin.

Auszeichnung für SF-Videojournalist Zumstein

Der SF-Redaktor Hansjürg Zumstein ist am Mittwoch an den 4. International Video Journalism Awards für einen Rundschau- Beitrag ausgezeichnet worden. Dies teilte das Schweizer Fernsehen am Mittwoch mit.

Der SF-Redaktor Hansjürg Zumstein ist am Mittwoch an den 4. International Video Journalism Awards für einen Rundschau- Beitrag ausgezeichnet worden. Dies teilte das Schweizer Fernsehen am Mittwoch mit.
Im Film «Gestohlene Bankdaten», welcher am 2. April 2008 ausgestrahlt wurde, schilderte Zumstein den Fall eines ehemaligen Schweizer Bankers, der eine Wandlung vom Whistleblower zur bedrohlichen Person durchmacht. Die internationale Jury habe 250 Beiträge zur Auswertung gehabt, heisst es in der SF-Mitteilung weiter. Die insgesamt acht VJ Award-Preisträger erhielten ein Preisgeld von total 12’000 Euro.

Retrospektive einer erfolgreichen Markenpflege

Die Boxx Werbeagentur in Zürich arbeitet bereits im 11. Jahr für die Berner Optiker von Boday Bulloni.

In Bern gibt es rund 30 Optikergeschäfte. Eines der bekanntesten Fachgeschäfte für Brillen ist das Familienunternehmen Boday Bulloni. Konsequent setzen Camilla, Stefan und Béla Boday Bulloni auf die drei Komponenten Beratung, Mode und Technik. Mit dieser Ausrichtung auf die urbane, modeorientierte Bevölkerung wird zudem das Sortiment der Kinderbrillen umfassend abgedeckt. Das Familienunternehmen hat dafür eine eigene Kollektion entwickelt. Diese geht auf die oft verlangten schmalen, grossen und hohen Formen ein.
Seit elf Jahren wird die Marke Boday Bulloni durch die Zürcher Boxx Werbeagentur aufgebaut und gepflegt. Als Hauptmedium kommt die Aussenwerbung mit Strassenplakaten und Hängekartons in Tram und Bus zum Einsatz. Alle zwei Jahre wird dafür eine immer wieder überraschende Kampagne entwickelt, die mit Direktwerbung ergänzt wird. Die aktuellen Sujets spielen mit dem visuellen Effekt, sich selbst in spiegelnden Alltagsgegenständen zu bewundern. Potenzielle Kundinnen und Kunden werden so eingeladen, sich etwas eingehender mit ihrem Aussehen zu beschäftigen.
Andreas Panzeri
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1999
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2001
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2003
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2009
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2009
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2009

Mr. Direct

Jürg Koller mags am liebsten direkt: Zwar kennt er auch Werbung und Marketing wie seine Westentasche, doch das schweizerische Direktmarketing prägt er seit über 20 Jahren wie kein anderer. Nun ist Koller mit Koller Direct wieder selbstständig.

Jürg Koller (60) liebt den Dialog. Das gilt für die Teamarbeit mit seinen fünf Mitarbeitern genauso wie in der Zusammenarbeit mit seinen Auftraggebern. Besonders aber freut sich Koller, wenn seine Kunden mit ihren Kunden ins Gespräch kommen – denn dann hat seine Arbeit ihr Ziel erreicht.
1985 gründete Koller seine erste Direktmarketingagentur, deshalb gilt er als Pionier des Schweizer Direktmarketings. Ob Mailings, TV- oder Radiospots, Couponanzeigen oder Plakate, Koller beherrscht die gesamte Klaviatur der Response-Instrumente. «Am Direktmarketing fasziniert mich, dass der Erfolg meiner Ideen unmittelbar messbar ist», erklärt Koller die Leidenschaft für seine Arbeit. «Ich bekomme nach jeder Aktion sofort ein Feedback, ob mein Gespür für Zielgruppen und meine Einschätzung von Konsumentenbedürfnissen gut funktioniert. Denn mein Auftraggeber kann die Kosten für eine Marketingmassnahme unmittelbar mit deren Nutzen in Beziehung setzen, zum Beispiel mit dem Wert der gewonnenen Abos. Und so sehen er und ich sofort, ob sich die Aktion lohnt oder nicht.» Ein Effekt, den es in dieser Form bei klassischer Werbung nicht gibt.
«Klassische Werbung und Direktmarketing sind zwei Welten», sagt Koller. «Klassische und Direktwerber denken, sprechen und agieren ganz unterschiedlich.» Seine umfangreiche Erfahrung macht es Koller aber leicht, von Zeit zu Zeit die Brille zu wechseln und die jeweils vom Kunden gefragte Perspektive einzunehmen. Kollers Herz hängt zwar am Dialogmarketing und der unmittelbaren Rückmeldung der Verbraucher, dennoch hat er auch Freude an klassischer Werbung. Deshalb bietet Koller Direct neben Direktmarketing auch allgemeine Werbeberatung an. «Das Verhältnis ist etwa 80 zu 20», sagt Koller. «Meine nationalen Kunden kennen mich als Direktmarketer und kommen zu mir, weil sie den Dialog mit ihren Konsumenten suchen. Aber für Unternehmen und Institutionen hier in Baden und Umgebung entwickle ich auch klassische Werbemassnahmen.» Koller Direct betreut einen illustren Kundenstamm: Auf die Direct-Expertise der Badener Agentur setzen derzeit zum Beispiel die Valiant-Bank Bern, die Aargauer Zeitung, die Zeitschrift Tele, Nivea, die Allianz, der Blick-Verlag und Ringier-Zeitschriften. Auch für die ZKB, Canon, Galactina, das Grand Casino Baden, Hotelplan, den TCS und Betti Bossi hat Koller bereits Direktmarketing-Massnahmen umgesetzt.
Kunden sind Kollers Könige
«Egal, ob klassische Werbung oder Direktmarketing: Ich habe eine sehr persönliche, vertrauensvolle und fast freundschaftliche Beziehung zu meinen Kunden», sagt Koller. «Sie sind mein Kapital. Ich kann mit ihnen offen und ehrlich über alles sprechen, und das ist mir sehr wichtig.» Innerhalb der Grey Group sei seine Direktmarketingberatung ein spezialisierter Teil einer integrierten Dienstleistung gewesen, die von vielen Schultern getragen wurde. Doch die meisten Kunden wollen gar keinen bunten Strauss von Möglichkeiten. «Lieber haben sie immer den gleichen Ansprechpartner, der bei allen Gesprächen dabei ist und mit ihnen gemeinsam ihre Werbemassnahmen plant. Das kann ich meinen Kunden mit Koller Direct nun wieder bieten.»
Wenn Jürg Koller eine Dialogmarketingmassnahme plant, bewegt er sich in klar gesteckten Grenzen. Denn normalerweise verfügen seine Auftraggeber über ein ausgeklügeltes CI/CD, haben ein begrenztes Budget und wissen meist auch schon, welche Art von Dialog sie sich wünschen. Die Valiant-Bank zum Beispiel kam mit dem Auftrag für ein Mailing auf Koller zu. Das Mailing sollte bei potenziellen Kunden erste Aufmerksamkeit erzeugen, damit diese sich bei dem anschliessenden Anruf eines Valiant-Beraters an die Angebote erinnern. Die Marketingmassnahme ist also zweistufig angelegt. Anders bei Betti Bossi: Mit den «Angeboten zu Superpreisen» sollte möglichst viel Rücklauf generiert werden. «Im Briefing bekomme ich üblicherweise eine Response-Rate vorgegeben, also eine Vorgabe für die Menge der erwünschten Rückmeldungen», erklärt Koller. «‹3× gratis SonntagsBlick› ist zum Beispiel einfach ein Türöffner, damit möglichst viele Personen erst einmal einsteigen. Und dann wird über das Telefonmarketing nachgehakt.» Natürlich bringt ein Gratisangebot auf Anhieb mehr Response. Eine endgültige Erfolgsbewertung ist jedoch erst möglich, wenn feststeht, wie viele Abos tatsächlich abgeschlossen wurden.
Dass Koller sich sowohl mit klassischer Werbung als auch mit Dialogmarketing auskennt, ist für den Erfolg seiner Arbeit von grosser Bedeutung: Denn wenn Koller mit einer Direktmarketing-Aktion beauftragt wird, läuft meist bereits eine klassische Kampagne, an die es anzuknüpfen gilt. Sein Wissen aus beiden Metiers hilft Koller dann, die Dialogmassnahme optimal in die laufende Werbung einzubetten. «In Zukunft wird die Online-offline-Verzahnung noch stärker zum Tragen kommen, vor allem im B2B-Bereich», ist Koller sich sicher. Deshalb arbeitet Koller Direct nun eng mit den Webdesign-Spezialisten von Blue Mouse zusammen, die sich in den Badener Agenturräumen eingemietet haben.
Werbung mit Seele
Seine Karriere startete der in Berikon geborene Koller mit einer Ausbildung als Lithograph. «Ich merkte sehr schnell, dass die grafische Industrie nicht meine Welt ist», erinnert sich Koller. «Deshalb habe ich noch die Handelsschule gemacht.» Sein Diplom und die Abschlüsse als Werbeassistent und Marketingplaner absolvierte Koller in einer klassischen Werbeagentur in Kilchberg am Zürichsee. Nach einem Aufenthalt in London stieg er bei Sauter & Vogel in Oerlikon als Werbeberater ein. Vier Jahre später wurde Koller von Readers Digest gefragt, ob er nicht das Direktmarketing für die Bildbände übernehmen wolle. «Für mich war das eine Herausforderung», erinnert sich Koller, «denn dieser Weg führte ja von der klassischen Werbung weg Richtung Direktmarketing.» Koller ergriff die Chance, bei Readers Digest, dem Erfinder des Direktmarketing, von der Pike auf zu lernen, wie Direktmarketing funktioniert. Diese Zeit prägt seinen weiteren Berufsweg. «Von Direktmarketing muss man beseelt sein, sonst kann man es gleich lassen», meint Koller. «Direktmarketing ist ein schriftliches Verkaufsgespräch, eine klare Aufforderung an den Rezipienten: ‹Bitte reagieren.› Man braucht als Direktwerber also eine Verkäufermentalität und ein sehr feines Gespür für Zielgruppen. Oft sind meine Kunden überrascht, welche Konsumenten ihre Produkte statt der erwarteten Zielgruppe wirklich kaufen. Und das hat natürlich Einfluss auf die Gestaltung und das Wording eines Mailings.»
1980 bewirbt Koller sich als Werbeleiter bei Ringier und übernimmt bis 1984 die Verantwortung für das Abo-Marketing des Verlags. «Mein Metier war die schriftliche Abonnentenwerbung für alle Zeitschriften, die in der Schweiz und zum Teil auch in Deutschland erschienen», erzählt Koller. «Das war ein toller Job, Ringier hat mir alle Türen geöffnet.» Durch seine Arbeit bei Ringier macht Koller auch Otto Birkenmeier auf sich aufmerksam. Der Werber mit einer kleinen Agentur am Zürichberg sucht Mitte der 1980er-Jahre einen Partner, der sich mit Direktmarketing auskennt. Die Idee: klassische Werbung und Dialogmarketing aus einer Hand. Das Ergebnis: Direct Concept. Die 1985 gegründete Agentur ist die erste in Zürich, die sowohl klassische Werbung als auch Direkt-marketing anbietet. Birkenmeier betreut die Kunden mit Werbe- und Marketingaufträgen, Koller die Direktkunden. «Die Agentur war mit zehn Leuten überschaubar und wir haben alle sehr eng zusammengearbeitet», sagt Koller. «Ich habe ausschliesslich für Direktmarketing akquiriert und konnte dabei von meinen Ringier-Kontakten profitieren. Es war eine sehr schöne Zeit.»
Von Zürich nach Baden
Nach acht Jahren Direct Concept und 30 Jahren Zürich zieht es Koller 1994 wieder zurück nach Baden, wo er wohnt und sich zu Hause fühlt. Von der Buchdruckerei AG Baden mietet er 500 Quadratmeter Bürofläche, renoviert die Räume und gestaltet sie um. Die Agentur bezieht Koller gemeinsam mit sechs weiteren Krea¬tiven: Textern, Grafikern und Internetspezialisten. Seine Ateliergemeinschaft tauft er Creativecenter Baden – und bleibt seinem Steckenpferd Direktmarketing treu. 2000 tritt die Grey Group Switzerland auf den Plan: Die Agentur versteht sich auf PR und klassische Werbung, Direktmarketing aber fehlt ihr noch im Portfolio. Grey wählt den erfahrenen Direktmarketer Koller unter mehreren Agenturen als passenden Kooperationspartner aus. Koller fusioniert mit Grey Switzerland. «Die Idee war, dass in Zürich Rüschlikon klassische Werbung, PR und Internet gemacht werden, in Genf ausschliesslich klassische Werbung und in Baden das Direktmarketing», erzählt Koller. «Zusammen waren wir die Grey Group Switzerland mit rund 60 Mitarbeitern.»
Vor zwei Jahren wurde der Zürcher Standort der Grey Group geschlossen, die Zürcher Werber siedelten nach Baden um. «Schon da war mir klar, dass sich der Werbemarkt verändern wird», sagt Jürg Koller. «Genauso klar war mir, dass ich weitermachen würde. Denn ich glaube daran, dass Direktmarketing funktioniert, und habe Spass an dieser Arbeit.» Ende 2008 verkündete Grey dann seinen endgültigen Rückzug aus der Deutschschweiz. Seitdem arbeitet Koller am Badener Standort wieder selbstständig als Direktmarketer und allgemeiner Werbeberater. Seine Agentur firmiert unter Koller Direct – womit Jürg Koller wieder genau das ist, was er immer sein wollte: einfach Koller und einfach direkt.
Anne-Friederike Wilhelm
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