Webhoster Cyon erweitert Angebotspalette

Cyon erweitert sein Angebot um neue Online-Produkte. Neben der auf der selbst entwickelten Software Froox basierenden Verwaltungsplattform My.cycon betreibt der Schweizer Webhoster nun ein Domaincenter.

Cyon erweitert sein Angebot um neue Online-Produkte. Neben der auf der selbst entwickelten Software Froox basierenden Verwaltungsplattform My.cycon betreibt der Schweizer Webhoster nun ein Domaincenter.
Mit My.cyon können Kunden online persönliche Daten und Produkte verwalten. Auch Server und Domains sollen sich über die Plattform betreuen lassen. So sollen künftig Papierformulare und Wartezeiten wegfallen. Auch Rechnungen können über My.cycon beglichen werden.
Laut eigenen Angaben, investierte Cyon über zwei Jahre in die Entwicklung der ERP- und CRM-Softwarelösung Froox. Wie Cycon-CEO David Burkardt in der Pressemitteilung erklärt, sei diese komplett neu erarbeitet worden.
Ebenfalls zu My.cyon gehört ein Domaincenter. Ab sofort sind dort über 40 Domainendungen erhältlich. Angeboten wird auch eine Übersicht der noch verfügbaren Domains.

OSW wirbt für City Beach Basel

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Wenn Journalisten zu Bettlern werden

In der Krise überdenken Medienmanager die Entscheidungen von gestern. Wenn sie Journalismus heute verkaufen wollen, gleicht dies einem Bettelgang.

Titelbilder des Time-Magazins setzen die Themenagenda. «Wie Sie ihre Zeitung retten können», lautete die Schlagzeile der Ausgabe vom 16. Februar. Ein bescheidener Vorschlag, hiess es in der Unterzeile. Grafisch illustriert durch einen in die New York Times eingewickelten Fisch. Walter Issacson, Präsident Aspen Institut und vormals Managing Director des Time Magazins, geht selbstkritisch mit der Entwicklung der Medienbranche zu Gericht: «Wir machten einen Fehler, als wir alles gratis ins Netz stellten!»
Wenn Finanzsysteme wie Kartenhäuser zusammenbrechen, dürfen auch die Wertschöpfungsmodelle der Medienwirtschaft überdacht werden. Die These, im Netz müsse alles gratis erhältlich sein, stellt heute die Finanzierung des Journalismus in Frage. Isaacon rekapituliert die Geschichte des Verhältnisses der Medien und des Internets. Anfang der 90er-Jahre bezahlten die Nutzer noch für die Zeit, die sie im Netz verbrachten. Guter Inhalt war damals wertvoll, denn er verlängerte die Verweildauer im Netz. Dann lockten die Werbemillionen. In der aktuellen Krise müssen die Verleger jedoch realisieren, dass nur die Server- und die Suchmaschinenbetreiber verdienen. In seinem Text schlägt Isaacson das Microbilling für Inhalte vor. Ausgereifte Systeme sollen das Bezahlen der einzelnen gelesenen Artikel ermöglichen.
Der «bescheidene» Vorschlag richtet sich nicht an die Verleger, sondern an die Leserschaft! Diese fast schon unterwürfige Haltung macht den Vorschlag zu einem Bettelgang. Der Zeitpunkt dazu ist allerdings ideal. Wenn täglich eine Bastion der Finanz- und Wirtschaftsmacht fällt, können die Gewissheiten von gestern ohne Gesichtsverlust in Frage gestellt werden. Die dramatische Situation der Zeitungen und der Journalisten in den USA fördert die Kreativität für die Entwicklung von alternativen Produktions- und Finanzierungssystemen. Bittgänge sind eine Selbstverständlichkeit. Wenn die Banken und die Automobilbranche Milliarden nur noch zwei- und dreistellig erbetteln, dann dürfen die Leser wohl auch um ein paar Cents für die Kollekte zu Gunsten des Journalismus gebeten werden.
Die Replik auf Isaacsons Vorstoss liess natürlich nicht lange auf sich warten. Denjenigen, für die es im Netz nichts Böseres gibt, als für Inhalte bezahlen zu müssen, fällt ausser Häme über die sterbenden Dinosaurier nichts ein. Sie lassen sich mit Vergnügen an die Werbung vermarkten, bezahlen ohne mit der Wimper zu zucken ihren neuesten Computer und die Zugangsgebühren für die Server. Immerhin hat Eric Schmidt, CEO Google, im Januar in einem Interview mit CNNMoney.com seinem Wunsch Ausdruck gegeben, Google könnte die Zeitungen retten. Die Nachfrage für ihre Leistungen sei gross, stellt er fest, ihr Geschäftsmodell funktioniere jedoch nicht mehr. Ganz unbescheiden bemerkt er, Google könnte die Medienunternehmen aufkaufen. Dies würde jedoch das Problem nicht lösen. Deshalb setze Google auf das Prinzip «merge without merging», indem die Websysteme von beiden Seiten integriert würden. Geld direkt in die Medienhäuser zu investieren, kommt für ihn jedoch nicht in Frage. Schmidt: «Wir vermischen Philanthropie nicht mit dem Geschäft. Wir sind im Werbegeschäft!» Immerhin wäre es für Eric Schmidt eine Tragödie, wenn der Journalismus aufgrund der wirtschaftlichen Probleme untergehen würde. Und die Blogger könnten ihn nicht ersetzen: Betteln bei Google bringt der Zeitungsindustrie jedoch nichts. Schmidt: «Google geht mit seinem Geld sorgfältig um. Wir schreiben nur grosse Schecks, wenn wir eine tolle Strategie haben.»
Bleiben für den Bettelgang also noch ein paar finanzkräftige Investoren, die sich vom Abenteuer Medien angezogen fühlen. Ihr Engagement gleicht jedoch den Mäzenen aus früheren Zeiten. In Frankreich greift Präsident Sarkozy den Medien mit einer Reihe von Massnahmen unter die Arme. Er nimmt sie damit gleichzeitig an der Hand. Auch die Leserschaft wird immer weniger über das klassische Tauschgeschäft Leistung gegen einen angemessenen Preis mobilisiert, sondern in Spendenorganisationen für Journalismus. Die Kreativität diesbezüglich ist gross: Das Modell Kachingle ermöglicht beispielsweise die Bezahlung von freiwilligen Beiträgen für Medieninhalte, die gefallen. Allen gemeinsam ist: Der Beitrag ist ein Gnadenakt. Für den Bettelgang muss das Schamgefühl überwunden werden. Dafür darf der Geldgeber mit geschwellter Brust stolz auf seine uneigennützige Hilfsbereitschaft sein.
Soll dies die Zukunft des bezahlten Journalismus sein? Auf der einen Seite die Abhängigkeit von der Gunst der Werbung, auf der anderen Seite von der Gnade der Spender? Und wie wird ein Journalismus aussehen, der sich in eine einseitige Abhängigkeit begibt? So gedacht, bietet das alte Modell der Finanzierung sowohl über den Nutzer- wie auch den Werbemarkt einen interessanten Ausgleich der Kräfte. Für die Werbung werden immer neue Formen und Bezahlsysteme entwickelt. Das sollte eigentlich auch für pub¬lizistische Inhalte möglich sein. Walter Isaacson hat mit seinem bescheidenen Vorschlag das aktuelle Dogma angekratzt, Inhalte im Netz müssten gratis sein. Faire und solide Finanzierungsmodelle sind gefragt! In den letzten Monaten haben wir ja einmal mehr gelernt: Wer den falschen Glücksversprechen folgt und nur auf eine Karte setzt, wird früher oder später zum Bettler!

Unzulässige Imagewerbung: Bundesverwaltungsgericht bestätigt Busse für SRG

Die SRG hat in ihren Alinghi-Spezialsendungen von 2007 unzulässige Werbung für die UBS betrieben und muss deshalb 211’000 Franken zahlen. Das Bundesverwaltungsgericht hat den Entscheid des Bakom bestätigt.

Die SRG hat in ihren Alinghi-Spezialsendungen von 2007 unzulässige Werbung für die UBS betrieben und muss deshalb 211’000 Franken zahlen. Das Bundesverwaltungsgericht hat den Entscheid des Bakom bestätigt.
Die UBS hatte beim America’s Cup von 2007 in Valencia sowohl das Team Alinghi als auch drei SF-Spezialsendungen der SRG gesponsert. Beim Hinweis auf die UBS als Sponsor wurde ein Wendemanöver des Bootes gezeigt, auf dessen Rumpf auffällig das UBS-Logo prangte. Gleichzeitig wurde der Text einspielt «Alinghi in Valencia – mit UBS¬». Unmittelbar danach wurde ausserdem das UBS-Logo grossflächig eingeblendet. Das Bundesamt für Kommunikation wertete dies als unzulässige Werbeaussage zu Gunsten der UBS und verfügte die Einziehung der entsprechenden Einnahmen von 211’000 Franken.
Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde der SRG nun abgewiesen und den Entscheid des Bakom bestätigt. Die Richter in Bern teilen die Ansicht des Bakom, dass die SRG nicht primär auf das UBS-Sponsoring der SRG-Sendungen hingewiesen hat, sondern in erster Linie auf das finanzielle Engagement der Bank bei Alinghi.
Dies laufe auf eine unzulässige Imagewerbung zu Gunsten der UBS hinaus. In erlaubter Weise hätte auf das Sendungssponsoring der UBS laut den Richtern in Bern etwa mit «diese Sendung ermöglicht ihnen UBS» oder etwas Ähnlichem hingewiesen werden dürfen.
Die Einziehung der 211’000 Franken an Einnahmen sei unter diesen Umständen nicht zu beanstanden. Insbesondere sei das Bakom nicht verpflichtet gewesen, der SRG diesen Schritt vorgängig anzudrohen. Im Übrigen habe die SRG in der Vergangenheit schon wiederholt gegen Sponsoringbestimmungen verstossen.
Erst vor zwei Wochen hatte das Bundesverwaltungsgericht die SRG wegen unzulässiger Sponsorenwerbung für den TCS im Rahmen der Sendungen «Einfachluxuriös» und «Meteo» gerüffelt. In jenen Fällen wurde die SRG verpflichtet, 341’000 Franken abzugeben.

Weiteres Zwischenjahr bei Mediasense

Die erhoffte Gattungslösung für den Radiomarkt kommt kaum vom Fleck. Trotz frischem Wind in den Segeln. Mediasense-Präsident Urs Lorenz hofft, im Verlauf dieses Jahres auf Kurs zu kommen.

Das Jahr 2008 war im Radiomarkt als Zwischenjahr angekündigt – weil die Konzessionsvergabe offen und damit die weitere Zusammensetzung der Werbepools unklar war. Nach wie vor sind aber nicht alle Würfel gefallen, weshalb ein weiteres Zwischenjahr angesagt ist. Doch noch etwas Weiteres hemmt die Branche: Mediasense, die Exklusivvermarkterin des SwissRadioPools (SRP), ist weit davon entfernt, als neue Gattungslösung akzeptiert zu werden. Obwohl sich dort einiges getan hat: Per Ende 2008 wurde die tiefrote Firma saniert, indem die beteiligte SRG-Vermarkterin Publisuisse und die 15 SRP-Radios je hälftig gegen 800’000 Franken einschossen. Daraufhin gab Publisuisse ihre Beteiligung per Ende 2008 auf und überliess MediaSense ganz den SRP-Radios. Diese bestellten den Verwaltungsrat neu und wählten Urs Lorenz, Geschäftsleiter Radio Zürisee Werbe AG, zum VR-Präsidenten. Ende Januar verliess auch MediaSense-Geschäftsführer Bernhard Krättli das Boot. Er wird per 1. März Geschäftsführer bei Radio BE1, für das er schon mal als Werbeleiter tätig war.
Parallel dazu öffneten die 15 SRP-Radios das Aktionariat von MediaSense und damit auch ihren Pool, indem weiteren Radios eine Beteiligung angeboten wird. Auch wurde ein neuer Vertrag für bisherige und neue MediaSense-Mitglieder ausgehandelt. Dieser sieht vor, dass sich MediaSense aus der aktiven Vermarktung zurückzieht und sich auf Planung, Buchung und Produktentwicklung beschränkt. Später ist auch ein aktives Gattungsmarketing vorgesehen. Da der SRP zudem vertraglich bis Ende 2010 Bestand hat, bleibt er als Grundangebot für den Werbemarkt bestehen und muss weiterhin exklusiv über MediaSense gebucht werden. Für die Integration allfälliger Neumitglieder strebt Mediasense ein offenes Poolmodell ohne gesetzte Sender an («SwissRadioPool-Flex»). Dieses müsste dann ebenfalls exklusiv über Mediasense gebucht werden, sagt Urs Lorenz. Ein weiterer Punkt: Die Vermittlerkommission (VK), die MediaSense an Drittvermittler bezahlt, bleibt bei 10 Prozent, die Kommission hingegen, die die Sender an MediaSense bezahlen, soll gemäss Lorenz von 12,5 Prozent auf 16 Prozent angehoben werden.
Noch sind all diese Änderungen nicht in Stein gemeisselt. Zwar wurden sie von der Mehrheit der SRP-Radios gutgeheissen, doch Lorenz bestätigt, dass Teile des Vertrags erneut diskutiert werden. Als Grund gibt er personelle Veränderungen bei einigen Radios an. Vermutlich ist damit der Abgang von Silvia Imperiali bei Radiovision, der gemeinsamen Vermarkterin von Basel 1 und Basilisk, gemeint. Oder der kürzlich erfolgte Kauf von BE1 durch Ringier und der dortige Wechsel vom «Urgestein» Martin Freiburghaus zu Bernhard Krättli.
Einige bisherige SRP-Mitglieder sowie potenzielle Neumitglieder tun sich jedoch mit dem neuen Vertrag schwer. Die einen wollen die erneut festgeschriebene Exklusivität nicht akzeptieren, andere bekunden Mühe mit der erhöhten VK, und Dritte (Aussenstehende) lehnen MediaSense als «Poolleitungsfirma des SRP» grundsätzlich ab. Urs Lorenz dementiert dies zwar. Doch es könnte noch dicker kommen: Dem Vernehmen nach überlegen sich mindestens drei bisherige Mitglieder den Austritt. Lorenz, der zumindest etwas frischen Wind in die Sache brachte, siehts eher von der positiven Seite. Überlegungen über Poolmitgliedschaften gehören zum Medienalltag, sagt er. Zudem sei er mit neun potenziellen Neumitgliedern in Verhandlung. Immerhin. Bisher waren schweizweit rund 20 Radios vom SRP ausgeschlossen. Somit ist aber klar: New-Mediasense benötigt noch Zeit. Das bestätigt auch Lorenz, wobei er primär auf die hängigen Konzessionsbeschwerden verweist. Allein deshalb betrachte er 2009 als weiteres Zwischenjahr für den Radiomarkt. Im Spätherbst werde man aber klarer sehen, hofft er.
Markus Knöpfli

Petition «Energy4ever» vermeldet über 100’000 Unterschriften

Die Petition «Energy4ever» für die Rettung des Zürcher Lokalradios Radio Energy wurde bis jetzt von über 100‘000 Personen unterzeichnet. Sie soll während der Frühlingssession dem Bundesrat übergeben werden.

Die Petition «Energy4ever» für die Rettung des Zürcher Lokalradios Radio Energy wurde bis jetzt von über 100‘000 Personen unterzeichnet. Sie soll während der Frühlingssession dem Bundesrat übergeben werden.
Mit der im November 2008 lancierten Petition «Energy4ever» wehrt sich Energy Zürich gegen die Nichtberücksichtigung bei der Konzessionsvergabe und fordert eine vierte UKW-Frequenz für die Region Zürich-Glarus. Die Petition konnte online, per Gratis-SMS oder schriftlich unterzeichnet werden.
«Bereits Ende November letzten Jahres waren über 50‘000 Unterschriften zusammen, und von da an war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die 100‘000er Marke geknackt wurde», wird Energy Zürich Geschäftsleiter Dani Büchi in einer Medienmitteilung vom Mittwoch zitiert.
Energy Zürich will sich in den kommenden Tagen mit einer Kampagne bei seinen Hörern und Partnern für die Unterstützung bedanken.
Wie der Sender schreibt, bekräftige die grosse Resonanz den Sender und seine rund 60 Mitarbeiter, den eingeschlagenen Weg fortzuführen und für den Erhalt der Station zu kämpfen.

Wo liegt der Unterschied?

Medial gesehen bewegen zurzeit zwei Dinge die Schweizer Bevölkerung: Auf der einen Seite delektiert sich das Bildungsprekariat an «MusicStar». Auf der anderen Seite empören sich die eher gebildeteren Stände über das UBS-Debakel. Werbewoche-Chefredaktor Pierre C. Meier über mediale Aufgeregtheiten.

Medial gesehen bewegen zurzeit zwei Dinge die Schweizer Bevölkerung: Auf der einen Seite delektiert sich das Bildungsprekariat an «MusicStar». Obwohl die Quoten im Vergleich zur letzten Staffel im Keller sind, liefert die als Talentshow konzipierte Gaga-Sendung immer noch Stoff für unzählige Artikel in der einschlägigen Presse. Jeder Furz und jede Äusserung, sei sie noch so jenseitig oder blöd, komme sie von Seiten der Jury oder der Teilnehmer, wird begierig aufgenommen, kommentiert und entweder gedruckt oder ins Netz gestellt. Jede Abwahl oder Nichtabwahl wird zum Thema. Dies wiederum gibt einer breiten Schicht von Mediennutzern die Möglichkeit sich aufzuregen, es gut zu finden – oder es zu verdammen. User-generated-content, was will man mehr.
Auf der anderen Seite empören sich die eher gebildeteren Stände über das UBS-Debakel. Hier muss man unterscheiden zwischen der Vermittlung der eigentlichen Fakten und der weitergehenden Aufbereitung des Themas mittels Vermutungen und Hypothesen. In diesem zweiten Bereich funktioniert die UBS-Krise wie «MusicStar». Auch hier werden alle Äusserungen von selbsternannten Spezialisten, scheinbaren Experten und angeblichen Insidern von den Medien zuerst einmal iniziiert und dann genüsslich ausgebreitet. In unzähligen Diskussionen und Talk-Runden wird das Thema unter dem Vorwand der angeblichen Vertiefung auch von nichtsahnenden Politikern zerredet, analysiert und kommentiert. Auch hier kocht in unzähligen Leserbriefen und Kommentaren im Online und im Print die Volksseele.
Wo, bitte, liegt der Unterschied?

Axel Springer erwirtschaftet höchsten Gewinn der Firmengeschichte

Der deutsche Axel Springer Verlag hat 2008 den höchsten Gewinn seiner Geschichte erwirtschaftet. Der Gewinn beläuft sich auf 571,1 Millionen Euro. Dies nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 288,4 Millionen vermeldet werden musste.

Der deutsche Axel Springer Verlag hat 2008 den höchsten Gewinn seiner Geschichte erwirtschaftet. Der Gewinn beläuft sich auf 571,1 Millionen Euro. Dies nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 288,4 Millionen vermeldet werden musste.
Der Konzernumsatz stieg von 2577,9 Millionen Euro im Jahr 2007 um 5,8 Prozent auf 2728,5 Millionen im vergangenen Jahr.
In einer Medienmitteilung vom Mittwoch führt der Konzern das Rekordergebnis auf eine «erfreuliche Umsatzentwicklung und strikte Kostendisziplin» zurück. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) übertraf den Vorjahreswert mit 486,2 Millionen Euro um 3,4 Prozent. Damit hat Springer sogar seine eigene Prognose weit übertroffen.
Bereinigt um die Dividende der Pro Sieben Sat 1 Group und Erträge aus der Kirch-Insolvenz lag das Ebitda bei 480 Millionen Euro. Das Ebita lag bei 422,1 Millionen Euro (Im Verlgleich zu 421,7 Millionen Euro im Vorhjahr). Im Vorjahr musste der Medienkonzern wegen der hohen Abschreibungen auf seine Beteiligung am Postdienstleister Pin Group trotz guter Zahlen unter dem Strich ein Minus hinnehmen.
Auf Basis dieser Zahlen will der Konzern seinen Aktinären eine Rekorddividende von 4,40 Euro ausschütten.

Hearst droht mit Aus für San Francisco Chronicle

Der US-Zeitungsmarkt steckt in einer tiefen Krise: Nun droht dem San Francisco Chronicle das Aus. Sollten Einschnitte wie ein Stellenabbau nicht reichen, will der Mutterkonzern Hearst die zwölftgrösste Tageszeitung der USA verkaufen oder sie einstellen.

Der US-Zeitungsmarkt steckt in einer tiefen Krise: Nun droht dem San Francisco Chronicle das Aus. Sollten Einschnitte wie ein Stellenabbau nicht reichen, will der Mutterkonzern Hearst die zwölftgrösste Tageszeitung der USA verkaufen oder sie einstellen.
San Francisco wäre der Branche zufolge in der Krise die erste US-Metropole, die ihre führende Tageszeitung ganz verlieren würde. Das Blatt beschäftigt rund 1500 Mitarbeiter. Die tägliche Auflage lag zuletzt bei 340 000 Exemplaren – ein Einbruch um etwa ein Drittel seit 2001.
In den vergangenen Jahren habe der Chronicle stets rote Zahlen geschrieben, allein 2008 fiel ein Minus von rund 50 Millionen Dollar (39 Millionen Euro) an, teilte Hearst am Dienstag mit, wie die SDA kolportiert.
Vier grosse US-amerikanische Zeitungsverlage haben seit Ende 2008 Insolvenz angemeldet. Der spektakulärste Fall war im Dezember die Tribune Company, die unter anderem die Los Angeles Times herausgibt.

Aufgefallen

Aufgefallen ist der Werbewoche unter anderem die neue Kampagne für Jobwinner.ch, heisse Jacken für kalte Tage und kuriose Kalenderkunst and der Kalenderschau in Stuttgart.

Die Kampagne lebt!
Die vielfach ausgezeichnete Kampagne für die Internet-Stellenbörse Jobwinner.ch geht mittlerweile ins dritte Jahr. Und die beiden neusten Motive von Wirz zeigen, dass noch viel Leben in der augenzwinkernden Grundidee steckt. In Anzeigen dramatisieren einerseits ein Popcorn-Verkäufer (mit einem respektvollen Gruss an Alfred Hitchcock) sowie andererseits eine nicht ganz perfekte Miss die bereits sehr gut etablierte Jobwinner-Botschaft «Kaum wird ein Job frei, ist er bei uns im Netz. www.jobwinner.ch». Umgesetzt wurden beide Sujets mit dem deutschen Fotografen Ilan Hamra.
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V for Victory
Mit 25 der weltbesten jungen Fussballspieler und Athleten, darunter Didier Drogba, Rafael Nadal und Cesc Fabregas, hat Nike eine Kampagne entwickelt, die die rebellische Haltung dieser jungen Ausnahmesportler gegenüber der Herausforderung einfängt – symbolisiert durch das weltweit bekannte V-Zeichen. V steht für Victory – und diese Kampagne betrachtet das Siegesgefühl aus dem Blickwinkel der Sportler, die für Sieg und Erfolg stehen und jede Herausforderung annehmen. Für die Schweiz ist Valon Behrami in das Team der neuen internationalen Kampagne aufgenommen worden.

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Heisse Jacken für kalte Tage
Der Winter will gar nicht wieder aufhören. So bleibt genug Zeit für die Skijacken aus der neuen KJUS-Kollektion. Die warmen Outfits bewirbt die Agentur WVC Communications AG ASW aus Bubikon derzeit schwarz über weiss mit Inseraten in Zeitschriften und Special-Interest-Titeln. Manchmal macht es auch Spass, wenn es abwärts geht …

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Kuriose Kalenderkunst
An der international grössten Kalenderschau 2009 in Stuttgart mit über 1500 eingereichten Arbeiten heimste Reinhardt Druck Basel für den Kalender Street Art NYC Silber ein. Bereits einen Namen gemacht haben sich die beiden Fotokünstler Daniel & Geo Fuchs an weltweiten Einzel- und Gruppenausstellungen sowie Kunstmessen. Für den Kalender 2009 arbeiteten sie mit dem Basler Designer Hermann Joos zusammen. Heraus kamen diverse skurrile Motive, die während der Streifzüge durch New Yorks schnelllebige Strassen und Gassen entstanden und stark an die Underground-Szene erinnern. Der Designer hatte sich dabei vom kreativ-abstrakten Stil der Graffitikünstler inspirieren lassen. Angetan haben es ihm besonders die mehrschichtigen Botschaften, welche sich hinter den Kunstwerken verstecken.

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Getunik realisiert für US-Behörde interaktives Online-Mosaik

Der Zürcher Web-Dienstleister Getunik hat für den United States Fish & Wildlife Service ein interaktives Online-Mosaik realisiert. Mit der US-weiten Kampagne sollen Jugendliche auf die Natur sensibilisiert werden.

Der Zürcher Web-Dienstleister Getunik hat für den United States Fish & Wildlife Service ein interaktives Online-Mosaik realisiert. Mit der US-weiten Kampagne sollen Jugendliche auf die Natur sensibilisiert werden.
Unter dem Titel «Creating Memories in Nature» startet der U.S. Fish & Wildlife Service (FWS) eine Online-Kampagne, mit welcher die junge Bevölkerung der Obama-Regierung die Schönheit der Natur entdecken soll. Die Fotos, welche die Teilnehmer während den Ausflügen in die Natur schiessen, werden ins Internet hochgeladen. Auf diese Weise entsteht ein gemeinsames Foto-Mosaik in Übergrösse.
Getunik hat die Mosaik-Software und Web-Infrastruktur entwickelt. Das Mosaik kann in jedem Design für beliebig viele Bilder eingesetzt und via Browser oder Handy eingespeist werden. 2007 gewann der Dienstleister den Best of Swiss Web Award in der Kategorie Public Affairs.
Der United States Fish and Wildlife Service (FWS) gehört zum US-Innenministerium. Seine Aufgabe ist die Erhaltung der Natur und ihrer Artenvielfalt.
Getunik bietet unter anderem Dienstleistungen in den Bereichen Campaigning und E-Mail-Marketing an. Zu den aktuellen Kunden zählen Roger Federer, Hirslanden Gruppe, WWF, Krebsliga Schweiz und Odlo International.

In eigener Sache

Seit August 2008 erscheint die Werbewoche in einem komplett neuen Design. Wir verzichteten bewusst auf die bisherige starre Heftstruktur und wurden erheblich magaziniger. Die Echos im Markt waren weitgehend positiv. Die meiste Kritik gab es bezüglich der Schriftgrösse. Das werden wir ab 12. März zusammen mit einigen anderen Layoutanpassungen ändern. Eine weitere Änderung betrifft die Erscheinungsweise der Werbewoche.

Seit August 2008 erscheint die Werbewoche in einem komplett neuen Design. Wir verzichteten bewusst auf die bisherige starre Heftstruktur und wurden erheblich magaziniger. Die Echos im Markt waren weitgehend positiv. Die meiste Kritik gab es bezüglich der Schriftgrösse. Das werden wir ab 12. März zusammen mit einigen anderen Layoutanpassungen ändern.
Eine weitere Änderung betrifft die Erscheinungsweise der Werbewoche. Ab der Nummer 8 werden Sie die Werbewoche 14-täglich erhalten. Die nächste Ausgabe der Werbewoche erscheint also am 12. März.
Zwei Gründe gaben den Ausschlag: Das Mediennutzungsverhalten unserer Zielgruppe hat sich verändert. Das gilt abgesehen davon nicht nur für uns, sondern für alle Printmedien – es haben es nur noch nicht alle gemerkt: Immer mehr Leute suchen die aktuellen News online. Im Print wird Orientierung und Vertiefung verlangt. Um dieses Versprechen einzulösen, braucht es aber genügend redaktionelle Ressourcen. Aussagen wie «mit weniger Leuten eine bessere Zeitung zu machen» stimmen – wenn überhaupt – nur bei einer ganz grossen Redaktion. Bei uns ist dies nicht der Fall, wir müssen unsere Ressourcen konzentrieren. Nur so können wir unseren Anspruch erfüllen, eine Werbewoche zu machen, die inhaltlich überrascht, provokant und kritisch ist. Und dies alles nach journalistischen Kriterien.
Zweitens: Die Folgen der Wirtschaftskrise treffen uns hart. Auch unsere Anzeigenumsätze sind dramatisch eingebrochen. Der Wechsel zur neuen Erscheinungsweise wird es uns erlauben, diese schwierigen wirtschaftlichen Zeiten zu überstehen.
Im neuen Konzept wird die Verlinkung zwischen Print und Online noch wichtiger. Im Online-Bereich werden wir deshalb im Laufe des ersten Halbjahres noch mit einigen Überraschungen aufwarten.
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Pierre C. Meier, Chefredaktor
Werbewoche
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Eleonore E. Droux,
Geschäftsführerin Media Daten AG
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