Zu guter Letzt: Skippen macht Spass

Eine weitere Kampagne macht sich den Skip-Button von Youtube zunutze. Diesmal gilt: Wer ihn am schnellsten drückt, gewinnt.

Der Skip-Button auf Youtube bietet für Werbetreibende viel Potential. Die fünf Sekunden, die der Nutzer gezwungen ist, Werbung zu betrachten, müssen reichen, um ihn zu «packen». Oder zumindest die relevante Botschaft zu platzieren. Es verwundert, dass immer noch selten Youtube-optimierte Spots produziert werden. Bei normalen TV-Spots, wie sie oft über Youtube gestreut werden, weiss man nach fünf Sekunden meist nicht einmal, was das beworbene Produkt ist, geschweige denn, wie es heisst. Umso schöner, wenn sich die Kreativwirtschaft ab und zu dennoch des Skip-Buttons annimmt.

Um zu demonstrieren, wie schnell der (damals) neue Peugeot 308 GTI ist, unterbot DDB Spanien die fünf Sekunden bei weitem: Zwei Sekunden benötigte der Spot, um die Aufmerksamkeit jedes Zuschauers zu gewinnen – too fast to skip («Zu guter Letzt», 28.4.2013). Den König der Skip-Kampagnen produzierte bisher zweifelsohne die Agentur The Martin Agency für den Autoversicherer Geico: «Unskippable». Der Hunde-Spot – im März in «Zu guter Letzt» vorgestellt – gewann ein paar Monate später den Grand Prix in Cannes. Die Luxus-Lösung: Man macht den Werbespot so gut, dass der Zuschauer gar nicht skippen will. Und irgendwie auch nicht kann.

Variante drei ist nun in Singapur lanciert worden. Die Agentur Kinetic (schöne Website) lässt den Zuschauer zum Duell gegen den schnellen, neuen Mini Cooper Works antreten. Reaktion ist gefragt, um den Button so schnell wie möglich nach Ablauf der fünf Sekunden zu drücken. Was andere Werbetreibende fürchten, wird hier zum bewussten Spiel und Spass. Das ist zwar nicht so gut wie der Hund – aber immer noch besser als 99 Prozent der je auf Youtube ausgestrahlten Werbungen. (hae)
 

 

TBWA\Zürich: Wenn ein Baby das grosse Thema wird

Medela hat für werdende und frischgebackene Mütter die spezielle MyMedela App entwickelt – und steht ihnen damit jederzeit mit Rat und Tat während Schwangerschaft und Stillzeit zur Seite. TBWA\Zürich zeichnet für den Auftritt verantwortlich.

Mit zahlreichen Expertentipps, Fotodokumentationen und praktischen Tracking-Möglichkeiten bietet Medela, als einer der führenden Anbieter für Milchpumpen, jungen Eltern den bestmöglichen Überblick. Zur Bekanntmachung der MyMedela App in verschiedenen internationalen Märkten wurde TBWA\Zürich mit der strategischen Planung sowie der Realisation des Auftritts beauftragt. Im Mittelpunkt der Kampagne steht der veränderte Blick der Eltern auf die Welt. Unter dem Motto «Wenn Dein Baby das grosse Thema wird», wird aus einem alltäglichen Spaziergang durch die Stadt eine persönliche Entdeckungstour.

Unbenannt-6_118

Die Lancierung der MyMedela App, die bei «Best of Swiss App» in der Kategorie User Experience ausgezeichnet wurde, erfolgt in Special Interest Medien. Die Kampagne startet aktuell in der Schweiz, Deutschland, Italien, Spanien, Portugal und ab 2016 auch in England, Australien, Kanada und Benelux mit einem Film, Keyvisuals und Onlinewerbung.

Unbenannt-7_114
Unbenannt-8_91

Verantwortlich bei Medela: Christian Aepli (Head of Marcom & MKOPS), Karl-Udo Rehm (Marketing Communications Manager). Verantwortlich bei TBWA\Zürich: Matthias Kiess (CEO), Simon Rehsche, Jasmine Segginger (Strategie), Cyrill Wirz, Bruce Roberts (CD), Tizian Walti, Wanda Michel, Sara Steinmann, Marek Zdarsky (Kreation), Seda Sirin, Marisa Columberg, Marina Cantafio (Beratung). Filmproduktion: Pumpkin Film: Alexandra Fisher (Regie), Lamar Hawkins (Producer), Bransch Europe, Achim Lippoth, (Foto).
 

Process gestaltet Flugzeugbeschriftung für Edelweiss

Die Flugzeuge der Schweizer Airline Edelweiss bekommen ein neues Design. Process hat die Beschriftung optimiert und Markenzeichen, wie die Edelweissblume und die rote Nase neu inszeniert.

Die Schweizer Ferienairline baut in den nächsten Jahren ihre Flotte aus. Bis 2018 kommen drei Airbus A340, ein A330 und ein A320 hinzu. Diese Neuanschaffungen und ihr 20-jähriges Jubiläum nahm Edelweiss zum Anlass, um zusammen mit Process die Flugzeugbeschriftung zu überarbeiten und zu optimieren. Das neue Design ist bewusst eine Weiterentwicklung und keine Revolution. Markenelemente wie die rote Nase – die unter Flugzeugliebhabern Kultstatus hat – und die Edelweissblüte an der Heckflosse werden akzentuiert und neu interpretiert. Letztere wird deutlich grösser. Neu ist der Zusatz «Switzerland» unterhalb des «Edelweiss»-Schriftzugs. Er unterstreicht – wie die Alpenblume – die Herkunft der Airline und die mit der Schweiz verbundenen Werte wie Zuverlässigkeit, Authentizität und Vertrautheit.

EDW_NEUE_LIVERY_A320_big2
EDW_NEUE_LIVERY_small
 

Episch: Best of Epica, Teil 1

13 Spots aus zehn Kampagnen, die bei den Epica-Awards mit Gold, Silber oder Bronze prämiert wurden – und die Sie gesehen haben sollten.

Teil 2

The Morning After

Für den Käse «Jarlsberg» von Tine hat die norwegische Agentur Try einen Spot kreiert, der verinnerlicht: Anzeichen von grundsätzlichen Differenzen zeigen sich in Partnerschaften bereits früh und in kleinsten Details. Drum prüfe, wer sich ewig bindet. «The Morning after» hat in der Kategorie «Food» Bronze gewonnen.

Ghost

Die berühmte Töpfer-Szene aus dem 1990 erschienenen Kultfilm «Ghost – Nachricht von Sam» wurde von der italienischen Agentur STV DDB im Auftrag von Mediaset Premium neu interpretiert. Fast schon Champions-League-Niveau – und mit Silber in der Kategorie «Media» belohnt. 

Our Song

Das zweite grosse Liebesfilm-Revival erlebte der 80er-Jahre-Klassiker «Dirty Dancing» durch die Agentur Leo Burnett Chicago für die Virtual Doctor Visits von United Healthcare. Da war doch etwas mit dieser einen Szene… Der Film gewann Gold in der Kategorie «Health, Beauty, Cosmetics & Toiletries».   

https://www.youtube.com/watch?v=v9YiTIYO-2A

Little Beasts

Mit den Produkten von Ziploc – Gefrierbeutel, Aufbewahrungs- und Frischhaltesysteme etc. – sind Eltern gerüstet für den Alltag. Selbst wenn die Kinder nicht immer nur einfach im Umgang sind. Die amerikanische Agentur Energy BBDO hat die «kleinen Biester» durch Tiere ersetzt. Dafür gab's Gold in der Kategorie «Household Maintenance» für den Spot «Late for School». «Potty Training» steht ihm aber in nichts nach.

https://www.youtube.com/watch?v=KD2ogB7jkIk

https://www.youtube.com/watch?v=ubwdZTtyvp8

Open Days

Volkswagen sind längst keine Volkswagen mehr. Einst wurden sie entwickelt, um jedem Bürger ein Auto zu ermöglichen. Heute sind sie preislich im gehobenen (und somit teuren) Mittelfeld anzusiedeln. Aber Achtung: So teuer, wie man denkt, sind sie dann doch wieder nicht. Kommuniziert DDB Paris mit dem Spot «Notary» in der Kampagne «Open Days». Bronze in der Kategorie «Automobiles».

Dog Stretching

Auch die goldene Epica-Pyramide geht in dieser Kategorie nach Frankreich – an die Agentur Les Gaulois. Sogar im Auftrag eines französischen Kunden: Citroën. Dessen Modell C3 e-HDI ist offenbar so sparsam, dass Tank-Stopps zur Seltenheit werden. Wer sich auf langen Reisen ab und zu die Beine vertreten will, sollte diese Tatsache also im Hinterkopf behalten.

Psychologist

Leo Burnett Argentina zeigt, wie es wäre, wenn Psychologen aus dem selben Holz geschnitzt wären, wie Automechaniker. Die Mechaniker von Car One sind es zum Glück nicht. Der goldene Award in der Kategorie «Automotive Services & Accessoiries» geht nach Argentinien.

Watching TV is important

TBWA Stockholm wählt einen ziemlich erfrischenden, unverbrauchten – und absurden Ansatz, um das Satelliten-TV-Angebot von Canal Digital zu promoten. Das wird von der Jury in der Kategorie «Media» (vgl. «Ghost» oben) mit Gold belohnt. Wir sollten alle wieder mehr fernsehen.

https://www.youtube.com/watch?v=Sf9h1vjJoNo

Time to play #CatVsMouse

Mars/Temptations Cat Treats hat ein Spielzeug entwickelt, welches die Katzen erst «schlagen» müssen, um Futter freizuspielen: «Snacky Mouse». Für den Spot zieht AdamandeveDDB den Stubentigern kurzerhand Boxhandschuhe an und lässt sie in Rocky-Manier auf Gegner aller Art eindreschen. Dem Katzen- und GIF-Charme kann man sich nur schwer entziehen. Bei den Epica Awards wurde der Spot mit Bronze in der Kategorie «Food» ausgezeichnet.

https://www.youtube.com/watch?v=GjqkMqh-CNI

Just keep drinking

Zum Abschluss des ersten Teils die von der Jury am besten bewertete Kampagne der Kategorie «Non-Alcoholic Drinks». Gold geht nach Kanada an die Agentur Zulu Alpha Kilo Toronto für die Nestea-Kampagne «Just keep drinking». 

Thomas Häusermann

Contexta: Der erste Winter geht nie vergessen

Bald ist wieder Winter im Wallis – die schönste Zeit des Jahres. Deshalb will Contexta in Zusammenarbeit mit Valais/Wallis Promotion die Vorfreude wecken, indem sie den ältesten Menschen im Wallis ein Geschenk machte.

Dieses sollte Erinnerungen an ihren ersten Winter wachrufen. Denn wer kennt die magische Jahreszeit am besten, wenn nicht Menschen, die sie bereits 100-mal, 96-mal oder auch 101-mal miterlebt haben?

In einem emotionalen Film sehen wir, wie den ältesten Bewohnerinnen und Bewohnern des Kantons das spezielle Geschenk überreicht wird: Schnee aus ihrem ersten Winter. Schnee, der in ihrem Geburtsjahr gefallen ist. Dies einerseits zum Dank, dass auch sie das Wallis während ihrer Lebzeiten mitgeprägt haben und andererseits, um an ihren Erinnerungen an diese Zeit teilzuhaben. Sie weiter zu tragen.

Visual_dt_770x433px_deutsch_72ppi_RZ1

Valais/Wallis Promotion interessiert aber nicht nur die Erinnerungen der ältesten Menschen des Wallis, sondern auch die erlebten Momente aller, die die schönste Zeit des Jahres geniessen. Unter #meinWinterimWallis können deshalb Wintergeschichten geteilt werden und die besten Beiträge gewinnen einen 3-tägigen Aufenthalt im Wallis.

Verantwortlich bei Valais/Wallis Promotion: Damian Constantin (Direktor), Eric Piguet (Head of Marketing & Communication), Madeleine Savioz (Communication & Digital). Verantwortliche Agentur: Contexta. Produktion: Stories; Regie: Sean Fee. Media: Mediaplus.
 

«Rundschau» sieht keinen Grund zur Kooperation mit Urner Justiz

Im Verfahren gegen einen wegen zwei Tötungsdelikten angeklagten Barbetreiber gibt die SRF-Sendung «Rundschau» dem Urner Obergericht keine Unterlagen heraus. SRF begründet dies in einer Mitteilung vom Dienstag mit dem Redaktionsgeheimnis.

Der Barbetreiber wird von der Urner Staatsanwaltschaft beschuldigt, gegen einen Gast geschossen zu haben und einen Killer auf seine damalige Frau angesetzt zu haben. Der Gast blieb unverletzt, die Gattin wurde schwer verletzt. Die «Rundschau» hatte mehrmals über das nicht pannenfreie Verfahren berichtet. Das Obergericht verlangte von der Redaktion der Sendung, dass sie ihre Unterlagen, die sie zum Gast und zum rechtmässig verurteilten Auftragsschützen hat, vollständig herausgibt. Es begründet die Forderung damit, dass es sich bei der laufenden Urteilsberatung ein möglichst vollständiges Bild vom Sachverhalt machen müsse.

SRF lehnt die Herausgabe der Unterlagen ab. Die Forderung des Obergerichtes verletze das verfassungsmässig garantierte Redaktionsgeheimnis. Die Unterlagen seien für die Wahrheitsfindung des Gerichtes nicht erforderlich. Die «Rundschau» sei nicht dazu da, versäumte Untersuchungshandlungen zu vervollständigen. Es bleibe den Gerichtsbehörden überlassen, Verdächtige einzuvernehmen und Akten auf dem amtlichen Weg einzufordern. Das Ansinnen des  Obergerichtes widerspreche dem verfassungsrechtlichen, gesetzlichen und konzessionsrechtlichen Auftrag von SRF. Das Urner Obergericht hat bis am Dienstag von SRF noch keine offizielle Eingabe erhalten, wie eine Gerichtssprecherin auf Anfrage sagte. Das Gericht habe die Medienmitteilung aber zur Kenntnis genommen und lasse sie in die Beratungen einfliessen, sagte die Sprecherin.

Die «Rundschau» hatte im Oktober während der Verhandlung vor dem Obergericht publik gemacht, dass der Gast, auf den der Barbetreiber geschossen haben soll, mittlerweile in Frankreich verstorben sei. Der Gast, der als wichtiger Zeuge erneut hätte befragt werden sollen, war für die Urner Justiz offiziell unauffindbar. Der Verteidiger warf der Staatsanwaltschaft vor, mit möglicherweise widerrechtlichen Mitteln eine erneute Befragung des Zeugen verhindert zu haben.

Die «Rundschau» hatte zudem ein Interview mit dem Mann ausgestrahlt, der als Auftragsschütze verurteilt worden ist. Im Interview sagte er, dass der Barbetreiber unschuldig und Opfer eines Komplottes sei und dass ein dritter Mann auf die Frau geschossen habe. Der Name des dritten Mannes wurde im Bericht nicht publik gemacht. (SDA)

Futurecom: Neue Online-Präsenz für Wikimedia CH

Futurecom hat für den Schweizer Wikipedia-Förderverein Wikimedia einen Relaunch der Website umgesetzt.

Hinter dem Online-Lexikon Wikipedia steht die Wikimedia Foundation, eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in den USA. Sie betreibt auch zahlreiche weitere Plattformen wie z.B. Wiktionary (Wörterbuch), Wikiquote (Zitatensammlung), Wikibooks (Lernmittel), Wikinews (Nachrichten) oder Wikivoyage (Reiseführer). Die Arbeit der Wikimedia Foundation wird durch zahlreiche nationale Organisationen unterstützt; in der Schweiz ist dies «Wikimedia CH – Verein zur Förderung Freien Wissens».

Wikimedia-CH-Website-2015-11-24

Mit einem umfassenden Relaunch hat Futurecom einen zeitgemässen Web-Auftritt für Wikimedia CH geschaffen. Die viersprachige, mobile-taugliche Website basiert selbstverständlich auf Open-Source-Technologie (WordPress CMS). Sie präsentiert das vielseitige Angebot des Vereins sowohl für Einzelpersonen (z.B. Wikipedia-Autoren) als auch für Institutionen (z.B. Museen, Bibliotheken, Archive, Bildungseinrichtungen). Ein umfangreicher Event-Kalender zeigt etwa, wo und wann Wikipedia-Workshops stattfinden. Wer die Arbeit von Wikimedia CH finanziell unterstützen möchte, kann dies dank einer integrierten E-Payment-Lösung online per Kreditkarte oder PostFinance Card tun.

Verantwortlich bei Wikimedia CH: Stéphane Coillet-Matillon (Mitglied des Vorstands), Muriel Staub (Community Liaison Ostschweiz & Outreach), Manuel Schneider (IT). Verantwortlich bei Futurecom (Member of Y&R Group Switzerland): Martin Sauter (Beratung, Konzept), Thomas Engeli, Thomas Bosson (Kreation), Marcel Lüscher (Entwicklung).
 

Ruf Lanz für Sibler: Must-haves für den Haushalt

Seit 180 Jahren führt Sibler hochwertige Haushaltsartikel und Designobjekte, die man unbedingt haben möchte. Dies kommt in der neuen Kampagne von Ruf Lanz im wahrsten Sinne des Wortes zum Tragen.

Da präsentieren topmodische Frauen Käsereiben, Fonduesets oder Teekannen so elegant wie sonst ihre Handtaschen. Ein gutgekleideter Mann mit Holzbrett im Stil einer schicken Mappe unterm Arm rundet die erste Sujet-Staffel ab. Mit der neuen Kampagne positioniert Ruf Lanz die Sibler-Artikel auf stilvolle Art als «Must-haves für den Haushalt». Die ersten vier Sujets – sozusagen die Winter-Kollektion – sind als ÖV-Werbung, Plakate, Banner, Postkarten und POS-Poster zu sehen. Im kommenden Jahr werden zahlreiche weitere saisonale Motive folgen.

Sibler_Fondueset
Sibler_Teekanne
Sibler_Kaesereibe
Sibler_Holzbrett

Verantwortlich bei Sibler: Manuel Wiesendanger (Geschäftsführer), Livia Wiesendanger (Projektleitung). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Danielle Lanz, Markus Ruf (Creative Direction), Isabelle Hauser, Grit Wolany (Art Direction), Markus Ruf (Text), Dave Schellenberg (Grafik), Tanja Felix, Anita Roth (Beratung). Fotografie: Diego Alborghetti. Repräsentation/Producer: DS Photographers/Danielle Stutz. Bildbearbeitung: Aschmann Klauser, Lithographie: RTK.

Havas Worldwide Genève: Entsetzte Kinderhelden

Action Innocence setzt sich für den Schutz der Würde und Integrität von Kindern im Internet ein. Havas Genève zeigt in einer neuen Kampagne, dass das Internet für Kinder beängstigend sein kann.

Wenn es in früheren Kampagnen vor allem um den Umgang mit Computern ging, konzentriert sich die diesjährige Kampagne auf die modernen elektronischen Kommunikationsmittel wie Smartphones und Tablets. Im Mittelpunkt der neuen Kampagne stehen die Eltern, welche mobilisiert werden sollen, sich für den Umgang ihrer Kinder mit den neuen elektronischen Medien zu interessieren. Kinder, die schon sehr früh über Smartphones und Tablets immer und überall online, und sich der Gefahren nicht bewusst sind. Die Eltern sollen darauf sensibilisiert werden, dass das Internet für Kinder beängstigend sein kann, ohne die Unterstützung der Eltern. So erschrecken sogar Kindheits-«Helden», die normalerweise Schutz versprechen, vor der beängstigenden Realität auf dem Internet.

Havas Worldwide Genève hat die Kampagne in Zusammenarbeit mit Mécanique Générale, einem Pariser Studio für 3D-Produktionen und Animationen, realisiert. Eingesetzt werden Film, Online-Banners und diverse Printsujets.

Havas_Geneva_Screens
Havas_Geneva_Screens_2

Verantwortlich bei Havas Worldwide Genève: Delphine Saulnier (Beratung); Gabriel Mauron (Creative Direction); Pierre-Olivier Gardello, Simeon Brandner (Art Direction); Thibaud Genevois (Copywriter); Alexis Mouthon (Strategische Planung); Super Production (Art Buying). Production und Post-Production: Mécanique Générale. Fotolithografie: Scan Graphic. Sound Design: Shazam. Media: Mediatonic, Genf.

Zu guter Letzt: EM der Velodiebe

Die Plattform «We Love Cycling» präsentiert die «European Bike Stealing Championships 2015» und sorgt damit für Lacher. Welche Stadt stellt den Europameister im Velostehlen?

Welovecycling.com ist ein Portal rund ums Fahrrad. Von Skoda. Velos scheinen der tschechischen Automarke ziemlich wichtig zu sein. In der Schweiz betreibt sie zum Beispiel die von The House umgesetzte Plattform Velo.skoda.ch. Vor zwei Tagen wurde nun die Velodieb-EM 2015 veröffentlicht. Die Klau-Hochburgen Prag, Amsterdam und Rom treten gegeneinander an: Ein teures Velo wird als Köder ausgelegt und die Zeit gestoppt. Die armen Langfinger sehen – nicht unbedingt üblich bei solchen Viral-Stunts – eigentlich ziemlich authentisch aus. Vielleicht wird ihnen die ungewollte Aufmerksamkeit eine Lehre sein. Und sonst gibt es bereits 2016 wieder die Gelegenenheit, sich als besonders dreister Velodieb zu beweisen und den EM-Titel nach Hause zu bringen. (hae)

Apropos Schadenfreude: Wie man unbelehrbaren Velodieben ebenfalls eine Lehre erteilen kann, zeigt dieses etwas weniger sensible, aber nicht minder unterhaltsame, neue Video aus Brasilien:
 

https://www.youtube.com/watch?v=v0Ngfwr41U4

Woz baut Kulturteil aus und stockt Redaktion auf

Die linke Wochenzeitung Woz baut ihren Kulturteil aus. Angekündigt werden mehr Artikel im Bereich Medien und Netzpolitik, Geschichte und linke Theorie. Zudem wird die Redaktion um eine zusätzliche Stelle aufgestockt.

Die gesellschaftliche Bedeutung der Kultur sei in den letzten Jahren stark gestiegen. Diese Entwicklung komme allerdings in den meisten Medien zu kurz, teilte die WOZ am Dienstag mit. Aufgrund des soliden Geschäftsgangs und der gestiegenen Abozahlen lanciere die Zeitung deshalb eine Kulturoffensive – «entgegen dem herrschenden Trend». Ab der nächsten Ausgabe erhält das Ressort Kultur/Wissen demnach «mehr Platz für pointierte Essays und aufwändige Recherchen». Mit Porträts von Künstlerinnen und Künstlern sowie aktuellen Rezensionen bleibe die Berichterstattung weiterhin «am Puls der Kulturszenen», heisst es. (SDA)

Zunehmende Gewalt gegenüber Journalisten in Deutschland

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) beklagt eine zunehmende Gewaltbereitschaft rechtsgerichteter Gruppen gegen Medienvertreter.

Verbandschef Frank Überall sagte, er habe sich nie vorstellen können, einmal Angst bei der Ausübung des Berufs haben zu müssen: «Das kannte ich nur aus autoritären Regimen.» Früher seien Journalisten bei rechtsextremen Aufmärschen angeschrien und  angepöbelt worden, sagte Überall am Dienstag im Deutschlandradio Kultur. «Mittlerweile ist es wirklich so, dass einem das Mikrofon aus der Hand geschlagen wird, dass die Kamera geblendet wird, dass eine Kollegin in einen Hauseingang geschubst und bespuckt wird.»

Nach Darstellung des DJV-Vorsitzenden führten Übergriffe und Morddrohungen von Rechtsextremisten bereits dazu, dass manche Journalisten nicht mehr in dem Bereich arbeiten wollten: «Das ist sehr schade, weil wir viele Kolleginnen und Kollegen brauchen, die Fakten sammeln, die Fakten prüfen auch in der rechtsextremen Szene, die erklären und die einordnen.»

Insgesamt habe er den Eindruck, dass die Bürger wacher und kritischer geworden sind gegenüber journalistischer Arbeit, sagte Überall: «Nicht jeder, der Lügenpresse!' ruft, ist automatisch direkt rechtsextrem», sagte der DJV-Vorsitzende. Es gebe durchaus Menschen, die sich von den Medien «nicht mehr vertreten fühlen». (SDA)

Teaserbild: Screenshot Youtube.com

get_footer();