Swiss Marketing: die Nummer 1 im Prüfungsmanagement

Der Schweizerische Marketing-Tag ist das Marketing-Highlight des Jahres. Erstmals hat Claude J. Dubois, Bereichsleiter «Prüfungswesen» bei Swiss Marketing (SMC), die Prüfungspräsidenten und Prüfungsleiter der Prüfungen eingeladen, die durch sein Prüfungssekretariat bei Swiss Marketing in Olten organisatorisch durchgeführt und betreut werden.

Der Schweizerische Marketing-Tag ist das Marketing-Highlight des Jahres. Erstmals hat Claude J. Dubois, Bereichsleiter «Prüfungswesen» bei Swiss Marketing (SMC), die Prüfungspräsidenten und Prüfungsleiter der Prüfungen eingeladen, die durch sein Prüfungssekretariat bei Swiss Marketing in Olten organisatorisch durchgeführt und betreut werden. Und sie alle kamen und gaben sich in der VIP-Prüfungslounge am 3. März 09 im KKL in Luzern ein Stelldichein: Ohne Übertreibung kann man sagen, dass sich erstmalig das «Who is Who » des schweizerischen Prüfungswesens traf. Wir stellen vor:
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Präsidentenrunde: Uwe Tännler (Präsident Swiss Marketing und OK-Präsident des Schweizerischen Marketing-Tages) in der Mitte, eingerahmt von den Präsidenten der Prüfungskommissionen von links: Marc Heim (Marketingleiter), Jean-Paul Zürcher (Verkaufsleiter), Hans-Jürg Gehri (Verkaufsfachleute) und Andreas Balazs (Marketingfachleute).
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MarKom-Zulassungsprüfung mit Zertifikat, Präsident der Prüfungskommission: Heinz Egli, Prüfungsleiter: Claude J. Dubois (1999 Prüfungsanträge im Jahr 2008).
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Marketingfachleute mit eidg. Fachausweis (bis 2008: Marketingplaner), Präsident der Prüfungskommission: Andreas Balazs, Prüfungsleiter: Claude J. Dubois (976 Prüfungsanträge im Jahr 2008).
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Verkaufsfachleute mit eidg. Fachausweis (bis 2008: Verkaufskoordinatoren), Präsident der Prüfungskommission: Hans-Jörg Gehri, Prüfungsleiter: Walter Zeller (615 Prüfungsanträge im Jahr 2008).
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Verkaufsleiter mit eidg. Diplom, Präsident der Prüfungskommission: Jean-Paul Zürcher, Prüfungsleiter: Stephan Günther (280 Prüfungsanträge im Jahr 2008).
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Marketingleiter mit eidg. Diplom (Prüfung alle zwei Jahre, ab 2009 jährlich), Präsident der Prüfungskommission: Marc Heim, Prüfungsleiter: Peter Gilli (142 Prüfungsanträge im Jahr 2007).

Jährlich werden durch das Prüfungssekretariat unter der Führung von Claude J. Dubois über 4000 Prüfungsanträge bearbeitet.
Der Beweis für die professionelle Arbeit des Prüfungssekretariats von Swiss Marketing: das SQS-Zertifikat der ISO-Zertifizierung.

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Die fleissigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Hintere Reihe von links: Céline Bucher, Claude J.Dubois, Sandro Husi, Rolf Janz. Vordere Reihe von links: Evelin Rodriguez, Larissa Camerotto, Karina Stocker, abwesend: Simone Bürge.
Artikel und Fotos: Patrick Bernd Buchert

Nagra präsentiert: Tatort Endlager

Techo hat für die Nagra einen Aufklärungsthriller realisiert.

«Infothriller» nennt Levente Paal von Techo das neue Genre. «Ein spannender Film zu einem Thema, das niemanden interessiert», meint Armin Murer, Leiter Öffentlichkeitsarbeit bei der Nagra, zweideutig zum Briefing. Tatsächlich werden Themen wie Radioaktivität, Entsorgung und Tiefenlager von der Schweizer Bevölkerung schon lange am liebsten in einem Endlager der Verdrängung entsorgt. Dort strahlt das Problem allerdings weiter, denn 40 Prozent von unserem Strom kommen aus Atomkraftwerken.
Mit dem Film «Die Lösung» will die Nagra wieder einmal an unsere nationale Aufgabe erinnern und «einen objektiven und informierten Umgang» mit radioaktivem Abfall und seiner Lagerung fördern. Sechs Minuten lang sollte der Film werden. Die Fülle der komplexen Informationen hat schliesslich in 13 Minuten eine allgemein verständliche und damit sinnvolle Form gefunden. Dazu haben die Konzepter Levente Paal und Daniel Boschung zusammen mit Drehbuchautor Benito Müller auf einen spannenden «Spielfilm» gesetzt. «Die Lösung» zeigt die Reporterin einer grossen Tageszeitung beim Aufdecken einer heissen Story. Aufgescheucht durch einen radioaktiven Alarm in einer Abfallverbrennung, beginnt die Zeitung zu recherchieren und entdeckt schliesslich die Chance, mit sachlicher Aufklärung nicht nur eine kurzlebige Sensation zu liefern, sondern eine weiter führende Diskussion zu lancieren.
Unter der Regie von Tobias Müller spielten bekannte Schauspieler mit. Gedreht wurde in sechs Tagen mit 60 Leuten. «Eine logistische Herausforderung waren die Szenen in den Zwischenlagern», weiss Kameramann Peter Indergand. All dieser Einsatz wurde inzwischen in Dortmund mit einem Corporate Media Award of Master ausgezeichnet.
Andreas Panzeri
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Swisscom lässt gemeinsam erleben

Contexta hat die erste Kampagne innerhalb der One-Brand-Strategie von Swisscom gestaltet und inszeniert das Fernseherlebnis von Bluewin TV mit der berührenden Idee: Swisscom bringt zusammen, was zusammen gehört.

Seit jeher hat es sich die Swisscom zur Aufgabe gemacht, Menschen miteinander zu verbinden. Mit zahlreichen Dienstleistungen und starkem Service schafft Swisscom Beziehungen und bringt Nähe. Diese Gemeinschaft, welche Kunden dank und mit Swisscom erleben, steht im Mittelpunkt der neuen Kommunikationsstrategie.
Die One-Brand-Strategie wurde vor genau einem Jahr konzipiert. Jetzt sollen zukünftig sämtliche Massnahmen auf die Kernaussage «Gemeinsam erleben» fokussieren, wie Nadine Borter bei Contexta erklärt. Erzählt werden Erlebnisse, die im Alltag geerdet sind und emotional involvieren. Geschichten, die nah am Leben sind und aufzeigen, wie Swisscom Menschen zusammenbringt. Die neue Strategie wurde von Swisscom in enger Zusammenarbeit mit den zwei Leadagenturen Jung von Matt/Limmat und Contexta entwickelt. Die Kampagne für Bluewin TV von Contexta ist nun die erste, welche auf Basis dieser neuen Strategie umgesetzt wurde.
Die Kampagne basiert auf zwei Ebenen, die eng miteinander verknüpft sind. Die erste Ebene inszeniert das gemeinsame Erlebnis mit Bluewin TV. Träger dieser Botschaft sind zwei Filme, die am Fernsehen und online zu sehen sind. Der erste Film erzählt die sympathische Geschichte von zwei Männern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Erst dank Bluewin TV erkennen die zwei eine grosse Gemeinsamkeit: ihre Begeisterung für Fussball. Der zweite Film bringt uns zwei Menschen im Alltag näher, die sich gerade wegen ihrer typischen Reibungsflächen bestens kennen: eine Mutter und ihre pubertierende Tochter. Auch sie erleben einen einfachen, aber gemeinsamen Glücksmoment, wenn sie abends auf Bluewin TV zusammen einen Liebesfilm anschauen. Beide Filme bringen die neue Strategie des «Gemeinsam erleben» auf den Punkt.
Auf der zweiten, eher verkaufsorientierten Ebene steht der Inhalt von Bluewin TV im Zentrum: über 120 TV-Sender, über 500 Top-Filme auf Knopfdruck sowie die Spiele der italienischen Serie A, der Bundesliga, der Axpo Super League oder der Champions League live. Mit einer cleveren formalen Idee wird der Content von Bluewin TV beworben, ohne dabei den Bezug zur ersten Ebene zu verlieren. In kurzen Reminder-Spots, auf Sales-Bannern sowie auf Inseraten schauen wir jeweils Menschen über die Schulter, welche Bluewin TV gemeinsam geniessen.
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Im neuen Auftritt für Swisscom fällt die Unterscheidung zwischen
Image- und Produktekampagnen weg.

TBWA/Zürich: Für McDonald’s jede Minute ein anderes Plakat

TBWA/Zürich hat gemeinsam mit APG Affichage eine Plakataktion für McDonald’s Schweiz organisiert. Ungefähr 100 Plakate mit acht verschiedenen Sujets kamen am Mittwoch 11. März von 8 bis 18 Uhr an einer einzigen Plakatstelle zum Einsatz.

TBWA/Zürich hat gemeinsam mit APG Affichage eine Plakataktion für McDonald’s Schweiz organisiert. Ungefähr 100 Plakate mit acht verschiedenen Sujets kamen am Mittwoch 11. März von 8 bis 18 Uhr an einer einzigen Plakatstelle zum Einsatz. Die Aktion fand vor dem Bahnhof Zürich Oerlikon an der Hofwiesenstrasse 369 statt. Dabei wurde der Plakataushang alle paar Minuten oder Sekunden erneuert. Der Slogan dazu lautete zum Beispiel beim Hamburger: «Unsere Hamburger sind immer frisch und werden nie älter als 10 Minuten. So wie dieses Plakat».
Verantwortlich bei McDonald’s Schweiz: Thomas Truttmann (Marketing & Communications Director), Nicole Schöwel (Communications Manager McDonald’s Schweiz). Verantwortlich bei TBWA/Zürich: Urs Schrepfer (CD), Martin Friedlin (AD), Simon Smit (Text), Attilio Leonardi (Grafik), Toni Rubera (Bildbearbeitung), Claudia Beck (Beratung). Verantwortlich bei Allgemeine Plakatgesellschaft (APG): Astrid Kägi (Key Account Beraterin).
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Das Bedürfnis nach Weiterbildung ist geweckt, damit ist der erste Schritt getan. Doch: Welche Berufe gibt es?

In der höheren Berufsbildung werden jährlich mehr als 30 000 Abschlüsse geschafft, Tendenz steigend. Es ist der Königsweg in der Schweizer Bildungslandschaft. Denn auf dem breiten Arbeitsmarkt sind Handlungskompetenzen gefragt, nicht nur Wissen, das für den Beruf relevant ist.

In der höheren Berufsbildung werden jährlich mehr als 30 000 Abschlüsse geschafft, Tendenz steigend. Es ist der Königsweg in der Schweizer Bildungslandschaft. Denn auf dem breiten Arbeitsmarkt sind Handlungskompetenzen gefragt, nicht nur Wissen, das für den Beruf relevant ist. Konkrete, berufstypische Arbeitssituationen müssen bewältigt werden können. Berufe im Bereich Marketing und Verkauf:
Marketingfachleute mit eidg. Fachausweis
konzipieren und realisieren professionelles Marketing und gewährleisten die Vernetzung der erforderlichen Instrumente. Sie planen Marketingmassnahmen und setzen diese erfolgreich um. Sie erkennen und verstehen die Gegebenheiten des Marktes, konjunkturelle Entwicklungen, rechtliche Strukturen und interpretieren Erkenntnisse folgerichtig für die berufliche Arbeit.
Verkaufsfachleute mit eidg. Fachausweis
sind fähig, alle Aufgaben im Bereich des Verkaufs selbstständig zu übernehmen. Sie gestalten und realisieren den persönlichen Verkauf professionell und übernehmen die Verantwortung für das Erreichen dieser Ziele in ihren Verkaufsgebieten. Auf Grund umfassender betriebs- und volkswirtschaftlicher Kenntnisse sind sie in der Lage, ihr Umfeld richtig einzuschätzen und optimale Lösungen zu erarbeiten.
Verkaufsleiter mit eidg. Diplom
sind verantwortlich für absatzorientierte und leitende Funktionen. Die Konzipierung, Planung und Führung der Verkaufs- und Vertriebsorganisation stehen im Zentrum ihrer Aufgaben. Flexibilität, Verhandlungsfähigkeit, menschliche Reife und Kontaktfähigkeit sind unabdingbar. Für die Umsetzung der gewählten Strategie steuern und koordinieren sie ausführende Bereiche wie Aussen- und Innendienst sowie Logistik.
Marketingleiter mit eidg. Diplom
sind für Marketing und Vertrieb verantwortlich. Im Zentrum ihrer Aufgaben stehen die Entwicklung und Umsetzung optimaler Marketingstrategien. Fundierte Methodenkenntnisse zur Erstellung von Marketinganalysen und zur Interpretation von betriebs- und finanzwirtschaftlichen Kennzahlen sowie Kenntnisse in Unternehmensführung und -organisation sind unabdingbar.
Dipl. Marketingmanager HF
sind Generalisten des Marketings mit breiten, vernetzten Fach- und Führungskompetenzen. Sie übernehmen Verantwortung und Führungsaufgaben in Marketingabteilungen von KMU oder Grossbetrieben im operativen Marketing. Sie gehen anspruchsvolle Praxissituationen aus einer betriebswirtschaftlich abgestützten Prozessoptik an und kommunizieren mit relevanten Anspruchsgruppen.
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Claude J. Dubois, Bereichsleiter
Prüfungswesen

Markenführung aus einem Guss

Für ein mittleres Unternehmen wie Wolfensberger ist es vorteilhaft, die Markenentwicklung und die Marketingkommunikation gesamthaft einer Agentur zu übertragen. Das garantiert Kontinuität im Auftritt und in der Umsetzung.

Seit über 80 Jahren entwickelt, fertigt und bearbeitet Wolfensberger in Bauma anspruchsvolle Gussteile für die Bereiche Transport, Energie und allgemeiner Maschinenbau. Das Unternehmen im Tösstal ist der grösste Arbeitgeber in der Region. Es zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es über 100 verschiedene Werkstoffe zu Gussteilen mit hoher ästhetischer Ausdruckskraft verarbeiten kann. Ein Vorteil, den Crafft Kommunikation geschickt für die Markenführung genutzt hat, indem diese Gussteile als erstklassige Schmuckstücke inszeniert wurden. Dank dieser Strategie hebt sich Wolfensberger von anderen Unternehmen in diesem Tätigkeitsbereich ab und kann in der Branche einen hohen Wiedererkennungswert für sich verbuchen.
Starke Markenführung
Für Crafft Kommunikation war Wolfensberger ein Glücksfall, konnte die Agentur doch mit dem Corporate Design starten und damit den Grundstein für eine starke Markenführung legen. Parallel zur Markenimplementierung wurde die Marketingkommunikation online und offline konzipiert. Von der Gestaltung des Messeauftritts, der Inseratekampagne, der Website über die Unternehmensbroschüre bis hin zur Umsetzung der Printprodukte in E-Paper (Frühling 2009) wird der ganze Kommunikationsmix von Crafft Kommunikation umgesetzt. Vom zürcherischen Bauma aus gehen die schmucken Gussteile rund um die Welt. Mit einem Auftritt, der bis ins Detail charakteristisch ist für Wolfensberger.
Crossmedialer Newsletter
Mit der Einführung eines Newsletters verfolgten Crafft Kommunikation und Wolfensberger das Ziel, ein ausbaufähiges Instrument für ein fachspezifisches Zielpublikum zu schaffen. Der Newsletter erscheint zwei- bis dreimal jährlich in einer Auflage von 6’000 Exemplaren. Geschrieben wird er von Fachjournalisten für Fachpersonen, insbesondere für Ingenieure und Techniker. Das Konzept baut darauf auf, die Informationen aus dem Newsletter crossmedial einzusetzen. Jede Ausgabe greift ein bestimmtes Thema im Bereich Gusstechnologie und Gusswerkstoffe auf. Diese Informationen werden gleichzeitig auf der Website und im Intranet von Wolfensberger aufgeschaltet, flankiert von Artikeln in entsprechenden Fachzeitschriften. Schliesslich bietet das Unternehmen in Zusammenhang mit dem jeweils aktuellen Thema im Newsletter den Empfängern auch fachspezifische Präsentationen und Führungen durch den Betrieb an.
Alle diese Massnahmen verleihen dem Gussteilehersteller eine Präsenz, welche die Stärken des Unternehmens besonders hervorhebt. Und das soll auch in Zukunft so bleiben, wie Thomas Iten, Leiter Verkauf von Wolfensberger, verlauten lässt.
Michael Rütti

Mare Helveticum im neuen Kostüm

Das Bordmagazin von Helvetic Airways hat ein neues Outfit erhalten.

Im Zusammenhang mit den neuen Farben Rot, Weiss und Silbergrau des KMU Helvetic Airways, seines aktuellen Unternehmensauftritts, der Flugzeugbemalung, Kabinenausstattung, Cabin-Attendants-Accessoires etc., erfährt auch sein Bordmagazin, das Mare Helveticum, einen neuen «Anstrich». Swissness, sicheres und komfortables Reisen im Direktflug von Zürich aus, Besonderheiten der Unternehmensführung sowie ausgesprochene Perlen von Reisedestinationen sind die intensivierten Botschaften in Inhalt und Gestaltung. Die neue Ausgabe des Bordmagazins von Helvetic Airways im «Rot-Weiss-Silbergau-Kostüm» liegt ab März an Bord der auf Individualbedürfnisse ausgerichteten Airline auf. Das Bordmagazin Mare Helveticum wird seit 2007 von Primafila AG in Konzeption, Design und Redaktion betreut.
Informationen: Primafila AG, Simon Froehling, E-Mail: [email protected].
Simon Froehling
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Pascale Berclaz verlässt Freiburghaus und Partner

Pascale Berclaz verlässt die Berner Agentur Freiburghaus und Partner. Nach einer kurzen Auszeit wird sie im Mai ein neue Stelle antreten.

Pascale Berclaz hat sich entschieden, die Berner «Werkstatt für Kommunikation» Freiburghaus und Partner zu verlassen. Die langjährige Mitinhaberin und Leiterin Beratung wird nach einer kurzen Auszeit ab Mai 2009 eine neue Stelle antreten. Während zehn Jahren habe sich Berclaz im Haus sehr engagiert, schreibt die Agentur, und man teile ihren Abgang nicht ohne Wehmut mit. Beide Seiten, Berclaz wie Freiburghaus (und Partner) wollen ihre freundschaftliche Bande in ihren Stammbereichen Kommunikation, Marketing und Public Relations weiterhin pflegen.

Lohnende Investition

Die Härterei Gerster AG hebt sich nicht nur als Wärmebehandlungsspezialist von der Masse ab, sondern auch mit ihrem Kunden- und Mitarbeitermagazin Modus.

Die Härterei Gerster AG gilt international als Spezialist für anspruchsvolle technische Wärmebehandlungen und beschäftigt im solothurnischen Egerkingen rund hundert Personen. Mit verschiedenen Verfahrenstechniken behandelt Gerster grosse Werkstücke von mehreren Tonnen Gewicht oder kleinste Teile aus der Uhrenindustrie, Einzelstücke und Millionenserien. Wärmebehandlungen dienen dazu, stark beanspruchte Produktionsteile widerstandsfähig zu machen und Abnutzungserscheinungen zu reduzieren.
Schlichtes Design, überzeugende Bildsprache
Die Härterei Gerster AG arbeitet professionell, liefert Qualität und bietet ihren Kunden individuelle Lösungen an. Eine Sprache, die auch ihr Kunden- und Mitarbeitermagazin spricht. Sein Design ist schlicht, einheitlich und überzeugt mit einer klaren Bildsprache, der Text ist authentisch, wohl strukturiert und unterhaltend. Modus erscheint zweimal jährlich in einer Auflage von 2’500 Exemplaren und wird von der Corporate-Publishing-Dienstleisterin Brandl & Schärer AG in Olten konzipiert, getextet, gestaltet und fotografisch (mit eigenem Fotografen) in Szene gesetzt. «Unser Kunden- und Mitarbeitermagazin soll die Professionalität und Qualitätsansprüche des Betriebs widerspiegeln», sagt Felix Heimgartner, Geschäftsleiter der Härterei Gerster AG in Egerkingen. «Und es soll sich in seiner Machart von der Masse abheben, etwas Besonderes sein.» Mit Kundenporträts und themenspezifischen Reportagen kreist Modus ein bestimmtes Motiv von allen Seiten ein. Für das Heftthema «Beratung» blickten die Blattmacher beispielsweise hinter Klostermauern und einem Sicherheitsberater in die Karten, dem Kernthema «Flüsse» näherten sie sich mit Geschichten zu Verkehrs- oder Energieflüssen.
Lohnende Investition
Es entstehen Reportagen, die häufig erst auf den zweiten Blick mit dem Wärmebehandlungsspezialisten zu tun haben. Ein Thema kann aber nur in seiner Ganzheitlichkeit erfasst werden, wenn man alle seine Facetten beleuchtet. Das ist professionell. Ein Anspruch, den die Härterei Gerster AG auch an ihre Arbeitsweise erhebt. Trotzdem: «Das Magazin Modus ist eine beachtliche Investition für ein Unternehmen unserer Grösse», gibt der Geschäftsleiter zu bedenken. Eine lohnende Investition aber, wenn er an all die positiven Reaktionen denke. Eine Investition, deren Mehrwert sich nicht beziffern lasse, ein Mehrwert, der in erster Linie das Image des Betriebs fördere, ein Mehrwert also, der unbezahlbar sei.
Sabine Schmid
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Hier spricht das Publikum

Wirken Plakate wie gewünscht? Die Werbewoche ging dieser Frage an einem Beispiel auf den Grund. Dazu befragten wir sechs Passanten. Die ausgewählte Affiche ist vom Zentrum Paul Klee und wirbt für die Ausstellung «Eye of Africa» der Leprahilfe Emmaus Schweiz. Sie ist beim Zürcher Hauptbahnhof, nahe Gleis 18, platziert. Mit der Frage: «Was fällt Ihnen zu diesem Plakat spontan ein?», wollten wir wissen, wofür das Bild tatsächlich wirbt. Die Antworten:

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«Die Abbildung ist zwar ansprechend, hat aber keinen Zusammenhang mit der Ausstellung. Die Platzierung ist denkbar schlecht, an dieser Stelle geht es neben den anderen Plakaten fast unter. Es hat mich nicht überzeugt – an die Ausstellung würde ich nicht gehen.»
Andreas Fleischmann (19), auszubildender Koch
«Auf den ersten Blick denkt man, da würde für Süssigkeiten geworben oder aber für hungernde Menschen.
Ich finde, der Fokus wurde falsch gesetzt. Extra an die Ausstellung würde ich deswegen nicht gehen!»
Daniel (26), MTec-Student an der ETH
«Wirbt es denn überhaupt für etwas? Es ist nicht offensichtlich. Ich hätte auf Süssigkeiten – Bonbons oder so – getippt. Die Menschen, die hier täglich vorbeieilen, beachten es kaum. Die Ausstellung macht wenig neugierig, weil man nicht weiss, was gezeigt wird.»
Beni Wiederkehr (39) und Jean-Claude Grässli (40), beide Metallbauer
«Als Erstes dachte ich, es handle sich um eine Werbung für Süssigkeiten – oder für Menschenrechte in Afrika. Des Plakates wegen würde ich die Ausstellung nicht besuchen.»
Norbert Oehrli (50), ausbildender Lokführer
«Es sieht für mich wie eine Werbung für Afrikareisen aus. Die abgebildeten Menschen wirken zudem überraschend gesund! Die Illustration selbst ist schön, jedoch könnte sie auch für etwa sieben andere Werbezwecke eingesetzt werden.»
Johanna St. (77), pensionierte Krankenpflegerin
«Ich habe zuerst auf Reisen getippt – irgendwo im fernen Afrika. Das Plakat wirkt unscheinbar. Vor allem müsste die Schrift grösser sein. Das Foto ist zwar schön, hat aber meiner Meinung nach zu wenig mit dem Wesentlichen zu tun.»
Valea Klaeren (19), Studentin an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK)

Google baut Werbemöglichkeiten im Internet aus

Google hat am Mittwoch weltweit die Werbetrommel für sein neustes Angebot gerührt: «Interessenbasierte Anzeigen» auf Youtube und auf Google-Partnerwebseiten sollen es Werbetreibenden erlauben, mit ihren Botschaften ihr Zielpublikum genauer zu erreichen. Die Buchung und Verrechnung wird wie bei Google-Adwords funktionieren. Bis Ende 2009 läuft das Angebot im Testbetrieb, ab 2010 ist es öffentlich verfügbar.

Das Internetunternehmen Google hat am Mittwoch den Start einer Beta-Version so genannter «Interest Based Ads» (interessenbasierte Anzeigen) auf Youtube und im Google-Content-Netzwerk bekannt gegeben. Interest Based Ads sollen es Werbetreibenden erleichtern, Botschaften und Angebote gezielt jenen Surfern anzeigen zu lassen, die sich für das Angebot auch interessieren könnten. Es verspricht also, eine noch genauer definierte Zielgruppe anzusprechen. Den Partnern im Google-Content-Netzwerk könnte das neue System wegen höherer Klickraten höhere Umsätze bescheren.
Werbecookie als Kernstück
Das Google-Content-Netzwerk (GCN) besteht aus Partner-Webseiten von Google, die dem Internetunternehmen bereits jetzt Platz für Werbung Dritter zur Verfügung stellen. Neu ist nun, dass wenn ein Surfer auf Youtube oder auf das GCN gelangt, er erkannt wird und somit auf der Webseite Werbung angezeigt bekommt, die auf ihn zugeschnitten ist. Und gemacht wird das so: Die Interessen der Surfer werden über ihre Eingaben bei Youtube oder die besuchten Seiten auf dem GCN verschiedenen Interessenskategorien zugewiesen und dann in einem Cookie gespeichert. Das Cookie wiederum erlaubt es den Webseiten, auf denen Interest Based Ads geschaltet werden, die Interessen des Surfers aufgrund der Kategorien zu identifizieren und entsprechende Werbung zu schalten.
Reiseliebhaber kriegen Reisewerbung
Wenn beispielsweise ein Nutzer einen grossen Teil seiner Online-Zeit damit verbringt, sich Videos von exotischen Destinationen auf Youtube und Reise-Webseiten im Google-Content-Netzwerk anzusehen, wird er von dem neuen System als «Reiseliebhaber» eingestuft. Entsprechend werden im Google Content-Netzwerk sowie auf Youtube diesem Nutzer vermehrt Anzeigen geschaltet, die sich ums Reisen drehen. Oder wenn ein Nutzer im August auf einer Sportbekleidungs-Webseite ein Fussball-Trikot angesehen hat, könnte der Webseitenbetreiber den Nutzer im Dezember mit einer Anzeige auf Youtube oder GCN-Webseiten auf besondere Angebote hinweisen, zum Beispiel auf seinen Winterschlussverkauf.
Wenig Information über das GCN
So zumindest die Theorie. Wie gut das neue Angebot tatsächlich funktioniert, soll mit ein paar wenigen Partnerunternehmen in einer Testphase ab April dieses Jahres geprüft werden. In dieser Phase sollen beispielsweise die Interessenskategorien erweitert und verfeinert werden. Anfang 2010 soll der Service dann allen Werbekunden offenstehen, wie es bei Google heisst. Die Interest Based Ads können danach über das Adwords-System gebucht werden. Seit wann an dem neuen Werkzeug entwickelt wird, oder wo es entwickelt wurde, sagte das Unternehmen an der Präsentation am Mittwoch nicht. Auch gab es keine Informationen darüber, wieviele Werbepartner Google in der Schweiz hat oder wieviele zum Google-Content-Netzwerk gehören. Google-Chef Schweiz Andreas Schönenberger sprach von weltweit «hunderttausenden». Einen Hinweis geben die Reichweitenzahlen des Marktforschungsunternehmens Comscore, die allerdings nicht beglaubigt sind.
Keine Religion, keine Pornographie
Einigen Aufwand betreibt Google bezüglich der Information über den Datenschutz bei diesem Angebot. So wird mehrfach darauf hingewiesen, dass das Unternehmen keine persönlichen Daten sammle, und dass man den auf dem Cookie gespeicherten Daten nicht entnehmen könne, wer die Person sei. Zudem wurde für den Internetnutzer die Möglichkeit geschaffen, in einem sogenannten Ads Preferences Manager die Interessenskategorien zu erweitern oder aber zu löschen. Und wer gar keine interessenbasierte Anzeigen wünscht, kann sich austragen. Natürlich funktioniert das neue System auch nicht, wenn jemand die Cookies deaktiviert hat, aber das sind wohl die wenigsten. Zudem hat Google beschlossen, «sensitive Interessen» wie Religion, Gesundheit oder Pornografie nicht zu erfassen.

Schwarze Schafe

Der Vatikan in der Falle zweier lesbischer Frauen: Warum das Interview mit dem Negationisten-Bischof auch ein bisschen ein Medienskandal ist. Gastkommentar von Jürg Altwegg, Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Genf.

Auf die Spur brachte uns die NZZ. Der Vatikan, berichtete ihr Korrespondent in Rom, mache zwei «kirchenfeindliche französische Journalistinnen» für den Wirbel um den Negationisten-Bischof verantwortlich. Genannt wurden Caroline Fourest und Fiammetta Venner. Sie hätten zusammen ein Komplott gegen den Papst inszeniert. Der Vatikan in der Falle zweier Frauen? Dank dem Internet und den Archiven lassen sich die Spuren relativ leicht rückwärts verfolgen.
Als der Skandal über die vier Integristen-Bischöfe, die der Papst wieder in den Schoss der Kirche aufgenommen hatte, seinem Höhepunkt entgegensteuerte, veröffentlichte Caroline Fourest in Le Monde einen Artikel mit dem Titel «Petrus und die schwarzen Schafe». Die Autorin berichtete von den Umtrieben der Traditionalisten, die regelmässig Messen für den faschistischen Schriftsteller Maurice Bardèche lesen. Die regelmässig nach Auschwitz pilgern, um ehrfürchtig eines Genozids zu gedenken – nicht der Shoah. Sondern des «Genozids der abgetriebenen Föten». In diesen Kreisen, wusste Caroline Fourest, sei Papst Benedikt sehr beliebt.
Caroline Fourest schreibt als Kolumnistin regelmässig über Religionsfragen für Le Monde. Sie ist im Rundfunk zu hören, Redaktorin bei einer Zeitschrift und auch in den Talkshows wegen ihrer Streitlust ein gern gesehener Gast. Zuletzt erschien ihr Buch über die Verbindungen des Vatikans zu den Ultra-nationalisten. Sie sind eines ihrer Spezialgebiete.
Auch mit Fiammetta Venner zusammen hat Caroline Fourest Bücher und Artikel veröffentlicht. Sie haben sich mit den Fundamentalisten aller Religionen – der jüdischen, der islamischen, der christlichen – angelegt. Auch wegen deren Homosexuellenfeindlichkeit. Fourest, noch nicht viel älter als dreissig Jahre, kämpft für die Rechte der Homosexuellen, präsidiert ihre Vereinigung und tritt im Fernsehen mit Fiammetta Venner unverkrampft als Paar auf.
Verschwörungstheorien – auch wenn sie aus dem Vatikan kommen – muss man misstrauen. Die Frage, ob Fourest und Venner tatsächlich einen Coup landen wollten, darf allerdings sehr wohl gestellt werden. Ein Skandal an sich wäre das nicht. Sie kennen den Negationisten-Sumpf ausgezeichnet. Und der Umweg über das schwedische Fernsehen erweist sich ebenfalls als äusserst geschickt. Vielleicht war der dubiose Bischof Williamson durchaus informiert. Und machte noch so gerne mit. Die beiden Französinnen haben das Interview, das im vergangenen November aufgezeichnet wurde, eingefädelt. Fiammetta Venner war Gast in der Sendung, in deren Rahmen es ausgestrahlt wurde.
«Wir haben den Kollegen einen Tipp gegeben», erklärt sie zu den Vorwürfen aus Rom. Und spricht von einem «schlechten Witz»: «Auch in die Nähe der Freimaurer hat man uns gerückt. Weil wir antiklerikal sind – aber es geht doch, schien mir, um Fundamentalisten. Weder wir noch das schwedische Fernsehen kennen den päpstlichen Kalender im
Voraus.»
War das Timing nur aus Zufall so perfekt? Dass Fourest und Venner über die bevorstehende Rehabilitation der ausgeschlossenen Bischöfe bestens informiert waren, zeigen ihre Publikationen in den Wochen zuvor. Das Williamson-Interview war ein toller Streich, eine glänzende Inszenierung. Und ist ein zynisches Lehrstück: So funktionieren Politik und Medien.
Nicht die Rolle von Caroline Fourest als Anstifterin und Vermittlerin ist skandalös. Aber ihr publizistischer Auftritt als Kommentatorin einer Inszenierung, bei der sie an zentraler Stelle beteiligt gewesen war, hinterlässt einen schalen Beigeschmack – denn der Leser erfährt davon nichts. Auch im Interview, das Le Monde mit Venner führte, kam dieser Aspekt nicht zur Sprache.
Diese Zusammenhänge sind der Glaubwürdigkeit der unerbittlich schreibenden, gnadenlos argumentierenden französischen Journalistinnen nicht förderlich. Aber noch weniger sind sie für den Vatikan und den Papst eine Entschuldigung. So tollpatschig sie in die Falle zweier Frauen getappt sind: Der Fall des Bischofs, der die Existenz der Gaskammern leugnet und dies als «freie Meinungsäusserung eines Nichthistorikers» bezeichnet, ist mehr als ein Kommunikationsproblem.
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