Bertelsmann und Gruner + Jahr machen weniger Gewinn

Die beiden deutschen Medienriesen Bertelsmann und Gruner + Jahr verzeichneten im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang von 66,5 respektive 14,8 Prozent. Die Gewinne betrugen jedoch immer noch 410 respektive 342 Millionen Franken.

Im vergangenen Geschäftsjahr brach der Konzerngewinn des Gütersloher Medienriesen Bertelsmann auf 410 Millionen Euro ein, während er noch ein Jahr zuvor bei 616 Millionen Franken gelegen hatte. Grund hierfür waren unter anderem Vorsorgeleistungen für Restrukturierungen sowie Wertberichtigungen im britischen TV-Geschäft. «Die globale Wirtschaftskrise mit ihren Auswirkungen auf Konsumverhalten und Werbebuchungen stellt auch für Bertelsmann in einigen Bereichen eine Belastungsprobe dar», erklärt der Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski gegenüber Werben &Verkaufen. Die Vorstände des Verlagshauses kündigten an, als Beitrag zur Kostensenkung auf mindestens 50 Prozent ihrer Bezüge im laufenden Jahr zu verzichten.
Auch das Hamburger Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr erlitt 2008 einen Gewinnrückgang. Das «operating Ebit» sank um 14,8 Prozent auf 342 (Vorjahr: 401) Millionen Franken. Die Umsatzrendite sank deutlich auf 8,1 Prozent, während sie noch im 2007 bei 9,3 Prozent gelegen war. Grund hierfür war ein «Einbruch der Anzeigenmärkte in der zweiten Jahreshälfte und die anhaltende Konsumschwäche», heißt es. Auch der Konzernumsatz verringerte sich um 2,2 Prozent auf 4,3 Milliarden Franken. Davon betroffen waren die Märkte Deutschland, Spanien, Frankreich und Polen.
Gruner + Jahr hatte im vergangenen Jahr mehrere Titel eingestellt, die wirtschaftlich nicht mehr tragfähig waren. Dazu zählte in Deutschland Park Avenue, Gala in den Niederlanden, Life & Style in Russland sowie Bien dans ma vie in Frankreich. Zudem wurde die schwächelnde Wirtschaftspresse mit ihren Magazinen Capital, Impulse sowie Börse Online neu ausgerichtet.

Spar vergibt Schweizer Mediaetat an MediaCom

Spar Schweiz hat seinen Mediaetat an MediaCom vergeben. Die deutsche Agentur will auf eine Multimediastrategie setzen.

Im Rahmen einer Agenturevaluation hat sich die Spar-Gruppe Schweiz für eine Zusammenarbeit mit der Zürcher Agentur MediaCom entschieden. Die Mediaagentur zeichnet neu ab dem 1. April 2009 für Kommunikationsplanung und Mediaeinkauf des Detailisten mit Sitz in St.Gallen verantwortlich. Die Spar-Gruppe Schweiz werde auf eine Multimedia-Strategie setzen, um das Potential der Marke voll auszuschöpfen, schreibt Lennart Hintz, bei MediaCom in Zürich für die strategische Kommunikationsplanung zuständig, in einer Medienmitteilung.

AY&R für Sportplausch Wider: Veloputzende Schaumgeborene inszeniert

Rechtzeitig zum Saisonstart lud Sportplausch Wider zum Bike-Apéro in Wallisellen und verschickte von Advico Y&R kreierte Aufkleber. Höhepunkt des Anlasses waren zwei Bikini-Girls, im Sprudelbad Velos sauber schrubbten.

Rechtzeitig zum Saisonstart lud Sportplausch Wider zum Bike-Apéro in Wallisellen, wo in geselliger Atmosphäre Neuheiten rund ums Rad vorgestellt wurden. Als Einladung gab es von Advico Y&R kreierte Sticker-Karten mit Sprüchen, die man auf andere Fahrräder kleben und somit ganz unverblümt auf die besonderen Highlights des Abends hinweisen konnte. Zum Beispiel auf den Gratis-Frühlingsputz, der mit den Worten «Dein Bike sieht scheisse aus» beworben wurde. Der extra für den Bike-Apéro errichtete Velowaschsalon überraschte dann selbst hartgesottene Biker: In einem schäumenden Sprudelbad schrubbten zwei hübsche Bikini-Girls die Velos auf Hochglanz – schöner kann die Bike-Saison nicht beginnen.
» Zu den Girls im Sprudelbad
Verantwortlich bei Sportplausch Wider: Peter Wider (Inhaber). Verantwortlich bei Advico Y&R: CCO Markus Gut, Philipp Skrabal (ECD), Annik Weber (Grafik), Julia Brandstätter (Text). Verantwortlich bei Allaccess: Patrizia Trento (Project Executive), Reto Stöckli (Project Executive).

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Der Sprachfetischist

Vor 30 Jahren gründete Adrian Peter in Bern das Übersetzungsbüro USG, während er in Deutschland als Werbetexter und CD arbeitete. Seit 2006 ist Adrian Peter nun wieder Geschäftsführer der USG. Sein Steckenpferd: Werbetexte übersetzen.

Adrian Peter (54) liebt die Sprache. Und er weiss, was er nicht will. Das war schon immer so. Als Bub im Schierser und Samedaner Internat schreibt er Schmuddelgeschichten und trägt die Haare lang. Ein Querdenker und Rebell, der sich auch äusserlich vom Einheitsbrei absetzt. Nach dem Abschluss des Wirtschaftsgymnasiums entdeckt Peter ein Inserat von Young & Rubicam in Bern: Texter gesucht. «Ich hatte mit Werbung nichts am Hut», erzählt Peter. «Aber schreiben konnte ich gut. Also rief ich bei der Agentur an und fragte nach dem Job.»
«Kommen Sie grad vorbei», sagte der ehemalige CD der Agentur Hansjörg Zürcher. Peter, der gerade unter der Dusche steht, erwidert: «Das geht nicht, ich bin ganz nass.» «Jetzt oder nie», lautet die Antwort. Peter macht sich auf den Weg – und bekommt den Job: Der Startschuss für seine Werbetexter-Karriere in der Schweiz und in Deutschland.
Ein Jahr arbeitet Adrian Peter als Juniortexter bei Young & Rubicam, dann wechselt er als Texter zu GGK nach Frankfurt. «Ich wollte unbedingt mit Uwe Ortstein, dem Erfinder der lila Kuh, zusammenarbeiten», erinnert er sich. «Ich hatte gar nicht vor, dort lange zu bleiben – aber schliesslich wurden es doch zwölf Jahre.» Von Ortstein lernt der junge Spracharbeiter, dass Werbung besonders gut wirkt, wenn sie reduziert und verfremdet. «Werbung ist wie ein Gedicht», sagt Peter. «Gedicht im Sinne von Verdichtung. Sie komprimiert Botschaften und bringt Gedanken auf den Punkt. Das hat mich immer fasziniert.»
1979 gründet Adrian Peter parallel zu seiner Texterarbeit die Übersetzungs-Service AG USG in Bern-Ittigen. Der junge Kreative spricht nicht nur Bärndütsch und Hochdeutsch, sondern auch fliessend Englisch, Französisch und Italienisch – und wird immer häufiger gefragt, ob er den soeben auf Deutsch erdachten Slogan nicht auch noch in einer «seiner» Fremdsprachen produzieren könne. «Da kam mir der Gedanke, einen Übersetzungsservice aufzubauen. Das war vor 30 Jahren noch eine echte Marktlücke», sagt Peter. Die Idee schlägt ein: Innerhalb von fünf Jahren mausert sich die USG zu einem der grössten Übersetzungsunternehmen in der Schweiz. 1987 eröffnen Filialen in Genf und Zürich, 1991 knackt die USG die magische Grenze von 30 Mitarbeitern. Später verkauft Peter die Genfer und die Zürcher Filialen und konzentriert sich voll auf den Berner Hauptsitz. Heute übersetzen bei USG 21 feste und über 95 freie Mitarbeiter Texte in 33 Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch, Flämisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, Tschechisch, Slowakisch, Bulgarisch, Ungarisch, Polnisch, Slowenisch, Kroatisch, Serbisch, Russisch, Rumänisch, Griechisch, Türkisch, Arabisch, Persisch, Thai, Chinesisch, Koreanisch und Japanisch. Rund 1000 Kunden vertrauen auf die Sprachkompetenz der USG, viele von ihnen bereits seit der Gründung des Sprachendienstes.
«Auch viele unserer Übersetzer sind schon lange bei uns», sagt Peter. «Der Aufbau eines Stamms von qualifizierten Übersetzern hat sich über längere Zeit hingezogen. Fachkräfte wie die, mit denen wir arbeiten, findet man eben nicht überall.» Alle USG-Mitarbeiter übersetzen ausschliesslich in ihre Muttersprache. In den 33 Sprachen deckt die USG die Fachgebiete Finanzen, Wirtschaft, Technik, Kommunikation und Werbung ab. Ausserdem sind Peters Mitarbeiter sowohl in der schweizerischen als auch in der deutschen und der österreichischen Idiomatik heimisch.
Peters Sprachenservice feiert in der Schweiz Erfolge, er selbst setzt seinen Weg in Deutschland fort: Nach Stationen bei GGK in Düsseldorf und München zieht es den Berner 1981 nach Hamburg. Bei DMM (heute D’Arcy) arbeitet er als CD, unter anderem für Mars, Colgate-Palmolive und Stimorol. 1985 beteiligt sich Peter an der Gründung der Agentur Cat Advertising in Bern und Düsseldorf, die Kunden wie Grundig, Mack, Circus Knie und die Banca della Svizzera Italiana mit pfiffigen Einfällen bedient. 1993 steigt Peter als CD bei BMZ Düsseldorf ein. «In einem hal-ben Jahr gewannen wir unter meiner kreativen Leitung über 60 Millionen Euro Neubusiness mit Aufträgen für Gore-Tex, CMA und Sat.1», berichtet Peter. «Ich habe einfach ein Gespür dafür, wie Werbung sein muss, damit sie ankommt. Und wenn ich eine Vision habe, kriege ich sie auch aufs Papier.»
1995 lässt ein neuer Auftrag Peters Kassen klingen: Das Schweizer Elektropop-Duo Yello von Dieter Meier und Boris Blank vergibt für zwei Jahre die weltweiten Rechte für die kommerzielle Vermarktung ihrer Musik an Adrian Peter. Ab 2006 spielt die Musik für Peter wieder hauptsächlich in der Schweiz: Er arbeitet als CD bei Lang Gysi Knoll (heute Neue LGK) und übernimmt wieder die Geschäftsführung bei der USG. Abgehakt ist Deutschland damit aber nicht: Peter unterhält ein Joint Venture mit der Stuttgarter Werbeagentur «die Insel» und der Ludwigsburger Agentur Wensauer & Partner. 2000 gewinnen Peter und Marc Brunner vom Büro Destruct mit ihrer Zwei-Mann-Agentur Cat den Pitch um das Internetportal Yellowworld der schweizerischen Post. Mit ihren Ideen setzen sie sich unter anderem gegen Farner Publicis durch. Seit 2002 arbeitet Peter auch als Freelance-CD, Drehbuchautor, Texter sowie als Journalist für die Zeitschrift SoDa. Peters aktuellster Streich: die Eröffnung einer USG-Filiale in Stuttgart. In der im Februar eröffneten Niederlassung beschäftigt er derzeit zwei Mitarbeiter.
Adrian Peter sagt, was er denkt. Und er schreibt es auch. Er hat etwas gegen «Werbetüdelidü» und Euphemismen, gegen Sprachverhunzung und unnötig starre Regeln, die die Kreativität der Sprache einschränken. «Wir dürfen ruhig frecher werden», meint Peter provokativ. «Andere Sprachen machen es auch so: Die Mehrzahl von Bratwurst heisst auf Englisch Bratwursts und nicht etwa Bratwürste. Kein Brite oder Amerikaner regt sich über diese undeutsche Mehrzahlbildung auf. Also trauen wir uns doch einfach auch ein bisschen mehr zu und sagen einfach ‹geshoppt›, ‹gemailt› und ‹designt›, bis es ein anderer nachmacht.» Nach einer Weile verbreite sich dann der «deutsche Look» der Sprache, meint Peter, und werde ohne Schwierigkeiten verstanden. «Sprache ist wunderbar», schwärmt er. «Sie ist so lebendig und aufnahmefähig. Und sie ist die härteste Waffe überhaupt: Sprache kann Menschen aufbauen – und sie kann sie vernichten.» Peter hat weder ein Problem mit Anglizismen noch mit der Jugendsprache. Das man verstehe, was mit «Hast du U-Bahn? – Nee, isch hab Fahrrad!» gemeint sei, zeuge von der fantastischen Kraft und Lebendigkeit der Sprache. Was er tun würde, wenn er stumm wäre? Peter lacht. «Dann würde ich schreiben. Ich würde Steno lernen, damit ich so schnell schreiben könnte, wie ich sprechen kann. Ich würde um meine Sprache kämpfen und sie mir nicht nehmen lassen.» Liebe zur Sprache beweist Peter auch mit seinem spitzzüngigen Newsletter, den er monatlich an rund 13 000 Abonnenten verschickt.
Seine sprachliche Kreativität kommt Peter bei der Übersetzung von Werbetexten und Slogans zugute. Es ist das Feld, das er bei der USG gemeinsam mit drei Mitarbeitern beackert. «USG ist hier im Umkreis das einzige Büro, das Übersetzungen von Werbetexten ins Deutsche, Französische, Englische und Italienische bietet», betont Peter stolz. Die diffizile Textsorte arbeitet häufig mit Wortspielen, Sprichwörtern, Metaphern oder anderen sprachlichen Mitteln, die nur in der Originalsprache funktionieren. Wer Slogans oder Werbetexte in eine Fremdsprache übertragen will, braucht deshalb neben einer genauen Kenntnis der Ausgangs- und der Zielsprache viel Fingerspitzengefühl. Ein Beispiel: USG sollte für eine bereits fertig gestaltete nationale Kampagne das Wort «Bärenhunger» übersetzen – den es in der Zielsprache aber gar nicht gibt. Was tun? «Dann macht man Wolfshunger daraus», erklärt Peter. «Im Italienischen zum Beispiel spricht man von ‹fame di lupo›, ‹fame d’orso› gibt es nicht. Im Deutschen dagegen versteht man auch Wolfshunger. In dieser Sprache kann man also getrost auch diesen Begriff verwenden.»
Nachdem im Text alle Verständnis-Stolperfallen beseitigt waren, passte aber das Sujet nicht mehr zum Text: Denn die Agentur hatte den Hunger leidenden Bär abgebildet. Ein Bär mit Wolfshunger – das hätte weder den Wölfen noch den Konsumenten gefallen. Die Agentur machte also den Bären zum Wolf und umging damit eine peinliche Werbepanne. Dass man für erfolgreiche Werbemassnahmen die Sprache der Zielgruppe sprechen sollte, ist für Werbeprofis eine Binsenweisheit. Bei der USG bekommt diese Erkenntnis eine doppelte Bedeutung.
Je nach Komplexität der Texte bieten Peter und seine Mitarbeiter unterschiedliche Übersetzungsmodi an: von einer einfachen wörtlichen Übersetzung bis zum Sechs-Augen-Prinzip, das Lektorat und redaktionelle Bearbeitung einschliesst. Hochwertige Imagebroschüren, Werbetexte oder Slogans für TV-Spots werden meist in der Zielsprache neu formuliert. «Wir versuchen, Texte ohne Interpretation und Wertung so zu übertragen, dass sie möglichst nahe an die Intension des Autors herankommen und dass man sie in der Fremdsprache auf jeden Fall richtig versteht», erklärt Peter. «Das ist Knochenarbeit. Eitelkeiten kennen wir nicht, uns geht es um die Sache.»
Die USG setzt sich radikal für das Funktionieren von Sprache ein. Das kann schon mal bedeuten, dass USG-Kunden ein «So versteht man das nicht» zu hören bekommen. Siehe Bärenhunger. Genau das meint Peter auch, wenn er auf der USG-Firmenbroschüre pointiert: «Gute Übersetzer kommen in den Himmel, böse mit Ihnen ins Geschäft.» In Bern-Ittigen ist das Bösere der Feind des Guten.
Anne-Friederike Wilhelm
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Die Texter-Übersetzer von USG sitzen nicht nur in ihrer Küche gemeinsam am Tisch: Samy Gillioz (Französisch), Patricia Brand (Italienisch), Patrick Low (Englisch) und Adrian Peter (Deutsch).

«Ein M besser»: Migros hat einen neuen Slogan

Die Arbeit von Jung von Matt/Limmat an der Dachmarke der Migros hat bereits zwei wichtige Resultate hervorgebracht: Mit «Ein M besser» hat die Migros einen neuen Slogan und mit «M-Classic» eine neue Produktlinie neben Budget und Séléction. Die landesweite Imagekampagne wird in wenigen Wochen beginnen, M-Classic soll bis Ende Jahr gegen 600 Artikel umfassen.

Die Zeiten des «So oder so» sind vorbei: Die Marke Migros wird künftig mit dem Slogan «Ein M besser» auftreten. Entwickelt von der Agentur Jung von Matt/Limmat, welche Anfang Jahr den Etat für die Dachmarkenkampagne der Migros für sich gewann, wird der Slogan in wenigen Wochen landesweit zusammen mit einer Imagekampagne lanciert. Er baut gezielt auf dem unverkennbaren Wahrzeichen des Detailhändlers auf – dem orangen M –, das laut Umfragen rekordverdächtige 92 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer kennen.
Offenbar will Jung von Matt die gesamte Dachmarkenkampagne um das M als Kristallisationspunkt aufbauen. So soll es stellvertretend für den maximalen Mehrwert stehen, den die Migros leistet: bei den Produkten, als Unternehmen und als Teil der Schweiz. Gemäss Migros fasst der Slogan also die Kernwerte und das Leistungsversprechen des Unternehmens plakativ zusammen. Bei der kommenden Kampagne werde jedoch auch geschmunzelt werden können, hierin werde sich die Migros treu bleiben.
Lancierung einer neuen Marke: M-Classic
Mit der neuen Marke «M-Classic» werden gemäss Migros Artikel aus dem bestehenden Sortiment zusammengefasst, welche für ein besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis stehen. Es werden Artikel des täglichen Bedarfs sein, welche unter der neuen Marke ein einheitliches, «modernes und frisches» Verpackungsdesign erhalten. Inhalt, Name und Preis der Artikel bleiben jedoch gleich. Den Produkten ist gemeinsam, dass sie zwar stark nachgefragt, aber ihre Marke wenig, oder im Fall von Brot gar nicht vorhanden ist.
Nach M-Budget und Sélection ist M-Classic eine dritte Marke, welche quer durch das Migros-Sortiment Produkte in einer Linie vereinigt. Migros-Marketing-Leiter Oskar Sager sagt dazu, dass man mit der neuen Marke eine Orientierungs- und Entscheidungshilfe bieten will. Die Linie wird in allen Migros-Filialen und weiteren Verkaufskanälen mit Migros-Produkten (LeShop, Migrolino etc.) erhältlich sein. Die ersten Produkte sollen demnächst ausgeliefert werden, nach Ostern folgen weitere 300 Artikel und bis Ende Jahr sollen es gegen 600 Artikel sein, wie die Migros schreibt.

Erste Beispiele der neuen Produktlinie/Marke M-Classic

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Chinesen sperren Youtube

Die Videoplattform Youtube ist seit Montag von China aus nicht mehr zu erreichen. Weshalb die Regierung den Zugang gesperrt hat, ist unklar.

Das Internetportal Youtube ist nach Angaben seines Betreibers Google seit Montag in China gesperrt, ohne dass die Gründe dafür bekannt seien. «Wir arbeiten daran, unseren Nutzern wieder den Zugang zu ermöglichen», sagte ein Google-Sprecher am Dienstag.
Im vergangenen Jahr war Youtube nach der Veröffentlichung eines Videos mit Bildern des Aufstandes in der tibetischen Hauptstadt Lhasa gesperrt worden. Da die chinesische Regierung jedoch die Möglichkeit hat, auch nur einzelne Videos zu blockieren, könnte es sich Beobachtern zufolge dieses Mal um den Versuch der Behörden handeln, Internet-Nutzer grundsätzlich stärker zu kontrollieren.

Modisch korrekt

Numéro 10 lanciert für Switcher eine erste Markenkampagne rund um Fair Trade.

Das Konzept ist überzeugend: Verspielte und unifarbige Kleidungsstücke, die sich durch einen einfachen Schnitt, eine hervorragende Stoffqualität, faire Preise und regelmässig neue Modelle sowie originelle Farben auszeichnen. Switcher wurde 1981 von einem Student an der Universität Lausanne gegründet. Robin Cornelius sah damals Bedarf für weite und bequeme einfarbige Poloshirts ohne Schriftzug. Diese sollten den gängigen Sweatshirts im Rugby-Stil mit den dominanten Logos amerikanischer Universitäten Konkurrenz machen. Seither hat sich Switcher zu einer Kultmarke entwickelt. Allein in der Schweiz finden sich mehr als 400 Modeverkaufspunkte. Werbung hat das Unternehmen bis jetzt aber kaum mehr als am POS gemacht. Jetzt lanciert Numéro 10 aus dem bernischen Bremgarten erstmals eine Imagekampagne. Die Agentur von Gilles Aeby hat den Auftrag in einem Pitch gewonnen. Die Strategie der ersten Markenkampagne will nicht mit «netten Modeföteli» arbeiten, sondern erstmals auf breiter Linie aufklären, wer Switcher eigentlich ist.
> Spot
Seit 1987 arbeitet Switcher mit dem indischen Lieferanten Prem Group zusammen und engagiert sich seither auch nachhaltig für einen fairen Umgang mit Produzenten in der Dritten Welt. Als erste Schweizer Textilfirma wurde Switcher 2007 Mitglied der FairWear Foundation. Diese setzt sich für Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie ein. Switcher war schon vorher der erste Textilproduzent Europas, der 2005 eine Bio- und Max-Havelaar-Fair-Trade-zertifizierte Kollektion lancierte. Die Produzenten erhalten für die Baumwolle einenFixpreis, der nicht den Marktschwankungen unterworfen ist. Um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren, ist der CO2-Ausstoss aller mit dem entsprechenden Label versehenen Produkte neutralisiert und durch die Organisation www.myclimate.org kompensiert worden. Für Stoffe, die in Indien gefärbt werden, hat Switcher modernste Entsalzungsanlagen zum Reinigen des Färbwasser bauen lassen. Switcher hat auch eine Stiftung, die sich vor allem für Kinder und Ausbildung in Produktionsländern wie Indien einsetzt.
Um mit solchen gesellschaftspolitischen Argumenten Werbung zu machen, arbeitet Numéro 10 mit Kinetic Typography. Dieser trendige Filmstil ist bei der Zielgruppe der Lohas und urbanen Städter gut eingeführt. Kinetic Typography ist die Kunst, gesprochene Monologe und Dialoge in bewegte Typografie zu verwandeln. Mit Hilfe von einfachen Modifikationen der Schriftart erhalten die Buchstaben und Wörter eine aussergewöhnliche Dynamik.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass kinetische Typografie den Leser stärker beeinflussen kann. Die Filme, die nun mit Argumenten für eine faire Produktion werben, zeigen die Switcher-Produkte nur in einem abschliessenden Packshot. Dann folgt der Slogan «made with respect». Mehr Details zu den Produkten wie auch zum Engagement von Switcher sind in einem Magalog zu finden, der ebenso von Numéro 10 gestaltet wurde.
Andreas Panzeri
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Euro RSCG: Den Zingg-Lamprecht-Planeten kreiert

Die neue Plakatkampagne von Euro RSCG präsentiert das Zürcher Design-Möbelhaus Zingg-Lamprecht als Planeten. Und hält die Kunden gleichzeitig an, sich eine eigene Welt zu erschaffen.

Die neue Plakatkampagne von Euro RSCG präsentiert das Zürcher Design-Möbelhaus Zingg-Lamprecht als Planeten, zusammengestellt aus edlen Möbeln und Wohn-Accessoires. «Erschaffen Sie Ihre eigene Welt» fordert der Inneneinrichter den Betrachter zusätzlich auf, womit er seine Kernkompetenz aus individueller Beratung und exklusivem Interieur-Angebot zum Ausdruck bringen soll, wie es in der Medienmitteilung heisst. Zu sehen ist die Kampagne ab dem 23. März 2009 auf exklusiven Plakatflächen in Zürich rund um den Zürichsee und in der Bahnhofstrasse.
Verantwortlich bei Zingg-Lamprecht: Yves von Ballmoos (Geschäftsführer, Leiter Marketing & Kommunikation). Verantwortlich bei Euro RSCG: Axel Eckstein (CD), Jota Ziogas (AD), Wolfgang Bark (Text), Sarah Kahn (Grafik), Caroline Ronzani und Marianne Sauter (Beratung), Anna Colby (Art Buying), André Gutzwiller (Fotograf), Felix Schregenberger (Bildbearbeitung). Gesamtverantwortung: Frank Bodin.

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Südostschweiz mit eigener Online-Redaktion

Die Tageszeitung Südostschweiz hat eine zweiköpfige Online-Redaktion aufgebaut, die eng mit den lokalen Redaktionen zusammenarbeiten wird. Damit erhofft sich die Zeitung mit Niederlassungen in Chur, Glarus und Uznach eine raschere Berichterstattung aus der Region.

Die Churer Tageszeitung Südostschweiz hat ihren Internetauftritt personell sanft ausgebaut und optisch leicht überarbeitet. Die Nachrichten der Plattform werden neu von einer zweiköpfigen Online-Redaktion mit Philipp Wyss (Leitung) und Oscar Bergamin betreut. Sie werden eng mit den lokalen Redaktionen der Südostschweiz in Chur, Glarus und Uznach zusammenarbeiten. Dadurch sollen aktuelle Nachrichten aus der Region rascher für Leserinnen und Leser im Internet zugänglich sein, wie die Südostschweiz Mediengruppe am Dienstag mitteilte. Die Redaktion wird auch auf die Nachrichtenquellen von Radio Grischa und Tele Südostschweiz zurückgreifen. Inhaltlich neu ist zudem ein Finanzkanal, der in Zusammenarbeit mit der Graubündner Kantonalbank aufgeschaltet wurde, und der unter anderem das aktuelle Börsengeschehen zeigt.

Cosmic: Für Interio den Sommer inszeniert

Zur anstehenden Sommersaison hat Cosmic für den Einrichtungsspezialisten die 24. Ausgabe des Interio Katalogs gestaltet. Neben dem Versand an Stammkunden wurde die Katalogeinführung von Radiospots, diversen POS-Massnahmen wie Megaposter und Fassadenplakate begleitet.

Zur anstehenden Sommersaison hat Cosmic für den Einrichtungsspezialisten die 24. Ausgabe des Interio Katalogs gestaltet. Unter dem Titel «sommerlich inspiriert» hat die Zürcher Agentur die beiden Themen «Tropical» und «Maritime» auf 68 Seiten in Szene gesetzt. Neben dem Versand an Stammkunden wurde die Katalogeinführung von Radiospots, diversen POS-Massnahmen wie Megaposter und Fassadenplakate begleitet.
Verantwortlich bei Interio: Werner Jakob (Marketingleiter), Eveline Jakob (Leiterin Marketingdienste). Verantwortlich bei Cosmic: Richard Rau (CD), Marc Hahn (AD), Julia Bolli (Grafik), Tobias Jaggi (Gesamtverantwortung), Monica Rapp (Beratung).
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Flowcube gewinnt Etat im Südtirol

Flowcube Communications hat das Hotel Ganischgerhof aus dem Südtirol als Kunden gewonnen. Das Mandat umfasst verschiedenste Kommunikationsaufgaben.

Flowcube Communications hat das Hotel Ganischgerhof Mountain Resort & Spa aus dem Südtirol als neuen Kunden gewonnen. Die in Zürich beheimatete Agentur mit Zweigstelle in Mailand und Partner-Agentur in München hat damit ihr Portfolio im Bereich Hotellerie und Tourismus um einen italienischen Kunden erweitert. Wie die Agentur am Mittwoch mitteilte, umfasst das PR-Mandat des Südtiroler Hotels die Medienarbeit und das Führen der Pressestellen für die Schweiz, Deutschland und Österreich sowie die Kommunikationsberatung des Managements.

Mach Basic 2009-1: Trend zur Gratiszeitung bleibt ungebrochen

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