Zu guter Letzt: Didda machts für die Bahn

Deutschlands eigentlicher Superstar - Dieter Bohlen - wird künftig für die Deutsche Bahn werben. Die Sache ist nicht ganz ohne: In der Branche gilt Bohlen als risikoreichste Werbepersönlichkeit Deutschlands.

Dieter «Didda» Bohlen hat einen neuen Werbevertrag abgeschlossen: Nach Würstchen und Joghurt wirbt der Haudrauf-Juror der Singsternchen-Sendung DSDS nun auch für die Deutsche Bahn. Wie Wuv.de berichtet, soll der Spot schon bald gedreht werden. Nicht bekannt ist hingegen die Summe, die sich die Bahn das Engagement kosten lässt, auch nicht, weshalb sich der Staatsbetrieb ausgerechnet für jenen Mann entschieden hat, der seine dreckige Wäsche so öffentlich wäscht wie kein zweiter in Deutschland.
Die Bild-Zeitung kommentierte ungeachtet dessen, Bohlen ziehe besser als jede Lokomotive. In der Branche ist man sich darüber allerdings nicht so einig. Gemäss einer Umfrage von «Absatzwirtschaft» halten 54 Prozent der befragten Marketingfachleute Bohlen als risikoreichste Werbepersönlichkeit Deutschlands. 38 Prozent hielten ihn nicht für glaubwürdig, und 43 Prozent würden ihn niemals in einer Werbung einsetzen. Gegen seinen ehemaligen Werbepartner Müller-Milch hat Bohlen gar geklagt, weil dieser ihn wegen einer unflätigen Bemerkung über Buttermilch-Trinker vorzeitig aus dem Werbevertrag entlassen hat…

Personeller Ausbau bei Media Focus

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Cannes Lions: Wieder neue Deadline für Einreichungen

Die Eingabefrist für das 56. International Advertising Festival in Cannes wurde erneut verlängert. Diesmal bis zum 24. April.

Die Eingabefrist für das 56. International Advertising Festival in Cannes wurde erneut verlängert, diesmal bis zum 24. April. Die Organisatoren des Festivals räumen den Interessierten damit abermals mehr Zeit für die Einreichungen ihrer Arbeiten ein, diesmal 14 Tage. Die neugesetzte Deadline gilt einheitlich für alle Kategorien.

Youtube und Universal gründen Musikportal Vevo

Youtube und Universal haben eine gemeinsame Plattform für Musikvideos angekündigt. Mit der neuen Seite erhofft sich Youtube-Besitzerin Google wohl, endlich die langerhoffte finanzielle Ernte einfahren zu können, die bei Youtube bisher ausblieb. Zudem dürfte die Zusammenarbeit das in der Vergangenheit oft gespannte Verhältnis zwischen der Musikplattform und den Musikkonzernen verbessern.

Das Internet-Videoportal Youtube und der Musikkonzern Universal haben eine gemeinsame Plattform für Musikvideos angekündigt. Die Internetseite wird im Verlauf des Jahres 2009 unter dem Namen Vevo gestartet werden. auf der Seite die Videos der Künstler abrufbar sein, die bei Universal unter Vertrag sind. Darunter sind Stars wie U2 und Amy Winehouse. Youtube-Besitzerin Google stellt für das gemeinsame Projekt die Technik zur Verfügung.
Die Seite soll zudem mit hochauflösenden Videos Musikfans und Werbetreibende anlocken und wird vollständig im Besitz von Universal sein. Youtube und Universal werden sich die Werbeeinnahmen teilen, wie die SDA vermeldet. Damit erhofft sich Google, mit seiner hochbeliebten Video-Seite endlich viel Geld zu verdienen. Angeblich wollen die Firmen auch noch andere Musikkonzerne wie EMI und Sony Music an Bord holen.
Zudem soll die Zusammenarbeit ein neues Kapitel in den oft gespannten Beziehungen zwischen Youtube und den Medienkonzernen wie Universal eröffnen, die sich oft über Urheberrechts-Verletzungen auf der Seite beschwert haben. Google hatte die vielaufgerufene Plattform Youtube im Oktober 2006 gekauft.

Presserat lädt junge Journalisten zu Sitzungen ein

Der Schweizerische Presserat will junge Journalisten zu seinen Sitzungen einladen. Damit reagiert er auf eine Studie, welche die geringe öffentliche Präsenz des Wachorgans der Schweizer Presse bemängelte.

Der Schweizerische Presserat will junge Journalisten zu seinen Sitzungen einladen, damit dessen Stellungnahmen im Alltag der Medien mehr Beachtung finden. Die Massnahme des Schweizer Wachorgans der Presse ist eine weitere Reaktion auf eine Studie der Zürcher Fachhochschule aus dem Jahr 2008, welche den Rat zwar als wichtig, kompetent und gerecht befand, gleichzeitig jedoch bemängelte, dass es dem Organ aufgrund fehlender Präsenz in der brancheninternen Diskussion nicht gelinge, seine Rolle als Kompass für die Branche zu spielen.
Die jungen Journalistinnen und Journalisten sollen regelmässig an die Sitzungen eingeladen werden, die normalerweise vor verschlossenen Türen stattfinden. Den Jungjournalisten soll der Besuch auch als Ausbildung dienen. Die erste dieser Sitzungen fand am 6. März in Lausanne statt.

Aktion Medienfreiheit kritisiert abgelehnte Aberkennung des Zürcher Journalistenpreises

Die Jury des Zürcher Journalistenpreises lehnt es ab, Charlotte Jacquemart und Daniel Hug den Zürcher Journalistenpreis 2007 abzuerkennen. In einem Communiqué kritisiert die Aktion Medienfreiheit diesen Entscheid.

Die Jury des Zürcher Journalistenpreises lehnt es ab, Charlotte Jacquemart und Daniel Hug den Zürcher Journalistenpreis 2007 abzuerkennen. Dieser wurde ihnen für eine Artikelkampagne über die Fusion der Swissfirst mit der Bellevue Bank verliehen (siehe Rückgabe des Zürcher Journalistenpreises 2007 gefordert).
Der Aktion Medienfreiheit, welche die Aberkennung gefordert hatte, sei der Entscheid ohne jede Begründung mitgeteilt worden, heisst es in einem Communiqué. Gegenüber Persoenlich.com habe Jury-Präsident Fredy Gsteiger den Entscheid damit begründet, dass die Gesamtleistung der Recherchen ausgezeichnet worden sei, welche auf gewisse Missstände und Probleme aufmerksam gemacht hätte. Es sei nach wie vor nicht erwiesen, wer recht habe in dieser Angelegenheit.
Dies sei nachweislich nicht richtig, so die Aktion Medienfreiheit. Zahlreiche Untersuchungen hätten ergeben, dass die Vorwürfe der Schmiergeldzahlungen an Pensionskassenverwalter und der Vorwurf der Schädigung von Pensionskassen falsch sei. Mit einem Journalistenpreis ausgezeichnet bleibe damit eine Arbeit, die ohne Vorliegen von Beweisen einen Unternehmer an der Pranger stelle und dazu beigetragen habe, dass ein erfolgreiches Unternehmen zugrunde gegangen sei. Es sei erschreckend, dass die Jury kein einziges Wort des Bedauerns verwende. Für die Aktion Medienfreiheit sei dieses Verständnis von Journalismus verwerflich.
Das Vorgehen der Jury untergrabe die Glaubwürdigkeit der Institution Zürcher Journalismus nachhaltig, sämtliche bisherigen Preisträger würden dadurch diskreditiert, heisst es weiter. Die Aktion Medienfreiheit hält den Präsidenten der Jury des Zürcher Journalistenpreises, Fredy Gsteiger, sowie Christoph Born, Mitglied des Stiftungsrates, für nicht mehr haltbar.

Pro Sieben Sat.1 will Internet-Beteiligungen abstossen

Wie die Financial Times Deutschland berichtet, will sich der deutsche TV-Konzern Pro Sieben Sat.1 von einem Grossteil seiner Internet-Beteiligungen trennen. Der Medienkonzern suche derzeit Partner oder Käufer unter anderem für das Webnetzwerk Lokalisten.de und Wer-weiss-was.de.

Wie die Financial Times Deutschland berichtet, will sich der deutsche TV-Konzern Pro Sieben Sat.1 von einem Grossteil seiner Internet-Beteiligungen trennen. Der Medienkonzern suche derzeit Partner oder Käufer unter anderem für das Webnetzwerk Lokalisten.de und Wer-weiss-was.de.
Man könne sich beim Konzern vorstellen, sich von Bereichen abseits des Kerngeschäfts zu trennen, wenn man dafür einen guten Preis bekomme, wird ein Konzernsprecher zitiert. ProSiebenSat.1-Vorstand Marcus Englert habe einen Verkauf von Lokalisten.de dementiert. «Nur wenn ein positiver Return zu erzielen ist, würden wir kerngeschäftsferne Portale veräussern», sagte er gegenüber dem Branchendienst Werben und Verkaufen. Zu den Onlinebeteiligungen des Konzerns zählen auch die Angebote Reise.de, Wetter.com, Webnews, Autoplenum oder Lovesearch.
Bereits sind einige Interessenten vorstellig geworden: Für Lokalisten.de hätte sich in der Vergangenheit unter anderem das Mobilfunkunternehmen E-Plus interessiert. Der Axel Springer Verlag habe Wer-weiss-was.de und Wetter.com unter die Lupe genommen, schreibt die Financial Times in ihrem Artikel. Lediglich an dem Portal Myvideo will der TV-Konzern angeblich unbedingt festhalten. Der Dienst sei ideal, um Fernsehformate im Web zusätzlich auszuwerten oder Werbung für TV-Sendungen zu machen.
Der Münchner TV-Konzern Pro Sieben Sat.1 gehört grösstenteils den Finanzinvestorengruppen KKR und Permira und hat seit dem Kauf der Senderkette SBS vor eineinhalb Jahren hohe Schulden. Um die Schuldenlast zu reduzieren, prüft das Unternehmen über alle Sparten hinweg mögliche Verkäufe.

Newsnetz: Auch im März Leser hinzugewonnen

Newsnetz hat auch im März neue Leserinnen und Leser hinzugewonnen. Erstmals erreichte der Online-Verbund laut Mitteilung mehr als 2 Millionen Unique-Clients.

Newsnetz hat auch im März neue Leserinnen und Leser hinzugewonnen. Erstmals erreichte der Online-Verbund mehr als 2 Millionen Unique-Clients. Dies zeigen laut Mitteilung die neusten Net-Metrix-Zahlen der Wemf. Im Vergleich zum Vormonat verzeichnete Newsnetz ein Wachstum von 17 Prozent. Seit der Neulancierung von Newsnetz im August 2008 konnte die Reichweite um über 48 Prozent gesteigert werden.

Ruf Lanz: Neue Hauptrolle für Milchkuh Lovely

Ruf Lanz lässt für die Schweizer Milchproduzenten Kuh Lovely auferstehen. In einem neuen TV-Spot soll die Werbeheldin die stärkende Wirkung der Milch auf unsere Zähne bekannt machen.

Während der Eishockey-WM schaut die ganze Welt nach Zürich und Bern. Nebst dem Sport steht auch Lovely, die von der Agentur Ruf Lanz kreierte Werbeheldin der Schweizer Milchproduzenten, im Mittelpunkt. Ihre Botschaft: Milch macht starke Zähne. Die Kuh braucht dafür aber keine Worte, sondern liefert den tatkräftigen Beweis in bewegten Bildern. Der neue TV-Spot ist ab dem 10. April bis am 10. Mai auf verschiedenen Schweizer TV-Sendern zu sehen.
> Zum Spot
Verantwortlich bei Ruf Lanz: Danielle Lanz, Markus Ruf (CD), Dennis Maitzen (Beratung), Lorenz Clormann (AD), Torsten Maas (Text). Verantwortlich bei Schweizer Milchproduzenten SMP: Charlotte Hofstetter (Abteilungsleiterin Werbung & Media), Martin Rüst (Leiter Werbung). Produktion: Markenfilm, Uli Scheper.
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Microsoft-Studie: Internet überholt TV im Jahr 2010

Im Juni 2010 werden die Europäer erstmals häufiger das Internet als das bisher meist konsumierte Fernsehen nutzen. Dies ergab die Microsoft-Studie «Europe logs on: Internet trends of today & tomorrow».

Im Juni 2010 werden die Europäer erstmals häufiger das Internet als das bisher meist konsumierte Fernsehen nutzen. Dies ergab die Microsoft-Studie «Europe logs on: Internet trends of today & tomorrow».14,2 Stunden pro Woche oder 2,5 Tage pro Monat dürften dann Europas Mediennutzer online sein. Das klassische Fernsehen käme zu diesem Zeitpunkt nur noch auf 11,5 Stunden pro Woche oder 2 Tage pro Monat. Doch Microsoft gibt Entwarnung für die Anbieter von TV-Inhalten: TV wandere vom althergebrachten Fernseher auf den Computer oder andere digitale Endgeräte. Schon jetzt würden viele 18- bis 24-Jährige nur einen Computer besitzen und diesen als Fernseher nutzen. Jeder siebte in dieser Altersgruppewürde nur noch Videos im Internet abrufen und kein herkömmliches Fernsehen mehr schauen. TV bezeichnet daher laut Microsoft künftig die Inhalte und nicht mehr die Art des Konsums.

Zurich Film Festival: Preisgeld ist an TV-Werbung gebunden

Schlechte Neuigkeiten für die Verleiher der Gewinnerfilme des letzten Zurich Film Festivals: Sie haben Promotionsförderung in Form von TV-Werbung im Wert von 50'000 Franken gewonnen - und müssen selber noch Geld investieren.

Das Zurich Film Festival (ZFF) sorgt wieder einmal für Schlagzeilen. Die drei Gewinnerfilme bekommen jeweils 20‘000 Franken. Zusätzlich 50‘000 Franken erhalten sie als Promotionsförderung, wenn der Film einen Verleiher in der Schweiz findet. Zwei der Gewinnerfilme 2008 hatten bereits einen Verleiher: Einer davon ist Blind Loves. Der Dokumentarfilm über die Lieben zwischen Blinden startet diese Tage in den Kinos Basel und Luzern. Enttäuscht musste der Verleih laut Bazonline.ch feststellen, dass das gesamte Preisgeld gebunden ist an Werbung auf den Fernsehsendern Sat.1, 31 und Kabel 1. Mal abgesehen davon, dass diese drei Sender nicht zwingend dasselbe Publikum ansprechen wie ein Dokumentarfilm über blinde Menschen, lohnt sich das Ganze auch sonst kaum. Denn der Kinotrailer, mit dem der Verleiher Look Now den Film bewirbt, ist mit einer Dauer von zwei Minuten zu lang für TV-Sender. Man hätte also einen neuen, kürzeren Spot drehen müssen. Aufwand und Kosten seien aber einfach zu hoch, so Remo Bräuchi von Look Now. Also müsse man auf die Förderung verzichten.
Der zweite Gewinnerfilm, der bereits einen Verleiher in der Schweiz hat, ist Tulpan, ein Spielfilm über einen kasachischen Hirten. Der Verleih Filmcoopi hat sich jedoch entschieden, die Fernsehzeit in Anspruch zu nehmen und einen TV-Spot zu realisieren. Man rechnet mit zusätzlichen 10‘000 Franken Kosten. Ob sich unter dem Fernsehpublikum ein einziger neuer Zuschauer für Tulpan finden wird, weiss Felix Hächler von Filmcoopi nicht. Mehr geholfen wäre den Verleihern, so Bräuchi und Hächler einstimmig, mit gezielter Kinowerbung, Plakaten und Flyern, die das interessierte Publikum informieren.
Karl Spörri, Leiter ZFF, bedauert zwar laut Bazonline.ch, dass die Verleihförderung gebunden ist, aber 50‘000 Franken in bar könne das ZFF nicht bieten. Der Deal mit Sponsor Cinecom sei so vereinbart und auch für die diesjährige 5. Ausgabe des Festivals verbindlich. Und was passiert mit der nicht in Anspruch genommenen Werbezeit von Look Now? Das ZFF hat beschlossen, die 50‘000 Franken an den Verleiher Filmcoopi abzugeben, der Tulpan nun mit 100‘000 Franken bewerben kann.

3+ kann Marktanteil gegenüber Vorjahr steigern

Der Schweizer Privatsender 3+ vermeldet für das erste Quartal 2009 erfreuliche Zahlen. Im Vergleich zur gleichen Zeitspanne im Vorjahr stieg der Marktanteil in der Hauptzielgruppe der 15-49 jährigen Zuschauer in der Primtetime von 2,8 Prozent auf 3,9 Prozent. Dies entspricht einer Steigerung von 39 Prozent.

Der Schweizer Privatsender 3+ vermeldet für das erste Quartal 2009 erfreuliche Zahlen. Im Vergleich zur gleichen Zeitspanne im Vorjahr stieg der Marktanteil in der Hauptzielgruppe der 15-49 jährigen Zuschauer in der Primtetime von 2,8 Prozent auf 3,9 Prozent. Dies entspricht einer Steigerung von 39 Prozent.
Damit positioniert sich der Sender vor ausländischen Konkurrenten wie ARD, ZDF, RTL 2, ORF 2 oder Kabel 1 und ist etwa gleich auf mit ORF 1. Neben eingekauften US-Serien und Spielfilmen liegt der Fokus bei 3+ weiter auf Eigenproduktionen mit Schweiz-Bezug. Die neuste Kreation: Die Unterhaltungsshow «Die 10» mit Moderatorin Linda Gwerder, von der nächste Woche die zweite Ausgabe ausgestrahlt wir. Thema dieses Mal: «Die 10 grössten Skandale der Schweiz».
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