Tyler Brûlé kritisiert Schweizer Touristiker

Tyler Brûlé kritisiert die Schweizer Touristiker und fordert, dass sie sich mehr auf ihre Eigenheiten besinnen sollen. Er fordert mehr Schweizer Authentizität statt asiatischer Wellness-Anlagen, weniger gleissendes Licht in der Hotel-Lobby, mehr Gemütlichkeit an der Bar.

Der kanadische Medienunternehmer liest hiesigen Hoteliers die Leviten. Brûlé stört sich daran, dass die Schweizer zu sehr bemüht seien, sich an internationale Standards anzupassen. Das sei falsch: «Die Reisenden dieser Welt kommen ja nicht in die Schweiz, um ein thailändisches Wellnesserlebnis zu geniessen. Unsere ausländischen Gäste kommen, pauschal gesagt, um die Berge zu erleben, die Natur, das Wetter, die Gemütlichkeit, die Menschen. Und natürlich auch unsere Städte, eben weil sie Schweizer Städte sind, gemütlich und stimmungsvoll», wird Brûlé in der Handelzeitung vom Donnerstag zitiert. Tyler Brûlé predigt seit über zehn Jahren die Werte der Swissness. Nach dem Grounding der Swissair im Jahr 2001 gestaltete er Logo und Corporate Design der neuen Airline Swiss.

Foto: Monocle/Suki Dhanda

Wirz: Nur das Navi kennt das Ziel

Wirz hat für die neue Mercedes-Benz A-Klasse eine ungewöhnliche Lancierungs-Kampagne umgesetzt: Beim Mystery Test Drive kennt nur das Navi das Ziel.

Mit der neuen A-Klasse und ihrem breiten Spektrum an Konfigurationsmöglichkeiten und Designoptionen setzt Mercedes-Benz voll auf Individualität und nimmt so insbesondere die Jungen zwischen 25 und 35 Jahren ins Visier. Passend dazu das Motto: «Bereit für ein Auto, das zu dir passt?». So individuell das Auto – so individuell die Probefahrt. Auf dieser Basis hat Wirz den Mystery Test Drive ins Leben gerufen: Wer einsteigt, weiss nicht wohin die Reise führt. Nur das vorprogrammierte Navigationssystem kennt den Weg und leitet den Fahrer an ein Überraschungsziel: einen exklusiven Event, der zum persönlichen Lebensstil passt.

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Um den persönlichen Nervenkitzel zu gewinnen, gaben die Teilnehmer auf Mystery-test-drive.ch ihre Interessen an. Anhand dieser wurde im Gewinnfall für sie das individuelle Erlebnis ausgewählt, das sich mit Geld nicht kaufen lässt. Die Promotion, die anfangs Oktober mit einem Online-Clip und verschiedenen Bannern on air ging, war ein voller Erfolg. Die Anmeldungsquote für eine Probefahrt in der neuen A-Klasse war gleich fünfmal höher als erwartet. Was die Fahrer Spannendes bei den Mystery Test Drives erlebt haben, hielten Kamera-Teams fest und lässt sich noch immer auf der Website verfolgen. Jeff zeichnet sich für die Organisation und Dokumentation der Mystery Test Drives verantwortlich.

Verantwortlich bei Mercedes-Benz: Oscar Ferrer (Marketingleiter Mercedes-Benz Cars), Christina Jaldón-Koch (Werbeleitung & Brand Manager Mercedes-Benz Pkw), Danijel Sljivo (Projektleiter Marketing/Kommunikation), Myriam Dünnenberger (Projektleiterin Marketing/Kommunikation). Verantwortlich bei Wirz: Livio Dainese, Fernando Perez (ECD), Wolfgang Bark, Sarah Ming (Text), Dominique Magnusson, Julien de Preux (AD), Gaël Tran (Digital AD), Ben Staudenmann (Grafik), Yves Rückert, Tina Mons, Antonia Sturzeis (Beratung), Vincenzo Tremonte, Johannes Schulmeister, Aline Herzog (Digital). Live-Kommunikation: Jeff Communications; Linus Eidenbenz (Managing Partner), Valentin Hagedorn (Project Assistant), Matthias Klöti (Project Assistant). Media: Fuel@VivaKi.
 

Ogilvy One: Expertentest für SRG Insider entwickelt

Um für «SRG Insider» neue Leserinnen und Leser zu gewinnen und sie zur Interaktion mit der Plattform zu animieren, wurde Ogilvy One mit der Kreation einer Kampagne beauftragt.

Der Verein SRG Deutschschweiz hat den Auftrag, die öffentliche Diskussion über den audiovisuellen Service public in der Schweiz zu fördern. Um dies bei der jungen Zielgruppe zu erreichen, wurde 2013 die Online-Plattform «SRG Insider» ins Leben gerufen. SRG Insider informiert, was rund um die SRG SSR für Junge los ist.

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Das Ziel der von Ogilvy One kreierten Kampagne ist es zu zeigen, dass bei SRF Experten am Werk sind, die im Rahmen des Service public ihr breites Wissen jeder und jedem tagtäglich zur Verfügung stellen. Doch wer sind diese Experten? Und was zeichnet sie aus? Die Antworten liefert OgilvyOne mit «Welcher SRF-Experte bist du?», einem interaktiven Test, der Nähe zwischen den Experten und der Zielgruppe schafft. Der Test – ausschliesslich auf Social Media beworben – fand rasch grossen Anklang. Bereits in der ersten Woche hatten rund 4'500 User herausgefunden, ob sie charakterlich eher Steffi Buchli, Thomas Bucheli oder einem anderen SRF-Experten ähnlich sind. Im Anschluss an den Test empfiehlt jeder Experte seine Lieblingsartikel auf SRG Insider und lässt den User direkt in die Welt der Plattform eintauchen.

Ergebnisseite

Die auf Social Media geteilten Ergebnisse brachten SRG Insider ins Gespräch und animierten weitere Personen dazu, den Test zu machen. Auch die Experten selbst, wie Andi Rohrer, Nik Hartmann und Steffi Buchli, haben sich getestet – die einen haben dabei sogar ihre zweite Persönlichkeit entdeckt.

Zum Test Srginsider.ch/expertentest

Verantwortlich bei SRG Deutschschweiz: Laura Verbeke (Projektleiterin SRG Insider), Viviane Aubert (Projektleiterin Social Media). Verantwortlich bei Ogilvy One: Benjamin Franken (CD), Frank Engelhaupt (Text), Karl Badde (Art Director Digital), Maximilian Börke (Beratung), Nadine Wolf (Social Media).

Junge Leute schauen häufiger bei Freunden fern

Über 70 Prozent der 15- bis 24-Jährigen gehen mindestens gelegentlich zu Freunden, um fern zu sehen. Gegenüber dem Vorjahr sei dies eine markante Zunahme, heisst es in der Studie «IGEM-digiMonitor 2015».

Abgenommen hat bei den jungen Leuten die Social-Media-Nutzung. Auf Facebook ist gemäss der Studie der Anteil der Nutzung innert Jahresfrist um zehn Prozentpunkte gesunken. Wenn junge Leute also mehr bei Freunden fernsehen und weniger über soziale Netzwerke kommunizieren, stelle sich die Frage, ob der persönliche Kontakt – auch wenn er vor dem TV-Gerät stattfindet – vor einem Comeback zulasten der digitalen Kommunikation stehe, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch zu der Studie. Für eine eindeutige Antwort sei es noch zu früh. Klarheit könnten die Studien der nächsten Jahre bringen.

Smartphone hat gleiche Bedeutung wie TV-Gerät

Bereits eindeutig sei die Entwicklung bei der Smartphone-Nutzung. In der Gesamtbevölkerung habe das Smartphone inzwischen die gleiche Bedeutung erlangt wie das Fernsehgerät. Bei jungen Leuten gebe es nur noch sehr wenige, die nicht täglich ein Smartphone nutzten. Bereits zwei Drittel der Bevölkerung in der deutschen und französischen Schweiz nutzten das Smartphone auch zuhause. Bei den Jungen sind es sogar 95 Prozent. Auch am Ausbildungs- und Arbeitsplatz sowie im öffentlichen Verkehr wird das Smartphone deutlich mehr genutzt als noch vor einem Jahr. Vor allem die jungen Leute nutzen das Internet immer häufiger über das Smartphone. Immerhin ein Viertel schaut mit dem Gerät zumindest gelegentlich Live-Fernsehsendungen.

Der IGEM-digiMonitor wurde von der Interessengemeinschaft elektronische Medien IGEM zusammen mit der AG für Werbemedienforschung WEMF entwickelt. Das Luzerner Link Institut erhob die diesjährigen Angaben telefonisch zwischen Anfang August und Anfang September. (SDA)

Telekombranche lehnt Festnetz-Flatrate in Grundversorgung ab

Ab 2018 sollen Kunden mit einem Festnetzabo beliebig oft im Schweizer Fest- und Mobilnetz telefonieren können - ohne mehr zu bezahlen. Nach Ansicht des Bundes darf das maximal 29,35 Franken kosten. Nun wehrt sich die Telekombranche. Der freie Wettbewerb sei gefährdet.

Konkret stört sich die Branche daran, dass im Preis für ein Festnetzabonnement in der Grundversorgung ab 2018 alle getätigten Anrufe inbegriffen sein sollen – egal wie oft und lange jemand telefoniert. Der Abopreis dafür soll höchstens 29,35 Franken pro Monat betragen. Dies sieht die Revision der Verordnung über Fernmeldedienste vor, deren Anhörung am Dienstag zu Ende ging. Notwendig wird sie, weil die aktuelle Grundversorgungskonzession ausläuft. Die Swisscom verfügt noch bis Ende 2017 über die Konzession. Doch es ist wahrscheinlich, dass sie die Konzession auch weiterhin behalten wird und gezwungen sein könnte, die Flatrate ab 2018 anzubieten.

Wettbewerbsverzerrungen

Die Flatrate in der Grundversorgung zu verankern, führe aber zu Wettbewerbsverzerrungen, kritisiert der Verband der Telekommunikation (asut) in einer Stellungnahme. Ein Festnetzanschluss ohne Flatrate koste bei der Swisscom und Sunrise bereits heute rund 25 Franken pro Monat. Damit könnten die Nutzer in Zukunft für monatlich rund vier Franken unbeschränkt in sämtliche Schweizer Netze telefonieren. Die neue Preisobergrenze ist laut asut auch nicht zu rechtfertigen. Die Grundversorgung garantiere flächendeckend ein Basisangebot zu erschwinglichen Preisen. Sie dürfe aber nicht als «Versorgungsanspruch auf alles Wünschbare“ interpretiert werden. Vor „Regulierung der Regulierung Willen» warnt auch der Telekomanbieter Salt.

Kein marktüblicher Preis

Für die Kostenberechnung hat das BAKOM den aktuellen Preis herbeigezogen, den die Swisscom für die «letzte Meile» in Rechnung stellt. Dieser beträgt zurzeit 13,30 Franken. Für die Flatrate hat das Bundesamt den monatlichen Zusatzbetrag der gängigen Vivo-Angebote von Swisscom dazugerechnet. In der Branche stösst diese Berechnung auf Unverständnis. Der Swisscom sei kein Marktangebot bekannt, welches mit den vorgeschlagenen Preisobergrenzen konkurrieren könnte, schreibt das Unternehmen. Anstatt den marktüblichen Preis habe das Bakom den kostenorientierten Preis herangezogen.

Zukunft heisst Flatrate

Der Bund rechtfertigt den Wechsel zu einer Flatrate mit dem Trend in den nächsten Jahren. Aller Voraussicht nach werde ein Pauschalpreis für Gespräche zur Norm werden, heisst es im erläuternden Bericht. Für die Swisscom ist es zwar unbestritten, dass Flatrates zunehmend beliebter würden. Eine klare Mehrheit der Kunden telefonierten aber nach wie vor auf Basis einer minutenbasierten Abrechnung, argumentiert das Unternehmen. (SDA)

Zu guter Letzt: Brandalism

Das englische Projekt Brandalism hat im Rahmen des Klimagipfels in Paris 600 Plakatstellen mit falschen Werbeplakaten bestückt.

82 Künstler aus 19 Ländern haben sich beteiligt und Sujets zum Thema Klimawandel entworfen. Alle Plakate gibt es in der Galerie von Brandalism zu sehen. Im Fokus vieler Arbeiten: Grosse Konzerne, die beim Gipfel als Sponsoren auftreten. «Luftverschmutzer wie Air France oder GDF-Suez-Engie können sich durch das Sponsoring als Teil der Lösung darstellen – dabei sind sie Teil des Problems», prangert Joe Elan von Brandalism in einer Mitteilung an. Ausserdem wird die Werbeindustrie beschuldigt, das Bedürfnis nach aus Erdöl hersgestellten Produkten und somit den Klimawandel aktiv zu fördern. «Wir holen uns ihre Räume zurück, denn wir wollen die Rolle, welche die Werbung beim Promoten von unnachhaltigem Konsum spielt, hinterfragen». Die Plakate wurden übrigens von als JCDecaux-Mitarbeitende verkleideten Brandalism-Aktivisten hinter den Glasscheiben der Plakatstellen platziert. (hae)

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Online-Portal NZZ.at startet Mitte Dezember Printmagazin

Das österreichische Online-Portal NZZ.at bringt Mitte Dezember erstmals ein gedrucktes Magazin auf den Markt. Titel: «NZZ.at». Über ein Printprodukt des österreichischen Online-Ablegers der NZZ-Mediengruppe war bereits seit längerem spekuliert worden.

Das Magazin NZZ.at ist zunächst als einmaliger Testlauf gedacht, wie NZZ.at-Chefredaktor Michael Fleischhacker im Gespräch mit der österreichischen Nachrichtenagentur APA sagte. Von Machart und Papier her soll das Produkt, das mit einer Auflage von 20’000 bis 25’000 Exemplaren startet, Monatsmagazinen wie Brand eins oder Datum gleichen. Der ehemalige Datum-Chefredaktor Stefan Kaltenbrunner war denn auch in den vergangenen Wochen als «Geburtshelfer» für NZZ.at dabei und hat bei Konzeption und Produktion des Magazins mitgeholfen. Die erste Ausgabe wird etwa 90 Seiten umfassen und Reportagen, Interviews und Themen beinhalten, die der NZZ.at-Redaktion wichtig sind, wie Fleischhacker erklärte. Der Fokus solle auf dem Schwerpunktthema «Wir zwei – ich und der Staat» liegen. Zweit- oder Wiederverwertung von bereits veröffentlichten Online-Inhalten werde es nicht geben.

Ob es nach der ersten Ausgabe weiter geht und NZZ.at als Monatsmagazin in den Regelbetrieb übergeführt wird, lässt Fleischhacker offen. Das hänge vom Erfolg ab. «Ich weiss, dass die gedruckte Tageszeitung eine endliche Lebensdauer hat. Aber zugleich glaube ich, dass eine der wahrscheinlichsten Medienzukünfte in einer Kombination aus Onlinemedien und Printmagazinen liegt, die in geringer Frequenz und nach Schwerpunktthemen organisiert erscheinen. Und weil das einige andere bei uns auch glauben, leuchten wir diesen möglichen Weg jetzt einmal aus», meinte der Chefredaktor. (SDA)

Jetzt wie die Generation Hashtag denken

Medienunternehmen müssen radikal umdenken: Statt ihre bisherigen Produkte einfach ans Internetzeitalter anzupassen, brauchen sie originäre digitale Inhalte. Dies ist das Ergebnis einer Studie der internationalen Managementberatung Bain & Company.

Die im Rahmen der Studie «Generation Hashtag ascendant: Think native digital first» durchgeführte Befragung von 7’000 Verbrauchern aus zehn Ländern zeigt, dass bereits die Hälfte aller Medienkonsumenten Inhalte favorisiert, die ausschliesslich digital konzipiert und angeboten werden – und zwar bevorzugt über mobile Geräte. Die meisten Medienunternehmen müssen sich auf die Wünsche und Bedürfnisse dieser Digital Natives jedoch noch besser einstellen. «Ob die Medienunternehmen von dieser neuen Nachfragewelle profitieren, hängt davon ab, wie sie die veränderten Kundenbedürfnisse befriedigen können», erklärt Imeyen Ebong, Partner bei Bain & Company und Leiter der Praxisgruppe Technologie, Medien, Telekommunikation in Deutschland.

Die regionalen und altersbedingten Unterschiede sind gross:

– Zur Generation Hashtag zählen bis zu 47 Prozent der Befragten aus den Industriestaaten USA, Grossbritannien, Frankreich, Schweden und Deutschland. In den Wachstumsländern Russland, China, Indien, Brasilien und Südafrika sind es 37 Prozent.

– In Deutschland sind lediglich 38 Prozent der 2183 Befragten Digital Natives. Das ist deutlich weniger als in anderen Industrienationen und nur knapp mehr als in den Wachstumsregionen.

– Die 15- bis 25-Jährigen dominieren. Fast jeder Dritte konsumiert Musik und Printmedien vorwiegend in digitalen Formaten. Die Generation 55plus kommt lediglich auf sechs und elf Prozent. Bei Services wie Immobilieninformationen nutzen bereits 32 Prozent der über 55-Jährigen rein digitale Angebote.

– Die Akzeptanz, für digitale Inhalte zu zahlen, ist speziell in den Industrienationen gross. Hier greifen zwischen 24 und 32 Prozent für Musik, Videos und Onlinespiele zur Kreditkarte. Besonders hoch ist die Zahlungsbereitschaft der Deutschen mit bis zu 37 Prozent. Sie begründen dies mit besserem Zugang zu Inhalten und bequemeren Nutzungsmöglichkeiten.

– Ein für die Anbieter alarmierender Trend zeigt sich beim Datenschutz. Immer weniger Konsumenten in den Industrienationen geben persönliche Informationen preis. Ihr Anteil sank von 34 Prozent im Jahr 2013 auf zuletzt 24 Prozent. Noch dramatischer ist die Entwicklung in Deutschland. Hier stieg die Bereitschaft, persönliche Daten zu übermitteln, 2014 zwischenzeitlich auf 37 Prozent, um 2015 auf 27 Prozent abzustürzen.

Mit digitalen Inhalten Geld verdienen

Die grösste Herausforderung für Medienunternehmen bleibt es, mit den aufwendig produzierten, digitalen Inhalten Geld zu verdienen. Bain-Experte Ebong rät zu grösserer Experimentierfreude: «Wer mehr werthaltige Angebote hat und neue Bezahlstrukturen entwickelt, ist gut gerüstet für den Wettkampf um die Generation Hashtag.»

Fünf Handlungsanweisungen sollten Inhalteanbieter laut Bain & Company befolgen:

1. Inhalte digital völlig neu konzipieren. Medienkonzerne dürfen nicht länger nur die Produkte der Vergangenheit ans Internetzeitalter anpassen. Erfolgreiche Inhalte werden von den Endnutzern beeinflusst, wenn nicht sogar bestimmt.

2. Die Verbreitungskanäle sichern. Die Erfolgsformel, wonach sich gute Inhalte immer verkaufen, gilt nicht mehr. Zu viele Internetangebote kämpfen um die Aufmerksamkeit der Konsumenten. Erfolg hat nur, wer seine exakt definierte Zielgruppe im richtigen Kanal zur richtigen Zeit mit wirklich erwünschten Inhalten anspricht.

3. Die neuen Regeln von Werbung und Marketing verinnerlichen. Die Entwicklung individueller Kundenprofile und die strikte Erfolgsmessung des Return on Investment haben die bisherige Reichweitendefinition und die grobe Kundensegmentierung ersetzt. Werbeformen, die von redaktionellen Texten kaum zu unterscheiden sind, werden die neuen Treiber für Direktmarketing und klassische Markenkampagnen.

4. Konsumentendaten individualisieren und optimal auswerten. Kunden und ihr bevorzugtes Kaufumfeld zu kennen, ist wichtiger denn je. Medienkonzerne müssen Anreize schaffen, damit potenzielle Käufer ihnen ihre Daten überlassen. Von den weltweit gestiegenen Ansprüchen an die Datensicherheit dürften insbesondere vertrauenswürdige Marken der grossen Medienunternehmen profitieren.

5. Mit den Stars der digitalen Welt wachsen. Die Übernahme eines Start-ups erfordert eine besonders sensible Herangehensweise. Wie lässt sich der Wert dieses Hoffnungsträgers messen? Wie eng sollten die freiheitsliebenden Gründer integriert werden? Und wie lassen sich die anspruchsvollen jungen Talente binden?

Bain-Partner Ebong betont: «Ganz gleich, wie komplex und herausfordernd die Zukunft wird: Medienkonzerne müssen sich auf das Konzept des 'Digital Native First' umstellen.»
 

Zu guter Letzt: Emoji-Sex

Zum Welt-Aids-Tag wurde klar: Die Menschheit braucht ein Kondom-Emoji.

Denn Sexting findet heute meist nicht mehr mit Worten, sondern mit Bildern statt. Da es «ab Werk» keine schlüpfrigen Emojis gibt, werden Früchte, Donuts oder Finger zu Symbolen aus der Horizontalen umfunktioniert. Und wenn es irgendwo unverbindlich um Sex geht, sollte es auch um Kondome gehen. Leider gibt es kein Kondom-Emoji. Auch wenn ein Grossteil vermutlich ein akuteres Bedürfnis nach einem kotzenden Emoji verspürt: Durex will ein Kondom – und hat deshalb jüngst #CondomEmoji ins Leben gerufen. Die Idee hinter von Havas London kreierten Kampagne: Die Menschheit soll den entsprechenden Hashtag so oft wie möglich nutzen und so die Emoji-Macher zum Emoji-Kondom bewegen.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch die MTV Staying Alive Foundation, die weltweit gegen den HI-Virus kämpft. Die Stiftung hat zum Welt-Aids-Tag mit Hilfe der Agentur Y&R New York einen expliziten, vom Oscar-prämierten Hollywood Cutter Angus Wall produzierten Spot mit menschlichen Emojis lanciert.

Beworben wird eine kostenlos installierbare Kondom-Emoji-Tastatur, welche in Zusammenarbeit mit Snaps entwickelt wurde (mehr dazu). Snaps stellt unter anderem für Firmen individualisierte Emoji- und Chat-Symbole her. Die Tastaturen können den Messengern manuell hinzugefügt und die Symbole verwendet werden. Das sind zwar keine offiziellen Emojis, die auf jedem System vorinstalliert sind, können aber so verwendet werden. So oder so gilt: Im Minimum ein Emoji drum. (hae)

Spiegel-Verlag streicht 150 Stellen

Dem vom deutschen Spiegel-Verlag im Juni angekündigten Sparpaket sollen rund 20 Prozent der Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Voraussichtlich 150 der knapp 730 Arbeitsplätze würden gestrichen, teilte der Verlag des Nachrichtenmagazins am Dienstag mit.

«Ich bedaure sehr, dass wir uns von Kolleginnen und Kollegen trennen müssen», erklärte Geschäftsführer Thomas Hass. Die Gesellschafter des Unternehmens, das mehrheitlich den eigenen Mitarbeitern gehört, segneten das Spar- und Wachstumsprogramm nun ab, mit dem Geschäftsführung und Chefredaktion die Kosten bis Ende 2017 dauerhaft um rund 16 Millionen Euro senken wollen. Die Redaktion soll 6,4 Millionen Euro, die Dokumentation 1,5 Millionen Euro und  der Verlag 8,2 Millionen Euro sparen. Minderheitseigner sind die Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr und die Erben des Magazingründers Rudolf Augstein. Um den Rückgang der Erlöse des gedruckten Magazins abzufedern, will der Verlag sein Digitalangebot stärken und das bisherige Gratis-Angebot Spiegel Online um kostenpflichtige Artikel erweitern. Geplant sind zudem ein Bezahlangebot namens «Der Spiegel international», ein tägliches Nachrichtenangebot und eine Verbesserung der App, mit der das gedruckte Magazin bereits seit längerem kostenpflichtig als E-Paper gelesen werden kann. Der gedruckte Spiegel soll versuchsweise einen Regionalteil für Nordrhein-Westfalen erhalten. (SDA)

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Goldbach Interactive realisiert mit McDonald’s einen Adventskalender auf Instagram

Goldbach Interactive hat mit McDonald’s Schweiz einen Adventskalender auf Instagram konzipiert. Ab 1. Dezember wird jeden Vormittag ein Kalender-Türchen auf dem Account gepostet. Hinter den Türchen warten weihnachtlich verpackte Gewinne.

McDonald's Schweiz nutzt seit längerem neben Facebook, Twitter und Youtube auch Instagram als Plattform für das Community Management. Mit dem Social Media Team der Goldbach Interactive (GBI) arbeitet McDonald’s in der Strategieentwicklung sowie bei der Redaktionsplanung, der Content-Produktion, dem Monitoring und dem aktiven Dialogmanagement zusammen.

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Da Instagram immer mehr an Bedeutung gewinnt und seit Oktober 2015 nun auch in der Schweiz als Werbeplattform zur Verfügung steht, soll die Community im Bildernetzwerk aktiviert und mehr Follower für das Profil von McDonald's Schweiz gewonnen werden. Hierfür nutzen McDonald’s und GBI die Vorweihnachtszeit und haben einen Adventskalender für Instagram konzipiert. An 24 Tagen können die User täglich Geschenke von McDonald's gewinnen oder an ihre Freunde wichteln. Dafür werden Produkte von McDonald's weihnachtlich verpackt und hinter den Türchen versteckt. Jeden Tag wird ein neues Bild auf Instagram.com/mcdonalds_switzerland unter dem Hashtag #McXmas veröffentlicht. Hinter jedem Bild verbirgt sich eine kleine Aufgabe, wie zum Beispiel einen Freund vertaggen oder ein Weihnachts-Versli posten. Der Gewinnmechanismus variiert und greift auf verschiedene Interaktionsmöglichkeiten, wie Folgen, Markieren, Likes-Vergeben, Erwähnen oder Kommentieren zurück, wodurch die Reichweite innerhalb von Instagram erhöht wird.

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Begleitet wird die Kampagne von GBI durch Crosspostings sowie Dialog Management auf Facebook und Twitter. Um zusätzlich über Werbeanzeigen mit mehreren Bildern und Links die User zu aktivieren, werden Carousel Ads sowie Link Ads auf Facebook und Instagram geschaltet.

Verantwortlich bei McDonald’s Schweiz: AglaëStrachwitz (Communications & Public Affairs Manager), Christel Stadelmann (Communications Consultant). Verantwortlich bei Goldbach Interactive: Stephanie Wörmann (Gesamtverantwortung/ Beratungsgruppenleiterin), Frederike Coninx (Senior Art Director), Torsten Schallmeier (Senior Texter/ Konzepter), Claudia Dörr (Community Managerin).
 

Tjark Kuhlmei verstärkt Dr.W.A.Günther Media Rent

Tjark Kuhlmei wird neuer Leiter Produktion und Mitglied der Geschäftsleitung bei Dr.W.A.Günther Media Rent. Kuhlmei ist ein erprobter Profi in der Eventbranche und tritt seinen Posten per 1. Januar 2016.

Der 44-jährige gebürtiger Hanseat, begann seine berufliche Laufbahn beim ersten deutschen Fernsehen (ARD). In dieser Zeit betreute er diverse Studio- und Live-Produktionen sowie bekannte Serien wie zum Beispiel «Tatort». Im Anschluss war er in bekannten Häusern in Dortmund und Bern tätig, bis er 2010 ins KKL Luzern als Leiter Technik wechselte. Als verantwortlicher Projektleiter für Corporate Events, plante und koordinierte er zudem Sonderbauten sowie Festinstallationen. Eine weitere Aufgabe im KKL Luzern war die Reorganisation des Unternehmens fokussiert auf die Prozessoptimierung und Wirtschaftlichkeit des Bereiches Veranstaltungstechnik.

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