Zu guter Letzt: Reife Schleife

Coca Cola hat in England einen ziemlich clevereren Verpackungs-Coup gelandet: Die Getränke-Etikette lässt sich mit wenigen Handgriffen in eine schmucke Weihnachtsschleife verwandeln.

Kaum ein Unternehmen wird derart stark mit Weihnachten assoziiert, wie Coca Cola. So trägt beispielsweise der Samichlaus erst rot, seit er vom amerikanischen Getränkegiganten in dieser Darstellung als Werbefigur eingesetzt wurde. Später verbreitete eine Karawane von Cola-Trucks Weihnachtsstimmung. Alle Jahre wieder. Bei vielem, was wir heute mit Weihnachten verbinden, hatte Coca Cola irgendwann die Finger im Spiel. Dass das Unternehmen nicht daran denkt, den Weihnachts-Thron zu verlassen, zeigt der neuste Coup, der das Internet verblüfft. Der Film musste nicht einmal von Coca Cola erstellt oder hochgeladen werden – die Fangemeinde erledigt das kostenlos. Durchdachtes, multifunktionales Verpackungsdesign – Weihnachten kann kommen. (hae)
 

P.S.: Wenn Sie auch mal ein Filmli drehen, tun Sie das doch bitte im Querformat.

Briten adeln Walker

Den Briten scheint es die von Walker kreierte «herzerwärmende» Weihnachtskampagne von Ifolor angetan zu haben. Die Zürcher Agentur landet damit einen Viral-Erfolg.

Als «traurigste Weihnachtskampagne des Jahres» beschreibt das Portal Thesun.co.uk den Spot «Grace», mit der die Zürcher Werbeagentur Walker einen beeindruckenden Viral-Erfolg gelandet hat. Bereits über eine Million mal wurde der Spot auf Youtube angeschaut und nach den neusten Medienberichten dürfte diese Zahl noch erheblich ansteigen. 20 Minuten, Creativity-Online, Adforum.com, Huffington Post… Auf Mashable.com wurde der Spot bereits über 30’000 mal geteilt. Dailymail.co.uk widmet dem Spot einen sehr ausführlichen Artikel (und erklärt der Leserschaft jede Szene akribisch). Auch für dieses Medium ist klar, dass sich der John-Lewis-Spot «Man on the Moon» – er erhält von einem Erdmädchen ein Fernrohr geschenkt (siehe unten) – im «Kampf» um den Titel des herzerwärmensten Weihnachts-Spots 2015 vor der unerwarteten Konkurrenz aus Zürich warm anziehen muss. Auch Bild.de räumt dem Spot viel Platz ein und fragt: «Ist dieser Werbespot noch trauriger als der Edeka-Opa?»

Walker scheint mit der Geschichte um den dementen Mann, der sich durch ein Fotobuch an seine Frau erinnert, den Nerv der Zeit getroffen zu haben. Der Spot reiht sich in die prominente Liste der Filme ein, die dieses Jahr ein Millionenpublikum zum Weinen bringen – angeführt vom explosionsartig verbreiteten Edeka-Spot #heimkommen, der eine Woche nach Veröffentlichung bereits über 34 Millionen mal auf Youtube (und 19 Millionen mal auf Facebook) angeklickt wurde.

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«Wir haben schon gehofft, dass wir auch mit diesem Ifolor-Spot unsere Kunden emotional erreichen. Aber mit einem so gewaltigen Zuspruch konnten wir nicht rechnen», verrät Agenturinhaber Pius Walker gegenüber Werbewoche.ch. Dass der Spot gerade in Grossbritannien so gut ankommt, freut Walker besonders: «Der Anspruch des Publikums an die Werbung ist im angelsächsischen Raum am höchsten. Die britische Presse ist bekanntlich gnadenlos. In guten wie in schlechten Zeiten.» Über den Mashable.com-Artikel sei der Film auf Huffington Post gelandet und schliesslich von Portalen wie The Sun, The Daily Mail und anderen Titeln mit Millionen-Reichweiten aufgenommen worden, erzählt Walker. «Und es kam zur ersten grossen Schneeball-Schlacht des Jahres. Wir freuen uns sehr für unseren Kunden, welcher mit so viel Mut neue Wege geht». (hae)

Der einsame Mann im Mond erhält im John-Lewis-Spot ein Geschenk von einem weit entfernten Mädchen. Der Spot stammt aus der Feder von Adam&eveDDB, London und ist der Nachfolger der letztjährigen Weihnachtskampagne «Monty the Penguin».

https://www.youtube.com/watch?v=wuz2ILq4UeA

Auch Leo Burnett Spanien rührt – mit einem animierten Spot: Für die Weihnachtslotterie, für die sich Menschen in Spanien traditionell zusammenschliessen (und einen allfälligen Gewinn teilen), zeigt die Agentur, was gemeinschaftliche Wärme bedeutet:

https://www.youtube.com/watch?v=tY3vQTrCn7I

…ein Konzept, das übrigens schon letztes Jahr hervorragend funktioniert hat. Wenn Sie jetzt noch keine wässrigen Augen haben, klappt es bestimmt mit diesem grossartigen Spot (bei Bedarf englische Untertitel einschalten) – er erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich nicht am gemeinschaftlichen Loskauf beteiligt hat und schweren Herzens den feiernden Gewinnern gratulieren muss… (P.S. : Sie haben da was im Auge!).

Studie: Recherchewerkzeuge im Kommen, Bedeutung von Pressemeldungen nimmt ab

Immer mehr Journalisten nutzen zur Recherche onlinebasierte Kontaktportale. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität der Bundeswehr München, für die 850 Journalisten Auskunft über ihre Arbeitsabläufe und ihr Rechercheverhalten gaben.

Knapp 40 Prozent der Nutzer von Recherche-Portalen haben dabei der Studie zufolge positive Erfahrungen gesammelt, nicht zufrieden äußerten sich lediglich 16 Prozent. «Die Untersuchung zeigt, dass dialogische Kommunikationsmittel in der Gunst der Journalisten zulegen», sagt Martin Fiedler, Geschäftsführer von Recherche-Scout.

Dialogische Recherchewerkzeuge wie Recherchescout sind eine ergänzende Möglichkeit für Journalisten, Gesprächspartner und Informationen zu den Themen zu finden, über die sie recherchieren. Für Pressestellen von Unternehmen, Verbänden und Hochschulen eröffnen diese Kontaktplattformen die Möglichkeit, anstelle des massenhaften Versands von Pressemitteilungen genau dann in Kontakt mit den Journalisten zu treten, wenn diese konkreten Informationsbedarf zu einem Thema haben und die Kontaktaufnahme wünschen.

Laut Studie der Universität der Bundeswehr München sind die bekanntesten dialogischen Rechercheplattformen im deutschsprachigen Raum der seit 20 Jahren tätige Expertenmakler des auf den Wissenschaftsbereich fokussierten Informationsdienstes Wissenschaft (28 Prozent Bekanntheit) und die vor zwei Jahren gestartete Medienkontakt-Plattform Recherchescout (26 Prozent), bei der Ansprechpartner für alle Themenbereiche in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft registriert sind. Die Bekanntheit anderen Anbieter liegt der Studie zufolge im einstelligen Prozentbereich.

«Die Studienergebnisse der Universität der Bundeswehr bestätigen, was wir seit zwei Jahren in unserer täglichen Arbeit wahrnehmen», sagt Fiedler. «Journalisten sind bei ihren Recherchen auf Suchmaschinen und Datenbanken angewiesen und nutzen diese auch zunehmend – jedoch finden sie dort nur Informationen, die jedermann zugänglich sind. Bei der Suche nach exklusiven Informationen und Illustrationsbeispielen zu ihren Themen, die noch nicht in den Medien präsent waren, nutzen die Medienmacher zunehmend andere Wege wie unsere Plattform.» Gegenwärtig sind mehr als 1'800 Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für die Nutzung des Recherchescout registriert.

Die Berücksichtigung von Informationen aus Pressemeldungen nimmt laut Studie hingegen ab. Der Befragung der Universität der Bundeswehr zufolge wird mittlerweile knapp jeder zweite Pressetext ungelesen gelöscht – vor zwei Jahren waren es den Autoren zufolge «nur» 40 Prozent.

Content Marketing international auf dem Vormarsch

Content takes the lead: International setzen immer mehr Unternehmen auf Content Marketing. Das bestätigt die erste länderübergreifende Content Marketing-Studie des ICMF.

Für die Studie wurden über 700 Kommunikationsverantwortliche aus acht Ländern zum «State of Content Marketing» und zur Zukunft des Content Marketing befragt. Initiator der Studie war das Content Marketing Forum, das Studiendesign stammt von dem Marktforschungs- und Strategieberatungsunternehmen Zehnvier, Zürich.

Die Untersuchung, die neben dem deutschsprachigen Raum, Grossbritannien und den USA stellvertretend für die jeweiligen Regionen auch einzelne Länder aus Skandinavien, dem Benelux und Osteuropa umfasst, zeigt: In den meisten Ländern setzt etwa die Hälfte der Unternehmen schon heute eher auf eine inhaltsgetriebene Kommunikation als auf werbliche Botschaften (Polen 56%, DACH 55%, Belgien 52%, Norwegen 50%). Vorreiter in puncto Content Marketing ist Grossbritannien: Hier geben bereits 81% der Unternehmen an, die Macht journalistischer Inhalte und spannender Geschichten zu nutzen, um bestehende Kunden noch enger an die Marke zu binden und neue Kunden zu gewinnen. US-Firmen setzen dagegen im Moment noch mehr auf werbliche Impulse (vgl. Abbildung 1).

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Abbildung 1

Für die Zukunft lautet die Formel jedoch jenseits wie diesseits des Atlantiks: Content Marketing statt klassische Werbung (vgl. Abbildung 2). Drei Viertel der amerikanischen Firmen (76%) planen in drei Jahren eine Content-driven Strategy zu verfolgen. In den europäischen Ländern beabsichtigen sogar zwischen 80% (Norwegen) und 92% (Belgien) der Unternehmen in der Marketing- und Unternehmenskommunikation künftig vor allem auf journalistisch geprägte Inhalte setzen zu wollen. «Die von uns angestossene Studie zeigt es deutlich: Wir befinden uns – was Marketing und Kommunikation betrifft – in der Ära der Inhalte», bekräftigt Viviane Egli, Vorstand Schweiz des CMF.

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Abbildung 2

Content Marketing punktet entlang der Customer Journey – und darüber hinaus

Was sind die Triebfedern für diese international zu beobachtende Umorientierung? Zunächst natürlich die Grenzen der Werbung. Konsumenten und andere Zielgruppen nehmen klassische Werbebotschaften häufig gar nicht mehr wahr, sind ihrer überdrüssig oder schenken ihnen nur begrenzt Vertrauen. Vor diesem Hintergrund erscheint es nur schlüssig, dass die befragten Entscheider in der besonders hohen Kontaktqualität einen der Kernvorteile des inhaltsgetriebenen Kommunikationsansatzes im Vergleich zu klassischer Werbung sehen (Zustimmung zwischen 56% in Grossbritannien und 72% in Norwegen).

Wo liegen nun konkret die Stärken einer inhaltsgetriebenen Kommunikationsstrategie? Um das herauszufinden, wurden die Kommunikationsverantwortlichen für unterschiedliche Kommunikationsziele entlang der Customer Journey jeweils gefragt, ob sich diese aus ihrer Sicht besser durch einen klassischen, werblichen Kommunikationsansatz oder einen inhaltsgetriebenen Ansatz erreichen lassen. Im Ergebnis zeigt sich international ein sehr einheitliches Bild: Der inhaltsgetriebene Ansatz wird insgesamt in sechs von acht erfassten Bereichen im Vorteil gesehen (vgl. Abbildung 3).

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Abbildung 3

Mit informierenden, beratenden oder unterhaltenden und journalistisch geprägten Inhalten kann das Markenimage besser optimiert und die Glaubwürdigkeit der Marke eher gesteigert werden als mit Werbebotschaften und -impulsen. Gleiches gilt, wenn es darum geht, die eigene Marke als Experte und Thought Leader zu positionieren. Ebenfalls im Vorteil sehen die Kommunikationsverantwortlichen den Content Marketing-Ansatz, um der Zielgruppe Marken- und Produktinformationen zu vermitteln oder neue Kunden zu gewinnen. Klar fällt das internationale Votum auch am Ende des Kaufprozesses aus: In Sachen «Kundenbindung» betrachten die Studienteilnehmer eine inhaltsgetriebene Kommunikation ebenso als überlegen. Die Vorteile einer werblichen Kommunikationsstrategie beschränken sich auf die Steigerung der Markenbekanntheit und das Setzen konkreter Kaufimpulse.

Mitarbeitergerichtetes Content Marketing: Bedeutung steigt rasant

Die Stärken eines inhaltsgetriebenen Kommunikationsansatzes reichen aus Sicht der Studienteilnehmer zudem über den kundenseitigen Kaufentscheidungsprozess hinaus: Nützliche Inhalte und spannende Geschichten werden auch als Schlüssel zu Herz und Verstand von Mitarbeitern gesehen. Die Kommunikationsentscheider sind länderübergreifend überzeugt, dass sich redaktionelle Inhalte sehr gut zum Employer Branding eignen. Besser als mit werblich geprägten Botschaften lässt sich mit ihrer Hilfe ein Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber darstellen und das Zugehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter stärken.

Länderübergreifendes Votum: Owned Media übernehmen den strategischen Lead

Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse überrascht es nicht, dass international die Mehrheit der Kommunikationsverantwortlichen überzeugt ist, dass Owned Media zunehmend den strategischen Lead in der Kommunikation übernehmen werden (vgl. Abbildung 4).

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Abbildung 4

Je nach Land sehen zwischen 48% (Norwegen) und 60% (Belgien) der Kommunikationsentscheider Owned Media künftig gegenüber Paid und Earned Media in Führung. Nur eine Minderheit der Befragten – je nach Markt sind es zwischen 8% (Raum DACH) und 20% (Grossbritannien) – teilt diese Ansicht nicht. Gleichzeitig zeigt sich, dass länderübergreifend nur eine Minderheit der Unternehmen über eine klar definierte, integrierte Content-Strategie verfügt (vgl. Abbildung 5): Lediglich jeweils 19% der deutschsprachigen und britischen, 13% der amerikanischen, 12% der belgischen und 7% der norwegischen Unternehmen geben an eine klar definierte Strategie zu haben, die Owned, Paid und Earned Media abdeckt.

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Abbildung 5

Was ist Content Marketing?

Die Proklamation für Content Marketing nimmt in der Fachwelt von Medien, Kommunikation und Marketing permanent zu. Dies auf internationalem Parkett.  Gemeint ist die Disziplin, die man früher Custom Publishig, Corporate Publishing oder Unternehmensmedien nannte und die journalistisch verankert ist, Gemeint ist das Treiben – in ausgeweitetem Sinne – mit owned, paid und earned . Definiert wird Content Marketing in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch das CMF folgendermassen:

• Content Marketing ist als Unternehmens-, Marken- und Produkt- und Mitarbeiterkommunikation getrieben von relevanten, redaktionellen Inhalten.
• Content Marketing nutzt alle verfügbaren Medienkanäle wie Print, Video, Mobile und Online – jeweils einzeln und in crossmedialen Mediensystemen.
• Content Marketing entfaltet messbare Wirkung entlang der gesamten Customer Journey und in der Internen Kommunikation. Die Kommunikationseffekte reichen von der Steigerung des Bekanntheitsgrades über Imagepflege und Kundenbindung bis hin zur Neukundengewinnung und dem Auslösen unmittelbarer Kaufimpulse.

Oder in Grossbritannien:

Content Marketing ist jene Disziplin, die qualitativ hochstehende, redaktionelle Markeninhalte kreiert, und zwar in allen Medienkanälen und auf allen Plattformen – mit dem Ziel, verbindliche Beziehungen, Kundennutzen und messbare Erfolge für Marken zu generieren. Quelle

Content Marketing Forum (CMF)

Das CMF ist die Interessengemeinschaft der führenden medialen Dienstleister im deutschsprachigen Raum und mit mehr als 100 Mitgliedsunternehmen der grösste Verband dieser Mediendisziplin in Europa. Als Branchenverband vertritt das CMF eine Mediensparte, die pro Jahr rund 5,8 Milliarden Euro umsetzt. Die Mitglieder des Verbandes sind Verlage und Agenturen, die für ihre Kunden wegweisende Content-Strategien entwerfen und umsetzen und dabei wirksame Inhalte für alle Mediengattungen einschliesslich Print, Video, Mobile und Online produzieren.

Content Marketing in der Schweiz

In der Schweiz sitzen – auf die Grösse des Landes bezogen – eine überdurchschnittliche Anzahl international operierender Unternehmungen. Neben den grossen Konzernen (Finanzwelt, Pharma, Food etc.) sind es eine Vielzahl von innovativen Middle Market Unternehmen sowie auch kleineren Unternehmen, die in den Bereichen IT, Maschinenbau, Medizintechnik. Präzisionsinstrumente etc. tätig und international etabliert sind. Diese Unternehmungen finden zunehmend in ihrer Kommunikation zu einem journalistisch qualifizierten B2B (aber auch B2C) Publishing. Crossmedialität ist dabei seit einigen Jahren (Online Publishing, Print, Videos, Social Media) Selbstverständlichkeit. Auch im Bereich ihrer internen Kommunikation publizieren diese Unternehmen und Organisationen international. Natürlich gibt es in der Schweiz auch das nationale Content Marketing Business. Dies in allen Branchen und auch im Public Sector. Die Unternehmungen und Organisationen verlagern ihre Kommunikations- und Marketing-Budgets immer mehr auf CM-Projekte. Externe Dienstleister werden praktisch immer für die Etablierung von CM-Projekten und fürs Consulting einbezogen, partiell aber auch fürs Weiterbetreiben von unternehmensintern eingerichteten Medienplattformen. Die Schweiz hat eine ausgesprochen lebendige, aber auch zersplitterte CM-Szene. Die spezialisierten Dienstleister sind in der Sektion Schweiz des Verbandes Content Marketing Forum zusammengeschlossen; es sind derzeit 13 an der Zahl. Diese Dienstleister sind beinahe alle so genannte Agenturen. Profitcenters von Publishing Houses haben in der Schweiz in den letzten 20 Jahren im CP und CM Business kaum oder nicht reüssiert.

International Content Marketing Forum (ICMF)

Das ICMF ist ein Verbund von Content-Marketing-Verbänden. Derzeit sind 18 Länder aus Europa und Nordamerika angeschlossen. Die grössten Mitglieder sind das Content Marketing Forum (CMF) in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie The Content Marketing Association (CMA) in Grossbritannien. Gegründet wurde das ICMF im Jahr 1999. Die einzelnen Content-Marketing-Verbände fördern die Entwicklung des Content Marketing vor Ort. Ihre Mitglieder sind die ausgewiesenen Dienstleister im Content Marketing, im wesentlichen Marktplayer mit journalistischer Verankerung und je nach nationalen Heimatmärkten unterschiedlich strukturiert. In Ländern mit grossen Heimmärkten wie Deutschland sind neben Agenturen auch Verlagshäuser mit eigenen CM-Units am Werk, im Gegensatz zu Ländern mit kleinen Heimmärkten, wo Verlagshäuser eher die Ausnahmen sind. Der durchschnittliche heutige spezialisierte CM-Dienstleister ist eine Agentur grösseren oder kleineren Zuschnitts, international operierend, aus eigenen Kräften oder mit Partnern in allen Gebieten des CM tätig, in der Content Strategy, der Content Creation und der Content Distribution. Einzelne Länder haben sich auch Agenturen anderer Couleur geöffnet: So können sich bei der CMA in Grossbritannien auch Media-Agenturen um die Mitgliedschaft bewerben. (pd)
 

Walliser Bote: Chefredaktor gibt Leitung ab

Der Chefredaktor des Walliser Boten, Thomas Rieder, gibt die Leitung der Redaktion ab. Der 59-Jährige wolle sich künftig wieder vermehrt journalistischen Aufgaben widmen, schreibt der Verwaltungsrat der Mengis Gruppe am Samstag.

Rieder ist seit 2009 Chefredaktor des Walliser Boten. Er hatte diesen Posten damals von seinem Bruder Pius Rieder übernommen, nachdem er bereits über 30 Jahre als Redaktor bei der Oberwalliser Zeitung gearbeitet hatte. Wer auf Rieder folgt, ist noch offen. Der Prozess der Nachfolgeregelung werde umgehendend eingeleitet, schreibt der Verwaltungsrat der Mengis Gruppe, die den Walliser Boten herausgibt. Er bedauert den Abgang Rieders. Dieser habe die Redaktion mit grossem Engagement durch den Medienwandel geführt. (SDA)

Bild: Walliser Bote

Teleclub erhält Konkurrenz aus Grossbritannien

Der britische Sportrechte-Riese Perform Group will sich auch in der Schweiz etablieren und unter anderem Fussballspiele aus Top-Ligen anbieten.

Jahrelang hatte die Swisscom-Tochter Teleclub «ihre Ruhe» und dominierte den Schweizer Sportübertragungsmarkt aufgrund fehlender Konkurrenz im Pay-TV-Segment. Das könnte sich nun ändern. Wie die Schweiz am Sonntag in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt, plant die britische Perform Group in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Plattform für Internet und mobile Geräte, auf der Liveübertragungen gekauft und gestreamt werden können. Das Angebot beinhaltet nicht nur jährlich 250 Spiele der US-Basketball-Liga NBA, sondern auch die Fussballspiele der Premier League. Die auch in der Schweiz äusserst beliebte englische Liga war hierzulande bisher Kunden von Teleclub vorenthalten.

Bei der Premier League soll es allerdings nicht bleiben: In Zukunft sollen über den Dienst auch Spiele aus der spanischen, italienischen und französischen Liga zu kaufen sein. Über Preis- und Abo-Modelle hält man sich bisher aber noch bedeckt. Für Teleclub-Kunden hat der Markteintritt des neuen Mitstreiters vorerst keine Konsequenzen, da die Perform Group die Premier-League-Rechte in der Schweiz nicht exklusiv hält. Im Gegensatz zu Frankreich: Dort wird Canal+ die Spiele der nächsten drei Saisons als Folge der Exklusiv-Vermarktung der Premier League durch die Perfom Group nicht mehr zeigen. Das hat Folgen für die Westschweiz: Die Möglichkeit, über über Swisscom-TV verfügbaren Sender Canal+ die Spiele zu sehen, fällt nun weg. (hae)
 

Zu guter Letzt: Tick, Trick und Truck

Um zu demonstrieren, wie robust die eigenen Trucks sind, hat Volvo ein vierjähriges Mädchen einen fernsteuern lassen.

Etwas, was vermutlich viele Menschen (oder zumindest Männer) sehr gerne einmal tun würden: Einen echten Lastwagen auf einem abgesperrten, äusserst abwechslungsreichen Gelände fernsteuern. Wie GTA, nur echt. Forsman & Bodenfors aus Stockholm hat das Vergnügen möglich gemacht – und zwar der vierjährigen Sophie. Auch wenn die Agentur dem Weihnachtsmann erzählen kann, dass das Mädchen irgenwas mit dem Viral-Stunt zu tun hatte… Die Frage ist vielmehr: Spielt es überhaupt eine Rolle? Liest man sich die Kommentare auf Youtube durch, wird klar: Den meisten Menschen sind solche Details egal, solange sie durch gut erzählte Geschichten bestens unterhalten werden. Und das scheint bisher gut zu funktionieren: Fast 2,5 Millionen Klicks in drei Tagen. (hae)

Vincent Augustin neuer Präsident der UBI

Der Bundesrat wählte den Bündner Anwalt Vincent Augustin zum neuen Präsidenten der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI). Erstmals tritt damit ein Rätoromane an die Spitze dieser Behörde. Die UBI erhält zudem drei neue Mitglieder.

Der 59jährige Vincent Augustin, der acht Jahre lang die Lia Rumantscha präsidierte, ist promovierter Jurist und ehemaliger Bündner Grossrat. Er gehört der UBI seit 2013 an und folgt als Präsident auf Roger Blum, der Ende Jahr ausscheidet, weil er die Alterslimite von 70 Jahren erreicht hat. Von den bisherigen Präsidenten stammten vier (Oskar Reck, Jörg Paul Müller, Felix Auer und Roger Blum) aus der deutschen Schweiz und drei (Bernard Béguin, Ursula Nordmann und Denis Barrelet) aus der französischen Schweiz. Erstmals tritt jetzt ein Rätoromane an die Spitze der Beschwerdeinstanz.

Der Bundesrat wählte ferner drei neue UBI-Mitglieder, nämlich den 57jährigen Tessiner Anwalt und ehemaligen RSI-Journalisten Edy Salmina, die 51-jährige Zürcher Juristin und Kommunikationsfachfrau Maja Sieber und die 35jährige, aus dem Bernbiet stammende Luzerner Anwältin und Rechtsberaterin Mascha Santschi Kallay, frühere Obergerichtsschreiberin und Lokalradio-Journalistin. Die drei Neuen ersetzen die ausscheidenden Paolo Caratti und Carine Egger Scholl, die die zulässige Gesamtamtszeit von 12 Jahren erreicht haben, sowie Roger Blum. Als bisherige Mitglieder bestätigte der Bundesrat die Zürcher NZZ-Rechtskonsulentin Claudia Schoch Zeller, den Genfer Medienrechtsprofessor und Datenschutzbeauftragten Stéphane Werly, die Neuenburger Juristin und Journalistin Suzanne Pasquier Rossier, die Solothurner Rechtsanwältin Catherine Müller und den Zürcher Juristen und Journalistenausbildner Reto Schlatter.

Spinas für die Heilsarmee: Nächsten-Hilfe von der friedlichsten Armee der Welt

Nicht nur auf Trottoirs, sondern auch entlang den Strassen spielt die Heilsarmee in diesem Dezember gross auf. Landesweit startet sie nämlich am 7.12. eine neue Plakatkampagne, die von Spinas Civil Voices kreiert und von Alberto Venzago fotografiert wurde.

Im Mittelpunkt der Kampagne sind Frauen und Männer der Heilsarmee, die für Menschen, die den Boden unter den Füssen verloren haben, da sind. Die sich weder zu gut noch zu schön sind, um Menschen in Not dort Hilfe zu leisten, wo sie gerade stehen – resp. liegen. In ihrer irritierenden Dualität dramatisieren die aktuellen Sujets auf augenfällige Art die tägliche Arbeit der Salutistinnen und Salutisten.

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Verantwortlich bei der Heilsarmee: Philipp Steiner (Leiter Marketing & Kommunikation), Christoph Bitter (Leiter Fundraising). Verantwortlich bei Spinas Civil Voices: Matthias Freuler und Stephan Huwiler (Kreation), Corinne Bucher (Beratung), Alberto Venzago (Fotografie), Lina Baumann und Lara Bliggensdorfer (Produktion)

 

BSSM und der Dreh mit dem Sambuca

Haecky Import lässt den Molinari Sambuca von der BSSM Werbeagentur bewerben. Die Kampagne für den bekannten Likör aus Italien richtet sich sowohl an den Zwischenhandel als auch an die Direktkunden in der ganzen Schweiz.

Obwohl sehr vielfältig im Einsatz, konzentriert sich der Werbeauftritt im Bereich B-to-C auf die klassische Verwendung. Der Corretto oder der von der Agentur sinngemäss entwickelte Moliretto ist die populärste Art, süssen Anislikör zu geniessen. Die Kampagne für Molinari Sambuca besteht aus Massnahmen für off- und on-trade. Dazu gehören Anzeigen in Tageszeitungen, Publikumszeitschriften und Spezial-Interest-Magazinen sowie Plakate und Massnahmen am Verkaufspunkt.

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Verantwortlich bei Haecky Import: Mike Boehler (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei der BSSM Werbeagentur, Basel: Urs Schneider (CD); Daniel Bard (AD); Hannes Müller (Text); Daniela Geiser (Desktop); Philipp Buser (Beratung); Eugen Leu & Partner (Fotografie).
 

Leo Burnett: Neue Radiospots für das Einkaufszentrum Sihlcity

Manche Kinder sind einfach nicht für’s Musizieren gemacht. Das merkt man spätestens dann, wenn sie unterm Tannenbaum zeigen, was sie im Musikunterricht gelernt haben - oder eben nicht.

Zum Glück hat Weihnachten aber auch weniger stressige Seiten. Zum Beispiel, wenn man seine Einkäufe in Sihlcity erledigt. Dort findet man alles, was man braucht, nah beieinander. Und kann beim weihnächtlichen Rahmenprogramm mit Konzerten und Events oder im gemütlichen Fondue Chalet entspannen. Die Spots von Leo Burnett Schweiz sind seit dem 16.11. auf verschiedenen Radiostationen zu hören.

Verantwortlich bei Sihlcity: Corine Maissen (Leiterin Marketing), Corinne Wiederkehr (Fachspezialistin Marketing). Verantwortlich bei Leo Burnett Schweiz: Anna Leudolph, Cla Campell (Kreation), David Fischer (CD), Martin Stulz (ECD), Christoph Schwarz, Ingrid Zumkehr (Beratung), Suzana Kovacevic (Artbuying), Jingle Jungle (Tonstudio).
 

Y&R Group Switzerland: Waschechte Profis setzen auf Total Black Express

Seit über 75 Jahren vertrauen Schweizer Haushalte Total, dem meist gekauften Waschmittel für strahlend saubere Wäsche. Im vorliegenden, von Y&R kreierten Fall geht es um das Waschmittel Total Black Express.

Da es keine Bleichmittel und optische Aufheller enthält, bleiben Brillanz und Leuchtkraft von dunklen und schwarzen Textilien erhalten. Das wissen und schätzen echte Waschprofis. Was passiert, wenn man seine Wäsche mit dem falschen Waschmittel gewaschen hat, zeigt der Fall eines Nicht-Profis: Ein Gangster wird auf frischer Tat ertappt, weil seine Kleidung nicht mehr schwarz wie die Nacht ist.

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Verantwortlich bei Migros: Migros-Genossenschafts-Bund: Jürg Spring (Leiter Eigenmarken-Führung), Jann Falett (Junior Projektleiter Promotionsmarken). Verantwortlich bei Y&R Group Switzerland: Markus Gut (CCO), Thomas Engeli, Swen Morath (CD), Stephanie Assfalg (AD), Natasa Maricic (Text), An Le (Bildbearbeitung), Edi Walker (Beratung).
 

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