Beobachter lanciert Energiefranken.ch

Der Beobachter bietet ab sofort auf beobachter.ch eine Datenbank der Energieförderprogramme an.

Der Beobachter stellt ab sofort auf beobachter.ch eine Datenbank der Energieförderprogramme bereit. Die Datenbank des Suchportals energiefranken.ch wird exklusiv auf beobachter.ch freigeschaltet. Mit nur wenigen Klicks erhalten Hauseigentümer so einen Überblick über die Energieförderprogramme, die Bund, Kantone, Gemeinden und regionale Elektrizitäts- und Erdgasversorger anbieten.
Das Suchportal wurde vom „Medienbüro Oerlikon Journalisten“ entwickelt, welches auch für die Aktualisierung der Inhalte verantwortlich zeichnet.

Neues Vorstandsmitglied für den Zürcher Werbeclub

An der Generalversammlung des Zürcher Werbeclub vom 30. Juni 2009 wurde Carlo Steiner als Präsident des Vorstandes bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde die eidgenössisch diplomierte Journalistin Lanny Cresta.

An der Generalversammlung des Zürcher Werbeclub vom 30. Juni 2009 wurde Carlo Steiner als Präsident des Vorstandes bestätigt. Ebenfalls für ein weiteres Jahr gewählt wurden Sabine Bamert, Andy Hostettler und René Meyer. Neu in den Vorstand gewählt wurde die eidgenössisch diplomierte Journalistin Lanny Cresta. Cresta arbeitet als Junior Account Director bei TBWA Switzerland.

Die Bildzauberer

Remo Burkhard und Michael Meier können mit Vasp jede Idee visualisieren.

Vasp ist eine junge, inhabergeführte Visualisierungsagentur in Zürich, die sich auf Komplexitätsreduktion und Visualisierung spezialisiert hat. Hinter dem Label Vasp steckt das Konzept «Visual Approaches to Solving Problems». Die Spezialgebiete der Agentur mit 15 Visualisierungsexperten sind die Darstellung von Wissen und die Umsetzung einzigartiger Bilder. «Wir können alles darstellen, was man sich vorstellen kann», versprechen die beiden Köpfe von Vasp.
Remo Burkhard und Michael Meier haben zusammen in Zürich Architektur studiert. In einem gemeinsamen Projekt haben sie herausgefunden, «dass es zusammen besser geht als allein». Burkhard war gut beim Vereinfachen. Meier war gut im Visualisieren. Im Duo entstanden «Bilder und Visualisierungen, die wirklich überzeugen». Um diese Idee auf den Markt bringen zu können, haben sie eine Firma gegründet.
Burkhard wollte immer Architektur studieren, aber nie bauen. In einem Praktikum in New York, wo er im renommiertesten Büro für virtuelle Architektur arbeiten konnte, hat ihn die Begeisterung anderweitig gepackt. Nach sieben Monaten im Big Apple wusste er: «So etwas werde ich auch in der Schweiz machen!»
Meier hat sich aus Begeisterung für die Vielseitigkeit der Ausbildung für das Architekturstudium entschieden. Auch er wusste schnell: «Mich interessiert das revolutionäre Denken, nicht das Bauen.» Man arbeite im Bauprozess viel für den Papierkorb. Dazu kommen sehr lange Prozesse, während sich Meier mehr für die schnellen Projekte begeistern konnte. Eines davon war die Arteplage in Yverdon, wo Meier in seinem Praktikum für die Expo 02 den ganzen Pavillon in 3D aufbauen konnte.
So hat ihre Geschäftsidee «die besten Bilder machen» die beiden schliesslich immer mehr in Bann gezogen. Beflügelt wurden sie von der Zeit, in welcher 3D und neue Computertechniken ständig raffinierter wurden. «Wir sind völlig eingetaucht in diese Welt.» Um sich noch mehr spezialisieren zu können, hat Burkhard ein Doktorat zum Thema «Wissensvisualisierung» angehängt.
Um das Geld für sein Studium zu verdienen, hat Burkhard viel programmiert und für IBM und in Banken gearbeitet. «Dort habe ich gesehen, dass fast ausschliesslich mit Excel, Powerpoint und Word gearbeitet wurde», vergleicht der damalige Quereinsteiger die Geschäftswelt mit der viel visuelleren Welt der Architekten. «Hier arbeiteten wir mit Skizzen, Plänen, Modellen, 3D-Bildern, Schemen, Filmen und Renderings, um Wissen zu erarbeiten und zu vermitteln.» Deshalb waren sich Burkhard und Meier schnell einig: «Die Methoden der Architekten kann man auch in anderen Branchen – in Werbeagenturen, Behörden und Banken – einsetzen.»
Wie kann man Inhalte vereinfachen? Wie kann man die Methoden der Architekten in die Wirtschaft ziehen? Wie entsteht dadurch eine höhere Effizienz und mehr Umsatz? Rund um diese Fragen ist die Business-Idee entstanden, Methoden aus der Architektur in Firmen wie IBM, ABB oder eben Banken einzubringen. «Wir nannten unseren Ansatz Wissensvisualisierung.» Darunter verstehen die Gründer von Vasp Datatecture mehr als nur eine erweiterte Definition von Infografik und Illustration. «Es geht uns zuerst um die Komplexitätsreduktion, danach um den Einsatz der besten Visualisierungsmethode.» Der Megatrend Wissensvisualisierung, so sind die beiden überzeugt, wird für Unternehmen bald einmal eine ähnliche Bedeutung und Pflicht erlangen wie früher die Corporate Identity.
Ihre eigene Firma war für Meier und Burkhard «ein Start-up mit einem Traum». Beide konnten nur ein Startkapital von je 1‘500 Franken einschiessen. Die Jungunternehmer kamen aber schnell voran. «Wir wollten eine richtige Firma nach Obligationenrecht. Nicht nur eine Bastelstube mit Küchentisch und unbezahlten Nachtschichten und Wochenendarbeit.» Was es braucht, um eine Firma richtig positionieren zu können, hat Remo Burkhard vorgängig in St. Gallen gelernt. Dort leitete er an der Universität drei Jahre lang den Aufbau eines Kompetenz-Zentrums. Für das eigene Unternehmen wussten Meier und Burkhard: Es herrschte noch die Dotcom-Krise – und da verlangten die Kunden Sicherheit. Sie haben sich trotz Krise für Festangestellte und nicht für Freelancer entschieden und 2003 eine GmbH gegründet. Das erste Büro war eine Untermiete in einem Beraternetzwerk an bester Lage in Zürich Stadelhofen. «Da sind wir in den Pausen mit Unternehmensberatern ins Gespräch gekommen und haben täglich deren Sprache gelernt.»
Ein erster Auftrag war ein 3D-Spiel rund um den Digital Divide. Im Rahmen des Impulsprogramms CH21 musste ein Lernprogramm für den Umgang mit dem Internet konzipiert werden. Die Lösung war eine Computer-Animation als Flash-Spiel. Das gelungene Projekt führte zu weiteren Anfragen aus dem Bereich Schulung. Das Personal wurde erweitert. «Bei fünf Leuten spürten unsere Kunden: Wir sind stabil und keine Eintagesfliege.» Sie erhielten Anfragen von Konzernen und gaben interne Schulungen. Daraus ergab sich ein Grossprojekt für die UBS, wobei sie ein modernes Trainingskonzept für die Ausbildung von über 1‘000 Kundenberatern entwickelt haben. Der Schlüssel war die Kombination von Komplexitätsreduktion und Visualisierung. Für die ETH musste deren Strategie von 100 Seiten Text auf eine Doppelseite verdichtet werden. «Big Pictures» nennt man diese Technik, bei der die Essenz mit komplexen Zusammenhängen auf einem Poster dargestellt wird, getreu dem Motto «Ein Bild sagt mehr als tausend Worte».
Mit dem wachsenden Erfolg entdeckten auch Werbeagenturen wie Jung von Matt, SFLB, Matter & Gretener, Wirz oder Publicis die kreativen Dienste der Visualisierer. Sie beauftragten die Firma, unkonventionelle Bildideen umzusetzen, oder suchen Rat, wenn für einen Verkaufsprospekt Produkte, die es noch gar nicht gibt, wirkungsvoll abgebildet werden müssen. Zum Beispiel Prototypen für die Werbung im Autosalon oder Bilder im Immobilienbereich, mit denen ein Architekt oder Entwickler Investoren für geplante Projekte gewinnen will.
Um all diese wachsenden Nachfragen bewältigen zu können, hat Vasp bald auf zehn Mitarbeitende ausgebaut. «Plötzlich waren wir in den Augen einiger Kunden eine Grossfirma», stellte Burkhard schmunzelnd fest. Der wachsende Erfolg führte schliesslich zum heutigen Idealbestand von 15 Spezialisten. Weil diese Grösse auch eine andere Struktur verlangt und anders geführt werden muss, ist Martin Vögele im November letzten Jahres als CEO zu Vasp gestossen. Zum letzten Kick in dieser Entwicklung wurde ein noch laufendes Grossprojekt für den Klett-Verlag mit 400 «völlig neuartigen Bildern».
Die vielseitige Agentur hat ihre Büros inzwischen in einem Loft im Zürcher Westend. Hier arbeiten neben 3D-Spezialisten und Grafikerinnen auch vier wissenschaftliche Illustratorinnen sowie ein Product-Designer. Auffallend ist, dass die Jungunternehmer «ältere Hasen» in ihr Team integriert haben. Der Beratungschef kann dreissig Jahre Unternehmensberatungserfahrung vorweisen. Der Buchhalter hat schon die verschiedensten wirtschaftlichen Stürme überstanden. «Mit einer solchen Aufstellung haben wir einfach ein breiteres Wissen», sind die beiden Jungunternehmer überzeugt. Und durch die Entlastung im Management haben sie mehr Zeit für das konzeptionelle und visuelle Arbeiten.
Remo Burkhard und Michael Meier sind aktiv in alle Projekten involviert. «Für unsere Kunden ist es wichtig, dass sie mit uns einen direkten Dialog führen können.» So kann Vasp einem Werber zum Beispiel nicht nur die möglichen Techniken erklären, sondern im Gespräch auch aufzeigen, «wie man ihre Idee mit neuen Techniken vielleicht noch mehr zuspitzen könnte». Burkhard und Meier sind dafür kompetent, weil sie mit ihrer Firma lizenziert sind, «einige der besten Software-Programme für 3D» in der Schweiz vertreiben zu können. «Das gibt uns Einblick in zukünftige Techniken, die unserer Konkurrenz noch nicht bekannt sind.» Zum Beispiel im Bereich Modellierung und Belichtung.
Natürlich ist es ideal, wenn Vasp bei einem Projekt möglichst frühzeitig beigezogen wird und nicht erst zum Schluss «ein fertiges Bildchen» liefern darf. «Wenn wir schon zu Beginn mit einer Skizze eine mögliche Lösung einbringen können, ist man später schneller und verliert weniger Zeit und Geld.»
Damit interessierte Kunden diesen Paradigmenwechsel verstehen und selber besser werden im Visualisieren, bietet die Agentur Kurse an. In Seminaren mit Titeln wie «Zeichnen für Nichtzeichner» oder «Power Point Doktor» lernen die Teilnehmenden einfach einsetzbare Techniken. «Natürlich zeigen wir auch mit aktuellen Beispielen den weltweiten State of the Art, den die Kunden aber nicht allein, aber zusammen mit uns umsetzen können, wenn sie mit Power Point und Co. nicht mehr weiterkommen», meinen Burkhard und Meier zu ihrer ebenso nützlichen wie raffinierten Verkaufsidee.
Einen Zukunftsmarkt für ihre Ideen sehen die beiden auch in Asien. Als Folge der Bankaufträge hat Vasp in Singapur letztes Jahr ein Zweigbüro eröffnet. Wegen der aktuellen Finanzkrise wird es aber momentan nur auf Sparflamme betrieben. Trotzdem zeigt die Buchhaltung, dass aus ihrem früheren «Traum», mit 3D-Bildern Geld verdienen zu können, ein Unternehmen in einem Nischenmarkt geworden ist. Die Zürcher Pioniere sind überzeugt, dass dies auch daran liegt, dass sie früh das Angebot um die Komplexitätsreduktion erweitert hatten, was heute die Hälfte der Einnahmen garantiert. «Ich glaube an unsere Firma, sonst hätte ich nicht eine Familie mit drei Kindern gegründet», meint Michael Meier auf die Frage, ob es in seinem Leben neben der Arbeit auch noch Platz für etwas anderes gibt. Remo Burkhard gibt als Ausgleich «Reisen» an. Aber nur in Grossstädte und nicht in die Natur. «In den Grossstädten finde ich diese faszinierende Überlagerung unendlich vieler Kulturen, Information und Eindrücke», meint er. Und von irgendwo müssen die Ideen ja schliesslich kommen.
Andreas Panzeri
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Remo Burkhard.
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Michael Meier.
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Die Arbeitsproben von Vasp zeigen: Die virtuelle Fotografie ist prädestiniert, Fantasien und Fiktionen sichtbar zu machen. Plötzlich werden Ideen, Objekte und Inhalte, die nicht oder nur mit aufwändigen Composings, Modellbau und Retuschen darstellbar waren, dank dem Computer realisierbar.
Bevor Prototypen von neuen Produkten produziert sind, können fotorealistische Bilder bereits für Marketing und Werbezwecke eingesetzt werden.
Auch in der Architektur wird die Technik erfolgreich eingesetzt.

Neuer Redakteur bei Radio 24

Radio 24 hat einen neuen Redakteur: Emanuel Neubacher. Er startet am 1. Oktober 2009.

Emanuel Neubacher ist der neue Redakteur beim Zürcher Privatsender Radio 24. Er startet am 1. Oktober 2009. Bisher war Neubacher als Redakteur und Produzent bei Energy Zürich tätig. Zuvor arbeitete er als Redakteur bei Radio Top.

Publicis Dialog: Neue Kampagne für die Zurich Pensionsplanung

Die Agentur Publicis Dialog begleite mit einer Kampagne die Bekanntmachung diverser Pensionsplanungs-Anlässen der Zurich Pensionsplanung Schweiz. In regionalen Printmedien wurde eine Serie von 5 Anzeigen in einer Ausgabe geschaltet.

Die Agentur Publicis Dialog begleite mit einer Kampagne die Bekanntmachung diverser Pensionsplanungs-Anlässen der Zurich Pensionsplanung Schweiz. Mit einer Anspielung auf den Jugendwahn der Gesellschaft zeige die Kampange Methoden, mit denen das Alter optisch korrigiert werden könne, so die Agentur. Begleitet ist das Sujet vom Claim «Selbst wenn man jünger wirkt, als man eigentlich ist, helfen keine Tricks, wenn es um die Altersvorsorge geht».
In regionalen Printmedien wurde eine Serie von 5 Anzeigen in einer Ausgabe geschaltet. Zuerst ein klassisches Inserat Rund um das Thema Vorsorge. Zwei Seiten weiter eine Kombination von Teaser und Auflösung als Einladung für den Pensionsplanungs-Anlass. Nach zwei weiteren Seiten vertieft eine Publireportage das Thema.

Verantwortlich bei Zurich Schweiz: Sandra Brahm (Marketing Communications), Kathrin Schünemann
(Head of Advertising / Branding). Karin Werer (Head of Marketing Communications), Daniel Kohler (Head of Strategic Marketing BU Life). Verantwortlich bei Publicis Dialog: Folker Wrage (Creative Director), Suzanne Friedli (Art Direction), Georg Wirth (Grafik), Oliver Gisi (Konzept/Text), Roman Steinacher, Christina Popa (Beratung), Adrian Häni, Jens Behmann, Sara Bieri (DTP), Fabio Clerici (Bildbearbeitung), Romeo Bucceroni (Produktion). Verantwortlich bei Optimedia: Malte Haenel (Mediaplaner)

Konsumenten haben grossen Einfluss auf die Online-Reputation

Im Web publizieren Konsumenten oder Angestellte ihre Zufriedenheit oder ihren Unmut zu Produkten, zu Firmen. Solche Äusserungen müssen in den Suchmaschinen, Blogs oder Social-Media-Plattformen verfolgt werden. Von Imre Sinka, Inhaber und Geschäftsführer der Web-Agentur .pulse in Zürich. Wenn der Unmut des Marktes eine Firma unvorbereitet trifft, können empfindliche Image- und Umsatzeinbussen daraus resultieren.

Jedermann kann im Web in Blogs und Foren, auf Social-Media-Plattformen (Facebook), durch Produkte-Bewertungen auf Amazon.de oder Codecheck.info seine Meinung publizieren. Diese Meinungen sind wiederum vorne in Google & Co. zu finden, von wo aus sie sich weiter verbreiten und Kaufentscheide beeinflussen:
– Für 76 Prozent der Online-Käufer sind die Suchmaschinen wichtigste Informationsquelle bei einem Kaufentscheid.
– 31 Prozent des Umsatzes von Tourismusunternehmen werden online recherchiert und offline gebucht.
Dass sich der Kunde bei der Entscheidungsfindung nicht nur auf Anbieter-Informationen abstützt, braucht nicht weiter ausgeführt werden.
Motrin ging übers Wochenende in die Knie
Die Online Brand Reputation wird wesentlich durch Meinungen und Äusserungen beeinflusst. Schenkt ein Unternehmen der Online Reputation keine Beachtung, kann es einen Image- und Umsatzverlust erfahren. So geschehen beim US-Tochterunternehmen McNeil von Johnson & Johnson. Im September 2008 brachte es Motrin als Medikament gegen Rückenschmerzen für junge Mütter auf den Markt. Sechs Wochen nach Kampagnenstart waren der Spot und Motrin in den USA, unbemerkt von McNeil, ein nationales Thema.
An einem Freitagabend äusserte sich eine Mutter in ihrem Blog negativ über die Aussagen im Motrin-Spot. Damit löste sie die «Motrin Mom»-Welle aus. Eine prominente Bloggerin wurde auf das Thema aufmerksam und hat darüber getwittert. Innerhalb von zwei Stunden wurden 5’000 Tweets von 1000 Personen abgesetzt. Übers Wochenende wurden die Anti-Mortin-Tweets zu einem 9-Minuten-Video zusammengeschnitten und auf YouTube publiziert. Der Anti-Motrin-Spot wurde 95’000 Mal angesehen, 5’900 Blog-Beiträge wurden publiziert. Bereits am Sontag war die Motrin-Kampagne in den grossen US-Medien ein Thema. Die Anti-Motrin-Welle hat die Firma McNeil im Schlaf erwischt, so dass ihr nichts anderes übrig blieb, als die Website und die Kampagne abzuschalten.
Nicht der TV-Spot war der Fehler von Motrin, sondern dass die Brand Reputation nicht beachtet wurde. Vor den Augen aller hat sich eine Katastrophe ausgebreitet, und niemand war darauf vorbereitet. Ein professionelles Brand-Reputation-Management, das den Markt beobachtet, die Aussagen analysiert und gezielt reagiert, hätte einen grossen Schaden verhindert.

Alltagstaugliche Lösungen für das Communications Controlling

Im Communications Controlling zeichnet sich eine Trendwende ab.

Lange wurde die Diskussion über grundlegende Themen wie Messbarkeit der Kommunikation, der richtige Systemansatz oder die Akzeptanz unter Kommunikationsfachleuten geführt. An der zweiten Fachtagung «Communications Controlling» an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich wurde jedoch anschaulich demonstriert, dass mittlerweile zahlreiche alltagstaugliche Instrumente für ein Communications Controlling zur Verfügung stehen, von der relativ einfachen Prozess-Erfolgskontrolle bis zu komplexen Multi-Stakeholder-Kennzahlen.
Interesse an Communications Controlling steigt
Am Donnerstag, 18. Juni 2009, führte das Kompetenz-Zentrum Kommunikation der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich zum zweiten Mal seine Communications-Controlling-Fachkonferenz durch, diesmal unter dem Titel «Erfolgskontrolle in der Praxis». Der Anlass wurde durch das Engagement der Sponsoren Wemf, Farner Consulting und Convento ermöglicht. «Mit über 90 Teilnehmenden liegen wir deutlich über dem Interesse der Erstdurchführung. Auch dies ist für mich ein Indiz, dass das Thema immer mehr Kommunikationsfachleute ernsthaft bewegt», meinte Cyril Meier, Leiter HWZ Center for Communications und Verantwortlicher für die Veranstaltung.
In seiner Begrüssung strich er hervor, dass sich gerade die HWZ mit ihrer langjährigen Tradition der Wirtschafts-Aus- und -Weiterbildung verpflichtet fühle, sich dem Thema der wirkungsorientierten Kommunikation und ihrer Messung anzunehmen. Denn Corporate Communications werde von den Geschäftsleitungen erst dann als eine wertschöpfende Unternehmensfunktion akzeptiert, wenn sie in ihren Erfolgen messbar werde.
In ihrem Eingangsreferat zeigte Prof. Dr. Diana Ingenhoff, Universität Fribourg, anhand des Beispiels Telecom Austria eindrücklich auf, dass und wie die in den letzten Jahren erarbeiteten theoretischen Konzepte für die praktische Anwendung taugen. Erfreulich auch, dass sich die Wissenschaft im deutschsprachigen Raum zunehmend auf eine einheitliche Terminologie, Definitionen und Systeme stützt. Dies erleichtert den Zugang für Kommunikatiospraktiker enorm.
Dr. Christian König, CEO von Farner Consulting, betonte in seinem unterhaltsamen und launischen Anschlussreferat, wie wichtig die Anstrengungen der Kommunikationsfachleute seien, messbar zu werden. Dies bedinge jedoch zuerst ein differenziertes, realistisches Bewusstsein über Zielgruppen, Botschaften und kommunikative Wirkungsziele. Überdies warnte er davor, Controlling im Kommunikationsbereich zu forcieren, solange für die anderen Disziplinen der Unternehmensführung wie Legal oder Human Resources nicht Gleiches gelte.
Dr. Erich Wohlfahrt, Bayer, zeigte am Schluss der Tagung am Beispiel der Integration von Schering in Bayer, welche Erkenntnisse für ihre wirkungsvolle und effiziente Arbeit Kommunikationsfachleute durch ein praxistaugliches System des Communications Controlling gewinnen konnten. Seine Erfahrungen fasste er folgendermassen zusammen: «Bei der Einführung von Communications Controlling empfehle ich, mit überschaubaren Projekten anzufangen, bevor man sich an Gesamtsysteme wagt.»
Von den Teilnehmenden sehr geschätzt wurden die fünf parallel durchgeführten Break¬out-Sessions, in denen praxiserprobte Instrumente des Communications Controlling vorgestellt und diskutiert wurden. Es präsentierten Harald Amschler, Bereichsleiter Forschung, Wemf, René Grossenbacher, Geschäftsführer Publicom, Rainer Maasen, Geschäftsführer der Convento GmbH, Horst Pütz, Geschäftsführer MCCOM Consulting GmbH, und Christoph Spengler, Gründer und Managing Director der Accelerom, Zürich
Andreas Jäggi
Stimmen zur Fachtagung
Dr. Albert Halter von SIX Group: «Wir haben in unserem Unternehmen zahlreiche neue Kommunikationsmassnahmen eingeführt. Die Erfolgsmessung in verschiedenen Bereichen stellt einen nächsten wichtigen Schritt dar. Die Veranstaltung vermittelte dazu interessante Anregungen aus Theorie und Praxis.»
Cyril Meier, Leiter HWZ Center for Communications: «Die heutige Tagung bestätigt, dass mittlerweile zahlreiche alltagstaugliche Instrumente für ein Communications Controlling zur Verfügung stehen, von der relativ einfachen Prozess-Erfolgskontrolle bis zu komplexen Multi-Stakeholder-Kennzahlen.»
«Die SBB messen einem systematischen Controlling der Kommunikation in Zukunft eine grosse Bedeutung bei, und ein entsprechendes System ist in Planung. Mich interessieren natürlich besonders die Möglichkeiten im Bereich der Medienresonanzanalyse. Ich erhoffe mir davon konkrete Inputs zur weiteren Verbesserung unserer täglichen Medienarbeit», meinte Danni Härry, Pressechef der SBB.
Peter Kern, UBS Investment Bank: «Besonders in Zeiten der knapper werdenden Kommunikationsbudgets ist Controlling sehr wichtig, wenn es darum geht, die Ressourcen optimal einzusetzen.»
Fabiola Thomman, HWZ, Tagungsorganisation: «Die zahlreichen Anmeldungen zur Zweitdurchführung der Fachtagung unterstreichen die zunehmende Bedeutung, die das Thema für die Kommunikationsverantwortlichen hat.»

Praxisbeispiele für 2010 in Evaluation
Die nächste schweizerische Fachtagung Communications Controlling ist für den 17. Juni 2010 geplant und wird wiederum an der HWZ durchgeführt. Die Veranstalter möchten den Teilnehmenden auch dann wieder Einblicke in aktuelle Beispiele des Controlling in der Organisationskommunikation zeigen. Wer die Gelegenheit nutzen will, seine Erfahrungen zu teilen, kontaktiert [email protected].

Emotionen am POS

Düfte, Bilder, Musik: Moodmountain bietet multisensorische Gesamtlösungen für den Verkaufspunkt.

Vor dem Laden zieht eine Videowall die Konsumenten magnetisch an. Dann findet der potenzielle Kunde im Eingangsbereich einen Touchscreen. Die interaktive Informationssäule verlockt zum Verweilen und gibt dem Käufer das Gefühlt, im richtigen Geschäft gelandet zu sein. Der moderne Touchscreen ersetzt auf sehr trendig wirkende Art die langweiligen Wegweiser, welche die Kunden früher in die verschiedenen Abteilungen gelotst haben. In diesen wird der Kunde heute inmitten einer attraktiven Dekoration mit zielgruppengerechter Musik empfangen. Das Grundlicht ist gedämpft wie in der Lounge beim Apéro. Beim POS erstrahlt aber ein Produktvideo in vollem Glanz. – Der Laden als multimediale Erlebniswelt.
Beim Einkaufen reagiert der Mensch bewusst und gleichzeitig unbewusst. Der Preis ist entscheidend, sagt die vernünftige Seite im linken Hirn. Die rechte Hirnhälfte hört auf die Musik und prüft, ob das Ambiente stimmt. Ist der Kunde entspannt, lässt er sich eher auf ein Gespräch mit dem Verkäufer ein. Das sind sensorische Marketingtools, mit denen die Sinnesebenen angesprochen werden.
Der heute in allen Läden zur Norm gewordene Trend ist in den 70er-Jahren aufgekommen mit der Fahrstuhlmusik. Warenhäuser wurden bewirtschaftet mit Tonbändern und Kassetten. Diese sind in einer Kopierstrasse regelmässig neu bespielt worden. Als Pionier in diesem Nischenmarkt hat sich schon früh ein Unternehmen in Spreitenbach einen Namen gemacht.
Fünfzig Jahre Erfahrung
Moodmountain ist 1958 noch unter dem Label Europhone gegründet worden. Dieser Begriff leitete sich vom Phonographen ab. Das Unternehmen startete mit einfachen Musiklösungen für Verkaufsflächen und Geschäftsräume. 1991 ist die Firma von Richard Koch übernommen worden. Der neue Besitzer hat sukzessive expandiert und Europhone in die Welt der neuen Technologien eingebracht. Aus den Tonbändern wurden CD-Player und im digitalen Zeitalter schliesslich Netzwerklösungen mit Harddisk-Systemen. Dem erweiterten Angebot entsprechend wechselte zu Beginn des Jahres 2009 auch der Name zu Moodmountain.
Mood ist ein Wort, das alle Stimmungen abdeckt. Mountain ist Ausdruck für das Solide der Firma und Swissness. «Der Begriff spiegelt viel besser unsere Welt der Emotionen», meint Markus Coradi. Neben Besitzer Richard Koch, der inzwischen als Verwaltungsratspräsident wirkt, ist Coradi mit dem neuen Auftritt auch zum neuen CEO des Unternehmens ernannt worden. Eingestiegen ist er als Leiter Marketing und Verkauf. Vor Moodmountain war Coradi bei Sunrise, Phonehouse und vorher elf Jahre in der Musikindustrie – zum Beispiel als Geschäftsleiter bei City Disc und auch in der Plattenindustrie zuletzt als Verkaufsleiter bei Warner Music. Diesen musik¬afinen Background hat Coradi ergänzt mit einem berufsbegleitenden Studium der Betriebswirtschaft. Dazu machte er am SAWI den eidgenössisch diplomierten Marketingleiter.
Internationales Netzwerk
Der neue Name Moodmountain zeigt natürlich auch einen Bezug zur international tätigen Mood Media Group. Seit 15 Jahren arbeiten die Schweizer mit dieser weltweit tätigen Partnerfirma zusammen. Mood Media ist in 35 Ländern aktiv und bewirtschaftet in mehreren Kontinenten 110 000 Standorte mit Musik sowie über 5000 Geschäfte mit Video-Lösungen. Die ganze Gruppe generiert 150 Millionen Franken Umsatz pro Jahr und beschäftigt weltweit 500 Mitarbeitende. «Wir sind in einem Nischenmarkt aktiv, dort aber klarer Marktleader», erklärt Coradi.
Über ihren Partner Mood Media kann Moodmountain von der Schweiz aus auch internationale Projekte abwickeln, sei es für die Gastrokette Marché oder Mövenpick Hotels wie kürzlich in Finnland, Ungarn oder Österreich. Solche Aufträge werden von der Schweiz aus koordiniert und mit den lokalen Partnern vor Ort installiert. Moodmountain vertreibt auch die speziell entwickelte Hardware von Mood Media.
Eine weitere Partnerschaft ist Moodmountain mit Gadget eigegangen. Dieses Unternehmen im Veranstaltungsbereich und Künstler-Management realisiert für Moodmountain Audiospots und Geräuschkulissen. Ambius ist Partner im Bereich Beduftungssysteme. Dieser internationale Lieferant gehört zur Rentokil-Gruppe und «beduftet» etwa 500 Objekte in ganz Europa – vom Parkhaus über Casinos bis zu Einkaufscentern und Detailhandelsflächen. Hier werden zum Beispiel Umkleidekabinen mit frischem Duft versorgt, um unangenehme Gerüche zu eliminieren. In Toiletten wird gerne Grapefruit oder Blumenduft eingesetzt. Düfte mit mehr technischer Assoziation können sich im Übergang von einem Parkhaus zur Mall in einem Einkaufscenter finden. Alle diese Düfte werden aber «extrem diskret» eingesetzt. Ein paar Tropfen des Aromas werden auf Nano-Ebene komprimiert und schweben dann mit der Luftzirkulation in die gewählten Räumlichkeiten. Meis-¬tens wird auch nicht die ganze Fläche bewirtschaftet, sondern nur der Eingangsbereich. «Wir passen auf, dass keine Übersättigung stattfindet», erklärt Coradi. In diesem Sinn soll ein Duft auch gar nicht bewusst wahrgenommen werden. «Es muss einfach gut riechen.»
Eine wichtige Partnerschaft pflegt Moodmountain auch mit Dimension 3. In diesem Verbund von verschiedenen Kleinunternehmern wie Architekten, Designern und Innendekorateuren kümmert man sich vor allem um Ästhetik. Einer bringt Begrünungen, der andere das Dekor und Moodmountain die Musik, die Bilder oder den Duft. So entsteht ein komplexes sinnliches Umfeld. Viele Kunden sind Moodmountain schon seit mehr als zehn Jahren treu geblieben, «weil sie mit dem Service zufrieden sind», wie Coradi sich freut. Zu den wichtigsten Referenzen zählen Denner, Migros, H&M, C&A, Volg, Globus, Marché, Mövenpick, Valora, McDonald’s, Tchibo sowie UBS und viele mehr.
Fullservice aus einer Hand
Moodmountain beschäftigt zwölf Mitarbeitende. Neben den Servicetechnikern, die in der ganzen Schweiz unterwegs sind, wirken in Spreitenbach eine Marketing-Abteilung, das Content-Management sowie die Projektmanager. Diese zeichnen Schemas und Deckenpläne: Wo kommen die Lautsprecher hin? Was gibt es für Systeme? Verstärker? Wie werden die Evakuierungssysteme integriert? Wie muss das Ganze verkabelt und geschaltet werden? Wenn diese Planung fertig ist, werden in einer grossen Werkstatt in Spreitenbach die Apparate zusammengebaut, ausgeliefert und schliesslich vor Ort installiert. Zu diesem Fullservice gehört natürlich auch eine umfassende Betreuung nach dem Verkauf. Garantiert wird diese mit schnellen Reaktionszeiten, Servicetechnikern und kundennahem Key-Account-Management.
Lanciert ein Unternehmen eine Kampagne, können am POS synchron dazu die Werbespots geschaltet werden. «Das machen wir für die Migros sehr intensiv», erklärt Coradi. In den Läden der Genossenschaft Zürich wird so wöchentlich Werbung für die Aktionen oder Aktivitäten vom Migros-Kulturprozent geschaltet. «Dieser Bedarf in der POS-Werbung wird sich noch stärker entwickeln», ist Coradi überzeugt. Moodmountain möchte in Zukunft für solche ganzheitlichen POS-Konzepte vermehrt auch mit Werbe- und Brandingagenturen zusammenarbeiten.
Möglich sind bereits heute Werbeaktionen zum Beispiel bei Detailhändlern, wo Lieferanten einen extra produzierten Spot schalten lassen. Bei solchen Einsätzen ist die Synchronisation zwischen der ständig laufenden Musik und dem Ton der Werbung sehr wichtig, besonders wenn noch Video-Content integriert ist. Da zahlt es sich aus, wenn alles vom gleichen Anbieter kommt und damit zentral von einem Computer gesteuert wird.
Die Technologien von Moodmountain sind immer auf dem neusten Stand. «Wir haben also einen hohen Qualitätsanspruch bei den Produkten und profilieren uns ergänzend durch den umfassenden Fullservice, d.h. von der Beratung, Planung, Realisierung bis hin zum After Sales. Dieser Vorteil wird von unseren Kunden sehr geschätzt», erklärt Coradi.
Massgeschneiderte Programme
Am meisten Projekte oder rund 70 Prozent von Moodmountain werden im Umfeld des Retails abgewickelt. Dann kommt die Gastronomie mit 10 Prozent. Einen ähnlichen Anteil erreichen Einkaufszentren/Bürogebäude und öffentliche Anlagen zum Beispiel für die SBB.
Seit 2001 eine international gültige Norm die Anforderungen an Notfall-Warnsysteme regelt, finden sich auch Evakuierungssysteme im Portfolio von Moodmountain. Oft können solche Beschallungs-s¬ysteme für Notfälle mit den Anlagen zur Unterhaltung gekoppelt werden. Eine andere Diversifizierung ist Kids Entertainment. Hier werden Kinderkinos und Spielecken eingerichtet, wo sich die Kids zum Beispiel an Touch-Terminals mit anspruchsvollen Spiel- und Quizprogrammen unterhalten können, während ihre Eltern ganz entspannt am Einkaufen sind.
Moodmountain arbeitet mit Originalmusik und kauft dazu die Lizenzen. Der Kunde muss mit der Sui¬sa Gebühren abrechnen je nach Grösse seiner Verkaufsfläche. Der Content, der von erfahrenen Musikexperten in Spreitenbach zusammengemixt wird, präsentiert sich am Morgen meistens völlig anders als über Mittag und am Abend – aber jeweils innerhalb des gesamten Sound-Design-Konzepts, das mit dem Kunden zusammen definiert wird. Pro Verkaufsfläche können mithilfe der Computersteuerung auch verschiedene Musikkonzepte definiert werden. Dance oder Rock in der jungen Modeabteilung, Loungemusik in der Parfümerie und «Mainstream» beim Eingang. Veranstaltet ein Unternehmen wie zum Beispiel das Warenhaus Globus eine Südafrikawoche, dann speist Moodmountain die südafrikanische Musik dazu ein. Je nach Dominanz der POS-Promotion variiert die Anzahl der Songs pro Stunde – damit die Mitarbeitenden sich nicht gestört fühlen. «Diese Faktoren müssen auch mit einbezogen werden», weiss Coradi.
Moodmountain kann die Musik für Filialketten wie Migros oder Denner zentral von Spreitenbach aus über ein Satellitensystem liefern. Möglich sind auch Streaming-Lösungen über das Internet. Im Angebot sind 80 verschiedene Musikprogramme. Dafür werden die CDs in eine Datenbank (über 6 Millionen Songs) aufgenommen und gelinkt nach 700 verschiedenen Kriterien – Stilrichtung, mit Stimme, ohne Stimme, weiblich, männlich, Trompete, Schlagzeug oder auch Anzahl Beats pro Minute.
Um das Programm zu bestimmen, setzen sich die Spezialisten von Moodmountain mit dem Marketing und dem Verkauf ihres Kunden zusammen und bestimmen dann der Kommunikations- und Verkaufsstrategie entsprechend das multisensorische Konzept für Musik, Video oder Duft. «Solche professionellen Systeme sind ein gutes Differenzierungstool gegenüber den Mitbewerbern im Markt», ist Coradi überzeugt. Dazu kommt: Die Ladenaufenthaltsdauer wird länger, der Kunde fühlt sich wohl. «Er wird unterhalten und lernt etwas mit den Infos über die Screens.» Bleibt der Kunde länger, kauft er natürlich auch mehr ein. Die multisensorischen Gesamtlösungen von Moodmountain fördern deshalb den Umsatz. Dazu wird auch die Marke gestärkt, denn mit den visuellen Komponenten nimmt der Kunde auch die Brandingelemente bewusst wahr, Musik und Duft wirken eher unbewusst. Moodmountain ist deshalb überzeugt: «Wenn es dem Kunden im Laden gefällt, vermittelt ihm das von der Wahrnehmung her ein gutes Image des Unternehmens, und er kommt deshalb auch wieder zurück.»
Andreas Panzeri
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Markus Coradi ist neu CEO
bei Moodmountain in Spreitenbach.

Pfannenfertiger Auftritt für Rösti + Partner

Das Unternehmen Rösti + Partner hat die Agentur am Flughafen mit ihrem neuen Auftritt beauftragt. Der Name wurde gleich zum Programm gemacht. So tritt Rösti + Partner neu mit dem Claim «Pfannenfertige Architektur- und Baulösungen» sowie Rösti-Key-Visuals auf.

Das Unternehmen Rösti + Partner hat die Agentur am Flughafen mit ihrem neuen Auftritt beauftragt. Der Name wurde gleich zum Programm gemacht. So tritt Rösti + Partner neu mit dem Claim «Pfannenfertige Architektur- und Baulösungen» sowie Rösti-Key-Visuals auf.
Die Kampagne ist ab sofort in Inseraten, einem Internetauftritt sowie in einer Broschüre zu sehen.
Verantwortlich bei Rösti + Partner, Aarau: Matthias Rösti (Inhaber). Verantwortlich bei Agentur am Flughafen, Altenrhein: René Eugstair (Creative Direction), Dominique Rutishauser (Art Direction), Benita Sutter (Grafik), Désirée Schmid (Text). Fotografie: Hans Scherrer, Rorschach.

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Verlagsmanager üben den Spagat

Der Verband Schweizer Presse führte im März 2009 zum ersten Mal eine Trendbefragung unter 137 Verlagsfachleuten durchgeführt. Ihre derzeitige Hauptherausforderung sehen sie darin, trotz aktuellem Spardruck neue Ideen und Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Bei der Online-Befragung im März 2009 wurden 137 Führungskräften in Deutschschweizer Medienhäusern aktuelle Branchen-Entwicklungen und Prognosen zur Beurteilung vorgelegt,. Das Resultat soll als Orientierungshilfe dienen. «In unsicheren Zeiten kursiert eine Vielzahl von Trendaussagen. Der Verband wollte wissen, wie sich die Experten aus den eigenen Reihen zu diesen Prognosen stellen», schreibt dazu Josefa Haas, Leiterin der Medieninstituts. Haas hatte die Studienanlage konzipiert, die Publicom hat sie durchgeführt.
Unter den vorgelegten Thesen fanden folgende die höchste Zustimmung der 137 Führungskräfte: 96 Prozent sind der Meinung, dass Kooperationen zwischen Medienunternehmen noch zunehmen werden. Je 94 Prozent glauben, dass multimedialen Angeboten die Zukunft gehört und dass Kunden weiterhin bereit sind, für qualitativ hochwertige redaktionelle Leistungen zu bezahlen. Die These hingegen, wonach es im Jahre 2025 keine gedruckten Medien mehr geben wird, fand kaum Zustimmung (22 Prozent). 24 Prozent meinen, dass Inhalte von Nutzern künftig publizistische Angebote ersetzen werden. Und immerhin ein gutes Viertel (26 Prozent) der Befragten glaubt, dass die Attraktivität des publizistischen Umfelds für Werbung massiv sinken wird.
Für 86 Prozent der Antwortenden steht das Senken von Kosten derzeit im Vordergrund. Immerhin 13 Prozent halten dies aber für «nicht dringlich». Dazu passt, dass derzeit 76 nicht daran denken, ein neues Print-Angebot zu lancieren, während 24 Prozent tendenziell darauf drängen («dringlich» oder «sehr dringlich»). Thesen, bei denen Befürworter (+) und Gegner einander mehr oder weniger die Waage halten, lauten wie folgt: neue publizistische Angebote lancieren (+: 47%), Ausbildung der Verlagsleute verbessern (+: 45%), Ausbildung der Journalisten verbessern (+: 43%), Newsroom-Konzepte umsetzen (+: 42%).
Trotz Sparwut ist auch den Managern klar, dass es neue Ideen braucht. Während 68 Prozent der Befragten dafür plädieren, aufs Kerngeschäft der Inhalteproduktion zu fokussieren, glauben bloss 61 Prozent daran, dass sich professionelle journalistische Leistung auch weiterhin über Werbung und Verkauf finanzieren lässt. 45 Prozent geben gar an, dass alternative Finanzierungsformen an Bedeutung gewinnen werden. Immerhin 79 Prozent sind aber der Meinung, dass für den Werbemarkt neue Angebote entwickelt werden sollen. 87 Prozent wollen dabei die neuen Technologien und Plattformen nutzen. Und 81 Prozent sind auch bereit, dafür Kooperationen einzugehen. Bleibt die Gretchenfrage, ob der Staat zusätzlich zu Lokal-Radio und -TV künftig noch weiterer Medienformen unterstützen soll? 70 Prozent der Verlagsfachleute lehnen dies ab, 32 Prozent sogar vehement.
Für die Umfrage wurden 267 Führungskräften jener Deutschschweizer Medienhäuser angeschrieben, die auch Mitglied des Verbandes Schweizer Presse sind. 137 Führungsleute, darunter 20 Frauen, haben geantwortet. Das Durchschnittsalter der Antwortenden beträgt 49 Jahre. An der Umfrage beteiligten sich 60 CEO, 36 Mitglieder von Geschäftsleitungen sowie 26 Abteilungs- und Bereichsleiter. 63 Personen kommen aus Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden, 40 aus Unternehmen mit 51 bis 500 Mitarbeitenden und 35 aus grösseren Unternehmen. Der Verband beabsichtigt, diese Umfrage regelmässig durchzuführen.
Markus Knöpfli

Flop der Woche: Rückschlag für Digitalradio DAB+

Die digitale Radiotechnologie Digital Audio Broadcast DAB+ hat letzte Woche einen starken Rückschlag erlitten. Einerseits hat der Verband Schweizer Privatradios VSP seinen Mitgliedern geraten, sich bald für eine digitale Verbreitungstechnologie zu entscheiden, und dabei aus finanziellen Gründen klar die günstigere High-Definition-Technologie HD-Radio unterstützt.

Die digitale Radiotechnologie Digital Audio Broadcast DAB+ hat letzte Woche einen starken Rückschlag erlitten. Einerseits hat der Verband Schweizer Privatradios VSP seinen Mitgliedern geraten, sich bald für eine digitale Verbreitungstechnologie zu entscheiden, und dabei aus finanziellen Gründen klar die günstigere High-Definition-Technologie HD-Radio unterstützt. Ausserdem hat sich die deutsche Fachbereichsversammlung Radio und Audio-dienste des Verbandes Private Rundfunk und Telemedien VPRT gegen die für Herbst 2009 geplante Einführung von DAB+-Radio in Deutschland ausgesprochen. Finanzielle Überlegungen spielen bei beiden Empfehlungen eine zentrale Rolle. In den Schweizer Haushalten und Autos sind im Moment etwa 20 Millionen UKW-Radios vorhanden. Im Vergleich dazu: Lediglich 30 000 Empfänger der veralteten DAB-Technik und eine unbekannte Anzahl von neueren DAB+-Geräten sind in Betrieb. Der VSP schliesst sich dem deutschen VPRT an, der vor einem Ausstieg aus der UKW-Technologie warnt, da dies den privaten Radiounternehmen die Geschäfts- und Lebensgrundlage entziehe und Investitionen und Arbeitsplätze vernichten würde.

Polyconsult-Kampagne gegen Littering

Polyconsult macht mit einer Kampagne das Bussenreglement gegen Abfallsünder bekannt. Die Berner Werbeagentur wurde mit der Aufgabe betraut, eine Kampagne zu entwickeln, um die Bevölkerung auf die strengeren Kontrollen aufmerksam zu machen.

Polyconsult macht mit einer Kampagne das Bussenreglement gegen Abfallsünder bekannt. Bereits seit dem 1. Juni 2004 besteht in Bern eine neue Bussenordnung für Abfallsünder, die jedoch bis anhin kaum durchgesetzt wurde. Ab 1. Juli 2009solle sich dies nun ändern, schreibt die Agentur in einer MItteilung. Die Stadt verschärft die Kontrollen und verhängt vermehrt Bussen gegen Abfallsünder. Die Berner Werbeagentur wurde mit der Aufgabe betraut, eine Kampagne zu entwickeln, um die Bevölkerung auf die strengeren Kontrollen aufmerksam zu machen.
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