Allianz Suisse wechselt den Markennamen auf Elvia

Allianz Suisse lanciert eine neue Digitalstrategie. Im Rahmen dieser Strategie wird der Versicherer ab Februar 2016 neu unter der Marke Elvia auftreten, wie die Tochter der deutschen Allianz-Gruppe am Montag mitteilt.

Elvia löst die bisherige Direktmarke Allianz24 ab. Gleichzeitig soll auch der Angebots- und der Abschlussprozess von Versicherungsprodukten im Internet vereinfacht werden. «Eine Befragung hat gezeigt, dass der Kunde nicht unterscheidet zwischen der Hauptmarke Allianz und Allianz24. Das hat zum Teil zu Verwirrung geführt», begründet Marketingchef Thomas Wegmann das Rebranding. Derweil verfüge Elvia in der Schweiz bereits über einen «sehr grossen Bekanntheitsgrad», sagte Wegmann weiter. Für die Bestandskunden von Allianz24 ändere sich bis auf den neuen Namen nichts. Produktportfolio und Preisgestaltung bleiben unter dem Elvia-Auftritt unverändert. (SDA)

Goldschef und Steiner: Kutschenfahrt mit Denner

Denner lud in Zürich zu romantischen Kutschenfahrten ein und sorgte so für weihnachtliche Stimmung bei den Kunden. Verantwortlich für die Aktion zeichnet die Agentur Goldschef und Steiner.

Staunende Gesichter und grosse Augen am Freitagnachmittag bei der Denner Filiale an der Josefstrasse. Vier Pferdekutschen stehen vor der Filiale für die Kundschaft bereit. Engel und Samichlaus laden die Denner Kunden auf eine weihnachtliche Kutschenfahrt durch Zürich ein. Vier Destinationen in der näheren Umgebung wurden mit den weihnachtlich geschmückten Kutschen angefahren und verkürzten Jung und Alt – auf eine aussergewöhnliche Art – den Weg nach Hause. Goldschef und Steiner realisierte für Denner die sympathische Aktion, um sich bei den Kunden für ihre Treue zu bedanken.

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Verantwortlich bei Denner: Petra Gayko (Leiterin Marketingkommunikation), Sabine Gassmann (Projektleiterin Marketingkommunikation). Verantwortlich bei Goldschef und Steiner: Pamela Gemperli (Projektleiterin). Verantwortlich bei Dreiplus: Michi Egger (Leiter Dreiplus Montagen), Myriam Assfalg (Werbearchitektin).
 

Tourismusregionen setzen auf Gäste von ausserhalb Europas

Die touristischen Prognosen für die kommende Wintersaison sind düster. Dennoch blicken das Berner Oberland und die Innerschweiz verhalten optimistisch nach Vorne. Ihr Erfolgsrezept sind Gäste aus Ländern ausserhalb der Eurozone.

Die Tourismusverantwortlichen im Berner Oberland wie in der Innerschweiz sagen gegenüber der Nachrichtenagentur SDA übereinstimmend, die Buchungssituation über die Festtage sei sogar leicht besser als im vergangenen Jahr. «Unsere Hotels sind bis zu 80 Prozent ausgelastet», meint Sibylle Gerardi, Leiterin Kommunikation von Luzern-Vierwaldstättersee Tourismus. Auch für Harry John, Tourismusdirektor des Kantons Bern, ist das Glas halbvoll: «Wir gewinnen Marktanteile.» Dieser verhaltene Optimismus erstaunt, denn wie überall fehlt auch in diesen Regionen der Schnee. Zudem ist der Franken im Vergleich zum Euro nach wie vor sehr teuer. Beides sind Herausforderungen, die dem Schweizer Wintertourismus zusetzen. «Natürlich sind Wetter und Schneeverhältnisse wichtig, weil die immer kurzfristigeren Buchungen vor allem nach den Festtagen erst zu rattern beginnen, wenn auch im Unterland Schnee liegt», räumt John ein. So sei es zwar kalt genug um die Pisten in den Bergregionen künstlich zu beschneien. Aber weil der Schnee im Unterland bisher ausgeblieben ist, zieht es die Gäste auch nicht in die Skigebiete. Hinzu kommt, dass die kommende Wintersaison zwei Wochen kürzer ist als die letzte, weil Ostern 2016 bereits Ende März ist. Das sind Faktoren, die die Tourismusanbieter kaum beeinflussen können.

Wichtige Rolle des Marketing

Einen Einfluss haben sie jedoch auf ihr eigenes Marketing und damit langfristig auf ihre eigene Gästestruktur. So setzen die Innerschweiz und das Berner Oberland seit Jahren auch auf Gäste ausserhalb des Euroraums. Das Oberland besuchen neben Schweizern mit einem Anteil an den Logiernächten von 50 bis 60 Prozent, vor allem Touristen aus England und den USA mit einem Anteil von über 10 Prozent. Und diese internationalen Gäste kompensieren in der angelaufenen Wintersaison laut John den Rückgang bei Gästen aus Deutschland und den Beneluxländern. Denn für diese beiden Gästegruppen haben sich mit dem schwachen Euro im Verhältnis zum starken Franken Winterferien in der Schweiz massiv verteuert. Im Berner Oberland kommen rund 12 Prozent der Gäste aus Deutschland. In die Innerschweiz kamen schon im Sommer vermehrt Gäste vor allem aus sogenannten Fernmärkten, aus Amerika und Asien. Mit ihnen seien die Rückgänge bei einzelnen Europa-Märkten ausgeglichen worden, sagt Gerardi. «Eine solche Verschiebung erwarten wir mittelfristig auch für den Winter: weniger Europäer, dafür mehr Gäste aus den Fernmärkten, die dann zunehmend auch Wintersport betreiben.» Ein solcher Mix sei bei der derzeitigen Währungssituation von Vorteil, heisst es aus beiden Regionen.

Schwierigere Situation für Bündner Ferienorte

In Graubünden hingegen, wo mit einem Anteil von 20 Prozent an den Logiernächten die Deutschen die wichtigste ausländische Gästegruppe stellen, rechnen die Touristiker für die kommenden Wintersaison mit rückläufigen Logiernächten. Für die Festtage sei die Buchungssituation zwar zufriedenstellend, sagt Myriam Keller, interimistische Chefin von Graubünden Ferien. Doch: «Ab dem 2. Januar sind die Buchungszahlen derzeit noch unter den Erwartungen.» Wichtig wird auch hier die Schneesituation. Aber mehr noch wird im kommenden Winter «der starke Franken knallhart zuschlagen», sagt Keller. Während sie bei den Schweizern mit Übernachtungen auf Vorjahresniveau rechnet, verzeichnen die grösseren Destinationen in Nordbünden «die grossen Verluste vor allem mit Gästen aus Deutschland, in Südbünden bleiben dazu auch noch vermehrt Italiener weg.»

Bereits im Verlauf der letzten fünf Jahre ist der Anteil der Deutschen im Durchschnitt um 23 Prozent zurückgegangen, doch seit letztem Januar, als die Schweizerische Nationalbank den Euromindestkurs aufgab, hat sich die Situation verschärft: «Die Hälfte dieses Verlustes stammt allein aus diesem Jahr», sagt Keller. Sie rechnet im Winter mit Rückgängen von über 10 Prozent bei den Gästen aus dem Ausland. Demnach kann Graubünden den Rückgang bei Gästen aus dem Euroraum nicht mit anderen ausländischen Gästen kompensieren. Keller will im Marketing deshalb den Fokus noch stärker auf die einheimischen Gäste legen, die mit 60 Prozent der Logiernächte die grösste Gruppe stellen. Im Wallis geben sich die Verantwortlichen wortkarg. Zwar heisst es, dass die Destinationen mit den Buchungen für die Weihnachts- und die Neujahrswoche «mehrheitlich zufrieden» seien. Doch Matthias Summermatter vom Mediendienst Valais/Wallis Promotion räumt ein, dass aufgrund des starken Frankens vor allem weniger Gäste aus dem Euroraum erwartet werden. Zur Gästestruktur und allfälligen Strategien, die Ausfälle bei Gästen aus dem Euroraum zu kompensieren, macht er keine Angaben. (SDA)

Die Appenzeller kommen

Von Engsberg Agentur für PR und Event ist in Zürich gelandet und öffnet in diesen Tagen die Pforten im Haus «zum Herkules».

Aus Steiner Buff Kommunikation wird von Engsberg Agentur für PR und Event. Gleichzeitig mit dem Namenswechsel schlägt die von den beiden Appenzellern, Daniel Steiner und Roman Buff gegründete Agentur ihr Zelt an bester Lage in Zürich auf. «Wir wollen da sein, wo der Bär tanzt und langfristig Kundenbeziehungen in der ganzen Schweiz aufbauen», sagt Daniel Steiner, Geschäftsführer PR.

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Daniel Steiner

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Roman Buff

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Pat von Engsberg

Namensgeberin und Mitinhaberin ist neu eine dritte Appenzellerin: Pat von Engsberg. Sie ist Mitbegründerin und Geschäftsleitungsmitglied der Dialogmarketingagentur Agentur am Flughafen. «Aus einer losen Kooperation ist eine enge Partnerschaft entstanden. Mit der neuen Agentur in Zürich bündeln wir die Kompetenzen in den Bereichen PR, Content Marketing und Event», sagt Pat von Engsberg. Neben dem bestehenden Büro in St. Gallen öffnet von Engsberg in diesen Tagen seinen Hauptsitz an bester Lage in Zürich, im Haus «zum Herkules», an der Oetenbachgasse 26.

Steiner Buff Kommunikation wurde Anfang 2015 gegründet. Der neue Name und der neue Auftritt markieren nun den Start der neuen, fokussierten Geschäftsstrategie. Was sich nicht ändert, ist die appenzeller Leidenschaft, mit der von Engsberg Gesprächsstoff produziert, der die Menschen bewegt.

 

Alibaba kauft traditionelles Zeitungshaus

Der chinesische Internetkonzern Alibaba bezahlt 2,06 Milliarden Hongkong Dollar (261 Millionen Franken) für die Hongkonger Zeitung South China Morning Post.

Die weltgrösste Online-Handelsplattform übernehme dafür das gesamte Mediengeschäft, berichtete die Zeitung am Montag. Der Aufkauf des 112 Jahre alten Hongkonger Zeitungshauses durch den chinesischen Konzern weckt Sorgen über die Unabhängigkeit des Blattes, das bisher als kritisches «Fenster zu China» gilt. Die neuen Besitzer beteuern zwar, die Unabhängigkeit wahren zu wollen, wünschen sich aber eine andere Berichterstattung als in westlichen Medien. Alibaba-Vizechef Joseph Tsai kritisierte Medien, die China «durch eine besondere Brille sehen». «Viele Journalisten, die für westliche Medien arbeiten, dürften mit dem Regierungssystem in China nicht übereinstimmen und das färbt ihren Blickwinkel der Berichterstattung», sagte Tsai. «Wir sehen die Dinge anders.» Er beschrieb die Perspektive von Alibaba als neuem Eigentümer so: «China ist wichtig. China ist eine aufsteigende Wirtschaft. Es ist die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt.» Die Welt solle mehr über China lernen. «Die Berichterstattung sollte ausgewogen und fair sein», sagte Tsai in einem Interview. (SDA)

Zu guter Letzt: Besser als ein Einhorn

Wie toppt man garantiert jedes Weihnachtsgeschenk für die junge, modebewusste Frau? Diese Spots zeigen es.

Von der Schwester bekommt sie ein selbstgemaltes Bild, von der Mutter einen süssen Welpen und vom Freund gar ein Einhorn. Aber die Grossmutter kann das alles noch überbieten:

So die Geschichte des letztjährigen Weihnachtsspots der Taschenmarke Mulberry. Der diesjährige überbietet das nochmal, macht aber auch dieses Jahr deutlich: Eine Tasche von Mulberry ist einfach ein Wunder.

Für beide Spots zeichnete die britische Agentur Adam & Eve DDB verantwortlich. (sis)

Zu wenig Berichte über die lateinische Schweiz

Im Auftrag des Bakom untersuchte Publicom 2014 die SRG-Radioprogramme der Deutschschweiz. Die Studie zeigt: Sie berichten ausgewogen und vielfältig, tragen aber zu wenig zum Austausch zwischen den Sprachregionen bei.

Die SRF-Radioprogramme bieten thematisch breite und vielfältig aufbereitete Informationen. Sie interpretieren den Programmauftrag aber unterschiedlich. Ihre Leistungen zur Förderung der kulturellen Identität werden höher eingestuft als ihr Beitrag zum Austausch zwischen den Sprachregionen.

Hohe Qualität, thematische Vielfalt und Ausgewogenheit

Information gehört zu den Kernkompetenzen von Radio SRF. Dies drückt sich nicht nur im Umstand aus, dass eines der Programme (SRF 4 News) fast ausschliesslich Informationen ausstrahlt und dass weitere SRF-Programme (SRF 1, SRF 2 Kultur) der Information ein sehr hohes Gewicht einräumen. Es zeigt sich auch darin, dass für die formale Aufbereitung dieser Informationen in der Regel ein hoher Aufwand betrieben wird. Insbesondere die wortstarken Programme bemühen sich, Fakten in Zusammenhänge einzuordnen und Hintergründe auszuleuchten. Sie setzen dabei auch auf anspruchsvolle journalistische Formen, Korrespondentenberichte, Experteninterviews oder Reportagen vor Ort. Allerdings gibt es Unterschiede: SRF 3 und SRF Virus konzentrieren Informationen vermehrt auf einfach gebaute Nachrichtenbulletins, in denen primär Fakten vermittelt werden.

Geringer Beitrag zum nationalen Zusammenhalt

Die Konzession verpflichtet die SRG darauf, das Wissen über die jeweils anderen Landesteile zu mehren. Dies ist nur sehr bedingt der Fall. Mit Abstand am meisten Aufmerksamkeit widmen die SRF-Programmschaffenden Geschehnissen im Ausland. Breiten Raum nehmen auch nationale Ereignisse ein. Informationen, die sich mit Ereignissen in der Romandie oder im Tessin befassen, finden sich in den SRF-Programmen – mit Ausnahme von SRF 4 News und SRF Musikwelle – aber kaum.

Insbesondere die italienische Schweiz findet in der Realität der SRF-Programme praktisch nicht statt. Die entsprechenden Anteile liegen – ausser bei SRF 4 News – unter einem Prozent. Systematisch behandelt eigentlich nur SRF 4 News, das dafür ein eigenes Sendegefäss eingeführt hat, die anderen Sprachregionen. Seit 2012 hat die Beachtung der anderen Sprachregionen sogar noch etwas abgenommen. Das von der SRG 2012 angekündigtes Integrationskonzept greift  im Bereich der SRF-Radios (noch) nicht. 

Breit vertretene Schweizer Musik

Die kulturelle Identität stärken die SRF-Radioprogramme einerseits über die Thematisierung von Schweizer Kultur, vor allem aber über die Musik, indem das einheimische Musikschaffen Präsentationsgelegenheiten erhält. Dies ist in allen Programmen, die Musik enthalten, der Fall – wenn auch in unterschiedlichem Ausmass. Es ist aber erkennbar, dass der Berücksichtigung des Schweizer Musikschaffens eine Strategie zugrunde liegt, zumal der Anteil der Schweizer Musik im Vergleich zu den privaten kommerziellen Programmen meistens deutlich höher ist.

Am höchsten ist der Anteil Schweizer Musik im Tagesprogramm von SRF Musikwelle, das die Sparte der Schweizer Volksmusik besonders pflegt. Aber auch SRF Virus bietet Schweizer Musikern eine attraktive Plattform: Jeder dritte gespielte Titel entstammt schweizerischer Provenienz. Auffallend ist auch, dass der Anteil an Schweizer Musik in allen Programmen nach 20 Uhr markant zunimmt.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die SRF-Radios im Bereich der kulturellen Identität ein hohes, wenn auch uneinheitliches Leistungsniveau aufweisen und den medienpolitischen Zielsetzungen wohl besser gerecht werden als hinsichtlich der Integrationsleistungen.
 

Swiss sponsert Schweizer Musiknachwuchs

Die Fluggesellschaft Swiss veröffentlicht im Rahmen eines Sponsoringengagements das Debut-Album «Desert Tune» des dänisch-schweizerischen Duos Karavann - exklusiv auf 10'000 Meter über Meer.

Zusammen mit den Produzenten rund um Roman Camenzind lancieren Adam & Adam für ihren Kunden Swiss eine exklusive Premiere. Während Dezember und Januar kommen die Passagiere der Swiss in den Genuss der warmen Töne von Karavann, einem Produzenten- und Musiker-Kollektiv dessen Köpfe der Däne Tobias Jensen und der Schweizer Fabian Imper sind.

Schon seit geraumer Zeit leistet die Swiss im Rahmen der Plattform «Swiss made» einen Beitrag zur Förderung der Schweizer Musiklandschaft. Alle drei Monate wechselt das Programm und neue aufstrebende Talente der Schweiz erhalten die Chance, ihr Können einem internationalen Publikum unter Beweis zu stellen.

Adam & Adam Unternehmenskommunikation konzipieren und koordinieren die jungen Künstler und sind für PR sowie Beladung dieser speziellen Kanäle auf der Swiss-Flotte verantwortlich.

Verantwortlich bei Swiss: Christine Ringger (Manager Inflight Entertainment). Verantwortlich bei Hit Mill: Roman Camenzind, Fred Herrmann, Tobias Jensen. Verantwortlich bei Adam & Adam: Willi Adam. Fotografie: Heinrich Schnorf
 

Ruf Lanz macht auch Guy Parmelin zum Jugendlichen

Letztes Jahr hat Ruf Lanz im Auftrag des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente (DSJ) eine Kampagne unter dem Motto «Mach die Schweizer Politik jugendlicher» kreiert und die Bundesrätinnen und Bundesräte zu Jugendlichen umgestylt. Nun folgt ein weiteres Sujet.

Medien in allen Landesteilen griffen die freche Kampagne mit Rasta-Doris, Hiphop-Ueli und Hipster Didi auf und generierten einen PR-Wert, der den Mitteleinsatz um ein Vielfaches übertraf (Werbewoche.ch berichtete). Nach der Wahl des neuen SVP-Bundesrates Guy Parmelin haben Ruf Lanz und die Jugendparlamente schnell reagiert und auch ihm ein Sujet gewidmet.

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Es bleibt zu hoffen, dass der neue Bundesrat so viel Humor beweist wie die abtretende Eveline Widmer-Schlumpf. Diese liess den Verantwortlichen augenzwinkernd ausrichten: «Die Botschaft, die Bundesräte und Bundesrätinnen in neue Outfits zu stecken und zu typischen Jugendlichen zu stylen, ist angekommen. Was mich anbelangt, so kann ich mich mit meinem 'neuen Outfit' vollkommen identifizieren.»
 

Zehn Millionen gespart beim Anlegen

Karling bewirbt im Auftrag der Bank Vontobel den Sparvorteil der Finanzplattform Deritrade.

Die Bank Vontobel hat eine Finanzplattform namens Deritrade. Auf dieser können Berater von anderen Banken Anlageprodukte massschneidern und sofort die Vorschläge von sieben Anbietern vergleichen. Wie auf einem Marktplatz kann der Berater das beste Produkt auswählen und dank dem Wettbewerb von besseren Preisen profitieren.

In der Summe haben die Anleger seit der Einführung damit bereits über 10 Millionen Franken an Mehrrendite erzielt, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Karling dramatisiert den Sparvorteil von Deritrade mit einem riesigen Sparschwein auf dem Zürcher Paradeplatz.

Das Einzelsujet erscheint ab sofort in ganzseitigen Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften in der ganzen Schweiz. Das Motiv wird zusätzlich im Web, mit Bannern und an Messen eingesetzt.

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Matter Gretener Lesch spielt Pastorini-Kampagne weiter

Ein paar Bauklötze genügen, und schon werden Kinder zum Architekten, Tramchauffeur oder Zirkusdirektor. Das ist der kreative Gedanke hinter der Kampagne für die Spielzeuggeschäfte von Pastorini.

Matter Gretener Lesch verantwortete bereits die letztjährige Weihnachtskampagne für Pastorini (Werbewoche.ch berichtete). Für den aktuellen Weihnachtsaushang am Zürcher Weinplatz und im Schossacher in Dübendorf hat die Nudge-Agentur ein weiteres Sujet entwickelt: das Polybähnli von Luca, 4, ist ein einfacher roter Bauklotz. Ganz im Sinne des Pastorini-Claims: Wir bringen Fantasie ins Spiel.

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Verantwortlich bei Pastorini Spielzeug: Christa Pastorini, Felix Schumacher (Inhaber). Verantwortlich bei Matter Gretener Lesch: Peter Lesch (Strategie), Daniel Matter (Creative Direction), Dominik Imseng (Text), Nathalie Funke (Grafik), Verena Knof (Beratung); Fotografie: Jonas Kuhn.
 

Service-public-Medien sind laut Emek unentbehrlich

Die SRG soll weiterhin über Gebührengelder und Werbeeinnahmen finanziert werden, empfiehlt die vom Bundesrat eingesetzte Medienkommission. Sie fordert aber mehr Transparenz über die Kosten.

Service-public-Medien sind nach Ansicht der Eidgenössischen Medienkommission (Emek) unentbehrlich – genauso wie die rein Privaten. Der Bedarf an Service-public-Medien mit Angeboten im elektronischen Bereich sei klar vorhanden, schreibt die Emek in einem am Freitag veröffentlichten Diskussionspapier.

Minderheit für Werbeverbot

Die Diskussion sei in Einzelpunkten kontrovers verlaufen, sagte Emek-Präsident Otfried Jarren auf Anfrage. Umstritten war in der Kommission unter anderem, ob sich die SRG auch durch Werbung finanzieren soll. Die Mehrheit der Kommission sprach sich für das heutige System und gegen ein Werbeverbot aus.

Ein ausschliesslich gebührenfinanzierter und werbefreier Service public hätte laut Emek zwar den Vorteil, dass die Service-public-Inhalte konsequent auf den Leistungsauftrag ausgerichtet würden. Allerdings müssten in der Folge entweder das Angebot reduziert oder die Gebühren erhöht werden.

Nichts wissen will die Emek vom Vorschlag, die SRG zum gebührenfinanzierten Gratislieferanten von Inhalten zu machen. Diese Idee hatte die liberale Denkfabrik Avenir Suisse in die Diskussion eingebracht. Die Emek befürchtet jedoch, dass bei einem solchen Modell der Umfang an Programmangeboten sinken würde. Zudem könnte laut Emek die Informations- und Meinungspluralität darunter leiden.

Mehr Transparenz

Die Emek fordert von der SRG aber mehr Transparenz. Sie soll regelmässig über die konkreten Programmleistungen und deren Kosten berichten. Zudem soll die SRG konkrete Programmziele für jede Sprachregion definieren. Es dürfe dabei keine politische Einflussnahme geben, sagte Jarren. Die SRG solle allein entscheiden. «Aber sie müsse kontinuierlich und systematisch überprüfen, ob sie ihre Programmziele auch erreicht.»

Die Emek schlägt vor, dass eine externe Audit-Stelle alle fünf Jahre über die Einhaltung der Programmziele öffentlich Bericht ablegt. Auch bei privaten Medien, die Gelder aus dem Gebührentopf erhalten, müsse die Erfüllung des Programmauftrags sichergestellt sein.

Umstrittenes Online-Werbeverbot

Zankapfel bleibt das Online-Werbeverbot der SRG. Eine Mehrheit der Emek-Mitglieder sprach sich für die nächsten drei bis fünf Jahre dafür aus, das bestehende Online-Werbeverbot für die SRG beizubehalten. Werbung, die innerhalb bereits verbreiteter Programme erscheint, soll auch online bereitgestellt werden.

Einig ist sich die Emek dass zum Service public auch publizistische Online-Aktivitäten gehören. «Die SRG soll sich online entwickeln können», sagte Jarren.

Genügend Geld zur Verfügung

Auch ohne Online-Werbung hat die SRG heute nach Ansicht der Emek ausreichend Geld zur Verfügung. Die Emek kann sich daher Massnahmen vorstellen, um die gesamte Finanzierung gegen oben zu begrenzen – auch zum Schutz der Privaten. «Die SRG soll sich konsolidieren und keine Expansionsstrategie betreiben», sagte Jarren.

Mit ihrem Diskussionspapier schaltet sich die Emek in die Debatte um die SRG ein, welche im Rahmen der Abstimmung über das neue Radio- und Fernsehgesetz entbrannt war – und welche die am Freitag eingereichte No-Billag-Intitiative (Werbewoche.ch berichtete) erneut anheizen dürfte.

Der Journalistenverband Impressum teilte mit, das Diskussionspapier des Emek gehe in die richtige Richtung, die sachliche Diskussion müsse aber weitergehen. Impressum-Präsident Christian Campiche warnte vor einem «überstürzten Umbau», der die Qualität und die Vielfalt des Journalismus unnötig gefährden könnte. (SDA)
 

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