Basel West: Neues Booklet für Apple Shop-in-Shops

Die Corporate Publishing-Agentur Basel West hat ein Booklet produziert, welches die Anwendungsbreite der mobilen Apple Geräte zeigt, von der Steuerung einer DJI Drohne bis zur Wohnungsüberwachung mit Netatmo.

Apple baut die Präsenz in der Schweiz aus mit Shop-in-Shops bei Media Markt und anderen Händlern. Die Kunden profitieren dabei einerseits vom Produkt-Know-how der Apple Experten und anderseits vom breiten Komplementärangebot mit Produkten, die sich per iPhone oder iPad steuern lassen. Die von Basel West kreierten Booklets werden von Media Markt an die Kunden verteilt.

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Verantwortlich bei Apple Switzerland, Zürich: Marco Weber, Nirina Gutiérrez. Verantwortlich bei Basel West Unternehmenskommunikation: Thomas Aerni (Beratung); Markus Siegenthaler (Text); Manuel Bürli, Sinia Brugger (Design).

IPMZ-Studie: Schweizer informieren sich hauptsächlich über das Internet

88 von 100 Schweizern nutzen 2015 das Internet – immer länger und bedeutend häufiger auch unterwegs. Das Internet ist nun die wichtigste Informationsquelle und viele Anwendungen sind tägliche Routine, doch steigen die Sorgen um die Privatsphäre im Netz.

Darüber hinaus haben sich laut Selbsteinschätzung die Internetfähigkeiten, speziell von Frauen, verschlechtert. Dies zeigt eine Erhebung des Instituts für Publizistikwissenschaft und Medienforschung (IPMZ) der Universität Zürich.

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Zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer sind auch unterwegs online (Bild: StockSnap)

«Das Schweizer Top-Ergebnis beim Internet-Zugang wird durch benachteiligte Bevölkerungsgruppen und steigende Sorgen um die Privatsphäre getrübt. Ein Internet-Zugang ist eben nicht alles», sagt Michael Latzer von der Abteilung Medienwandel & Innovation des IPMZ der Universität Zürich. Er hat mit seinem Team das «World Internet Project – Switzerland» nach 2011 und 2013 zum dritten Mal durchgeführt. Die repräsentative Umfrage ergab: 88 von 100 Schweizern nutzen das Internet, 5 weitere profitieren, weil sie Verwandten oder Freunde bitten, etwas für sie im Internet zu machen. Damit haben gerade 7 – meist solche mit niedrigem Bildungsgrad, geringem Einkommen und Erwerbslosigkeit – gar keinen Internet-Zugang.

Regionale Unterschiede sind in den letzten Jahren aufgrund höherer Zuwächse im Tessin weitgehend verschwunden. Ein starkes Wachstum zeigt sich bei der mobilen Internetnutzung: Sie hat sich vor allem dank Smartphones seit 2011 verdreifacht (63%). Spitzenreiter sind dabei die 14- bis 29-Jährigen: Über 90% von ihnen sind auch unterwegs online, so auf sozialen Netzwerken wie Facebook.

Frauen hinken bei Zugang, Nutzung und Fähigkeiten hinterher

In den letzten zwei Jahren hat sich erneut ein Gender-Gap aufgetan: Der Internet-Zugang ist bei Männern gestiegen, nicht aber bei Frauen. Letztere liegen auch bei der mobilen Nutzung hinten (58% vs. 67%) und verzeichnen eine geringe Nutzungsintensität. 22 von 100 Schweizerinnen sind weniger als 5 Stunden pro Woche online – doppelt so viele wie bei den Männern. Auch haben sich die Internet-Fähigkeiten der Frauen laut Selbsteinschätzung deutlicher verschlechtert als jene der Männer: 41% der Frauen (2013: 27%) stufen ihre Fähigkeiten mit schlecht oder ausreichend ein. Bei Männern ist dies nur rund ein Viertel. «Das ist problematisch, weil wir aus den Daten gleichzeitig sehen, dass schlechte Internet-Fähigkeiten damit korrespondieren, dass man sich weniger der Informationsgesellschaft zugehörig fühlt und auch weniger gut aktiven Daten(selbst)schutz betreibt», erklärt Prof. Michael Latzer.

Nutzungszeit verdoppelt, mobile Verwendung verdreifacht

Mit durchschnittlich 22 Stunden pro Woche bewegen sich Herr und Frau Schweizer mehr als doppelt so lange im Netz als noch im 2011. 72% der Internetnutzer sind auch unterwegs online – rund dreimal so viele wie noch 2011 (26%). E-Mails und Suchmaschinenanfragen werden am meisten genutzt und haben sich als tägliche Routine etabliert. E-Commerce ist zwar weit verbreitet, beispielsweise kaufen drei Viertel der Nutzer online ein, wird aber vergleichsweise selten genutzt. Das Chatten (71% der Nutzer) explodierte vor allem dank WhatsApp, wobei dort Junge weitaus aktiver sind. Der Anteil an Online-Spielern ist unter den wenig Gebildeten doppelt so hoch wie bei den Hochschulabsolventen. Insgesamt überwiegen nach wie vor die Informationszwecke gegenüber der Unterhaltung, wo Musikanwendungen (69%) und Fernsehnutzungen (zeitversetzt: 46%; live: 43%) besonders stark gewachsen sind.

22 Stunden pro Woche…? Bitte unsere Umfrage rechts beachten!

Internet erstmals wichtigste Informationsquelle

Das Internet ist erstmals die wichtigste Informationsquelle der Schweizer Bevölkerung. Printmedien, Radio und Fernsehen liegen deutlich zurück. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung halten die Hälfte der Internetinhalte für glaubwürdig, vor allem jene der SRG, von Kaufzeitungen und Behörden. Inhalte sozialer Online-Netzwerke geniessen vor allem bei Jüngeren nur geringes Vertrauen. Alle Informationsquellen, auch Webseiten, verzeichnen im Jahresvergleich einen Glaubwürdigkeitsverlust.

Service-Public-Auftrag auch in Zeiten des Internets wichtig

Zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung stimmen der Aussage zu, dass ein Service-Public-Auftrag auch in Zeiten des Internet wichtig sei (67%). 38% stimmen dieser Aussage sogar stark zu. Im Tessin, bei höherem Alter, Einkommen und Bildungsgrad sowie bei Männern ist die Wertschätzung des Service Public höher. Weniger Zustimmung erfährt die Auftragserfüllung: 44% finden, dass die SRG diesen Auftrag sehr gut erfüllt, 13% stimmen stark zu. 20- bis 29-Jährige am wenigsten (8% starke Zustimmung) und Männer insgesamt mehr als Frauen.

Grosse Zweifel punkto digitaler Demokratisierung

Die politische Informationssuche im Netz (43% der Bevölkerung) steigt seit 2011 stärker als die Diskussionsbeteiligung (6%) oder digitale Protestaktivitäten (5%). Politische Debatten werden hingegen nach wie vor lieber ausschliesslich offline (67%) als online (7%) geführt. Die Skepsis gegenüber einer steigenden Demokratisierung durch das Internet verringert sich seit 2011, überwiegt jedoch insgesamt nach wie vor. Der stärkste positive Effekt des Internets wird weiterhin im besseren Verständnis der Politik vermutet (42% Zustimmung).

Skepsis bezüglich freier Meinungsäusserung steigt

Im Allgemeinen fühlen sich weniger Befragte wohl dabei, alles über Politik zu sagen, was sie denken (45%, -6 Prozentpunkte seit 2013). Auch im Netz nimmt die Skepsis bezüglich der freien Meinungsäusserung im Jahresvergleich zu. Deutlich mehr Leute als 2013 glauben, dass es im Internet nicht sicher ist, alles zu sagen, was man über Politik denkt (63%, +15 Prozentpunkte). Dennoch sprechen sich Internet-Nutzer im Jahr 2015 deutlich stärker dafür aus, dass man im Internet seine Regierung frei kritisieren (55%, +9 Prozentpunkte) darf. Freie Meinungsäusserung im Internet wird von den 20- bis 29-Jährigen am stärksten befürwortet.

Glaube an eigene Kontrollmöglichkeit sinkt und Sorgen um Datenschutz

Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ist besorgt, dass Unternehmen ihre Privatsphäre online verletzen. Die Besorgnis über Datenschutzverletzungen durch die Regierung liegt mit 40% tiefer. Bei den 14- bis 19-Jährigen ist die Besorgnis stark angestiegen, bleibt aber auf tieferem Niveau als bei Älteren. Eine grosse Mehrheit (82%) gibt an, sehr auf den Schutz der eigenen Privatsphäre zu achten. Die älteste und die jüngste Altersgruppe, Wenig-Nutzer und jene mit schlechten Fähigkeiten glauben interessanterweise am meisten daran, ihre Privatsphäre online kontrollieren zu können.

World Internet Project

Das World Internet Project (WIP) ist eine vergleichende Langzeitstudie und erfasst in 30 Ländern die Verbreitung und Nutzung des Internets im internationalen Vergleich und analysiert soziale, politische und ökonomische Implikationen der Netzentwicklung. Das WIP-CH-Projekt wird von der Abteilung Medienwandel & Innovation des Instituts für Publizistikwissenschaft und Medienforschung (IPMZ) der Universität Zürich unter der Leitung von Prof. Michael Latzer seit 2011 durchgeführt und basiert auf einer repräsentativen telefonischen Befragung von 1121 Personen im Alter von 14 bis 84 Jahren, die im Mai/Juni 2015 vom LINK-Institut durchgeführt wurde. Mitglieder des Projektteams sind Moritz Büchi, Natascha Just und Noemi Festic. Das WIP-CH-Projekt wird vom Dekanat der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich und vom Bundesamt für Kommunikation (Bakom) unterstützt.

Alle Themenberichte sind auf Mediachange.ch zum Download erhältlich.
 

Kritische Stimmen einschüchtern und zum Verstummen bringen

54 hauptberufliche Medienschaffende – darunter eine Frau – werden aktuell als Geiseln festgehalten, 35 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Das zeigen die Zahlen, die Reporter ohne Grenzen im ersten Teil der Jahresbilanz veröffentlicht hat.

Die meisten Entführungen geschahen in Syrien (26), Jemen (13), Irak (10) und Libyen (5), in Gebieten also, in denen bewaffnete nichtstaatliche Gruppen auf diese Weise kritische Stimmen einschüchtern und zum Verstummen bringen wollen. 95 Prozent der momentan entführten Medienschaffenden stammen aus den jeweiligen Ländern, nur fünf Prozent sind ausländische Reporter. 18 der aktuellen Entführungen gehen auf das Konto des IS, 9 Journalisten wurden von den Huthi-Rebellen im Jemen und 4 von der Al-Nusra-Front in Syrien entführt.

Erstmals dokumentiert die ROG-Jahresbilanz auch die Zahl verschwundener Medienschaffender, über deren aktuelle Situation keine verlässlichen Informationen vorliegen. Dieses „Verschwinden“ geschieht in Konfliktregionen, wo Recherchen über ihr Schicksal schwierig sind. Die meisten solchen Fälle – fünf von acht weltweit – gab es im Laufe des Jahres 2015 in Libyen, wo vier libysche Journalisten und ein ägyptischer Kameramann des Privat-TVs Barqa TV verschwunden sind.

Die meisten inhaftierten Medienschaffenden: China, Ägypten, Iran, Eritrea, Türkei

Ihrer Arbeit wegen inhaftiert sind aktuell 153 hauptberufliche Medienschaffende, 23 davon in China, 22 in Ägypten, 18 im Iran, 15 in Eritrea und 9 in der Türkei. Betrachtet man die Gesamtzahl der Verhaftungen im Jahresverlauf, sticht die Türkei als das Land mit den meisten Fällen – elf Prozent aller Verhaftungen von Medienschaffenden weltweit – heraus, ein deutlicher Beleg für die Zunahme der staatlichen Repressionen dort. Neben hauptberuflichen Medienschaffenden werden weltweit auch andere Informationsvermittler verfolgt; so sind aktuell 161 Bürgerjournalisten und 14 Medienmit­arbeitende im Gefängnis.

«Safety Guide» für Medienschaffende

Mit der Jahresbilanz legt ROG auch eine neue Auflage des «Safety Guid for Journalists» vor. Dieses Handbuch, gemeinsam mit der Unesco herausgegeben, enthält praktische Hinweise für Medienschaf­fende in Krisen- und Konfliktregionen sowie Empfehlungen zum Schutz digitaler Daten und Kommun­ika­tionswege bei Recherchen in heiklen Umgebungen; es ist auf Englisch, Französisch, Spanisch und Arabisch herunterladbar.

TV-Duell vor Spanien-Wahl wird zur «Schlammschlacht» ohne Sieger

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hat sich vor der Parlamentswahl ein ungewöhnlich hartes TV-Duell mit dem sozialistischen Oppositionsführer Pedro Sánchez geliefert.

Medienkommentatoren verglichen die mit Spannung erwartete Debatte am Dienstag mit einer «Schlammschlacht». Einen klaren Sieger gab es nicht. Der Herausforderer Sánchez nutzte das Duell knapp sechs Tage vor der Wahl zu scharfen Angriffen auf den konservativen Regierungschef, dem er die Serie von Korruptionsskandalen in dessen Volkspartei (PP) vorhielt. Für den Spitzenkandidaten der Sozialisten (PSOE) war die Debatte quasi die letzte Chance, den Rückstand seiner Partei in der Wählergunst noch wettzumachen. Nach Umfragen kann die PSOE nur auf 20 bis 22 Prozent der Stimmen hoffen, die PP auf 25 bis 30 Prozent.

Rücktrittsforderung lockt Rajoy aus der Reserve

Sánchez zeigte sich sehr angriffslustig und liess keine Gelegenheit aus, die Namen der in Korruptionsskandale verwickelten PP-Politiker Rodrigo Rato und Luis Bárcenas ins Spiel zu bringen. Rajoy reagierte zunächst gelassen auf die Attacken und verwies darauf, dass seine Regierung Spanien aus der Krise geführt und zu neuem Wachstum verholfen habe. Dem smarten PSOE-Parteichef gelang es dann aber doch, den Regierungschef aus der Reserve zu locken. «Sie hätten schon vor zwei Jahren zurücktreten müssen», hielt Sánchez seinem Gegenüber vor. «Ein Ministerpräsident sollte anständig sein, und das sind Sie nicht.» Rajoy reagierte einen Moment verdutzt, holte dann aber zum Gegenschlag aus und bezeichnete die Vorwürfe als «gemein, niederträchtig und miserabel». Konservative Kommentatoren kreideten Sánchez an, sich im Ton vergriffen zu haben. Der Oppositionsführer wies dies zurück. «Ich bedauere meine Äusserungen nicht», betonte er nach der Debatte. «Ich habe nur das gesagt, was Millionen Spanier von der Korruption in der PP denken.»

«Gnadenloser Boxkampf»

Das Duell war die einzige TV-Debatte, der Rajoy sich vor der Wahl am kommenden Sonntag stellt. Der Regierungschef hatte seine Teilnahme an einer Diskussion mit den Kandidaten der aufstrebenden liberalen Partei Ciudadanos (Bürger) und der neuen Linkspartei Podemos (Wir können) abgelehnt. Die liberale Zeitung El Mundo befand: «Die Spitzenkandidaten lieferten sich einen gnadenlosen Boxkampf, in dem es jede Menge Tiefschläge gab.» In der Debatte hätten konkrete Vorschläge gefehlt, dafür setzte es Beleidigungen im Überfluss. «Ciudadanos und Podemos waren die grossen Gewinner der TV-Debatte, obwohl sie gar nicht teilgenommen hatten», kam die Zeitung zum Schluss. Ihre Parteichefs Albert Rivera und Pablo Iglesias hätten in anderen Debatten gezeigt, dass man auch diskutieren könne, ohne den Rivalen zu beleidigen. (SDA)

Tollkirsch entwickelt Filmkampagne für Jobcloud

Die Winterthurer Agentur Tollkirsch entwickelt für Jobcloud eine zehnteilige Filmkampagne. Die animierten Illustrationen stellen das Rekrutierungs-Tool «CVcloud» vor.

Die Schlüsselfigur der einzelnen Spots ist Max, der die alles vereinfachende CV-Datenbank verkörpert. Er erscheint als abstrakte Figur – mit dem Kopf und den Gesichtszügen eines Hundes.

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Der Grund: Viele der Vorteile der CVcloud erinnern an die Fähigkeiten eines Spürhundes. So steht CVcloud den HR-Verantwortlichen treu zur Seite, sucht nach passenden Kandidaten und erkennt frühzeitig, wer sich gut für eine Stelle eignet.

https://www.youtube.com/watch?v=-S-Q9kFnTJ8

Die kurzen Spots gehen auf die Herausforderungen im Alltag der HR-Verantwortlichen ein. Sie zeigen, wie schwierig es sein kann, eine Stelle mit dem passenden Kandidaten zu besetzen. Mal geht Zeit verloren für Gespräche mit unpassenden Kandidaten, mal sind es einfach zu viele Bewerbungsunterlagen, die aussortiert werden müssen. Glücklicherweise eilt jedes Mal Max herbei und hilft aus der Misere.

https://www.youtube.com/watch?v=QS92w2GLQIU

Die Kampagne startete im September 2015 und läuft noch bis im Sommer 2016. Die Filme sind in die Newsletter eingebunden, die JobCloud AG an ihre HR-Kontakte versendet. Zudem sind die Clips auf Go-cvcloud.ch sowie auf Youtube und Vimeo abrufbar.

https://www.youtube.com/watch?v=x7aE7gtVl-M

Verantwortlich bei Jobcloud :Lena Schwerzmann (Marketing). Verantwortlich bei Tollkirsch: Laurenz Zellweger (Konzept/Regie), Simon Keller (Konzept/Regie/Illustration)
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Gastrosuisse macht sich für Direktbuchungen stark

Der Gastronomie- und Hotellerieverband Gastrosuisse unterstützt eine europaweite Kampagne zur Direktbuchung von Hotelzimmern. Die Kampagne «Direkt Buchen» stemmt sich gegen den Vormarsch von Online-Plattformen wie Booking.com oder Expedia.

Der europäische Dachverband der Hotels, Restaurants und Cafés in Europa (Hotrec) startet die Kampagne «Direkt Buchen» am (heutigen) Dienstag. Gastrosuisse unterstütze die Kampagne mit dem Ziel, Hoteliers und ihre Gäste auf die Vorteile der Direktbuchung aufmerksam zu machen, teilt der Verband mit, der nach eigenen Angaben 20'000 Mitglieder, darunter 3000 Hotels, vertritt. Bereits 2013 wurde jede fünfte Logiernacht über eine Plattform wie Booking.com, HRS oder Expedia gebucht, wie eine Umfrage der Fachhochschule Westschweiz Wallis im Auftrag von Hotrec im vergangenen Jahr ergab. Seither hat dieser Anteil weiter zugelegt, wie Gastrosuisse-Direktor Remo Fehlmann auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagt. Für die vermittelten Buchungen zahlen die Hotelbetriebe eine Kommission. «Diese muss verrechnet und budgetiert werden», erklärt Fehlmann. Das schlage sich entweder in einem geringeren Leistungsumfang oder höheren Preisen für die Gäste nieder.

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Zimmer ergattern durch Direktbuchung

Die direkte Buchung führe demgegenüber zu einem Wertschöpfungsplus. UndFehlmann weist auf eine Reihe von weiteren Vorteilen hin: Im direkten Kontakt mit dem Gast können die Hoteliers besser auf Wünsche eingehen. Auch zeigten sich viele Hoteliers kulanter, da es mehr Spielraum als auf einer Plattform gebe, führt Fehlmann aus. Treue Kunden könnten so belohnt werden. Zudem können Direktbucher laut dem Gastrosuisse-Direktor unter Umständen auch noch Zimmer ergattern, die auf Buchungsplattformen nicht mehr verfügbar sind. Wenn das Kontingent für die Vermittlungsplattformen ausgeschöpft sei, lohne sich ein Anruf, denn oft behielten die Hotels noch einige Zimmer zurück. Um Gäste auf die Direktbuchung aufmerksam zu machen, stellt Hotrec den Hoteliers ein Kampagnenlogo zur Verfügung, das beispielsweise auf der Webseite eingebaut werden kann. Fehlmann setzt darauf, dass die Hoteliers das schnell umsetzen. «Auch wenn Gäste über Onlineplattformen buchen, informieren sie sich häufig noch direkt auf der Internetseite des Hotels.» Dort könne dann das Icon seine Wirkung erzielen.

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Bilder: Hotrec.com

Reisebüros kaum betroffen

Kaum betroffen von der Kampagne dürften hingegen die Schweizer Reisebüros sein. Bei der Umfrage für 2013 machten die Buchungen der Logiernächte über Reisebüros und Touroperatoren weniger als fünf Prozent aus. Die inländischen Reisebüros vermitteln zudem vor allem Reisen ins Ausland. «Dass ein Teil der Hotelbuchungen an den Reisebüros vorbei läuft, ist eine Realität», erklärt Geschäftsführer Walter Kunz auf Anfrage. Gerade bei einzelnen Übernachtungen sei dies aufgrund der Einfachheit der Fall. Bei der Zusammenstellung von komplexeren Reisen hingegen sei den Kunden der Ratschlag und die Zeitersparnis durch den Reiseprofi viel wert. (SDA)

Leo Burnett Schweiz: Wo Kultur auf Politik trifft

Leo Burnett Schweiz bewirbt mit einer Kampagne den neuen Kulturteil der Woz.

Die linke Wochenzeitung Woz ist vor allem bekannt für ihre kritische Berichterstattung zu innen- und aussenpolitischen Fragen. Dabei gibt es jede Woche aber auch viel Interessantes aus dem Ressort Kultur/Wissen. Neuerdings sogar mehr und anders. Denn seit Mitte November erscheint die linke Wochenzeitung mit einem grösseren Feuilleton und hat die Redaktion personell ausgebaut. Was früher richtig war, ist heute noch richtiger: In der Woz trifft Kultur auf Politik. Beworben wird dies mit Spots, in denen Leo Burnett Schweiz und die Woz Schweizer Kulturschaffende, namentlich die Musikerin Evelinn Trouble, den Klangkünstler Julian Sartorius, die Death-Metal-Band All Life Ends und den Tänzer Gabriel Stoyanov politische Themen interpretieren lassen. Das Ergebnis sind eigenwillige und unkonventionelle Filme, die online sowie im Kino zum Einsatz kommen.

Verantwortlich bei der Woz: Redaktion Kultur/Wissen, Woz Marketing (Claudia Gillardon, Camille Roseau). Verantwortlich bei Leo Burnett Schweiz: David Hugentobler, Pedro Moosmann (Kreation), David Fischer (CD), Martin Stulz (ECD), Fernando Gort (Beratung), Suzana Kovacevic (Agency Producer), Jovica Radisavljevic (Regie), Aron Marty (Kamera).
 

Bundesrat hat hohe Roamingtarife und lästige Werbeanrufe im Visier

Der Bundesrat macht Ernst und sagt hohen Roaminggebühren und unerwünschten Werbeanrufen den Kampf an. Im Zentrum sollen die Kundinnen und Kunden stehen, die Angebote ausländischer Anbieter künftig günstiger nutzen und Werbeanrufe filtern können.

Das Ende von hohen Roaminggebühren sei das Hauptziel der Teilrevision des Fernmeldegesetzes, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung vom Freitag. «Schweizer Kundinnen und Kunden sollen zukünftig von tieferen Preisen, besseren Konditionen und mehr Wahlmöglichkeiten profitieren können.» Dabei sei auch die Festlegung von Preisobergrenzen «im Rahmen internationaler Abkommen grundsätzlich möglich“. Zudem soll der Bundesrat die Kompetenz erhalten, von den Anbietern die sekundengenaue Abrechnungspraxis bei Anrufen und die auf maximal zehn Kilobyte gerundete Abrechnung beim Datenkonsum zu fordern. Heute runden die Anbieter diese Werte teilweise auf.

Nicht viel passiert

Der Bundesrat will die Schweizer Anbieter in der Schweiz ferner verpflichten, Kunden im Ausland die Nutzung von Roamingdienstleistungen von Drittanbietern zu ermöglichen. Laut dem Bundesrat sind diese Massnahmen aus verschiedenen Gründen angezeigt. Der Wettbewerb im Bereich Mobilfunk in der Schweiz sei nicht sehr ausgeprägt, heisst es im erläuternden Bericht zur Teilrevision. «Trotz Preissenkungen ist das Preisniveau in der Schweiz im Vergleich zum Ausland immer noch sehr hoch.»

Kein Spam per Telefon

Ins Visier nehmen will die Regierung auch unerwünschte Werbeanrufe. Dazu plant sie verschiedene Massnahmen. Beispielsweise sollen Anbieter verpflichtet werden, solche unerbetenen Anrufe mit dem Einverständnis der angerufenen Kunden zu filtern. Der Bundesrat verspricht sich davon auch eine effizientere Bekämpfung von Anrufen aus dem Ausland. «Personen sollen nur die Werbeanrufe erhalten, die sie auch erhalten wollen.» Dies soll auch für Personen ohne Telefonverzeichniseintrag gelten – und nicht nur für solche, die heute den Schutz des Sterneintrags geniessen. Ein grundsätzliches Verbot von unerwünschten Anrufen will der Bundesrat nicht. Jedoch soll die Verwaltung prüfen, «ob es für die Eindämmung eine zusätzliche Regelung im Strafgesetzbuch braucht».

Verstärkter Kinderschutz

Ein Dorn im Auge sind der Regierung weiter die Praktiken einiger Telekomanbieter, die nur gebündelte Abonnemente anbieten. Wer ein Fernsehabo löst, muss oft vom gleichen Provider auch Telefon- oder Internetdienstleistungen beziehen. Geht es nach dem Bundesrat, sollen künftig sämtliche Anbieterinnen gehalten sein, die Dienste auch einzeln anzubieten. Zudem sollen Kinder und Jugendliche vor den Gefahren durch Fernmeldedienste besser geschützt werden. Der Bundesrat möchte die Möglichkeit erhalten, entsprechende Schutzbestimmungen zu erlassen – gerade wenn die Selbstregulierungsmassnahmen der Branche alleine nicht genügen oder entsprechende Bemühungen der Anbieter fehlen. Abschaffen will der Bundesrat dagegen die generelle Meldepflicht für Anbieter. Diese habe zu einer Ungleichbehandlung von inländischen und ausländischen Marktteilnehmern geführt, schreibt er. Künftig soll deshalb nur noch registriert werden, wer konzessionspflichtige Funkfrequenzen oder Blöcke von Telefonnummern nutzt.

Mehr Rechte für Comcom

Der Bundesrat schlägt im Vernehmlassungsentwurf zur Teilrevision des Fernmeldegesetzes zudem vor, die Eidg. Kommunikationskommission (Comcom) zu stärken. Diese soll in Zukunft von sich aus eingreifen können, wenn sie Verhaltensweisen beobachtet, die der Regulierung offensichtlich widersprechen. Weiter soll die Nutzung der Funkfrequenzen liberalisiert und der Netzzugang für die Marktteilnehmer verbessert werden.

Langer Weg zur Revision

In den vergangenen Jahren war von verschiedener Seite eine Revision des Fernmeldegesetzes gefordert worden. Vor allem Konsumentenschützer monierten die zu laschen Vorschriften für Telekomanbieter und die Auswüchse in der Branche. Der Bundesrat sah trotz zugegebener Mängel aber keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Dies hat sich offenbar geändert. «Der Fernmeldemarkt hat sich in den letzten Jahren äusserst dynamisch entwickelt», begründet die Regierung die nun präsentierten Änderungsvorschläge. Der Vorentwurf sei die erste von zwei Etappen. Die interessierten Kreise können bis am 31. März 2016 zur Vorlage Stellung nehmen. (SDA)

Frontwork baut für Coop Rentier

Im Rahmen der neuen Coop-Weihnachtskampagne «Freud schänke» hat Frontwork vierzig Rentiere in Lebensgrösse nachgebaut.

Damit die Weihnachtskampagne als Überraschung lanciert werden konnte, erteilte der Kunde den Auftrag laut Mitteilung unter strikter Geheimhaltung. Das Briefing lautete, ein 3-D-Tiermodell herzustellen, das kuhähnlich aussieht. Nur ein enger Kreis von direkt involvierten Mitarbeitenden wusste, dass es sich dabei um ein Rentier handelt.

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Die Modelle sind in Lebensgrösse, mit definierten Augen, Hörnern und Fell. Frontwork stellte eine Polyesterform her, diese wurde mittels Airbrush bemalt. Die Details wurden durch eine Maskenbildnerin ausgearbeitet und das Tiermodell teilweise mit Kunstfell verziert. Der Zeitdruck war laut Mitteilung gross: Das Team produzierte in zehn Wochen insgesamt vierzig Tiermodelle und lieferte sie pünktlich an die Coop-Filialen in der ganzen Schweiz aus.

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Das Projekt konnte innerhalb dieser kurzen Zeitspanne nur deshalb realisiert werden, weil die Entscheidungswege kurz waren und alle Beteiligten einfach und engagiert zusammengearbeitet haben.

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Verantwortlich bei Coop: Carole Burri (Hauptprojektleiterin, Werbung), Cassandra Zamorano (Projektleiterin, Werbung), Basel.
 Auftraggeber: Yjoo Communications, Zürich
. Herstellung: Frontwork, Maurizio Ghiotto, Wallisellen
 

Zu guter Letzt: Egal

Mit «Is mir egal» sammelt in Deutschland ein weiteres Unternehmen viral Sympathiepunkte.

Wirklich beliebt sind die Berliner Verkehrsbetriebe BVG nicht. Es wird viel gemotzt über Preise, Kontrollen, dies und das. Man kennt das Phänomen ja auch hierzulande. Etwas Imagepflege kann da nie schaden. Das geht heute am einfachsten mit einem Viralspot, der im Gegensatz zum Unternehmen wirklich ankommt. Siehe zum Beispiel Edeka («Supergeil», Weihnachts-Opa). Jung von Matt/Elbe perfektioniert nun die BVG-Kampagne #weilwirdichlieben – diese startete Anfangs Jahr und löste bei der unzufriedenen Kundschaft anfänglich einen regelrechten Shitstorm aus. Mittlerweile scheint die Taktik, auf den in Social Media geäusserten Unmut und die geäusserte Kritik mit liebevoller Geduld zu reagieren, zu fruchten. Viel dazu bei trägt Kazim Akboga. Er landete mit seinem Auftritt bei «Deutschland sucht den Superstar» und dem Lied «Is mir egal» einen Kulthit. Der Song wurde danach auf Youtube über zwölf Millionen mal angeklickt.

Es handelt sich dabei übrigens um einen ehemaligen Werbetexter von Heimat Berlin. Ist aber egal. Nun präsentiert er eine Neuauflage des Hits im BVG-Spot. Die Botschaft der Toleranz: «Nur wir lieben dich so, wie du bist». Bei so viel Liebe bleibt fast nur Gegenliebe. (hae)

Kritiker wählen «Taxi Teheran» und «Chrieg» zu den besten Filmen des Jahres

Die Schweizer Filmkritikerinnen und Filmkritiker haben «Chrieg» zum besten Schweizer Film des Jahres 2015 gewählt, «Taxi Teheran» wird als bester Internationaler Film ausgezeichnet.

Zum fünften Mal vergeben die Mitglieder des Schweizerischen Verbandes der Filmjournalistinnen und Filmjournalisten (SVFJ) den «Preis der Schweizer Filmkritik» für zwei Filme, die ihnen in den letzten zwölf Monaten besonders positiv aufgefallen sind.

In der Kategorie «Bester Schweizer Film 2015» küren die Mitglieder «Chrieg». Das Drama von Simon Jaquemet handelt von einem rebellierenden Teenager, der gegen seinen Willen in ein Erziehungscamp geschickt wird. In einer ersten Stellungsname sagt Jaquemet: «Die Auszeichnung ist eine Ehre. Es freut mich wirklich sehr, dass der Film bei den Kritikern so gut ankam.» Der Award wird dem Regisseur anfangs Jahr an der GV des SVFJ überreicht.

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Zum besten Internationalen Film wählen die Filmkritikerinnen und Filmkritiker «Taxi Teheran» von Jafar Panahi. Im Mittelpunk diese Dramas steht ein Taxifahrer (gespielt von Jafar Panahi selber) und seine Passagiere. Mit viel Humor gibt er so Stimmung in der iranischen Gesellschaft wieder. Der Award wird dem Regisseur via dem Schweizer Verleih Filmcoopi zugesendet. Der SFVJ ist der Verband der Schweizer Filmkritikerinnen und Filmkritiker und zählt 170 Mitglieder aus allen Sprachregionen der Schweiz.

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Wirz Wietlisbach Dialog: Jörg Bewersdorff neuer CEO

Der Texter und Creative Director Jörg Bewersdorff übernimmt per 1.1.2016 die Leitung der Dialog Marketing-Agentur der Wirz-Gruppe, weiterhin im GL-Trio zusammen mit Creative Director Stefan Dätwyler und Managing Directorin Nadine Vasella.

Seit Mitte 2012 leitet der heute 44-jährige Jörg Bewersdorff als Creative Director das Text-Department von Wirz Wietlisbach Dialog, seit 2014 ist er Mitglied der Geschäftsführung, deren Vorsitz er nun per 1. Januar 2016 übernimmt. Er folgt damit indirekt auf Guido Wietlisbach, der die Agentur 2011 als damaliger CEO mitgründete und Mitte 2014 in den Verwaltungsrat wechselte.

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Der international unter anderem bei den Direct Lions, LIAA, New York Festival AME, Echo, Caples und Red Dot Award ausgezeichnete Kreative Jörg Bewersdorff hat einen stark dialogisch geprägten Hintergrund, wie auch seine bisherigen Agenturstationen belegen. Bevor es ihn nach Zürich zog, arbeitete er bei Ogilvy One, Mech Berlin, Springer & Jacoby Direct und Tequila, der CRM- Agentur der TBWA-Gruppe.

Geri Aebi, als CEO Wirz Gruppe auch VRP von Wirz Wietlisbach Dialog, ist überzeugt: «Mit seinen strategischen, beraterischen und kreativen Fähigkeiten sowie seinem ausgeprägten unternehmerischen Geist, der naturgemäss bestens zu Wirz passt, bringt Jörg Bewersdorff die idealen Voraussetzungen mit, um unsere in diesem Jahr erfreulich gewachsene Dialog-Agentur zusammen mit seinen GL-Partnern erfolgreich in die Zukunft zu führen.»

Jörg Bewersdorff entgegnet darauf mit einem Augenzwinkern: «Als Kreativer bin ich natürlich ziemlich eitel. Normalerweise nur in Bezug auf meine Arbeiten, aber wenn sich ein Lob auch auf meine Person ausweitet, fühlt sich das irgendwie auch ausgesprochen angenehm an. Aber im Ernst: Selbstverständlich freue ich mich sehr über diese Ernennung und die damit verbundenen neuen, zusätzlichen Aufgaben und Herausforderungen. Und werde alles daran setzen, unsere Agentur weiter zu einer Schweizer Top-Marke für erfolgreiches Dialog-Marketing zu machen.»
 

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