Neue Leiterin der Axel Springer Wirtschaftsmedien

Uli Rubner übernimmt ab 1. Januar 2016 die Leitung der Axel Springer Wirtschaftsmedien.

Dazu gehören die Print-Publikationen Handelszeitung, Bilanz, PME, Schweizer Versicherung und Schweizer Bank und die dazugehörigen digitalen Angebote, sowie die Börsenplattform Finanzen.ch. Der Bereich Wirtschaftsmedien geht in das Joint-Venture Ringier Axel Springer Schweiz über, wie Axel Springer Schweiz am Donnerstag mitteilte.

Uli-Rubner

Die 56-jährige Rubner wird direkt an Ralph Büchi, Delegierter des Verwaltungsrats, berichten.

 

Aus NZZ-Druckzentrum in Schlieren wird Bildungszentrum

Die Immobilieninvestmentgesellschaft Swiss Prime Site hat das ehemalige NZZ-Druckzentrum in Schlieren gekauft. Die neue Besitzerin will die Gebäude erhalten und zu einem überregionalen Bildungszentrum umfunktionieren, wie die NZZ-Mediengruppe am Donnerstag mitteilte.

Angedacht seien neben Infrastruktur für Aus- und Weiterbildungen sowie Forschung und Entwicklung auch Coworking-Spaces und Räume für das Gemeinwesen, Sport und Kultur, heisst es in der Mitteilung. Der Standort sei dafür ideal, da er gut erreichbar und unweit von bestehenden Hochschulen und Forschungseinrichtungen gelegen sei.

Der Kaufvertrag wurde am Mittwoch unterzeichnet. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Die NZZ-Mediengruppe wird künftig bestehende Dienstleistungsräume in Schlieren als Mieterin nutzen.

Die NZZ-Mediengruppe hatte im Februar die Schliessung des Druckzentrums in Schlieren bekannt gegeben. Sie reagierte mit diesem Entscheid auf die «erheblichen Überkapazitäten im Schweizer Zeitungsdruckmarkt». Die NZZ und ihre Sonntagsausgabe werden von der Konkurrentin Tamedia gedruckt. (SDA)
 

Déformation professionelle – Berufskrankheiten in Werbung und Marketing

Axel Eckstein, Executive Creative Director bei Leo Burnett Schweiz, schreibt in der Werbewoche über Pathologisches in Werbung und Marketing. In dieser Folge: Medialer Alzheimer (morbus preroll).

Beschreibung

Kennzeichnend für die mediale Alzheimer-Krankheit ist das Vergessen altbekannten Mediennutzungsverhaltens und die damit einhergehende Unfähigkeit, dieses im Umgang mit heutigen Online-Werbeformaten wiederzuerkennen.

Ursachen

Durch die steigende Lebenserwartung und die beschleunigte Abfolge medialer Innovationen wird die Krankheit immer häufiger diagnostiziert. Im kollektiven Gedächtnis kommt es zu Ablagerungen von Neologismen («skippen»), welche das Abrufen analoger, jedoch älterer Gedächtnisinhalte («wegzappen») zunehmend erschwert.

Symptome

Betroffene zeigen eine vermehrte Unsicherheit im Umgang mit Werbespots und wiederholen im Abstand von ca. 30 Jahren die immer gleiche Frage: «Was, wenn jemand meine Werbung nach wenigen Sekunden nicht mehr sehen will?» Die Er-krankten reagieren verwirrt, wenn andere Dinge sagen, die sie nicht einordnen können: «Machen Sie einen Film, den sich Menschen freiwillig komplett anschauen wollen.» Die selbstständige Markenführung ist stark eingeschränkt.

Komplikationen

Das in die meisten der Fälle verwickelte Internetunternehmen ist seinerseits an medialem Alzheimer erkrankt. Seine Überzeugung, dass Werbeplatzierungen nicht ablenken und relevant sein sollten, fiel der Vergesslichkeit anheim: Auf der hauseigenen Videoplattform wuchern die Unterbrecher- Formate. Und es wird «vergessen», Nutzern von Ad-Blockern überspringbare Videoanzeigen auszuliefern.

Bisher erschienen:

Grauer Star (celebriti invisibilis)
Kampagnenbruch (damnatio memoriae)
Ordnungszwang (normomanie)
Kunde-Staupe (procure distemper)
Director’s Cut (conceptus amputatis)
Lach-Stau (risum interrupta)
Vorzeitiger Markenerguss (ejaculatio logo praecox)
Ideen-Wundliegen (decubitus idea)
Panisch-progressive Störung (morbus pendulum)
Margenentzündung (gastritis profit)
Erfolgsschielen (strabismus successus)
Goldfieber (febre auri)
Platitourette (repetitio nausea)
Visueller Fetischismus (stimulus best practice)
Probonose (thrombosis facsimile)
Werbespot-Akzent-Syndrom (dyslalie promotoris)

Havas: leckerer Todesstern

Wer die «Brändli Bombe» der Confiserie Brändli aus Aarau kennt, weiss: Es handelt sich nicht einfach nur um ein Praliné wie andere, sondern um eine überdimensionierte Schokoladenkugel mit verdichteter Marzipan-Masse.

Zum Start des neuen Star Wars Films werden auch jüngere Semester (und deren Mütter) mit POS-Plakaten, Kinodias und Anzeigen auf die übergrosse Sünde aufmerksam gemacht. Drohend schwebt die Brändli Bombe wie der Todesstern im Weltall – begleitet von der Jedi-Beschwörungsformel «Möge der Genuss mir dir sein.»

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Verantwortlich bei Confiserie Brändli: Alexandra und Philippe Brändli. Verantwortlich bei Havas Worldwide Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Folker Wrage (Chief Creative Officer), Michael Kathe (Creative Director), Hanning Beland (Art Director), Christoph Hess (Text), Marina Tanner, Anne-Marie Pappas (Grafik), Jonas Brändli, Ladina Scholz (Beratung). Fotografie und Bildbearbeitung: Alex Herzog/Red Department.
 

Evoq: Wünsch dir was

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Allgemein

Viva: Starkes Medienecho auf GR26

Die Dachorganisationen der Wirtschaft des Kantons Graubünden lancieren die Vorbereitungen für eine Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2026. Begleitet wurde der Medienanlass von der Kommunikationsagentur Viva.

Die Dachorganisationen der Wirtschaft des Kantons Graubünden werden unterstützt vom Grossen Rat (Kantonsparlament) und der Regierung. Darüber wurde vergangene Woche offiziell informiert. Die Medienkonferenz des Initiativkomitees rund um Hamilton-CEO Andreas Wieland als Leiter Projektentwicklung wurde nicht nur regional, sondern auch national stark wahrgenommen, so Viva in einer Mitteilung vom Mittwoch.

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Das googelte die Schweiz 2015

Der Eurokurs, Stan Wawrinka und Sepp Blatter bewegten 2015 die Schweiz. Google fühlte den Puls des vergangenen Jahres und hat mit dem «Google Jahresrückblick 2015» die beliebtesten Suchbegriffe der Schweiz veröffentlicht.

Die Aufhebung der Eurokurs-Untergrenze durch die Schweizerische Nationalbank und der starke Franken beschäftigten die Schweizerinnen und Schweizer. Daher verzeichnete der Begriff Eurokurs den stärksten Anstieg und ist somit der Suchbegriff des Jahres 2015. Auf den nächsten Plätzen folgen Charlie Hebdo und Sonnenfinsternis.

Menschen 2015: Stan Wawrinka, Sepp Blatter und Jolanda Spiess-Hegglin

Auch dieses Jahr hat Google Schweiz die Suchanfragen nach den beliebtesten Schweizer Persönlichkeiten ausgewertet. Dabei sind Grössen aus dem Sport, der Wirtschaft und der Unterhaltung vertreten. Stan Wawrinka spielt sich durch den Sieg an den French Open auf den ersten Platz dieser Liste. Auf dem zweiten Platz findet sich Sepp Blatter, gefolgt von Jolanda Spiess-Hegglin. Weitere Prominente, die in diesem Google Jahr besonders interessiert haben, sind Milo Moiré, Timea Bacsinszky und Vera Dillier.

Ein Blick auf die Liste «Skandale und Aufreger» zeigt, welche Themen im Jahr 2015 die Menschen in der Schweiz bewegten. Die grösste Zunahme an Suchanfragen verzeichnete die Wandlung von Bruce zu Caitlyn Jenner, Mitglied des Kardashian-Clans. Die Turbulenzen rund um die Fifa haben ein grosses Suchinteresse nach Sepp Blatter ausgelöst, der Position zwei belegt. Jeremy Clarkson hat mit seinem Wutanfall gegen einen BBC-Produzenten für Furore gesorgt und rangiert auf Platz drei. Die Performancekünstlerin Milo Moiré hat mit ihren provokanten Auftritten auch dieses Jahr interessiert. Auf die weiteren Rängen schafften es Cornelia Bösch, die bei laufender Nachrichtensendung einen Ohmachtsanfall erlitt sowie Vera Dillier, die mit ihrem neuen Freund für Suchanfragen sorgte. Zudem haben die deutschen Fernsehstars Angelina Heger und Severino Seeger die Gemüter der SchweizerInnen bewegt und Suchanfragen ausgelöst.

Schweizer Hits: Paléo Festival, Zermatt, Rigi, Bodensee, Kunsthaus Zürich und Fondue

In der Kategorie Schweizer Städte und Dörfer gewinnt Zermatt wie bereits im letzten Jahr das Rennen, gefolgt von Zürich und Basel. Bei den Schweizer Veranstaltungen schaffte es das Paléo Festival vom letztjährigen zweiten auf den ersten Platz. Danach folgen die Street Parade und das Zürcher Sechseläuten. In Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus wurden ausserdem die beliebtesten Suchbegriffe in den Kategorien Schweizer Berggipfel, Seen und Museen eruiert. Bei den Berggipfeln ragt die Rigi hoch hinaus. Der Bodensee ist 2015 der beliebteste Schweizer See und das Kunsthaus Zürich das Museum, welches Google Nutzer dieses Jahr besonders interessiert hat. Erstmals wurde auch eine Rangfolge der Schweizer Skigebiete ermittelt. Kein Skigebiet wurde so oft gesucht wie Zermatt, gefolgt von der Lenzerheide und Davos. Rezeptsuchen liegen bei Google Nutzern seit jeher hoch im Kurs. Die beliebtesten Suchbegriffe rund um die Schweizer Küche sind Fondue, gefolgt von Raclette und Polenta.

Ok Google: «Was sind Wesselmänner?»

Immer mehr Leute suchen zudem auf dem Smartphone via Sprachsuche nach Begriffen und stellen auch Fragen an Google. Die gestellten Fragen wurden ausgewertet und auf der «Was sind….?»- Liste und «Wie macht…?»-Liste von Google Schweiz aufgeführt. Fragen wie «Was sind Wesselmänner? » – grossflächige Wahlplakate – oder auch «Was sind Gnitzen? » – eine Mücken-Art – interessierten die Menschen in diesem Jahr besonders. Ausserdem wurde 2015 viel stärker danach gesucht, wie man eine Seitenansicht grösser macht, gefolgt von wie man ein Backup macht, sowie Pfirsichmarmelade.

Globale Suchtrends

Weltweit verzeichnete 2015 der Suchbegriff Lamar Odom den grössten Anstieg im Interesse der Google Nutzer, gefolgt von Charlie Hebdo. Auch bei den beliebtesten Persönlichkeiten landete Lamar Odom auf dem ersten Platz. Die US-amerikanische Judoka und Mixed-Martial-Arts-Kämpferin Ronda Rousey erkämpfte sich den zweiten Platz, gefolgt von Caitlyn Jenner auf dem dritten.

«2015 war ein bewegtes Jahr mit einem etwas überraschenden Suchbegriff des Jahres: Eurokus», sagt Matthias Meyer, Sprecher Google. «Insgesamt liefern die Google Suchtrends eine einmalige Perspektive auf all die Momente, die im vergangenen Jahr die Menschen bewegt haben.»

Alle Listen für die Schweiz und die Welt sind abrufbar unter Google.ch/2015.

Die beliebtesten Schweizer Suchanfragen 2015

Suchanfragen
1. Eurokurs
2. Charlie Hebdo
3. Sonnenfinsternis
4. iPhone 6s
5. Paris
6. Salt
7. US Open
8. Windows 10
9. Germanys Next Topmodel
10. Fifty Shades of Grey

Skandale/Aufreger
1. Caitlyn Jenner
2. Sepp Blatter
3. Jeremy Clarkson
4. Angelina Heger
5. Donna Vekic
6. Jolanda Spiess-Hegglin
7. Milo Moiré
8. Cornelia Bösch
9. Severino Seeger
10. Vera Dillier

Promis Schweiz
1. Stan Wawrinka
2. Sepp Blatter
3. Jolanda Spiess-Hegglin
4. Milo Moiré
5. Hans Erni
6. Mathias Gnädinger
7. Timea Bacsinszky
8. Duri Camichel
9. Vera Dillier
10. Frieda Hodel

Städte & Dörfer
1. Zermatt
2. Zürich
3. Basel
4. Lausanne
5. Bern
6. Luzern
7. Lenzerheide
8. Winterthur
9. Davos
10. Lugano

Schweizer Veranstaltungen
1. Paléo Festival
2. Street Parade
3. Sechseläuten
4. Autosalon Genf
5. Basler Fasnascht
6. Montreux Jazz Festival
7. Fantasy Basel
8. Baselworld
9. Olma
10. Art Basel

Berggipfel
1. Rigi
2. Matterhorn
3. Titlis
4. Weissenstein
5. Pilatus
6. Jungfraujoch
7. Säntis
8. Stanserhorn
9. Brienzer Rothorn
10. Stockhorn

Schweizer Seen
1. Bodensee
2. Zürichsee
3. Greifensee
4. Thunersee
5. Vierwaldstättersee
6. Walensee
7. Schwarzsee
8. Lago Maggiore
9. Bielersee
10. Hallwilersee

Schweizer Museen
1. Kunsthaus Zürich
2. Technorama
3. Fondation Beyeler
4. Landesmuseum
5. Museum Rietberg
6. Kunstmuseum Basel
7. Tinguely Museum
8. Zentrum Paul Klee
9. Maison Cailler
10. Swiss Miniatur

Skigebiete
1. Zermatt
2. Lenzerheide
3. Davos
4. Flumserberg
5. Saas Fee
6. Grindelwald
7. Engelberg
8. Adelboden
9. Arosa
10. Melchsee-Frutt

«Was sind….?»-Fragen
1. Wesselmänner
2. Gnitzen
3. Kohlenhydrate
4. Wasserläufer
5. Staatsanleihen
6. Negativzinsen
7. Transitorische Passiven
8. Statuten
9. Primzahlen
10. Widgets

«Wie macht….?»-Fragen
1. wie mache ich die Seitenansicht grösser
2. wie mache ich ein Backup
3. wie macht man Pfirsichmarmelade
4. wie macht der Fuchs
5. wie macht man Aperol Spritz
6. wie mache ich einen Screenshot
7. wie macht man ein YouTube-Kanal
8. wie mache ich mich selbstständig
9. wie macht sich Alzheimer bemerkbar
10. wie mache ich einen Sonntagszopf

Die beliebtesten globalen Suchanfragen 2015

Suchanfragen
1. Lamar Odom
2. Charlie Hebdo
3. Agar.io
4. Jurassic World
5. Paris
6. Furios 7
7. Fallout 4
8. Ronda Rousey
9. Caitlyn Jenner
10. American Sniper

People
1. Lamar Odom
2. Ronda Rousey
3. Caitlyn Jenner
4. Adele
5. Charlie Sheen
6. Ruby Rose
7. Donald Trump
8. Sia
9. Dakota Johnson
10. Jeremy Clarkson
 

Weko sagt Ja zu Werbeallianz von Swisscom, SRG und Ringier

Die Eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) hat das Gemeinschaftsunternehmen von Swisscom, SRG und Ringier, in dem diese ihren Werbeverkauf bündeln wollen, ohne Auflagen genehmigt.

Nach einer vertieften Prüfung erwartet die Weko keine Beseitigung des wirksamen Wettbewerbs. Neben der verstärkten Zusammenarbeit in der Vermarktung von Online-, TV- und  Radiowerbung planen die Kooperationspartner über Swisscom-TV zielgruppenspezifische TV-Werbung in der Schweiz einzuführen. Die Weko erwartet laut einer Mitteilung vom Mittwoch, dass das  Gemeinschaftsunternehmen zwar zu einem der stärksten Marktteilnehmern im  Bereich der Werbevermarktung aufsteigen wird. Laut Weko bestehen aber bei der  Werbung in TV-, Online-, Radio- und Printbereich weiterhin starke Wettbewerber. Zudem sei die Marktentwicklung bei zielgerichteter TV-Werbung derzeit ungewiss.  Damit sind laut Weko die gesetzlichen Voraussetzungen für ein Verbot oder für Auflagen nicht erfüllt.

In einem gemeinsamen Communiqué stellten die Kooperationspartner fest, dass die Schweizer Werbemarkt durch den Weko-Entscheid Rückenwind erhalte. Die Dienstleistungen des neuen Unternehmens würden allen Werbeauftraggebern, Agenturen sowie weiteren Anbietern von Werbeinventar offenstehen. Im August hatten die drei Unternehmen mitgeteilt, dass sie ihre Nutzerdaten in die neue Firma einbringen wollen, die Swisscom zudem ihr technisches Knowhow, die SRG und Ringier ihre Werbeplattformen. (SDA)

Zum Thema: Weko prüft Werbeallianz von Swisscom, SRG und Ringier vertieft

Gold-Medaille der Society of Illustrators New York für Luzerner Master-Absolventin

Francesca Sanna hat für ihre Abschlussarbeit an der Hochschule Luzern – Design & Kunst im Master of Arts in Design mit der Spezialisierung Illustration eine der begehrtesten Auszeichnungen für Illustratoren weltweit erhalten.

In ihrem Buchprojekt «I'M MIGRANT» erzählt sie die Flucht einer Familie nach Europa. Francesca Sanna hat im Sommer 2015 an der Hochschule Luzern – Design & Kunst ihren Master of Arts in Design mit Spezialisierung in Illustration abgeschlossen. Für ihre Abschlussarbeit entwickelte die gebürtige Italienerin das Projekt «I’M MIGRANT», das sie sowohl als interaktives Kinderbuch als auch als Print-Buch konzipierte. Darin erzählt sie die Flucht einer Mutter mit zwei Kindern nach Europa.

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Nun bekommt Francesca Sanna für die gedruckte Version, die unter dem Titel «The Journey» erscheint, die Gold-Medaille der Society of Illustrators New York in der Kategorie Buch. «Die Society of Illustrators New York ist eine der ältesten und renommiertesten Organisationen für Illustration», erklärt Paolo Friz, Dozent für Illustration an der Hochschule Luzern – Design & Kunst. «Verleger und Illustratoren weltweit nehmen an den Ausschreibungen teil», sagt Friz. «In der Hall of Fame tummeln sich Ausnahmeerscheinungen der Illustration, wie Milton Glaser, Brad Holland, Saul Steinberg oder Will Eisner.»

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Freundinnen reden über die bevorstehende Flucht

Eigene Biographie als Ausgangspunkt

Für ihr Projekt «I’M MIGRANT» hat Francesca Sanna bereits den diesjährigen Förderpreis Master of Arts in Design der Hochschule Luzern erhalten. Sie sprach in der Vorbereitungsphase mehrfach mit Migrantinnen und Migranten, unter anderem aus Syrien, Eritrea und Somalia. Daraus ent- wickelte Sanna ein Kinderbuch für Acht- bis Zwölfjährige, das die Flucht einer Mutter und ihrer zwei Kinder aus einem Krisengebiet im nördlichen Afrika nach Europa schildert. In der inter- aktiven Fassung müssen die Leser die Familie sicher nach Europa bringen. Nur zwei Wege führen nicht in eine Sackgasse. Im illustrierten Kinderbuch begleitet der Leser die Flucht der Familie linear, die per Boot, Auto, im Zug und zu Fuss vorwärtskommt und viele Gefahren meistern muss.

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Packen vor der grossen Reise

Ausgangspunkt für die Arbeit war auch Francesca Sannas eigene Biographie. «Ich fragte mich: Was ist der Unterschied zwischen mir, einer Migrantin aus Italien, die neue Erfahrungen machen wollte, und den Flüchtlingen aus Syrien und Eritrea, die gar keine andere Chance haben», sagt die 24-Jährige, die aus Italien über Deutschland in die Schweiz migrierte. «Mein Hauptziel als Illustratorin war es, Empathie zu wecken und den Gedanken auszulösen, jeder von uns könnte der Migrant oder die Migrantin in der Geschichte sein.» Das Kinderbuch erscheint voraussichtlich im April auf Englisch im Verlag Nobrow Ltd/ Flying Eye Books in London und voraussichtlich im Juli auf Deutsch im Zürcher Nordsüd Verlag.

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Beginn der Flucht im Auto

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Ein Schlepper bringt die Flüchtlinge über die Grenze

Werbemarkt legt im November deutlich zu

Der Werbemarkt hat im November seinen jährlichen Höhepunkt mit Werbeausgaben von insgesamt 513 Millionen Franken erreicht. Den starken Rückgang der politischen Werbung nach den Wahlen haben Kampagnen für Tabakwaren und Telekommunikation mehr als wettgemacht.

Der Werbemarkt erreicht seinen jährlichen Höhepunkt mit einem monatlichen Werbedruck von 513 Millionen Bruttofranken und folgt weiterhin dem Aufwärtstrend. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Werbemarkt laut Media Focus um 1,6 Prozent angestiegen. Mit einem stolzen Volumen von 4‘501 Millionen Bruttofranken ist der Gesamtwerbedruck der ersten elf Monate gegenüber dem Vorjahr um rund 1 Prozent gewachsen.

Branchen im Aufwind?

Die grössten Steigerungen des Werbedrucks sind in den Branchen Tabakwaren (+48,7%), Telekommunikation (+35,3%), Verkehrsbetriebe (+25,2%) und Detailhandel (+16,4%) zu verzeichnen. Nicht alle Branchen folgen jedoch dem Aufwärtstrend. Ein Rückgang des Werbedrucks ist beim Teilmarkt Politische Kampagnen (-57,1%) und bei den Branchen Energie (-48.6%) und Unterhaltungselektronik & Foto (-32,2%) zu beobachten. Nur geringe Veränderungen gibt es dagegen bei den Branchen Veranstaltungen (+0,4%), IT & Büro (-0,9%) sowie Mode & Sport (-1,6%), die beinahe genauso viel Werbedruck erzeugen wie im Vorjahresmonat.

Eine warme Stube für Telekommunikation

Die Branche Telekommunikation erzeugt im November einen Werbedruck von rund 26 Millionen Bruttofranken, was einer deutlichen Steigerung von 35.3 Prozent gegenüber Vorjahresmonat entspricht. Die frischen Herbsttage lassen offensichtlich die Freude am Home Cinema aufkeimen, denn gleich drei Produkte aus diesem Bereich haben es in die Top 10 der meistbeworbenen Produkte über alle Branchen hinweg geschafft: Teleclub Pay TV befindet sich auf Platz 3, UPC Cablecom Komplettpaket auf Platz 7 und Swisscom TV 2.0 rangiert auf dem neunten Platz. Ein weiteres Produkt der Telekommunikationsbranche befindet sich erneut in den Top 10 der meistbeworbenen Produkte: Das iPhone 6s von Apple hat es sogar auf den zweiten Platz geschafft.

Unterhaltungselektronik & Foto friert ein

Entgegen des Aufwärtstrends hat sich die Branche Unterhaltungs- elektronik & Foto mit einem Werbedruck von rund 10 Millionen Bruttofranken im November zurückgehalten. Dies entspricht einer Abnahme von 32,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch im ganzen Jahr 2015 war der Werbedruck der Branche rückläufig. Mit einem Gesamtwerbedruck von 55 Millionen Bruttofranken ist dieser um 28 Prozent gesunken. Ob die Branche im Dezember noch aufholen wird?

Werbedruck im Gesamtmarkt

Entwicklung des Werbedrucks per November 2015

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Werbedruck in den Medien

Entwicklung des Werbedrucks in den Medien im Vorjahresvergleich

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Werbedruck-Verteilung in den Medien

Verteilung des Werbedrucks in den Medien seit 2005

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Hier gibt es den vollständigen Werbemarkt Trend mit tabellarischer Trendindikation sowie methodischen Hinweisen als Download.

Ginetta: Wechsel in der Geschäftsführung

Personelle Veränderung in der Leitung der Zürcher Web-Agentur Ginetta: Firmengründer Simon Raess übernimmt Geschäftsführung von Valérie Vuillerat, die das Unternehmen verlässt.

Nach sechs Jahren als Geschäftsführerin hat sich Valérie Vuillerat entschieden, von ihrer Funktion zurückzutreten und das Unternehmen per Ende Jahr zu verlassen. Firmengründer Simon Raess übernimmt per 1. Januar 2016 die Leitung des Unternehmens. «Valérie hat mit ihrem grossen Engagement, ihrer Umsicht und ihrer einnehmenden Persönlichkeit ganz wesentlich zum Erfolg von Ginetta beigetragen. Ich hätte mir keine bessere Geschäftsführerin für das Unternehmen wünschen können.» lobt Simon Raess die umtriebige Unternehmerin. Valérie Vuillerat freut sich laut Mitteilung auf neue unternehmerische Herausforderungen im kommenden Jahr. Ihre Lehrtätigkeit an der Hochschule Luzern HSLU und der Zürcher Hochschule für Wirtschaft HWZ wird sie wie gehabt weiterführen.

Die Schweizer Web-Agentur Ginetta hat sich auf die Konzeption, Gestaltung und Entwicklung von benutzerfreundlichen Webseiten und Mobile Apps spezialisiert. Die Agentur zeichnet unter anderem für die neue SBB Mobile App, Helsana Prämienrechner, local.ch, Doodle, Uepaa, Crowdhouse, und Swisscom Docsafe verantwortlich.

Weko sieht keine Beseitigung des Wettbewerbs durch die Werbeallianz

Die Weko ist bei seiner Überprüfung der Werbeallianz von Swisscom, SRG und Ringier zum Schluss gekommen, dass diese den Wettbewerb nicht beseitigt. Darum könne die Weko diesen Zusammenschluss weder verbieten noch Auflagen machen.

Das sagte Weko-Direktor Rafael Corazza am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Der Entscheid der Weko bietet medienpolitischen Zündstoff. Dies vor allem weil verschiedene Verleger und der Verlegerverband bereits im Vorfeld des Weko-Entscheids klar gemacht haben, dass sie diese Werbeallianz eines privaten Medienhauses mit zwei staatsnahen Unternehmen wie die Swisscom und die SRG bekämpfen werden. Sie argumentierten dabei vor allem damit, dass diese Werbeallianz zu einer weiteren Wettbewerbsverzerrung führen werde. Tatsächlich erwartet die Weko, dass das das Gemeinschaftsunternehmen zu einer der stärksten Werbevermarkter in der Schweiz aufsteigt. Dennoch geht die Weko von einem weiterhin funktionierenden Werbemarkt aus, weil es auch noch andere starke Wettbewerber gebe, wie Weko-Direktor Rafael Corazza sagt. Dabei habe für den Entscheid keine Rolle gespielt, dass mit Swisscom und SRG zwei staatsnahe Unternehmen beteiligt sind. «Wir behandeln diese gleich wie private Firmen», sagt Corazza.

Politisch gewollte Wettbewerbsverzerrung

Beim Argument der Wettbewerbsverzerrung verweist Corazza auf den Auftrag der Weko. Die entscheidende Frage bei der Beurteilung des Zusammenschlusses sei für die Behörde gewesen, ob damit eine marktbeherrschende Stellung entstehe, die den Wettbewerb beseitige, sagt Corazza. Die Frage der Wettbewerbsverzerrung dagegen habe sich nicht gestellt. Denn wenn es eine Verzerrung des Wettbewerbs gebe, dann bestehe sie durch die Werbeaktivitäten der gebührenfinanzierten SRG politisch gewollt bereits heute. «Die Weko kann nicht mit einem Entscheid über einen Zusammenschluss die Politik korrigieren.» Weiter weist Corazza darauf hin, dass mit der Feststellung, dass auch mit der Werbeallianz der Wettbewerb im Werbemarkt nicht beseitigt werde, die Weko dieser Allianz auch keine Auflagen machen könne. Es sei darum auch nicht möglich, dem Gemeinschaftsunternehmen wie von einzelnen Verlegern gefordert, zur Datenherausgabe zu bewegen.

Der jetzige Entscheid bedeutet laut Corazza jedoch nicht, dass die Weko auch in Zukunft nicht im Werbemarkt intervenieren wird. Sollte sich nämlich zum Beispiel zeigen, dass kleinere Medienunternehmen gezwungen wären, sich der Allianz anzuschliessen, würde die Weko bei einem Missbrauch durch das Gemeinschaftsunternehmen eingreifen, verspricht Corazza. «Dann hätten wir die Legitimation.»

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