Filmvestival Locarno: Streit um die Filmförderung geht weiter

Bundesrat Pascal Couchepin äusserte sich an der Pressekonferenz in Locarno zur Aufsichtsbeschwerde der beiden Filmproduzentenverbände SFP und Garp gegen die Sektion Film. Das Departement werde die Vorwürfe prüfen.

Bundesrat Pascal Couchepin äusserte sich an der Pressekonferenz in Locarno punkto Aufsichtsbeschwerde des Schweizerischen Verbandes der Filmproduzentinnen und –produzenten (SFP) und der Gruppe Autoren, Regisseure und Produzenten (Garp). Sein Departement werde die Vorwürfe prüfen, der Konflikt werde aber nicht öffentlich ausgetragen, so der Kulturminister.
Die beiden Berufsverbände SFP und Garp hatten am 30. Juli eine Beschwerde beim Bundesamt für Kultur (Bak) eingereicht. Adressiert war diese an den Direktor Jean-Fréderic Jauslin und richtete sich gegen die Sektion Film. Die Vorwürfe betreffen Verstösse gegen diverse Vorschriften bei der selektiven Filmförderung. So sei unter anderem die gesetzliche Ausstandspflicht von Mitgliedern des Begutachtungsausschusses missachtet worden, heisst es in einem Communiqué der Verbände. Zudem wird die «mangelhafte Geschäftsführung» kritisiert. Mehrfach sei willkürlich mit Höchstbeiträgen umgegangen worden. Zudem habe der Leiter der selektiven Förderung gewissen Projekten «willkürlich die Förderung versagt» und Verfügungen von hängigen Geschäften verschleppt.

Schweizer Kinos durch Umstellung auf Digitaltechnik bedroht

Das Bundesamt für Kultur (Bak) sorgt sich um die Zukunft der schweizerischen Kinolandschaft. Durch die kostspielige Umstellung auf digitale Projektoren seien bis zu 35 Prozent der Kinosäle von der Schliessung bedroht.

Das Bundesamt für Kultur (Bak) sieht die schweizerische Kinolandschaft in Gefahr.
Diese stehe aufgrund der Ablösung der 35mm Vorführsysteme durch digitale Kinoprojektoren «vor einer grossen Herausforderung», schreibt das Bundesamt in einem Pressecommuniqué vom Freitag. Durch die Einführung dieser kostspieligen Technik seien bis zu 35 Prozent der Kinosäle in der Schweiz von der Schliessung bedroht – vor allem Kinos in kleinen und mittleren Orten, die sich diese Technik nicht leisten können. Experten sehen in gewissen europäischen Ländern sogar über 50 Prozent der Kinosäle bedroht.
Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Filmverleihern, Kinobetreibern sowie Vertretern des Bundesamtes für Kultur kommt zum Schluss, dass nur mit einer breit abgestützten Finanzierungslösung (Kino, Verleih, Bund, Kantone und Gemeinden) die in der Schweiz europaweit einzigartige Vielfalt der Kinolandschaft weiter bestehen kann.

Digitaler Film bringt Einsparpotenzial – aber nicht für Kinos
Die Umrüstung der Kinos erfolgt nicht freiwillig, sondern aufgrund neuer digitaler Standards, die von der amerikanischen Filmindustrie entwickelt worden sind. Die Herstellung von digitalen Filmkopien führt langfristig und vor allem bei internationalen Grossproduktionen zu erheblichen Kosteneinsparungen. Für die Kinobetriebe besteht hingegen kaum Einsparpotenzial.

Bundesamt für Kultur: Multimedialen Filmmusikwettbewerb lanciert

Das Bundesamt für Kultur (Bak) hat einen multimedialen Filmmusikwettbewerb lanciert, bei dem ein Animationsfilm vertont werden soll. Ziel ist es, junge Komponisten im Bereich der neuen digitalen Medien zu fördern.

Das Bundesamt für Kultur (Bak) hat in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern Design und Kunst (HSLU), der Musikplattform Mx3.ch und der «Union of Film Music Composers Switzerland» den multimedialen Filmmusikwettbewerb «The Score» lanciert. Dieser soll junge Komponisten unter 30 Jahren im Bereich der neuen digitalen Medien fördern. Teilnehmer schreiben sich bis zum 16. November 2009 auf der Internetplattform Mx3.ch für den Wettbewerb ein und komponieren eine neue Filmmusik für den 2,25 minütigen Animationsfilm «Plexo» von HSLU-Absolvent Jan Anthamatten. Maximal zehn Beiträge werden bis Ende Jahr nominiert und auf Thescore.ch präsentiert. Im Januar 2010 findet dann die Publikumswahl statt. Die Gewinner werden am 25. Januar 2010 im Rahmen der Solothurner Filmtage bekannt gegeben. Zu gewinnen gibt es drei Preise im Wert von insgesamt 5’000 Franken. Unterstützt wird der Wettbewerb durch die Schweizerische Post.

Bund gibt grünes Licht für Verkauf von Basel 1

Die Medien für Erwachsene AG (MFE) darf der Basler Zeitung Medien AG (BZM) die Mehrheit am Lokalradio Radio Basel 1 abkaufen. Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation Uvek hat grünes Licht für den Deal gegeben.

Die Medien für Erwachsene AG (MFE) darf der Basler Zeitung Medien AG (BZM) die Mehrheit am Lokalradio Radio Basel 1 abkaufen. Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation Uvek hat laut einem Communiqué vom Donnerstag grünes Licht für den Deal gegeben. MFE habe eine glaubhafte Finanzierung des Projektes und ein überzeugendes Programmkonzept mit Schwerpunkt Information dargelegt, so die Begründung des Uvek. Ausserdem wolle MFE frühere Zusicherungen von Radio Basel 1 zu Arbeitsbedingungen und Qualität einhalten.
Die Konzessionsbehörde stellt jedoch eine Bedingung: MFE muss seine Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen den Konzessionsentscheid vom Oktober zurückziehen. Der Rückzug war gemäss SDA bereits im Mai angekündigt worden – die Beschwerde ist mit dem Verkaufsangebot der BZM an MFE obsolet geworden.

Ruf Lanz für Sport Factory Outlet: Bush und Obama werben für Velohelme

Ruf Lanz hat für Sport Factory Outlet neue Sujets entworfen. Unter dem Slogan «Für alle, die etwas zu schützen haben» zeigt die Agentur den alten Präsidenten George W. Bush ohne und den neuen Präsidenten Barack Obama mit Velohelm.

Bekannt geworden ist Sport Factory Outlet unter anderem mit Radiospots, in denen George W. Bush nach einem Velounfall ungewollt komisch für den Velohelmverkauf des Sport Factory Outlet warb (Cannes Lion Winner 2008). Nun übersteht das Konzept sogar den Präsidentenwechsel. Unter dem Slogan «Für alle, die etwas zu schützen haben» zeigt Ruf Lanz den alten Präsidenten George W. Bush ohne Velohelm – und den neuen Präsidenten Barack Obama mit Velohelm.
Das Sujet erscheint auf Postkarten und POS-Plakaten.
Verantwortlich bei Sport Factory Outlet: Peter Wider. Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (CD), Markus Ruf (Text), Marcel Schläfle (Art Direction).
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Online-Kampagnen: Studie vergleicht Umfeldplatzierung mit «Behavioral Targeting»

Eine Studie der Fachhochschule St. Pölten hat die Effizienz verschiedener Platzierungsstrategien im Internet untersucht und schafft damit eine wissenschaftliche Grundlage für die Platzierung von Online-Werbung.

Der Ansatz des sogenannten «Behavioural Targeting», der das Ansprechen bestimmter Nutzergruppen aufgrund der Analyse ihres Online-Verhaltens bezeichnet, gewinnt für die Werbebranche zunehmend an Bedeutung. Während Werbetreibende sich von der neuen Methode vor allem eine Reduktion der bisher öfter vorkommenden, für sie unangenehm kostspieligen Fehlstreuung ihrer Botschaften versprechen, existiert bislang aber noch kein ausreichender Beweis für die Vorteile dieser Werbestrategie. «Die Targeting-Technologie funktioniert genauso gut wie die herkömmliche Methode der Umfeldplatzierung. In puncto Werbewirkung und Werbeerinnerungsleistung im Internet haben unsere Forschungsergebnisse keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Verfahren erkennen lassen», stellt Kathrin Oberreither, Co-Autorin einer gemeinsamen Untersuchung der Fachhochschule St. Pölten und Fastbridge, im Pressetext-Interview fest. Für eine endgültige Einschätzung der Effektivität des Targeting-Konzepts seien allerdings noch wichtige Erfahrungswerte aus der Praxis notwendig.
«Behavioural Targeting ist eine Form von verhaltensorientierter Werbung, bei der das spezifische Surfverhalten, das ein User an den Tag legt, analysiert wird, um ihm zielgerichtet passende Werbung zeigen zu können», erklärt Oberreither. Hier liege auch der wesentliche Unterschied zum herkömmlichen Ansatz der Umfeldplatzierung, bei dem lediglich versucht werde, die Effizienz von Werbeanzeigen durch die Positionierung in einem thematisch passenden Umfeld zu steigern. «Obwohl die Targeting-Methode mittlerweile bereits seit einiger Zeit existiert, hat sie sich am Markt noch nicht wirklich etabliert. Die Hauptgründe hierfür sind vor allem der verhältnismäßig hohe technische und finanzielle Aufwand», schildert Oberreither. Die Expertin ist aber davon überzeugt, dass dieser Ansatz in Zukunft öfter zum Einsatz kommen wird. «In Österreich ist es bislang nur vereinzelt möglich, maßgeschneiderte Werbung zu schalten. Dass in dieser Hinsicht aber noch viel Potenzial vorhanden ist, zeigt das Beispiel Deutschland, wo aufgrund der Größe der dortigen Medienlandschaft bereits zahlreiche derartige Angebote zu beobachten sind», betont Oberreither.

Werbewoche macht Sommerpause

Vom 24. Juli bis 9. August macht Werbewoche online eine kurze Sommerpause. Das erste Newsmail nach der Pause erscheint am Montag, 10. August.

Vom 24. Juli bis 9. August macht Werbewoche online eine kurze Sommerpause. Das erste Newsmail nach der Pause erscheint am Montag, 10. August. Die nächste Ausgabe der gedruckten Werbewoche erscheint am 13. August. Wir wünschen Ihnen eine schöne Sommerzeit!
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(Bild: Keystone)

Inhalt & Form: Für Vögele Shoes Kids- Flyer realisiert

Die Agentur Inhalt & Form hat für Vögele Shoes den neuen Kids-Flyer realisiert. Er erscheint in einer Auflage von 2,5 Millionen Exemplaren und kommt in der Schweiz, in Österreich und in Slowenien zum Einsatz.

Inhalt & Form hat für Vögele Shoes den neuen Kids-Flyer realisiert. Mit kräftigen Farben und lachenden Gesichtern mache es einfach nur Spass, im Flyer zu blättern, heisst es in einer Mitteilung der Agentur. Er erscheint in einer Auflage von 2,5 Millionen Exemplaren und kommt in der Schweiz, in Österreich und in Slowenien zum Einsatz.
Verantwortlich bei Vögele Shoes: Daniel Widmer (Leiter Marketing). Verantwortlich bei Inhalt & Form: Claudia Fuchs (AD), Claudio Zier, Alexandra Helbling (Beratung). Claude Stahel (Fotografie), Damaris Eigenheer (Styling), Peter Schell (Haare & Make-up), Patrick Rohner (Bildbearbeitung).
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Namics verhilft Raiffeisen Schweiz zu mobilem Webauftritt

Raiffeisen hat ab sofort einen mobilen Webauftritt. Der IT- und Webdienstleister Namics hat Raiffeisen technisch beraten und das User-Interface-Design sowie die Navigations-Ergonomie entwickelt.

Raiffeisen hat ab sofort einen mobilen Webauftritt. Der IT- und Webdienstleister Namics hat Raiffeisen technisch beraten und das User-Interface-Design sowie die Navigations-Ergonomie entwickelt. Die mobile Anwendung unter m.raiffeisen.ch bietet den Kunden gemäss Mitteilung zahlreiche Dienste, die sie auch vom Internetauftritt her kennen – beispielsweise wird einem bei der Suche nach dem nächsten Bankomaten oder der nächsten Bankfiliale geholfen. Karten weisen dann zum gesuchten Standort. Ausserdem sind Öffnungszeiten, Telefonnummern und Finanzinformationen abrufbar. Dank einer so genannten Mobile Detection werden Website-Besucher mit mobilen Geräten automatisch erkannt und auf den mobilen Auftritt weitergeleitet – dem Nutzer steht allerdings frei, auf den primären Internetauftritt Raiffeisen.ch zu wechseln.

Oscar-Gewinner Xavier Koller dreht Werbespot für Emmentaler

Regisseur Xavier Koller hat für Emmentaler Käse einen Werbespot gedreht. Wie die Gratiszeitung News schreibt, reiste der für «Reise der Hoffnung» mit einem Oscar geehrte Schweizer samt Familie von seinem Wohnort in Los Angeles ins Emmental zur Schaukäserei.

Regisseur Xavier Koller hat für Emmentaler Käse einen Werbespot gedreht. Wie die Gratiszeitung News schreibt, reiste der für «Reise der Hoffnung» mit einem Oscar geehrte Schweizer samt Familie von seinem Wohnort in Los Angeles ins Emmental zur Schaukäserei. Hauptdarstellerin im 40-Sekunden-Spot ist Miss Bea 2009 – die Kuh soll ihre Rolle wie ein alter Schauspielhase gespielt haben.
Die Musik liefert Rapper Bligg, der eigens einen Song dazu geschrieben hat. Der Spot läuft ab 5. September unter anderem im Schweizer Fernsehen. Premiere feiert er gleichentags an der Veranstaltung «Emmentaler 2009» auf dem Bundesplatz in Bern.

Pitchgewinn: EKU entscheidet sich für die Ideen von Vitamin 2

Vitamin 2 hat sich in einem Pitch gegen mehrere Agenturen durchgesetzt und das Unternehmen für Schiebetürenbeschläge EKU als neuen Kunden gewonnen.

EKU, ein international tätiges Unternehmen für Schiebetürenbeschläge, war auf der Suche nach einem Partner für Konzeption und Realisation seines neuen Newsletters (Print und elektronisch). Die Werber von Vitamin 2 aus St. Gallen haben sich gegen mehrere Agenturen durchgesetzt. Der erste Newsletter, inklusive flankierenden Massnahmen, geht Im Herbst/Winter 2009 an die internationalen Empfänger.

Weltweite Werbeausgaben 2009: Im ersten Quartal um 7,2 Prozent gesunken

Die weltweiten Werbeausgaben sind im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent gesunken. Dies geht aus dem kürzlich veröffentlichten Global Adview Pulse-Bericht von Nielsen hervor.

Die weltweiten Werbeausgaben sind im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent gesunken, wie das Medien- und Marktforschungsunternehmen Nielsen in seinem vor kurzem veröffentlichten Bericht über globale Werbetrends schreibt. Besonders betroffen ist Europa mit einem Minus von 8,7 Prozent. Spanien spürt dabei den Abwärtstrend mit einem Rückgang von 28,2 Prozent am stärksten, gefolgt von Irland mit einem Minus von 21,2 Prozent, Italien mit 19,1 Prozent weniger Werbeausgaben sowie Grossbritannien mit einem Rückgang um 14,7 Prozent. In Nordamerika fielen die Ausgaben für die Werbung um 12,7 Prozent. Aufwärts geht es hingegen in China mit einem leichten Plus von 2,5 Prozent.
Stärkster Rückgang bei den Zeitschriften
Aus dem Global Adview Pulse-Bericht geht weiter hervor, dass Werbung in jeder der vier Hauptmediengattungen Zeitungen, TV, Zeitschriften und Radio zurückgegangen ist. Der stärkste Rückgang war weltweit bei den Zeitschriften (minus 17,4 Prozent) zu verzeichnen. Werbeausgaben in den Zeitungen wurden um minus 9,1 Prozent reduziert, die Rückgänge bei TV und Radio sind mit minus 4,7 Prozent beziehungsweise minus 2,5 Prozent gemäßigter ausgefallen. Die Printmedien mit Rückgängen in allen Regionen waren von der Krise weltweit am härtesten betroffen. Insbesondere Nordamerika weist hier mit minus 22,2 Prozent weniger Werbeausgaben für Zeitschriften sowie mit einem Minus von 15,6 Prozent bei den Zeitungen im Vergleich zum Vorjahr auf. Sowohl in Europa (minus 8,6 Prozent) als auch in Nordamerika (minus 9,3 Prozent) sind die TV-Werbeausgaben gesunken, wobei ein leichter Anstieg in Asia-Pazifik (plus 1,0 Prozent) den Gesamtrückgang etwas abmindern konnte. Radio verzeichnete ein Minus von 8,2 Prozent in Nordamerika, ist aber in Europa relativ stabil geblieben (minus 0,1 Prozent) und konnte in Asia-Pazifik leicht zulegen (plus 1,4 Prozent) und dabei das Gesamtbild etwas verbessern.
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