Aus für die Frauenzeitung Fraz
Die Frauenzeitung Fraz, das einstige Sprachrohr der Schweizer Frauenbewegung, wird nach 35 Jahren eingestellt. Schuld daran ist für einmal nicht die Wirtschaftskrise, sondern das stetig sinkende Interesse an Frauenfragen.
Schuld daran ist das stetig sinkende Interesse an Frauenfragen. Vor allem jüngere Frauen hätten heute nur noch wenig für solche Themen übrig, sagte Co-Geschäftsführerin Monica Vanoni gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Monica Jeggli, ehemalige Geschäftsführerin der Zeitung sieht den Grund aber auch darin, dass Frauenthemen in vielen anderen Medien einen Platz gefunden hätten.
Ursprünglich als internes Kommunikationsorgan gedacht
1975 erschien die Fraz zum ersten Mal, damals noch unter dem Namen Frauezitig. Gedacht war sie als internes Kommunikationsorgan der autonomen Frauenbewegung, erst später richtete sie sich an ein breiteres Publikum.
Einen Rettungsversuch gab es 2008. Ein neues, modernes Layout sollte junge Frauen ansprechen. «Die Massnahme kam aber leider zu spät», sagte Vanoni. Drei Teilzeitmitarbeiterinnen verlieren ihre Stelle, dazu kommen mehrere freischaffende Journalistinnen und Fotografinnen, die ebenfalls betroffen sind. Bislang fehler der Fraz-Redaktion noch mehrere tausend Franken, um eine Abschiedsnummer zu produzieren. Geplant ist zudem, die Fraz-Artikel von den Anfängen bis heute ins Internet zu stellen.

















