Startbahnwest: Urwaldbroschüre für Greenpeace Schweiz realisiert

Startbahnwest hat im Auftrag von Greenpeace Schweiz eine Informationsbroschüre für die Schweizer Öffentlichkeit zum Thema Urwald und Klimawandel kreiert.

Startbahnwest hat im Auftrag von Greenpeace Schweiz eine Informationsbroschüre für die Schweizer Öffentlichkeit zum Thema Urwald und Klimawandel kreiert.
Ziel der Broschüre «Für den Urwald, für das Klima» ist es, darüber zu informieren, dass Klimaschutz und Urwaldschutz eng zusammenhängen und dass die Hauptursache für die Umweltzerstörung unser Konsumverhalten ist. Weiter enthält die Broschüre laut Mitteilung der Agentur Tipps, wie jeder einzelne von uns zum Klima- und Urwaldschutz beitragen kann. Die eher textlastige Broschüre wird durch das Bild- und Layout-Konzept aufgelockert und benutzerfreundlich gemacht. Die Broschüre ist dabei von A5 auf A3 aufklappbar. Klappt man die Broschüre auf, wird man vom Bild eines gesunden Waldes überrascht, auf dem die Tipps aufgelistet sind. Dahinter steckt die Idee, dass alle Urwälder so aussehen könnten, wenn man die Tipps von Greenpeace umsetzt.
Die Broschüre kann bei Greenpeace Schweiz gratis bestellt oder heruntergeladen werden.
Verantwortlich bei Greenpeace Schweiz: Swati Jangle (Marketing Communications Manager). Verantwortlich bei Startbahnwest: Denise Heusser (Beratung), Gesine Dittrich (AD), Natasa Maricic (Text), Joely Tafanalo (DTP).
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E-Medien wachsen weiter

Der Goldbach-Media-Index Gemi weist im August 2009 über die E-Medien einen weiteren Zuwachs des Werbedrucks aus. Der Index zeigt bei elektronischen Medien eine Steigerung von 3 Indexpunkten auf 440 (437).

Gemi Der Goldbach-Media-Index Gemi weist im August 2009 über die E-Medien einen weiteren Zuwachs des Werbedrucks aus. Der Index zeigt bei elektronischen Medien eine Steigerung von 3 Indexpunkten auf 440 (437). Auch das Medium TV vermag wiederum mit 3 Indexpunkten auf 446 (443) zuzunehmen. Während Radio um 4 Indexpunkte auf 255 (251) wächst, büsst Teletext um 2 Indexpunkte auf 148 (150) an Werbedruck ein. Auch die digitalen Werbeflächen gehen um 3 Indexpunkte auf 189 (192) zurück. Bei der Beurteilung des Index ist zu beachten, dass in der Kurzzeitbetrachtung jeweils die dreizehn vergangenen Monate saisonal geglättet werden.
Der Gemi informiert seit der Einführung des ersten Werbefensters im Jahr 1993 über die indexierte Entwicklung der elektronischen Medien im Vergleich zum Gesamtmarkt. Seit 2007 werden nebst den bestehenden Mediengruppen TV, Radio, Online und Teletext auch die digitalen Werbeflächen erfasst.

Basel: Baustellenwände und Verteilkästen werden zu offiziellen Plakatwänden

Die baselstädtische Regierung will den Wildwuchs von Kultur- Kleinplakaten im öffentlichen Raum in den Griff bekommen: Verteilkästen, Haltestellen-Spritzschutzwände und Baustellenwände werden offiziell zu Plakatflächen, letztere teils gratis.

Die baselstädtische Regierung will den Wildwuchs von Kultur- Kleinplakaten im öffentlichen Raum in den Griff bekommen: Verteilkästen, Haltestellen-Spritzschutzwände und Baustellenwände werden offiziell zu Plakatflächen, letztere teils gratis. Die erstmalige Regelung der «kulturellen Kleinplakatierung» macht bisher Verbotenes legal, wie die Allmendverwaltung laut SDA am Mittwoch mitteilte. Man darf nun aber nicht wild draufloskleben, sondern braucht das grüne Licht der Eigentümer: IWB, BVB und Telecom-Firmen können neu ihre Verteilkästen und Spritzschutzwände bewirtschaften. Eigentümer bekämen von der Allmendverwaltung eine Bewilligung für die Nutzung als Plakatflächen. Mit Plakatierungsfirmen können sie so Bewirtschaftungsverträge abschliessen, wie es weiter hiess. Bewilligungen würden nach einem Konzept vor allem entlang der Verkehrsachsen, in der Innerstadt und an zentralen Orten erteilt.
Nur für kulturelle Veranstaltungen
Die Bewilligungen sollen bis 2010 erteilt werden, dann werden die betreffenden Standorte vorbereitet. Der Leiter der Allmendverwaltung, Niklaus Hofmann, erwartet keine Konflikte wegen Heimatschutz-Einwänden: Das Kleinplakatierungs- Konzept sei mit der Stadtbildkommission abgesprochen. Neben dem im Internet publizierten Flächen-Standortplan gebe es auch ein Gestaltungskonzept für die neuen Plakatflächen: Dieses gebe die zulässigen Formate sowie die Art der Anbringung vor.
Die neuen Kleinplakat-Freiheiten zielen auf kommerzielle und nicht-kommerzielle Kulturveranstaltungen, nicht aber auf Läden oder Ähnliches. Für Grossplakate gilt ein langjähriger Vertrag mit der Allgemeinen Plakatgesellschaft (APG). Diese würde sich wehren, falls ihr jemand ins Gehege kommt, meint Hofmann.
Gratis plakatieren auf Baustellenwänden
Sobald das Plakatierungskonzept umgesetzt ist, soll illegales Plakatieren geahndet werden. Eigentümer neuer Kleinplakat-Standorte werden vertraglich verpflichtet, solches zu verhindern. Laut Hofmann sollen sie konkret Druck auf Plakatierungsfirmen machen, damit deren Leute sich an die Regeln halten. Ungewohnte Freiheiten werden derweil für manche Baustellenwände öffentlicher Baustellen angekündigt. An jeweils im Vorjahr definierten und publizierten Flächen dürfen Kulturschaffende künftig kostenlos und frei plakatieren.
Die Basler Regierung hatte das Reglement bereits im Juni als einfachen Beschluss verabschiedet. Der neue Leiter der Allmendverwaltung musste danach noch das Konzept ausfeilen und mit Betroffenen besprechen.

SFLB kündigt neuen Tagi auf ungewöhnliche Weise an

Wenn eine Zeitung einen Relaunch macht, das Layout und die Blattstruktur verändert, dann werden in der Werbung dazu meist die neue Übersichtlichkeit, mehr Hintergrund oder andere positive Attribute angepriesen. Bei der aktuellen Kampagne der Agentur SFLB für den neuen Tages-Anzeiger ist das für einmal anders.

Wenn eine Zeitung einen Relaunch macht, das Layout und die Blattstruktur verändert, dann werden in der Werbung dazu meist die neue Übersichtlichkeit, mehr Hintergrund oder andere positive Attribute angepriesen. Bei der aktuellen Kampagne der Agentur SFLB für den neuen Tages-Anzeiger ist das für einmal anders, wie es in einer Mitteilung heisst. Da wird zwar der neue Tages-Anzeiger angekündigt, doch mit einer für die Werbung überraschenden Wende: «Am nächsten Dienstag kommt der neue Tages-Anzeiger. Hier schon mal die Nummer für Reklamationen: 044 404 64 55.» Das Inserat habe, so Verlagsleiter Marcel Tappeiner, intern und extern bereits für viele Schmunzler gesorgt. Es sei humorvoll gemeint, aber nicht nur: Ein neues Layout und eine neue Blattstruktur seien für viele Leserinnen und Leser zuerst einmal etwas Ungewohntes. Die Erfahrung zeige, dass einige sich dann jeweils bei den Redaktionen und Verlagen melden würden. Der Tages-Anzeiger wolle nun aktiv auf die Leserinnen und Leser zugehen und sie sogar ermutigen, ihren Eindruck mitzuteilen. So wird die im Inserat genannte Reklamationsnummer je nach Bedarf während rund 6 Tagen besetzt sein von mehreren Spezialisten.
Das Inserat ist in verschiedenen Tamedia-Titeln zu sehen.
Verantwortlich beim Tages-Anzeiger: Marcel Tappeiner (Verlagsleiter), Cyril Hänggi (Markenkommunikation). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Martin Spillmann, Peter Brönnimann, Dana Wirz (Kreation), Mirjam Eberle, Andy Stäheli (Beratung).
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TV-Alkoholwerbung: Noch immer keine Einigung im Parlament

Um die Alkoholwerbung auf den Fernsehsendern zu regeln, ist eine Einigungskonferenz nötig: Der Ständerat ist für ein Verbot, der Nationalrat hat sich am Mittwoch zum dritten Mal mit 92 zu 71 Stimmen für eine Liberalisierung ausgesprochen.

Um die Alkoholwerbung auf den Fernsehsendern zu regeln, ist eine Einigungskonferenz nötig. Der Ständerat ist für ein Verbot, der Nationalrat hat sich am Mittwoch zum dritten Mal mit 92 zu 71 Stimmen für eine Liberalisierung ausgesprochen.
Zur Zeit ist die Werbung für Bier und Wein in der Schweiz auf allen SRG-Sendern sowie in den Schweizer Werbefenstern von ausländischen Fernsehanbietern verboten. Hingegen dürfen lokale TV-Sender und die Privatradios für Bier und Wein Werbung machen. Diese Gesetzgebung steht im Widerspruch zur EU-Richtlinie «Fernsehen ohne Grenzen».

Kleb dir einen!

Die Polepositions links und rechts des Zeitungskopfes sind als Werbefläche begehrt, teuer und meist von Luxusuhrenmarken belegt. Nun kann sich auch der Beck um die Ecke einen Spitzenwerbeplatz sichern: mit Memostick. Auf der Frontseite von Zeitungen entfaltet der Kleber seine ganze Schlagkraft. Entwickelt wurde er von WRH Marketing.

Man nehme einen selbstklebenden Notizzettel, schreibe seine Werbebotschaft darauf und beklebe mit dem Sticker eine komplette Zeitungsausgabe, oder zwei, oder drei. Am besten platziert man den Kleber oben rechts in der Ecke, wo jedes Auge zuallererst hinwandert. Aufmerksamkeit ist garantiert. Nach diesem Prinzip funktioniert der von der Hinwiler WRH Marketing entwickelte Memostick. Gemäss dem Vorbild eines Post-its kann der Aufkleber beschriftet, mit Bildern versehen, gestaltet und direkt auf die druckfrische Zeitung geklebt werden. Aber Memostick ist nicht irgendein Kleber: Der Werbeträger kann professionell nach CI/CD entworfen werden, lässt sich so von der Zeitung abziehen, dass die-se nicht zerreisst, und verliert seine Klebekraft nicht, auch wenn man ihn mehrfach abzieht und wieder aufklebt.
Der Effekt des Memosticks: Er ist auf dem Zeitungskopf ein sehr auffälliger, bunter Fremdkörper, der sofort ins Auge sticht – ähnlich einem Pop-up-Fenster im Internet, nur nicht so nervtötend. Der Stick wird von keiner anderen Werbung konkurrenziert, denn auf jede Zeitung wird nur ein Stick aufgeklebt. Leser, die sich von seiner Botschaft nicht angesprochen fühlen, können das Zettelchen einem Spezialkleber sei Dank einfach ablösen, ohne dass sie ihre Zeitung komplett zerfetzen. Die meisten Leser jedoch werden den Kleber abziehen, um das Angebot, das er anpreist, anzunehmen. «Diese Werbeform eignet sich perfekt dafür, auf Zeitungen Gutscheine und Sonderangebote, Rabatte und Produkteinführungen, Anlässe und Neueröffnungen zu bewerben», sagt Bernhard Leicht, Marketing-Direktor der WRH Marketing. Coupons in Zeitungen funktionieren im Vergleich weniger gut, denn nur wenige Menschen machen sich die Mühe, einen Bon auszuschneiden. Aber Mehrwert wird immer gern angenommen. Wenn man ihn einfach nur abziehen muss, um so besser.
Wertschöpfung auf dem Silbertablett
WRH Marketing bietet aber nicht nur den Memostick an, sondern auch gleich den passenden Applikator für die Druckereien. Irgendwie muss der Klebezettel schliesslich auf die Zeitung kommen. Der Hintergrund: WRH Marketing ist ein Tochterunternehmen der Walter Reist Holding, zu der auch das Unternehmen Ferag gehört. Ferag entwickelt Förder- und Verarbeitungssysteme für die Druckindustrie. WRH Marketing hat das Ziel, die klassischen Produktionsmöglichkeiten der Zeitungen zu erweitern. Deshalb bietet WRH Marketing den Kunden der Ferag, Druckereien und weiterverarbeitenden Betrieben, Tools an, mit denen sie ihre Wertschöpfung steigern und einen Zusatznutzen erzielen können. WRH Marketing entwickelte zum Beispiel patentierte Maschinen, die das Einstecken von Werbeflyern erleichtern, oder ein System zum Einschweissen von Medien und Werbematerialien unterschiedlicher Grösse. Auch Memostick ist ein Tool, das Zusatznutzen generieren soll.
Werbekleber im Selbstversuch
Der klebrige Werbeträger wird derzeit verstärkt auch in der Schweiz promotet. Gute Erfahrungen mit der Schweizer Entwicklung haben bereits viele Werber und Zeitungsbetriebe im Ausland gemacht: «In Italien wurde Memostick 2005 eingeführt, jetzt kleben unsere Kunden dort schon über 100 Millionen Memosticks pro Jahr», sagt Bernhard Leicht. «Sie würden das nicht tun, wenn Memostick nicht funktionieren würde.» McDonalds hat in Australien mit seinem Free-Lunch-Memostick auf dem Sydney Morning Herald einen sensationellen Rücklauf von 16,9 Prozent erreicht. L’Alsace hat einen Monat lang mit konventionellen Anzeigen für Bücher geworben und 100 davon verkauft, Memostick erzielte das gleiche Resultat in nur einem Tag. Auch auf Publikationen wie Le Figaro, La Voix du Nord, Le Progrès und Nice Matin wird das Werbeformat regelmässig geschaltet. Damit sind in Frankreich nationale Memostick-Kampagnen möglich. Erfolgreich ist das Werbeformat auch in Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Kanada, Luxemburg, Österreich, Polen, Schweden und den USA. Der Schweizer Markt verhält sich wie so oft noch zögerlich, erste Zuckungen sind aber erkennbar. So hat der Zürcher Oberländer im August den Versuch gewagt und seine Ausgabe vom 24. August mit Werbesticks für die Messe ZOM beklebt. Der Kleber fungierte als Gutschein für verbilligte Eintrittskarten. Die Aktion war ein riesiger Erfolg: ZOM klebte seinen Memostick rund 35 000 Mal. 2226 davon wurden eingelöst, was laut Messeleitung 3700 Tickets entspricht.
Die Werbewoche wollte es genau wissen und startete einen Selbstversuch – der, um es vorwegzunehmen, ebenfalls ein grosser Erfolg war: Faber-Castell brachte auf der Werbewoche 26/27 vom 13. August einen Memostick an, der ein Gratis-Schreibset und den neuen Werbemittelkatalog anpries. Die Rücklaufquote betrug bei einer Auflage von 4900 Exemplaren rund vier Prozent. «Die 200 Rückmeldungen, die wir auf den Memostick auf der Werbewoche bekommen haben, sind von hoher Qualität», betont Heidi Bieri-Fässler, Marketingleiterin von A.W. Faber-Castell Schweiz. «Wir haben Anfragen von Firmen bekommen, die mit grosser Wahrscheinlichkeit Bedarf an unseren Produkten haben.» WRH-Marketer Leicht ist fest davon überzeugt, dass alle Memostick-Kampag-
nen eine Rücklaufquote zwischen drei und zehn Prozent erreichen können – vorausgesetzt, die Werbebotschaft stimmt.
Abziehen, rubbeln oder abtrennen
Einen Memostick zu kreieren und zu platzieren geht im E-Shop www.memostick.com schnell und einfach. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder kann man seine Vorlage als «Gut zum Druck» hochladen, das Papier, die gewünschten Länder und Zeitungstitel sowie den Erscheinungstag auswählen und die Buchungsanfrage absenden. Alternativ kann man die Vorder- und Rückseite seines Werbeklebers mit Hilfe der Vorlagen auf der Website gestalten, danach die Zielmedien und den Erscheinungstermin auswählen und die Anfrage absenden. In beiden Fällen meldet sich WRH Marketing mit einem Kostenvoranschlag zurück. Werden die Memosticks bestellt, kümmert sich WRH Marketing um die Materialbeschaffung, die Abstimmung mit den Zeitungsverlagen und die weitere Abwicklung mit der Druckerei. Wer seinen Memostick gerne in einer Sonderform, als Haus oder Herz, Stern oder Blume, Auto oder Sprechblase, designen möchte, kann von der Website eine Gestaltungsvorlage herunterladen und sein Sujet darin erstellen. Danach einfach hochladen, fertig. Auch die Perforation des Stickers, ein Rubbelfeld oder Memosticks in Form einer Geschenkkarte oder eines Booklets sind möglich. Wer exakt den Rücklauf seiner Memosticks kontrollieren möchte, kann sie auch mit einem Barcode versehen.
«Bisher haben wir auf unserer Internetseite über 5000 Zeitungen aus der ganzen Welt hinterlegt, bei denen unsere Kunden Memostick aufkleben können», sagt Bernhard Leicht. «Memostick kann auf diese Weise sowohl lokal und regional als auch national und international eingesetzt werden.» Die patenten Kleber werden in einer Mindestauflage von 25 000 Stück produziert, niedrigere Stückzahlen sind Verhandlungssache. Im Schnitt berechnen die Zeitungen für die Werbekleber pro tausend Stück Schaltpreise zwischen 150 und 180 Franken (100 bis 120 Euro) ohne Materialkos-
ten. «Wir wollen, dass die Werber wissen, dass es Memostick gibt, und dass sie die Möglichkeit nutzen, prominent auf der Frontseite von Zeitungen zu werben», sagt Leicht. «Im Moment verzeichnen noch wenige Schweizer Medien Memostick direkt auf ihrer Preisliste. Aber wir sind davon überzeugt, dass sich das ändern wird.»
Fazit: In Zukunft wirbt man nicht in der Zeitung – sondern vorne drauf.
Anne-Friederike Wilhelm
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In Kürze
Die WRH Marketing AG ist eine Tochtergesellschaft der 1957 gegründeten Walter Reist Holding AG. Zur Holding gehören auch die Ferag AG, die Förder- und Verarbeitungssysteme für die Druckindustrie entwickelt, sowie die Denipro AG, ein Unternehmen für fördertechnische Teile und Komponentenbau. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 1500 Mitarbeiter und hat mehr als 20 eigene Vertriebsgesellschaften in Europa, Amerika, Asien und Australien. Der Hauptsitz der Holding ist in Hinwil.

Flop der Woche Energy: Leuenberger sieht Schwierigkeiten für Übergangskonzession

Nach dem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts steht das Privatradio Energy Zürich (NRJ) definitiv ohne UKW-Sendekonzession da. Die vom Sender angestrebte Lösung mit einer Übergangskonzession hält Bundesrat Moritz Leuenberger für schwierig.

Nach dem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts steht das Privatradio Energy Zürich (NRJ) definitiv ohne UKW-Sendekonzession da. Die vom Sender angestrebte Lösung mit einer Übergangskonzession hält Bundesrat Moritz Leuenberger für schwierig. Eine zusätzliche UKW-Frequenz, die den nahtlosen Übergang zur digitalen Verbreitung via DAB+ ermöglichen soll, wäre mit grössten juristischen und technischen Schwierigkeiten verbunden, sagte Leuenberger in einem Interview mit der Pendlerzeitung News. Wenn Energy jedoch einen Vorschlag habe, werde man diesen prüfen. Wie Medienminister Leuenberger weiter ausführte, müsste jemand eine Frequenz abgeben. Doch davon wären wieder die Rechte anderer konzessionierter Radios betroffen. Diese könnten den Rechtsweg beschreiten. Den Vorwurf, er sei der Totengräber von Radio Energy, wies Leuenberger mit dem Hinweis auf das revidierte Radio- und TV-Gesetz zurück. Das Parlament habe festgelegt, dass die beschränkten Frequenzen nach vorgegebenen Regeln verteilt werden. Davon habe Roger Schawinskis Radio 1 profitiert.

Von Krisen-Profiteuren und starken Verlierern

Nach den Berichten über die neusten Reichweitenentwicklungen weist die Werbewoche nun auf acht Titel hin, die auf die eine oder andere Art besonders aufallen. Und sie fragte in den Verlagen nach.

Annabelle kann SI Style Paroli bieten
Annabelles aktueller Reichweitensprung ist bemerkenswert: Vor einem halben Jahr noch war sie nach meist sanftem Auf und Ab an ihrem Tiefpunkt (325 000 Leserinnen und Leser) angelangt, nun hat sie sich signifikant auf 354 000 Leser gesteigert, ihr höchster Wert in den letzten fünf Jahren. Eine Eintagsfliege ist das kaum, denn auch die Auflage ist stetig gestiegen. Das sieht auch Tamedias Zeitschriftenchef Christian Haberbeck so. Auch wenn er keinen Trend für weiter steigende Leserzahlen ausmacht, freut er sich vor allem vor dem Hintergrund des härteren Wettbewerbs über den hohen Reichweitenwert. «Er zeigt, dass Ringiers SI Style, das erst vor Kurzem in den Markt der Frauenzeitschriften eingedrungen ist, der Annabelle im Lesermarkt nicht schaden konnte», sagt er.
Krise nützt diesmal der Finanz und Wirtschaft
Seit 2004 ist die Reichweite des Tamedia-Wirtschaftsblattes kontinuierlich gesunken, insgesamt um rund 10 Prozent. Nach der Baisse vor einem Jahr (122 000 Leser) konnte es sich aber deutlich auf 140 000 Leser steigern, höher als noch vor fünf Jahren. Auch die Auflage stieg. Immerhin, denn wegen der Wirtschaftskrise hätte es auch anders kommen können, so wie nach der Internetblase, als die Finanz und Wirtschaft (FuW) Leser und Auflage einbüsste. Doch weshalb nun dieser Aufwärtstrend? Geschäftsführer Martin Coninx sieht zwei Hauptgründe: In Zeiten der Krise seien Hintergrund und Analyse stärker gefragt, sagt er. Zudem habe die FuW das Marketing verstärkt. Bei der Auflagenentwicklung sei aber Vorsicht geboten, sagt er. «Wenn Banken – wie in den letzten Monaten – Personal entlassen, trifft dies die FuW immer mit, weil jeweils auch Abos gestrichen werden.» Die neue FuW-Auflage wird deshalb kaum höher ausfallen. Coninx rechnet aber damit, dass sich der Relaunch von Anfang Jahr zumindest punkto Reichweite noch weiter positiv auswirken wird.
K-Tipp: Aufwärtstrend in unsicheren Zeiten
Der K-Tipp ist wieder der einzige abonnierte Titel mit einer Millionenreichweite. Auch wenn ihm noch mehr als 100 000 Leser fehlen bis zu jenem Wert, den er vor fünf Jahren auswies, so befindet sich das 14-täglich erscheinende Magazin doch in Hochform. Auch finanziell. Denn es gehört zu den wenigen Titeln, die gegenüber 2008 ein steigendes Anzeigenvolumen ausweisen. Warum dieser Aufwärtstrend? «In Zeiten, in denen man eher aufs Geld schaut, gewinnen Konsumentenfragen an Bedeutung», sagt Peter Salvisberg, Marketingleiter bei Ki-Media. Auch setze sich die Erkenntnis durch, dass der K-Tipp Rückgrat zeige und für die 32.50 Franken pro Jahr den Abonnenten einen Mehrwert bringe. Zwar sei bei der notariell beglaubig¬ten Auflage noch kein Aufwärtstrend festzustellen – diese bleibe stabil, sagt Salvisberg. «Wir wissen aber, dass das Heft öfter weitergegeben wird.»
Schweizer Familie setzt ganz auf die Redaktion
2007-1 wies die Schweizer Familie (SF) noch 688 000 Leser und Leserinnen aus, nun sind es 762 000 – ein Plus von 74 000! Allein im Laufe des letzten Jahres kamen 57 000 Leser hinzu. Eine Folge davon: Der Abstand gegenüber den ehemaligen Reichweiten-Millionären Beobachter (heute 933 000 Leser) und Schweizer Illustrierte (917 000 Leserinnen) verkleinert sich zusehends. Vor allem aber scheint dies auf einer soliden Entwicklung zu basieren, denn auch die SF-Auflage stieg in den letzten drei Jahren von 176 000 auf 183 000 Exemplare – und die neuste Zahl dürfte noch höher liegen. Christian Haberbeck, Chef Zeitschriften bei Tamedia, führt den Aufwärtstrend auf die «kontinuierlich hohe redaktionelle Leistung» und auch auf den Relaunch vor zwei Jahren zurück. Das Marketing hingegen habe man in letzter Zeit eher reduziert.
Glückliche Chefredaktorinnen-Wahl bei der Glückspost
Jahrelang hat die Glückspost immer wieder signifikant Reichweite verloren, nun hat sich das Blatt gewendet. Nach dem Tiefpunkt von 368 000 Leserinnen in der Mach Basic 2008-2 legte das Ringier-Magazin innert Jahresfrist wieder um 44 000 Leserinnen zu, etwa auf den Stand von 2006. Stutzig macht einzig, dass die Auflage bisher nach unten tendierte. Doch auch dies scheint gestoppt. «Inserate, Um-satz, Kioskverkauf, Abos – überall geht’s nach oben», freut sich Urs Heller, Leiter Zeitschriften bei Ringier. Für den Erfolg sieht er drei Gründe. Zum einen die Berufung von Béatrice Zollinger als Chefredaktorin – vor fünf Jahren. «Sie ist sehr nah an ihren Leserinnen und hat ein gutes, freches Händchen für Titelbilder», schwärmt er. Zollinger sei «die Idealbesetzung». Zweitens hätten der Relaunch vor zwei Jahren und diverse personelle Wechsel in der Redaktion dem Blatt gut getan. Und schliesslich profitiere die Glückspost von der Krise. «In schwierigen Zeiten haben Wohlfühlblätter Hochkonjunktur», sagt er.
Ist bei Tele und TVStar der Tiefpunkt bald absehbar?
Seit zwei Jahren hat Axel Springer Schweiz nicht nur die Programmzeitschriften TVStar, sondern auch die ehemaligen Ringier-Titel Tele, TV2 und TVvier im Portfolio. In dieser Zeit hat sich der Verlag stark um diese Zeitschriften gekümmert, vor allem um Tele und TVStar. Die beiden Wochenmagazine wurden unterschiedlich positioniert, der Programmteil erneuert, das Marketing verstärkt, Relaunches durchgeführt und vor einem Jahr auch eine Kampagne gefahren – bisher aber mit wenig Erfolg: Die Reichweitenerosion ging weiter, mittlerweile weisen beide Hefte je 160 000 Leser weniger aus als noch vor fünf Jahren. Verglichen mit seinem Vorgängertitel TR7 kam dem TVStar rund ein Drittel der Leserschaft abhanden, bei Tele reduzierte sich die Reichweite um ein Viertel. Beim TV-Star erstaunt dies, weil der Titel eine stabile Auflage hat, bei Tele hingegen sank auch diese bisher rapid. Dennoch läuten bei Jörg Tobuschat, Verlagsgeschäftsführer Zeitschriften, keine Alarmglocken. «Natürlich ärgert uns der Rückgang, und er wirft auch Fragen auf – genauso wie das erfreuliche signifikante Plus von TV2, das wir ebenfalls nicht erklären können», sagt er. Positiv sei jedoch, dass das Minus bei Tele und TVStar kleiner ausgefallen ist als früher. Tobuschat: «Die Kurve flacht ab, und auch die Auflage von Tele hat sich stabilisiert.»
Weltwoche will Leader, nicht bloss Leser
Auch die Weltwoche ist innert fünf Jahren um ein Viertel geschrumpft, neu kommt sie auf 348 000 Leser. In den letzten 18 Monaten hat sich der Rückgang sogar noch akzentuiert, wobei die neuste Entwicklung darauf hindeutet, dass der Tiefpunkt erreicht ist. Verlagsleiterin Maike Juchler erklärt die Entwicklung so: Nach der Loslösung vom Jean Frey Verlag habe man bei der Weltwoche «einige Gratisexemplare vom Markt genommen und die nicht voll bezahlten Abonnemente reduziert». Im letzten Jahr sei dann die voll bezahlte Auflage wieder gestiegen und auch die Leserschaftszahlen würden ja im Vergleich zur Mach Basc 2009-1 wieder nach oben tendieren. Deutlich zugelegt habe die Weltwoche zudem im Segment der Leader. Juchler: «In dieser Zielgruppe liegen wir vor der Bilanz und knapp hinter der NZZ. Diesen Weg werden wir konsequent weiterverfolgen.»
Markus Knöpfli

Frank Monnerjahn wird Berater bei Mitlinks

Mitlinks ergänzt das Team mit Frank Monnerjahn. Er wird neuer Senior IT-Strategieberater der Geschäftsleitung. Er unterstützt in seiner Funktion die Geschäftsleitung und die Projektleiter in Analysephasen sowie bei System- und Netzwerkentscheidungen.

Mitlinks ergänzt das Team mit Frank Monnerjahn. Er wird neuer Senior IT-Strategieberater der Geschäftsleitung. Er unterstützt in seiner Funktion die Geschäftsleitung und die Projektleiter in Analysephasen sowie bei System- und Netzwerkentscheidungen und stellt damit eine optimale Zusammenarbeit mit den Realisationspartnern sicher.
Zuvor war er für diverse Sparkassen, Bösensysteme, Bankenfusionen sowie IT-Studien der Pharmazeutischen Industrie zuständig.
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Suchmaschinenmarketing beflügelt den Werbeerfolg

Nachdem Radio-, TV- oder Plakat-Werbung die Aufmerksamkeit eines Konsumenten gewonnen hat, wird er mit grosser Wahrscheinlichkeit bei Google & Co. nach weiteren Informationen zum beworbenen Produkt suchen, bevor er es kauft. Darum ist das Suchmaschinenmarketing heute Bestandteil einer Werbekampagne.

Gemäss einer iProspect-Studie suchen 67% der Befragten nach einem Werbekontakt nach weiteren Informationen zu einem Produkt. Daher muss das Suchmaschinenmarketing in die Konzeption einer Werbekampagne einfliessen, um sicherzustellen, dass das Produkt in den Suchmaschinen unter den relevanten Begriffen (Keywords) gefunden wird.
Allein die URL aufzuführen reicht nicht
Heute wird die URL in den meisten Werbemitteln aufgeführt. Damit dies auch Wirkung zeigt, muss der Besucher auf der Homepage auf einen Blick Informationen zum beworbenen Produkt finden. Ist dies nicht der Fall, wendet er sich ab und ein heisser Lead geht verloren.
Top-Positionen unter Firmen- und Produktnamen genügen nicht
Nach einem Werbekontakt dürfte der Firmen- oder Produktnamen in Erinnerung bleiben. Bei einer Suche mit diesen Begriffen wird der Konsument fündig. Für den Fall, dass sich der Konsument nur an Gattungsbegriffe wie «Wintergarten» oder «Buchhaltungssoftware» erinnert, muss gewährleistet werden, dass er bei einer Suchabfrage das Produkt vorne in den Suchresultaten findet und mit bekannten Aussagen aus der Werbung angesprochen wird.
Konsumenten suchen auch nach Werbeaussagen
Der Konsument kann sich auch an einzelne Aussagen (Keywords) aus der Werbebotschaft oder an einen Slogan erinnern. Auch in diesem Fall muss der Konsument das Produkt in den Suchresultaten finden. Durch das Ausreizen von Keywords im Text der Werbung kann beeinflusst werden, an was sich der Konsument erinnern und wonach er suchen soll. Auch hier ist die Voraussetzung für den Erfolg, dass das Produkt genau unter diesen Keywords vorne in den Suchresultaten erscheint und der Besucher der Website zu relevanten Informationen gelangt.
Abstimmen von Werbung und Suchmaschinenmarketing
Suchmaschinen sind der Startpunkt zu einem Kaufprozess (Information, Evaluation, Entscheid, Kauf), der durch Offline-Werbung ausgelöst wird. Darum muss das Suchmaschinenmarketing gewährleisten, dass der Konsument über die Suchresultate weiterführende Informationen zum beworbenen Produkt findet. Und zwar unter den zahlreichen Begriffen, die er aus der Werbung kennt oder mit der Werbung assoziiert. Voraussetzung für die bestmögliche Auffindbarkeit des Produktes in den Suchresultaten sind die Suchmaschinenoptimierung der Website sowie die zielgenaue Platzierung von AdWords.
Imre Sinka

Flotte Kamerafahrt statt elendem Schreibstau

Ob der Spiegel, die Zeit oder Sprachpapst Wolf Schneider: Wer Meinung machen will, «vloggt» neuerdings. In der Schweiz nutzt bislang nur die Weltwoche das neue Genre «Videokommentar» – als Solo-«SonnTalk» und «Arena»-Ersatz. Kommentar von Oliver Classen, Pressesprecher der entwicklungspolitischen Organisation Erklärung von Bern und zuvor Medienredaktor.

Zu den ungeklärten Fragen des Internet-Journalismus gehört die nach den Serverkosten. Klar ist, sie steigen mit dem Erfolg und bei Bewegtbildangeboten. Ungewiss bleibt aber, ob sie eines Tages durch jene Werbung refinanziert werden können, die derzeit bekanntlich nicht mal zur Refinanzierung von Texten reicht. Dessen ungeachtet überbieten sich Verlage und Redaktionen mit Videonews, -reportagen und -kolumnen, wobei Letztere auch im Web schnell zur Königsdisziplin avanciert sind. Wenn es dazu noch einen Beweis brauchte: Im Mai begann auch Stillehrer Wolf Schneider zu «vloggen» und gab damit Spekulationen Auftrieb, dass es die Fusion aus Bloggen und Video bald in den Duden schafft. Ausgerechnet «Speak Schneider!»
heisst seine Kamerakolumne auf Sueddeutsche.de. In der Aktion «Lebendiges Deutsch», die «Klapprechner» und «E-Müll» statt «Laptop» und «Spam» propagiert, setzt sich Schneider nämlich gegen Anglizismen ein. Na ja, geschenkt. Mit zwei Minuten sind die Schulmeistereien des Sprachpapsts aber wenigstens kurz und insofern Web-kompatibel. Was man von vielen Wortmeldungen der Alphatiere unter Deutschlands Meinungsmachern nicht behaupten kann. Zum Beispiel jener von Stern-Co-Chefredaktor Hans-Ulrich Jörges. Für seinen wöchentlichen «Klartext» stellte er sich unlängst auf den Berliner Rosa-Luxemburg-Platz, um erst die Parteizentrale der Linken zu zeigen und dann in epischer Länge über Gott, die Welt und den müden deutschen Wahlkampf zu räsonieren. Ob solche Volkspädagogen ihre Einsichten neuen, auf Papier nicht mehr erreichbaren Nutzern nahebringen oder sich einfach für die nächste Talkshow empfehlen wollen: Grossjournalisten-Vlogs florieren.
Vlogs machen Meinung
Jens Jessen etwa hat jenes verhängnisvolle, mit schwungvoller Kamerafahrt eingeleitete Video über «Anquatschungen krimineller Jugendlicher durch besserwisserische Rentner» nicht geschadet. Vielmehr ist er nun Chef des neuen Grossfeuilletons der Zeit und vloggt zwar in abnehmender Frequenz, aber pointierter denn je. Und Spiegel-Kollege Matthias Matussek hat es mit subtiler Selbstironie (à la «mein Bauchnabel ist die Welt und die Welt ist mein Bauchnabel») und schrägen Sprüchen schon in die ARD-Primetime geschafft. Sein Kulturvideoblog zeigt den TV-Profis schon seit zwei Jahren, wie man Gesellschaftskritik wirkungsvoll multimedialisiert: mit smarter Themenwahl, raffinierter Rhetorik und origineller Begleitmusik. Die Goethe-Handpuppe etwa, die Matussek auf seinen Ausflügen in die Aktualität begleitet, hat längst Kultcharakter und ist für 19.90 Euro bei Spiegel online zu haben, inklusive handsignierter Autogrammkarte. Beworben wird das Gadget mit O-Ton des Weisen von Weimar: «Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen.»
Auch Roger Köppel arbeitet nach dem Motto «Frechheit siegt». Kein Wunder, hat er als Ex-Berliner und neben Frank A. Meyer einziger echter Schweizer Alphajournalist das neue Onlinegenre als Erster entdeckt. Ohne servile Gegenüber, die sich abkanzeln oder anfrotzeln lassen, wirkt er allerdings noch eitler und substanzloser als im «Sonntalk» von Tele Züri oder der «Arena». Die jüngste Ausladung aus dem SF-Diskussionsformat aber zeigte: Beim Selbstmarketing bleibt Köppel eine Klasse für sich. Im Claim des genialen Werbespots vor der inkriminierten Sendung mit Neo-Bundesrat Burkhalter hiess es dann freilich «Was ich in der Arena nicht sagen darf, lesen sie in der nächsten Weltwoche» – und nicht «erfahren Sie in meinem nächsten Videokommentar». Also ganz traditionell Auflage pushen statt neuen Kanal popularisieren. Hier könnte Köppel von Christoph Blocher lernen. Der hat auf ein eigenes Kampfblatt verzichtet, mit Tele Blocher aber einen Überraschungserfolg verbucht. Und wem dieser Vergleich zu sehr hinkt: Eine Blocher-Handpuppe würde seinen Videobotschaften gewiss zum Durchbruch verhelfen und als Weltwoche-Gadget reissenden Absatz finden.

Aufgefallen…

Exxtra Kommunikation hat für die Mineralwassermarke der Migros ein Gewinnspiel entwickelt. Anzeigen und POS-Material machen auf den Wettbewerbs-Leporello auf der Flasche aufmerksam. Ausserdem aufgefallen ist der Werbewoche ein neues Sondertram in Zürich, welches den Arbeitsalltag von Ingenieuren rund um ihre Errungenschaften für einmal sichtbar machen soll.

Wasserrad wird Glücksrad
Exxtra Kommunikation hat für die Mineralwassermarke der Migros ein Gewinnspiel entwickelt. Anzeigen und POS-Material machen auf den Wettbewerbs-Leporello auf der Flasche aufmerksam. Damit kann man Ferien im Wallis gewinnen, wo Aproz seine Quelle hat. Zusammen mit Futurecom wurde dazu ein Online-Game zum Wettbewerb realisiert. Nach Eingabe des Gewinncodes vom Leporello funktioniert das Glück mit virtuellem Flaschendrehen.
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Lehrreiche Tramfahrten
Christinger Partner bringt Ingenieur-Leistungen ins Rollen. Meistens wirken diese Erfinderinnen und Spezialisten der Technik nur im Verborgenen. Um den Arbeitsalltag rund um ihre Errungenschaften für einmal sichtbar zu machen, fährt jetzt ein neues Sondertram durch Zürich. Das Ingenieurtram behandelt die fünf Themenwelten Bau, Mobilität, Energie, Umwelt und Wasser.

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