Hochspannung verwandelt Tram in Kleiderschrank

Heute Donnerstag morgen hängen in den Zürcher Trams der Linien 4, 6 und 13 an den Stangen lauter Kleiderbügel. An den Bügeln sind total 10‘000 Glückslose befestigt. Realisiert hat die Aktion die Zürcher Agentur Hochspannung.

Heute Donnerstag morgen hängen in den Zürcher Trams der Linien 4, 6 und 13 an den Stangen lauter Kleiderbügel. An den Bügeln sind total 10‘000 Glückslose befestigt. Hinter der Werbeaktion steckt die Modekette Big, wie 20 Minuten weiss. Realisiert hat die Aktion die Zürcher Agentur Hochspannung. «Als ich eines Tages im Tram sass, dachte ich plötzlich, diese Stangen zum Halten sind eigentlich dieselben wie zuhause im Kleiderschrank, dies müsste man doch für eine Werbeaktion nutzen», wird Matthew Katumba, CD der Agentur, in der Gratiszeitung zitiert. Ob solche Aktionen schon bald Alltag sind im Tram? Man wolle die Kunden nicht massiv mit Werbung zudecken, so Phillip Saladin von der VBZ. «Aber wenn die Kleiderbügel ein Erfolg werden, prüfen wir weitere solche Aktionen.»

Stellungnahme der SW zur Liberalisierung der Alkoholwerbung

Die Schweizer Werbung SW begrüsst einerseits die Liberalisierung der TV-Alkoholwerbung, andererseits wirft sie die Frage auf, ob dies nicht zu einer Gegenreaktion bei anderen Gesetzen führen wird.

Die Stellungnahme im Wortlaut: «Allein schon die Tatsache, dass es eine Einigungskonferenz zur Lösung der Differenzen zwischen dem Ständerat und dem Nationalrat brauchte, zeigt, wie umstritten diese Vorlage war. Und es war aus Gründen der Rechtssicherheit nötig, dass endlich eine Klärung erfolgte und das RTVG entsprechend ergänzt wird. Wie immer in umstrittenen Sachthemen war die Abwägung der Rechtsgüter eine heikle Sache. Trotz Opposition aus Präventions- und anderen Kreisen entschied man sich schliesslich für die europäische Regelung und die Filmförderung. Dies ist insofern zu begrüssen, als jetzt hierzulande gleiche Verhältnisse für alle gelten. Und den Werbetreibenden aus den betroffenen Branchen stehen nunmehr neue Wege für die Kommunikation offen. Das kann man im Zeitalter der grassierenden Werbeverbote mit Erleichterung aufnehmen. Dass trotzdem nur verhalten zu jubeln ist, hängt nicht zuletzt mit der Frage zusammen, ob die Liberalisierung nicht zu einer Gegenreaktion bei anderen Gesetzen führen wird. »

Feinheit und Mediacom Interaction : Kampagne für Ikea realisiert

Pathé und Kitag verlängern Vermarktungsvertrag mit Publicitas

Die zur Publigroupe gehörende Publicitas Cinecom arbeitet auch künftig für die Kinobetreiber Pathé und Kitag. Die Vermarktungsverträge seien «langjährig» bzw. «langfristig» verlängert worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Der Kinobetreiber Pathé verlängert den Vermarktungsvertrag mit Publicitas Cinecom langjährig. Die Vermarktungseinheit der Publicitas für Kinowerbung freut sich, damit auch in Zukunft den grössten Kinobetreiber der Schweiz vermarkten zu dürfen, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.
Die Pathé Group arbeitet in der Schweiz seit 2004 mit dem Kinovermarkter Publicitas Cinecom zusammen und hat den Exklusivvertrag jetzt neu verlängert. Dazu Brian Jones, CEO von Pathé Suisse: «Für das wichtige Werbegeschäft haben wir in Publicitas Cinecom einen strategischen Partner, dessen Leistungen wir sehr schätzen. Wir freuen uns darüber, dass das partnerschaftliche Verhältnis nun fortgesetzt wird und wir gemeinsam mit Publicitas Cinecom zusätzliche Geschäfte entwickeln können.» In der Schweizer Kinolandschaft ist das internationale Unternehmen Pathé Marktführer und besitzt rund 70 Kinosäle an zehn Standorten. Tim Dührkoop, Leiter Electronic & Interactive: «Dass sich der Marktführer in der Schweiz erneut für Publicitas Cinecom entschieden hat, stärkt unser Kinogeschäft und lässt die Kinos von unserem langjährigen Know-how und der digitalen Infrastrukur profitieren. Gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist eine solche langjährige Vertragsverlängerung ein besonderer Vertrauensbeweis, den wir sehr schätzen.»
Mit der Vermarktung der Pathé-Kinos kann die Publicitas Cinecom weiterhin Kinowerbung auf einer sehr breiten Basis anbieten. Patrick Knecht, Head of Cinema national: «Die Vertragsverlängerung mit Pathé ist ein toller Ansporn und eine Super-Motivation für unsere Arbeit. Das gesamte Team freut sich sehr auf die weitere Zusammenarbeit.»

Auch Kitag verlängert Vermarktungsvertrag
Auch der Kinobetreiber Kitag hat den Vermarktungsvertrag mit Publicitas Cinecom langfristig erneuert. Kitag besitzt rund 85 Kinosäle und ist damit einer der grössten Kinobetreiber in der Schweiz. Durch die Vertragsverlängerung bleibe Publicitas Cinecom ein wichtiger Teil der bisher vermarkteten Kinos auf dem nationalen Markt erhalten, heisst es weiter.
Das Unternehmen Kitag besitzt rund 85 Kinosäle und ist damit einer der grössten Kinobetreiber in der Schweiz. Durch die Vertragsverlängerung bleibt Publicitas Cinecom ein wichtiger Teil der bisher vermarkteten Kinos auf dem nationalen Markt erhalten. Tim Dührkoop, Leiter Electronic & Interactive bei der Publicitas: «Nach einer intensiven Verhandlungsphase sind die Vertragsparteien zu einer für alle Beteiligten positiven Einigung gekommen. Das Kinogeschäft der Publicitas geht gestärkt daraus hervor und die Kinos der Kitag profitieren weiterhin von der langjährigen Erfahrung unserer Mitarbeiter, von unserer Verkaufsleistung und von unserer digitalen Infrastruktur.»
Für die Werbeauftraggeber sind das gute Neuigkeiten, da die bisherigen Ansprechpersonen und deren Know how auf Seiten der Kinovermarktung erhalten bleiben. Patrick Knecht, Head of Cinema national: «Durch die Vertragsverlängerung wurden wir in unserer Arbeit bestätigt und können den Kunden und Agenturen weiterhin Kinowerbung auf einer sehr breiten Basis anbieten.» Verstärkung erhält Publicitas Cinecom von Seiten der Kitag-Muttergesellschaft Cinetrade: Gregor Eschle, Leiter Kommerzielles der Cinetrade, ist dort für die Vermarktung aller Werbeflächen innerhalb der Cinetrade-Unternehmensgruppe, inklusive der Kitag-Kinos, verantwortlich. Dazu Wilfried Heinzelmann, Mitglied des Verwaltungsrates von Cinetrade und Kitag: «Wir wollen die Werbemöglichkeiten innerhalb der Cinetrade-Unternehmensgruppe über unser gesamtes Portfolio und crossmedial vermarkten. Dazu gehören nicht nur die Werbemöglichkeiten in den Kitag-Kinos, sondern auch diejenigen auf der Fernsehplattform von Teleclub, den Internetseiten von Teleclub und Kitag sowie der zur Gruppe gehörenden Printmedien Close-Up! und Teleclub Mitgliedermagazin. Hierfür sind Gregor Eschle und sein Team verantwortlich. Zudem möchten wir weiterhin die Kompetenzen der Publicitas Cinecom für nationale und lokale Kinowerbung nutzen».

Zu guter Letzt: Denn in der Bibel steht geschrieben…

Nun haben sie sich also doch noch zu einer Entschuldigung für ihren derben Schnupfspruch durchringen können, die bösen Burschen vom Jodelchörli Urnäsch am Säntis.

Nun haben sie sich also doch noch zu einer Entschuldigung durchringen können, die bösen Burschen vom Jodelchörli Urnäsch am Säntis. Einige der Jodler hatten einen, gelinde ausgedrückt, nicht gerade fremdenfreundlichen Schnupfspruch vor laufender TV-Kamera zum besten gegeben. TV-Zuschauer hatten sich daraufhin beim SRG-Ombudsmann beschwert, die Beschwerde wurde gutgeheissen, und SF-Sportleiter Urs Leutert entschuldigte sich für den Fauxpas. René Frischknecht, stolzer Präsident der Jodel-Combo, sah derweilen keinen Grund, sich für das Verhalten seiner Schützlinge zu entschuldigen. Was ihn schlussendlich doch über seinen Schatten springen liess, ist nicht bekannt. Tatsache jedoch ist, dass der Chor sich am Mittwoch in der SF-Sendung «Schweiz aktuell» öffentlich für seine Untat entschuldigt hat. Na also Jungs, es geht doch.

Top der Woche:Ruf Lanz: Spot für Köppel – nicht in, aber vor der «Arena»

Ruf Lanz hat für Weltwoche-Herausgeber und -Chefredaktor Roger Köppel einen äusserst aktuellen und witzigen Spot realisiert. Anlass dazu gab die Tatsache, dass der ursprünglich zur Sendung «Arena» eingeladene Köppel auf Druck der FDP von der «Arena»-Redaktion kurzerhand wieder ausgeladen wurde, da der frisch gewählte Bundesrat Didier Burkhalter nicht mit ihm in der Politsendung debattieren wollte.

Ruf Lanz hat für Weltwoche-Herausgeber und -Chefredaktor Roger Köppel einen äusserst aktuellen und witzigen Spot realisiert. Anlass dazu gab die Tatsache, dass der ursprünglich zur Sendung «Arena» eingeladene Köppel auf Druck der FDP von der «Arena»-Redaktion kurzerhand wieder ausgeladen wurde, da der frisch gewählte Bundesrat Didier Burkhalter nicht mit ihm in der Politsendung debattieren wollte.
Der 9-Sekunden-Spot lief als letzter Beitrag unmittelbar vor der Sendung. Die Botschaft lautete: «Alles, was ich heute in der Arena nicht sagen darf, lesen Sie in der nächsten Weltwoche. Herzlich, Roger Köppel.»
Der Film musste in Rekordzeit produziert werden: Um 14 Uhr telefonierte der Weltwoche-Herausgeber mit Danielle Lanz und Markus Ruf – rund acht Stunden später musste der Spot bereits auf Sendung sein. Verantwortlich bei Ruf Lanz waren Danielle Lanz und Markus Ruf als CD, Marcel Schläfle (Art), Markus Ruf (Text), Michael Gassler (Beratung). Die Blitzproduktion erfolgte durch die Manifesto Film.

Energy: Bakom zeigt sich offen für UKW-Übergangslösung

Das Bundesamt für Kommunikation zeigt sich bezüglich der Zukunft von Radio Energy offen für Diskussionen. Eine UKW-Übergangslösung kommt in Frage – aber nur, wenn die anderen Privatradios im Grossraum Zürich damit einverstanden sind.

Das Bundesamt für Kommunikation zeigt sich bezüglich der Zukunft von Radio Energy offen für Diskussionen. Eine UKW-Übergangslösung kommt in Frage – aber nur, wenn die anderen Privatradios im Grossraum Zürich damit einverstanden sind. Das Amt habe sich am Montag mit Ringier getroffen und Ideen ausgetauscht, sagte Caroline Sauser, Sprecherin des Bakom, am Mittwoch auf Anfrage der SDA. Energy habe dabei erneut für eine UKW-Übergangslösung plädiert. Für das Bundesamt ist der Fall aber eigentlich entschieden: «Die Spielregeln waren klar», so Sauser weiter. Radio 1, Radio 24 und Radio Zürisee hätten eine Konzession fürs Sendegebiet Zürich/Glarus mit rund 1,5 Millionen potenziellen Hörerinnen und Hörern erhalten. Es gehe jetzt um die Meinung der anderen Privatradios in Zürich. Seien alle einverstanden, hätte man von Seiten des Bakom nichts dagegen. Die Frage sei aber etwa, ob die anderen Akteure bereit seien, den Werbekuchen mit einem vierten Teilnehmer zu teilen. Ringier müsse diese Gespräche jetzt führen.
Ringier möchte mit der Übergangslösung so lange eine UKW-Frequenz für Energy, bis dereinst ein nahtloser Wechsel zur digitalen Technologie DAB+ möglich ist. Für eine vierte UKW-Frequenz im Raum Zürich müsste die SRG etwa DRS 2 verschieben – wozu sie gemäss Ringier auch bereit wäre.
Andere Privatradios zeigen wenig Interesse
Die anderen Zürcher Radioveranstalter zeigen wenig Interesse an einer Übergangslösung für Radio Energy. Das Konzessionsverfahren sei nun nach beinahe zwei langen Jahren abgeschlossen worden, sagte Radio-1-Chef Roger Schawinski auf Anfrage. Jetzt das Resultat in Frage zu stellen, würde es zur Farce degradieren. Tamedia, Besitzerin von Radio 24, wollte die Sache am Mittwoch nicht weiter kommentieren. Sprecher Christoph Zimmer verwies auf bereits erfolgte Stellungnahmen etwa in der NZZ vom Mittwoch. Dort verweist Tamedia darauf, dass es im Raum Zürich bereits ein Dutzend Radiosender gebe. Eine weiter Segmentierung sei nicht tragbar, so Zimmer. «Wir sind klar dagegen», sagte auch Tony Immer, Chef von Radio Zürisee, gegenüber der SDA. Man sei nicht bereit, die Spielregeln nachträglich zu ändern.

Cosmic Bern kommuniziert neu für Shoppyland

Die Agentur Cosmic Bern setzte sich bei einem Pitch durch und konnte das Einkaufszentrum Shoppyland als neuen Kunden gewinnen.

Cosmic Bern hat das Einkaufszentrum Shoppyland als neuen Kunden gewonnen. Die Agentur setzte sich bei einer Konkurrenzpräsentation für die Weihnachtskampagne 2009 durch und zeichnet für den zukünftigen Kommunikationsauftritt des Shoppingzenters verantwortlich.

Media Trend Journal: In schlechten Zeiten obsiegen die Bewährten

In der Kategorie Medienvermarkter kehrt Publisuisse nach dreijährigem Unterbruch wieder auf den ersten Platz zurück. IP Multimedia, erstmalige Gewinnerin des Awards vor einem Jahr, muss den zweiten Platz teilen mit der immer stärker werdenden AdLink aus gleichem Haus. Weiter an Boden verloren hat Cinecom, Siegerin der Jahre 2006 und 2007. Mittlerweile ist die Kino- und TV-Vermarkterin aus dem Hause Publicitas bereits auf Rang 6 zurückgefallen. Bei den Medienanbietern feiert 20 Minuten seinen dritten Sieg in Serie. Wieder aufs Podest zurückgekehrt ist die NZZ. Dort geblieben ist Tamedia Zeitungen, beides ehemalige Award-Gewinner.

In der Kategorie Medienvermarkter kehrt Publisuisse nach dreijährigem Unterbruch wieder auf den ersten Platz zurück. IP Multimedia, erstmalige Gewinnerin des Awards vor einem Jahr, muss den zweiten Platz teilen mit der immer stärker werdenden AdLink aus gleichem Haus. Weiter an Boden verloren hat Cinecom, Siegerin der Jahre 2006 und 2007. Mittlerweile ist die Kino- und TV-Vermarkterin aus dem Hause Publicitas bereits auf Rang 6 zurückgefallen. Bei den Medienanbietern feiert 20 Minuten seinen dritten Sieg in Serie. Wieder aufs Podest zurückgekehrt ist die NZZ. Dort geblieben ist Tamedia Zeitungen, beides ehemalige Award-Gewinner.
Teil 1
Teil 2
Teil 3

Personelle Veränderungen bei Nose

Edwin Schmidheiny übernimmt bei Nose per 1. Oktober 2009 die Leitung des Bereichs Brand Strategy, Oliver Berger übernimmt von Christian Harbeke die Leitung des Bereichs Industrial Design, und Bruno Bürgi wird zum Chief Operating Officer und Mitglied der Geschäftsleitung ernannt.

Ab 1. Oktober 2009 wird Edwin Schmidheiny (Bild) bei Nose den Bereich Brand Strategy leiten und dort seine Erfahrung beim Aufbau und Führen international erfolgreicher Marken einbringen. Daneben wird er als Mitglied der Geschäftsleitung das Nose Angebot zur Entwicklung konsistenter Markenerlebnisse entlang einer Erlebniskette mitprägen und weiter ausbauen. Schmidheiny ist laut Mitteilung ein international erfahrener Creative Director und Markenberater. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er in leitenden Positionen bei Markenagenturen wie Saul Bass / Herb Yager Associates, Frog Design, Landor Associates und Interbrand Zintzmeyer & Lux AG. Neben diesen Grosskunden in unterschiedlichen Industrien hat er auch die Marken verschiedener Airlines nachhaltig mitgeprägt. Unter anderen Swissair, Lufthansa, Thai Airways und Japan Airlines.
Daneben meldet Nose weitere personelle Veränderungen: Oliver Berger übernimmt von Christian Harbeke die Leitung des Bereichs Industrial Design, damit dieser sich vermehrt um die Entwicklung und Betreuung von Key Accounts kümmern kann. In seiner neuen Funktion nimmt Oliver Berger auch Einsitz in der Geschäftsleitung. Davor hat er als Senior Designer und Projektleiter die Produktgestaltung und Entwicklung für die Kunden Mammut, Betty Bossi, Phonak, Bombardier und Stadler Rail betreut.
Bruno Bürgi wird zum Chief Operating Officer (COO) und Mitglied der Geschäftsleitung er-nannt. Er wird in dieser Funktion den Bereich Services leiten und alle innerbetrieblichen Abläufe betreuen. Bürgi leitete zuletzt vier Jahre die Design Visualisierung bei Mercedes-Benz.
Mattias Weber ist neuer Stellvertreter von Edwin Schmidheiny und wird ihn beim Ausbau der strategischen Beratungskompetenz von Nose unterstützen.

Gratismagazin Aaround erstmals erschienen

Am Dienstag ist in Aarau und 15 umliegenden Gemeinden erstmals das 14-täglich erscheinende Gratismagazin Aaround erschienen.

Am Dienstag ist in Aarau und 15 umliegenden Gemeinden erstmals das 14-täglich erscheinende Gratismagazin Aaround erschienen. In der Aargauer Zeitung vom Mittwoch ist eine Kritik der ersten Ausgabe zu lesen. Insgesamt verbreite Aaraound Nr. 1 eine positive Stimmung, wirke aber etwas unstrukturiert und wenig aufregend. Die Inserate im rein werbefinanzierten Magazin würden nicht üppig ausfallen. Dafür lasse Aaround beispielsweise einen Wettbewerb oder ein Herbstrezept sponsern. Ausserdem sei das Magazin offizielles Informationsorgan des Vereins Aarau Standortmarketing, was allerdings nicht auf der entsprechenden Doppelseite deklariert sei, sondern erst im klein gedruckten Impressum.

Die Anderen eine Szene machen

Die Streuns mögens effektvoll: Jürg (57), Ivan (26) und Nicolas (22) Streun sorgen dafür, dass Firmeneventszum besonderen Erlebnis werden. Mit Videos, Grafiken, Dekoration, Bühnenbau und Showeinlagen kreieren sie einen unvergesslichen Anlass aus einem Guss – und nennen dieses Vergnügen Szenografie.

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Manchmal ist die Arbeit von Jürg Streun zum Heulen. Jedenfalls, wenn er sie gut macht. Dann nämlich bringt der gelernte Dekorationsgestalter seine Klientel zum Weinen. Aber auch Lachen hat Streun im Programm, ganz wie sein Kunde es wünscht. Jürg Streun und seine beiden Söhne Ivan und Nicolas sind die Köpfe von Streun Communications. Die Firma produziert Filme, TV-Spots und Corporate-Videos und bietet unter dem Brand «Die Szenografen» Event-Szenografie an. «Szenografie ist die Kunst, Botschaften virtuos und multimedial in Szene zu setzen und den richtigen Effekt zum richtigen Zeitpunkt zu platzieren, so dass der Betrachter ein Event mit starken Emotionen verlässt», definiert Jürg Streun. Kurz: Szenografie will eine Botschaft erlebbar machen. Das geht zum Beispiel so: Fiat plant eine Händlertagung für rund 400 Personen. Mit dem Anlass will der Autokonzern seine Leute motivieren, ihnen Unterhaltung bieten und ihre Mägen fürstlich verwöhnen. Am Schluss soll es für jeden ein kleines Geschenk geben, das an den Anlass erinnert. Gewünscht ist ausserdem ein Moderator, der auf Deutsch, Italienisch und Französisch durch den Abend führt, sowie ein roter Faden, der alle Elemente des Anlasses miteinander verbindet. Autos müssen an dem Abend nicht unbedingt zu sehen sein.
Nun kommen die Streuns auf den Plan: «Zuerst haben wir geschaut, dass wir eine geeignete Location für das Event finden», erklärt Jürg Streun. «Wir entschieden uns für die StageOne-Eventhalle in Zürich Oerlikon.» Hier fanden die drei Eventprofis neben der verkehrsgünstigen Lage das für die Inszenierung nötige technische Equipment sowie eine grosse Leinwand für eine wirkungsvolle Multimediapräsentation. «Unsere Grundidee für den Anlass war, die Welt der Arbeit mit der Glamourwelt zu verbinden. Dann haben wir ein Thema für die Veranstaltung entwickelt: Grazie – Danke, und ein dazu passendes Logo entworfen», sagt Streun. «Das Logo brachte einerseits die Botschaft von Fiat an seine Händler auf den Punkt, andererseits diente es uns als roter Faden, der die einzelnen Elemente der Veranstaltung verknüpfte.» Auch auf dem Give-away, einem Schoggiherz von Sprüngli, tauchte das Logo wieder auf.
Drei Männer und ein Anlass
Das Catering organisierten die Szenografen ebenfalls. Allerdings nicht weil Jürg Streun ein leidenschaftlicher Hobbykoch ist, sondern weil Speis und Trank die Botschaft des Events unterstreichen sollten. «Wir kümmern uns bei einer Veranstaltung um alle Elemente, die etwas mit der zu übermittelnden Aussage zu tun haben», erklärt Streun. «Das unterscheidet uns von einer Eventagentur.» Auch eine Moderatorin, die Deutsch, Französisch und Italienisch spricht, engagierten die Streuns für den Fiat-Anlass, ausserdem einige Showacts, deren Auftritte wie das Catering in die Gesamtbotschaft integriert wurden: Die A-capella-Truppe A-Live zum Beispiel trat nicht einfach auf die Bühne und sang, sondern begann während der Rede des CEO die Bühne zu fegen. Dieser reagierte gespielt
gereizt auf die Reinigungsarbeit und wies darauf hin, dass putzen jetzt unnötig sei – wenn sie singen könnten, dann wäre es etwas anderes … Und schon erhoben die Sänger ihre Stimmen. «Uns ist bei unserer Szenografie ganz wichtig, dass nicht irgendwelche Veranstaltungsversatzstücke aneinandergereiht werden», erklärt Streun sein Konzept. «Jede Facette der Veranstaltung soll notwendig sein, damit das Event funktioniert. Erst dann ist alles aus einem Guss. Und erst dann sind wir zufrieden.» Zufrieden war auch Fiat. «Unser Kunde hat uns mitgeteilt, dass der Anlass ein riesiger Erfolg gewesen sei», sagt Streun. «Alle Anwesenden seien begeistert gewesen und einige Händler hätten vor Begeisterung sogar Tränen vergossen.»
Mit allen Medien für alle Sinne
Weil Streun grossen Wert auf sorgfältige Planung legt, bekommt er auch Komplikationen in den Griff: Vor einigen Jahren brannte bei einem Anlass eine Stunde vor Beginn das halbe Hotel ab, in dem das Event inszeniert werden sollte. «Wir haben einen grossen Teil unseres Equipments in ein anderes Gebäude verlegt und den Anlass mit einer Stunde Verspätung gestartet», erinnert sich Streun. «Ausserdem haben wir auf der Leinwand Bilder des brennenden Hotels eingespielt, die in verschiedenen Nachrichtensendungen gebracht wurden. Schliesslich gehörte dieses Ereignis nun zu unserem Anlass dazu.» Eine selbst verursachte Panne hat Streun noch nie erlebt: «Auf die warte ich schon lange, aber bisher ist noch nie etwas schiefgegangen. Dafür träume ich vor Anlässen oft, dass alles zusammenbricht. Schliesslich ist ja jedes Event einmalig und wir haben keine Chance, es zu wiederholen. Ich hoffe deshalb, dass es auch weiterhin beim Träumen bleibt.»
Laubengänger aus Leidenschaft
Jürg Streun ist in Bern geboren und aufgewachsen, die Stadt hat ihn geprägt: «Als Kind bin ich oft mit meiner Mutter unter den Lauben hin und her spaziert und habe die sich ständig wandelnden Schaufenster bewundert», erinnert er sich. «Ich fand es toll, was die Dekorateure Saison für Saison Neues zauberten, so etwas wollte ich später auch einmal machen.» Geträumt, getan: Streun lässt sich nach der Schule zum Dekorationsgestalter ausbilden. Er lernt, wie man Räume und Schaufenster nicht nur dekoriert, sondern mit Fotos, Dekorelementen und der zu verkaufenden Ware gekonnt inszeniert. «Ein Dekorateur muss in vielem gut sein: Er kann malen, schreinern, fotografieren und dreidimensional gestalten», erklärt Streun. «Das ist immer ein bisschen verdächtig und eine Beleidigung für jeden Spezialisten – aber es ist nun einmal so. Ich habe von dieser Ausbildung enorm profitiert.» Vor allem schult Streun eine Eigenschaft, die die entscheidende Basis für seine Arbeit als Szenograf ist: Vorstellungskraft. «Ich musste mir damals schon vorstellen können, was herauskommt, wenn ich verschiedene Elemente zu einem Ganzen verknüpfe», sagt er. Nur wer dieses Spiel im Geiste beherrscht, ist ein guter «Bühnenbildner», egal ob es um Schaufenster oder um grosse Firmenanlässe geht.
Nach seiner Lehre im Globus Bern arbeitet Streun mehrere Jahre als Dekorateur bei Globus und Jelmolí in Zürich. Mit 24 packt ihn die Reiselust: Er geht nach Berlin, Paris und London, in Berlin arbeitet er unter Peter Stein an der Schaubühne am Halleschen Ufer als Bühnencacheur. 1976 kehrt Streun in die Schweiz zurück und nimmt einen Job als Eventberater und Techniker im Kongresshotel Holiday Inn in Regensdorf an. «Das Holiday Inn, das heutige Mövenpick-Hotel, hatte damals einen grossen Schulungsbereich mit einem Studio für audiovisuelle Kommunikation, der Schulungen für die Mitarbeiter der Mövenpick-Unternehmungen anbot», erzählt Streun. «In diesem Schulungs-
zentrum arbeitete ich als Eventberater und war verantwortlich für die Bühnentechnik im Kongresssaal. So konnte ich sehr viel Erfahrung sammeln, vor allem weil in dieser Zeit die Videotechnik aufkam.» Doch auf Dauer ist Streun diese Tätigkeit nicht kreativ genug. Er kündigt seine Anstellung und arbeitet vier Jahre lang bei diversen Fernseh- und Theaterprojekten mit. Nebenbei erwirbt er Wissen in Marketing und Kommunikation.
Wenn der Vater mit den Söhnen
1982 wagt Streun den Schritt in die Selbstständigkeit: Er gründet sein erstes Unternehmen, AVS – Audio Vision Streun, das er später in Streun Produktion umbenennt. Bis 2001 produziert Streun Filme, TV-Spots und multimediale Events. Dann entschliesst er sich, seine Firma zu liquidieren und nach neuen Herausforderungen zu suchen. Ein Restaurant eröffnen, mal etwas ganz anderes machen, schwebt ihm vor. Bereits zwei Monate später gründet Streun erneut eine Firma im Multimediabereich: Streun.com – Streun Communications. «Mein Sohn Ivan wollte mit mir gemeinsam ein Geschäft aufziehen», erklärt Streun. «Eigentlich hatte ich gerade damit abgeschlossen, aber es reizte mich dann doch, mit meinem Sohn zusammenzuarbeiten. Ausserdem kamen ehemalige Kunden mit Aufträgen auf mich zu. Also gründeten wir die neue Firma und einigten uns darauf, dass Ivan ab 2003 die Geschäftsführung übernimmt und ich als Seniorberater mein Wissen einbringe.» Auch Streuns jüngerer Sohn Nicolas arbeitet im Familienunternehmen, als Grafik-Freelancer, während er die Matura nachholt. «Wir arbeiten perfekt zusammen und sind gut darin, alle Medien in unsere Produktionen einzubeziehen», sagt Streun. «Ivan ist sehr kreativ, geduldig und ausdauernd, ein Technikfreak und absoluter Profi in der Postproduktion. Nicolas ist ein toller Grafiker und wahnsinnig genau. Ich habe viel Erfahrung in der Filmproduktion und unzählige Kontakte. Ausserdem sind wir alle drei davon besessen, perfekte Inszenierungen zu erarbeiten. Das passt zusammen.»
Vor allem passt das zu den Ansprüchen der Auftraggeber: «Jeder unserer Kunden hat andere Anforderungen, aber sie sind immer hoch und jeder will die perfekte Inszenierung», weiss Jürg Streun. Wie die Szenografen bei ihrer Arbeit vorgehen, hängt vom Briefing des Auftraggebers ab. Manche Firmen wissen bereits genau, was sie wollen, andere haben bloss eine vage Botschaft oder eine aktuelle Werbekampagne, die irgendwie in den Anlass einbezogen werden soll. «Der schwierigste Schritt ist, die richtige Location zu finden», sagt Streun, «dann ist schon ein wichtiger Teil der Arbeit erledigt. Die szenografische Umsetzung von Events hat eine Unmenge Facetten: Dekor, Film, Übersetzung, Moderation, Musik, Essen und Trinken. Natürlich leisten die drei Männer nicht all das selbst. Streun Communications agiert als Generalunternehmer, der für jeden Handgriff die richtigen Leute einbindet: Veranstaltungstechniker, Dekorationsateliers, Requisiteure, Showleute, Moderatoren.
Etwa ein bis zwei Monate dauert es, die Szenografie für einen Anlass zu entwickeln und umzusetzen. «Wir übernehmen auch gern kurzfristige Projekte, bei denen alles ganz schnell gehen muss», betont Jürg Streun. «Dann sind alle Beteiligten entscheidungsfreudiger.» Engagiert wird Streun Communications entweder direkt vom Unternehmensmarketing oder von Werbeagenturen, die sich die Szenografiespezialisten für einen Auftrag ins Boot holen. «Oft gilt es, eine laufende Kampagne in ein Event einzubeziehen», sagt Streun. «Dann ist es natürlich gut, wenn wir eng mit den Werbern zusammenarbeiten.»
Ein Anlass für 200 bis 300 Personen ist ab 20′ 000 Franken zu haben, ein grosses Event kann rasch einmal 500’000 Franken kosten. Das hängt davon ab, welche Acts und Special Effects der Kunde wünscht. Allein für einen Star, der am Abend auftritt, müsse man 10 000 bis 50 000 Franken einkalkulieren, rechnet Streun vor. «Wir merken, dass bei den Unternehmen das Geld für Eventinszenierungen im Moment nicht so locker sitzt», sagt er. «Aber Panik ist unnötig, gute Anlässe braucht es immer.»
Fäden ziehen mit Effekt
Das streunsche Terzett scheint gut zu funktionieren: Streun Communications betreut national und international agierende Kunden wie Fiat, Chevrolet, Kia, Renault, Hyundai, Harley-Davidson, den EHMA-Kongress, Schwabe Pharma, Cantavino, das Internationale Country-Music-Festival oder Opel Ruckstuhl. Events haben die drei bereits für den Fiat-Konzern, BMW und Chevrolet inszeniert. Alles Auto? «In der Tat gibt es fast keine in der Schweiz vertretene Autofirma, für die wir noch nicht gearbeitet haben», sagt Streun. «Ich bin ein Auto- und Töff-Freak, aber ich mache auch andere Aufträge gern – immer den am liebsten, an dem ich gerade arbeite.» Trotzdem: Streun träumt davon, einmal eine grosse LKW-Präsentation zu inszenieren, am liebsten auf einer riesengrossen Leinwand mit riesengrossen Trucks in einem Stadion. Einem riesengrossen, versteht sich. Hauptsache, es wirkt.
Anne-Friederike Wilhelm
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