Tele M1: Neue Talksendung «Duell Aktuell» mit Werner De Schepper

Ab dem 3. November 2009 bietet Tele M1 eine neue Plattform für die Meinungsmacher im Mittelland. Während dem 20-minütigen Talk «Duell Aktuell» treffen zwei Gäste zu einem aktuellen Thema aufeinander.

Moderiert wird die Sendung vom stellvertretenden Chefredaktor der Aargauer Zeitung, Werner De Schepper. Der Moderator werde sich aktiv in die Diskussion einmischen und «Duell Aktuell» zu einem hartgeführten Fakten- und Meinungstalk machen, schreibt der Privatsender in einer Mitteilung vom Freitag.
Werner De Schepper hat als erster Blick-Chefredaktor mit theologischem Lizentiat von 2003 bis 2007 den «Blick» geprägt. Seit dem 1. September 2008 arbeitet er bei der AZ Medien Gruppe und ist seit 1. Februar 2009 stellvertretender Chefredaktor der Aargauer Zeitung/Mittelland Zeitung.
«Duell Aktuell» wird jeden Dienstag ab 18.30 Uhr ausgestrahlt und stündlich wiederholt.
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Interpunkt: Layout für Aaround entwickelt

Die Region Aarau ist um ein Printprodukt - das Gratismagazin Aaround - reicher: Das Aaround-Layout wurde von der Agentur Interpunkt entworfen, welche sich in einem Pitch-Verfahren gegen ihre Konkurrenten durchsetzen konnte.

Aaround erscheint alle zwei Wochen mit einer Auflage von 45‘000 Exemplaren. Neben lokalen Veranstaltungshinweisen habe die Redaktion die Ambition, eigene Beiträge aus der lokalen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu recherchieren, heisst es in einer Mitteilung von Freitag. Als Zielgruppe fokussiert das Magazin Angehörige aller Altersgruppen, die aktiv am regionalen Leben teilnehmen wollen.
Das Aaround-Layout wurde von der Agentur Interpunkt entworfen, welche sich in einem Pitch-Verfahren gegen ihre Konkurrenten durchsetzen konnte. Interpunkt begleitete auch die Lancierung der ersten Ausgabe und stand dem Layout-Team mit Rat und Tat zur Seite. Die Aaround-Webseite wird ebenfalls von der Agentur entwickelt und befindet sich momentan noch in der Entstehungsphase.
Ausserdem entwickelte Interpunkt eine Onlineapplikation, die den Mitarbeitern die tägliche Arbeit erleichtert und sich nahtlos in den laufenden Arbeitsprozess einfügt. Alle Redaktoren haben standortunabhängig über den Browser Zugriff auf das Redaktionstool und können sowohl Texte wie auch Bilder direkt einspeisen. Damit kombiniert sind die Tools für den Verkauf: Eine Kundendatenbank mit komplettem CRM, bei der sich auch gleich Inserate buchen sowie Texte und Bilder hochladen lassen. Auch der Veranstaltungskalender wird über das Tool aktualisiert. Der Layouter kann anschliessend die Magazininhalte und Inserate direkt aus dem CMS in den Satz übernehmen.
Verantwortlich bei Aaround: Reinhard Niederer, Christian Senn, Peter Renggli. Verantwortlich bei Inter-punkt.: Fabian Koch (Beratung), Christoph Zimmermann (Grafik), Adrian Widmer (Programmierung).
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Paroli tritt dem Bund der PR-Agenturen bei

Nach fünf Jahren Tätigkeit am Markt trat Paroli am 22. Oktober 2009 dem BPRA bei. Die Zürcher PR-Agentur verspricht sich von der Mitgliedschaft eine noch bessere nationale und internationale Vernetzung sowie eine baldige Zertifizierung nach CMSII-Standard.

Paroli wurde 2004 durch Oliver Suter und Claudio Rotter gegründet. Heute arbeiten 23 Fachkräfte in allen klassischen PR-Disziplinen für die Agentur. Zu den Kunden zählen Schweizer Firmen aus dem Detailhandel, dem Finanzbereich und dem Gesundheitswesen, aber auch Verbände und Non-Profit-Organisationen.
«Nachdem wir unsere Geschäftsleitung erweitert haben, kommt die Mitgliedschaft beim BPRA genau zur richtigen Zeit. Sie ist ein Signal in den Markt hinein, dass wir unsere Erfahrung noch breiter abstützen und uns übers eigene Gärtchen hinaus engagieren», beurteilt Oliver Suter den jüngsten Schritt. Claudio Rotter ergänzt: «Wichtig ist für uns auch die angestrebte Zertifizierung. Sie garantiert unseren Kunden eine gleich bleibend hohe Qualität der Dienstleistungen und belohnt die Anstrengungen, die wir in den letzten Jahren unternommen haben.» Peter Knobel, Präsident des BPRA, begrüsst die Aufnahme von Paroli: «Paroli ist eine Bereicherung für uns. Die Agentur hat in den letzten Jahren bewiesen, dass sie kreative, innovative und nachhaltige PR-Arbeit macht. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.»

Saatchi & Saatchi: Für IOM Kampagne gegen Menschenhandel realisiert

Saatchi & Saatchi hat eine europaweite Kampagne gegen Menschenhandel kreiert. Auftraggeber ist die Internationale Organization of Migration (IOM).

Ziel der Kampagne ist es laut Mitteilung, Konsumenten zu sensibilisieren für die Problematik von Billigarbeitskräften, die wie Waren verschoben und gehandelt werden. Die öffentliche Debatte soll helfen, unreflektiertes Kaufverhalten zu ändern, Kaufentscheide zu hinterfragen und bewusster einzukaufen. Es sei ein universaler Insight, dass immer mehr Konsumenten lieber Marken und Produkte kaufen, die zu ihren humanitären und ethischen Überzeugung passen, heisst es weiter. Aber kaum jemand wisse, was wirklich hinter ganz alltäglichen Produkten stehe und mit welchen Arbeitskräften sie hergestellt worden seien. Die Kampagne von Saatchi & Saatchi ruft deshalb auf, nachzufragen: Was steckt hinter den Dingen, die wir kaufen?
Zum Auftakt wurde am dritten europäischen «Anti-Trafficking Day» in Brüssel auf dem Place Schuman eine Installation aufgebaut, die Menschen zeigt, die unter einem gigantischen, überdimensionalen Einkaufswägeli gefangen sind.
Zur Kampagne gehört auch ein 30-Sekunden-Film und als Herzstück die Webplatform www.buyresponsibly.org, wo man ein Dokument zum Nachfragen herunterladen kann. «Wir verlangen von den Konsumenten nicht, die Welt zu verändern», so Philippe Schwaar, Creative Director der Kampagne bei Saatchi & Saatchi. «Aber wenn wir alle anfangen zu hinterfragen, ob unsere Einkäufe ohne Menschenhandel produziert wurden, wird damit etwas Wichtiges ins Rollen gebracht. Unternehmen, welche bei der Produktion soziale Dimensionen ignorieren, werden zunehmend boykottiert werden.»
Über 400 Presseartikel in aller Welt haben über die Kampagne berichtet. Die Facebook Gruppe Responsible Buyers ist auf über 460 Personen gewachsen. Schon nach 4 Tagen hatte die Webplatform Buyresponsible.org mehr als 6‘000 Besucher.
Verantwortlich bei IOM, Geneva: Richard Danziger (Head of Counter Trafficking Division). Verantwortlich bei Saatchi & Saatchi: Philippe Schwaar (Creative Director), Boris Declerck (Text), Anthony Lamy (Head of Interactive), Lamar Hawkins (Production).
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JvM/Limmat: Nachwuchsinitiative Tecmania.ch entwickelt

Jung von Matt/Limmat hat nach einem Pitch vom Branchenverband Swissmem den Auftrag bekommen, das Bild der technischen Berufe mit einer Nachwuchsinitiative nachhaltig zu verbessern.

Unter dem Motto: «Du kennst es, du kannst es. Steig ein in die Welt der Technik» erfolgte am 28. Oktober 2009 der Startschuss für die auf drei Jahre angelegte Kampagne.

Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Internetplattform Tecmania.ch. Nationale Plakataushänge, Displaykampagnen und Aktivitäten in Social Media Plattformen führen alle auf die Website. Tecmania.ch bietet in erster Linie faszinierende Geschichten, die sich in der Welt der Technik abspielen. Ein monatliches E-Magazine mit Kurzvideos, Infografiken, Bildgalerien und Wettbewerben bietet spannende Einblicke in die Branche und motiviert, in die Welt der Technik einzusteigen. Die Plattform stellt ausserdem Unternehmen und Berufsbilder der Branche vor und ermöglicht einen raschen Überblick zu den verschiedenen Studien- und Ausbildungsangeboten. Jugendliche können nach Lehrstellen suchen und mit den Unternehmen in Kontakt treten.

Die Initiative Tecmania setzt bereits in den Primarschulen an. Über zahlreiche interaktive Unterrichtsmaterialien auf Primar- und Sekundarstufe wird das Basiswissen über Technik gefördert. Diese Materialien basieren alle auf den Inhalten von Tecmania.ch und sind eng mit der Plattform verknüpft.
Am 28. Oktober 2009 erfolgte im Technorama Winterthur der Startschuss für die mehrjährige Initiative. Über 100 geladene Gäste, darunter hochrangige Vertreter aus den Swissmem Mitglieder-Unternehmen, wohnten gemeinsam mit zehn Schulklassen dem Anlass bei. Tecmania.ch wird während den nächsten zwei Monaten in einer Sonderausstellung im Technorama und danach an zahlreichen Berufsmessen auch offline stark präsent sein.

Verantwortlich bei Swissmen: Ruedi Christen (Leiter Kommunikation), Jonas Lang (Communication Manager). Verantwortlich bei Jung von Matt/Limmat: Bruno Manser, Notarmon Buchli, Alex Schradt, Matthias Adolf, David Lüscher (Online), Melanie Schneider, Remo Brunner, Cyrill Hauser (PR, Events, Webcontent), Rolf Helfenstein, Claudia Camenisch, Felix Zürcher (Beratung), Alexander Jaggy, Lukas Frei (CD), Samuel Christ (Text), Inken Rohweder (AD), Adrian Merz (Grafik), Didi Knall (Art Buying), Garrigosa Studio (Fotografie), Kiknet.ch (Lehrinhalte für Schulen).
Lancierungsevent:

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Printscreens:
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Swiss Photo Award: Romano Zerbini übernimmt 3view

Der Mitinhaber und langjähriger Geschäftsleiter von Ewz.selection, Romano Zerbini, übernimmt per sofort die Veranstalterin des Swiss Photo Award 3view.

Er übernimmt die Anteile der beiden anderen Gesellschafter Jérôme Bischler und Lucia Degonda und zeichnet künftig alleine verantwortlich für 3view und den Swiss Photo Award – ewz.selection. Die Vereinigung fotografischer GestalterInnen VFG, welche die Rechte an Ewz.selection hält, begrüsse diese Entwicklung, heisst es in einer Mitteilung. Die Übernahme bringe einen langen Prozess der Professionalisierung des Fotopreises und der Entflechtung der Strukturen zu einer tragenden Lösung. Romano Zerbini wird die Ewz.selection im bewährten Muster weiterführen und zusammen mit der VFG konsolidieren und weiterentwickeln.

M-Travel Switzerland: Valentin Handschin wird neuer stv. Leiter Kommunikation

Per 1. November 2009 übernimmt Valentin Handschin die Position als stellvertretender Leiter Unternehmenskommunikation und Verantwortlicher Nachhaltigkeit bei M-Travel Switzerland.

Er tritt damit die Nachfolge von Elina Fleischmann an. Valentin Handschin studierte an den Universitäten von Bern und Stockholm Geschichte, Betriebswirtschaft und Medienwissenschaft. Seine journalistische Tätigkeit startete er als freier Mitarbeiter auf der Wirtschaftsredaktion der Berner Zeitung, gefolgt von Engagements als Redaktor bei der Handelszeitung und der Basler Zeitung. Der 32-Jährige wird in seiner neuen Funktion auch für den Bereich Nachhaltigkeit zuständig sein und berichtet an Prisca Huguenin-dit-Lenoir, Leiterin Unternehmenskommunikation und Mediensprecherin von M-Travel Switzerland. Elina Fleischmann wechselt in die Unternehmenskommunikation einer anderen Firma.

Zu guter Letzt: Lustiges Tütenschreien

Fisherman’s Friend will wissen, wie laut die Eishockeyfans wirklich sind und hat einen Wettbewerb der etwas anderen Art lanciert.

Jeder Schreihals kann vor Beginn eines Hockeymatches seine Lautstärke testen, indem er in eine überdimensionale Fisherman’s Friend-Tüte hinein brüllt. Dabei wird der Toppegel seiner stimmlichen Verlautbarung in Dezibel gemessen. Laufend werden die erzielten Scores auf einer Tafel notiert. Dies soll weitere Fans zum Mitbrüllen animieren. Die drei lautstärksten Fans treten schliesslich während der letzten Drittels-Pause zum grossen Finale um den Tagessieg an – auf der Eisfläche vor allen Zuschauern.
Bereits vorgemacht haben es eine ganze Reihe von Hockeystars des SCB und des EVZ. Ihr Highscore wurde jedoch bereits geknackt – der aktuelle Schreirekord liegt nun bei immerhin 127,8 Dezibel. Ein Düsenjet aus hundert Metern Entfernung soll leiser tönen, schreibt Fisherman’s Friend…

Radio- und TV-Legende Heiner Gautschy gestorben

Die Schweizer Radio- und Fernsehlegende Heiner Gautschy ist am Mittwoch im Alter von 91 Jahren gestorben. Er war der erste USA-Korrespondent des Schweizer Radios.

Dies teilte der frühere TV-Redaktor Erwin Koller gemäss SDA am Donnerstag mit. Gautschy war der erste USA-Korrespondent des Schweizer Radios. Mit der unverkennbaren Ansage «Hallo Beromünster, hier spricht Heiner Gautschy in New York» prägte der Journalist das USA-Bild einer ganzen Generation. Er war in den 50er und 60er Jahren eine der bekanntesten Stimmen des Schweizer Radios DRS.
Wechsel zum Schweizer Fernsehen
Geboren wurde er als Sohn einer Fabrikantenfamilie am 20. November 1917 in Basel. Nach seinem Geschichtsstudium und journalistischen Tätigkeiten in verschiedenen Medien ging er 1949 als Korrespondent nach Amerika. Bis 1967 analysierte und kommentierte er das Zeitgeschehen in den USA für das Radio. Er hatte auch vorübergehende Einsätze in China, der Sowjetunion und Kuba.
Ein Gesicht bekam die legendäre Stimme für das grosse Publikum, als Gautschy 1967 zum Schweizer Fernsehen wechselte. Er war Mitbegründer und bis 1976 Leiter des Magazins «Runschau».
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(Bilder: Keystone)

Wolfram Weimer wird Focus-Chefredaktor

Der Cicero-Gründer und ehemalige Welt-Chefredakteur Wolfram Weimer wird ab Herbst 201 Chefredaktor bei Focus. Der 44-Jährige löst Helmut Markwort an der Spitze des 1993 von ihm gegründeten Nachrichtenmagazins ab.

Weimer wird ab 1. September 2010 in eine gleichberechtigte Doppelspitze mit Chefredaktor Uli Baur eintreten und gemeinsam mit ihm die Verantwortung für das Magazin übernehmen, wie Focus online am Donnerstag schreibt.
Markwort übergibt die Chefredaktion per 1. Oktober 2010 und wird als «erster Journalist seinen bis zum 31. Dezember 2010 laufenden Vorstandsvertrag mit den Verantwortungsbereichen Focus, Broadcast, Verlagsgruppe Milchstrasse und Playboy erfüllen.» Seine Verlagsverantwortung wird anschliessend zum 1. Januar 2011 in den Vorstandsbereich Verlage Inland integriert und von Philipp Welte verantwortet. Der Gründungs-Chefredaktor Helmut Markwort wird auch über diesen Zeitraum hinaus Herausgeber des Nachrichtenmagazins Focus bleiben.

Wemf mit neuer Beratungsabteilung Product Consulting

Im Oktober 2009 hat die Wemf ihre Beratungsabteilung Product Consulting ins Leben gerufen. Als Leiter der Abteilung konnte Urs Renner gewonnen werden.

Renner war bis Ende August 2009 strategischer Berater bei Media Logics. Zuvor war er in leitenden Funktionen bei The Media Edge und Advico Young & Rubicam tätig.
Die neuen und bewährten Wemf-Studien seien zum Teil erklärungsbedürftig, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Wegen der zunehmenden Komplexität der Studien würde spezialisiertes Know-How vorausgesetzt, und dies könne nur durch einen erheblichen Anteil an Anwendungskenntnissen erfolgen. «Aus diesem Grund will die Wemf bei Medienhäusern, Agenturen und Werbeauftraggebern mit gezielter Beratung für mehr Überblick, Know-how und die damit einhergehende einfachere Anwendung des Datenmaterials sorgen.» Zuerst einmal will das Unternehmen ein Angebotsportfolio entwickeln. Je nach Kundenbedürfnis sollen dann Schulungen, Einzelauswertungen, Analysen oder auch verlagsinterne Beratungen angeboten werden.
Mit den drei Säulen Forschung, Auflagebeglaubigung und Statistik sei die Wemf gut aufgestellt, heisst es weiter. Hier gelte es, die Qualität zu halten und jeden einzelnen Bereich zu stärken. Mit der Unit Product Consulting komme ein wichtiger zusätzlicher Berich dazu.

13. Berner Marketingtag: «Die Marke bin ich»

Am 28. Oktober ging zum 13. Mal der Berner Marketingtag (BMT) über die Bühne. Zum Thema «Die Marke bin ich» haben verschiedene Persönlichkeiten den rund 530 Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Nach bewährter BMT-Tradition stand auch am diesjährigen Anlass nicht trockene Marketingtheorie, sondern Inspirationen von besonderen Persönlichkeiten und praxisnahes Know-how wie jenes von Branding-Spezialist Florian Weingärtner (Interband München) und Arend Hendriks (Microsoft Advertising) auf dem Programm, wie es in einem Communiqué heisst. Gerade in Finanzkrisenzeiten, in denen der Ruf nach Mässigung und mehr Bescheidenheit laut wird, mag das Motto des diesjährigen BMT einen zynischen Beiklang haben. Was die Referenten und Talkgäste jedoch durchs Band als Hauptingredienzen erfolgreicher Ich-Marken propagierten und verkörperten, war nicht Narzissmus, Hochmut oder blindes Erfolgsstreben, sondern Glaubwürdigkeit, Authentizität und Mut.
Danuser: Wider den «pathologischen Demokratismus»
Eine erste Umsetzung dieses Credos wurde von Hanspeter Danuser, dem ehemaligen Kurdirektor und weltbekannten Botschafter von St. Moritz demonstriert. Sein St. Moritz-Slogan «Top of the World» hat ihm diverse Marketingpreise eingebracht, aber auch den Widerstand der Engadiner, die gemäss Danuser wie die gesamte Schweiz an einem «pathologischen Demokratismus» litten. Gegen dieses helvetische Misstrauen gegenüber potentiell polarisierenden Inhalten hat Danuser mit Charme, Integrität, einem Alphorn und einem von Amtes wegen obligatorischen «bruuna Schtai» (braungebranntes Gesicht) eine der erfolgreichsten Tourismusdestinationen aufgebaut. Als matchentscheidend für jeden Erfolg nannte Danuser jedoch die Mitarbeiter, die dafür sorgen, dass ein mutiges Markenversprechen auch eingehalten wird.
Schweiz und Betty Bossy: Bescheidenheit als Stärke
Danusers Unbescheidenheit scheint als Ausnahme die Schweizer Marketing-Regel zu bestätigen. Dies zeigten die Beiträge von Walter Lüthi und Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, die ihr Referat aus gesundheitlichen Gründen von Präsenz-Schweiz-Chef Johannes Matyassy verlesen liess. Als stärkste Schweizer Markenwerte nannte die Aussenministerin Eigenschaften wie die direkte Demokratie, Toleranz, Bescheidenheit, Stabilität und Qualitätsbewusstsein. Auch die über 50-jährige beispiellose Erfolgsgeschichte von Betty Bossi basiert auf grundsoliden Schweizer Werten. «Betty Bossi polarisiert nicht, sie belehrt nicht, sie ist eher unscheinbar», so Betty-Bossi-Chef Walter Lüthi. Betty Bossi hat eine Bekanntheit von 90 Prozent und figuriert neben Brands wie Google und iPod unter den grössten Aufsteigern des neuen Jahrtausends. Dieser Erfolg kam allein durch die Präsenz der Produkte und Dienstleistungen zustande; Betty Bossi hat noch nie Image-Werbung gemacht. Als «Albtraum für eine seriöse Astrologin» bezeichnete Überraschungsgast Monica Kissling ihr Alias «Madame Etoile», das ihr vor 19 Jahren von der DRS 3 Redaktion verpasst wurde. Mittlerweile hat sich die eher scheue Medien-Astrologin widerwillig mit ihrem schillernden Markennamen abgefunden.
Giacobbo und Meier: Markennamen mit vielen Gesichtern
Als Interviewgäste von Moderator Röbi Koller waren dieses Jahr Viktor Giacobbo und Yello-Mitglied Dieter Meier geladen. Die beiden Künstler und Unternehmer mit den vielen Talenten unterhielten mit Pointen und faszinierenden Lebensgeschichten und offenbarten ihren Markenkern. «Satire braucht vor allem einen Standpunkt, kein Branding», so Giacobbo. «Das Wichtigste ist Glaubwürdigkeit. Alles was ich machte und mache ist quasi Wahrheits- und Identitätssuche. Deshalb hat man mich auch immer respektiert und ich hatte keine Angst vor dem Umfallen», sagte Meier.
Erstmals stand dieses Jahr die Berner Talk-Runde auf dem Programm. Adolf Ogi, Peter Burkhart alias «Mühli Pesche» (Mühle Hunziken), Nicole Loeb (Loeb AG), Max Egger (Egger Bier) und Thomas Binggeli (Thömus Veloshop) diskutierten über das Leben mit einem offiziellen oder inoffiziellen Markennamen.
Nach dem erfolgreichen BMT 2009 ist der BMT 2010 bereits in Planung: Unter dem Motto «Erfolg: So oder so» werden am 2. November 2010 Vertreter verschiedener oder gar gegensätzlicher Erfolgsrezepte gegeneinander antreten.
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