Ziel der Kampagne ist es laut Mitteilung, Konsumenten zu sensibilisieren für die Problematik von Billigarbeitskräften, die wie Waren verschoben und gehandelt werden. Die öffentliche Debatte soll helfen, unreflektiertes Kaufverhalten zu ändern, Kaufentscheide zu hinterfragen und bewusster einzukaufen. Es sei ein universaler Insight, dass immer mehr Konsumenten lieber Marken und Produkte kaufen, die zu ihren humanitären und ethischen Überzeugung passen, heisst es weiter. Aber kaum jemand wisse, was wirklich hinter ganz alltäglichen Produkten stehe und mit welchen Arbeitskräften sie hergestellt worden seien. Die Kampagne von Saatchi & Saatchi ruft deshalb auf, nachzufragen: Was steckt hinter den Dingen, die wir kaufen?
Zum Auftakt wurde am dritten europäischen «Anti-Trafficking Day» in Brüssel auf dem Place Schuman eine Installation aufgebaut, die Menschen zeigt, die unter einem gigantischen, überdimensionalen Einkaufswägeli gefangen sind.
Zur Kampagne gehört auch ein
30-Sekunden-Film und als Herzstück die Webplatform
www.buyresponsibly.org, wo man ein Dokument zum Nachfragen herunterladen kann. «Wir verlangen von den Konsumenten nicht, die Welt zu verändern», so Philippe Schwaar, Creative Director der Kampagne bei Saatchi & Saatchi. «Aber wenn wir alle anfangen zu hinterfragen, ob unsere Einkäufe ohne Menschenhandel produziert wurden, wird damit etwas Wichtiges ins Rollen gebracht. Unternehmen, welche bei der Produktion soziale Dimensionen ignorieren, werden zunehmend boykottiert werden.»
Über 400 Presseartikel in aller Welt haben über die Kampagne berichtet. Die Facebook Gruppe Responsible Buyers ist auf über 460 Personen gewachsen. Schon nach 4 Tagen hatte die Webplatform Buyresponsible.org mehr als 6‘000 Besucher.
Verantwortlich bei IOM, Geneva: Richard Danziger (Head of Counter Trafficking Division).
Verantwortlich bei Saatchi & Saatchi: Philippe Schwaar (Creative Director), Boris Declerck (Text), Anthony Lamy (Head of Interactive), Lamar Hawkins (Production).