Pfizer Journalistenpreis: Pharmaunternehmen gegen Übergewicht

Drei Journalisten teilen sich den mit 10'000 Franken dotierten, vom Pharmaunternehmen Pfizer lancierten Journalistenpreis 2009. Sie werden für ihre Beiträge zum Thema Übergewicht ausgezeichnet.

«Dick. Oder dünn» war der Titel eines sehr persönlichen Porträts einer übergewichtigen jungen Frau, das die Zürcher Journalistin Nicole Zurbuchen schrieb. Für den in der Zeitschrift Annabelle erschienenen Beitrag wird Zurbuchen nun ausgezeichnet. Sie muss sich den Preis teilen mit den Walliser TV-Journalisten Stéphane Wicky und Pierre-Armand Dussex. Mit ihrem Beitrag «Surpois et Obésité» (Übergewicht und Fettleibigkeit), ausgestrahlt im Walliser Regionalfernsehsender Canal 9, wurden auch sie für den Preis ausgewählt. Ihr Film zeigt Ursachen und Folgen von Übergewicht bei Kindern.
Die Jury unter der Leitung des Zürcher Präventivmediziners und FDP-Ständerats Felix Gutzwiller wählte die beiden Arbeiten aus 19 Bewerbungen aus. Übergeben wird der Preis am Mittwochabend im Zürcher Kongresshaus im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung. Mit dem jährlich vergebenen Journalistenpreis will die Schweizer Niederlassung des Pharmaunternehmens Pfizer laut Mitteilung die Öffentlichkeit für gesundheitlich relevante Themen sensibilisieren. Im kommenden Jahr geht es um das Thema «Angst».

Zu guter Letzt: Hostel oder Bordell?

Woran denken Sie als erstes, wenn sie ein Plakatsujet sehen, das den Unterleib einer Frau im Tanga zeigt? Auf der Höhe des Schambereichs ist der Spruch «24 h open» zu lesen, am Bildrand verspricht das Plakat noch «sexy Preise»… Natürlich, ein Bordell. Vermutlich hat sich das auch die Agentur gedacht, die das Plakat entworfen hat.

Denkbar, dass da beim Briefing etwas schief gegangen ist. Wie sollte man sich solch ein Sujet sonst erklären? Die Unternehmenskette A&O-Hostel erteilt den Auftrag für eine Anzeige. Jedenfalls muss zur Sprache gekommen sein, das Sujet solle sexy sein. Aber was tut das Unternehmen noch gleich? Hostel, Bordell, das tönt doch alles etwa gleich. Also konzentriert sich die Agentur auf den Aspekt «sexy». Das Motiv ist schnell gefunden, dann noch ein billiger Spruch obendrauf, et voilà, minimaler Aufwand bei maximaler Aufmerksamkeit. Eben, sex sells. Auftrag erfüllt, die Aufmerksamkeit ist der Hostelkette gewiss. Fragt sich nur, welche Auswirkungen das Plakat auf deren Image hat. Nicht nur, dass die Anzahl der Beschwerden gegen das Sujet in Deutschland massiv ist, vermutlich fragen sich auch die Hotelangestellten, wo sie denn genau arbeiten, wenn sie Gästen erklären müssen, dass sie auf dem Zimmer kein halbnacktes Mädchen erwartet…

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Anthrazit sucht «Die 200 besten Websites der Schweiz»

Das Schweizer Magazin Anthrazit kürt zum siebten Mal «Die 200 besten Websites der Schweiz 2010». Internetauftritte können bis Ende November 2009 angemeldet werden. Die prämierten Websites werden in der Ausgabe vom 9. Februar 2010 vorgestellt.

Zum ersten Mal entscheiden neben einer Expertenjury auch Anthrazit-Member über Nutzwert, Usability, Innovation, Inhalt und Gestaltung der Websites. Für die Bewertung wurde ein Onlinesystem entwickelt, das mit Computer, Handy und anderen mobilen Endgeräten bedient werden kann. Dieses Jahr gibt es zudem die neue Kategorie «mobile Websites». Neu werden keine reinen E-Shops mehr bewertet. Websites, die vor allem Produkte oder Dienstleistungen online verkaufen und für die Wahl der 200 besten Websites der Schweiz angemeldet werden, werden in die Wahl der 100 nützlichsten Schweizer E-Shops umgeteilt.

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Murdoch will Websiten für Google sperren lassen

Rupert Murdoch will die Internetseiten seiner Medien für Suchmaschinen und Nachrichtenaggregatoren sperren. Im Kritikfeuer stehen neben Google auch Microsoft und Ask.com.

«Das sind Leute, die einfach alles aufsammeln und unsere Geschichten klauen», beklagte sich der Unternehmer, zu dessen Medienimperium unter anderem das Wall Street Journal in den USA oder The Times in Grossbritannien gehören, im Interview mit dem Fernsehsender Sky News Australia. Die Suchmaschinen sorgten zwar dafür, dass mehr Leute auf die jeweiligen Seiten klickten, loyale Leser würden dadurch aber nicht gewonnen. «Wir wollen lieber weniger Nutzer, aber dann solche, die bezahlen», so Murdoch weiter. Nutzer hätten journalistische Inhalte im Internet seiner Ansicht nach nie kostenlos bekommen dürfen. Das Wall Street Journal bietet seine Inhalte bereits kostenpflichtig an. Wird ein Nutzer über die Google-Suche auf einen Artikel der Zeitung verwiesen, kann er sich den ersten Absatz ansehen, für den Rest wird er zur Kasse gebeten.

Netzeitung wird Ende Jahr eingestellt

Die Berliner Onlinepublikation Netzeitung steht vor dem Aus. Gemäss der Verlagsgruppe DuMont Schauberg wird das Projekt bis 31. Dezember 2009 aufgegeben. Als Ursache werden wirtschaftliche Gründe genannt.

Für Branchenexperten ist die Pleite Ausdruck der Schwierigkeit der Nachrichtenverlage, ein geeignetes Geschäftsmodell für das Internetzeitalter zu finden, wie es auf Pressetext.ch heisst. Zudem sei die Netzeitung von Anfang an unterfinanziert gewesen, um genügend interessante Inhalte bereitzustellen. Auch der deutlich gewachsene Konkurrenzdruck auf dem Onlinenachrichtenmarkt habe seinen Teil dazu beigetragen. In Zukunft wolle man die Netzeitung als «automatisiertes Nachrichtenportal» nutzen, so der Verlag. Genaue Details sind noch nicht bekannt.

Radio 1: Sendebetrieb vergrössert – personeller Ausbau

Radio 1 hat sein Sendegebiet zum zweiten Mal ausgebaut. Das «Radio nur für Erwachsene» hat am Montag um 9 Uhr den Sendebetrieb ab Üetliberg aufgenommen. Zudem wurde das Personal ausgebaut.

Sandro Brotz übernimmt das Amt des Chefredaktors. Der 40-Jährige gehört zum Gründungsteam von Radio 1 und wird in der neuen Funktion neben der Leitung der Redaktion zusätzliche programmliche Aufgaben wahrnehmen. Sein Stellvertreter bleibt der 39-jährige Iwan Santoro. Weiter erhält das Team von Radio 1 mehrere Zugänge: Samuel Volken (31), bisher Chef vom Dienst bei Radio Top, wird die Redaktion verstärken. Ebenfalls von Radio Top kommt Moderatorin Sharon Zucker (37). Weitere personelle Verstärkungen seien in Planung, teilte der Sender am Montag mit.
Bereits letzte Woche konnte das Radio den Sendebetrieb in der Region Winterthur aufnehmen. Als nächstes wird der Betrieb auf dem Etzel für das gesamte Zürcher Oberland gestartet. Der Endausbau ist bis Mitte 2010 vorgesehen.

Internationale Kurzfilmtage Winterthur

Die 13. Internationalen Kurzfilmtage Winterthur gingen mit einem Besucherrekord zu Ende. Der grosse Preis gewann der junge irische Filmemacher David OReilly mit «Please Say Something». Der Preis für den besten Schweizer Film ging an Nicolas Steiner mit seinem Film «Ich bin’s Helmut».

Die Wettbewerbsjury zeichnete insgesamt vier Filme aus. Der mit 12‘000 Franken dotierte Hauptpreis ging an den Animationsfilm «Please Say Something» von David OReilly. Den Schweizer Preis von 8’000 Franken erhielt der Walliser Filmemacher Nicolas Steiner für «Ich bin’s Helmut». Der Förderpreis für ein Regietalent, dotiert mit 10’000 Franken, ging an den schottischen Filmer Paul Wright mit seinem Film «Believe».
Die meisten Stimmen aus dem Publikum sammelte der Film «Wagah» von Supriyo Sen. Er erhielt den Publikumspreis, der mit 8’000 Franken dotiert ist. Den in diesem Jahr erstmals verliehenen Kamerapreis erhielt Lorenz Merz für seine Kameraarbeit im Film «Schonzeit» von Irene Ledermann, er gewinnt Sachleistungen im Wert von 8’000 Franken. Der bereits am Donnerstag verliehene Preis für den besten Schweizer Schulfilm, dotiert mit 5’000 Franken, ging an Anja Kofmel mit «Chrigi». Die ebenfalls neue Auszeichnung Shortrun-Preis, welche Postproduktions-Sachleistungen im Wert von 12’000 Franken für ein Drehbuchprojekt beinhaltet, ging an Sahar Suliman für ihr Projekt Muselé.
14’000 Personen besuchten das Festival von Mittwoch bis Sonntag, mit diesen Zahlen konnten die Kurzfilmtage einen neuen Besucherrekord aufstellen. Die 14. Ausgabe der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur findet vom 10. bis 14. November 2010 statt.

(Bild: David OReilly gewinnt den Hauptpreis der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur 2009).

Schlaefli und Maurer: Neuer Standort, neue Grossformat-Bogendruckmaschine

Schlaefli und Maurer will ab Januar 2010 mit der ersten in der Schweiz montierten XL 145 Bogendruckmaschine für Akzidenzdruck den Markt beleben. Der neue Druckereistandort in Uetendorf bei Thun wird zusammen mit der Medienkünstlerin Chantal Michel präsentiert.

Die Medienkünstlerin Chantal Michel begleitet als Patin den Prozess der Evaluation, Bestellung, Lieferung, Montage und Inbetriebsetzung der neuen Druckereianlagen im Rahmen eines Kultursponsorings der Schlaefli & Maurer AG. Die 200 Tonnen schwere Grossformatmaschine Heidelberg Speedmaster XL 145 wird anfangs Dezember mit zwölf Schwertransporten in die Schweiz gefahren. Nach Montage und Testbetrieb wird die neue Maschine ab Mitte Januar 2010 für erste Druckjobs zur Verfügung stehen. Ebenfalls auf diesen Termin werden die übrigen Einrichtungen im neuen Druckzentrum Uetendorf für die Produktionsaufnahme betriebsbereit sein.

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Bild: Chantal Michel und die Drucker, Part. II (Der erste Druckbogen).

Effact: Plakativ auf Pro Juventute aufmerksam gemacht

Eine neue Plakatkampagne aus dem Hause Effact für Pro Juventute macht auf das Engagement und die Präsenz der Stiftung aufmerksam. Leicht provokant werden dabei Problemsituationen von Kindern und Jugendlichen visualisiert.

Themen wie Mobbing, Computersucht oder Sex werden am Ort ihres Geschehens mit einer Bildsprache in Szene gesetzt. Die jeweilige aufgeworfene Frage, als direkte Ansprache des Beobachters, wird durch den neuen Claim «Für dich da! » aufgelöst. Neben der Bekanntmachung des Hilfsangebotes und des Verständnisses für die junge Zielgruppe ist das Ziel der Kampagne, jugendliche Belange gesellschaftlich zu thematisieren. Pro Juventute finanziert sich zum grössten Teil aus privaten Spenden sowie dem Verkauf eigener Produkte und ist daher auf eine landesweite Bekanntheit angewiesen.

Verantwortlich bei Pro Juventute: Stephan Oetiker (CEO), Matthias Wipf (Leiter Kommunikation & Markenführung), Matthias Delafontaine, Denise Schlumpf (Verkauf). Verantwortlich bei Effact: Tim Zahlten (Beratung), Nino Haslach (CD), Britta Brauner (AD), Christian Müller (Junior AD), Alain Picard (Text), Henri Meier (Bild).

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Draftfcb: Spendenauktion für Kinderstiftung

Das Agenturnetzwerk Draftfcb hat den «Global Day of Giving» lanciert, um Organisationen für Kinder zu unterstützen. In der Schweiz hat das Team der Draftfcb/Lowe Group Geschenke gespendet, die nun auf der Website versteigert werden.

Der Erlös geht in vollem Umfang an die Stiftung Theodora, welche sich zum Ziel gesetzt hat, Kindern in Spitälern den Aufenthalt zu erleichtern. Die Onlineprogrammierung übernahm Eyemedia Zürich.

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20 Minuten Online mit Nutzerrekord

Die nationale Nachrichtenplattform 20 Minuten Online legt weiter zu und kann ihre Spitzenposition festigen. Die Website setzt mit 2'530’000 Unique Clients (Net-Metrix-Audit) und rund 1'124'000 Unique Users (Net-Metrix-Profile) neue Rekordmarken.

20 Minuten Online besitzt mit einem Anteil von 54 Prozent den schweizweit grössten Anteil der werberelevanten Zielgruppe der 14?34-Jährigen und weist mit 42 Prozent den höchsten Frauenanteil aller Schweizer Newsplattformen aus. Laut Net-Metrix-Profile verzeichnet es zudem rund 437’000 Unique Users mit einem hohen Bildungsniveau. Für diese soziodemografische Entwicklung spricht auch, dass die Seite die Anzahl Doppelnutzer gegenüber NZZ Online seit der ersten Erhebung 2007 von 23 Prozent auf nunmehr 40 Prozent steigern konnte, wie das Unternehmen in einem Communiqué vom Montag schreibt. Fast die Hälfte aller NZZ-Online-Nutzer seien auch Nutzer von 20 Minuten Online. Online-Chefredaktor Hansi Voigt führt das gute Resultat auf die Verstärkung der Redaktion und das breite Informationsspektrum zurück.

Zu guter Letzt: Werbeunterbrechung, hurra!

Werbeblöcke, so was Lästiges! Sie erscheinen immer zum ungünstigsten Zeitpunkt und dauern ewig lange. Niemand möchte sie wirklich schauen. Falsch, das ist so nicht ganz korrekt. Die weitverbreitete Annahme, Menschen würden Werbeblöcke nur widerwillig über sich ergehen lassen, wurde kürzlich widerlegt.

Sendungen aufnehmen und diese dann ohne Werbeunterbrechung konsumieren. Mit diesem Argument brachten die Hersteller Digitaler Videorekorder (DVR) ihre Geräte auf den Markt, was dazu führte, dass sich viele Werbetreibende, Sender und Kunden darum sorgten, ob die Werbung überhaupt noch angeschaut würde. Nun gibt das US-amerikanische Medienforschungsinstituts Nielsen Entwarnung: Knapp die Hälfte derjenigen, die sich TV-Sendungen auf dem DVR anschauen, konsumieren die Werbung trotzdem.
Erklärungen für das unerwartete Nutzungsverhalten der Zuschauer sind vielfältiger Natur: Eine Möglichkeit ist, dass der Fernsehzuschauer ein passiver Nutzer ist, der ja nicht ins Geschehen eingreifen will. Eine Alternative ist natürlich auch, dass der Mensch von Natur aus ein Bedürfnis nach Pause hat. Ebenso denkbar – Gewohnheit. Der Konsument hat gelernt, mit den Werbepausen umzugehen und kann nun nicht mehr ohne, da er diese beispielsweise dazu nutzt, in der Küche ein kaltes Bier oder Chips zu holen. Wobei Letzteres natürlich die Werbewirkung ebenso verunmöglicht…

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