Wie Sie der Presse entnehmen konnten, wurde die Springer Science+Business Media Gruppe letzte Woche an die EQT, einen Private-Equity-Investor aus Schweden, und die GIC, einen Co-Investor aus Singapur, verkauft.
Redaktion
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16. Dezember 2009
Wie Sie der Presse entnehmen konnten, wurde die Springer Science+Business Media Gruppe letzte Woche an die EQT, einen Private-Equity-Investor aus Schweden, und die GIC, einen Co-Investor aus Singapur, verkauft. Die Springer Business Media Schweiz AG (SBM) löst sich von der Springer-Gruppe. Die bisherige Geschäftsführerin Eleonore E. Droux übernimmt als Verlegerin zusammen mit einer Investorengruppe die Springer Business Media Schweiz AG. Unter dem Namen Medien&Medizin Verlag AG werden die Aktivitäten von SBM weitergeführt. Alle Mitarbeiter werden übernommen, und auch der Standort an der Neugasse 10 in Zürich erfährt keine Änderung. Zum Portfolio des Medien&Medizin Verlags gehören neben der Werbewoche und dem Media Trend Journal sieben Medizinzeitschriften, darunter Hausarzt Praxis. Pierre C. Meier ist weiterhin als Chefredaktor für die Werbewoche und das Media Trend Journal verantwortlich. Die Chefredaktion der Medizinzeitschriften liegt in der Verantwortung von Séverine Bonini.
Top der Woche: Energy passt Programm an
Im Rahmen der angestrebten Konzessionsübertragung leitet Energy Zürich den angekündigten Ausbau des Informations- und Programmangebots ein. Die Redaktion und die Moderation werden personell verstärkt.
Redaktion
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16. Dezember 2009
Im Rahmen der angestrebten Konzessionsübertragung leitet Energy Zürich den angekündigten Ausbau des Informations- und Programmangebots ein. Die Redaktion und die Moderation werden personell verstärkt. Das redaktionelle Angebot während der Hauptsendezeit am Morgen, am Mittag und am Abend wird ausgebaut. Das von Giuseppe Scaglione für RMC eingereichte Konzessionsgesuch sieht elf Stellen im News-Bereich vor, wie Energy-Geschäftsleiter Dani Büchi auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Daran orientiere man sich. Zudem werde ein umfassendes Qualitätssicherungssystem eingeführt, das den Anforderungen der neuen Konzession entspreche, teilte das Unternehmen am Montag mit. Energy Zürich verzichtet auch auf die Ausstrahlung von Radarwarnungen, die in der neuen Konzession ab 1. Januar 2010 nicht mehr erlaubt sind. Die Blitzer-Meldungen werden bereits ab sofort aus dem Programm gestrichen. Man hoffe, die Genehmigung des Uvek für die Übertragung der RMC-Konzession noch dieses Jahr zu erhalten, heisst es weiter. Energy Zürich wird ohne Unterbruch weiterhin vom Uetliberg senden.
Wählen Sie die Kampagne des Jahres
Für die Wahl zur Kampagne des Jahres hat die Redaktion der Werbewoche zwölf Werbekampagnen ausgewählt.
Es ist wieder so weit. In dieser Nummer der Werbewoche finden sich drei Werbewoche-Klassiker. Das Kreativranking, die Vorstellung der Kandidaten für die Wahl zum Werber des Jahres 2010 sowie die Abstimmung zur Kampagne des Jahres.
Redaktion
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16. Dezember 2009
Es ist wieder so weit. In dieser Nummer der Werbewoche finden sich drei Werbewoche-Klassiker. Das Kreativranking, die Vorstellung der Kandidaten für die Wahl zum Werber des Jahres 2010 sowie die Abstimmung zur Kampagne des Jahres. Beim Kreativranking der Werbewoche geht es um die kreative Leistung der Agenturen, die im Rahmen von nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet wurden. Die Auswahl der Wettbewerbe und deren entsprechende Gewichtung erfolgte in Zusammenarbeit mit einer Delegation des Art Directors Club der Schweiz. Das Ranking basiert auf den Selbstangaben der beteiligten Agenturen. In einzelnen Fällen nahm die Redaktion Korrekturen aufgrund der offiziellen Ranglisten der Kreativwettbewerbe vor. Sechs Persönlichkeiten der Schweizer Werbeszene wurden vom Wahlgremium, bestehend aus ehemaligen Werbern und Werberinnen des Jahres, ausgewählt. Dieses Jahr haben es auch zwei weibliche Kandidaten auf die Liste geschafft. Einer der Nominierten verzichtet auf die Teilnahme an der Wahl. Die Abonnentinnen und Abonnenten der Werbewoche können nun aus fünf Nominierten ihren Favoriten küren. Dazu erhalten sie nächste Woche noch das entsprechende Wahlformular. Am 4. Februar wird dann jemand aus der Runde der Kandidaten im Zürcher Lakeside den begehrten Egon der Werbewoche in Empfang nehmen können. Für die Wahl zur Kampagne des Jahres hat die Redaktion der Werbewoche zwölf Werbekampagnen ausgewählt. Es sind alles Kampagnen, die in diesem Jahr zumindest sprachregional erschienen sind und einen bedeutenden Werbedruck aufwiesen. Die Leserinnen und Leser der Werbewoche sowie die Zuschauer von Star TV können aus diesen zwölf Kampagnen die Werbekampagne des Jahres wählen. Der Gewinner der Auszeichnung Kampagne des Jahres wird ebenfalls am 4. Februar im Rahmen der Egon-Verleihung ausgezeichnet. Die nächste gedruckte Werbewoche erscheint am 21. Januar 2010. Bis zum 23. Dezember und ab 4. Januar finden Sie auf Werbewoche.ch laufend News aus der Kommunikations- und Medienbranche. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünschen wir eine schöne und geruhsame Zeit über die Weihnachtstage und ein erfolgreiches, spannendes Jahr 2010.
Eleonore E. Droux, Geschäfts- leitung.
Pierre C. Meier, Chefredaktor Werbewoche.
Matter & Gretener wirkt mit ISPM einer ungesunden Entwicklung entgegen
Mit dem Aktionsprogramm «Leichter leben», das Massnahmen in den Bereichen Sport, Alltagsbewegung, Ernährung, Bildung und kindergerechte Verkehrswegplanung umfasst, will der Regierungsrat des Kantons Zürich den Trend zu Übergewicht stoppen. Darüber hinaus kommt eine Sensibilisierungskampagne zum Einsatz, die von Matter & Gretener im Auftrag des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich entwickelt wurde.
Redaktion
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16. Dezember 2009
Die Kampagne arbeitet mit pointierten Schlagzeilen, die den Zürcherinnen und Zürchern verdeutlichen, dass Übergewicht nicht nur eine Frage der Ästhetik ist, sondern ihre Gesundheit beeinträchtigt. Darüber hinaus werden Tipps gegeben, wie man mehr Bewegung in den Alltag integrieren und sich gesünder ernähren kann. Die Kampagne «Leichter leben» ist bis auf weiteres im Einsatz und umfasst eine Fülle von Massnahmen und Medien. So werden unter anderem Anzeigen, Plakate, TV-Spots, RailPoster, Tragtaschen oder PushPoster realisiert. Darüber hinaus kommen auch nicht-klassische Massnahmen zum Einsatz. So gibt es etwa Durchsagen in Coop-Pronto-Shops, in denen die Einkaufenden gebeten werden, ab und zu auf den Boden zu schauen. Es könnte nämlich sein, dass noch das eine oder andere Kilo Übergewicht herumliegt, das Kundinnen und Kunden durch gesunde Lebensmittel verloren haben. Verantwortlich beim Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich: Roland Stähli, Annett Jucker, David Fäh. Verantwortlich bei Matter & Gretener: Daniel Matter (Creative Direction), Dominik Imseng (Text), Urs Hartmann (Art Direction), Julia Batzlen (Grafik), Marcus Gretener, Simone Frei (Beratung). Photographie: Stefan Minder.
Maxomedia lässt Santas Schlitten auf Sbb.ch fahren
Wer in der Adventszeit auf Sbb.ch surft, wird von Santa und seinen Rentieren überrascht: Der Weihnachtsmann fliegt mit seinem Schlitten über eine Winterlandschaft und verliert auf der rasanten Fahrt Geschenkpakete. Die Szenerie ist das neue SBB-Weihnachtsgewinnspiel «Santa verfolgen», kreiert und realisiert von Maxomedia.
Redaktion
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16. Dezember 2009
Das Ziel des Spiels ist es, möglichst viele der farbigen «Päckli» einzusammeln, die Santa auf den verschiedenen SBB-Seiten vom Schlitten fallen. Wer zehn Geschenkpakete derselben Farbe gefunden hat, nimmt an der Preisverlosung teil – etwa einem 2.-Klass-GA oder einem SBB Reisebüro-Gutschein im Wert von 1000 Franken. «Santa verfolgen» ist ein technisch komplexes Game, welches mit so genannten Sticky Ads funktioniert. Maxomedia ist verantwortlich für die Konzeption und die Umsetzung des Spiels. Verantwortlich bei SBB: Daniel Schwarz (Gesamtverantwortung), Sabine Walther (Verantwortliche Marketingkommunikation), Matthias Schmid und Stefanie Kunz (E-Business).
Texte für Websites: Lieber viel als wenig
Immer wieder steht der Textumfang einer Website zur Diskussion, da Website-Betreiber häufig der Meinung sind, dass im Web nicht gelesen wird.
Redaktion
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16. Dezember 2009
Also beschränken sie den Text auf das absolute Minimum, ohne die Konsequenzen zu bedenken. 90% aller Kaufentscheide werden online gefällt Bevor sie sich für einen Fernseher, Skis, Wein oder eine Feriendestination entscheiden, recherchieren 90 Prozent der Konsumenten online. Egal, ob sie das Produkt schlussendlich online oder im Laden kaufen. Welche Rückschlüsse müssen Sie als Betreiber einer kommerziellen Website aus dieser Aussage ziehen? Der Besucher ruft Ihre Site auf, weil er ein Produkt evaluiert und dabei auf Ihr Angebot aufmerksam wurde. Auf der Website sucht er nun nach Informationen, die ihm bei der Meinungsbildung sowie beim Kaufentscheid helfen. Diese Informationen können nur in Form von Text und Bilder vermittelt werden. Mit einem Verkaufsgespräch überzeugen Gewiefte Verkäufer holen die Konsumenten bereits auf der Homepage bei deren individuellen Bedürfnissen ab und führen sie auf eine Page, die die entsprechenden Informationen ausrollt. Jetzt können Sie sich als kompetenter Berater profilieren, der die Einwände und Vorbehalte seiner Kunden kennt, aufnimmt und verständlich argumentiert. Selbstverständlich stellen Sie auf dieser Page die Produktvorteile nachvollziehbar dar und profilieren Ihr Angebot gegenüber der Konkurrenz. Mit Testimonials oder Kunden-Logos verstärken Sie das Vertrauen in Ihr Angebot. Wenn es Ihnen gelungen ist, den Besucher ihrer Website zu überzeugen, erhält Ihr Angebot den Vorzug. Jetzt ist er bereit, der Aufforderung zum Herunterladen einer Broschüre, zum Abonnieren eines Newsletters, zur Suche des nächsten Händlers, zum Verlangen einer Offerte oder sogar zum Kauf des Produktes nachzukommen. Je interessierter der Besucher, desto grösser das Informationsbedürfnis Nur wenn die Textinformationen Ihrer Page den Besucher ansprechen, ist er bereit zu lesen; egal, wie umfangreich der Text ist. Allerdings liest er nur dann, wenn der Text relevante Informationen enthält (keine Selbstdarstellung), einfach zu lesen und in viele kurze Abschnitte mit aussagekräftigen Titeln geglie-dert ist. Die Titel helfen dem Besucher, den Inhalt ihrer Page zu scannen und diejenigen Informationen herauszupicken, die für ihn relevant sind. Bilder und Videos setzen Sie so ein, dass diese die Textaussagen verdeutlichen und die Aufmerksamkeit des Besuchers auf wichtige Aussagen lenken. Und vergessen Sie nicht, einen «Call for Action» einzubauen, welche den überzeugten Besucher zu einer Handlung aufruft. Imre Sinka, Dotpulse Web-Agentur AG
Wer wird Werber des Jahres?
Die Werbewoche-Abonnenten dürfen abstimmen, wer am 4. Februar den neuen Egon-Pokal bekommt.
Redaktion
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16. Dezember 2009
Geri Aebi, CEO Wirz Werbung, Mitinhaber Wirz-Gruppe Während seines BWL-Studiums hat Geri Aebi herausgefunden, «dass Werbe-Texten für Agenturen einträglicher ist als Paket-Verfrachten bei der Post». Darum hat er es nach dem Uni-Abschluss als Texter versucht. Nach vier erfolgreichen Jahren bei Aebi & Partner wollte er für ein oder zwei Jahre ins Ausland. Daraus wurden 15, davon 12 bei GGK Wien. Zuerst als CD, bevor ihn das BWL-Wissen wieder einholte und Aebi 1997 Geschäftsführer wurde. Diese nicht weit verbreitete CEO-Kombination von Betriebswirtschafter und Kreativem erwies sich auch nach der Rückkehr in die Schweiz als persönliche Erfolgsformel: 2002 CEO Wirz Werbung, 2005 MBO Wirz-Gruppe, 2008 Vorsitz der Wirz-Gruppenleitung. Dazu ADC- und BSW-Vorstand seit mehreren Jahren. Geri Aebi sieht seine ehrenvolle Nominierung weniger als Würdigung für 2009 per se, sondern eher für die langfristig erfolgreiche Arbeit bei Wirz. Und da er sich immer als «Spieler-Trainer» verstanden habe, gilt der «Werber des Jahres» somit ebenso seinem tollen Team, «ohne das weder der finanzielle noch der kreative Turnaround der Agentur möglich gewesen wäre». Seit rund drei Jahren ist Wirz wieder «back in business». Bei 12 bis 15 Pitches im Jahr wird fast jeder zweite gewonnen. 2009 freuten sich Aebi und seine Crew natürlich besonders über den «big win» der Migros-Angebotswerbung sowie die Spitzen-Klassierungen in der Top-500-Kundenumfrage von Media-Research.
Regula Fecker, Partnerin und Mitgründerin Rod Kommunikation Nach der Matura und einem Praktikum in einer PR-Agentur heuerte Regula Fecker als 20-Jährige 1998 bei Honegger/von Matt in der Beratung an, wo sie mit Kunden wie Disaronno und Winston ihr Handwerk erlernte. Im Laufe der Jahre entwickelte sie ein immer stärkeres Interesse für Menschen, ihre Verhaltensmuster, in welcher Beziehung sie zu Marken stehen und wie sie auf Kommunikation reagieren. Der Wechsel in die Strategische Planung ermöglichte es ihr, diesem Interesse verstärkt nachzugehen. 2003 verliess Regula Fecker die Schweiz, um sich an der Miami Ad School weiterzubilden. Das «Bootcamp for Account Planning» schloss sie als erste Nicht-Amerikanerin als Jahrgangsbeste ab. Es folgte ein Jobangebot von TBWA\CHIAT\DAY New York sowie von TBWA\ Berlin, wo die Schweizerin die Strategische Planung leitete. Danach kehrte sie in die Schweiz zurück, wiederum zu Jung von Matt/Limmat. 2007 gründete sie mit dem Art Director Oliver Fennel und dem PR-Berater David Schärer in Zürich-Enge die Agentur Rod Kommunikation. Catherine Mühlemann, Ex-MTV-Central-Europe-Chefin, sitzt im Verwaltungsrat von Rod. Die Agentur gilt zweieinhalb Jahre nach der Gründung als kreativer und strategischer «Hot Shop» mit 16 Mitarbeitenden und Kunden wie 20 Minuten, Ikea, Bell, Hotelplan, Médecins Sans Frontières und Sanitas. Rod wurde 2008 als «Newcomer-Agentur des Jahres» im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet.
Markus Gut, CCO Young-&-Rubicam-Gruppe Der Umzug der Young-&-Rubicam-Gruppe ins Zürcher Westend war ein wichtiges Zeichen für den Neustart, den Markus Gut als CCO zusammen mit seinem CEO Andreas Widmer meistern konnte. Rund um die Aufbruchstimmung an der Hardturmstrasse konnte Y&R auch in dieser allgemein schwierigen Zeit viele neue Kunden und Pitches gewinnen. Das führte die Y&R-Gruppe bereits 2008 auf Platz 1 im Kreativranking der Werbewoche. Ein Erfolg, der auch 2009 getoppt werden konnte. Ähnliche Resultate hat Markus Gut bereits früher bei Publicis regelmässig erzielen können, wo er acht Jahre lang die gleiche Rolle als oberster Kreativchef einnehmen durfte. Mehrere hundert Kreativpreise haben Markus Gut seit 2003 bis heute zuverlässig jedes Jahr eine Nomination zum «Werber des Jahres» eingebracht. Ebenso regelmässig ist er Juror an internationalen Festivals. Markus Gut doziert am Sawi, an der Kreativschule des ADC/BSW sowie an der HSG St. Gallen. Neu wirkt er seit diesem Jahr im Vierer-Präsidium des ADC. Zu seinen privaten Leidenschaften gehören der eigene Wein sowie der preisgekrönte Grappa aus seinem Al Mulinetto in Gordoba. Am Greifensee plant der Kreative zudem als Mitinitiant ein Restaurant, das auf dem Bau von Jean Nouvel an der Expo.02 basiert.
Alexander Jaggy, CD und Teilhaber Jung von Matt/Limmat Für den Kreativdirektor und Teilhaber von Jung von Matt/Limmat begann das Jahr fulminant: Nach dem prestigeträchtigen Gewinn des Migros-Etats gelang es Alexander Jaggy und seinem Team nach nur 100 Tagen, einen Cannes-Löwen nach Hause zu bringen – den ersten für die Migros seit 14 Jahren. Jaggy ist der Kopf hinter der Kampagne mit dem beliebten Migros-Huhn. Die Krönung einer sehr vielseitigen Karriere. Unmittelbar nach seinem Abschluss als Handelskaufmann stieg er 1990 bei BBDO als Texter ein. Danach wechselte er zur legendären GGK. 1994 ging es nach Deutschland. Erst zu Springer & Jacoby, dann zu Jung von Matt. 1999 siedelte er nach London über, um für Springer & Jacoby das internationale Büro mit aufzubauen. 2001 kehrte er für den Start von Jung von Matt/Limmat in die Schweiz zurück. In acht Jahren hat Jaggy die Agentur in Zürich zum wirtschaftlich und kreativ erfolgreichen Unternehmen geformt: In der Umfrage der 500 grössten Werbeauftraggeber wurde Jung von Matt/Limmat zum 7. Mal in Folge zur besten Agentur der Schweiz gewählt. Im August hat Alexander Jaggy sein MBA erfolgreich abgeschlossen. Seine Abschlussarbeit trägt den Titel «Unpredictability» und beschäftigt sich mit Echtzeit-Management. Er ist Präsidiumsmitglied im ADC Schweiz. Darüber hinaus ist er Mitglied im ADC für Deutschland und Member des englischen D&AD. Alexander Jaggy ist verheiratet und hat drei Kinder.
Marion Marxer, Mitglied der Geschäftsleitung Jung von Matt/Limmat Seit Dezember 2009 führt Marion Marxer die Bereiche Digital Media und Dialog bei Jung von Matt/Limmat und nimmt auch Einsitz in die Geschäftsleitung. Sie soll bei Jung von Matt im schnell wachsenden Bereich Web weiterhin für markanten Aufschwung sorgen. Marion Marxer kann 15 Jahre Erfahrung in allen Kommunikationsdisziplinen vorweisen und wirkte zuletzt bei Publicis. 2005 ist sie dort als Senior Brand Director eingestiegen. Wichtige Kunden waren Swisscom, PostFinance und Migros. 2007 wurde sie Managing Partner und Mitglied der Geschäftsleitung. In nur zwei Jahren hat Marxer bei Publicis den Bereich digitale Kommunikation von 0 auf 20 Mitarbeitende aufgebaut und auch die .nemos in die hausinterne Onlineagentur Modem integriert. Marion Marxer hat mit einem Marketingstudium in den USA einen MBA mit ihrer Arbeit über «Digital Impact on Media and Society» erworben. Zu ihren wichtigsten Preisen gehören eine Cannes Cyber Lion Shortlist für Chocolat Frey, der Crossmedia Award Gold für Migros M’8 sowie Silber für die Migros-Lieblingsprodukte. Privat ist die Werbefrau mit der Organisation des jährlichen Festivals «tweakfest» für digitale Kultur und digitalen Lebensstil engagiert.
Kommunikations-Chancen in Zeiten wie diesen
Das HarbourClub-Symposium fand bereits zum zehnten Mal statt.
Redaktion
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16. Dezember 2009
Die Veranstaltung war hervorragend und eine der besten, die ich je erlebt habe. Wahrscheinlich auch, weil die Themen und Inhalte meinen Bedürfnissen perfekt entsprochen haben. Und weil die Referenten und die Breakout-Sessions auf hohem Niveau waren», lobte Natalie Waltmann, Leiterin Generalsek¬retariat, Medienstelle & Interne Kommunikation bei Coop das zehnte HarburClub-Symposium. In diesem Bericht wird auf zwei von insgesamt acht ausgezeichneten Beiträgen eingegangen. Prof. Claudia Mast, Universität Hohenheim in Stuttgart, legte die Ergebnisse ihrer jährlichen DAX-Kom-Umfrage vor. Darin wird ersichtlich, dass in den Kommunikationsabteilungen eine grosse Unsicherheit besteht, welche Botschaften und Inhalte kommuniziert werden sollen. Dies ist darin begründet, dass das Management selbst nicht weiss, wohin die Reise geht. Zentrale These war: Die guten Zeiten kommen nicht wieder, die jetzige Krise ist eine neue Realität, mit der sich Kommunikation und Management auseinander setzen müssen. Während in Bezug auf die externe Kommunikation in den letzten Jahren auf eine Optimierung der Kommunikationskanäle fokussiert wurde, geht es nun laut Claudia Mast darum, die Inhalte wieder in den Vordergrund zu rücken. In Bezug auf die interne Kommunikation wird der Vermittlung von Unternehmenswerten, Markenwerten und Leitbildern einen hohen Stellenwert eingeräumt. (Die ganze Studie zum Download: https://media.uni-hohenheim.de/studie_daxkom.html ) 7 Tipps für Markenführung in der Rezession Dominique von Matt, Mitinhaber und Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Jung von Matt/Limmat, begann mit einem Zitat von Friedrich von Logau: «In Gefahr und grosser Not führt der Mittelweg zum Tod.» Nur klare Entscheidungen in der Kommunikation führen in unsicheren Zeiten zum Erfolg, so von Matt. Da der Medienkonsum in Krisenzeiten grundsätzlich zunimmt und damit automatisch auch die Aufmerksamkeit einer Marke, bieten Krisen sieben Chancen für die Kommunikation: – Auf das Qualitätsversprechen setzen: Die Bankenkrise war eine einmalige Situation für die Kommunikation – Konsumenten haben sich zum gleichen Zeitpunkt die Frage gestellt, ob ihre jetzige Bank noch immer die richtige ist. In dieser Situation hätte man mit dem eigenen Qualitätsversprechen auf Kundenfang gehen können – eine Möglichkeit, die nur begrenzt genutzt wurde. – Auf den Mehrwert setzen: Konsumenten achten zunehmend auf Qualität und Nachhaltigkeit. Insbesondere moralische und ethische Werte finden dabei Beachtung. Eine Differenzierung über den ethischen Mehrwert wird nicht nur möglich, sondern ist von zentraler Bedeutung. – Dorthin gehen, wo die Kaufkraft ist: zu den über 50-jährigen, lebenshungrigen Menschen, die bereit sind, ihr Geld auszugeben, da sie nicht mehr zur Kriegs-/Sparergeneration gehören. – Online kommunizieren: Dies sind keine Extrakosten – im Gegenteil. Das Web hilft Konsumenten zu sparen und Sie haben eine Menge möglicher Multiplikatoren. -Branded Entertainment: Der Konsument hat kein Problem damit, dass bei witzigen YouTube-Spots der Name Ihrer Marke erscheint – solange die Marke zum Leistungsversprechen des Spots passt. Zudem: Die Zeiten einmedialer Kommunikation sind vorbei: Kampagne, Online-Spiele, Musik-(Videos) u. a. – all dies verschmilzt zu einem crossmedialen Angebot. – Marke zum Stammeszeichen machen: Dann ist sie auch in der Krise unersetzbar (Beispiel weisse Kopfhörer des iPod). – Auf Emotionen setzen: denn wenn es kompliziert wird, entscheidet der Bauch. Der HarbourClub zu Gast bei Swisscom in Worblaufen Weit über dreissig HarbourClub-Mitglieder und weitere hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren an diesem 1. Dezember im Schneetreiben nach Worblaufen, dem Hauptsitz der Swisscom, gereist. Selbstverständlich gab sich auch Carsten Schloter, CEO und Gastgeber, die Ehre. In seinem Referat vertrat er die These, dass ein Corporate Communications Officer ohne Einfluss auf die Unternehmenskultur wirkungslos bleiben müsse. Wie auch die Inputs der anderen Referate und der vier hervorragenden Break-out-Sessions, alle durch HarbourClub-Mitglieder gestaltet, führte diese Aussage zu lebhaften Diskussionen unter den Teilnehmenden, ist doch der hohe Praxisbezug ein Markenzeichen der HarburClub-Symposien. Und so werden auch die Sponsoren in dieses Konzept eingebunden. Sie erschienen nicht nur mit ihren Logos am Anlass, sondern leisteten alle auch einen inhaltlichen Beitrag, etwa in der Realisation einer begleitenden Website, von Studien, Publikationen oder der Gestaltung der Breakout-Sessions. Der Dank des Vorstandes geht an Argus der Presse, die Linkgroup, das Schweizerische Public Relations Institut und die Agenturen Amoeba, Enzaim Communications und Prime Communications. Das elfte HarbourClub-Symposium findet am 18. November 2010 in Zürich statt. Andreas Jäggi und Ansgar Thiessen HarbourClub Der HarbourClub bietet seinen Mitgliedern, Kommunikationschefs bedeutender Schweizer Unternehmen und Organisationen, eine Plattform zum persönlichen Erfahrungsaustausch. Das Ziel des 2000 gegründeten Clubs ist es ausserdem, die Professionalisierung der Funktion «Corporate Communications» voranzutreiben und ihre Bedeutung zu vermitteln. Einmal im Jahr organisiert der HarbourClub.ein öffentliches Symposium zum aktuellen Stand der Corporate Communications in der Schweiz. www.harbourclub.ch
Verstärkung im Verkauf von Radio Top
Peter Isler wird neuer Kundenberater beim Privatsender Radio Top. Seine Stelle tritt er anfangs Januar 2010 an.
Redaktion
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16. Dezember 2009
Peter Isler war mehrere Jahre bei der IP Multimedia als Account Manager für Energy Zürich tätig. Zuvor arbeitete er unter anderem als Event Manager bei Star TV sowie bei der Belcom für Radio 24 und TeleZüri. Nach einem Abstecher in die Versicherungsbranche, zieht es ihn nun wieder in die Welt der Medien zurück. Bei Radio Top wird er ab dem 4. Januar 2010 das Verkaufsteam Winterthur verstärken und vor allem die Kunden im Raum Zürich/Schaffhausen betreuen.
2010 soll zum Jahr der eReader werden
Die grossen Schweizer Verlagshäuser arbeiten dafür mit der Swissscom zusammen.
Redaktion
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16. Dezember 2009
Für den Medienpionier Roger Fidler ist schon lange klar: Im 21. Jahrhundert werden Zeitungen als interaktive Ausgaben produziert, die auf mobilen Geräten gelesen werden. Diese Vision skizzierte er schon im Jahr 1981 an einer Tagung führender Redaktoren in den USA. Anfang der 1990er-Jahre gründete er das Information Design Laboratory, an dem er konkrete Konzepte und Prototypen für die Tablettzeitung entwickelte, die noch heute Weg leitend sind. Doch er war seiner Zeit voraus – weit voraus. Sprung in die Gegenwart: Der Smartphone-Boom mit Apples iPhone an der Spitze (siehe Artikel Seite 26) und dem Erfolg von Amazons Kindle hat Roger Fidlers Vision der Wirklichkeit ein gewaltiges Stück näher gebracht. Und obwohl in den letzten Jahren immer wieder neue Geräte für die elektronische Zeitung angekündigt, immer wieder verschoben worden und dann am Markt durchgefallen sind, prognostizieren viele Branchenauguren im Jahr 2010 den elektronischen Lese-Gadgets eine Blütezeit. Pilotversuch startet 2010 In der Schweiz will man da nicht abseits stehen, und so haben die grossen Verlagshäuser (Ringier, Tamedia, Edipresse, die NZZ-Gruppe sowie der Buchverlag Orell Füssli) und die Swisscom eine Zusammenarbeit (interner Projektname: «Code-X») gestartet. Man wolle «das erste Angebot mit aktuellen Schweizer Inhalten sein» und so «ein echtes Schweizer Kundenerlebnis» schaffen, hiess es bei der ersten Ankündigung im November. Fürs erste scheint diese Allianz unter den Zeitungsverlegern gut zu funktionieren, werden doch dem recherchierenden Journalisten alsbald untereinander koordinierte Antworten – ein Novum in der Medienlandschaft – zugestellt. Die bisher rivalisierenden Verlage offenbaren darin die Selbsterkenntnis: «Keiner der Partner wäre einzeln gross genug, um ein solches Projekt zu stemmen.» Doch darüber hinaus gibt es wenig Greifbares: Angestrebt wird eine Lösung, die «geräteunabhängig auf verschiedenen Plattformen funktionieren», die «auch allen anderen interessierten Verlagen offen stehen» und die «gewisse Standards etablieren» soll. Ein Pilotversuch soll 2010 zeigen, ob und welche eReader-Lösungen bei den gewöhnlich Gadget-verliebten Schweizern ankommen oder durchfallen. Die verschiedenen Ankündigungen von Prototypen und Kooperationen belegen vor allem eines: Gleich drei Industriezweige, die Unterhaltungs-elektronik-, die Telekomm- und die Medienbranche, haben sich längst zum Wettrennen um die besten Startpositionen in diesem Zukunftsmarkt aufgemacht. Denn es geht um viel – sehr viel: Technologiekonzerne setzen darauf, die Verlage von ihren angestammten Vertriebsmedien und -kanälen zu entkoppeln. Wer sich in diesem neuen Markt zuerst breit machen kann, hat auch längerfristig die besten Chancen. Deshalb gibt Amazon elektronische Bücher für USD 9.99 her, obwohl sie bei den Verlagen für USD 17,99 auf der Liste stehen. Die Rechnung scheint aufzugehen: Zwar hat Amazon bisher keine Verkaufszahlen zum Kindle veröffentlicht, doch übertrifft die Nachfrage offensichtlich alle Erwartungen. Und nicht nur bei jüngeren Technikfreaks, sondern auch beim älteren, vermeintlich Papier-affinen Publikum kommt in den USA das Plastikgerät an, denn damit kann die Schrift einfach vergrössert und der schwindenden Sehkraft angepasst werden. Der eReader-Erfolg in Amerika sollte Verlegern, Druckern und Distributoren zu denken geben: In einem NYT-Interview gab Amazon-Gründer Jeffrey P. Bezos an, pro 100 physische Bücher 48 elektronische Ausgaben zu verkaufen, sofern die Titel dafür verfügbar seien. Und er gab sich zuversichtlich, bald mehr eBooks als herkömmliche Bücher abzusetzen. So wie seit ihrer Einführung im Jahr 1982 die Compact Disc nach nur wenigen Jahren der Grammophon-Schallplatte aus Vinyl den kommerziellen Todesstoss versetzt hatte, könnten eReader das Papier Schachmatt setzen. In beiden Fällen geht es um Trägermedien für Inhalte, und die sind den meisten Konsumenten egal: Ganz pragmatisch wählen sie die jeweils insgesamt vorteilhaftere Lösung. Und bald sind es nur noch Exoten, die einem angeblich «wärmeren» Ton der Schallplatte oder dem «haptischen Erlebnis» des Papiers nachtrauern – und in entsprechenden Boutiquen weiterhin bedient werden. Wann kommt der Durchbruch? Doch noch ist offen, wann eReader den grossen Durchbruch schaffen werden. Die Wunschliste, gerade auch von Zeitungsverlegern, ist lang: Die Bildschirme heutiger Geräte sind mit einer Diagonale von 15 cm zwar für Bücher, nicht jedoch für News-Inhalte geeignet, zudem können sie keine Farben und keine Videos anzeigen. Neue, bessere Displaytechniken sind zwar am Horizont erkennbar, doch wann sie die Massenfertigung erreichen, ist schwer abzuschätzen. Problematisch ist auch das Spannungsfeld zwischen den unterstützten (offenen) Dateiformaten auf der einen Seite und den Bezahlsys-temen und dem Rechteschutz (DRM) auf der anderen. So können etwa auf dem Kindle PDF-Dateien nur mit Mühe angezeigt werden. Auch ist es nicht möglich, Inhalte einfach von einem Gerät auf das ander zu übertragen (um etwa bei der sonntäglichen Zeitungslektüre Artikel in der Familie untereinander auszutauschen). Ungewiss ist auch, ob eReader von den Konsumenten zwischen den Smartphone und den Netbook/Notebook-Computern als Zwischengerät akzeptiert werden. Gemäss den Daten einer amerikanischen Beratungsfirma lesen heute mehr Konsumenten eBooks auf Mobiltelefonen und auf PC als auf eReader. Weil für viele diese Geräte gut genug sind, wird es in nächster Zeit nicht nur immer mehr eReader-Programme (Apps) für Smartphones und PC geben, sondern auch für Spielkonsolen wie Sony PSP und Nintendo DS. eReader versus Printauflage Es wird klar: eReader können nicht (länger) als Hirngespinst abgetan werden. Doch für Verlage könnten sie sich leicht als Trojanische Pferde herausstellen. Zwar weisen Verlagsvertreter in persönlichen Gesprächen wie auch in ihrer gemeinschaftlichen Stellungnahme ein Ende der Printausgaben selbst auf lange Sicht weit von sich. Doch eReader-Engagements gehen letztendlich zu Lasten der profitablen Printauf¬lagen. Haben neue digitale Verteilkanäle beim Print erst einmal die Gewinnmargen zum Schmelzen gebracht, stösst die verbliebene Printauflage auf den Fixkostenblock. Dann, so wird in der Branche orakelt, könnten Zeitungsverleger rasch vollständig auf eReader-Ausgaben umschwenken, die sich mit den eingesparten Printkosten innerhalb eines Jahres finanzieren liessen. Doch welche Rolle werden Verlage dann noch spielen? Müssen sie sich als reine Informationslieferanten mit einem 30-prozentigen Anteil zufrieden geben, wie ihn heute Amazon offeriert? Oder werden sie die eReader-Plattformen so weit beherrschen, dass sie weiterhin die Tarife für Werber und Leser vorgeben können? Das helvetisch-konkordanitische Verlegerbündnis mit der Swisscom dürfte da bald vor einer Zerreiss-probe stehen. Gegenüber Radio DRS monierte die Swisscom-Projektverantwortliche, Britta Reinhardt, nicht nur die 80 Tonnen Zeitungspapier, die in der Schweiz täglich verbraucht werden, sondern sagt klipp und klar: «Das Netz ist da, und durch eine Digitalisierung des Contents kann man den Vertrieb und die Distribution des heutigen Papiers eliminieren.» Denn so wie den Verlagen die Leser entschwinden, müssen Telekomm-Giganten sinkende Festnetzerträge durch neue Geschäftsfelder ersetzen. Da kommen eReader gelegen, mit denen Geld nicht nur mit den Netzen verdient werden kann, sondern auch mit Zusatzdienstleistungen wie der Verrechnung. Doch der Blaue Riese muss den eReader-Markt in der Schweiz schnell aufrollen und besetzen können. Denn Swisscom-Konkurrentin Orange hat schon im letzten Jahr in Frankreich mit ihrer Read&Go-Plattform angefangen, Erfahrungen zu sammeln, und bietet dort zusammen mit Verlagen Zeitungsinhalte samt Werbung im Abonnement an. Solche ausländischen Angebote können ohne weiteres im Schweizer Markt eingeführt werden, wie der Amazon-Kindle zeigt, dessen Datenkommunikation weltweit über die US-Telefonfirma AT&T abgewickelt wird. So werden etwa französische Buchverleger ihre eBücher auch in der Romandie lieber über die Orange-Plattform verteilen und sich dafür nur dann mit der Swisscom arrangieren, wenn diese im heimischen eReader-Geschäft eine herausragende Marktstellung hat. Verleger müssen investieren Um gegen die – traditionell ohnehin starken – ausländischen Konkurrenten bestehen zu können, müssen auch Verleger ins eReader-Geschäft investieren. In neue Produktionsabläufe, um die entsprechenden Datenformate (EPUB) herstellen zu können, und in neue Produkte (wie den separaten Verkauf einzelner Rubriken oder Dossiers) und in neue Marketing- und Verkaufskonzepte. Und vor allem in Inhalte – in mehr Ausgaben pro Tag, in mehr Multimedia und mehr Interaktivität. Denn genauso wie Mobile dürfen auch die eReader nicht einfach als Erweiterung von Online oder von Print verstanden werden, sondern müssen als eigenständige Mediengattungen begriffen und geführt werden. Das ist nichts Neues: Solche Konzepte hat Roger Fidler schon vor 15 Jahren praktisch vorgeführt. Aber sind Schweizer Verleger dazu bereit oder gelingt ihnen das nur, wenn sie auch bei den Inhalten zusammenspannen? Christoph J. Walther
Es gibt viele Gerüchte über ein Tablett von Apple – vielleicht sieht es so aus: wie ein iPhone in Jumbo-Grösse. Der US-Medienkonzern Time Inc. zeigte in einer Konzeptstudie für sein Sport-Flaggschiff Sports Illustrated auf, wie damit Publikationen konsumiert werden können (Video auf YouTube: http://bit.ly/tabletdemo).
Jung von Matt/Limmat: Wenn das Kind kein Kind mehr ist
Die Zürcher Agentur Jung von Matt/Limmat hat für das Magazin Fritz + Fränzi eine neue Kampagne lanciert. Diese soll insbesondere den Trend der Vorgängerkampagne fortsetzen und die Abo-Verkaufszahlen des Magazins steigern.
Redaktion
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16. Dezember 2009
Für Eltern bleibt der Sohn ewig das kleine Bärli und die Tochter immer das süsse Müsli, selbst wenn die längst nicht mehr so unschuldig sind. Diesen Punkt greift die neue Kampagne für Fritz + Fränzi auf und dramatisiert den Gegensatz zwischen kindlichen Kosenamen und jugendlichem Benehmen mit charmanten Illustrationen. Weil Jugendliche individuelle Probleme haben, sollten diese auch individuell illustriert werden. Daher entstanden drei Motive, die von verschiedenen Illustratoren gestaltet worden sind. Die Kreativen von Jung von Matt konnten für das Projekt Illustratoren aus New York, London und Buenos Aires gewinnen, die jeweils eines der Sujets umsetzten. Die Motive sind in Anzeigen und auf Plakaten ab sofort in der Deutschschweiz zu sehen. Verantwortlich bei Fritz + Fränzi: Ellen Ringier (Präsidentin Stiftungsrat), Thomas Schlickenrieder (Verlagsleitung). Verantwortlich bei Jung von Matt/Limmat: Tom Seinige, Alexander Jaggy (Creative Direction), Alexander Holtz (Text), Inken Rohweder (Art Direction), Adrian Merz (Grafik), Ariane Sonderegger (Beratung) Erasmo Palomba (Art Buying), Kristiana Pärn (Illustration Hase), Kate Sutton (Illustration Bär), Laura Varsky (Illustration Mäuse).