Vizeum Switzerland ist ab 2010 die Media-Agentur für New Yorker

Die Zürcher Agentur Vizeum Switzerland betreut ab nächstem Jahr über ihr internationales Netzwerk die Media des Modeunternehmens New Yorker.

Die Agentur arbeitet seit 2003 im Bereich Kommunikations- und Mediaberatung und gehört zu der Aegis Media. «Wir freuen uns, für dieses faszinierende Young Fashion Unternehmen ab dem nächsten Jahr die Media-Arbeiten realisieren zu dürfen,» sagt Sekan Kee, Managing Director Vizeum Switzerland.

Aufgefallen

Aufgefallen sind der Werbewoche diesmal fünf Bücher, unter anderem über umstrittene Plakate in der Schweiz, strategisches Ideenmanagement in Marketing, Werbung, Medien und Design und «Künstlerische Forschung».

Verboten gut
Anstössige Plakate provozieren und schockieren – und bleiben im Gedächtnis. Zu viel nackte Haut, religionskritische und politische Aussagen oder andere Fettnäpfe teilen die Meinungen und haben nicht selten ein Verbot zur Folge. Sujets, die in ihrer Zeit umstritten oder verboten waren, führt dieses Buch zu einer reich illustrierten Dokumentation zusammen. Die Plakate werden zeitlich eingeordnet, Reaktionen der Zeitgenossen geschildert und Hintergründe erläutert. Ergänzt ist die Zusammenstellung durch Informationen zu umstrittener Kunst, Musik und Literatur. Ausserdem erfährt der Leser, welche gesetzlichen Vorschriften und Leitlinien für den Plakatanschlag in der Schweiz gelten und wie das Ausland mit plakatierten Reizthemen umgeht. Der Band begleitet die gleichnamige Ausstellung der Basler Plakatsammlung in der Schule für Gestaltung Basel (bis Ende Januar 2010).
Rolf Thalmann: So nicht! Umstrittene Plakate in der Schweiz 1883–2009, 256 Seiten, 58 Franken.

Ideen in Buchform
Jeder Mensch ist kreativ und fähig, gute Ideen zu entwickeln. Dafür muss er aber lernen, wie er schlummernde Einfälle wecken und festhalten kann. Das Ideenbuch will dazu inspirieren, neue Ideen zu entdecken, aufzuschreiben und für den Alltag nutzbar zu machen. Das Buch umfasst mehr als sechzig Kapitel über Kreativität sowie zahlreiche Zitate von Köpfen wie Albert Einstein und Ikea-Gründer Ingvar Kamprad. Am Ende jedes Kapitels steht eine praktische Aufgabe, die den Leser dabei unterstützen soll, seine kreativen Ressourcen auszuschöpfen. Leere Seiten im Buch animieren ihn ausserdem, eigene Ideen, Beobachtungen und Skizzen zu notieren.
Fredrik Härén: Das Ideenbuch, 304 Seiten, 51 Franken
Achtung Geschenke! Die ersten drei Einsender einer E-Mail bekommen das Ideenbuch von uns geschenkt. Einfach eine E-Mail mit Ihrer Adresse und dem Stichwort «Ideenbuch» an [email protected] senden. So können Sie das Buch auch über uns bestellen.
Kunst kommt von Forschung
«Künstlerische Forschung» ist eine neue Disziplin, bei der Künstler sich als Wissenschaftler betätigen und ihre Untersuchungsresultate in Form künstlerischer Produkte darstellen. An europäischen Kunsthochschulen ist diese Praxis inzwischen etabliert, in der Forschungsöffentlichkeit löst sie allmählich Resonanz aus. Worin unterscheidet sich künstlerische Forschung von «blosser» Kunst? Welchen Beitrag zum Kunst- und Forschungsbetrieb kann sie leisten? Diese Fragen beantworten Musiker, Bildende Künstler, Designer, Literaten und Performance-Experten aus Australien, Deutschland, Grossbritannien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und der Schweiz.
Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) et al.: Kunst und künstlerische Forschung, 464 Seiten, 49.90 Franken

Grenzen im Kopf sprengen
Das neue Buch von Bestsellerautor und Kreativtrainer Mario Pricken, «Clou», plädiert für strategisches Ideenmanagement in Marketing, Werbung, Medien und Design. Der bildreiche Band räumt mit den Vorstellungen vom sprudelnden Ideenbrünnlein und vom einzig wahren, grossen Einfall auf und macht an mehr als 180 Beispielen klar, wie wichtig ein strategischer Umgang mit Ideen ist. Wer den irrationalen Wunsch aufgibt, die Fehler, die er in der Zukunft machen wird, vermeiden zu wollen, kann Geistesblitze mit mehr Energie verfolgen. Pricken analysiert Kreativkultur und Leadership in der Kreativbranche, erklärt, wie man eine Kreativabteilung aufbaut, wie man Kreativteams zu kontinuierlichen Spitzenleistungen führt und wie eine perfekte Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer aussieht.
Mario Pricken: Clou. Strategisches Ideenmanagement in Marketing, Werbung, Medien und Design. Wie innovative Ideenschmieden die Alchemie der Kreativität nutzen, 320 Seiten, 83 Franken

Drei Wünsche auf einmal
Was bedeutet es, wenn ein Regisseur Genauigkeit fordert? Und was, wenn eine Malerin genau sein will? Wie wird Musik leicht, und wodurch wird es die Mathematik? Wann handelt ein Herzchirurg konsequent, und wann ein Konservator? Über solche Fragen diskutierten Künstler, Molekularbiologen, Musiker, Mediziner und Konservatoren zwischen 2005 und 2007 auf drei Symposien, die vom «Berner Institut für Transdisziplinarität Y» veranstaltet wurden. Damit die spannenden Diskussionsbeiträge nicht verloren gehen, versammelt das dreiteilige Buch alle Meinungen und Statements zu den drei Eigenschaften Genauigkeit, Leichtigkeit und Konsequenz sowie Beobachtungen zu deren Manifestation in Kunst und Wissenschaft.
Florian Dombois et al.: Genau. Leicht. Konsequent. Ein dreifaches Rendezvous der Künste und Wissenschaften, 240 Seiten, 38 Franken

Im Osten was Neues

Mit einer Crossmedia-Kampagne gibt Goldbach Media der Bevölkerung Kroatiens eine Stimme und pusht den Absatz der Tageszeitung Jutarnji list. Die Aktion schlägt im Land hohe Wellen und ist ein grosser Erfolg in Sachen PR – und Demokratie.

Wir hören auf Euch», verspricht die in Zagreb produzierte, landesweit erscheinende Tageszeitung Jutarnji list (deutsch: Morgenblatt) ihren Lesern. Das ist für Kroaten etwas ganz Neues. In dem kommunistisch geprägten Land waren die Anliegen des Volkes noch nie von besonderer Relevanz. Bis jetzt. An einen Meilenstein für die Demokratie hatte allerdings noch niemand gedacht, als das kroatische Medienunternehmen Europress Holding (EPH) im Frühling 2009 bei der Goldbach Media Gruppe eine aufsehenerregende Crossmedia-Kampagne für seine grösste Tageszeitung Jutarnji list in Auftrag gab. EPH wollte eine crossmediale Kampagne aus einer Hand, die die Menschen in Kroatien berührt und Leser mobilisiert. Sie sollte in Printmedien, im Fernsehen, im Internet sowie auf dem Mobile-Kanal platziert werden und redaktionelle Beiträge, Werbung Above- und Below-the-Line, Outdoor-Aktionen sowie Events umfassen.
Projektleiter Stefan Halter, Head of Crossmedia der Goldbach Media Gruppe, konzentrierte sich bei der Entwicklung der Kampagne auf zwei entscheidende Fragen: Welche Bedürfnisse hat die Bevölkerung Kroatiens? Und: Welche Aufgabe hat eine Zeitung in einem Land wie Kroatien? Nur wenn die Menschen eine Zeitung als ihr Sprachrohr begreifen, werden sie sich mit ihr identifizieren und ihr als Leser treu sein. Aus diesen Überlegungen entstand die Kampagne «MoyaHrvatska – My Croatia». Sie ermöglicht allen Bewohnern des Landes, vor laufender Kamera Anregungen zur Verbesserung ihrer Lebensumstände zu fordern und so für ein lebenswerteres Kroatien einzustehen. Und das unter dem Label des Jutarnji list.
Hoffnung auf ein besseres Leben
Um möglichst viele Menschen zum Mitmachen zu bewegen, versprach EPH, relevante Vorschläge in der Öffentlichkeit zu verbreiten und sich vehement für deren Verwirklichung einzusetzen – ein Novum, nicht nur in der kroatischen Medienlandschaft. Auch neu ist die enge Zusammenarbeit von Werbeabteilung und Redaktoren. «Meist decken sich die Ziele der Promotion nicht mit denen der Redaktion», sagt Halter. «Statt zusammenzuarbeiten streiten sie sich oft darum, wessen Interessen höher zu gewichten sind. Bei diesem interdisziplinären Projekt dagegen ziehen alle in eine Richtung.»
Die Kampagne läuft in mehreren Phasen: Im Oktober berichtet Jutarnji list in seiner Print- und Online-Ausgabe über ein Casting in Zagreb, bei dem es um Verbesserungsvorschläge für das Land gehe. Die Hintergründe des Castings seien zwar geheim, teilnehmen könne aber jeder Bewohner Kroatiens. Das macht neugierig: Bereits am Morgen laufen bei der Zeitung die Telefone heiss, Hunderte Personen bewerben sich um die Teilnahme. «Wir mussten die gemietete Casting-Location wechseln, weil sie viel zu klein war», erzählt Halter. «Und bereits am nächsten Tag konnten wir keine weiteren Teilnehmer mehr annehmen.» Zum Casting melden sich auch bekannte Persönlichkeiten des Landes, zum Beispiel Basketballsuperstar Vlado Sola, Wer-wird-Millionär-Moderator Tarik Filopovic und Kroatiens Regierungschefin Jadranka Kosor. Sie erscheint umringt von Sicherheitsbeamten zum Vorsprechen. «Redaktion und Management des Jutarnji list waren sich erst unsicher, ob sie die politische Führerin des Landes für die Kampagne einspannen sollten», berichtet Halter. «Doch dann wurde ihnen klar, dass nichts Besseres hatte passieren können.» Gerüchte um das Casting verbreiten sich in Windeseile, das Konkurrenzblatt Vecernji list (deutsch: Abendblatt) tappt völlig im Dunkeln und schürt die Spekulationen.
Endlich zu Wort kommen
Beim Casting werden 300 Personen ausgewählt, die das My-Croatia-Team am darauffolgenden Samstag in einem grossen Zagreber Kino fotografiert und filmt. Die Sprecher stehen vor einer wehenden Kroatien-Flagge, während sie ihre Statements abgeben, und fassen prägnant in einen Satz, was sich in Kroatien ändern muss: «Wir brauchen ein besseres Gesundheitssystem», «Mehr Frauen im Geschäftsleben», «Die Fifa-Weltmeisterschaft 2026 in Kroatien» oder «Hört auf, Lehrer zu feuern – wir brauchen Bildung». Die Aufzeichnung aller Aussagen dauert insgesamt zwölf Stunden. Am nächsten Tag berichtet Jutarnji list in seiner reichweitenstarken Sonntagsausgabe auf einer Doppelseite über die Filmaufnahmen und enthüllt die Idee, die hinter der Kampagne steckt.
Einen Tag später wählen Stefan Halter und Jutarnji list zwölf Teilnehmer des Castings aus. Sie sind die Testimonials für die TV-Spots, die eine knappe Woche später landesweit zur Primetime bei den grössten TV-Sendern des Landes RTL und Nova ausgestrahlt werden. Gleichzeitig beginnt Jutarnji list, mit Artikeln über alle Facetten der Kampagne, die Berichterstattung läuft über mehrere Wochen. Im Fernsehen und in der Zeitung startet parallel die Werbekampagne: Im gesamten Print-Portfolio von EPH werden Anzeigen geschaltet, die auf «MoyaHrvatska – My Croatia» aufmerksam machen. Die Anzeigen werden von redaktionellen Beiträgen flankiert. In einer Ausgabe kündigt Jutarnji list zudem an, am Abend zur Hauptsendezeit den TV-Spot mit Regierungschefin Jadranka Kosor auszustrahlen. In diesem Spot fordert Kosor, genau hinzuhören, was die Bevölkerung zu sagen hat, und lobt die Kampagne.
Mit der Masse viel erreichen
Einige Tage später berichtet Jutarnji list über die Diskussionsbeiträge auf Mojahrvatska.jutarnji.hr, der eigens für die Aktion eingerichteten Internetseite. Dort können Interessierte die TV-Spots anschauen, alle Statements lesen, Rankings erstellen und über die Wünsche ihrer Mitmenschen abstimmen. Ausserdem können diejenigen, die beim Casting nicht die Gelegenheit hatten, sich zur Lage des Landes zu äussern, auf der Website ihre Forderungen und Anregungen für Kroatien loswerden. «Diese Möglichkeiten werden rege genutzt», sagt Halter. «Die Website hat von Oktober bis heute 100 000 Visits verbucht, und die User haben rund 500 Anregungen formuliert.» Aber fehlt da nicht noch etwas? Genau: Zum Crossmedia-Paket gehören heute auch Social Media. Natürlich hat «MoyaHrvatska – My Croatia» eine Facebook-Seite und nimmt via @Jutarnji auch am Twitter-Gezwitscher teil. Auf der Facebook-Seite tummeln sich derzeit rund 15’600 Fans, der Twitter Account der Zeitung hat über 2’000 Follower.
Der nächste Projektschritt wird Anfang 2010 sein, aus allen eingereichten Vorschlägen die zehn relevantesten Forderungen der Bevölkerung auszuwählen. «Die Leute können elektronisch abstimmen, welche zehn Ideen für sie die wichtigsten und dringlichsten sind», sagt Halter. Das Wunschpaket wird später im Jutarnji list aufgearbeitet werden. Ausserdem wird es an die kroatische Regierung weitergereicht mit der Aufforderung, die Anliegen zu berücksichtigen und Vorschläge umsetzen. Wie lange diese Phase dauern wird, haben Jutarnji list und Goldbach nicht vorab festgelegt. «Wie bei allen anderen Phasen machen wir das zum einen davon abhängig, wie die Kroaten reagieren und mitmachen, und zum anderen davon, welche Möglichkeiten wir sehen, die Ereignisse journalistisch aufzubereiten», sagt Halter. Gespannt darf man erwarten, was die Boulevardzeitung im Land tatsächlich bewegen wird. Zwei Dinge hat die Kampagne bereits jetzt erreicht: Sie hat die Kroaten aufgerüttelt und ihnen die Hoffnung gegeben, dass sie ihre Lebensumstände aus eigener Kraft verbessern können. Und Jutarnji list ist in aller Munde.
Anne-Friederike Wilhelm
Online
Die TV-Spots und Hintergrundberichte über die Kampagne auf YouTube: www.youtube.com, Suchwort «Jutarnji list»
Die Kampagne auf Facebook: www.facebook.com/mojahrvatska?v=wall
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Osterweiterung bei Goldbach Media
Das Küsnachter Medienunternehmen Goldbach Media verstärkt sein Engagement in Osteuropa schon seit längerer Zeit: Im März 2008 übernahm das Unternehmen Online-Vermarkter in Slowenien und Kroatien, im Dezember 2008 erwarb Goldbach eine Mehrheitsbeteiligung an Falk Interactive LLC im russischen St. Petersburg. Die integrierte Crossmedia-Kampagne für Jutarnji list ist ein weiterer Schachzug im Rahmen dieser Osterweiterung.

Flop der Woche: Aufhebung der Konzessionentscheide

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Aufhebung der Konzessionsentscheide kommt bei den betroffenen Medienhäusern unterschiedlich an. Die Initianten Günter Heuberger, Roger Schawinski und Stefan Bühler, Schawinskis Partner beim geplanten Radio Südost, zeigen sich erfreut – die AZ Medien nehmen es gelassen.

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Aufhebung der Konzessionsentscheide kommt bei den betroffenen Medienhäusern unterschiedlich an. Die Initianten Günter Heuberger, Roger Schawinski und Stefan Bühler, Schawinskis Partner beim geplanten Radio Südost, zeigen sich erfreut – die AZ Medien nehmen es gelassen. Bühler ist zuversichtlich, das Bündner Medienmonopol der Südostschweiz-Gruppe zu knacken. Jetzt müsse das Uvek die Frage des Missbrauchs der marktbeherrschenden Stellung der Mediengruppe bei der Neubeurteilung der Konzessionsvergabe prüfen. Bei der Vergabe der Konzession an das zur Südostschweiz-Gruppe gehörende Radio Grischa sei der Aspekt der Meinungs- und Angebotsvielfalt im Sendegebiet vollständig ausgeklammert worden. Schawinski sieht das Urteil als einen Rückschlag für das Bundesamt für Kommunikation (Bakom). Er sieht sich durch das Bundesverwaltungsgericht in seinem wichtigsten Argument – der Meinungsvielfalt – bestätigt. Sowohl in Graubünden wie auch im Aargau handle es sich um Verlage mit klar marktbeherrschenden Stellungen, wie Schawinski auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Mobile Märkte melken

Auch wenn Smartphones bei uns nun stark an Bedeutung gewinnen, wird ihnen in den nächsten Jahren nur ein sehr bescheidener Anteil im Media-Mix gehören.

Seit im Jahr 2007 Apple das iPhone angekündigt hat und es im letzten Jahr bei uns offiziell in den Handel kam, haben Smartphones Hochkonjunktur. Marktführer Swisscom hat seit dem 11. Juli 2008 bis zum 31. Juni 2009 rund 267‘ 000 iPhones verkauft und berichtet, im letzten Jahr sei jedes fünfte verkaufte Mobiltelefon ein Smartphone gewesen, doppelt soviel wie noch 2007. Mitbewerber Orange gibt auf Anfrage zwar keine Verkaufszahlen für das iPhone bekannt, bestätigt aber den Trend. Und Sunrise stellt fest, dass mehr als die Hälfte der Kunden mit einem Abo-Vertrag für den schnellen Datenverkehr (UMTS) ausgerüstet seien. In der Branche wird geschätzt, dass bis zum Jahresende in der Schweiz rund eine Million Smartphones im Einsatz seien.
Wochentags 10, sonntags 20 Prozent
Diesen Trend haben Medienunternehmen nicht übersehen und in den letzten Jahren ihre Websites für mobile Endgeräte fit gemacht. Weil mobil die Bildschirme viel kleiner und die Datenübertragung viel teurer ist, müssen Websites von visuellem Ballast entschlackt werden, was mit moderner Software weitgehend automatisiert erledigt werden kann. So wird mobiles Surfen rasch zu einem Mainstream-Phänomen: Marc Lamarche, bei Edipresse für Mobile zuständig, berichtet von einem monatlichen Wachstum von 10 Prozent mit derzeit 2 Millionen Seitenabrufen (Page Views) und 200‘000 Besuchern. An Werktagen macht der mobile Verkehr bei LeMatin.ch immerhin 10 Prozent des Webverkehrs aus und an Sonntagen gar einen Fünftel. Für Blick mobil wurden im September 2009 gemäss Angaben der Ringier-Pressestelle 336 ‘943 Visits mit 2,3 Millionen Seitenabrufen verzeichnet. Bei NZZ Online registriert Michael Näf, Leiter Product Management NZZ Online, monatlich 320‘000 mobile Visits mit 1 Millionen Seitenabrufen.
Apps machen das Rennen
Doch mobile Websites sind in der Internetwelt Schnee von gestern – angesagt sind mobile Anwendungen: kleine Progrämmchen, so genannte Apps (für: Applications), die heruntergeladen und auf dem Smartphone installiert werden können. Gleich wie beim iPhone hat Apple in diesem Geschäft eine Vormachtstellung inne. Am 28. September wurde der 2millardste Download einer Anwendung vermeldet, von denen es im App-Store deren über 85‘000 gibt. Solche Anwendungen können gratis sein oder ein Preisschild haben, wobei 30 Prozent des Preises in der Kasse von Apple bleiben. Seit diesem Sommer ist es zudem möglich, in Bezahlanwendungen Abonnements zu verkaufen, etwa für zusätzliche Inhalte, wie neue Levels in Games oder zusätzliche Städte in Städteführern oder um weitere Ausgaben eines Magazins zu abonnieren.
Auch auf diesen Zug sind Schweizer Verleger aufgesprungen: 20 Minuten hats und der Blick ebenso, der Tagi sowie die anderen Newsnetz-Titel sowieso, und die NZZ ist am Testen und will nächs-tens damit starten, die Aargauer Zeitung bringts, gleich wie verschiedene Unternehmenseinheiten der SRG – sie alle bieten iPhone-Kunden Gratisanwendungen an, damit diese unterwegs möglichst einfach und komfortabel auf ihre Inhalte zugreifen können. Solche Anwendungen bieten nicht nur News in Text und Bild, sondern auch Videos und Radioprogramme. Bei brandaktuellen Nachrichten werden Kurzmitteilungen angezeigt, und wer will, kann auf dem Weg an Umfragen teilnehmen, Veranstaltungskalender, Horoskope, Fernsehprogramme oder Inserate konsultieren. Nachrichten können zu Hause oder im Büro per WLAN geladen werden, um sie dann unterwegs ohne oft immer noch kostspielige Datenverbindung zu lesen.
Wohin die Reise geht, zeigen Nutzungzahlen, die Marc Lamarche von Edipresse bekannt gibt: Die Zahl der Besuche mittels einer iPhone-Anwendung sind drei- (Le Matin und 24 heures) bis viermal (Tribune de Genève) höher als über die mobilen Websites. Es werden drei- bis fünfeinhalbmal mehr Seiten abgerufen, was allerdings darauf zurückgeführt werden kann, dass das Anwendungsprogramm diese abruft, ohne dass sie der Benutzer je anschaut. Für Mike A. Weber, Head of Mobile Business bei der AdLink Media, ist klar, dass Apps beim Publikum deutlich besser ankommen als die entsprechenden Angebote auf mobilen Browsern, da sie einfacher und besser zu bedienen sind. Während neuere Werbeformate, wie Interstitial oder Splash-Sites, erst vereinzelt angewendet werden, seien Werbeeinblendungen via Image-Banner hier akzeptiert und lösten beim Publikum keine negativen Reaktionen aus. Patrik Rauch von Mindshare (GroupM) geht davon aus, dass reines, klassisches Display-Advertising ohne entsprechende Nutzenstiftung den mobilen User nur bedingt ansprechen werde. Zum Erfolg brauche es intelligente Kommunikationskonzepte wie zum Beispiel Location based Services, welche auf den mobilen User zugeschnitten sind.
Mit angezogener Handbremse
Trotz dem Boom rund um die Smartphones verdienen Verlage damit noch kein Geld. Zwar werden für Werbung auf mobilen Endgeräten bessere Preise als im Netz bezahlt, doch läuft etwa bei Ringier nach den Worten von Pressesprecher Stefan Hackh der Anzeigenverkauf «noch sehr verhalten». Und er analysiert weiter: «Interessanterweise liegt es nicht am Traffic, sondern zum einen am Unwissen der Werbekunden und zum anderen vor allem an der Problematik, dass die Werbekunden einen Banner schalten können, ihnen aber die mobile Website dafür fehlt.» Bei der NZZ beobachtet Michael Näf «eine rege Nachfrage seitens des Werbemarkts» und stellt ebenfalls fest: «Das Buchungsverhalten ist aber weiterhin reserviert.» Diese Einschätzung teilt Marc Lamarche von Edipresse, doch er weiss: «Werbetreibende, die mit uns gearbeitet haben, sind sehr zufrieden mit den Kampagnen», denn die Ergebnisse im mobilen Bereich seien derzeit höher als die im herkömmlichen Web.
Auch Roger Keller von Zed digital (ZenithOptimedia) bestätigt, Kunden seien noch wenig bereit, in einen neuen Werbekanal zu investieren, zumal in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Fokussierung der Bemühungen keine Testläufe erlaube. Seiner Ansicht nach sind die Angebote der mobilen Plattformen in letzter Zeit «attraktiver als auch schon» geworden. Vor allem die Crossmedia-Packages seien im Einkauf interessant. Anderer Meinung ist Patrik Rauch: «Die Preise der Anbieter, vorwiegend der Verlagshäuser, erscheinen uns zu hoch und unbegründet.» Mit günstigeren Preisen werde die Experimentierfreude bei den Werbetreibenden besser geweckt werden können, ist sich Rauch sicher.
Mobiles Datenloch
Die Entwicklung des mobilen Werbemarkts wird in der Schweiz vor allem auch behindert, weil es dazu bislang keine Branchendaten gibt. Sagt Patrik Rauch: «Bedauerlicherweise ist es in der Schweiz schwierig, aussagekräftiges und verwertbares Datenmaterial zu beziehen.» Und Roger Keller stösst ins gleiche Horn: «Wir würden uns wünschen, dass auch hier, wie in anderen Medien üblich, verlässliche Daten aller Anbieter zur Verfügung stünden, die im Idealfall von neutralen Dritten beschaffen würden.» Einzig Vermarkter haben heute Daten zum mobilen Werbemarkt, wie Mike Weber von AdLink bestätigt. Sie basieren auf dem Ad-Management, das für die grossen Content-Anbieter betreut wird, werden allerdings «aus Datenschutz- und Konkurrenzausschlussgründen» nicht veröffentlicht. Deshalb ist für Simon Morton, CEO von Admazing, klar: «Zur Verbesserung der Datenlage braucht es die Zusammenarbeit der Publisher und das Engagement von Organisationen wie des IAB und der Netmetrix». Doch ob es der Schweiz hier im nächsten Jahr gelingt, Marktstandards und zuverlässige Messgrössen für die Planung in der Branche zu etablieren und damit mit anderen Ländern, wie etwa Deutschland, gleichzuziehen, erscheint fraglich. Zwar bestätigt Rolf Schmitz, Geschäftsführer der NET-Metrix AG, man befasse sich mit Fragen zur Messung mobiler Internetnutzung, präzisiert aber: «Wir sind jedoch bei unseren Überlegungen noch in einem sehr frühen Stadium.»
Rentable Bezahlanwendungen?
Anders als beim Alles-ist-gratis-Internet gibt es bei Mobile Verrechnungsmodelle, weshalb auch auf den Lesermarkt gezielt wird. Allseits ist man sich einig, dass mit einfachen News bei den Konsumenten kein Geld zu holen ist, dass es dafür höherwertige Angebote braucht. Ein offensichtlicher Fall ist hier das Ringier-Finanzportal Cash mit einer Bezahlanwendung für Realtime Quotes (Aktienkurse Schweizer Börsen in Echtzeit) und Kurs-Alarmen für Portfolios. Bei 20 Minuten gibt Online-Chef Hansi Voigt preis: «Bei uns sind verschiedene bezahlte Abo-Anwendungen in der Pipeline. Die 20-Minuten-Bezahl-Apps werden entweder ganz individuellen Nutzen oder einen sehr spektakulären Service» bieten. Die Grund-App soll aber gratis bleiben. Auch Newsnetz-Chef Peter Wälty denkt über mobile Bezahlanwendungen nach und kann sich etwa vorstellen, für 4.40 Franken die Inhalte der SonntagsZeitung und des Magazins für drei Ausgaben anzubieten, mit der Möglichkeit, weitere Ausgaben zu abonnieren. Derweil hat Marc Lamarche im Juni dieses Jahres bereits zwei Bezahlanwendungen fürs breite Publikum lanciert, mit denen im Waadtland und in Genf Restaurant-Informationen der Gastroredaktionen von 24 heures und der Tribune de Genève unterwegs einfach zugänglich gemacht werden. Sie wurden bis im September 900 und 1‘300 Mal für jeweils 9.90 Franken verkauft – womit fürs Erste das Ertragspotenzial für Bezahlanwendungen ausgelotet wäre.
Christoph J. Walther
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Pragmatische Lösung: Wemad
Es gibt keine Daten. So die Klage von Mediaplanern in der Schweiz, wenn es um die boomende multimediale Kommunikation auf mobilen Endgeräten geht. Eine «offizielle» Lösung der WEMF ist vorderhand nicht in Sicht – sie wird auch nur schwierig zu erreichen sein, wenn man sich mit den Unwägbarkeiten des mobilen Internets auseinandersetzt. Um die Mediabranche hier dennoch mit ihrem Lebenssaft, Reichweitendaten, zu versorgen, haben wir WEmad (www.wemad.org) gestartet. Wer eine mobile Website betreibt, Apps anbietet und bald im eReader-Geschäft mitmischen will, kann hier rasch und kostengünstig die selber erhobenen Reichweitenzahlen dokumentieren und so eine glaubwürdige branchenweite Vergleichbarkeit schaffen. Davon profitieren alle: Website-Betreiber genauso wie Werber, die Zugang zu attraktiven Zielgruppen suchen.
Der Name, WEmad, ist Programm (und keine Anspielung auf den Zeitgeist): Während «mad» für Mobile Audience Data, also das Thema, steht, unterstreicht WE den gemeinschaftlichen Ansatz der Lösung. Das WE steht vor allem auch für die zeitgemäs-sen Mechanismen der sozialen Netzwerke, mit denen eine möglichst gute Datenqualität erreicht werden soll. Site-Betreiber können auf WEmad ihre Daten nicht nur eintragen, sondern gleichzeitig erläutern, wie diese zustande gekommen sind. Welche Tools wurden dazu wie eingesetzt? Wurden die Angaben zusätzlich aufbereitet, indem sie etwa um die interne Nutzung bereinigt wurden? Andere WEmad-User können die gemeldeten Zahlen bewerten und kommentieren. So entsteht eine ganz pragmatische Branchenlösung, mit der mindestens eine gute Annäherung erreicht werden kann. Und das ist allemal besser als gar nichts (zumal die Benutzung gratis ist).
Derzeit ist WEmad als operative Alpha-Version im Netz. Im Laufe des kommenden Jahres soll in einer Beta-Phase die Funktionalität laufend ausgebaut werden, wobei möglichst viel Feedback aus der Branche einfliessen soll. Ist einmal eine gut geeignete Version erreicht, soll diese in allen Landessprachen, anstatt wie heute nur auf Englisch, verfügbar werden. Wir werden in unserer Ausgabe vom 21. Januar 2010 erstmals Ergebnisse der WEmad-Umfrage veröffentlichen, wozu alle bis zum 11. Januar eintreffenden Meldungen berücksichtigt werden. Wir hoffen, Leserinnen und Leser der Werbewoche nehmen diese Initiative wohlwollend auf und unterstützen deren weitere Entwicklung.

SRG Verwaltungsrat gibt grünes Licht für Projekt Medienkonvergenz

Der nationale Verwaltungsrat SRG Deutschschweiz hat am Mittwoch das Gesamtkonzept zur Zusammenlegung von Schweizer Radio DRS und Schweizer Fernsehen SF zu einem polymedialen Medienunternehmen gutgeheissen. Über die geplante Fusion soll im Juni 2010 endgültig entschieden werden.

Vorgesehen ist, dass das Zusammengehen von Radio und Fernsehen auf den 1. Januar 2011 vollzogen wird. Im Juli 2010 wird eine Regionaldirektorin oder ein Regionaldirektor gewählt, welcher das Unternehmen SRG.D leitet. Die Geschäftsleitung besteht aus acht bis neun Personen. Dabei handelt es sich um die beiden Chefredaktoren Radio und Fernsehen sowie um die Leiter der Abteilungen Programme, Unterhaltung, Kultur und Sport sowie um die Chefs der fusionierten Supportbereiche.
Fernsehen und Radio sollen nach wie vor das Rückgrat bilden. Die neue Abteilung Programme, in der die Radioprogramme DRS 1, DRS 3, DRS Musikwelle, Virus und Swiss Pop sowie die TV-Programmplanung und die übergreifenden Bereiche wie die Multimedia-Zentraldienste und die Gestaltung vereint werden, bekommt einen grossen Stellenwert. Wie es in der Mitteilung heisst, werde diese Abteilung den Auftritt von SRG.D im Publikumsmarkt wesentlich prägen. Radio und Fernsehen erhalten je eine Informationsabteilung. Diese befinden sich in Bern respektive in Zürich. Im publizistischen Kernbereich sei eine Binnenkonkurrenz aus medienpolitischen Überlegungen erwünscht. Allerdings werden die Online-Redaktionen der beiden Informationsabteilungen eng zusammenarbeiten und teilweise zusammengelegt. Fusioniert werden auch die SF- Abteilung Kultur mit der SR-Abteilung DRS2 sowie die beiden Sportredaktionen von Radio und Fernsehen. Der Abteilung Unterhaltung wird die Kinderredaktion zugeordnet.
Ein gemeinsamer Bereich für die Produktion der Radio- und Fernsehsendungen wird neu geschaffen und die IT-Bereiche darin integriert. Zudem werden die Supportbereiche Kommunikation/Marketing und Finanzen zusammengelegt. Die Synergie-Effekte in diesem Bereich belaufen sich auf rund fünf Millionen Franken. Dabei werden voraussichtlich rund 20 bis 30 Vollzeitstellen abgebaut.
Radio, Fernsehen und Online soll mit dem Projekt «Konvergenz und Effizienz» in allen Sprachregionen unter je einer Führung verstärkt zusammenarbeiten. Die Deutschschweiz wird die Medienkonvergenz 2011 umsetzen, nach der Umsetzung in der rätoromanischen Schweiz 2006, der italienisch-sprachigen Schweiz seit 2008 und der Westschweiz ab 2010.

Die Performerin

Stephanie Strobel ist Ansprechpartnerin für Quisma in der Schweiz. Für diese neue Agentur der Schweizer GroupM will sie als Head of Sales Switzerland im Verbund mit den anderen Agenturen das Performance-Marketing bei Kunden wie auch im Markt weiter vorantreiben.

Wir sehen es täglich bei unserem eigenen Medienverhalten: Aufgrund der Verschiebung von Informationsflüssen wird das Internet eine immer wichtigere Rolle spielen. Die gesamte Gesellschaft ist heute online, das Netz bietet ständig raffinierte Möglichkeiten – und erstmals in der Geschichte der Werbung ist Messbarkeit und Transparenz kein Wunsch mehr, sondern wird zur immer mehr perfektionierten Realität. Stephanie Strobel ist deshalb überzeugt: Online-Marketing hat noch grosses Potenzial.
Seit ein paar Wochen ist die frisch ernannte Head of Sales Switzerland für Quisma unterwegs, um Performance-orientiertes Marketing bei Kunden wie auch im Markt weiter voranzutreiben. Quisma ist die jüngste Spezialagentur im Verbund der GroupM. Im Zug ihrer internationalen Expansion hat die Online-Marketing-Agentur im September das erste Büro in der Schweiz eröffnet. Ebenso wie bereits an mehreren Standorten in Deutschland sowie in Öster¬reich sollen hier die Disziplinen Suchmaschinenmarketing, Suchmaschinenoptimierung, Affiliate-Marketing und mit QuismaX auch risikofreies Display-Advertising angeboten werden. «Für die GroupM ist die Gründung von Quisma Schweiz ein weiterer konsequenter Schritt zum Ausbau der digitalen Inhouse-Kompetenz rund um die Agenturen Maxus, Mediacom, Mediaedge:cia und Mindshare im Schweizer Markt», erklärt Volker Straube, CEO der GroupM Schweiz.
Ganzheitlich aufklären
Mit der neuen Dependance ist Quisma nun in allen relevanten deutschsprachigen Märkten Europas direkt vor Ort präsent, um sowohl den Kunden wie auch den Partneragenturen den «bestmöglichen persönlichen Support» zu bieten.
Für den Aufbau der Schweizer Niederlassung konnte mit Stephanie Strobel ein sehr erfahrener Online-Profi gewonnen werden. Ihre letzte Station war das europäische Marketing-Headquarter von -Google in Dublin. Jetzt freut sich Stephanie Strobel einmal mehr, bei der Expansion eines erfolgreichen Unternehmens von Beginn weg dabei zu sein und die Verantwortung für den Ausbau übernehmen zu können. «Im Schweizer Markt ist Performance-Marketing vielleicht noch nicht so weit verbreitet wie in anderen Märkten. Meine wichtigste Rolle sehe ich deshalb, diesen Bereich weiter auszubauen», meint Strobel.
In einer ersten Phase will die neue Head of Sales bei Kunden zum Beispiel Workshops anbieten, wo Quisma nähere Informationen über die neusten Entwicklungen vermittelt. «Wenn man Strategie-Konzepte für 2010 plant, sollte Performance-Marketing ein integrativer Teil innerhalb der gesamten Marketing-Botschaften sein, damit viele Aktionen sich auch gegenseitig befruchten können.» Strobel will deshalb auf Kundenseite das Verständnis und noch mehr Interesse für Performance-Marketing wecken sowie auf dem Markt gemeinsam mit den Kollegen ganzheitliche Kommunikationsaspekte anbieten. «Unser USP ist sicher die langjährige Erfahrung, welche die Kollegen in den verschiedenen Bereichen gesammelt haben. Dank der Zugehörigkeit zum GroupM-Mutterhaus ist es möglich, dass Quisma jetzt die Performance-Bereiche und die gesamte Mediaplanung aus einer Hand abdecken kann.» Entscheidend dabei: Gerade in Zeiten von geringeren Budgets werde es zunehmend wichtiger, dass den Kunden möglichst genaue Messwerte über ihre Kommunikationsmassnahmen aufgezeigt werden können.
All diese Möglichkeiten rund um die «faszinierende Welt der Computer» wusste Stephanie Strobel bereits in den Pionierjahren des Internets zu nutzen. Nach dem Abitur in Deutschland reiste sie für sechs Monate quer durch Australien. Dort hatte sie 1997 ihre erste E-Mail-Adresse bei Hotmail. «Das war meine erste Begegnung mit dem World Wide Web – und ideal, um von Australien aus dank den eben aufgekommenen Internetcafés mit meinen Leuten zuhause in Kontakt zu bleiben.» Zurück in der Heimat startete sie kurz mit einem Studium an der Angell Akademie für Tourismus in Freiburg. Das Fernweh liess sich trotz dieses Fachs aber nicht vollständig bändigen und so reiste Strobel für weitere zwei Jahre nach England. An der University of Brighton studierte sie MWL mit Schwerpunkt Marketing und Touristik. An der kleinen, aber feinen Universität schätzte sie, dass hier sehr praxisbezogen mit konkreten Projekten gearbeitet wurde. «Es gab viele Präsentationen und Case-Studies.» Für ihre eigene Abschlussarbeit wählte Stephanie Strobel die Recherche, «ob Tourismus eine Möglichkeit sein kann, Forschung in der Antarktis zu finanzieren». Nachträglich sollten sich ihre Thesen als ein ziemlich genauer Blick in die Zukunft erweisen. Zusammentragen konnte sie viele Resultate bereits dank den Methoden des Internets.
Weil 2002 jobtechnisch kein leichtes Jahr wurde, kehrte Strobel nach Studienabschluss wieder für drei Jahre nach Deutschland zurück. In Hamburg konnte sie in einer Agentur erste Erfahrungen mit Online-Marketing sammeln. Dann wechselte sie in eine PR-Agentur. Nach einer Zusatzausbildung im Bereich Strategie und Customer Relationship Management durfte sie das Wissen in der Praxis mit grossen Marken wie Unilever und Knorr erweitern. In diese Zeit fallen auch ihre ersten Gehversuche mit Adwords-Kampagnen.
Bei Google gefunden
Fasziniert von diesen neuen Möglichkeiten, hat sie ihren Lebenslauf mit Bewerbungsbrief auch einmal an Google geschickt. Zuerst passierte nichts, doch nach sechs Monaten haben sich die grösste Suchmaschine der Welt und die neugierige Marketingfrau gefunden. Stephanie Strobel durfte wieder einmal Hals über Kopf ihre Koffer packen und zügelte nach Dub¬lin. Im europäischen Headquarter von Google wurde sie verantwortlich für den Aufbau und die Weiterentwicklung der Abteilung Adwords. Hier konnte sie die neuen Methoden zuerst von Grund auf kennen lernen. Später wurde Strobel als Teamlead für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig. Die Arbeit inmitten der jungen Google-Community mit den neugierigsten und besten Spezialisten aus aller Welt brachte in den insgesamt vier Jahren bei Google für Stephanie Strobel sicher den entscheidenden Kick in ihrem beruflichen Weiterkommen. Der Austausch direkt im Herzen des Online-Marketings brachte sie auch in Kontakt mit vielen Agenturen und schliesslich mit den Verantwortlichen der GroupM.
Zuerst hat man gemeinsam Projekte entwickelt. Später hat es sie gereizt, nicht mehr nur zu beraten, sondern auch selber Verantwortung übernehmen zu können. «Quisma als Teil der GroupM arbeitet mit vielen führenden Unternehmen zusammen. Das hat für mich tolle Möglichkeiten eröffnet», meint Strobel zu ihrem Wechsel in die Agentur. Mehr als bei ihrem Job bei Google dreht sich ihr Leben jetzt um ganzheitliche Kommunikation mit verschiedenen Leistungsbereichen. Für den Wechsel zu Quisma habe sie deshalb nicht lange überlegen müssen. Und für den Wechsel vom World Wide Dublin in die kleine Schweiz? «Zürich bietet alles und ist so gelegen, dass man sofort überall hinkommt», lacht Stephanie Strobel. Und freut sich bereits auf das Skifahren, den See direkt vor ihrem Büro, die vielen und auch weltmännischen Kulturangebote in der Stadt sowie eine Wohnung im dörflichen Höngg.
Andreas Panzeri

Die Markenzeitbombe tickt

London, 26. November 2009: Die Werbebranche ist auf dem Prüfstand anlässlich des Battle of Big Thinking. 24 Speaker haben je genau 15 Minuten Zeit, eine grosse Idee zu präsentieren. Ob Planning, Marketing oder Mobile Thinking, der Saal stimmt pro Kategorie jeweils sofort ab, wer am meisten überzeugt. Zum Schluss des Tages wird der Gesamtsieger erkoren. Dieses Jahr bereits zum vierten Mal.

Es gibt die Neuerfindung der Werbeagentur, die Entschärfung der Markenzeitbombe und Rettungsmethoden für Social Media zu hören. Nicht schlecht als Fazit eines Jahres, das von der Zeitschrift Economist noch vor 12 Monaten schlicht und ergreifend mit «Oh shit» in Aussicht gestellt wurde. Die gute Nachricht vorab: Gejammert wird über die Finanzkrise rein gar nicht. Der selbstironische britische Common Sense heisst: Flat is the new up. Hauptsache, die Kurve geht nicht mehr runter. Wer nicht verliert, hat schon gewonnen.
Das Agenturmodell wird bezeichnenderweise von Kundenseite neu erfunden. Der Marketingdirektor von Nokia, Will Harris, ist es satt, mit verschiedenen Agenturen zu arbeiten, die sich bekriegen. Er will aber auch nicht Abhängigkeit von einem einzigen Partner, der nie und nimmer in jeder Disziplin der Beste sein kann. Lösung: People statt Agencies. Drei, vier Experten aus jeder Agentur werden eingeladen, sich zu einem virtuellen neuen Gebilde zusammenzufinden. Das heisst nicht mehr Agentur, sondern «Magazin». Start 1. Januar. Jeden Freitag ist Redaktionssitzung dieses «Magazins». Dort beschliessen alle gemeinsam, was nächste Woche erscheint und für Gesprächsstoff sorgen soll. Ein Event, ein Spot, ein Onlinevoting, ein Musikhit? Kreiert wird disziplinenübergreifend, Ziel ist einzig, im Gespräch zu bleiben. Mediaplanung gibt es nicht mehr. Research kann man sich sowieso sparen, wenn alles in Echtzeit abläuft. Tönt visionär. Nur Zyniker munkeln: ein sterbendes Modell (aus dem Verlagswesen) für eine sterbende Marke (aus der Zeit vor iPhone). Ob das nur gut geht?
Es braucht Social Ideas
Der Fokus hat ganz einfach gewechselt von den Krea¬tivagenturen zur Mediadiskussion. Hier steht natürlich Social Media ganz im Zentrum. Die Hoffnung ist so gross wie die Angst. Gibt es Facebook überhaupt noch in einem Jahr? Noch 2007 wurde Second Life eine tolle Zukunft prophezeit, heute ist es verlassen. Die Niederlassungen der Werbeagenturen BBH oder Leo Burnett, die dort als erste waren, sind leer, öd, in der Bedeutungslosigkeit versunken. Alle sind sich einig: Die allergrösste Bedrohung für Social Media ist die Werbung selber. Der Schritt vom Gefolgten zum Verfolgten ist mikroklein. Kein Mensch will eine Million Follower auf Twitter, wenn es sich statt um interessierte Zeitgenossen bloss um Fanta, Gala Käsli, Zürich Versicherungen oder sonstige Brands handelt, die einem etwas verkaufen wollen. Bezahlung von Bloggern, um in Foren Meinungen zu platzieren, gilt als blankes Hijacking und wird radikal abgelehnt. Das Problem mit Social Media fängt beim Wortteil «Media» an. Dieses impliziert einkaufen und bezahlen. Falsch. Wir brauchen keine Social Media Ideas. Wir brauchen Social Ideas. Ideen, die Menschen interessieren und Marken interessant vernetzen, sagt Amelia Torode, Head of Strategy bei VCCP. Social Media ist Realtime.
Marken erleben ein Revival
Über 50 Prozent aller Twitter-Meldungen zu einem Thema werden in der Regel in der ersten Stunde generiert. Was alle viral nennen, sagt Claus Moseholm von GoViral, ist jedoch nicht kostenlos. Auch nicht fast. Viral ist einfach eine Mechanik. Genau gleich teuer, wie jede andere Idee, die auf einem relevanten Insight basiert und einen tollen Inhalt clever unter die Leute bringt. Ist «Free Space Thinking», also Skype, Flickr, Xing und Wikipedia, ein Business-Modell? Ja, sagt Mike Bartlett, Director of Product Strategy bei Skype. Wenn die Lösung Freemium heisst. Ein bisschen gratis geben, Appetit anregen, dann Premium Services kostenpflichtig unterjubeln. Funktioniert wie früher bei den Gratismüsterchen in der Parfümerie. Drum wird Murdoch nicht viel Kredit eingeräumt für sein Paid-only Content des Wall Street Journals.
Mobile Marketing ist kritischer denn je. Strecken Sie mal Ihr Handy in die Luft. Jetzt geben Sie es bitte kurz dem Nachbarn, der gerade neben Ihnen sitzt. Mit diesem kleinen Test macht Scott Seaburn, Head of Mobile bei Ogilvy, erlebbar, dass es etwas Persönlicheres wohl nicht gibt. Der Laptop wird immer kleiner, verschmilzt mit den Handy zum mobilen Hirn, das überall andocken oder an die Wand beamen kann. Innovation Thinking treibt Augmented Reality noch einen Schritt weiter. John Willshire, Head of Innovation bei PHD, meint, wir werden schon bald mit den Händen in der Luft etwas formen, das per Webcam eingefangen wird, worauf der Printer es dreidimensional ausspuckt.
Wenn die Werbung das bedrohlichste Schreckgespenst ist, wenn der Mediaplan das grauenvollste Missverständnis ist, da rückt das Produkt selber wieder ins Zentrum. Ein iPhone habe eben den Gesprächsstoff gleich eingebaut. Wie jede geniale Erfindung. Bloss kann nicht jedes Produkt genial sein. Wer weiss zudem zum voraus, ob es einschlägt? Man könnte meinen, dass uns die Marktforschung dabei weiterhelfen kann. Gerade nicht. Methoden wie Fokusgruppen, die sich seit drei Jahrzehnten (!) kaum geändert haben, erfassen soziale Phänomene von heute in keiner Art und Weise. Während in den letzten 30 Jahren das Mobiltelefon erfunden wurde oder auch der Computer, ist die Research-Methodologie praktisch an Ort stehen geblieben. Bedrückend. Immer noch kann nur die eine Hirnhälfte, die rationale, befragt werden. Dabei ist heute dank Neurowissenschaft erwiesen, dass die-se rationale zwar die rechte, aber nicht die richtige, weil nicht die entscheidende ist, da Entscheidungen dort nicht getroffen werden. Das Hirn will nicht jedesmal überlegen, das kostet viel zu viel Energie. Das Hirn will entlastet sein, der Mensch will nichts sehnlicher dürfen als emotional entscheiden können. Deshalb erlebt die Marke ein richtiges Revival. Marken markieren, wie das Wort schon sagt, Produkte, damit unser Hirn nicht mehr denken muss. Marken sind emotional, Menschen lieben das. Kein Wunder, ist die Strategische Planung heute wichtiger denn je.
Allerdings sind Marken auf eine ganz kuriose Weise vom Aussterben bedroht. Nämlich durch die Werbung selber. Guy Murphy, Worldwide Planning Director bei JWT, kann anhand von 30 000 Interviews weltweit zeigen, dass die Niederländer sich nur noch wenige Minuten pro Tag mit Marken beschäftigen mögen, die Inder und Asiaten hingegen am liebsten wähend Stunden. Wenn wir Markenberater in den entwickelten Märkten so weiter machen, droht die Markenbombe zu implodieren. Schlimmer noch. Was exportieren wir nach Asien? Genau diese Art Beratung. Und was exportiert Asien zu uns? Spielzeug. Statt dass wir den Markt für Marken in Asien auch noch kaputt machen mit unserer Art, Marken zu beraten, wäre es doch gescheiter, vom Optimismus der Asiaten zu lernen. Nämlich den spielerischen Umgang mit Marken. Die Marke als sexy Spielzeug macht Spass – und wird auch das Überleben der Marke bei uns retten. Das Modell dazu ist eine Software, mit der für jede Marke eine Spielfigur entwickelt wird. Dreidimensional anfertigbar, für aufs Pult vom CEO.
Der neuste Hit der Black Eyed Peas singt «Tonight is going to be a good night. A good good night.» Sozialer Optimismus ist in. Nicht Defätismus. Folgerichtig gewinnt Guy Murphy mit seiner hochoptimistischen spielerischen Neudefinition der Marke. Der Biggest Thinker of them all 2009 ist: ein Global Planner.
Pascal Schaub, Chief Strategic Officer, Saatchi & Saatchi
3 Wörter, die wir uns für 2010 merken sollten
Twitticide: Jemand löscht seinen Twitter Account.
Flow: Das Leben fliesst nahtlos so, wie ich mir das wünsche.
Social idea: Eine Idee, die Menschen interessiert und Marken interessant macht.
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Gesamtsieger 2009: Guy Murphy,
Worldwide Planning Director bei JWT.
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Streuplan: Büro in Basel eröffnet

Per sofort gibt es die Agentur Streuplan auch im Dreiländereck. Die Zürcher Agentur eröffnete ein Büro in Basel. Geführt wird die Niederlassung von Christoph Oertli.

Christoph Oertli war während zehn Jahren Partner der Basler Werbeagentur WOMM. Gemäss Thomas Back, Geschäftsführer der Below the Line-Agentur ist dieser Schritt die logische Konsequenz
um die Expansion voranzutreiben. Erste Erfolge stellten sich bereits ein: Innert Kürze konnten zwei Neukunden aus der Region gewonnen werden.

Wird die Zürichsee-Zeitung verkauft?

Der Verwaltungsratspräsident der Zürichsee-Zeitung, Theodor Gut, erwägt den Verkauf von Teilen des Unternehmens. Der Verkauf der gesamten Zürichsee Medien ist dabei jedoch keine Option.

Die Zürichsee Medien ist seit rund 100 Jahren im Besitz der Familie Gut. Nun geht es um die Regelung der Nachfolge. Dabei sei eine von mehreren Varianten der Verkauf von Teilen des Unternehmens , wie Theodor Gut gegenüber der Zeitschrift Klartext betont. Dies schreibt der Tages-Anzeiger am Mittwoch. Klartext spekuliere nun über mögliche Käufer. In Frage kämen gemäss der Zeitschrift die NZZ-Gruppe und Tamedia. Die NZZ hält bereits 40 Prozent der Zürichsee Medien, über die Tochterfirma Freie Presse Holding.

Christa Klein verlässt Tele Top

Die News- und Talkmoderatorin Christa Klein, die das Erscheinungsbild von Tele Top während 10 Jahren mitgeprägt hat, verlässt den Regionalsender per Ende Januar 2010. Damit verliert der Sender eine Mitarbeiterin, die seit dem Ursprung von Tele Top dabei war.

Nach über 20 jähriger Medientätigkeit weitet Christa Klein ihre Selbständigkeit weiter aus. Mit ihrer Firma Evor bleibt sie weiterhin als Moderatorin im Eventbereich tätig. Es sei aber nicht ausgeschlossen, erklärt Christa Klein, dass sie für projektbezogene Sendungen in Radio oder Fernsehen als Moderatorin auftreten werde.
Christa Klein startete ihre Moderationstätigkeit 1987 im Radio Thurgau, moderierte ab 1998 im Radio Top und seit 1999 News- und Talksendungen bei Tele Top.

«Einsam wacht»

Wirz und Markenfilm Schweiz helfen der Heilsarmee helfen.

Alle Jahre wieder stehen während der Vorweihnachtszeit die bekannten Sammeltöpfe der Heilsarmee an rund 40 Orten in der Schweiz. Mit dem Erlös werden die lokalen sozialen Angebote und in den grossen Städten auch Weihnachtsfeiern für bedürftige Menschen finanziert.
Damit auch dieses Jahr wieder möglichst viele Menschen ein Herz und eine Spende für Arme haben, hat sich die Heilsarmee entschieden, beim Fundraising auf die Hilfe der Wirz Werbung zu setzen. Das Resultat dieser Zusammenarbeit ist ab sofort im SF1, SF2 und TSR1 zu sehen. Der ungewohnt besinnliche Spot ist zusammen mit zwölf echten Obdachlosen an ihrem «Wohnort» aufgenommen worden. Verteilt auf eine Folge von Schnitten singen diese je ein paar Takte einer leicht umgetexteten Version des Weihnachtsliedes «Stille Nacht». Unschwer heraushören kann man, wie Einsamkeit gerade in diesen Tagen rund um die «heilige Zeit» für viele Obdachlose zum Thema wird. Die sonst meist gedankenlos geträllerten Worte «einsam wacht» bekommen in Verbindung mit eindrücklichen Bildern plötzlich eine greifbare Bedeutung im Sinn von «ich gehöre nicht mehr dazu».
Dass dieser Film derart professionell aufgemacht überhaupt realisiert werden konnte, sei in erster Linie dem Team rund um Markenfilm Schweiz und dem Regisseur Michi Fueter zu verdanken, freuen sich Matthias Freuler und Thomas Kurzmeyer, die Motivatoren und verantwortlichen CD bei Wirz. Alle Beteiligten haben «in einer eiskalten und endlosen Nacht zu einem Hungerlohn» diesen aussergewöhnlichen Heilsarmee-Spot realisiert. Die Kamera führte Filip Zumbrunn. Die Darsteller in diesem dokumentarischen Spot wurden mit Hilfe der Heilsarmee ausgewählt. Obwohl das Singen von Weihnachtsliedern nicht unbedingt in ihr Repertoire gehört, haben alle Obdachlosen mutig und offensichtlich interessiert an der aufwändigen Technik mitgewirkt. Für Thomas Kurzmeyer war es dabei besonders wichtig, dass die derart Ausgestellten im Film «ihre Würde nicht verlieren dürfen».
Andreas Panzeri
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