Presse: Inserateeinnahmen 2009 um ein Fünftel gesunken

Die Krise setzt sich fort: Nachdem die Inserateeinnahmen bei Zeitungen und Zeitschriften 2008 um sechs Prozent gesunken sind, hat die Schweizer Presse 2009 gut ein Fünftel weniger mit Inseraten verdient. Die Einnahmen betrugen letztes Jahr noch 1,59 Milliarden Franken. Vom Rückgang betroffen war vor allem die Finanz- und Wirtschaftspresse sowie die Sonntagspresse.

Besonders markant schrumpfte im vergangenen Jahr der Umfang der Stellenanzeiger. Die Erlöse sanken um gut 45 Prozent auf 167,6 Millionen Franken, wie die Wemf AG für Werbemedienforschung am Montag mitteilte. Bei der für die Verleger wichtigsten Kategorie – kommerzielle/übrige Anzeigen – betrug das Minus 16 Prozent auf 1,25 Milliarden Franken. Liegenschaftsanzeigen wurden rund ein Fünftel weniger geschaltet als 2008 (63,8 Millionen Franken), mit Prospektbeilagen nahmen die Herausgeber knapp 12 Prozent weniger ein (107 Millionen Franken).
Besonders hart traf es die Finanz- und Wirtschaftspresse sowie die Sonntagspresse, ihre Inserateerlöse verringerten sich je um rund 30 Prozent. Die Umsätze der Tagespresse und der Publikumspresse sanken um je rund einen Fünftel. Weniger starke Einbussen verzeichneten die Fachpresse (-16,5 Prozent) und die Spezialpresse (-8,8 Prozent). Einzig die Regionale Wochenpresse konnte das Niveau vom Vorjahr praktisch halten.
Im Monat Dezember sanken die Inserateeinnahmen um knapp fünf Prozent auf 130 Millionen Franken. Die schlechte Situation im Arbeitsmarkt führte zu rund 30 Prozent weniger Stellenanzeigen. Nur einen leichten Rückgang gab es hingegen bei den kommerziellen/übrigen Anzeigen.

Radio Inside: Neuer Sender setzt auf Schweizer Musik

Eine neue Radiostation, die sich ganz der Schweizer Musik verschreibt, nimmt Ende März den Betrieb auf. Radio Inside mit Studiositz im Aargauischen Zofingen wird über DAB+ und Internet verbreitet. Hinter dem Projekt steht der Journalist David Kaufmann.

Radio Inside werde zu 80 Prozent Schweizer Musik spielen, von Mundartrapp bis zu Volksmusik, sagte Kaufmann am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die Station wolle Schweizer Musikkünstlern eine Plattform bieten – jedoch «kein Spartensender» sein. Finanzieren will sich das 24-Stunden-Radio ausschliesslich mit Werbung. Kaufmann ist Initiant und Alleineigner von Radio Inside. Der 26-jährige Journalist arbeitet zurzeit als Nachrichtenmoderator beim Aargauer Regionalsender Tele M1.
Ein Team von 20 Mitarbeitenden werde das Radioprogramm produzieren. Vier Personen seien fest angestellt, sagte Kaufmann. Radio Inside will in den Tagesstunden kurze Informationen senden sowie über das Wetter und das Börsengeschehen berichten. Radio Inside wird über DAB+ und das Internet verbreitet. Gemäss Kaufmann sicherte Cabelcom zu, das Radio ins Digitalkabel einzuspeisen. Die Studioräume beim Bahnhof in Zofingen werden im Februar bezogen.

Vitamin 2: Das Appenzellerland im Zeitraffer

Appenzellerland Tourismus hat eine neuen Internetauftritt. Den Auftrag zur Realisation der Website erhielt die Agentur Vitamin 2. Die St. Galler Werber setzten sich in einer Konkurrenzpräsentation gegen vier Agenturen durch.

Die Website soll als Inspirationsquelle, Reiseführer, Verkaufs- und Buchungstool funktionieren. Zur Zielgruppe gehören jüngere und ältere Senioren, welche die Schweiz aktiv mit Mehrtagesausflügen bereisen. Die Gestaltung der Website ist übersichtlich, klar strukturiert, mit Reisetipps und aktuellen Onlineangebote versehen. Ein Schwerpunktthema bildet der Gesundheitstourismus, der im Appenzellerland traditionell stark verankert ist. Der magische Zauber der voralpinen Landschaft soll sich zudem in virtuell animierten Zeitraffern verbreiten, die jede Jahreszeit neu inszenieren.

Verantwortlich bei Appenzellerland Tourismus: Barbara Koster, Sandro Agosti. Verantwortlich bei Vitamin 2: Jan Hasler (Beratung), Mark Frick (Web-Design). Programmierung: David Kern (Schweiz Tourismus), Stefan Keller (Ostschweiz Tourismus). Animation: Boutiq, Zürich.

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Studie: Schweizer Unternehmen sind «Social-Media-Muffel»

Die PR-Agentur Burson-Marsteller Schweiz hat eine Studie zur Nutzung von Social-Media-Plattformen durch SMI-Unternehmen veröffentlicht. Das Ergebnis: Im Gegensatz zu US-Firmen nutzen Schweizer Unternehmen Social Media zur Unternehmenskommunikation nur wenig.

Die Studie mit dem Titel «Wie SMI-Unternehmen Social Media nutzen» analysiert, welche der Firmen Facebook-Seiten und -Gruppen, Twitter-Profile oder Blogs für die Unternehmenskommunikation nutzen. Lediglich 30 Prozent der untersuchten SMI-Unternehmen nutzen eine oder mehrere Social-Media-Plattformen, während, gemäss einer Studie von Burson-Marsteller USA, bereits 60 Prozent der Fortune-100-Unternehmen Twitter, Facebook oder Blogs strategisch einsetzen, um ihre Kommunikationsziele zu erreichen.
Diejenigen SMI-Unternehmen, die bereits Social-Media-Plattformen verwenden, setzen diese Kanäle vorwiegend zur Verbreitung von Informationen ein. «Die Unternehmen publizieren News und Aktionen im klassischen Push-Modus und nutzen damit das Dialogpotenzial von Social-Media-Plattformen noch kaum aus», so Daniel Jörg, Leiter Burson-Marsteller Crossmedia. Weiter hat die Studie gezeigt, dass Twitter und Facebook die beliebtesten Plattformen von SMI-Unternehmen sind. Die meisten Firmen haben nie einen Blog geführt, sondern sind direkt zur Nutzung von Twitter und Facebook übergegangen. Einzig die Swisscom nutzt alle drei Kanäle und verfügt neben einer Facebook-Seite auch über ein Twitter-Profil sowie einen Blog.


(Grafik: Burson-Marsteller Crossmedia)

Maybaum: Kursangebot der Migros-Klubschule beworben

Die Klubschule Migros Zürich macht mit drei TV-Spots und vier Plakatsujets auf den Start der neuen Kurse aufmerksam. Realisiert wurden die Sujets durch die Produktionsfirma Maybaum.ch.

Ziel ist dabei, das vielseitige Angebot und die verschiedenen Kursarten auf sympathische Art und Weise vorzustellen und Interessenten zu Kursbuchungen aufzufordern. Die Kampagne läuft bereits seit letzter Woche auf Tele Züri. Die Inserate und Plakate sind ab Februar im Grossraum Zürich zu sehen.



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BPRA: Roman Geiser wird neuer Präsident

Roman Geiser ist seit Jahresbeginn neuer Präsident des Bundes der Public-Relations-Agenturen der Schweiz BPRA. Er folgt auf Peter P. Knobel, der dem Wirtschaftsverband während vier Jahren vorstand.

Roman Geiser wurde Ende des letzten Jahres nach sieben Jahren als CEO von Burson-Marsteller Schweiz und mehr als zehnjähriger Tätigkeit bei Burson-Marsteller zum Chief Operating Officer für Burson-Marsteller Europe, Middle East und Africa befördert. Zwischenzeitlich hat er zudem das Verwaltungsratspräsidium von Burson-Marsteller Schweiz übernommen und die operative Führung der Schweizer Agentur in neue Hände gelegt.
Weiterhin im BPRA-Vorstand wirken Christian König, VR-Delegierter der Farner Consulting AG, Peter Felber, Partner der int/ext Communications AG, Basel, Eliane Birchmeier, Managing Partner der Birchmeier Partner AG, Zug und Martin Zahner.

Noise: Für Amplifon den Markenrelaunch eingeläutet

Die Zürcher Agentur Noise hat die Neupositionierung des Hörgeräteherstellers Amplifon lanciert. Neben dem Claim «Immer in Ihrer Hörweite» sowie einem neuen Firmenauftritt wurde eine Anzeigen- und TV-Kampagne realisiert.

Die Idee zum Claim sei aus der Tatsache entstanden, dass Amplifon mit über 80 Filialen in allen Landesteilen immer in Kundennähe sei, teilten die Werber mit. Beim TV-Spot setzte die Agentur auf die Zusammenarbeit mit der Filmproduktionsfirma Manifesto. Unter der Leitung von Reto Salimbeni entstand in der Kiewer Staatsoper ein Werbespot, der das heikle Thema Hörschwäche mit einem kleinen Schmunzler auf den Punkt bringt.

> Zum Spot

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Bei der Konzeption der Dachkampagne wurden Fakten mit emotionalen Impulsen verknüpft. Sie beziehen sich über eine Aussage (Kunden Quotes oder Headline/Claim Kombinationen) auf die Produkte- und Kundeninformation. Die Statements sollen aufzeigen, welche kleinen, aber äusserst wertvollen Momente verloren gehen, wenn man nichts gegen seine Hörschwäche unternimmt.

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Parallel dazu wurden alle Werbemittel – Poster, Broschüren, Flyer, Strassenstopper, Kundenmailings und Anzeigen – neu ausgearbeitet und gestaltet.

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Mehr dazu in der kommenden Werbewoche-Printausgabe vom 21. Januar 2010.

Verantwortlich bei Amplifon Schweiz: Christian Rutishauser (Geschäftsführer), Claudia Schilter (Marketingleiterin). Verantwortlich bei Noise: Patrik Giacobbo (CD), Frederic Keller (AD), Roman Kessler (Grafik), Claudio Knechtle (Text), Tanja Thurnherr (Beratung), Patrik Leuenberger (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Manifesto Films: Shannon Mildon (Producer), Reto Salimbeni (Regie), Postproduktion (Manifesto Post).

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Etat: Agence Trio gewinnt das Mandat éco21 von SIG

Die Agence Trio konnte sich bei einem Pitch der Genfer Industriebetriebe (SIG) durchsetzen. Die Werber wurden mit der globalen Kommunikation für das Stromsparprogramm éco21 beauftragt.

Eine Kampagne soll die Bevölkerung zur Watt-Jagd auffordern, um den Stromverbrauch des Kantons Genf zu reduzieren. Dabei wird eine grundlegende Änderung der Gewohnheiten beim Stromkonsum angestrebt. Die ersten Arbeiten erscheinen im Lauf des Jahres 2010.

Deutschland: Online-Nachrichtenportale mehr Besucher denn je

Nachrichtenportale im Internet haben 2009 einen bisher nie dagewesenen Boom erlebt. Gemäss dem deutschen Hightech-Verband Bitkom hat sich die Zahl der Besuche auf Online-Nachrichtenseiten seit 2005 mehr als verdoppelt. Das erfolgreichste Nachrichtenportal Deutschlands ist nach wie vor Spiegel Online.

Im vergangenen Jahr wurden mehr als 6,5 Milliarden Besucher auf den vom Verband untersuchten 20 gängigen Nachrichtenportalen registriert – das waren gut ein Drittel mehr als 2008. Dies sei der höchste Zuwachs von Besuchern seit Beginn der Analysen 2005, erklärte Achim Berg, Vizepräsident des Bitkom. Als Nachrichtenportale zählte der Verband Internetseiten, die tagesaktuell über Themen aus Politik, Wirtschaft, Sport oder anderen Fachgebieten berichten.
Der Marktführer Spiegel Online verzeichnete 2009 insgesamt rund 1,3 Milliarden Besuche, was einem Plus von knapp 22 Prozent entspricht. Dicht dahinter folgt Bild.de mit fast 1,2 Milliarden Besuchen und einem Zuwachs von mehr als 58 Prozent. Das grösste Plus bei den untersuchten Nachrichtenseiten verzeichnete Computerbild.de mit 184 Millionen Besuchen, was einer Steigerung von mehr als 71 Prozent entspricht.

SRG verzichtet auf Publikation von Longchamp-Umfragen

Die SRG verzichtet «bis auf weiteres» auf die Publikation von Meinungsumfragen des GfS-Instituts des Politologen Claude Longchamp. Die sagte Edy Salmina, Präsident der SRG-Chefredaktorenkonferenz, auf Anfrage der NZZ am Sonntag.

Auch ohne Veröffentlichung wird das Berner GfS-Institut die Trend-Befragungen vor den nächsten eidgenössischen Abstimmungen am 7. März für das Fernsehen aber durchführen. Zwischen dem Institut und dem Sender besteht eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bis zum Ende der laufenden Legislatur, wie die NZZ am Sonntag schreibt.
Die Umfrageergebnisse von Claude Longchamp waren nach der Abstimmung zum Minarett-Verbot in die Kritik geraten – der Politikwissenschafter hatte eine Nein-Mehrheit von 53 Prozent vorausgesagt. Das Stimmvolk hat die Initiative jedoch mit 57 Prozent angenommen.
Externe Analyse soll Klarheit schaffen
SRG-Sprecher Daniel Steiner bestätigte auf Anfrage der SDA den Bericht in der NZZ am Sonntag. Weil der Vertrag zwischen SRG und GfS bis Ende Legislatur laufe, beziehe die SRG die Umfragen zwar nach wie vor, veröffentliche sie aber nicht. Diesen Entscheid hätten die Chefredaktoren der SRG in Absprache mit Generaldirektor Armin Walpen gefällt. Eine externe Analyse soll nun zeigen, wie die «Riesenabweichung» entstanden sei, so Steiner. Bis klar sei, ob solche Differenzen vorkommen können oder ob an den Umfragen etwas geändert werden müsse, würden die Umfragen unter Verschluss bleiben.

Zu guter Letzt: Der Gedankenscanner

Auf den Nacktscanner folgt nun ein Scanner, der Reaktionen von Menschen entschlüsseln kann. Die Technologie der israelischen Firma WeCU soll erkennen, wenn jemand einen Anschlag verüben möchte.

Die Forscher nutzen dabei laut Welt.de das Wissen über die Arbeit des Gehirns: Jeder, der eine besondere Aktion plant, trägt eine Sammlung an Assoziationen, die mit der Aktion zu haben, in seinem Kopf – dagegen kann sich keiner wehren. Wer zum Beispiel auf dem Weg zu einem Fussballspiel seiner Lieblingsmannschaft ist, assoziiert damit unbewusst einen Ball, die Trikotfarbe oder den Trainer der Mannschaft. Wenn nun auf Bildschirmen im Flugzeug oder auf elektronischen Werbetafeln im Flughafengebäude solche Schlüsselreize zu sehen sind, reagieren am Spiel Desinteressierte nicht. Bei Personen auf dem Weg ins Stadion hingegen wird das Gehirn wegen der emotionalen Beteiligung aktiv. Dies führt zu körperlichen Veränderungen, beispielsweise zu erweiterten Pupillen oder zu beschleunigtem Puls. Mit diesem – hier natürlich stark vereinfachten – Verfahren lassen sich auch Terroristen entlarven. Sehen sie beispielsweise Bilder technischen Details einer Bombe, zeigen sie unbewusst eine körperliche Reaktion. Oder ein zuvor durch Telefonüberwachung bekannt gewordenes Codewort wird in eine übliche Ansage auf dem Flughafengelände eingebaut. So weit so gut, allerdings ist natürlich auch ein Missbrauch nicht auszuschliessen: Je nach Wahl des Schlüsselreizes lässt sich steuern, welche Infos über die Passanten gewonnen werden können. Mit der Darstellung eines Parteilogos beispielsweise kann die Parteipräferenz einer Person aufgedeckt werden. Auch sexuelle Vorlieben liessen sich ohne Probleme ermitteln. «Die Gedanken sind frei» war einmal. Na ja, wenn wir im Gegenzug wieder sicher fliegen können…

Verleger Richard Gruner gestorben

Der deutsche Verleger Richard Gruner ist tot. Der Mitbegründer des Zeitschriftenverlags Gruner + Jahr starb am Mittwoch in Liechtenstein im Alter von 84 Jahren.

Dies teilte seine Ehefrau laut SDA am Freitag mit. Das Begräbnis soll im engsten Familienkreis stattfinden. Gruner hatte seinen Wohnsitz 1968 nach Vaduz verlegt. Der Unternehmer galt als einer der reichsten Männer in Liechtenstein.
1965 fusionierte er seine Druckerei mit den Verlegern John Jahr und Gerd Bucerius zu Gruner + Jahr, einem der grössten Verlagshäuser in Deutschland. Seine Anteile verkaufte Gruner Ende der 60er-Jahre. Danach betätigte er sich als Investor.
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