Mitlinks: Langjährigen CEO von Berlin.de ins Boot geholt

Mitlinks arbeitet künftig mit dem Beratungsunternehmen von Robert Daubner zusammen. Daubner war langjähriger CEO von Berlin.de, bis er im Sommer 2010 die M&M GmbH gründete. Von der Kooperation verspricht sich Mitlinks, Schweizer Verlage besser bei der Kommerzialisierung ihres Angebots und der Entwicklung neuer Formate unterstützen zu können.

Robert Daubner leitete von 2002 bis 2010 als CEO die Geschicke der Berlinonline KG. Diese ist für den Betrieb der Portale Berlin.de, Verlin-online.de sowie zahlreicher Seiten des Berliner Verlags verantwortlich. Dazu gehören die Onlineformate der Berliner Zeitung, des Berliner Kuriers, des Berliner Abendblattes und des Stadtmagazins Tip Berlin.
Mit dem Einstieg des globalen Medienkonzerns Mecom Group im Jahre 2007 war Daubner zudem als Head of Digital Germany für sämtliche Onlineaktivitäten in Deutschland verantwortlich. Die Ausarbeitung und Durchführung von digitalen Verlagsstrategien in den Bereichen B2B und B2C für regionale, nationale und internationale Formate sowie die Restrukturierung, Neuausrichtung und ROI-Optimierung von Medien- und Verlagsgesellschaften in nationalem und europäischem Rahmen bildeten dabei den Schwerpunkt seines Wirkens.
Im Sommer 2010 verliess Robert Daubner die Berlinonline KG und gründete die auf die Beratung von Medienhäusern spezialisierte M&M GmbH. Zu seiner Kundschaft gehören Verlage und Senderketten wie die Pro7-Gruppe.

Wahlkampfspenden: Presserat gibt Tages-Anzeiger Recht

Der Schweizer Presserat hat eine Beschwerde des Thurgauer SVP- Nationalrats Peter Spuhler und dessen Ehefrau Daniela Spuhler-Hoffmann gegen den Tages-Anzeiger abgelehnt.

Im Februar – vor den Kommunalwahlen in der Stadt Zürich – berichtete der Tages-Anzeiger, Daniela Spuhler-Hoffmann, selbst Mitglied der SVP, unterstütze im Wahlkampf Stadtrat Andres Türler (FDP) und damit einen Kandidaten der politischen Konkurrenz. Der Journalist befragte Daniela Spuhler über ihre Gründe. Er fragte, ob die Unterstützung über die Parteigrenzen hinaus allenfalls geschäftliche Ursachen haben könnte: einerseits steht Türler den Industriellen Betrieben und damit den Verkehrsbetrieben der Stadt Zürich vor. Anderseits beteiligt sich Spuhlers Firma Stadler Rail an der Ausschreibung einer neuen Tramgeneration in Zürich. Dem widersprach Spuhler-Hoffmann klar.
Laut Presserat war es zulässig, diese Fragen zu stellen. Die berufsethischen Regeln seien damit nicht verletzt worden. Es liege auch keine Rufschädigung vor. «Frau Spuhler erhielt die Möglichkeit, sich zu äussern, was sie souverän tat», heisst es in der Mitteilung vom Dienstag. Die Fragen seien zudem in einen grösseren politischen Zusammenhang eingebettet gewesen und ergänzt mit Aussagen aus verschiedenen Lagern. Einzig die Aufmachung der Meldung mit einem grossen Foto des Ehepaars Spuhler- Hoffmann erachtete der Presserat als fragwürdig. Solche Gewichtungen lägen aber im Ermessen der Redaktion. Er wies deshalb die Beschwerde ab.

Nielsen: Werbemarkt legt in der ersten Jahreshälfte zu

Der Werbemarkt hat sich kräftig erholt. In der ersten Jahreshälfte 2010 gaben Werbetreibende weltweit beinahe 13 Prozent oder 238 Milliarden Dollar mehr aus verglichen mit dem selben Zeitraum 2009. Das Wachstum betrifft dabei 35 von insgesamt 37 Länder, wie die Marktforscher von Nielsen aufzeigen.

Sowohl Radio als auch Zeitungen verzeichneten in den ersten sechs Monaten 2010 ein gesundes Wachstum. Das Fernsehen bleibt nach wie vor der Spitzenreiter unter den Werbemedien. Getrieben wurde der Aufschwung insbesondere vom Boom in Lateinamerika und Asien. In Lateinamerika schossen die Ausgaben im ersten Halbjahr 2010 um 44,5 Prozent nach oben. Die Region Naher Osten und Afrika folgt mit plus 23,8 Prozent auf Rang zwei.
Das Wachstum in Nordamerika und Europa zeigte sich dagegen mit 4,7 beziehungsweise 8,5 Prozent noch vergleichsweise verhalten. In Frankreich legte der Markt um 11,6 Prozent zu, im United Kingdom (UK) waren es 10,7 und in Deutschland 9,6 Prozent. Ausnahmen bildeten Spanien mit einem unveränderten Werbemarkt sowie Irland, wo der Markt sogar um 3 Prozent schrumpfte.

Zürichsee Druckereien AG soll verkauft werden

Die Zürichsee Medien AG (ZSM) mit Sitz in Stäfa stösst einen weiteren Unternehmensbereich ab: Verwaltungsratspräsident Theodor Gut trennt sich nicht nur von der Zürichsee-Zeitung, sondern auch von der Zürichsee Druckereien AG.

Gut bestätigte eine entsprechende Meldung des Kleinreport vom Dienstag. Er sei auf der Suche nach einem geeigneten Käufer, weil es familienintern keinen Nachfolger für die Druckerei gebe. Aus dem selben Grund habe er auch die Zürichsee-Zeitung an das Zürcher Medienhaus Tamedia abgetreten. Erste Interessenten seien vorhanden, wie Gut gegenüber der Nachrichtenagentur SDA weiter erklärte. Für Kunden und Lieferanten soll sich vorderhand nichts ändern.
Mit der Zürichsee-Zeitung hat der Verkauf der Druckerei nichts zu tun. Die Tageszeitung wird seit Jahren im Druckzentrum Oetwil am See (DZO) produziert. Die Zürichsee Druckereien AG druckte keine Zeitungen, sondern konzentrierte sich auf die Druckvorstufe für Zeitschriften, Prospekte, Visitenkarten und ähnlichem. Sie war zudem am Kartographieunternehmen Orell Füssli Kartographie beteiligt, die Wander-, Bike- und Schulkarten herstellt.

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Adesso realisiert neues Jobportal

Die Zürcher Medienberatungsagentur Prospective Media Services hat den IT-Dienstleister Adesso Schweiz mit der Realisation des «New Job Center» beauftragt. Dieses ist ein verlagsunabhängiges Onlineportal zur Publikation von Stelleninseraten.

Das «New Job Center» soll die seit zehn Jahren bestehende Onlineplattform für Stellenanzeigen ablösen. Auf der Jobplattform erfassen und verwalten die Auftraggeber von Prospective Media Services ihre Stellenangebote und veröffentlichen diese über die gewünschten Publikationskanäle. Derzeit sind es mehr als 200 Print- und 600 Onlinemedien. Der Auftrag beinhaltet zudem die Umsetzung von Portalerweiterungen, die nach dem ersten, für Mitte 2011 geplanten Release bis Anfang 2012 implementiert werden sollen.

Das Aus für die Sportwoche

Die Zeitschrift Sportwoche wird nach nur acht Monaten nach der Lancierung per sofort eingestellt. Von der Einstellung betroffen sind alle zehn Angestellten der eigens gegründeten Sportwoche AG.

Die Schweizer Sportzeitschrift, die jeden Donnerstag erschien, startete im Februar mit einer Auflage von 75‘000 Stück. Am Schluss wurden pro Woche maximal 10‘000 Exemplare verkauft. Herausgeberin ist die Sportverlag Europa Medien AG, die auch das Fussballmagazin Eurosoccer realisiert. Die Aktiengesellschaft Sportwoche AG wird nun vermutlich Insolvenz beantragen, wie es auf Tagesanzeiger.ch heisst. Chefredaktor Marcel Siegenthaler war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Fingierte Nutzerbewertungen auf Shoppingportal

Das Internetshoppingportal T-Online der Deutschen Telekom hat offenbar Kundenbewertungen von einer Textagentur erstellen lassen. Der Anbieter wollte die Seite damit aufwerten.

Rund 1‘000 Texte, zwischen 80 und 180 Wörter lang, lieferte die Agentur, die sich offiziell darauf spezialisiert hat, Produktbeschreibungen zu optimieren. Dutzende Autoren schrieben für das Portal bezahlte Texte über eine Waschmaschine («Ich hätte nicht gedacht, dass sich so viel verändert hat»), über eine Kamera des Herstellers Canon («Hier ist Canon ein grosser Schritt gelungen»), über eine Glacemaschine («Es war spielend leicht») und andere Produkte. In einem Briefing seien die Texter genau instruiert worden, realistische, möglichst authentische Produktbewertungen zu erstellen, wie der Spiegel berichtet. Auch negative Wertungen seien erlaubt gewesen, damit alles echt wirke. Die Telekom erklärt dazu, «ein übereifriger Dienstleister» habe den Auftrag zur Erstellung von Nutzerbewertungen an die Textagentur erteilt. Der Auftrag sei dem Konzern nicht bekannt gewesen, die Texte seien inzwischen gelöscht worden.

Ebookers.ch spannt mit Bloggern zusammen

Ebookers.ch verstärkt sein Engagement in der Blogosphäre. Das Onlinereiseportal startet eine Promotionsaktion mit vier Schweizer Bloggern: Blog.yellowstone.ch, Autofreieorte.com, Schaffhausen.net und Peterpanch.wordpress.com.

Die Leser der Blogs erhalten von Ebookers.ch Rabattcodes, mit denen sie während einem Monat Hotels aus der vom Blog thematisierten Region vergünstigt über Ebookers.ch buchen können. Ausserdem hat Ebookers auch auf dem eigenen Reiseblog Blog.ebookers.ch in den Dialog mit Kunden und Partnern investiert. Das Blog wurde im Juli 2010 komplett neu gestaltet. Zusätzlich zu einer optimierten Struktur wurde dem «Ebookers-Reisetagebuch» ein neues Design verpasst. Mit 40 monatlichen Postings hält das Blog Reisehungrige auf dem Laufenden.

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Zwei deutsche Journalisten im Iran festgenommen

Im Iran sind zwei deutsche Journalisten festgenommen worden. Dies, weil sie ein Interview mit dem Sohn der zum Tod durch Steinigung verurteilten Iranerin Sakine Mohammadi Aschtiani führten.

Das bestätigte der iranische Staatsanwalt Gholam Hussein Mohseni Edscheie am Montag gegenüber örtlichen Medien. Offenbar handelt es sich bei den Festgenommenen um einen Fotografen und einen Reporter für ein Printmedium. Nach inoffiziellen iranischen Angaben sollen sie bei der Zeitung «Bild am Sonntag» arbeiten.
Das Interview hatte am Sonntagnachmittag im Büro von Aschtianis Anwalt stattgefunden, wie die in Deutschland lebende Sprecherin des Komitees gegen die Steinigung, Mina Ahadi, sagte. Ahadi nahm an dem Interview per Telefonkonferenz teil, als einer der Journalisten plötzlich «Was ist hier los?» gerufen und ihr dann gesagt habe, er müsse auflegen.
Seitdem habe sie weder die Journalisten, noch den Sohn von Aschtiani, noch den Anwalt erreichen können. Das Auswärtige Amt hatte bestätigt, Hinweisen auf eine Festnahme von deutschen Journalisten «mit Hochdruck» nachzugehen.

BoB-Award: Jahrbuch 2009 erschienen

Seit zwölf Jahren zeichnet der Kommunikationsverband e.V. Hamburg die beste B2B- Kommunikation mit dem BoB «Best of Business to Business» aus. Nun ist das Buch zum Kreativwettbewerb erschienen, in dem die im April 2010 ausgezeichneten Arbeiten dokumentiert sind.

Ergänzt werden die Präsentationen der Arbeiten durch Fachartikel und Statements der Laudatoren als Einführung in die acht Wettbewerbskategorien. Das Buch enthält zudem Verzeichnisse der Unternehmen und dienstleistenden Agenturen. Bestellt werden kann es über die Geschäftsstelle des Kommunikationsverbands: Kommunikationsverband.de.

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