Glanz & Gloria»-Moderatorin erhält Verweis

Das Schweizer Fernsehen verstärkt nach dem Ausraster von «Glanz & Gloria»-Moderatorin Annina Frey gegen Polizisten die Kontrolle.

Annina Frey stehe unter Beobachtung, schreibt die Sonntagszeitung in ihrer aktuellen Ausgabe. Ein weiteres Fehlverhalten, und sie soll ihren Job beim Schweizer Fernsehen los sein. Nachdem die 29-Jährige Ende Oktober mit dem Auto in eine Polizeikontrolle geraten war, liess sie sich auf dem offiziellen Blog des Schweizer Fernsehens über das Erlebte aus. Die Folge sei nun ein scharfer Verweis, bestätigte SF gegenüber der Sonntagszeitung. Ein nochmaliges Fehlverhalten würde arbeitsrechtliche Konsequenzen haben. Auch das SF zieht eine Lehre aus dem Fall. Die interne Kontrolle habe versagt. Die Blogs der Moderatoren würden künftig vom Online-Tagesverantwortlichen sowie ab sofort auch vom Redaktionsleiter gegengelesen.
Frey wäre die erste Moderatorin, die wegen eines Fehltritts vom Bildschirm genommen würde. So weit solls nicht kommen. Sie werde nie wieder in einem Blog andere Personen beleidigen, wird sie in der Sonntagspublikation zitiert. Inzwischen hat sie sich brieflich bei der Polizei entschuldigt, und seit gestern bittet sie auf dem Blog des SF öffentlich um Verzeihung.

Affichage strafft Führungsstruktur

Affichage richtet per 1. Januar 2011 die Führungsstruktur neu aus. Neu zum Unternehmen stossen Daniel Strobel und Markus Ehrle. Ivan Schultheiss, bisher Managing Director der APG, wird die Gruppe verlassen.

Die Führung der Allgemeinen Plakatgesellschaft APG wird künftig im Rahmen von funktionalen Verantwortungsbereichen direkt von den Mitgliedern der Unternehmensleitung wahrgenommen, wie es in einer Mitteilung heisst. Zu noch festzulegendem Zeitpunkt wechseln Daniel Strobel und Markus Ehrle von der NZZ-Mediengruppe in die neue Affichage-Unternehmensleitung. Ivan Schultheiss, bisher Managing Director der Allgemeinen Plakatgesellschaft APG, werde diese Anpassung der Führungsstruktur nutzen, um im Rahmen eines Sabbaticals eine Managementweiterbildung zu absolvieren und sich anschliessend beruflich neu zu orientieren, heisst es in der Mitteilung weiter.
Neu setzt sich die Unternehmensleitung der Affichage Holding zusammen aus Dr. Daniel Hofer (CEO), Dr. Ulrich von Bassewitz (CFO), Thomas Rainer (Internationale Märkte), Walter Oeschger (Logistik), Beat Holenstein (Partner- & Product Management), Daniel Strobel (Werbemarkt & Segmentgesellschaften Schweiz), Markus Ehrle (Marketing & Business Development) und Oliver Achermann (Corporate Center).

Unerlaubte Propaganda: Bakom ermittelt gegen Ulrich Schlüer

Der Zürcher SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer ist seit Ende August auf Sendung. Er moderiert auf dem Kabelsender Schweiz 5 seine Talkshow «Schweizerzeit-Magazin». Nun gerät die Sendung ins Visier des Bakom.

Der Politiker lädt vorzugsweise Gäste aus seinem eigenen politischen Lager ins Fernsehstudio nach Schlieren ZH ein – zu suggestiv formulierten Themen wie «Haben EU-Gegner keinen Zugang zum Bundesrat?» oder «Kriminelle Ausländer: Endlich ausschaffen!». Wie der Sonntagsblick weiss, untersucht das Bakom, ob Schlüer mit seiner Show gegen das Politwerbeverbot am Fernsehen verstösst.
Das Bakom habe die bisher ausgestrahlten Sendungen des ‹Schweizerzeit-Magazins› visioniert und bei Schweiz 5 Unterlagen und Verträge eingefordert, bestätigt Bakom-Medienjurist Samuel Mumenthaler gegenüber dem Sonntagsblick. Zurzeit kläre das Bundesamt die Finanzierungsverhältnisse rund um die Sendung ab. «Sollten diese zur Vermutung führen, dass ein möglicher Fall von unerlaubter Werbung vorliegt, müsste dies in einem Aufsichtsverfahren geklärt werden», so Mumenthaler.
Schlüer weist den Vorwurf der Politpropaganda von sich: Ihm gehe es nicht um Werbung, sondern darum, ein Thema auszuleuchten, wird er in der Sonntagspublikation zitiert Im Übrigen sei «die andere politische Seite» in der Schweiz sowieso übervertreten. «Wenn man an meiner Sendung Anstoss nimmt, geht das in Richtung Zensur.»

ARD verlängert «Lindenstrasse» um drei Jahre

Der deutsche Fernsehsender ARD wird seine Dauerserie «Lindenstrasse» ein weiteres Mal in die Verlängerung schicken.

«Unsere Marken leben einfach länger», sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres gemäss SDA in einem am Samstag veröffentlichten Gespräch mit dem Branchendienst Funkkorrespondenz im Internet. 25 Jahre seien für eine Programmmarke im Ersten ein geradezu jugendliches Alter: Man habe den Vertrag gerade eben um weitere drei Jahre verlängert. Im Dezember feiert die Serie ihren 25. Geburtstag.
Die erste deutsche Seifenoper ging im Dezember 1985 beim Ersten Deutschen Fernsehen ARD auf Sendung. Seither flimmerte die «Lindenstrasse» über 1300 Mal über die Fernsehschirme.

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JWT+H+F: Neue Kampagne für Kurz Schmuck und Uhren lanciert

JWT+H+F gestaltet für Kurz Schmuck und Uhren bereits seit 2005 die «Ich bin schön»-Kampagne. Der neue Auftritt soll die erfolgreiche Markenidee nun weiterführen und bezieht dazu den Konsumenten direkt mit ein.

In der Rolle des stillen Beobachters wird er Zeuge, wie echte Persönlichkeiten mit Stil und Eleganz ihre eigene Schönheit entdecken. Die Werbung soll die ästhtischen Ansprüchen des Traditionsgeschäfts, mit ausgewählten Stücken die Persönlichkeit der Kundinnen zu unterstreichen, ausdrücken. Die Wahl der Models soll zur Glaubwürdigkeit dieser Umsetzung beitragen: Von den Plakatwänden strahlen ganz bewusst keine austauschbaren Katalogschönheiten, sondern echte Frauen mit einem individuellen modischen Erscheinungsbild, wie die Agentur ihre Sujets beschreibt.
Die neue Kampagne ist ab sofort in Deutschschweizer Grossstädten auf Plakaten, in zielgruppenrelevanten Printmedien und im Web zu sehen.
Verantwortlich bei KURZ Schmuck und Uhren: Olivier Fabrikant (CEO), Liliane Müller (Leiterin Marketing). Verantwortlich bei JWT+H+F: Remy Fabrikant (Gesamtverantwortung), Enrico Bachmann, Grischa Rubinick (Creative Direction), Grischa Rubinick, Roger Dobmann (Art Direction), Rainer Bühler (Strategie), Vanessa Lehmann-Spalleck (Beratung), Juventino Mateo (Photographie), Virginia Maissen (Styling). Verantwortlich bei Type Design: David Guntern (Bildbearbeitung).
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Information Architects optimieren Zeit.de für Tablet-Computer

Nach dem Internetauftritt für Zeit.de definiert die Zürcher Agentur Information Architects nun auch das Design für iPad und weitere Tablets.

Websites, die für die Navigation mit der Hand konzipiert wurden, lassen sich nur bedingt mit blossen Händen navigieren. So sind beispielsweiseText-Links in kleinen Schriftgrössen kaum für Touchscreens geeignet. Daher hat die Zürcher Agentur begonnen, Zeit Online für iPad und andere Tablet-Computer zu optimieren. Mit Blick auf die veränderten Navigationsgewohnheiten mit dem Finger bietet das Design von Information Architects zum Beispiel grössere Linkflächen für die Navigation per Hand. Insgesamt wurde Wert darauf gelegt, dass das Design noch strikter auf das Wesentliche begrenzt wird
Information Architects gibt es in Zürich und Tokyo. Die Agentur wurde 2006 von Oliver Reichenstein gegründet und hat sich auf User Experience Design spezialisiert. Neben ihrer Arbeit für Medien wie Zeit.de, Tagesanzeiger.ch, Krone.at und Internazionale.it produziert Information Architects auch eigene Produkte. Erst vor wenigen Wochen
wurde ein spezielles Schreibprogramm für das iPad vorgestellt.

Schweizer Presse steigert Inserate-Einnahmen

Im Oktober hat die Schweizer Presse deutlich mehr Inserate verkauft: im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Einnahmen um 13.2 Prozent auf 164.3 Millionen Franken. Der diesjährige Oktober zählt allerdings einen Sonntag mehr als im letzten Jahr.

Folglich konnte sich die Sonntagspresse am stärksten steigern. Ihre Inserate-Einnahmen erhöhten sich um 42 Prozent. Doch auch die bei den Printmedien dominierende Tagespresse legte um 13.4 Prozent zu. Dies teilte die Wemf für Werbemedienforschung am Freitag mit. Die Spezialpresse, die Publikumspresse und die Finanz- und Wirtschaftspresse konnten ebenfalls zulegen
Weniger Anzeigen verzeichneten hingegen die Regionale Wochenpresse und die Fachpresse.
Dicker wurden besonders die Stellenbeilagen, mit einem Zuwuchs von 10.2 Prozent. Auch kommerzielle/ übrige Anzeigen und Prospektbeilagen schalteten die Inserenten häufiger, mit einem Plus von 14.9 beziehungsweise 6.3 Prozent. Weniger häufig nachgefragt wurden Liegenschaftsanzeigen mit einem Minus von 3.1 Prozent.

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Fox-News-Chef bezeichnet Radioverantwortliche als «Links-Nazis»

Der Chef des konservativen US-Nachrichtensenders Fox News hat die Verantwortlichen eines Radiosenders als «Links- Nazis» bezeichnet. Nun hat er sich entschuldigen müssen.

Roger Ailes hatte in einem Interview, das im Internet veröffentlicht wurde, gegen die Leitung des öffentlichen Radiosenders NPR gewettert. Dort hatte man einenn politischen Kommentatoren nach umstrittenen Äusserungen über Muslime gefeuert. Die NPR-Verantwortlichen hätten ein bisschen das Verhalten von Nazis, sagte Ailes dazu. Sie seien Links-Nazis. Diese Typen würden es nicht vertragen, dass man eine andere Meinung als die ihre haben könne, so Ailes weiter. Und es störe sie überhaupt nicht, dass sie das Geld der Beitragszahler dafür verwenden, ihre Propaganda zu verbreiten.
Die gegen Antisemitismus kämpfende Organisation Anti-Diffamierungs-Liga ADL teilte am Donnerstag mit, Roger Ailes habe sich in einem Brief an ADL-Präsident Abraham Foxman für seine Äusserungen entschuldigt. Er habe improvisiert und hätte dieses Wort nicht benutzen sollen, schrieb Ailes demnach.

Publikumsrat: Nicht alle Kinder haben Zugang zu allen Medien

Der Publikumsrat gibt der trimedialen Kindersendung Zambo gute Noten. Allerdings werde bei Zambo ein permanenter Zugang zu Radio, Fernsehen, Internet und teilweise auch zum Handy vorausgesetzt, was nicht für alle Kinder möglich sei.

Das gemeinsame Kinderprogramm Zambo des Schweizer Fernsehens SF und von Radio DRS mit der zusätzlichen Plattform im Internet kommt beim Publikumsrat gut an. Die erste voll konvergente Sendung sei interessant, anregend und abwechslungsreich. Vor allem die eigenproduzierten Elemente seine überzeugend, schreibt der Publikumsrat in einer Mitteilung vom Freitag. Das trimediale Kinderprogramm biete gute Unterhaltung, vermittle aber auch viel Wissenswertes.
Viele Inhalte sind nach Meinung des Publikumsrates pädagogisch wertvoll und grenzen sich dadurch von andern Kinderprogrammen ab. Erfreulich sei auch, dass die Kinder Teile der Sendeinhalte bestimmen und selber darin auftreten könnten. Einige Mitglieder des Publikumsrates störten sich hingegen an den überzeichneten Charakteren und Handlungen von «Best Friends». Ausserdem sei die Spannweite der Zielgruppe vom Kindergarten bis zum Jugendalter hält der Rat zu gross. Dass nicht alle Elemente für die gesamte Zielgruppe im Alter zwischen 6 und 14 Jahren geeignet seien, falle vor allem im Fernsehen auf.
Hingegen wird vom Rat die Vernetzung zwischen den Medien als interessant und zukunftsweisend empfunden. Die Kinder fänden auf allen Kanälen dasselbe Format, was einer zeitgemässen Mediennutzung entspreche. Doch sei es nicht für alle Kinder möglich, der Voraussetzung bei Zambo gerecht zu werden, einen permanenten Zugang zu Radio, Fernsehen, Internet und teilweise auch zum Handy zu haben.
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