Top der Woche 2: Soll der Staat die Medienvielfalt fördern?

Vergangenen Freitag fand in Freiburg das Forum Staat und Medien 2010 statt. Professoren, Verleger, Journalisten und eidgenössische Parlamentarier diskutierten darüber, ob der Staat die Medien fördern soll – und wenn ja, in welcher Art.

Organisiert wurde der Anlass vom Schweizer JournalistInnenverband Impressum und der Universität Freiburg. Der Staat solle sich nicht in Medieninhalte einmischen, aber für günstige Rahmenbedingungen sorgen, war eine der Forderungen am Forum. Hans-Jürg Fehr (SP), Alain Berset (SP) und Dominique de Buman (CVP) betonten die Bedeutung der Medien und der Medienvielfalt für die Information und Meinungsbildung der Stimmberechtigten in einer direkten Demokratie. Nach Fehrs Ansicht bedürfen neben Radio und Fernsehen auch Presse und neue Medien einer staatlichen Regulierung, die den Service public sichert und nötigenfalls via Gebühren mitfinanziert – ohne in die Medieninhalte einzugreifen. Demgegenüber verlangte Verleger und Chefredaktor Norbert Neininger Steuervergünstigungen und Gesetzesänderungen. Und SVP-Generalsekretär Martin Baltisser forderte ein Einschreiten der Wettbewerbskommission gegen die Pressekonzentration auf regionaler Ebene.

Krieg und Frieden in Netzwerken

Netzwerke und Seilschaften bleiben heute nicht mehr lange geheim. Transparenz wird dadurch zu einem Must. Gastkommentar von Josefa Haas, Leiterin Medieninstitut.

Damit hat niemand gerechnet: Die beiden Besitzer der Basler Zeitung Medien, Tito Tettamanti und Martin Wagner, haben nach wenigen Monaten das Unternehmen verkauft. Nach den Protesten der Redaktion und von Vertretern der Basler Öffentlichkeit fehlte ihnen offenbar die zentrale Grundlage für ein Mediengeschäft: das Vertrauen. Der versierte Financier Tito Tettamanti tat, was er wohl mit anderen Investitionen in einem vergleichbaren Fall auch getan hätte, er stiess seine Beteiligung so schnell wie möglich ab. Zum finanziellen Risiko kam hier noch eine persönliche Verletzung. Die Verbindungen zu Christoph Blocher schürten den Verdacht, die neuen Besitzer seien Teil des erweiterten politischen SVP-Zirkels: Die Rolle des Zeitungsbesitzers drängte Tito Tettamanti ins öffentliche Rampenlicht, statt Applaus gab es allerdings Buhrufe.
Martin Wagner und Tito Tettamanti wurden dank ihrer Netzwerke zu Verlegern. Es waren wiederum ihre Netzwerke, die zu ihrem Rückzug führten. Die Versuche, in der Kommunikation sachliche Gründe für ihre Entscheidungen aufzuführen, waren fruchtlos: Der Chefredaktor Markus Somm und der Berater Christoph Blocher konnten ihrer gemeinsamen Geschichte nicht entkommen. Wenn der Biograf und der Porträtierte innert kurzer Zeit im selben Unternehmen Schlüsselrollen erhalten, dann sorgten wohl die guten Beziehungen für die Zusammenarbeit. Wenn die Positionen in einem Netzwerk verteilt werden, bleibt dieses Netzwerk im Zentrum der Aufmerksamkeit.
In der Medienbranche funktionieren Seilschaften und Beziehungsnetze sehr gut. Sie haben auch durchaus ihre guten Seiten: Man kennt sich, ist ein eingespieltes Team, muss sich nicht über Haltungen und Arbeitsweisen streiten. Vertraute Kollegen machen keinen Stress. Und mit ihnen kann man am Abend auch noch locker ein Bier trinken. Die Nachteile: Zu viel Nähe macht blind. Indem man sich gegenseitig auf die Schulter klopft, verdeckt man zugleich Schwächen. Für Aussenstehende sind die Hürden gross für den Zugang zu einem Club. Und der grösste Nachteil: Diese Netzwerke sind gern diskret. Die Leserinnen und Leser wissen in der Regel nichts davon.
Das wird sich allerdings ändern: Neue Gewohnheiten schaffen neue Bedürfnisse. Heute braucht es zwei Klicks und die Lebensläufe meiner Kontakte sind auf meinem Bildschirm. Will ich sie noch etwas besser kennenlernen, schau ich mir ihren Freundeskreis genauer an. Sag mir, in welchen Netzwerken du dich bewegst, und ich sage dir wer du bist. Wer kennt wen? Wer ist mit wem befreundet? Oder geschäftlich verbunden? Wer ist ein indirekter Kontakt? Oder ein direkter Kontakt? Wo bestehen Abhängigkeiten, wirtschaftliche und/oder persönliche? Wer hat bei wem noch eine Rechnung offen?
Wer sein soziales Netzwerk im Internet aufbaut, entdeckt überraschende Verbindungen. Der Erfolg von Facebook und Xing schafft unter anderem auch ein neues Bewusstsein über die Bedeutung von Netzwerken. Und diejenigen, welche die Kontakte analysieren, entdecken spannende Muster. Interessante Studien zeigen, wie sich beispielsweise Meinungsmuster über Twitter und Facebook verbreiten. Faszinierend und zugleich erschreckend ist, wie viel mit öffentlich zugänglichen Daten über Privatpersonen herausgefunden werden kann.
Von den Medienverantwortlichen wird heute erwartet, dass sie auch Persönliches preisgeben. Wer heute im Internet einem Autor die Aufmerksamkeit schenkt, will auf sein Profil zugreifen können, etwas über seine Kompetenzen erfahren, seine Haltungen, seine Vorlieben. Medienanbieter können nicht als Neutrum Informationen in die Welt schicken. Wenn Nachrichten beliebig abrufbar sind, dann macht die Kenntnis über den Absender eine Geschichte erst wertvoll. Dies gilt nicht nur für die Medienschaffenden, sondern auch für die Eigner und die Manager von Medienunternehmen. Die Offenlegung der Motivationen und Ziele, die Transparenz über Produktionsverfahren und Mittelflüsse gehört zum künftigen Medienmarketing. Auch hier will die digitale Öffentlichkeit die verantwortlichen Gesichter und ihre Geschichten kennenlernen.
Moritz Suter präsentiert den Kauf als einen Entscheid, den er nur mit seiner Frau abgesprochen hat. Auch er lebt allerdings in seinen Netzwerken. Bereits wird darüber spekuliert, wer ihn beim Kauf unterstützte. Ohne diese Beziehungen kann er die Basler Zeitung nicht im Lesermarkt und im Werbemarkt erfolgreich verankern. Schafft er es, innerhalb und unter den Netzwerken Vertrauen aufzubauen, werden seine Beziehungen hoffentlich bald für die wirtschaftliche Stabilität sorgen, welche die Voraussetzung für erfolgreichen Qualitätsjournalismus ist.

Prämierte Pistenqualität

Stoll Hess und Partner präsentieren einen neuen Spot für die Skiregion Adelboden-Lenk.

Die Interessengemeinschaft Ski¬region Adelboden-Lenk lanciert einen neuen TV-Spot. Der Film ersetzt die bisherigen, etwas in die Jahre gekommenen «Adelboden – Lenk …dänk!»-Spots. Neu wird mit witzigen Heinzelmännchen die hervorragende Pistenqualität – und damit auch die Sicher¬heit – ins Zentrum gerückt. Der Claim wurde ersetzt mit «Wir mache eifach alls für üser Gescht». Im Mittelpunkt des Spots steht dafür symbolisch die Pistenqualität, die im europäischen Vergleich schon mehrfach ausgezeichnet worden ist, zum Beispiel mit dem «Gütesiegel Ski-Areatests». Visualisiert wird dieser Mehrwert mittels fleissiger Heinzelmännchen, die sich rund um die Abfahrten versteckt halten und nach jedem Skifahrer die Piste sofort wieder auf Vordermann bringen. Flankiert wird der von Habegger realisierte Spot vor allem durch Aktivitäten mit dem Kooperationspartner Ikea. An vier Samstagen werden die «original Heinzelmännchen» zum Beispiel in der Ikea Lyssach zu Besuch sein. pan
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Neue Geschäftsführung bei Assai Dialog + Digital

Assai hat die Rolle der Kreation und der Konzeption verstärkt. Dies drückt sich auch aus in der Geschäftsleitung, welche ab sofort gebildet wird aus dem seit August 2010 bei Assai tätigen CEO Guido Wietlisbach sowie Gregor Burk (Ex-Wunderman und OgilvyOne Frankfurt), Executive Creative Director, und Markus Schärer (Ex-Web2Com und Crealogix).

Schärer soll als Head of Digital seine Konzeptionsstärke und langjährige Erfahrung in der Internet- und Social-Media-Kommunikation in alle Belange der Lösungsfindung einbringen wird. Dies schreibt Assai in einer Mitteilung vom Mittwoch. Das bisherige Mitglied der Geschäftsleitung, Anika Hirsch, verlässt in diesem Zusammenhang das Unternehmen. Gleichzeitig wird auch die technologische Leitung von Assai, der Spezialagentur der Wirz-Gruppe für Absatz- und Dialogmarketing, neu definiert. Michael Hirsch, der bisher dafür verantwortlich zeichnete, orientiert sich beruflich ebenfalls neu.
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Markus Schärer, Guido Wietlisbach, Gregor Burk (v.l.n.r.)

Advico Y&R: Botschaft an die «Gringos Alpinos»

Advico Young & Rubicam hat den mexikanischen Skistar Pedro Labíno dazu bewogen, für den Sportplausch Wider zu werben.

In einer Radiospotserie kommuniziert der mexikanische Landesmeister in Slalom, Riesenslalom, Super-G, Abfahrt, Kombination, Snowboard-Halfpipe, Snowboard-Slalom und Freeride, dass er seine Ausrüstung im Sportplausch Wider kauft. Labíno teilt in den Spots allen «Gringos Alpinos» mit, dass er nur in diesem Sportgeschäft ein Ausrüstungssortiment finde, das breit genug ist, um all seine Meisterschaftsdisziplinen abzudecken.
Zu einem späteren Zeitpunkt sind auch Autogrammstunden in Wallisellen mit Pedro Labíno vorgesehen.
Verantwortlich beim Sportplausch Wider: Peter Wider (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Advico Young & Rubicam: Markus Gut, Thomas Schöb (CD), Thomas Schöb (Text und Regie); Selmi Tonstudio, Chris Grunder (Tontechnik).
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Spot Freeride
Spot Skischuhe
Spot Matterhorn
Spot Lawinen
Spot Echo
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Design und Geschmack

Das Team von Brand Partner macht neue Lust auf Ovomaltine.

Ovomaltine ist im Aufbruch mit neuen Produkten wie einem Brotaufstrich (2005), einer Glace (2006) und Biscuits (2008). Zudem verstärken die neuen Varietäten «Extra» und «Noir» die Ovomaltine-Präsenz im Schokoladenregal. Diese Sortimentserweiterung lässt eine bemerkenswerte Markenentwicklung erkennen. Ursprünglich erfunden als ein Stärkungsmittel für Kinder und Kranke, fand Ovomaltine ihre Zielgruppe immer mehr in den aktiven und gesundheitsbewussten Menschen und verband sich nachhaltig mit der Welt des Sports. Gleichzeitig eröffnen die Lancierungen in den Kategorien Brotaufstrich, Glace, Snacks und Schokolade sehr breit gefächerte Genussperspektiven. Eine Herausforderung für Brand Partner. In einem Redesign lenkt das Team sein Augenmerk auf die Stärkung der Designkonsistenz. Erstmals seit 1990 ist der Schriftzug mutig verändert worden. Er darf sich erstmals auch die Produktabbildung berühren. pan
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Smarter kaufen

Brain2 lanciert das Mobile Payment von Vanilla.ch – eine Business Unit von Ringier.

Mit der Business Unit Vanilla.ch führt Ringier einen weltweit völlig neuartigen Service ein, nämlich das bargeldlose Bezahlen mit dem Smartphone. Man lädt sich einfach das entsprechende Gratis-App im Apple- oder Android-Store herunter, registriert sich auf Vanilla.ch und schon wird das Handy zum Portemonnaie oder auf Wunsch auch zur Kreditkarte. Seit letztem Sommer bereits ermöglichen die ersten Verkaufsstellen und Online-Shops diese praktische Zahlungsweise, und ab sofort werden es laufend mehr. Neben dem ebenso einfachen wie sicheren Bezahlen per Handy bietet Vanilla.ch auch täglich neue attraktive Angebote, die ausschliesslich für Vanilla-User reserviert sind. Diese kann man sich auf dem Smartphone anzeigen lassen, zusammen mit dem schnellsten Weg zum entsprechenden Verkaufspunkt. Vanilla.ch richtet sich primär an ein junges, urbanes und konsumfreundliches Zielpublikum, für welches Smartphones in kürzester Zeit zum unabdingbaren Livestile-Accessoire geworden sind.
Mit der Lancierung hat Vanilla.ch die Zürcher Agentur Brain2 beauftragt, welche die Aufforderung «Zück zum Zahlen das Handy» ins Zentrum sämtlicher Werbemittel stellt.
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Das Web weist den Weg

Swiss Marketing erfindet sich im Internet neu. Die Website wurde komplett überarbeitet und gewichtet den Bereich Bildung stärker.

Von der Statik zur Dynamik – das war die Parole, die Swiss-Marketing-Präsident Uwe Tännler zu Jahresbeginn ausgab. Damit war nicht zuletzt auch gemeint, dass man eines der heute wichtigsten Kommunikations-Tools auffrischen und aktualisieren wolle: die Website. Dieser Tage nun ist Swissmarketing.ch live geschaltet worden. Wer sich in die neue Site hineinklickt, wird sich daran erinnern, was Tännler vorausgeschickt hatte: «Es soll nicht gleich der ganze Online-Auftritt neu erfunden werden, sondern wir wollen Bestehendes intelligenter zusammenfügen.»
Genau das ist passiert. Der neue Web-Auftritt, gestaltet von den Solothurner Spezialisten von Webgearing, gewichtet den Faktor «Evolution» höher als denjenigen der «Revolution». Wobei natürlich gleich zu Beginn auffällt: Die neue Corporate Identity wurde selbstverständlich auch ins Netz transportiert, was Image und Anmutung des Berufsverbandes etwas Luftigeres gibt und mehr Transparenz signalisiert. Die prominente Auflistung von Social Media Tools rechts oben zeigt zudem, dass man den Aufsprung auf den derzeit schon schnell ratternden Zug geschafft hat und seinen Mitgliedern so einen Mehrwert bieten kann. Man ist auf dem Weg zur vernetzten Community.
Weiterbildung – nur ein Click entfernt
Dass die neue Website zu jenem Zeitpunkt aufgeschaltet wird, da auch das Projekt «marketingplus» im Schwange ist, kann als kalkulierter Glücksfall gelten. Denn so werden nun die Bildungsthemen, wie sie in diesem Projekt thematisiert werden, gleich auch online umgesetzt. Mitglieder, neue und alte, erfahren auf einen Click alles zur Charakterisierung der einzelnen Bildungsgänge, über Zulassungskriterien, Termine und die Vorteile des Europa-Zertifikats. All dies in kurzen, knackigen Beschrieben, genau so, wie es die kommunikativ erfahrene Elite von morgen präsentiert haben will.
Natürlich kommt in der neuen Website auch der regionale Aspekt von Swiss Marketing nicht zu kurz. Eines der starken Merkmale dafür ist die grafisch dargestellte Landeskarte, die einen lockeren Einstieg zu den in der ganzen Schweiz verteilten Clubs erlaubt und so die Keimzelle von Swiss Marketing noch näher bringt. Mehr Usability, Integration von Social Media, neuer, transparenter und optimistischer Look – das sind die ersten Schritte einer Web-Evolution von Swiss Marketing, die selbstredend nicht abgeschlossen ist, sondern weiter voranschreitet. Genau wie für «marketingplus» zählt also auch für die neue Website: Vorhandenes Know-how, Leistungen und Power der Verkaufs- und Marketing-Welt werden auf ein höheres, noch professionelleres Niveau gestellt. Wann schauen Sie rein?

Zur Sache: Freude am Rheinknie

Moritz Suter, Crossair-Gründer und autochthoner Basler Unternehmer, hat die Basler Zeitung Medien (BZM) von Tito Tettamanti und Wagner übernommen und den Sitz des Konzerns wieder heim nach Basel geholt. Gleichzeitig kündigte er das Beratungsmandat mit Blochers Robinvest. Das Hin und Her um die Basler Zeitung hat also zu einem guten Ende gefunden. Freude herrscht am Rheinknie. Könnte man meinen.

Aber ist dem wirklich so? Da gibt es noch ein paar Problemchen: Was passiert mit dem ungeliebten Chefredaktor Martin Somm? Die Angriffe auf Somm seitens der Redaktion waren heftig. Ist jetzt plötzlich wieder Friede, Freude, Eierkuchen? Das ist schwer zu glauben.
Die Basler Lokalpolitiker sind auch verstummt, Hauptsache der böse Tessiner Financier Tettamanti ist weg und auch der Zürcher Blocher hat nichts mehr zu melden. Mit dem Basler Wagner hätte man sich ja noch arrangieren können.
Wie zu erwarten war, handelte die Sonntagspresse die Causa BaZ wieder intensiv ab. Der sonst eher interviewscheue Tettamanti kam sogar zweimal zu Wort und Unternehmensberater Blocher durfte seine Verschwörungstheorien im Sonntag darlegen.
Und bereits geht das Rätselraten wieder los. Tettamanti sagt, dass er beim Verkauf seiner Anteile einen kleinen Gewinn erzielt hätte, Moritz Suter hingegen meinte schon letzte Woche, dass die Verkäufer für eine so hochverschuldete Firma «nicht mehr viel Geld» hätten verlangen können. Dafür könnte es eine Erklärung geben, die nämlich, dass Suter jetzt nur einen Teil des Kaufpreises gezahlt hat und der Rest erst nach der Sanierung der BZM fällig würde.
Wie üblich bei Firmenübernahmen ist man übereingekommen, den Verkaufspreis geheimzuhalten. Was nützt diese Phrase, wenn die Protagonisten durch missglückte Kommunikation alles daran setzen, dass die Spekulationen weitergehen?
Woher hat Moritz Suter das Geld, wird gefragt, und wer aus dem Basler Daig hat ihm geholfen? Oder ist der SVP-Übervater Blocher halt doch irgendwie beteiligt? Die Gerüchte schiessen ins Kraut und werden noch eine Zeitlang die Spalten füllen.
Gespannt kann man sein, wie Moritz Suter die BZM sanieren wird. Die bereits schon angekündig¬ten Sparmassnahmen in der Redaktion dürften wohl das Problem nicht lösen und auch der Auszug aus den feudalen Redaktionsräumen reicht nicht. Die hochverschuldete Druckerei ist das Hauptproblem. Und hier eine Lösung im Alleingang zu finden dürfte schwierig sein. Liebe Zürcher und Aargauer, zieht euch mal warm an, wenn ihr dereinst in der Regio investieren wollt.
Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]

Wirtschaft regional: Patrick Stahl wird neuer Redaktionsleiter

Die Wochenzeitung Wirtschaft regional des Vaduzer Medienhaus steht ab 1. Januar 2011 unter neuer Leitung. Patrick Stahl, der seit 2008 für die Wirtschaftszeitung schreibt, folgt auf Valeska Beck, die als freie Redaktionsmitarbeiterin weiter für das Medienhaus tätig sein wird.

Wirtschaft regional berichtet hauptsächlich über Wirtschafts- und Finanzthemen aus der Region Liechtenstein, Werdenberg und Sarganserland.
Stahl arbeitet seit neun Jahren für das grösste liechtensteinische Verlagshaus. Vor seinem Wechsel in die Wirtschaftsredaktion war er Redaktor im Inland-Ressort der Tageszeitung Liechtensteiner Vaterland.
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Neuer Chief Digital Officer bei Ringier Axel Springer

Die Ringier Axel Springer Media hat Patrick Boos zum Chief Digital Officer CDO ernannt. Er übernimmt die Funktion ab Anfang 2011 und nimmt in der Konzernleitung Einsitz.

Patrick Boos sei künftig für die strategische Führung und Weiterentwicklung der digitalen Aktivitäten des Osteuropa-Joint-Ventures der beiden Medienkonzerne Ringier und Axel Springer verantwortlich. Dies teilte die Ringier Axel Springer Media am Dienstag mit. Boos verfüge über eine langjährige Erfahrung im Bereich neuer Medien. Unter anderem war er beim deutschen Fernsehsender Sat.1, als Gründer der auf Bonusmeilen spezialisierten Webmiles und als Geschäftsführer von eBay Deutschland tätig.
Die Ringier Axel Springer Media teilte weiter mit, dass Andreas Tilk in Polen Geschäftsführer bleibt. Er werde der Ländergesellschaft auch in Zukunft vorstehen. Die Leitung der ehemaligen Springer-Tochter hatte Tilk Anfang Juni 2010 übernommen, um die Gesellschaft in das neue Gemeinschaftsunternehmen zu integrieren.
Seit Juli 2010 sind die beiden Medienunternehmen Ringier und Axel Springer dort gemeinsam operativ tätig. Die Ringier Axel Springer Media mit Sitz in Zürich bündelt die Osteuropa-Aktivitäten der beiden Muttergesellschaften in Polen, Ungarn, Tschechien der Slowakei und Serbien.

Weiterbildung auf den Punkt gebracht

Swiss Marketing macht sich fit für die Zukunft. Im Bereich Ausbildung wird eine regelrechte Offensive gestartet. Mit einer neuen Corporate Identity wird die Botschaft der erfolgversprechenden berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung mit mehr Deutlichkeit als bisher in die relevanten Kreise gebracht. «Marketingplus» zeigt, wo's langgeht.

Manchmal, wenn Power-Point-Präsentationen ins Endlose tendieren, wenn Dampfplauderer ungehindert warme Luft verbreiten, möchte man den Satz sagen. Ein Satz, der an Sitzungen und Meetings möglicherweise nicht von grösstmöglicher Höflichkeit spricht, aber trotzdem angebracht wäre: «Jetzt mach mal einen Punkt!» Umgangssprachlich ist damit gemeint, dass ein Redner zum Ende seiner Ausführungen kommen sollte. Hoffentlich mit einem Statement, welches das Wesentliche zusammenfasst und auf den Punkt bringt. Swiss Marketing macht das jetzt auch. Wobei: Es sind sogar zwei intelligent gesetzte Punkte. Und man kommt damit nicht zum Schluss, sondern startet im Gegenteil eine neue Offensive. Swiss Marketing fährt mit dem Projekt «marketingplus» eine neue Art von Kommunikation in Sachen Aus- und Weiterbildung hoch.
Eine Klammer geschaffen
«Marketingplus», sagt Projektleiter Simon Hubacher, «ist der Oberbegriff für unsere Offensive im Bildungs- und Prüfungsbereich.» Vor rund eineinhalb Jahren machte sich der Kommunikationsverantwortliche im Swiss-Marketing-Zentralvorstand daran, ein Konzept zu erstellen, das es erlauben sollte, zusammen mit allen Trägerorganisationen optisch einheitlich auftreten zu können. Das gelungene Redesign, das nun steht, zeigt die beiden Stossrichtungen von Swiss Marketing farblich getrennt auf: Blau steht für die Aktivitäten des Verbandes, Erdbeerrot für das Thema Education (Bildung). Eine Auffrischung, die einer Punktlandung gleichkommt: Wo der blaue Punkt steht, ist der Verband gemeint, der rote Punkt steht für Aus- und Weiterbildung. Know-how für Marketing- und Verkaufswissen auf den Punkt gebracht.
Die Broschüre, die «marketingplus» auf den Punkt bringt (ein Teil davon ist im Hauptbild ersichtlich), ist State of the Art. Testimonials, die von den Vorteilen des dualen Weges künden, prägnante Beschreibungen der hauptsächlichen Bildungswege, Einordnung der Berufs- und höheren Fachprüfungen in die Welt der Wirtschaft.
Gerade im Bereich der Weiterbildung ist der neue Auftritt von hoher Relevanz. Man hat so ein eigenes Dach geschaffen für den Bildungs- und Prüfungsbereich, stellt dieses Segment nun auf eine professionelle Stufe und schaffte es, die gemeinsame Klammer zu generieren, die Swiss Marketing und all die Trägerorganisationen umspannt. Die Kompetenzen aller beteiligten Player sind so auch optisch gebündelt und signalisieren klar: Hier wird etwas getan für den Nachwuchs aus Marketing und Verkauf. Eine Investition in die Zukunft, ein Engagement für dasjenige Wissen, das nicht auf theoretischem Material fusst, sondern parallel zur Praxis erworben wird und genau dort eingesetzt werden kann, wo die Märkte brummen. Aus der Praxis, für die Praxis. Genau das, was die Schweizer Wirtschaft über die Jahre stark gemacht hat. Und genau das, was die Schweizer Wirtschaft auch in Zukunft braucht.
Nicht nur Weiterbildungshungrige ansprechen
«Marketingplus» soll auch eine neue Ära in Sachen Verbandskommunikation einläuten. «Wir tun dies in erster Linie», sagt Claude Dubois, Bereichsleiter Prüfungswesen bei Swiss Marketing, «weil wir unsere Zielgruppe besser erreichen und auch ausweiten wollen.» Es gehe vor allem auch darum, interessierte junge Leute zu erreichen, bevor sie sich für einen Weiterbildungsweg entscheiden. Oder, wie es Dubois prägnant formuliert: «Die Leute früher abholen». Doch das ist nicht alles, man will die Wellenkreise grösser machen. Neben den Weiterbildungsinteressierten gehören auch Berufsberater und deren Verbände sowie die Schaltstellen in den hiesigen Human-Resources-Abteilungen zum erweiterten Zielpublikum (siehe auch Interview Peter Petrin). Mit der Konferenz der Berufs- und höheren Fachprüfungen stehe man ebenfalls im Kontakt; würde dort Know-how und Hilfe zur Verfügung gestellt, würde ein Budget gesprochen, könnte man die Ziele von «marketingplus» noch effizienter verfolgen und so für den dualen Weg eine Art Benchmark aufstellen.
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