Die Werbewoche auf Star TV: «Selinah und Teletransporter»

Am Donnerstag um 19:45 Uhr öffnet Star TV Ihre Augen. Mit dem Aids- Clip «Selinah» der Kreativagentur Ogilvy Johannesburg wird auf die Spendehilfe «The Topsy Foundation» auf authentische Art und Weise hingewiesen. Einen anderen Zweck verfolgt hingegen die Bier- Werbung «Teletransporter».

Der Clip von Saatchi & Saatchi lehrt, dass man nicht mehr (not)- lügen muss, seit es den Teletransporter gibt.
In welcher Kategorie die beiden Spots mit einem goldenen Löwen in Cannes ausgezeichnet wurden, sehen Sie aktuell in «Die Werbewoche» auf Star TVoder als Stream auf www.startv.ch.
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Abstimmung: Welche Idee wird Kampagne des Jahres?

Abstimmen und Gutscheine gewinnen im Wert von 5‘000 Franken.

Nicht nur bei den Agenturen und Werbeauftraggebern wartet man gespannt auf die Resultate bei der Wahl zur Kampagne des Jahres. Freuen dürfen sich auch sechs Glückliche, die bei dieser Abstimmung mit ihrem Tipp automatisch an der Verlosung von attraktiven Gutscheinen teilnehmen. Offeriert werden diese vom Hotel Saratz in Pontresina und St. Moritz.

1. Preis: Gutschein im Wert von 2’000 Franken.
2. Preis: Gutschein im Wert von 1000 Franken.
3. bis 6. Preis: Gutschein im Wert von 500 Franken.

Wer abstimmen will, klickt auf die Kampagne seiner Wahl oder sendet ein SMS mit dem Stichwort CLIP und der entsprechenden Nummer (Bsp. CLIP00) der Kampagne plus Namen und Adresse an die Zielnummer 5555 (Fr. 1.50 pro SMS).

Online kann man gratis teilnehmen oder eine Postkarte senden an: Werbewoche, Neugasse 10, Postfach 1753, 8031 Zürich.

Teilnahmeschluss: Die bis 5. Januar 2011 eintreffenden Stimmen werden für das Fachjury-Voting der Werbewoche gezählt. Auf dem Sender Star TV folgt anschliessend eine weitere Auflage dieser Abstimmung zur Kampagne des Jahres für das allgemeine Publikum. Die Meinung der Fachjury und der Publikumsjury werden später in der Werbewoche analysiert.

> Zu den Kampagnen

Vom Beziehungsdelikt zu Social Media

Der Sponsoring-Markt Schweiz bewegt sich im Spannungsfeld zwischen langjährigen Engagements und der Schnelllebigkeit der Social Media. Die Einbindung von Sozialnetzwerken und designierten Websites erweist sich dabei als besondere Herausforderung.

Als Fredi Murer, Altmeister des Schweizer Films, auf die Bühne des Kino-Theaters Corso in Zürich tritt, wird er von wohl wollendem Applaus empfangen. Er präsentiert die Premiere von Lorenz Keisers Filmregie-Debut «Länger leben». Kurz schildert er die Entstehungsgeschichte des cineastischen Vorhabens des einzig bissigen Polit-Kabarettisten der Schweiz. Lange war nicht sicher, ob «Länger leben» überhaupt realisiert werden könne, weil von Seiten der öffentlichen Hand keine Gelder gesprochen wurden. Als Murer dies erklärt, gehen seine Worte in tosendem Beifall unter. Nicht klar ist, ob der Applaus dem Ausbleiben öffentlicher Gelder gilt oder dem ausdauernden Engagement der Filmemacher, die trotzdem ihr Projekt mit Hilfe von Privat- und Firmengeldern realisieren konnten. «Als Beklatschter weiss man nie genau, welche verschiedenen Bedeutungen die Applaudierenden ihrem Klatschen beimessen», sagt der frischgebackene Filmregisseur Keiser. «Ich würde aber vermuten, dass auch die Anerkennung mitschwang, dass wir den Film überhaupt haben.»
Verbesserte Brand Awareness
Einen Zustupf erhielt die witzige Komödie mit Matthias Gnädinger und Nikolaus Paryla in den Hauptrollen vom Fotolabor Ifolor, das seinerseits von klassischem Product Placement in Form von Plakatwerbung im Film und einer Marketingkampagne mit Matthias Gnädinger als Aushängeschild profitiert. «Wir unterstützen die Film-Komödie, weil wir von deren Sympathiewert überzeugt sind» sagt Philipp Schwarz, VR-Präsident und Eigentümer von Ifolor. «Dazu trägt der beliebteste Schauspieler der Schweiz, Matthias Gnädinger, sicherlich einiges bei. Unser Engagement kam zustande, weil wir für die Placierung eines Posters im Film angefragt wurden, worauf wir spontan zugesagt haben. Wir würden es jederzeit wieder tun.» Erfreulich originell liess sich auch die Rechtsschutzversicherung Axa-Arag in Szene setzen. Sie sponsert im Film die «Aktenzeichen XY» nachempfundene TV-Fahndungssendung «Notruf Live», die wie ein roter Faden durch das kriminelle Geschehen in der schwarzen Komödie führt. «Unser Product Placement ist so plump eingesetzt und ist so lange im Bild, dass es schon wieder lustig ist», beschreibt Thierry Luterbacher, Geschäftsführer von Axa-Arag, das Engagement seiner Firma, die auch mit Szenen aus dem Film einen kurzen Spot produzieren liess. Luterbacher nutzte die Gelegenheit, um die Brand Awareness zu steigern, denn kaum waren die Dreharbeiten fertig, fiel der Entscheid zur Namensänderung von Winterthur Arag zu Axa Arag. So wurde bei den Postproduktionsarbeiten das alte Logo durch das aktuelle Axa-Arag-Logo ersetzt. «Damit konnten wir die für 2011 vorgesehene Neubezeichnung bereits per Ende Jahr aufgleisen», so Luterbacher.
Stabiler Schweizer Sponsoring-Markt
Das Beispiel von «Länger leben» (siehe nebenstehendes Interview) dürfte zu den originelleren Schweizer Sponsoring-Vorhaben des letzten Jahres zählen, aber wo steht unser Land im internationalen Vergleich? «Infolge der schnellen Erholung der Wirtschaft hat sich der Sponsoring-Markt Schweiz stabilisiert. In den letzten Monaten sind neue, wichtige Verträge unterzeichnet worden», sagt Frau Bortoluzzi Dubach, Autorin von «Sponsoring – Der Leitfaden für die Praxis». Wie im internationalen Vergleich auch, sind im Sportbereich langfristige Engagements vor allem im Fussball stabil geblieben. Ein Beispiel dafür ist die Axpo-Superleague. Für kleinere Events und Sponsorships für Clubs und Individualpersonen ist die Akquisition von Sponsoren dagegen schwieriger geworden. Was die Kultur anbelangt, sind grössere Veranstalter mit Erfolg auf Akquise gegangen, man denke beispielsweise an die Avo Session, dagegen leiden auch hier die kleineren Institutionen im regionalen Bereich. Für diese aber eröffnen sich interessante Finanzierungsmöglichkeiten über den Stiftungsmarkt. Das Ausschüttungsvolumen der Stiftungen in der Schweiz beträgt laut Schätzungen 1,5 Milliarden SFr. Substantielle Summen gehen zu Gunsten der Kultur. Meiner Meinung nach haben die Förderstiftungen im Bereich Kultur in diesem Teilmarkt in den letzten zwei Jahren für Kulturinstitutionen als Partner sehr an Bedeutung gewonnen.
Biedermann und Brandstifter
Blickt man über die Landesgrenze hinaus, so zeigt sich ein heterogenes Bild: «Märkte, in denen der Abschluss langfristiger Sponsoring-Verträge eine Tradition hat, haben weniger unter den Auswirkungen der Krise gelitten. Und: Staaten, in denen internationale Veranstaltungen durchgeführt wurden, konnten überdurchschnittlich profitieren.» Gemäss dem Institut Sport+Markt dominieren bei den Top 10 der Neusponsoren Banken und Versicherungen. AON, ein globaler Anbieter von Versicherungsdienstleistungen, und die Standard Chartered Bank sind die führenden Unternehmen unter allen Fussball-Sponsoring-Newcomern in Europa. Beide Firmen lassen sich ihre Sponsoring-Rechte rund 24 Millionen Euro kosten. Die Anbieter von Sportwetten haben sich ebenfalls erfolgreich in der Welt des Fussballs aufgestellt. So investiert BetClic seit 2010 ca. 20 Millionen als offizieller Trikotsponsor von Juventus Turin, Olympique Marseille und Olympique Lyonnais. Die Gesamtaufwendungen der Top 10 Fussball-Sponsoring-Newcomer betragen ca. 120 Millionen Euro.
Hollein begeistert die Geldgeber
Gerade mit konservativen Institutionen den richtigen Ton zu finden, aber dabei frech und innovativ zu bleiben wie Max Hollein in Frankfurt, eine solche Lichtfigur fehlt der Schweiz. Der Sohn des bekannten Wiener Architekten Hans Hollein kann auf eine stellare Karriere zurückblicken, in deren Verlauf er das ihm in die Wiege gelegte Kulturverständnis mit einem Flair für Selbstinszenierung und Geschäftssinn kombinierte. Der Spiegel nannte das Ausnahmetalent «den jüngsten und derzeit grössten Star des Museumsbetriebes», und das Lifestyle-Magazin GQ porträtierte ihn. Das Handelsblatt lobhudelte: «Das Zwitterwesen Hollein, halb Manager, halb Kunstmann, hat das Vertrauen der Banker und Manager. Er spricht ihre Sprache, kennt ihre Codes und Spielregeln, lässt einen millionenschweren Banker nicht als Kulturignoranten dastehen.» Mit innovativen Aktionen, die – wie Hollein einräumt «kaum was kosten, aber viel Aufmerksamkeit erregen» – begeistert er nicht nur das potenzielle Publikum der inzwischen drei Museen, die er in Frankfurt führt, sondern auch die Geldgeber. So hat der 41-Jährige für die konsumkritische Ausstellung «Shopping – 100 Jahre Kunst und Konsum» vor acht Jahren den Frankfurter Kaufhof zu einer Filiale des Schirn-Museums gemacht. Das Kaufhaus-Management gab nicht nur grünes Licht für ein 2200 Quadratmeter grosses Plakat der amerikanischen Künstlerin Barbara Kruger auf der Fassade, sondern finanzierte auch noch einen Prospekt im gleichen konsumkritischen Stil, der für die Ausstellung und Kaufhaus-Produkte warb. Die Rechnung ging auf: Über 56 000 Menschen besuchten die Ausstellung, und Kaufhof verkaufte mehr Produkte als mit der üblichen Werbung.
Schweizer KMU setzen auf Tradition
Solch originelle Ansätze zu finden, ist das eine, aber sie dann auch noch vergolden zu lassen, das ist wirklich die hohe Kunst des Sponsorings. Derart gewagte und teils provokante Vorhaben in der Schweiz durchzubringen, dürfte praktisch unmöglich sein. Risikobereitschaft zählt nicht gerade zu den Hauptcharakteristika der Schweizer KMU-Landschaft. Diese setzt viel lieber auf Solidität und Tradition, was selbstredend auch seinen Wert hat. Umso schmerzlicher ist es, wenn aus Gründen der internationalen Political Correctness und Vermarktbarkeit eine Paarung wie Davidoff und das Basel Indoor-Tennis-Turnier ein Ende findet und dessen Veranstalter nun hoffen muss, dass Roger Federer persönlich in die Tasche greift. Da können sich die Veranstalter des Arosa Humorfestivals glücklicher schätzen, die sich seit 12 Jahren auf den Hauptsponsor Axa verlassen können, so wie man es eben von einer zuverlässigen Versicherung erwartet. «Wir fühlen uns in Arosa sehr gut aufgehoben», sagt denn auch Tom Markwalder, Leiter Sponsoring & Marketing Services bei Axa. «Es ist ein toller Jahresabschluss-Event für gute Kunden und eignet sich hervorragend zur Vertiefung der Kundenbindung sowie Emotionalisierung der Marke Axa. Wir freuen uns schon jetzt auf 2012, das 20 Jahre Jubiläum.»
Langjährige Beziehungen zahlen sich aus
Diese langjährigen Beziehungen sind es, die sich letztendlich für beide Parteien auszahlen. «Die Erfahrung hat gezeigt, dass es einiges an Zeit braucht, bis ein Sponsor von seinem Engagement wirklich profitiert und die Stakeholder die Botschaften überhaupt wahrnehmen», erklärt Elisa Bortoluzzi Dubach. Über die Jahre wird die Zusammenarbeit optimiert, an den Alleinstellungsmerkmalen der Partnerschaft geschliffen und die Umsetzung verbessert. «Wir haben viele Möglichkeiten, uns einzubringen, und Mitspracherecht bei vielen Themen », sagt denn auch Markwalder und weist auf die Axa-Lounge-Angebote hin, welche die Axa eigens produziert hat und Arosa Tourismus jedes Jahr kostenlos zur Verfügung stellt.
Doch ein Trend verläuft gegen den Aufbau langjähriger Beziehungen. Die digitalen Medien zeichnen sich durch eine extreme Schnelllebigkeit aus und stellen eine Herausforderung für den Sponsoring-Markt dar. Diesen Eindruck bestätigt auch Frau Bortoluzzi Dubach: «Es erfordert einiges an personellem und finanziellem Aufwand, um einerseits alle möglichen relevanten Plattformen zu beobachten und sich andererseits mit Inhalten dort, wo nötig und sinnvoll, einzubringen.» Kostspielig ist es auch, stets auf dem aktuellen Wissenstand rund um die Technologien sein. Im Rahmen des Sport Forums Schweiz, das Mitte November in Luzern über die Bühne ging, hielt Stephan Schröder von Sport+Markt fest, dass Nike eine der wenigen Marken sei, die praktisch alle wichtigen Social-Media- Plattformen bedient, aber: «Es wird nicht versucht, die Inhalte der Nike-Website 1 zu 1 auf alle Social-Media- Plattformen zu übertragen, sondern dass je nach Plattform geschaut wird, welche Inhalte Sinn machen.»
Dass ein solches Vorgehen ein enormes Know-how und einen nicht minderen Aufwand mit sich bringt, versteht sich von selbst. Doch «Social Media gewinnt zunehmend an Bedeutung – im täglichen Leben und natürlich auch im Sponsoring», ist Patrick Seitter, Leiter Marketing und Vertrieb der ESB Europäischen Sponsoring-Börse, überzeugt. Ein klarer Trend sei erkennbar, findet Seitter: «Die Unternehmen legen immer mehr Wert auf die direkte Interaktion mit den Zielgruppen als auf reine Kontaktzahlen. Hier schafft Social Media einen einfachen und effizienten Rückkanal.» Doch wer in welchem Umfang profitieren kann und wo sich der Einsatz von Sozialnetzwerken vielleicht nicht lohnt, werden die nächsten Monate zeigen. Und: «Auch in der Bewertung und Erfolgskontrolle müssen neue Konzepte her, um effizient mit den neuen Tools arbeiten zu können», findet der Sponsoring-Spezialist.
Social Media mag die neue Spielwiese des Sponsorings sein, doch die Entscheidungsprozesse haben sich in den letzten Jahren wenig verändert. Das belegen auch die neusten Zahlen, die Pascal Schulte, Sales Director Switzerland Sport+Markt, präsentierte. Bei knapp 20 Prozent dient das Bauchgefühl als Entscheidungsgrundlage, in rund 27 Prozent der Fälle entscheidet der CEO oder der Vorstand über das Sponsoring-Engagement. «Damit Sponsoring erfolgreich wirken kann, ist das Commitment aus der Chefetage unabdingbar», erklärt Elisa Bortoluzzi Dubach und weist auf das Kultur-Engagement der BSI hin. «Das würde nie so gut funktionieren, wenn es nicht einen CEO gäbe, der mit seiner Person und seinem Namen für die Glaubwürdigkeit dieses Engagements steht.» So gesehen ist die Direktion einer Firma der erste Stakeholder, den eine Sponsoring-Abteilung mit ihren Vorschlägen nicht nur überzeugen, sondern begeistern muss. «Ich habe auch absolut nichts gegen so genannte ‹Beziehungsdelikte›, wenn daraus ein erkennbarer Mehrwert für die Unternehmung entsteht», wirft die Sponsoring-Fachfrau ein. Interessant ist, dass gemäss Sport+Markt die Marktkenntnis mit gut 32 Prozent im Vergleich zu den «Beziehungsdelikten» nicht viel stärker ins Gewicht fällt. Im Allgemeinen lässt sich nach wie vor festhalten: «Sponsoring und Sponsoring-Nehmer müssen immer zuein-ander passen», sagt Frau Bortoluzzi Dubach. «Typologie des Projekts, Level des Sponsorships (top, medium, low etc.), gemeinsame Werte sowie die Fähigkeit, dieselben Zielgruppen anzusprechen und einen messbaren Mehrwert für die eigenen Stakeholder zu generieren, sind ausschlaggebende Faktoren.»
Was heisst das für die Zukunft? Sowohl das Marktforschungsinstitut ZMS Analytics als auch der Schweizer Sponsoring-Barometer gehen davon aus, dass die Krisenzeit überwunden ist und dass die Budgets in den kommenden zwei bis vier Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit ansteigen werden. Nicht dramatisch, sondern leicht soll es aufwärts gehen, aber das ist immerhin schon etwas. Marc Bodmer
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Interview mit Lorenz Keiser und Adriano Viganò
WW: Wie muss man sich die Finanzierung von «Länger leben» vorstellen, und wie lange hat es gedauert, bis sie stand?
Lorenz Keiser: Adriano Viganò hat eine Art Aktionärsvertrag erarbeitet, mit dem wir zu (vornehmlich kleinen) Investoren gegangen sind und Anteile angeboten haben.
Adriano Viganò: Die Investoren haben gesehen, dass eine gute Chance besteht, dass sie ihr Geld zurückbekommen, ebenso wie gross die Gewinnchancen und wie gross das Ausfallrisiko ist. Mit diesem «going public» hatten wir den Film innert dreier Monate finanziert.
Was war das ausschlagebende Element, das die Geldgeber zu ihren Beiträgen motivierte? Ihr Engagement, Produzent Viganò, die Schauspieler, die Story …?
Keiser: Natürlich ein Zusammenspiel all dieser Elemente. Einerseits muss der Vertrag klar und erfolgversprechend sein, andererseits hängt der mögliche Erfolg entscheidend vom Drehbuch, den Schauspielern und der Produktion ab. Und dann ist das persönliche Engagement in so einer Geschichte für die Glaubwürdigkeit nicht zu unterschätzen. Wichtig ist aber, dass die Produktionskosten in einem vernünftigen Verhältnis zur Grösse der Deutschschweiz stehen.
In welcher Grössenordnung bewegten sich die Beiträge der Firmen? Der Privatpersonen?
Viganò: Wir haben nur Privatpersonen als Investoren. Die Investments liegen zwischen 20 000.- und 200?000.- Franken.
Es gab Leute, die à fond perdu Geld einschossen, andere profitierten von Product Placement. Gab es noch weitere Modelle?
Viganò: Die Investoren sind richtige Investoren, das heisst, sie können die investierten Beträge aus den Einnahmen des Filmes zurück erhalten und oben drauf noch was verdienen, wenn der Film läuft.
Hat sich das Engagement der Unterstützenden im Verlauf der Dreharbeiten gewandelt? Kam mehr Begeisterung auf, als man sah, in welche Richtung der Rohschnitt ging?
Viganò: Die Begeisterung war von Anfang an da und wuchs. Es entstand ein unglaubliches Teamgefühl aller Beteiligten, weil wir ohne den Übervater Staat ganz selbständig einen Film machten. Und je mehr es klar wurde, dass wir es schaffen, desto besser wurde die Stimmung.
Gab es Ideen, die auf Grund der knappen Finanzierung für den Film angedacht waren, aber nicht realisiert werden konnten?
Keiser: Wenn wir viel Geld gehabt hätten, hätten wir den Film selbstverständlich technisch viel teurer gedreht. Das bedeutet Kamerafahrten, Film statt Video, teure Beleuchtung, entfernter liegende Schauplätze, in den Actionszenen ein paar Autos kaputtmachen etc etc. Als klar war, dass wir den Film privat und rückzahlbar finanzieren, haben wir als Produzenten entschieden, den Film im Interesse der Investoren (und damit auch in unserem Interesse) so ökonmisch wie möglich zu drehen.
Würden Sie einen solchen Weg noch einmal beschreiten? Falls ja, was haben Sie aus «Länger leben» gelernt?
Keiser: Darauf zu antworten, ist definitiv zu früh. Wenn der Film ein Erfolg werden sollte, dann haben wir sicher ein brauchbares Modell entwickelt.
Interview: Marc Bodmer

Die Online-Tracking-Welle rollt auf uns zu

Neue Entwicklungen beim Behavioural Targeting versprechen bessere Erträge, bringen neue Herausforderungen und werden einen Konsolidierungsschub auslösen. Christoph J. Walther

Verkaufsargumente

Wunderman schult Microsoft-Partner in ganz Europa mit einem Spiel.

Das neue Office 2010 wurde im Mai dieses Jahres erfolgreich lanciert. Doch damit ist ein nachhaltiger Erfolg noch nicht garantiert. Denn hierfür ist es äusserst wichtig, dass die Microsoft-Partner das Produkt wie ihre Westentasche kennen. Doch wie vermittelt man ein eher trockenes Thema wie zum Beispiel «Lizenzierungen»? Oder wie bringt man Partnern Verkaufsargumente näher, ohne anbiedernd oder rechthaberisch zu wirken?
Wunderman hat die Lösung in einer zentralen Plattform «Reach The Top» gefunden. Der Mittelpunkt ist ein Spiel, das sich über drei Levels erstreckt. Bei diesem messen sich Microsoft-Partner aus elf europäischen Ländern und spielen um den Titel des Microsoft-Experten. Der Spieler kann sich jederzeit in der Wissensdatenbank informieren, um auch sehr trickreiche Fragen zu beantworten. Die Kampagne wird zentral von Wunderman Zürich für alle elf teilnehmenden europäischen Länder ausgerollt. Wer alle drei Levels durchspielt, lernt nicht nur alles Wichtige rund um Office 2010, sondern nimmt auch automatisch an der Verlosung für den Hauptpreis teil: eine Reise auf das höchste Gebäude der Welt, den Burj Khalifa in Dubai. pan
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Zu guter Letzt: Die Post schnürt ein nicht ganz überzeugendes Päckli

So viel ist klar: Die Post kann rechnen. 40 Franken + 5.90 Franken = 45.90 Franken. Das ist für jemanden, der seit Jahren auf die Postfinance setzt, schon einmal sehr beruhigend.

Fragt sich dennoch, ob es sich bei diesem Inserat, heute Morgen gefunden in 20 Minuten, eigentlich um eine Offerte handeln sollte, die irgendwie gründlich schiefgegangen ist. Oder ob es für schnäppchenliebende Postkunden bereits genug ist, dass die Post sie auf die Idee bringt, zur Vignette rasch noch eine Packung Lindor-Kugeln zu kaufen, um den Feierabendstau etwas geschmackvoller zu gestalten. Kleiner Tipp: Im Postshop gibt’s auch Taschenrechner.
Nach etwa 20 Minuten dämmert dem Betrachter der Anzeige, dass es die im Wust der Text- und Bildelemente erwähnte Choco-Vignette sein könnte, die der Käufer obendrauf bekommt. Doch auch hier gibt es Einwände, denn das Bundesamt für Gesundheit warnt: Der Verzehr der falschen Vignette kann zu Verdauungsstörungen führen.
(afh)
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Giger Com:Neues Mandat des Schweizerischen Plattenverbandes gewonnen

Die Zuger Kommunikationsagentur Giger Com hat sich zusammen mit Logo 108 Werbung&Brandworking in einem Pitch erfolgreich gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt. Das Mandat beinhaltet eine 5-Jahres-Gesamt-Kommunikationskampagne zur Förderung der Keramik im und am Bau des SPV Schweizerischer Plattenverband.

Erste Arbeiten werden im Frühling 2011 im Markt sichtbar sein.Giger Com bietet ein Full-Service-Angebot in Beratung, Konzeption und Realisation für alle Aspekte der Kommunikationsarbeit an. Logo 108 Werbung&Brandworking verfügt über ein Dienstleistungsangebot von klassischer Werbung und CI/CD.

Schükom lanciert «Ein Beruf in der Armee»

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Allgemein

Mission Future – Jugendliche für Berufsbildung begeistern

Die neue Jugendwebseite Mission Future ist ab sofort online. Sie ist das Herzstück der neuen Kommunikationsmassnahmen des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie zur Förderung der Berufsbildung.

Die Jugendwebseite adressiert Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren mit dem Ziel, die Stärken und Möglichkeiten der Berufsbildung besser bekannt zu machen. Interaktion und Dialog stehen im Vordergrund. Jugendliche sollen für die Berufsbildung begeistert werden Begleitet werden sie dabei von einer fiktiven Jugendclique.
Zu der fiktiven Clique gehören zwei Mädchen und zwei Jungen. Die einzelnen Charaktere sollen die Jugendlichen als virtuelle Vorbilder oder wie ältere Geschwister bei ihrer Berufsplanung unterstützen: Sie geben ihre Erfahrungen aus dem Berufswahlprozess und aus ihrem beruflichen Alltag an die jüngere Primärzielgruppe weiter. Steckbriefe, Fotos, Animationen sowie eine eigene Facebook-Gruppe erwecken die Charaktere zum Leben und machen Lust auf den Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe.
Im Mittelpunkt des neuen Jugendprotals, das in den kommenden Jahren Schritt für Schritt ausgebaut wird, steht das Spiel Futurequest. In diesem Online-Game messen die Jungen und Mädchen ihr Wissen und erhalten dabei auf leichte und spielerische Art Basisinformationen zur beruflichen Grundbildung mitgeteilt.
Mission Future wurde von den Agenturen cR Kommunikation und Bold Werbung entwickelt und sie ist Teil von Berufsbidlungplus.ch. Dahinter steht die Initiative von Bund, Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt zur Förderung der Berufsbildung.

The Rising CCO: Studie zur «Bedrohung durch Soziale Medien»

ber 30 Prozent der internationalen Leiter von Kommunikationsabteilungen sind nicht auf die Bedrohung durch soziale Medien vorbereitet. Dies ergab sich aus der jährlichen Studie «The Rising CCO».

Die Reputation von Unternehmen und Marken ist heute vermehrt größeren Risiken durch Online-Bedrohungen ausgesetzt. Laut der jährlich durch die weltweit tätige Personalberatung Spencer Stuart in Zusammenarbeit mit der PR-Agentur Weber Shandwick durchgeführten Studie «The Rising CCO III» (Der Aufstieg des Corporate Communication Officers III), berichten 34 Prozent aller Leiter von Kommunikationsabteilungen weltweit, dass der Ruf ihres Unternehmen in den letzten 12 Monaten durch soziale Medien bedroht war. Genauso viele – 33 Prozent – geben jedoch auch an, dass sie auf den Umgang mit dieser Art von Rufbedrohung im Internet nicht vorbereitet sind. Bedrohungen durch soziale Medien haben im Bewusstsein der CCO in den größten Unternehmen der Welt in diesem Jahr höchste Priorität. Sie prognostizieren, dass soziale oder Online-Medien im nächsten Jahr nicht nur die größte Herausforderung, sondern auch eine enorme Chance darstellen werden; 54 Prozent nennen Erfahrung mit neuen/sozialen Medien als die künftig wichtigste Qualifikation für Kommunikationsexperten.
Überall auf der Welt rüsten sich CCOs für die Herausforderung: man geht davon aus, dass der Umgang mit sozialen Medien/Blogging, angesichts eines dramatischen Wachstums von 28 Prozent in 2008 auf 41 Prozent in 2010, in den kommenden 12 Monaten die am schnellsten wachsende Funktion in Kommunikationsabteilungen sein wird. Wenn es um neue Kompetenzen und das Know-how eines zeitgemäßen CCOs geht, wird die Beherrschung der sozialen Medien aufgrund der Online-Bedrohung für die Unternehmensreputation umso zwingender, sagt George Jamison, der den CCO-Bereich bei Spencer Stuart leitet.“Zuverlässige Erfahrung auf diesem Gebiet habe sich, was die begehrtesten Führungspositionen angehe, von einem angenehmen Pluspunkt zu einem Muss gewandelt.
The Rising CCO
Die Studie, mittlerweile im dritten Jahr, untersucht die Funktionen, Verantwortlichkeiten und Meinungsbilder von Kommunikationsführungskräften in den größten Unternehmen der Welt. Teilgenommen haben 127 Studienteilnehmer aus Unternehmen in Nordamerika, Europa und dem Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsraum. Siebenundachtzig Prozent der Befragten sind Angehörige von Fortune 500-Unternehmen. Die Studie wurde im Mai und Juni 2010 online durchgeführt.

TBWA\ZÜRICH projiziert Facebook-User auf den Bundesplatz

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Nicht nur bei den Agenturen und Werbeauftraggebern wartet man gespannt auf die Resultate bei der Wahl zur Kampagne des Jahres. Freuen dürfen sich auch sechs Glückliche, die bei dieser Abstimmung mit ihrem Tipp automatisch an der Verlosung von attraktiven Gutscheinen teilnehmen. Offeriert werden diese vom Hotel Saratz in Pontresina und St. Moritz.
1. Preis: Gutschein im Wert von 2’000 Franken.
2. Preis: Gutschein im Wert von 1000 Franken.
3. bis 6. Preis: Gutschein im Wert von 500 Franken.
Wer abstimmen will, klickt auf die Kampagne seiner Wahl oder sendet ein SMS mit dem Stichwort CLIP und der entsprechenden Nummer (Bsp. CLIP00) der Kampagne plus Namen und Adresse an die Zielnummer 5555 (Fr. 1.50 pro SMS).
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