Contexta: Die Appenzeller trotzen Wikileaks

Mit einem Inserat für Appenzeller Käse hat Contexta auf den weltweiten Trubel rund um die Website Wikileaks reagiert.

«Unser Geheimnis wird niemals auf Wikileaks enthüllt», versprechen die drei bekannten Sennen aus dem tief verschneiten Appenzellerland. Ganz im Gegensatz zu den vielen geheimen Dokumenten der US-Administration, welche auf der Plattform veröffentlicht wurden. In Sachen Geheimhaltung könnten die Amerikaner tatsächlich noch einiges von den Appenzellern lernen: Das Rezept für den würzigsten Käse der Schweiz halten diese schon seit über 700 Jahren erfolgreich geheim.
Verantwortlich bei SO Appenzeller Käse, Appenzell: Christoph Kempter (Direktor), Monika Storchenegger ( Marketingleiterin). Verantwortliche Agentur: Contexta, Bern. Foto: Caspar Martig, Bern. Media: MediaPlus, Bern.
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Kommunikator des Monats November: Felix Schaad, Karikaturist

Felix Schaad ist Kommunikator des Monats November. Er ist seit dem 1. Juni 2005 Hauskarikaturist beim Zürcher Tages-Anzeiger.

Was der Mann Tag für Tag abliefere, sei grosses Kino, heisst es in einer Mitteilung von Schweizer Werbung.. Da «kommentiere» einer das Tagesgeschehen der Welt mit ein paar Strichen und bringe in den allermeisten Fällen wunderbar auf den Punkt, was Texte meist nicht schaffen würden. «Wäre Schaad ein Werber – was er streng genommen (auch) ist –, er könnte sich eine Staumauer basteln mit all den ADC-Würfeln, mit denen er überhäuft würde.», schreibt der Verband.
Eine der wichtigsten Aufgaben einer Karikatur sei, dass sie zum Lachen reize und gleichzeitig einen möglichst intelligenten Unterbau aufweise, wird Schaad zitiert. Zudem sagt Schaad zur Funktion einer Karikatur: «Eine Karikatur muss den Menschen aus dem Herzen sprechen und eine Ventilfunktion haben. Die Leute müssen sagen, der bringt’s aber auf den Punkt.»
«Auf den Punkt bringen. Kommunikation bringt auf den Punkt. Felix Schaad bringt auf den Punkt. Und das tut er virtuos und intelligent und hellwach und überraschend.» Drum sei er der Kommunikator des Monats.
Der 49-jährige Zeichner arbeitet als selbständiger Grafiker, Art Director, Illustrator und Comiczeichner in Winterthur (und hat keine eigene Website).

Spinas Gemperle: Caritas bringt den Sensemann zum Verschwinden

Spinas Gemperle hat für Caritas neue Sujets realisiert, welche die alljährliche Weihnachtssammlung der Organisation bewerben.

Weltweit hungern noch immer fast eine Milliarde Menschen. Caritas setzt sich mit einer Vielzahl von Projekten für die Ernährungssicherung in den betroffenen Regionen ein. Um diese Arbeit zu ermöglichen, führt die Organisation jedes Jahr eine Weihnachtssammlung durch. Die Wirkung der Spenden wird jetzt bereits im dritten Jahr mithilfe eines Radiergummis vor Augen geführt. Waren es in der Vergangenheit Wörter und Sätze, die eine Wendung zum Positiven aufzeigten, sind es in diesem Jahr Bild-Sujets: Der Radierer lässt den Sensemann verschwinden, sodass nur noch das Erntewerkzeug übrig bleibt und aus einer gefrässigen Heuschrecke wird ein spriessendes Blatt.
Sichtbar wird die Kampagne durch Plakate und Inserate. Parallel dazu wird ein Streuwurf mit einem entsprechenden Sujet verschickt.
Verantwortlich bei Caritas Schweiz: Odilo Noti (Leiter Kommunikation), Jörg Arnold (Leiter Fundraising). Verantwortlich bei Spinas|Gemperle: Lorenz Spinas (CD), Paul Walder (Strategische Planung), Stephan Huwiler (AD), Alex Molzen (Grafik), Mart Klein (Illustration), Tom Malecha (Text), Pia Litschi (DTP), Irene Stutz (Beratung).
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Google veröffentlicht Schweizer Top-Suchanfragen des Jahres

Google Schweiz gibt den jährlichen Zeitgeist bekannt: Die meist gesuchten Begriffe und die am meisten zunehmenden Begriffe, die in der Schweiz 2010 über Google gesucht wurden.

Die Auswertung der Suchanfragen aus der Schweiz 2010 zeigen: Dieses Jahr interessierten sich die Google Nutzer vor allem für Soziale Netzwerke wie die Videoplattform Chatroulette, Facebook oder YouTube. Auch kulturelle Anlässe rangieren in der Aufmerksamkeit von Schweizerinnen und Schweizern weit oben – wobei die Westschweiz mit dem Paléofestival der Deuschschweiz mit der Streetparade den Rang abläuft. Sonnen- und Schattenseiten von 2010 spiegeln die meist gesuchten Personen wieder: Nebst internationalen Künstlern waren Steeve Lee, Jörg Kachelmann und Simon Ammann beliebte Suchbegriffe. Die Olympischen Winterspiele, das Erdbeben auf Haiti und der Vulkanausbruch in Europa hatten Auswirkungen auf die Suchanfragen. Und: wie jedes Jahr spricht die Schweiz auch gerne über das Wetter und informiert sich über Zugverbindungen bei der SBB.

Die meist gesuchten Begriffe
1. Facebook
2. YouTube
3. Google
4. Wetter
5. Meteo
6. Wikipedia
7. SBB
8. Hotmail
9. Swiss
10. iPhone
Die schnellst wachsenden Suchbegriffe
1. Chatroulette
2. iPad
3. iPhone 4
4. WM 2010
5. Justin Bieber
6. 20 Minuten Online
7. gratis-inserate.ch
8. Facebook
9. Easyjet
10. YouTube
Die aus der Schweiz am meisten gesuchten Personen
1. Steve Lee
2. Kerstin Cook
3. Laura Kämpf
4. Menowin Fröhlich
5. Kesha
6. Jörg Kachelmann
7. Simon Ammann
8. Justin Bieber
9. Cheryl Cole
10. Shakira
Die aus der Schweiz am meisten gesuchten Nachrichten
1. Big Brother 10
2. Haiti
3. iPad
4. iPhone 4
5. Jörg Kachelmann
6. Menowin Fröhlich
7. Steve Lee
8. Vancouver 2010
9. BP
10. Vulkan
Die aus der Schweiz am meisten gesuchten Automarken
1. BMW
2. Audi
3. VW
4. Ford
5. Mercedes
6. Honda
7. Opel
8. Peugeot
9. Fiat
10. Toyota
Die aus der Schweiz am meisten gesuchten Schweizer Veranstaltungen
1. Paléo Festival
2. Streetparade
3. Openair St. Gallen
4. Gurtenfestival
5. Zürifest
6. Eidgenössisches Schwingfest
7. Autosalon Genf
8. Greenfield
9. Herbstmesse Basel
10. Sechseläuten
Die aus der Schweiz am meisten gesuchten Schweizer Ortschaften
1. Zermatt
2. Frauenfeld
3. Genf
4. Zürich
5. Yverdon-les-Bains
6. Vevey
7. Zug
8. Bern
9. Luzern
10. Lausanne

Die aus der Schweiz am meisten gesuchten Schweizer Ausflugsziele
1. Aquabasilea
2. Sörenberg Bahnen
3. Europapark
4. Technorama Winterthur
5. Bärenpark Bern
6. Kunsthaus Zürich
7. Bernaqua
8. Verkehrshaus Luzern
9. Connyland
10. Zoo Zürich

Neuer Gebietsverkaufsleiter bei der Schweizer Familie

Deny Karagülle ist seit dem 1. Dezember als Gebietsverkaufsleiter bei der Schweizer Familie tätig.

Er ergänzt das bestehende Anzeigenteam mit Oliver Haab, Anzeigenleiter, Ueli Gertsch, Gebietsverkaufsleiter Westmittelland und Igor Sokolov, Gebietsverkaufsleiter Westschweiz. In seiner neuen Funktion übernimmt Karagülle ab sofort die Gebiete Zentralschweiz sowie Zürich (links der Limmat). Ebenso betreut er sämtliche Agenturen in Zürich. Der 24-Jährige war bisher unter anderem bei Publicitas Cinecom & Media als Sales TV national und bei m&m Media Agentur als stellvertretender Leiter Handelsmarketing tätig.

ASW mit vier neuen Aktivmitgliedern

Die ASW Allianz Schweizer Werbeagenturen hat vier weiteren Aktivmitglieder aufgenommen.

Dabei handelt es sich gemäss Mitteilung um folgende Fullservice-Kommunikationsagenturen: Dreipunkt mit Sitz in Brig, Strebel & Partner in Villmergen, die Zürcher Agentur Rosarot Ideennetz sowie Künzli Communication, Luzern.

Amazon: Wikileaks von Servern verbannt

Die Wikileaks-Gegner in den USA gehen mit technischen Mitteln gegen die Enthüllungsplattform vor: Der Internet-Konzern Amazon verbannte Wikileaks von seinen Servern.

Amazon hatte Wikileaks zunächst auf den eigenen Servern Gastrecht gewährt, nachdem die Seite wegen eines Hackerangriffs nicht mehr erreichbar war. Doch damit war am Mittwoch nach Druck von US-Politikern auf Amazon plötzlich Schluss. «Wikileaks von Amazon-Servern verdrängt. Freie Rede im Land der Freien», teilten die Enthüllungs-Aktivisten gemäss der Nachrichtenagentur SDA am Mittwochabend über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Wenn Amazon solche Probleme mit der Redefreiheit habe, «sollten sie aufhören, Bücher zu verkaufen», kritisierten die Aktivisten. Die geheimen Dokumente aus den US-Botschaften in aller Welt, die Wikileaks seit Sonntag veröffentlicht, sind aber via europäische Anbieter im Internet weiter zugänglich. Auch sind die Daten über den Download-Dienst BitTorrent verfügbar.
Auch Experten kritisierten das Einbrechen von Amazon: Nach US-Recht wäre Amazon vermutlich vor strafrechtlichen Verfolgung im Zusammenhang mit Wikileaks geschützt, sagte der Dozent am Institut für Internet und Gesellschaft der Stanford-Universität, Ryan Calo. «Es wäre ein gefährlicher Präzedenzfall, wenn Firmen wie Amazon Dinge aus dem Netz nähmen, nur weil ein Senator oder eine andere Regierungsbehörde sie infrage stellt», wird Calo von der SDA zitiert.
Amazon hatte den Zugriff nach einer Intervention von US-Senator Joe Lieberman gestoppt. Der parteilose Vorsitzende des Senatsausschusses für innere Sicherheit habe Amazon mit einem Boykott gedroht, berichtete der britische Guardian. Lieberman rief dazu auf, der Plattform auch in anderen Ländern die Nutzung von Servern zu verwehren. «Wikileaks‘ illegales, ungeheuerliches und rücksichtsloses Vorgehen setzt unsere nationale Sicherheit aufs Spiel und gefährdet rund um den Globus Leben», hiess es in einer Mitteilung des Senators.
Nach dem Vorgehen von Amazon wurden im Internet Aufrufe zum Boykott des Online- Händlers laut. Sowohl in den USA als auch in Europa kündigten Internet-Nutzer öffentlich an, nicht mehr bei Amazon einzukaufen. Die Aufrufe fallen in die für Amazon wichtige Zeit des Weihnachtsgeschäfts.

SFLB: Für Swissprinters Adventskalender realisiert

Tag für Tag, Türchen für Türchen treten Swissprinters-Mitarbeitende im Online-Adventskalender auf und lesen einen Abschnitt aus einer Weihnachtsgeschichte vor, die der Texter Peter Schulz eigens für diese Advents-Aktion geschrieben hat.

In zwei Drehtagen, für die deutsche Version in Zofingen und für die französische in Renens, wurden die Filmsequenzen aufgenommen. Alle sechs Mitglieder der Unternehmensleitung machten mit (in beiden Sprachversionen), ausserdem engagierten sich 36 weitere Mitarbeitende aller Swissprinters-Standorte als Geschichtenerzähler. Die Umsetzung übernahm die Agentur Spillmann/Felser/Leo Burnett, in Kooperation mit Premedia Zofingen und unter Leitung der Marketingabteilung.
Nun können sich Kunden, Interessierte und Partner bis und mit am 24. Dezember jeden Morgen davon überraschen lassen, wie die romantisch-weihnachtliche Beziehungsgeschichte weitergeht.
> Zum Adventskalender

Startbahnwest bringt Erdgas in die Kinos

Startbahnwest hat für den Gasverbund Mittelland (GVM) einen Kinospot entwickelt. Dieser zeigt, dass umweltfreundliche Energie keine Zukunftsvision, sondern mit Erdgas bereits heute Realität ist.

Dementsprechend beginnt die Story in einer animierten Phantasiewelt und endet im echten Leben. Zu sehen ist der Spot ab Dezember in den Kinos und im Regionalfernsehen.
Startbahnwest entwickelte für den Gasverbund Mittelland (GVM) im Rahmen der Kampagne «Natürliche Energie» einen Kinospot. Dieser zeigt, dass Erdgas umweltfreundliche Energie ist, die man bereits heute nutzen kann. Um diese Botschaft zu dramatisieren, setzt Startbahnwest auf Animationstechnik. Diese passe erstens zur Lebenswelt der Zielgruppe – Familien mit Kindern – und isei zweitens bestens geeignet, um das abstrakte Thema Energie zu veranschaulichen, schreibt die Agentur in einer Mitteilung.
Zu sehen ist der Spot ab Dezember in den Kinos und im Regionalfernsehen der Regionen Aargau, Basel, Bern, Biel und Solothurn.
Verantwortlich beim Gasverbund Mittelland: Kurt Schmidlin (Marketingleiter). Verantwortlich bei Startbahnwest: Hartmut Vetter, Chantal Weibel, Saskia Letz (Beratung), Rüdiger Flothmann, Eva Bajer (CD),Dominique Wirz (Text/Konzept), Beat Lenherr, Panimage (Produktion), Daniel Leuthold, Blush (Regie), Boutiq (Animation), Alex Kirschner, Kirschnermusic (Musik).

Demner, Merlicek & Bergmann: Walter Andreas Müller wirbt für Media Markt

Ab sofort ist die neue Jahreskampagne von Media Markt on Air. Hauptakteur ist Walter Andreas Müller.

Für Media Markt ließen die Kreativen der Wiener Agentur Demner, Merlicek & Bergmann den Schauspieler nun in die Rolle eines über-kritischen Kunden schlüpfen. Alle Sujets der Kampagne verlaufen immer nach dem gleichen Grundprinzip: WAM wettet gegen Media Markt und Media Markt antwortet mit «Wetten doch!».
Kern der Kampagne sind drei Image TV-Spots, sowie mehrere Kurzspots. Flankierend gibt es noch eine pathetische Radiolinie und Anzeigen. Auch in den Märkten selbst wird die Kampagne durch passende Gestaltung des POS und verschiedene Promotionaktionen aufgeladen.
> Zum Radiospot
> Zum TV-Spot
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Frontwork lanciert neues System für Autodachwerbung

Frontwork hat ein System für Promotionen, häufig wechselnde Sujets oder Fahrzeuge, die nicht immer als Werbeträger dienen sollen, entwickelt.

Mittels ultrastarken Magneten halte das neue System auf allen Fahrzeugen mit Blechdach, heisst es in einer Mitteilung. Es lasse sich einfach und schnell von einer Person alleine befestigen. Ausserdem sei es vom TÜV geprüft und vom Strassenverkehrsamt zugelassen – für eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stunden-kilometern. Die Werbetafel steht in Längsrichtung zum Fahrzeug und darf nicht grösser als 120 x 50 cm sein. Deren Form und Gestaltung sind aber nahezu keine Grenzen gesetzt.
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Aufgespiesst: Weihnachtsfeiern, wie sie fallen

Werbewoche-Redaktorin Anne-Friederike Heinrich über die Weihnachtsrede als Chef-Strategie.

Mal wieder steuern wir in voller Fahrt auf die geweihteste Nacht des Jahres zu. Doch bevor wir beim Fest der Liebe und Besinnung ankommen, müssen wir noch einiges Leid durchstehen. Nein, ich rede nicht von Jahresabschlüssen, Lebkuchenschlachten, verkaufsoffenen Sonntagen sowie der krampfhaften Suche nach Geschenken für den Kollegen, der schon alles hat, und die ungeliebte Schwiegermama – schon wieder ein Sockengutschein geht ja auch nicht.
Ich rede von Weihnachtsfeiern, und zwar am laufenden Meter: im Sportverein, im Kindergarten, im Chor, bei der Nachbarin, mit den Stammkunden, beim Ex-Tennisclub und dann auch noch im Geschäft. Mit der richtigen Dosis Glühwein liesse sich das alles einigermassen unverwundet überstehen – wenn der Chef nicht seine alljährliche Weihnachtsrede halten müsste. Frei nach dem Motto «alles schläft und einer spricht: Den Zustand nennt man weihnachtlich».
An Apple a Day
Die Tücke an Weihnachtsreden ist: Hört man hin, dauert es nicht allzu lange, bis der Kerzenschein vor den glasigen Augen verschwimmt und das Sandmännchen einen zart in sein süsses Reich lockt – selbst wenn man versucht, einen gebannten Gesichtsausdruck aufzusetzen und so die Durchblutung des Stirnlappens sicherzustellen. Schaltet man ab, ergötzt sich an Wein und Häppchen und rundet das Menü mit einem gediegenen Powernap ab, fragt garantiert am nächsten Tag Kollege Hürlimann: «Hast du gehört, was der Chef gestern gesagt hat?» Völlig unmöglich, einzugestehen, dass man gepennt hat. Und nun furchtbar neugierig ist, in welcher Hinsicht die Äusserungen des Chefs von Bedeutung gewesen sein könnten. In einen der beiden sauren Äpfel muss man also beissen: angestrengt wachbleiben oder Informationen verpassen, die der Chef ohnehin nur dann liefert, wenn man einpennt.
Weihnachtsreden sind auch deshalb nervtötend, weil immer die Kollegen am lautesten über die Aperçus des Chefs lachen, die man nicht kennt oder nicht kennen will. Oder diejenigen, die man mit Leidenschaft nicht leiden mag. Der Redner quittiert deren Lachsalven mit einem wohlwollenden Lächeln, dankbar für die Bestätigung, und alles ist wahnsinnig harmonisch und weihnachtlich. Nur man selbst sitzt da und fragt sich: Was mache ich hier und was mache ich falsch? Bin ich humorlos, weil mich die erzwungenen Ultraflachwitze des Altvorderen nicht heiter stimmen? Bin ich zu blöd, die Spässe zu verstehen? Oder bin ich einfach total frustriert und somit das fleischgewordene Gegengewicht zur ausgelassenen Heiterkeit, die doch die Vorweihnachtszeit prägen sollte?
Einen Ausweg aus dieser Misere gibt es kaum. Es sei denn, man übernimmt das Redenhalten selbst. Das hat mehrere Vorteile: Wer redet, garantiert, dass er einen tollen Vortrag hört, denn bekanntlich hören sich Redner gerne selbst. Wer redet, schläft nicht ein. Wer redet, braucht Mut, also wird ein Jeder verzeihen, dass man die dreifache Portion Glühwein konsumieren muss. Und schliesslich sichert sich, wer eine Rede hält, die Dankbarkeit des Chefs, der seine Gedanken nun nicht vor der versammelten Mannschaft preisgeben muss. Selbst eine Rede zu halten, wäre also eine perfekte, darwingeprüfte Weihnachtsfeierüberlebensstrategie. Dämmert Ihnen nun langsam, warum Ihr Chef an der Weihnachtsfeier immer eine Rede hält?
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