Weber Harbeke: Die Vielseitigkeit von Disaronno bekannt gemacht

Weber Harbeke Partners hat für Disaronno einen Kino-Spot realisiert. Dieser zeigt, dass man den Amaretto nicht nur als Begleiter zum Kaffee, sondern in unzähligen Varianten trinken kann.

Der Werbefilm, der ab sofort in Deutschschweizer Kinos zu sehen ist, demonstriert, dass in einer Flasche Disaronno unendlich viele Drinks stecken. Ob Disaronno auf Eis, mit Cranberrie, Prosecco oder Zitrone – die Basis ist der Amaretto aus Saronno. Realisiert wurde der Spot von der Zürcher Filmproduktion Wirz Fraefel Paal.

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Verantwortlich bei Illva Lugano: Gianfranco Caci (CEO), Battista Cruceli (Verkaufsdirektor). Verantwortlich bei Weber Harbeke Partners, Zürich: Max Weber, Thomas Harbeke (CD), Giovanni Pucci (Beratung), Marcel Fässler (AD), Christian Sidow (Text). Verantwortlich bei Wirz Fraefel Paal, Zürich: Cello Schnyder (Regie), Nina Wirth (Produktion).

Advico Young & Rubicam: 60 Radiospots für das Blaue Kreuz Zürich

Advico Young & Rubicam hat für das Blaue Kreuz Zürich 60 Radiospots produziert. Mit der Kampagne will die Organisation Betroffene ansprechen und auf Hilfsangebote aufmerksam machen sowie Spenden generieren.

In den 60 neuen Radiospots von Advico Young & Rubicam hört man einen Alkoholiker immer wieder von seinen Problemen im Alltag erzählen. Und zwar so, dass seine Aufzeichnungen jeweils mit der Angabe von Wochentag und Uhrzeit beginnen. Jeder Spot wird einmal geschaltet und zwar so, dass seine Sendezeit im Radio mit den Tages- und Zeitangaben im Spot übereinstimmt. Die tagebuchartige Kampagne dokumentiert, wie Alkoholiker rund um die Uhr ihre Sucht verstecken und dagegen ankämpfen müssen. Die Radiokampagne wurde nicht nur auf Radio 24 gesendet sondern auch online auf Blaueskreuzzuerich.ch fortgeführt.

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Verantwortlich beim Blauen Kreuz Zürich: Henrik Viertel (Verantwortlich für Marketing, PR, Fundraising), Stephan Kunz (Geschäftsführung). Verantwortlich bei Advico Young & Rubicam: Philipp Skrabal (CD), Dominik Oberwiler (AD), Andi Portmann (Text), Tanja Mezan, Emilia Vasella (Beratung), Christoph Benz (Ton).

Forum Staat und Medien 2010: Staat soll die Medienvielfalt fördern

Vergangenen Freitag fand in Freiburg das Forum Staat und Medien 2010 statt. Professoren, Verleger, Journalisten und eidgenössische Parlamentarier diskutierten dabei darüber, ob der Staat die Medien fördern soll – und wenn ja, in welcher Art. Organisiert wurde der Anlass vom Schweizer JournalistInnenverband Impressum und der Universität Freiburg.

Der Staat solle sich nicht in Medieninhalte einmischen, aber für günstige Rahmenbedingungen sorgen, war eine der Forderungen am Forum. Hans-Jürg Fehr (SP), Alain Berset (SP) und Dominique de Buman (CVP) betonten die Bedeutung der Medien und der Medienvielfalt für die Information und Meinungsbildung der Stimmberechtigten in einer direkten Demokratie. Nach Fehrs Ansicht bedürfen neben Radio und Fernsehen auch Presse und neue Medien einer staatlichen Regulierung, die den Service Public sichert und nötigenfalls via Gebühren mitfinanziert – ohne in die Medieninhalte einzugreifen. Demgegenüber verlangte der Verleger und Chefredaktor Norbert Neininger Steuervergünstigungen und Gesetzesänderungen. Und SVP-Generalsekretär Martin Baltisser forderte ein Einschreiten der Wettbewerbskommission gegen die Pressekonzentration auf regionaler Ebene und gegen kartellistische Absprachen zwischen Verlagen.

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(Arena der Bundesratsparteien (v.l.n.r.): Dominique de Buman (CVP), Martine Brunschwig Graf (FDP), Martin Baltisser (SVP), Alain Berset (SP).)

NZZ-Medienjournalist Rainer Stadler zeigte auf, wie die wirtschaftliche Situation der Kaufzeitungen unter dem Rückgang der Werbeeinnahmen leidet. Und Karl Lüönd beklagte die grassierende Abwanderung der guten Journalisten in «kuschelige Nischen im Hobbybereich» wegen des Spardrucks und der schlechten Arbeitsbedingungen im Journalismus. Die Gefahren dieser Entwicklungen wurden von Martine Brunschwig Graf mit dem Beispiel der Affäre um den Sohn Gaddafis illustriert. Die ungenaue Berichterstattung habe damals die Staatsaffäre verstärkt, so die FDP-Nationalrätin. Sie forderte darum ein stärkeres Engagement des Staates bei der Journalistenausbildung.

Gute Rahmenbedingungen für Verlage und Medienschaffende
Die Vertreter der Journalistenorganisationen meinten, es gehe nicht an, dass die Zeitungsverleger einerseits durch Steuer- und Vertriebsvergünstigungen und Gesetzesänderungen Geld und Schützenhilfe vom Staat bekämen und andererseits den Journalisten Mindestlöhne verweigerten. Sie bezogen sich dabei auf die Situation in der Deutschschweiz und im Tessin, wo die Verleger seit sechs Jahren Gespräche über einen Gesamtarbeitsvertrag verweigern. Unter der fehlenden Mindesthonorar-Garantie würden vor allem freischaffende Journalisten leiden.
Die Medienwissenschaftlerin Dominique Bourgeois zeigte, dass es auch im Zeitalter neuer Medien funktionierende Businessmodelle gibt. Während die Staatsrechtlerin Eva Maria Belser Möglichkeiten und Grenzen des passiv die Medienfreiheit schützenden Staates zeigte und auf die oft «medienfeindlichen» Bundesgerichtsentscheide verwies, verglich ihr Kollege Pascal Mahon verschiedene ausländische Modelle der Medienförderung.

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(Bildlegende (v.l.n.r.): Roland Jeanneret (Leitung), Christian Campiche (Vizepräsident Impressum), Peter Studer (ehemaliger Präsident des Presserates und Publizist), Peter Rothenbühler (Journalist und Publizist), Daniel Pillard (Direktor Ringier Romandie), Norbert Neininger (Verleger Schaffhauser Nachrichten), Hans-Jürg Fehr (SP Nationalrat, Medienpolitiker, Redaktor und Verlagsleiter).)

(Fotos: Stéphanie Brodard, Nina Aeschbacher)

Zürichsee Druckereien an FO Print & Media AG verkauft

Im April trennte sich Theodor Gut von der Zürichsee-Zeitung. Nun hat der VR-Präsident der Zürichsee Medien (ZSM) auch einen Käufer für die Zürichsee Druckereien AG gefunden. Das Unternehmen wurde Ende letzter Woche von der FO Print & Media gekauft.

Für die rund 20 Mitarbeitenden ergeben sich keine Änderungen. Die Arbeitsplätze am Standort Stäfa sollen erhalten bleiben, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Die Produktion am jetzigen Standort sowie die Geschäftsleitung und technischen Ansprechpartner bleiben bestehen. Alle Beteiligten agieren bis auf Weiteres unter dem bisherigen Firmennamen. Theodor Gut wird zudem den Sitz im Verwaltungsrat der Gesellschaft behalten. Der Verkauf der Druckerei habe auch keinen Einfluss auf die Zürichsee-Zeitung, versicherte Gut gegenüber den Medien. Die Zürichsee Druckereien druckt seit Jahren keine Zeitungen mehr, sondern ist auf die Druckvorstufe spezialisiert.
Die Firmen versprechen sich von der Übernahme Synergienutzen für beide Seiten. Das in Egg domizilierte Medienunternehmen FO Print & Media, dessen Kerngeschäft das Erstellen von Drucksachen ist, erhofft sich ein Wachstum im Bereich der Periodika-Produktion. Die Zürichsee Druckereien wollen demgegenüber gemäss Geschäftsleiter Ivo Mani vom Leistungsangebot der FO Print & Media profitieren, welches auch Onlinemedien und die Herstellung von Wertschriften umfasst.

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SWM: Ex-Radiodirektor Blum über Medienmacht und staatliche Unterstützung

Am Sonntag fand in Luzern ein Symposium der Stiftung Wahrheit in den Medien SWM statt. Der frühere Radiodirektor DRS, Andreas Blum, kam am Symposium zum Schluss, dass das Bedrohungspotential der Medienentwicklung für die Demokratie weit grösser sei als die faszinierenden Innovationen der Digitalisierung.

Blum sieht eine Machtverlagerung von der institutionellen Politik zu den Medien und fordert – zulasten der SRG – staatliche Unterstützung für Zeitungen. Denn die Verantwortungsgemeinschaft von Medien und Demokratie ist aus Blums Sicht ernsthaft gefährdet. Heute diktierten die Medien die politische Agenda. Die Inflation von Information und Nutzungsmöglichkeiten habe den gesellschaftlichen Diskurs ersetzt.
Der Fetisch der Mehrheitsfähigkeit unter dem Diktat der Werbung habe das Angebot nivelliert, sagte der ehemalige Radiodirektor und alt SP-Nationalrat. Ausserdem gefährde der wirtschaftliche Konzentrationsprozess die Medienvielfalt und die Meinungsfreiheit. Politische Entscheide seien käuflich geworden, und das Fernsehen sei der Bazar: «Demokratie von Fall zu Fall, Demokratur statt Demokratie», führte Blum aus. Die Balance von Macht und Verantwortung sei heute erheblich gestört.
Verschärft hat sich das Problem laut Blum durch den systematischen Abbau journalistischer Ressourcen. Eine zweifache Machtverlagerung von der Politik zu den Medien und vom kritischen Journalismus zur käuflichen PR sei festzustellen. Ethisch verantworteter Journalismus sei ein «De-luxe-Produkt» für wirtschaftlich gute Zeiten geworden.
Deshalb forderte Andreas Blum am Symposium eine neue Medienordnung unter Einbezug des Internets. Es gehe darum zu prüfen, was im nationalen Rahmen geregelt werden kann. So sei die Machtstellung der SRG zu begrenzen. Zwar soll sie weiter die Grundversorgung in allen Sprachregionen sicherstellen, im übrigen aber nur noch ein Partner neben anderen sein, um einen publizistischen Wettbewerb zu ermöglichen.
Blum will ausserdem den Kreis der Gebührenempfänger auf qualitativ anspruchsvolle Tageszeitungen ausdehnen. Trotz forscher Dementis von Verlegerseite sei die Krise der Tageszeitungen eine Tatsache. Diese hätten ohne staatliche Unterstützung mittelfristig keine Zukunft. Es brauche deshalb eine Umverteilung der Gebühreneinnahmen. Unabhängige Medien seien unverzichtbar für die demokratische Infrastruktur. Der Schlüssel für die Aufteilung der Gebühren müsse neu definiert werden. Der Einbezug der Tageszeitungen zulasten der SRG sei unumgänglich.

BaZ: Weiterer Stellenabbau – Tettamantis Engagement rein geschäftlich

Nach dem erneuten Verkauf bleibt es weiterhin unruhig um die Basler Zeitung. Nun kündigt Chefradaktor Markus Somm an, dass auch in der Redaktion ein Stellenabbau ansteht.

Mit dem Abbau soll die Redaktion erneut einen Beitrag zur Kostenreduktion leisten. Dies sagte Somm in einem am Samstag vorab veröffentlichten Interview mit der Schweizer Illustrierten. Wie hoch der Stellenabbau ausfallen wird, sei aber noch nicht bekannt. Noch sei auch nichts entschieden. Die BaZ hatte schon letztes Jahr rund 30 Redaktionsmitglieder entlassen.
Für sich selbst sieht Somm bei der BaZ eine gute Zukunft. Er werde noch einige Jahre als Chefredaktor bei der Zeitung wirken. Er habe Freude am Job und einen guten Start gehabt. Dass die Redaktion während der Turbulenzen der letzten Wochen seinen Abgang verlangte, erklärt er mit seinem «starken Profil» als Journalist. Er habe für Unruhe in der Stadt gesorgt. Für Basel sei es neu, dass man in der Zeitung auch eine profiliert bürgerliche Position lesen könne – und erst noch vom Chefredaktor persönlich.
Am Mittwoch war nun der Verkauf der Basler Zeitung Medien BZM vom Duo Tito Tettamanti und Martin Wagner an Suter bekannt geworden. Sein Engagement bei der BaZ sei eine «Investition in eine Regionalzeitung» und ein reines «Geschäft», sagte Tettamanti am Samstag in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung. So habe er das Verlagshaus und die Druckerei trennen wollen. Dafür hätte Christoph Blochers Firma Robinvest Analysen liefern sollen. Robinvest könnte zudem daran interessiert gewesen sein, die Druckerei zu übernehmen, sagte der 80-jährige Tessiner Investor in einem Interview mit den Zeitungen Tages-Anzeiger und Der Bund.
Die harschen Reaktionen auf das Mandat von SVP-Vizepräsident und alt Bundesrat Blocher sorgten dafür, dass Tettamanti die Basler Zeitung nach nur zehn Monaten wieder abstiess. In den Interviews wiederholte Tettamanti seine markigen Worte gegen die Reaktionen in Basel: Seine Rede ist von Intoleranz, Hass und Borniertheit. Auch für Blocher waren die Reaktionen äusserst harsch: Was da in Basel in den letzten zwei Wochen abgelaufen ist, grenze an Hexenverbrennung, sagte er in Interviews mit der Zeitung Sonntag und der Sonntagszeitung.

Zu guter Letzt: Selbstbeweihräucherung als App

Da sich die Zürcher Persönlichkeiten derzeit nicht genug selbst in den Medien zelebrieren, wurde im November bereits die vierte Ausgabe der Jahrespublikation «Who ist Who» präsentiert und diese nun auch interaktive als Applikation verfügbar gemacht.

In der Jahrespublikation werden alljährlich die wichtigsten Prominenten mit Bezug zu Zürich gekürt und ausgezeichnet. Das digitale Magazin wurde vom Herausgeber Eugen Baumgartner, von Eugencom Edtion Zürich, in Zusammenarbeit mit der Zürcher Oberländer Crossmedia-Agentur Fresh Interactive als Pilotprojekt realisiert. Das Magazin ist speziell für die Verwendung auf dem iPad konzipiert. So lassen sich sämtliche Seiten entweder im Hochformat als Textversion oder im Querformat als Bildergalerie betrachten.

Werbeanstalt gewinnt neuen Kunden

Die Werbeanstalt Schweiz hat sich in einem Pitch gegen drei Agenturen durchgesetzt und sich das Shopville-Railcity Zürich Mandat gesichert.

Die ersten Arbeiten werden im Januar 2011 zu sehen sein.

Matter & Gretener: Neukunde mit der App samy4me

Matter & Gretener hat einen neuen Kunden gewonnen: Die neue Smartphone-App samy4me. Damit sollen Gutscheine aus Papier sowie Kunden- und Mitgliederkarten aus Plastik bald der Vergangenheit angehören.

Denn mit der neuen Apps sind diese neu direkt auf dem Smartphone zugänglich. Die neue App samy4me – mit Angeboten von Unternehmen wie Chicorée, Interhome oder McDonald’s – wird im Januar auf dem iPhone lanciert. Mit gezielten Kommunikations-Massnahmen soll dann Matter & Gretener dafür sorgen, dass einerseits die Anzahl der samy4me-Verwender möglichst schnell wächst und anderseits weitere interessante Unternehmen und Organisationen von dieser neuen Technologie profitieren.

Comcom will Mobilfunkfrequenzen neu vergeben

Die Eidgenössische Kommunikationskommission Comcom will alle Mobilfunkfrequenzen neu vergeben. Damit gibt der Regulator den Startschuss für den grössten Ausbau des Mobilfunknetzes seit vielen Jahren. Die Auktion wird hunderte Millionen Franken in Bundeskasse spülen.

Eine Versteigerung der Konzessionen wird noch vor den Sommerferien durchgeführt. Dies teilte die Comcom am Freitag mit. Die Ausschreibung erfolge insbesondere im Hinblick auf das Auslaufen der heutigen Mobilfunkkonzessionen, die Ende 2013 beziehungsweise 2016 frei würden.
Ausserdem steht ein weiterer Frequenzbereich zur Verfügung, der für den Mobilfunk genutzt werden kann, nach dem Abschalten des von Antennenmasten gesendeten analogen Fernsehens. Und es steht eine neue Mobilfunkgeneration Long Term Evolution LTE, die viel höhere Übertragungsgeschwindigkeiten ermöglicht, vor der Türe. Wie Comcom-Präsident Marc Furrer vor den Medien in Bern sagte, besteht Handlungsbedarf. Denn der Boom der Alleskönner-Handys wie beispielsweise des iPhones, führe zu einer Verdoppelung der Datenmenge im Mobilfunknetz alle acht Monate. Würden diese Kapazitäten nicht zur Verfügung gestellt, komme das Netz sehr schnell an Kapazitätsengpässe, sagte Furrer weiter. Die neue Vergabe der Mobilfunkfrequenzen sei vielleicht der grösste Schritt für den Ausbau des Mobilnetzes, seit die GSM-Konzessionen vergeben wurden.
Die Vergabe der Frequenz erfolge, im Sinne der Transparenz und der Gleichbehandlung, im Rahmen einer Auktion, teilte die Comcom weiter mit. Sowohl die heutigen Netzbetreiber Orange, Sunrise, Swisscom sowie die kleine In&Phone als auch alle weiteren interessierten Firmen könnten zu gleichen Bedingungen an der Ausschreibung teilnehmen. Im Gegensatz zu früher sei dabei die Zahl der Konzessionen und die Frequenzausstattung nicht durch die Comcom vergeben, sondern grundsätzlich offen. So können die Telekomanbieter jene Frequenzspektren ersteigern, die ihren Geschäftsmodellen entsprächen.
Die frühzeitige Frequenzvergabe und eine Nutzungsdauer bis Ende 2028 solle gewährleisten, dass die Unternehmen langfristig planen können. Billig sind die Frequenzen jedoch nicht zu haben. Gehen alle Frequenzblöcke zum Mindestpreis weg, fliessen gemäss Berechnung der Nachrichtenagentur SDA über 600 Millionen Franken in die Bundeskasse. Der Mindestpreis entspreche der Summe der jährlichen Frequenzgebühren und den Kosten des Vergabeverfahrens, sagte Furrer. Ziel sei nicht, möglichst viel Geld in die Bundeskasse zu spülen, sondern eine optimale Vergabe der Frequenzen. Man wolle nicht, dass die Anbieter kein Geld mehr für Investitionen in die Infrastruktur hätten.
Raktionen der Telekom-Unternehmen
Die geplante Versteigerung zur Neuvergabe aller Mobilfunkfrequenzen löst nicht bei allen Telekom-Unternehmen ungeteilte Freude aus. Während Swisscom und Sunrise bereits ihre Teilnahme an der Auktion bekannt gaben, will Orange die Bedingungen zuerst analysieren und später Stellung nehmen. Die Tochter von France Telecom stört sich daran, dass alle Mobilfunkfrequenzen – also auch die bisherigen GSM- und UMTS-Frequenzen – unter den Hammer kommen. Man habe sich bei den Behörden dafür eingesetzt, dass die bestehenden GSM- und UMTS-Konzessionen einfach erneuert werden sollten, wobei die faire Aufteilung des 900-Megahertz-Spektrums weitergeführt werden sollte.
Orange gab am Freitag auf Anfrage der SDA bekannt, man sei der Meinung, dass nur die heute freien und die neuen Frequenzen versteigert werden sollten. Eine Versteigerung auch der bisherigen Konzessionen stärke die Swisscom, die eine viel grössere Finanzkraft habe. Zudem fehle das Geld, das man für die Auktion an den Bund bezahle, für neue Produkte und den Ausbau der Mobilfunknetze, kritisiert Orange. Ausserdem gefährde eine Neuausschreibung die Investitionen der letzten Jahre, weil keine Sicherheit bestehe, dass man das nötige Spektrum zur Erbringung der Mobilfunkdienste ersteigern könne.
Sunrise bemängelte die von der Comcom für die Auktion festgelegten Mindestpreise. Diese seien hoch und stünden dem Ziel möglichst günstiger Mobilfunkangebote entgegen. Die Nummer zwei der Branche gab immerhin bekannt, in allen erforderlichen Frequenzbändern die entsprechenden Blöcke erwerben zu wollen, um sich schnelle mobile Breitbandverbindungen zu sichern.
Ein Zusammenspannen von Orange und Sunrise bei der Auktion, wie sie Comcom- Präsident Marc Furrer als Möglichkeit angetönt hatte, löst bei beiden Swisscom- Konkurrentinnen keine Begeisterungsstürme aus. Dies sei eine Option unter vielen, sagte Sunrise-Sprecher Roger Schaller. Orange sei nicht abgeneigt gegenüber gemeinsamen Netzlösungen mit anderen Anbietern, sagte Sprecherin Therese Wenger.
Die Swisscom ihrerseits will sicherlich an der Auktion teilnehmen und eine mögliche Kooperation von Sunrise und Orange beobachten, wie Sprecher Carsten Roetz sagte: Man begrüsse, dass die Auktion so frühzeitig stattfindet und die Frequenzen technologieneutral vergeben werden. Zu den Kosten wollte Roetz nichts sagen.

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