Hugo Triner: Verleger setzt sich für Zeitungsverträger ein

Der Schwyzer Verleger Hugo Triner, der die Tageszeitung Bote der Urschweiz herausgibt, kritisiert die Löhne der Zeitungszusteller. Er fordert die Zustellfirma Presto auf, auf geplante Lohnsenkungen zu verzichten.

Triner deponierte sein Anliegen am Samstag mit einem offenen Brief in seiner Zeitung. Demnach senkt die Presto ab März 2011 die Löhne derjenigen, die den Boten der Urschweiz in der Früh zustellen, um mindestens fünf Prozent. Es sei unfair, jenen Leuten den Lohn zu kürzen, welche am wenigsten verdienten, schreibt Triner. Die Zeitungsverträger verrichteten für sein Unternehmen eine sehr wichtige und gute Arbeit. Er sei deshalb bereit, Mehrkosten mitzutragen.
Presto ist eine Tochter der Post. Triner richtet seinen Aufruf auch an die Verlage NZZ und Tamedia, die ebenfalls im Verwaltungsrat der Presto sitzen. Die drei Unternehmen hatten 2008 ihre Beteiligungen an verschiedenen Vertriebsorganisationen zusammengelegt.

Affäre Gaddafi: Bundesrat und GPK kommen schlecht weg

Die Schweizer Presse ist der selben Meinung wie die GPK und die politischen Parteien: Der Bundesrat hat in der Libyen-Affäre wie ein «wilder Hühnerhaufen» agiert. Doch auch die Geschäftsprüfungskommission (GPK) selber wird getadelt.

Der GPK-Bericht dokumentiere das Bild eines zerstrittenen Regierungsgremiums, dessen Mitglieder unkoordiniert und in Überschreitung ihrer Kompetenzen agierten, meinen Der Bund und der Tages-Anzeiger. Tadel gibt’s aber auch für die GPK selber, die hilflos wirke, wo sie Ratschläge für die Zukunft erteile. Die vorgeschlagenen Korrekturen seien kaum mehr als Kosmetik. Der Kommentator der Basler Zeitung stellt fest, dass die GPK «handzahm auftreten» würde – mit «weichgespülten Sätzen, wattierter Kritik, wohlabgewogenen juristischen Ausführungen». Das sei ärgerlich, aber auch verständlich, da die diplomatische Krise mit Libyen noch nicht ausgestanden sei.

Calmy-Rey sollte nach Präsidialjahr gehen
Die Freiburger La Liberté geht besonders hart mit dem Bundesrat ins Gericht. Die Libyen-Affäre sei vor allem eine Affäre Merz und Calmy-Rey. Merz (und Leuenberger) seien jetzt zurückgetreten, Micheline Calmy-Rey tue gut daran, dies nach ihrem Präsidialjahr ebenfalls zu tun, rät der Kommentator. Die Tribune de Genève bezeichnet Merz als «öffentliche Gefahr». Wenn er noch im Amt stehen würde, wäre seine Demission unausweichlich. Auch für die Genferin Micheline Calmy-Rey hat das Genfer Blatt nur Häme übrig. Sie habe für sich und gegen die anderen gearbeitet. Einzig durch die erfolgreiche Internationalisierung des Konflikts, habe sie sich die Wahl zur Bundespräsidentin 2011 gesichert.
Dass die EDA-Vorsteherin das Bundespräsidium übernehmen wird, «ist auch nicht eben ein Versprechen auf Besserung», hält die Südostschweiz fest. Der Bericht enttarne die Standardantwort des Bundesrates nach dem Zustand im Gremium als «Schönfärberei». Der Bericht sei «eine Blamage auf 98 Seiten», titelte Blick Online.

Wie bei der UBS-Krise
Bei der Libyen-Affäre zeige sich dasselbe Bild, wie bei der UBS-Affäre, stellt das St. Galler Tagblatt fest. Der Bundesrat entpuppe sich in stürmischen Zeiten als Gruppe von Einzelkämpfern, die sich gegenseitig misstrauten. Auch die Neue Zürcher Zeitung zieht einen Vergleich zur UBS-Affäre: Das letztlich positive Ergebnis stehe im Widerspruch zum mangelhaften Management und zur miserablen Kommunikation während der Krise. Das Kollegialsystem mit der Teilung der Verantwortlichkeiten stosse im ausserordentlichen Lagen zunehmend an Grenzen.
Der Kommentator in der AZ-Gesamtausgabe gab zu bedenken, dass der Bundesrat die schwierigste Schicksalsgemeinschaft überhaupt sei: «Sieben Alphatiere gleichberechtigt in einem Gremium » das ist der Versuch zur Quadratur des Kreises.» Problematisch werde das Dauerexperiment meist erst, wenn ein Problem internationale Dimensionen annehme.

Mittelwellensender Sottens abgeschaltet

Categories

Allgemein

Zu guter Letzt: Technikfans herumtüfteln lassen

Conrad Electronic ist «voller Ideen». Und genau das erwartet der Elektronikfachmarkt auch von seinen Kunden. Dass sie diese haben, zeigt sich in der aktuellen Weihnachtskampagne...

Unter dem Motto «Sie haben den Spass, wir haben die Technik» ruft Conrad Heimwerker und Tüftler dazu auf, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und die Ideen mit dem Material aus dem Fachmarkt umzusetzen. Was herausgekommen ist, zeigt das Unternehmen, das sich als «Offizieller Ausrüster aller Technikfans» positioniert, auf Facebook, in TV-Spots sowie auf Technikspass.de: Das «sicherste Fahrradschloss der Welt» oder eine Ballmaschine für den Hund Jerry sind nur zwei der Projekte.

1292852091_img101205_zgl

Für die Kampagne verantwortlich zeichnet die Hamburger Werbeagentur Vasata Schröder Florenz.

Den Blick am Abend in die Kur geschickt

Categories

Allgemein

Ubi rügt Tele Züri: Gerüchte über Carl Hirschmann verbreitet

Der zum Tamedia-Konzern gehörende Fernsehsender Tele Züri hat in zwei Berichten über den Milliardärssohn Carl Hirschmann die journalistische Sorgfaltspflicht verletzt. Zu diesem Urteil ist die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (Ubi) gekommen.

Konkret ging es um zwei Beiträge vom 5. November und vom 14. Dezember des vergangenen Jahres. Die Ubi kritisierte am Freitag an ihrer öffentlichen Sitzung in Bern, dass Tele Züri die journalistische Pflicht zur sachgerechten Darstellung verletzt und Gerüchte verbreitet habe. Der Bericht über die Verhaftung von Carl Hirschmann habe gegen die Unschuldsvermutung verstossen. In der Sendung hätte klar gemacht werden müssen, dass die Gründe für die Verhaftung unklar seien, bestätigte Ubi-Präsident Roger Blum am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA eine Mitteilung von Hirschmanns Medienvertreter.
Bemängelt wird von der Ubi auch die zu wenig kritische Überprüfung der Quellen. Eine anonymisierte Zeugin beschuldigte Hirschmann im TV-Beitrag aufgrund von angeblichen Aussagen einer Freundin schwer. Weiter rügt die Ubi die Journalisten von Tele Züri, weil sie Hirschmann keine Gelegenheit zu einer Stellungnahme gegeben haben. Wie Blum weiter sagte, wird die schriftliche Begründung der Ubi erst in einigen Monaten vorliegen.
Jetsetter Hirschmann ist immer wieder in Verfahren verwickelt. Ende November hat die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat Anklage gegen ihn erhoben. Ihm werden nebst mehrfacher Körperverletzung und Tätlichkeiten auch sexuelle Nötigung zweier Frauen sowie sexuelle Handlungen mit einem Kind vorgeworfen. Hirschmanns Verteidigung bezeichnet die Anklageerhebung als «völlig überhastet und unfertig». Entlastendes Material werde unter Verschluss gehalten und ein fachärztliches Gutachten vom Tisch gewischt.

Zürcher Oberländer Medien:Beteiligung von Tamedia gutgeheissen

Das Zürcher Medienhaus Tamedia wird starker Minderheitsaktionär beim Zürcher Oberländer ZO. Die Generalversammlung der Zürcher Oberland Medien hat am Donnerstag in Gossau mit einer Statutenänderung eine Beteiligung von Tamedia gutgeheissen.

Die Statutenänderung macht es möglich, Tamedia als Aktionärin der ZO Medien einzutragen. Mit ein paar wenigen Gegenstimmen sei der Grundsatzentscheid gefällt worden, sagte Peter Edelmann, Direktor der ZO Medien, auf Anfrage der SDA. Das klare Ergebnis sei ein Vertrauensbeweis in die neue Kooperation.
Tamedia übernimmt jene 38 Prozent der Aktien, die bisher von der NZZ gehalten wurden. Wie Edelmann erklärte, erhalte die ZO Medien damit einen starken Minderheitsaktionär, bleibe aber eigenständig. Diese Eigenständigkeit sei vertraglich bis 2019 garantiert. Die Kreuzbeteiligung zwischen ZO Medien und der Zürichsee Medien wird aufgehoben. Ziel ist es gemäss Edelmann, den 10-prozentigen Anteil auf bestehende Aktionäre zu verteilen und neue Aktionäre zu gewinnen. Die Zürichsee Medien ist mit 7.5 Prozent am Oberländer Medienunternehmen beteiligt.
Die Zürcher Oberland Medien AG beschäftigt rund 100 Mitarbeitende. Das Aktionariat ist breit abgestützt und besteht aus rund 550 Kleinaktionären aus der Region.
Zusammenführung der Lokalredaktionen
Hintergrund der Beteiligung von Tameda an der ZO Medien ist der Tausch von Zeitungstiteln zwischen dem Medienkonzern Tamedia und der NZZ-Gruppe im Frühjahr. Der NZZ-Konzern erhielt dabei die Thurgauer Zeitung, die in den Ostschweizer Tagblatt-Verbund integriert wird. Im Gegenzug übertrug die NZZ der Tamedia ihre Anteile am Zürcher Unterländer und an der Zürichsee-Zeitung, die bisher zusammen mit dem Zürcher Oberländer ihre überregionale Seiten gemeinsam produzierten.
Mit dem Einstieg von Tamedia bei den Landzeitungen werden die Lokalredaktionen des Tages-Anzeigers und der Landzeitungen zusammengeführt. Insgesamt fallen der Kooperation 37 Stellen zum Opfer, wobei vor allem beim Tages-Anzeiger abgebaut wird. Die einzelnen Zeitungen werden sich künftig aus demselben redaktionellen Topf bedienen. Die Leser des Tages-Anzeigers erhalten dabei weiterhin knappere, jene der Landzeitungen ausführlichere Informationen übers lokale und regionale Geschehen.
Die Inland-, Ausland-, Wirtschafts- und Kulturseiten der drei Landzeitungen werden ab Anfang nächsten Jahres vom Landboten hergestellt. Die Leitung der Mantelredaktion übernimmt Landbote-Chefredaktorin Colette Gradwohl. Vom Stellenabbau nicht betroffen ist die Redaktion des Zürcher Oberländers. Man habe sogar drei Personen der Tages-Anzeiger-Lokalredaktion übernommen, sagte Edelmann. Seit Mittwoch beliefert der ZO den Tages-Anzeiger mit lokalen und regionalen Informationen aus dem Zürcher Oberland.

SFLB: Sony-Vaio-Kampagne gegen den grauen Alltag

Categories

Allgemein

Aus comedia und Gewerkschaft Kommunikation wird Syndicom

Die Mediengewerkschaft Comedia hat der Fusion mit der Gewerkschaft Kommunikation Geko zugestimmt. Die neue Gewerkschaft heisst Syndicom und zählt 47'000 Mitglieder.

Syndicom wird von Comedia-Kopräsident Danièle Lenzin und Geko-Präsident Alain Carrupt präsidiert. Operativ wird die neue Gewerkschaft am 1. Januar 2011. Nach den Delegierten der Geko, die mit 142 gegen 4 Stimmen und 3 Enthaltungen der Fusion bereits zugestimmt haben, sagten auch die Comedia-Delegierten am Freitag mit 84 gegen 4 Stimmen ja zum Gemeinschaftsprojekt. Dies sagte Comedia- Sprecherin Nina Scheu auf Anfrage der SDA.
Syndicom wird damit zu einer der drei grössten Gewerkschaften im Schweizerischen Gewerkschaftsbund. Wichtiger sei aber mehr gewerkschaftliche und politische Schlagkraft, mehr Gewicht in der öffentlichen Debatte und der Sozialpartnerschaft, wie Syndicom am Freitag mitteilte.

Hesskisssulzersuter verdreht Ammann Optik die Augen

Mit Anzeigen und Aussenplakaten am POS hat Hesskisssulzersuter Sehschwächen inszeniert, um so die Kunden für einen Sehtest bei Amman Optik zu motivieren.

Einen Sehtest besteht man, wenn man verdrehte Buchstaben richtig lesen kann. Im Alltag sind die Buchstaben aber eigentlich nie verdreht. Aber sie tanzen einem vor den Augen herum oder man kann nicht mehr jeden einzelnen so genau erkennen. Oder sind sie sind schlicht zu klein gedruckt. Diese Schwächen hat Hesskisssulzersuter auf den neuen Sujets für Amman Optik inszenier.
Verantwortlich bei Ammann Optik: Philip Ammann, Inhaber. Verantwortlich bei Hesskisssulzersuter: Thomas Ammann (Creative Direction, Text), Florian Bachofen (Art Direction), Lars Bo Müller (Beratung).

1292852089_img101210_amman2
1292852089_img101210_ammann3
img101210_ammann4

Goldbach Audience und Goldbach Media lancieren Swiss Internet TV Pool

Goldbach Audience und Goldbach Media erweitern ihr Internet TV Portfolio. Mit dem Swiss Internet TV Pool kann Bewegtbild-Werbung innerhalb von TV-Inhalten in Online Premium Umfeldern mit hohen Reichweiten platziert werden.

Der Swiss Internet TV Pool ist eine Bündelung aller Videowerbeplätze der Internetplattformen von prominenten TV Brands wie RTL, ProSieben, SAT.1, Vox, Mtv, Kabel eins, Viva, und Super RTL. Die beiden bekanntesten nationalen Internet TV-Webseiten Wilmaa und Zattoo runden die Zusammensetzung des neuen Pools, der mit 15 Millionen Views die höchste Videoreichweite der Schweiz erreicht, ab.
Im Swiss Internet TV Pool kann über alle Werbeträger hinweg ein einziges Videowerbeformat entweder als ein bis zu 30 Sekunden langes Pre Roll oder Mid Roll eingesetzt werden. Analog der Unterbrecherwerbung im klassischen TV werden dabei die Online Spots vor beziehungsweise zwischen dem Hauptvideo gezeigt.

Spinas/Gemperle: Markenaufbau für Changemaker konzipiert

Categories

Allgemein
get_footer();