Private «Arena» stösst bei regionalen Fernsehstationen auf Interesse

Vor einigen Tagen gab Schweiz 5 die Lancierung eines Gegenprogramms zur «Arena» des Schweizer Fernsehens bekannt. Auch andere regionale Fernsehstationen sind der Idee nicht abgeneigt, wie eine Umfrage der Zeitung Sonntag zeigt.

Die Frage, ob sie sich an einer regionalübergreifenden privaten «Arena» beteiligen würden, bejahten Norbert Neininger vom Schaffhauser Fernsehen, Marc Friedli von Tele M1 oder Mario Aldrovandi von TV Ostschweiz. Auch Markus Gilli findet eine Beteiligung von Tele Züri «denkbar». Ebenfalls «denkbar» ist dies für Patrick Teuscher von Tele Bärn. Zumindest eine partielle Beteiligung, so Teuscher, wenn mindestens ein Berner Gesprächsteilnehmer dabei sei. Für Gilli müssten sich aber zusätzlich Tele Basel und Tele 1 (Luzern) beteiligen. Ähnlich sieht es Marc Friedli: Die Agglomeration müsse möglichst lückenlos mit jeweils führenden Sendern bedient werden, so Friedli. Das heisse im Minimum: Zürich, Mittelland, Bern und Basel. Willy Surbeck von Tele Basel hält den Aufwand für gigantisch. Er würde sich «eher nicht beteiligen».

Über den idealen Sendeplatz sind sich die TV-Chefs uneinig. Aldrovandi hält das Wochenende für geeignet. Ebenso Neininger, der für den späten Sonntagabend plädiert. Markus Gilli und Patrick Teuscher nennen beide den Donnerstag als idealen Sendetag. Friedli legt sich nicht auf einen Wochentag fest, sieht aber ein Zeitfenster zwischen 20.15 und 22 Uhr als ideal. Eine Konkurrenzplatzierung zur SF-«Arena» sei aber mit allen Mitteln zu umgehen.

Drei bis fünf Monate dürften genügen

Einigkeit herrscht bei den Regionalfernsehchefs darüber, dass sich ein grosser Polit-Talk relativ schnell auf die Beine stellen liesse. Die Befragten nannten als Rahmen zwischen drei und fünf Monate. Offen ist hingegen die Frage der Finanzierung und des Kostenschlüssels. Ein Hindernis könnte zudem sein, dass die meisten Regionalsender schon heute eigene Polit-Talksendungen im Programm haben und eine private «Arena» eine gewisse Konkurrenz darstellen würde. Friedli wirft zudem die Frage auf, ob ein Regionalsender überhaupt eine Polit-Talkshow mit möglichst nationaler Anmutung im Programm oder doch eine eigenständige Sendung mit möglichst hohem Regionalbezug führen soll.

Optimistisch und kämpferisch gibt sich Norbert Neininger: Wenn sich die Privatfernsehsender wirklich zusammenschliessen, ergebe sich ein genügend grosses Potenzial. Und da die meisten zu Medienhäusern gehörten, könne man auch für ein wirkungsvolles Marketing sorgen.


Schweiz 5: Neue «Arena» soll spätestens im August starten

 

ADC: Die beste Werbung aus dem Jahr 2010 gekürt

Der Art Directors Club Schweiz (ADC) hat die Werbung des vergangenen Jahres beurteilt. Unter dem Jurypräsidenten Frank Bodin wurde insgesamt neun Mal Gold verliehen. Zu den Gewinnern gehören Jung von Matt/Limmat, SFLB, Ruf Lanz, Euro RSCG Zürich, die Y&R-Gruppe und Wire.

Von insgesamt 758 eingereichten Arbeiten wurden 189 Arbeiten ausgezeichnet: 9 mit Gold, 16 mit Silber, 46 mit Bronze und 118 mit Shortlist. Insgesamt 28 Agenturen und ihre Auftraggeber beziehungsweise Einsender dürfen sich über mindestens eine Shortlist freuen.

Die Gold-Gewinner

In der Kategorie Digital:
Caritas One Minute of Silence von Jung von Matt / Limmat

 

In der Kategorie Film:
Sunrise SMS Dialoge von Spillmann/Felser/Leo Burnett

In der Kategorie Anzeigen:
VBZ Mörgeli/Jositsch von Ruf Lanz

Zürcher Kammerorchester Instrumente von Euro RSCG Zürich

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In der Kategorie Plakate:
Citterio Hauchdünn geschnitten von Y&R Gruppe

VBZ Mörgeli/Jositsch von Ruf Lanz

In der Kategorie Direktmarketing und Promotion:
Caritas One Minute of Silence von Jung von Matt / Limmat

In der Kategorie Design:
Phonak Spice von Y&R Gruppe

W.I.R.E. Abstract No 1-3 2010 von W.I.R.E.

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Die Top 10 der Schweizer Werbeagenturen, rangiert nach Punkten

Gold = 7 Punkte, Silber = 4 Punkte, Bronze = 2 Punkte, Shortlist = 1 Punkt.
 

Rang Agentur Punkte Ausz. Gold Silber Bronze Shortlist
1 Ruf Lanz 62 32 2 3 9 18
2 Jung von Matt/Limmat 52 25 2 2 9 12
3 Spillmann/Felser/Leo Burnett  49 27 1 3 7 16
4 Y&R Gruppe 48 25 2 0 11 12
5 Wirz Werbung 28 23 0 1 2 20
6 Euro RSCG Zürich  17 8 1 1 0 6
7 Studio Achermann 14 8 0 2 0 6
8 Contexta  12 6 0 1 3 2
9 W.I.R.E.  8 2 1 0 0 1
10 Publicis Communications 7 4 0 1 0 3
10 KSB Krieg Schlupp Bürge  7 6 0 0 1 5

Ergänzend zu den internationalen Jury-Standards des ADC Schweiz wurde neu auch nach den Qualitätsfragen 3Q von Jury-Chairman Frank Bodin juriert.
1. Macht es Sinn? 2. Bewegt es Menschen und die Marke? 3. Ist es vorbildlich? Neu wurde zudem den Neuen Medien ein grösseres Gewicht beigemessen. So wurde die Kategorie Digital ausgebaut und die neue Kategorie Creative Media eingeführt. Die Arbeiten für die Kategorie Direktwerbung & Promotion müssen zudem neu als Cases mit Response-Nachweis eingereicht werden, wie es bei vergleichbaren internationalen Wettbewerben ebenfalls Standard ist. Im Zuge der Öffnung des ADC nahm auch dieses Jahr ein Gast-Juror an der Gold-Jurierung teil: Boris Blank, der Gründer, künstlerische Leiter und verantwortliche Komponist der Gruppe Yello.
 

Inhalt&Form: Neues Printsujet für die Tauchschule auf den Malediven

Die Agentur Inhalt&Form hat für die Tauchschule Ocean Pro ein neues Sujet realisiert, das in ganz Europa in der Fachpresse geschaltet wird.

Die Agentur Inhalt&Form hat für die Tauchschule Ocean Pro ein neues Sujet realisiert, das in ganz Europa in der Fachpresse geschaltet wird.

Die Malediven gelten seit Jahren als Taucherparadies. Auch Amy Stierli, ehemalige Besitzerin der Manta Reisen, hat sich ein Stück Paradies erhalten wollen und gründete vor mehreren Jahren die Tauchschule Ocean Pro. Jedes Jahr bittet nun die maledivische Tauchschule Inhalt&Form um mindestens ein neues Sujet, das jeweils in ganz Europa in der Fachpresse geschaltet wird. Das diesjährige Sujet zeigt schnell und schnörkellos, was Ocean Pro in der maledivischen Unterwasserwelt dem Tauchpassionierten bringt: Mehr entdecken, mehr sehen.

Verantwortlich bei Ocean Pro: Amy Stierli (Inhaberin). Verantwortlich bei Inhalt&Form: Serge Riedener (CD), Claudia Fuchs (AD), Nicolas Stark (Grafik), Fabian Zahner (Text), Alexandra Scherz (Beratung). Bildbearbeitung: Markus Graf.

Matter & Gretener gewinnt Mobility-Division von Siemens Schweiz als neuen Kunden

Matter & Gretener freut sich über einen neuen Kunden: die Mobility-Division von Siemens Schweiz, die Verkehrssysteme entwickelt und vernetzt, um Menschen und Güter effizient und umweltfreundlich zu transportieren.

Matter & Gretener arbeitet schon intensiv an ersten Kommunikationsmassnahmen für den neuen Kunden, wie die Agentur in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. Die Ideen der Nudge-Agentur sollen dafür sorgen, dass die intelligenten Mobilitätslösungen von Siemens Schweiz einer breiten Öffentlichkeit bekannt werden.
 

Euro RSCG Zürich: Job-Programm von My Handicap beworben

Euro RSCG Zürich bewirbt das Programm «Jobs für Behinderte – Behinderte für Jobs» mit einer Follow-up-Anzeige, bei der die Aufmerksamkeit weg von der Behinderung hin zum Menschen und seinen Talenten gelenkt werden soll.

Die Stiftung My Handicap lancierte Ende letzten Jahres mit Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Medien das Programm «Jobs für Behinderte – Behinderte für Jobs». Ziel ist es, Stellensuchende und Arbeitgeber auf einem Internetportal zusammenzuführen und so mehr Menschen mit Behinderung in den regulären Arbeitsmarkt zu integrieren. Gleichzeitig wird die Gesellschaft sensibilisiert, die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung zu erkennen.

Auf der ersten Anzeigenseite ist ein Mensch von hinten im Rollstuhl zu sehen. Blättert man um, sieht man dieselbe Person von vorne – bei der Arbeit als Uhrmacher. Die Aussagen dazu: Eine Behinderung sehen wir auf den ersten Blick. Den Menschen und seine Talente erst auf den zweiten.

Verantwortlich bei MyHandicap: Joachim Schoss, Dominik Domnik, Albert Frieder. Verantwortlich bei Euro RSCG Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Axel Eckstein (CD), Marietta Albinus (AD), Anne-Marie Pappas (Grafik), Urs Zwyssig (Text), Anna Colby, Suse Heinz (Artbuying), Christine Leitl (Beratung), Anita Baumann (Fotografie und Bildbearbeitung).
 

Nike: Digitaler Spot mit Andrés Iniesta

Superstar Andrés Iniesta vom FC Barcelona spielt die Hauptrolle im neuen digitalen Nike Football-Spot «Nike CTR 360 Maestri II: Take Control Andrés Iniesta».

Der Spot zeigt die grössten Stärken des Spielmachers im neuen Nike Fussballschuh CTR 360 Maestri II beim Training und in verschiedenen Spielsituationen: Die Kontrolle über Ball und das Spielgeschehen.

Andres Iniesta habe seine spielentscheidenden Fähigkeiten diesen Sommer in Südafrika unter Beweis gestellt, heisst es in einer Mitteilung. Durch den neuen Spot könnten nun auch die Zuschauer Iniestas souveräne Kontrolle der intensiven und kämpferischen Spielsituationen im Mittelfeld verblüffend realistisch miterleben. Im Spot wechselt die Handlung immer wieder nahtlos zwischen Spiel- und Trainingssituationen und zieht den Zuschauer somit in seinen Bann. Der Spot ist weltweit ab dem 28. Januar 2011 auf Youtube, Facebook und Nikefootabll.com zu sehen.

Die Produktion des Spots wurde von der Agentur Wieden + Kennedy durchgeführt.

 

SFLB für Goldbach Group: Creative Director für die Hosentasche

Am 30. Januar 2011 steigt das ADC-Fest im Schiffbau Zürich, an dem die besten Werbearbeiten des letzten Jahres prämiert werden. Damit bald nur noch Goldideen am Laufmeter produziert werden, hat Spillmann/Felser/Leo Burnett für die Goldbach Group die «Pocket CD»-App entwickelt.

Denn Kreative haben immer dasselbe Problem: Ist eine Idee wirklich gut, oder landet sie im Eimer? Schluss mit Werweissen. Jetzt kann man seine Idee einfach ins iPhone sprechen und sofort spuckt der «Pocket CD» seine präzise Ideen-Evaluation aus. Die «Pocket CD»-App kann via iTunes oder www.goldbachmobile.com/pocketcd gratis heruntergeladen werden. Beworben wird die App mit einer Anzeige in der ADC-Zeitschrift und einem E-Mailing an Werbeprofis.

Verantwortlich bei der Goldbach Group: Paul Riesen (COO), Andrea Staub (Project Manager Communication), Goldbach Mobile: Ramona Vincenti und Visar Hundozi (App-Entwicklung), Federico Sutera (Microsite-Entwicklung). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Martin Spillmann (ECD), Dan Strasser, Patrick Suter (CD), Oli Kreienbühl (AD), Reto Vogler (Text), Rebecca Krausse, Nora Urscheler (Beratung); Oliver Nanzig (Fotografie).

Publikumsrat: Abwechslungsreiche, aber zu lange «Swiss Award»-Gala

Der Publikumsrat spricht dem «Swiss Award» gesellschaftliche Bedeutung, Glanz und Glamour zu. Als abwechslungsreich und unterhaltsam beurteilt er verschiedene Elemente der Sendung. Insgesamt wird diese jedoch als zu lang empfunden.

Mit der «Swiss Award»-Gala gelang es dem Schweizer Radio und Fernsehen SRF gemäss Publikumsrat, eine gesellschaftlich bedeutende Preisverleihung für herausragende Leistungen von Schweizer Persönlichkeiten zu inszenieren. Die Gala verfüge über Glanz und Glamour, was der Bedeutung der Awards angemessen sei, heisst es in einer Mitteilung.

Als störenden Fremdkörper empfanden die meisten Publikumsrätinnen und -räte die Ziehung der Millionenlose. Dieses trocken inszenierte Element sei unpassend und einer Gala unwürdig. Mehrere Ratsmitglieder haben Erklärungen zum Nominations- und Wahlverfahren sowie zur Jury und Academy in der Sendung vermisst. Solche Informationen hätten die Transparenz und Glaubwürdigkeit des Anlasses erhöht.

Insgesamt sieht der Publikumsrat in «SwissAwards» grosses Unterhaltungspotential. Dieses kam über das Ganze gesehen jedoch zu wenig zum Tragen. Denn die Show war mit zweieinhalb Stunden zu sehr in die Länge gezogen.

Viel Lob erhielten die Moderatoren Sandra Studer und Sven Epiney. Sandra Studer führte in den Augen des Publikumsrats stilvoll, kompetent und sympathisch durch die Gala. Sie meisterte die besinnlichen wie die freudigen Augenblicke souverän und auf natürliche Art. Sven Epiney gefiel den Ratsmitgliedern durch Schalk, Spontaneität und Herzlichkeit. Es gelang ihm gut, die fernsehungewohnten Millionenkandidaten zum Sprechen zu bringen.

 

Lokalblätter: Bürgerreporter werden immer beliebter

Lokale und regionale Zeitungen füllen ihre Seiten in Print und Web immer häufiger mit Inhalten von Bürgerreportern. In Deutschland hat das Hamburger Abendblatt erst vor wenigen Tagen das Projekt «Mein Quartier - Die Stadtteilreporter» gestartet hat. Nun setzt auch die Münchner Abendzeitung auf Hobbyjournalisten.

Die Zeitung greift dabei auf die Ressourcen des Bürgerreporter-Portals Myheimat.de zurück. Hier kann jeder darüber berichten, «was bei ihm vor der Haustür passiert».

«Wir sehen nicht die Gefahr, dass die Zeitung durch Inhalte von Bürgerreportern zum kollektiven Blog verkommen könnte», sagt Myheimat-Geschäftsführer Martin Huber auf Nachfrage von Pressetext. «Vielmehr können die Beiträge eine entscheidende Ergänzung im regionalen und lokalen Bereich zum seriösen Journalismus sein.» Bei heiklen Themen mit Faktenbezug kann journalistische Qualität in Bürgerreporter-Berichten zwar nur anhand einer weiteren Prüfung sichergestellt werden. In den meisten Fällen leben die Artikel jedoch von persönlicher Perspektive, Subjektivität und dem direkten Bezug des Autors zum Thema.

Bezahlung nicht vorrangig

Das Hamburger Abendblatt hat zur intensiveren Lokalberichterstattung ein eigenes Team an Bloggern zusammengestellt. Entlohnt werden die Reporter jedoch nur, wenn ihre Artikel nach redaktioneller Prüfung auch abgedruckt werden. Bei Myheimat gibt es für eingestellte Beiträge keine Bezahlung. Für die Autoren sei die monetäre Motivation nicht vorrangig, meint Huber im Pressetext-Gespräch. Vielmehr stehen ein zeitnahes und schnelles Feedback durch die Leser und eine hohe Reichweite an oberster Stelle.

Die Münchner Abendzeitung sieht in der Kooperation mit Myheimat und den Bürgerreportern «eine Ergänzung und ein Werkzeug, um mit den Lesern auf Augenhöhe ins Gespräch zu kommen». Neu ist die Idee jedoch nicht, die Gelegenheitsberichterstattung von Hobbyautoren in einem Massenmedium zu nutzen. Allein auf die Inhalte bei Myheimat greifen etwa die Waldeckische Landeszeitung mit der Frankenberger Zeitung, die Heimatzeitungen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und der Neuen Presse Hannover, die Oberhessische Presse, das Naumburger Tageblatt, die Peiner Allgemeine Zeitung oder das Hannoversche Wochenblatt zurück
 

Datenschützer gibt Startschuss zur Kampagne «Netla – Meine Daten gehören mir!»

Kinder und Jugendliche sollen lernen, mit den eigenen Daten im Internet verantwortungsvoll umzugehen. Der Eidgenössische Datenschützer Hanspeter Thür hat am Freitag den Startschuss zu einer Kampagne gegeben.

Ziel ist es, Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 14 Jahren dafür zu sensibilisieren, wie wichtig ein sorgsamer Umgang mit persönlichen Daten ist. Initiiert hat die Kampagne der Rat für Persönlichkeitsschutz, dem Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Datenschutz angehören. Privatsphäre und Datenschutz lägen nicht im Trend, stellte dessen Vertreter Matthias Kummer gemäss SDA fest. Heute sei trendig, wer sich preisgebe, zeige produziere.

Es gehe nicht um eine Verteufelung moderner Technologien oder Entwicklungen. Doch mit jeder Preisgabe von Informationen werde ein Stück Identität und damit auch Freiheit und Unabhängigkeit aufgegeben, und viele seien sich dessen nicht bewusst.

Dies wollen die Datenschützer mit der Kampagne «Netla – Meine Daten gehören mir!» ändern, und sie wollen schon bei kleinen Kindern ansetzen. Aus ihrer Sicht ist dies dringend nötig: Gemäss Untersuchungen könnten mehr Kleinkinder mit einer Computer-Maus umgehen oder einen Webbrowser öffnen als schwimmen, gab Kummer zu bedenken.

Keine Werbung

Die Kampagne ist interaktiv ausgerichtet. Auf der Website www.netla.ch finden sich ab kommendem Montag Fortsetzungscomics und Online-Games, für Kinder im Vorschulalter eine Bildgeschichte. Diese sollen die Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten im Internet fördern. Die Jugendlichen können Tipps abrufen und mit einem Quiz das neue Wissen vertiefen.

Die Kampagne, die am Europäischen Datenschutztag lanciert wurde, ist auf drei Jahre angelegt und kostet rund eine halbe Million Franken. Finanziert wird sie grösstenteils mit Geldern aus der Wirtschaft. Die Kampagne enthalte jedoch keine Werbung, betonte Kummer.
 

Stadt Zürich: Bevölkerung redet online mit

Die Stadtzürcher Bevölkerung soll vermehrt mitreden können: Darauf zielen zwei Online-Projekte ab, welche die Stadt weiter verfolgt. Zudem werden interessierte ältere Menschen von Schülerinnen und Schülern mit Handy und Internet vertraut gemacht.

Drei Informatik- und Kommunikations-Projekte die sie weiterverfolgen will, hat die Stadt Zürich aus einem Ideenwettbewerb und einem Branchen-Workshop ausgewählt, wie Organisation und Informatik Zürich (OIZ) am Freitag gemäss SDA mitteilte. Sie heissen «CompiSternli-Stadt», «Fix my Zürich» und «ePartizipation der Bevölkerung».

Zu «CompiSternli» ausgebildet werden freiwillige 10- bis 14-jährige Schülerinnen und Schüler. Sie sollen interessierten älteren Menschen den Umgang mit Handy und Computer näherbringen. Dabei geht es um grundlegende Funktionen wie SMS und E-Mail schreiben, im Internet surfen und dergleichen.

Ein Loch im Strassenbelag? Ein kaputter Ticketautomat an der Tramhaltestelle? Eine versprayte Unterführung? Auf dem Online-Portal «Fix my Zürich» können Einwohnerinnen und Einwohner direkt auf Schäden und Mängel an der städtischen Infrastruktur hinweisen. Auch Anregungen, wie etwa hier oder dort etwas verbessert werden könnte, sind willkommen.

Das dritte ausgewählte Projekt heisst «ePartizipation der Bevölkerung». Zürcherinnen und Zürcher sollen weiterhin Ideen zu eZürich einbringen können. Sie sollen aber auch online verfolgen können, wie die Projekte umgesetzt werden, und sollen Gelegenheit haben, sich dazu zu äussern und mitzuentscheiden.
 

Smartphone-Markt: Android bald vor iPhone?

Apples iPhone hat mit Design, Bedienungsoberfläche und den vielen Apps die Herzen der Early Adopter erobert. Doch Googles Android-System holt derzeit auf.

Schätzungen des Internet-Magazins eMarketer zufolge werden die Kontrahenten den Smartphone-Markt in den USA Ende 2012 mit 31 Prozent (Google) und 30 Prozent (Apple) dominieren. eMarkters Chef-Analyst Noah Elki führt seine Prognose auf den für Smartphone-Hersteller lizenzfreien und einfachen Gebrauch des Android-Betriebssystems zurück. Ende 2010 besaßen 24 Prozent der US-Amerikaner ein Smartphone. 2009 waren es sechs Prozent.

emarketer

(Grafik: eMarketer.com)

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