Euro RSCG: Facebook-Nutzer als vermisst gemeldet

Euro RSCG Zürich hat für das Restaurant Commihalle die Aktion «Dinner statt Chat» gestartet. Diese holt Facebook-Nutzer wieder ins echte Leben zurück.

Täglich loggen sich über 2,2 Millionen Schweizer auf Facebook ein und chatten lieber miteinander als sich zu treffen. Aber kann ein «XO» eine echte Umarmung ersetzen? Ist ein «Anstupser» so herzlich wie ein Schulterklopfen? Oder ein «LOL» so mitreissend wie ein lustiges Lachen? Das sehen die Inhaber der Commihalle nicht so und rufen deshalb zur Resozialisierung auf: mit ihrer Aktion «Dinner statt Chat».

Die Aktion soll Facebook-Nutzer zurück ins echte Leben holen. Und richtet sich an alle, die mit Facebook-Freunden mal wieder dinieren wollen, anstatt mit ihnen in einem unbeheizten Chatroom «abhängen» zu müssen. Was man dafür tun muss? Einfach auf Facebook der Gruppe «Dinner statt Chat» beitreten. Die Belohnung: Wer sich anmeldet und drei seiner Facebook-Freunde in die Commihalle mitbringt, erhält sein 3-Gang-Menü kostenlos.

Um auch «Draussen» auf die Social-Media-Kampagne aufmerksam zu machen, erscheinen punktuell in der Zürcher Innenstadt Vermissten-Anzeigen von Facebook-Nutzern, die ihr Leben nur noch im Netz verbringen. Dabei wird ein Aufruf an reale Personen gestartet, jene wieder ins echte Leben zurückzuholen.

Die Kampagne und ist ab sofort on- und offline zu sehen.

Verantwortlich bei Commercio Piccadilly: Nicolas von Graffenried (CEO), Corinne Sutter, Roland Lässer. Verantwortlich bei Euro RSCG Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Axel Eckstein (CD), Philipp Lengyel (AD), Wolfgang Bark (Text/Konzept), Marianne Sauter (Beratung).

 

Google unterstützt ägyptische Opposition beim twittern

Google hilft der ägyptischen Opposition bei der Kommunikation. Wie der Internetgigant in seinem Firmenblog am Montag mitteilte, soll es möglich sein per Telefonanruf zu twittern.

Die Nachricht müsse als Voicemail bei den internationalen Rufnummern +1 650 419 4196 oder +39 06 62 207 294 oder +97 316 199 855 hinterlassen werden. Die Nachrichten würden dann mit dem Schlagwort «egypt» augenblicklich bei Twitter veröffentlicht. Sie können über dieselben Nummer empfangen oder über Twitter.com/speak2tweet gehört werden. Nach Google-Angaben arbeiteten eine kleine Gruppe von Experten von Twitter, Google und Say Now, einer Firma die Google in der vergangenen Woche gekauft habe, an dem Service.

Google schreibt in seinem Blog weiter, dass das Unternehmen hoffe, den Menschen in Ägypten in dieser sehr schwierigen Zeit bei ihrer Kommunikation helfen können. Die Nachricht wurde von Ujjwal Singh, dem Mitbegründer von Say Now und dem Google-Produkt-Manager für den Nahen Osten und Nordafrika AbdelKarim Mardini im Blog veröffentlicht.

 

Mobilezone neu im Portfolio von KSB

Seit Ende 2010 zählt Mobilezone zu den Kunden der KSB Werbeagentur. Der Entscheid fiel im Rahmen eines Pitches.

KSB werde mehrere digitale Schlüsselprojekte betreuen, teilte die Agentur am Dienstag mit. Erste Arbeiten sind im Laufe des Februars 2011 zu sehen.

Mobilezone ist ein Telekomspezialist mit über 140 Shops in der Schweiz. Dem Privat- wie auch dem Geschäftskunden werden Beratung und umfassende Dienstleistungen zu den Angeboten aller Netzbetreiber, sowie ein Gerätesortiment für Mobil- und Festnetztelefonie geboten.

 

Bakom: Informationsangebot von Lokalradios untersucht

Neben den SRG-Programmen liess das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) auch acht Lokalradios in den Kantonen Bern und Tessin unter die Lupe nehmen. Gemäss der Programmanalyse decken die Sender ihren Konzessionsauftrag punkto Informationssendungen insgesamt gut ab.

Analysiert wurden die Berner Privatradios Capital FM, Radio BE 1 (jetzt Energy Bern), Radio BeO, Radio Neo1, Canal 3 Deutsch & Französisch sowie die Tessiner Privatradios Fiume Ticino und Radio 3iii. Ihre Programme wurden während einer Woche im Oktober 2009 zu den Hauptsendezeiten täglich während insgesamt sechs Stunden untersucht.

Gemäss Analyse widmete Radio BeO der Information am meisten Platz. Zu den Hauptsendezeiten waren es an Werktagen 1 Stunde und 25 Minuten. Neun Minuten weniger waren es bei Radio Canal 3. Beim inzwischen in Energy Bern aufgegangenen Sender BE1 wurden dagegen nur etwa während 40 Minuten Informationen gesendet. Dominierende Themen waren bei den meisten Radios Politik, Sport und Gesellschaft. Wirtschaft und Kultur wurde weniger Platz eingeräumt.

Die Konzession schreibt den Lokalradios vor, während der Hauptsendezeiten in erster Linie relevante lokal-regionale Informationen zu Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft und Sport zu senden. Die Analyse wurde durch die Arbeitsgemeinschaft Publicom, Università della Svizzera italiana, Lugano und der Université de Genève im Auftrag des Bakom im Rahmen der kontinuierlichen Programmbeobachtung erstellt.
 

Publicis: Für Radiospot mit Swiss nach Spanien geflogen

Swiss baut ihr Angebot am Flughafen Genf mit neuen Verbindungen nach Madrid aus. Publicis hat dafür mit einem Flamenco-Sänger einen Radiospot produziert.

Der Zuhörer weiss nach dem ersten Ton, dass es um Spanien geht, und ein paar Takte später, dass er mit Swiss ab Genf günstig nach Madrid und Barcelona kommt. Die Spanienflüge ab Genf von Swiss werden in der französischen Schweiz auch mit Inseraten und Plakaten bekannt gemacht.

Zum Spot: Swiss Genf Madrid.mp3.

Verantwortlich bei Swiss: Christine Moch (Head of Advertising), Corinne Vogt (Advertising). Verantwortlich bei Publicis: Peter Rettinghausen (CD), David Hugentobler (Text), Denis Schwarz (AD), Franziska Langenbacher (Grafik), Silvia Holend, Dario Giacchino (Beratung). Tonstudio: Jingle Jungle.
 

Supertext.ch ist seit fünf Jahren online

Am 1. Februar 2006 ging das Web-Startup-Unternehmen Supertext mit Sitz in Zürich West online. Über das Portal Supertext.ch buchen Kunden Text- und Übersetzungsaufträge schnell und unkompliziert. Ähnlich wie Last-Minute-Reisen.

Aus dem «Text-Tuning-Service» ist mittlerweile ein Sprachdienstleister mit einem internationalen Netzwerk von mehr als 300 Autoren, Textern, Lektoren, Korrektoren und Übersetzern geworden. Gründer Rinaldo Dieziger und sein sechsköpfiges Team arbeiten für Agenturen wie Wirz, KSB, Unic, Additiv und liefern an die Marketingabteilungen von Wander, Ebay, Toshiba, Antalis, Helvetia und OBI. Mehr als 1‘500 Kunden haben den Service in den letzten fünf Jahren beansprucht. Supertext rechnet im Jubiläumsjahr mit fünf Millionen Franken Umsatz.

 

Draft FCB/Lowe Group gratuliert Mini

Der Mini steht bei der Leserwahl der Auto Illustrierten wieder zuoberst auf dem Podest. Dieses Ereignis zelebrieren die Marketingspezialisten der Draft FCB/Lowe Group mit einer Gratulationsanzeige.

Drei Jahre lang fuhr der Mini bei der Leserwahl im Windschatten des Fiat 500. Nun konnte der Brite den Italiener wieder überholen. Das Motiv zeigt: Die frisch zu Mini konvertierten Tifosi können trotz allem Kurvenspass nicht ganz auf das italienische Lebensgefühl verzichten. So glänzen die Rückspiegelkappen in den italienischen Landesfarben, anstelle des britischen Union Jack.

Verantwortlich bei Mini: Eveline Bauert (Leiterin Kommunikation Mini). Verantwortlich bei Lowe: Daniel Comte (ECD), Boris Beuckmann (Text), Frédéric Nogier (AD), Cinthia Stettler (Grafik); Rolf Jeger, Martin Gonzenbach, Jasmin Jost (Beratung).

MINI-Tifosi
 

Schweizer Medien: Glühbirne zum Leuchten gebracht

Moritz Leuenberger wirbt unfreiwillig für neues AKW

Knapp zwei Wochen vor der Abstimmung im Kanton Bern über ein neues Atomkraftwerk in Mühleberg gibt ein Inserat der Befürworter zu reden. Es wirbt mit einem Foto und einem Zitat von alt Bundesrat Moritz Leuenberger (SP) für ein Ja an der Urne.  

«Ich wurde vor Erstellung dieses Inserates nicht kontaktiert; dieses ist ohne mein Wissen erschienen», schreibt der ehemalige Vorsteher des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) in einer Mitteilung. Das Vorgehen der Inserenten sei unkorrekt. In diesen kantonalen Abstimmungskampf wolle er sich nicht einmischen. Der alt Bundesrat wird im Inserat mit einer Aussage vom 24. Oktober 2010 zitiert. Er sagte damals, dass die Kernergie «nahezu CO2-freien Strom» produziere, was klimapolitisch «nicht zu unterschätzen» sei. Das Zitat stamme aus seiner Zeit als aktiver Bundesrat und gebe die offizielle Haltung des Gesamtbundesrates wieder, hält Leuenberger fest. Um diese für die aktuelle Abstimmung zu verwenden, hätte deshalb die aktuelle Energieministerin zitiert werden müssen.

Beim Komitee «Ja zu Mühleberg» ist man sich indes keines Fehlers bewusst.
Leuenberger sei eine öffentliche Person, sagte Komiteesprecher Adrian Haas auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Zudem stehe im Inserat, dass das Zitat aus Leuenbergers Zeit als Bundesrat stamme. Ein Einverständnis sei deshalb nicht nötig gewesen. Das Komitee habe einfach jenes Bundesratsmitglied zitieren wollen, dass damals für die Energiestrategie des Bundes zuständig gewesen, sei, hält Haas fest. Dass auf dem Bild des Inserats auch das Logo der SP zu sehen sei, die im Kanton Bern gegen den Ersatz des AKW kämpfe, halte er auch nicht für problematisch.

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 Inserat in einem grösseren Format: AKW Muehleberg.pdf.

Die Anzeige stammt von Burson-Marsteller und wurde im Bund und der Bernerzeitung veröffentlicht, wie Adrian Haas gegenüber der Werbewoche sagte. Die PR-Agentur zeichnet für die gesamte Kampagne des Komitees verantwortlich.

 

Vizner Borel: Für VW den Wolf in der Schweiz angesiedelt

Die VW Nutzfahrzeuge führen dieses Jahr unter dem Namen «Amarok» einen Pickup ein. Für den Launch zeichnet Vizner Borel verantwortlich.

Amarok heisst in der Sprache der Inuit «Wolf». Die Attribute vom Wolf sollen dabei mit dem Pickup in Verbindung gebracht werden: Kraft, Intelligenz, Ausdauer, Anpassungsfähigkeit, Effizienz und Schönheit. Als «Wolf unter den Nutzfahrzeugen» bietet der neue Amarok 4-Motion-Allradantrieb oder Hinterradantrieb, herausragende Nutz- und Anhängelastwerte, die breiteste Ladefläche seiner Klasse und kräftige, wirtschaftliche TDI-Motoren.

Zum Einsatz kommen Anzeigen, Plakate, TV, Mailings, Events, Banner und POS-Massnahmen. Als Markenbotschafter konnte der Rockstar Gölä gewonnen werden. Er werde mit viel «Dräck uf dr Zunge und Staub uf dr Lunge» harte Arbeit für den Amarok verrichten, so die Agentur.

Verantwortlich bei Amag Automobil- und Motoren: Bruno Ueltschi (Marketingleitung VW Nutzfahrzeuge). Verantwortlich bei Vizner Borel: Lajos Vizner, Guillaume Borel (Gesamtverantwortung), Florian Steiner (Art Direction/Konzept), Jürg Waeber (Strategie/Konzept), Nina Vetterli-Treml (Text/Konzept), Martina Glaser (Beratung). Fotografie: Peter Hebeisen; Litho: Ansichtsache; Teaser-Spot: Manifesto Films, Zürich.

 

Wunderman macht Sonovas neues Hörgerät in Florida bekannt

Der Hörgerätehersteller Sonova will die neue Hörhilfe «Seven» in den USA vermarkten. Für den Pilotversuch in Florida hat Wunderman eine Kampagne entwickelt.

Mit der neuen Hörhilfe richtet sich der Hersteller an Menschen mit einem leichten Hörverlust. Das Gerät kommt ohne Softwareanpassung aus, wodurch Hemmschwellen beim Kauf des ersten Hörgeräts gemindert werden sollen. Wunderman hat das Projekt von Anfang an strategisch und kommunikativ begleiten. Aus der engen Zusammenarbeit des interdisziplinären Projektteams entstand so eine voll integrierte Dialog-Marketing-Kampagne, die unter anderem Online-Ads und DRTV-Spots (Direct-Response-TV-Spots) umfasst. Aufbauend auf dem Grundgedanken «Avoid Misunderstandings» erfährt die Zielgruppe dabei, wie man dem Problem Hörverlust unverkrampft und erfolgreich begegnen kann.

Im Zentrum der Lead-Generation-Massnahmen stehen die Website Sevenhearing.com und zahlreiche Call-Center-Massnahmen, der Push erfolgt primär durch DRTV, Mailings, Online und Print. Zahlreiche POS-Massnahmen runden das Paket ab. Wunderman Zürich agierte als Leadagentur, die Netzwerk-Niederlassung in Chicago kümmerte sich um den lokalen Roll-out der erstellten Werbemittel.

Verantwortlich bei Sonova: Alexander Zschokke (Group VP Channel Solutions), Renato Di Rubbo (Director Marketing Channel Solutions), Nicole Brandes (Marketing Manager). Verantwortlich bei Wunderman: Markus Gut (CCO), Roger Rüegger (ECD), Michael Gallmann (Art Director), Samuel Textor (Text/Konzept), Lena Nasdal (Text), Florian Tillmann (Text), Sven Rufer (Text), Nora Angstmann (Grafik), Christoph Krummenacher (Grafik), Sandro Weber (HTML), Paolo Brocco (Programming), Rafael Tucev (Flash), Cem van der Schaar (FFF-Producer), Daniel Ganahl (Illustration), Benedikt Bitzi (Strategie), Rahel Güttler (Senior Consultant), Hanna Barber (Junior Consultant).

 

US-Verlag: Kaufangebot für Lagardère-Zeitschriften

Der US-Verlag Hearst hat 651 Millionen Euro für etwa 100 internationale Zeitschriftentitel der französischen Lagardère-Gruppe geboten. Zum Verkauf stünden unter anderem die internationalen Ausgaben der Frauenzeitschrift Elle, teilte Lagardère am Montag mit.

Unternehmenschef Arnaud Lagardère erklärte den Verkauf mit der starken Konkurrenz von Hearst (Cosmopolitan) oder Condé Nast (Vogue, Glamour). Die französische Ausgabe von Elle stehe jedoch nicht zum Verkauf. Lagardère hatte sich zuvor bereits von der französischen Regionalpresse getrennt. Er will verstärkt auf das Sportgeschäft setzen.

 

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