Marketingtag 2011: Ist Marketing wertvoll oder wertlos?

Am 8. März findet im KKL Luzern der diesjährige Schweizerischer Marketingtag statt. Neben der Verleihung der Marketing-Trophy 2011 beschäftigt sich der Anlass mit der Zukunft des Marketings und den Fragen: Ist Marketing wertvoll oder wertlos? Braucht es ein Marketing für das Marketing?

Zu den Teilnehmern gehört unter anderen der Gründer des sozialen Netzwerks Trendhunter.com und Autor des Bestsellers «Exploiting Chaos» Jeremy Gutsche. Er gibt Einblick in seine Arbeit und in die neuesten Schlüsseltrends, auf die Unternehmen achten sollten. Zudem werden folgende Experten anwesend sein:
 

  • Prof. Dr. Philip Kotler – S.C. Johnson Distinguished Professor of International Marketing in einem Videocast aus den USA;
  • Prof. Dr. Christian Belz, Ordinarius für Marketing an der Universität St. Gallen und Geschäftsführer Institut für Marketing;
  • Prof. Dr. Holger Rust, Leiter des Schwerpunkts Wirtschaftssoziologie und Vorstandsmitglied am Institut für Soziologie der Universität Hannover;
  • Dr. Thorsten G. Truijens, Managing Partner, Controlling Partner St. Gallen AG;
  • Urs Riedener, CEO, Emmi Gruppe;
  • Dr. Wolfgang Armbrecht, Senior Vice President Brand Management, MINI;
  • Dr. Peter Felser, CEO und Partner Spillmann/Felser/Leo Burnett AG;
  • Jürg Schmid, Direktor, Schweiz Tourismus;

Weitere Informationen und Anmeldung: www.marketingtag.ch

Marketing-Tag 2011: Die Luzern-Florida-Connection

 

SFLB: Neuer TV-Spot für Micasa

Möbel von Micasa sind «fürs Leben gemacht». Dies beweist Spillmann/Felser/Leo Burnett mit einem neuen Sujet, das seit kurzem im bestehenden TV-Konzept im Einsatz ist.

Genauso wie die bisherigen Spots zeigt auch dieser auf, wie sich das Leben rund um Möbel von Micasa abspielt. Im Zentrum steht diesmal eine Lampe auf dem Nachttischchen. Der Spot ist ab sofort im Schweizer Fernsehen sowie in den Schweizer Werbefenstern zu sehen.

Verantwortlich bei Micasa: Matthias Wunderlin (Leiter Fachmarkt Micasa), Juliette Baumgartner (Projektleitung Marktbearbeitung Micasa). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Martin Spillmann, Pablo Schencke, Johannes Raggio (Kreation), Andy Stäheli, Nino Zuberbühler, Carmen Jegge (Beratung), Suzana Kovacevic (Art Buying), Max Vitali (Regie), Condor Films (Produktion).

 

Zu guter Letzt: Verbrecher retten den US-Blätterwald

Das Zeitungssterben schreitet in den Staaten voran. Viele Zeitungen kämpfen ums Überleben. Andere setzen auf Verbrechervisagen und haben damit einen mordsmässigen Erfolg.

Das US-Magazin Busted beispielsweise verfolgt diese Strategie. Es veröffentlicht ausschliesslich lokale Fahndungsfotos. Und dies ganz legal. Die Fotos holt sich der Verlag gemäss der Süddeutschen Zeitung von der Polizei, welche die Fotos auch auf ihrer Website zeigt – inklusive des Namens, der Adresse und des mutmasslichen Vergehens. Für einen Dollar erfährt der «Leser», welch Kriminelle in der Gegend herumlaufen. Eigentlich sind es Verdächtige. Da dies aber niemanden zu interessieren scheint, steht es bloss im Kleingedruckten.

Unglücklicherweise wird die Website dieses Anbieters gerade überarbeitet. Ob es online noch mehr Dienste gibt, bleibt deshalb abzuwarten. Die Google-Suche gibt aber als Alternative den Auftritt von Busted Magazine heraus. Scheint etwa das Selbe zu sein. Und auf Bustedmagazine.com gibt es spannende Links. So kann ein kompletter «Background Check» – beispielsweise über den Nachbarn oder den neuen Freund der Tochter – bestellt werden. Wenn der Verdächtige schon nicht im Heft abgelichtet ist, dann geht es ihm wenigstens mit diesem Angebot an den Kragen! Ironischer Weise tut das Heft aber auch etwas für die Verbrecher. So gibt es einen Link zu einem Ratgeber zum Thema «Überleben im Knast». Dieser kann übrigens auch gleich heruntergeladen werden. Für den Fall der Fälle…

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(Bildquelle: Süddeutsche Zeitung)

Neu ernannte Kommunikationschefin verlässt VBS

Colette Adam-Zaugg, die neue Kommunikationschefin im Verteidigungsdepartement, verlässt das VBS noch vor dem Ende der Probezeit. Die 49-Jährige wird wieder als Anwältin tätig sein, wie das VBS am Montag mitteilte.

Verteidigungsminister Ueli Maurer hatte Adam-Zaugg erst per 1. Dezember 2010 zur Kommunikationschefin des VBS ernannt. Sie wurde Nachfolgerin von Jean- Blaise Defago, der seit vergangenem Sommer persönlicher Mitarbeiter von Maurer ist. Defago wird die Funktion von Adam-Zaugg nun vorübergehend wieder übernehmen. Die neue Kommunikationschefin habe auf eigenen Wunsch während der Probezeit gekündigt, hiess es in der Mitteilung des VBS. Die Juristin und Solothurner SVP- Kantonsrätin wolle wieder als Anwältin und Notarin arbeiten und ihre im Zusammenhang mit dem Wechsel ins VBS stillgelegte Kanzlei in Derendingen wieder aktivieren. Defago machte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA keine weiteren Angaben zum Abgang von Adam- Zaugg. Sie selbst war am Montagnachmittag nicht erreichbar.

Colette Adam-Zaugg wird Kommunikationschefin des VBS

 

200 Best Illustrators: Gewinnen Sie ein Exemplar

Lürzer‘s Archiv veröffentlicht die vierte Ausgabe von 200 Best Illustrators. Auf rund 320 Seiten bietet das Buch die besten Illustratoren in den Kategorien Advertising, Annuals, Books, Brochures und Calendars. Die Werbewoche verlost 15 Exemplare des Kreativwerks.

Die aktuelle Spezialausgabe offeriert mit einer Auflage von 30‘000 Stück einen Mix aus bekannten Namen und neuen Talenten. Eingereicht wurden insgesamt 6‘075 Werke aus 69 Ländern, die von Art Direktoren oder Verlegern nominiert wurden. 71 Illustratoren der letzten drei Ausgaben haben es auch dieses Mal in die Publikation geschafft. 129 neue Künstler treten nun an ihre Seite. Unter den Illustratoren finden sich diesmal zwei aus der Schweiz: Anja Denz und Nora Fehr.

Lürzer’s Archiv 200 Best Illustrators Worldwide 2011/2012 ist ab Mitte Februar erhältlich. Werbewoche-Leser haben die Chance, ein Exemplar zu gewinnen. Dazu senden Sie ein Email mit dem Vermerk «Best Illustrators»an [email protected].

 

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Das Cover der neuen Ausgabe stammt von der Agentur Taproot Indien, aus Mumbay. Diese Kampagne für den Kunden Transasia Papers wurde 2010 in Cannes mit dem goldenen Löwen ausgezeichnet.

 

Quisma: Jürg Thomann wird neuer Managing Director

Die zur Group M gehörende Performance-Marketing-Agentur Quisma baut ihre Präsenz in der Schweiz weiter aus. Jürg Thomann startet per 1. Februar als Managing Director am Standort Zürich.

In seiner neuen Funktion soll Thomann die Etablierung der Online-Marketing-Agentur im lokalen Markt vorantreiben. Dazu gehört die Erweiterung des Beratungsteams in Zürich mit der Abdeckung aller Sprachregionen, der Ausbau des Direktkundengeschäftes sowie die Erschliessung von neuen Kundensegmenten.

Jürg Thomann kommt vom Digital-Network Isobar, wo er als Managing Director den Aufbau der Full-Service-Online-Agentur in der Schweiz verantwortete. Zuvor war er bei der Werbeagentur Metzgerlehner Worldwide Partners als Interactive Director und International Business Director tätig.

 

Vizeum: Victorinox Swiss Army als Neukunden

Vizeum plant neu für Victorinox Swiss Army, das Uhrensegment von Victorinox. Die zur Aegis Media gehörende Agentur ist ab sofort für die Erarbeitung der Mediastrategie und die Mediaeinkaufsaufgaben in Deutschland, der Schweiz und international zuständig.

Victorinox Swiss Army hat seinen Sitz in Biel. Die Uhrenproduktion befindet sich im jurassischen Porrentruy. Neben Uhren beinhaltet die Victorinox-Linie die bekannten Taschenmesser, Reiseutensilien, Mode und Düfte. 

 

Facebook: Rabattdienst in Europa gestartet

Facebook hat sein Angebot «Deals» nach Europa gebracht. Der Rabattdienst ging am Montag unter dem Namen «Facebook Angebote» in Deutschland, UK, Frankreich, Italien und Spanien an den Start.

Die Facebook-Funktion erlaubt es, unterwegs bei lokalen Anbietern, Restaurants und Einzelhändlern Rabatte und Gutscheine einzulösen. Verfügbare Angebote werden bei «Facebook Places» innerhalb der iPhone- oder Android-App mit einem kleinen gelben Zettel angezeigt oder können unter Facebook.com/deals abgerufen werden. Wann der Dienst in der Schweiz lanciert wird, ist noch unklar.
  
 

ADC-Würfel für den Kreativ-Nachwuchs

Am Sonntag wurden beim ADC-Fest nicht nur Arbeiten routinierter Werber ausgezeichnet. Würfel erhielten auch die Schüler der ADC/BSW-Kreativschule.

Mitte Januar präsentierten die 26 Schülerinnen und Schüler der ADC/BSW-Kreativschule 2010/11 ihre Abschlussarbeiten vor der Jury, bestehend aus Peter Brönnimann, Livio Dainese, Matthias Freuler, Walter Merz, Dominik Oberwiler, Urs Schrepfer und Philipp Skrabal. Die Arbeiten wurden in Zweiergruppen erstellt und die Aufgabe bestand darin, eine Kampagne zur Einführung des Segway-Rollers in der Schweiz zu erstellen.

Gold geht an Adrian Merz und Christian Stüdi für ihre Kampagne «Freizeit für deine Füsse».

Gold

Silber gewinnen Andrea Bolliger und Fabian Windhager mit dem «Segway City Messenger».

Silber

Je ein Bronzewürfel geht an Mike Surovka und Fabian Zahner für ihre Arbeit «This is so 2010» (Bild 1), und an Andrea Duttweiler und Wanda Michel für «Segway – lieber länger unterwegs» (Bild 2).

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Erläuterungen zu Bild 1: «Sticker. Mit dem Start der Teaserkampagne verteilen wir Sticker. Wir legen sie in Bars, Clubs und anderen gut frequentierten Locations auf. Die Leute bestimmen selbst, wohin sie den Sticker kleben. Überall soll er zu sehen sein. Damit erwacht der Satz «This is so 2010» zum Leben. Genau was wir wollen. Später können Stickers über Facebook und Microsite bestellt werden.»

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(Bild 2)

Alle Arbeiten der jungen Kreativen können online angeschaut werden: Kreativschule.ch/arbeiten.

ADC: Die beste Werbung aus dem Jahr 2010 gekürt
 

Zu guter Letzt: Das Casting, das keines ist

Am Samstag ist die neue Show «Die grössten Schweizer Talente» gestartet. Für den ersten Medienskandal sorgten aber nicht die Kandidaten, sondern das Schweizer Fernsehen SF selber. Offenbar war es nicht ganz einfach, gute Teilnehmer zu finden. So hat das Unternehmen eben etwas nachgeholfen.

Nach dem Aufruf meldeten sich vor allem Gesangstalente beim Sender. Dafür hätte es jedoch kein neues Format gebraucht – eine Neuauflage von «Music Star» hätte gereicht. So fragte SF Künstler und Agenturen an und bettelte um Anmeldungen, wie der Sonntag in Erfahrung gebracht hat. Und noch schlimmer: Man wollte die Teilnehmer entschädigen und versprach ihnen, sie würden von der Jury nicht hämisch kritisiert. Angefragt wurde auch eine Kandidatin, die bereits bei der RTL-Show «Das Supertalent» mitmachte. Man habe die Kandidatensuche aktiv auf möglichst viele Bereiche ausgedehnt, um auch Künstler anzusprechen, die vielleicht über die herkömmlichen Kommunikationswege nicht erreicht würden, wehrte sich Sven Sarbach, Redaktionsleiter Events bei SF. Macht doch Sinn. Zugegeben hat Sarbach ausserdem, dass die Jury ein Briefing erhalten habe. Bei diesem wurde den Juroren unter anderem gesagt, sie sollen die Teilnehmer mit Respekt behandeln. Auch dies irgendwie verständlich. SF ist schliesslich nicht RTL. Da braucht es keinen Dieter-Bohlen-Effekt. Etwas Gutes hat die Sache aber auf alle Fälle: Unter diesen Umständen dürfte es wohl bei dieser einen Staffel bleiben.

 

De Weck: Gemeinsam gegen die ausländische Konkurrenz

In einem Interview mit der NZZ am Sonntag skizzierte der neue SRG-Generaldirektor Roger de Weck seine Vorstellungen für die SRG. Zudem forderte er private Medienunternehmen zu einer Diskussion über die Zukunft des Medienplatzes Schweiz in der Globalisierung auf: Die Konzerne sollen einander stärken, statt schwächen.

«SRG-Journalisten sollen die Polarisierung sachgerecht abbilden, aber nicht aus Lust am Spektakel zusätzlich zur Polarisierung beitragen», sagte de Weck. Die Aufgabe der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG sei es, die politischen Verhältnisse zu spiegeln – und nicht, sie zu gestalten. Auch will er trotz Sparauftrag die Tradition des Recherchierjournalismus bei der SRG bestärken und vermehrt in die Geschichte der Schweiz eintauchen: «In Umbruchzeiten interessieren sich viele Schweizerinnen und Schweizer für ihre Wurzeln – für Geschichte. Hier können wir ebenfalls noch stärkere Akzente setzen.»

De Weck will auch, dass sich die SRG deutlicher von privaten Anbietern abhebt, und zwar «querbeet durchs Programm», weil sie sonst ihre Legitimation verliere. Was aber nicht bedeute, auf Starmoderatoren zu verzichten. Aber die Hauptkonkurrenten seien nicht in der Schweiz, sondern es seien die grossen Sender der Nachbarländer. Und bald kämen Google TV, Apple TV oder Microsoft TV hinzu. Die SRG müsse in der Globalisierung Garantin eines eigenständigen Schweizer Angebots sein – man müsse sie nur lassen.

Im Interview mit der Zeitung fordert de Weck die privaten Schweizer Medienhäuser dazu auf, über die Zukunft des Medienplatzes Schweiz in der Globalisierung zu debattieren. Weil die Schweiz im globalen Massstab ein Zwerg sei, liege es im Interesse aller schweizerischen Medienhäuser, einander zustärken, statt zu schwächen. Deshalb brauche es «Coopetition»,  eine Mischung aus Kooperation und Kompetition, Wettbewerb. «Einerseits Kooperation im beidseitigen Vorteil, etwa bei der Werbung; andererseits Konkurrenz beim Angebot.»

 

Goldener Fallschirm für Ex-SRG-Kader

Das ehemalige Kaderpersonal der SRG, das im Zuge der Konvergenz seinen Job verloren hat, erhält eine grosszügige Abgangsentschädigung. Dies zeigen Recherchen der Zeitung Sonntag.

Wenn bei einem Kadermitarbeiter eine Weiterbeschäftigung als nicht «opportun, zumutbar oder möglich» eingestuft wurde, kam es zu einer sofortigen Freistellung mit Lohnfortzahlung während sechs Monaten, wie Daniel Steiner, Mediensprecher der SRG-Generaldirektion, gegenüber dem Sonntag sagte. Wer genügend Dienstjahre vorweisen konnte, durfte mit einer Abfindungssumme in der Höhe von «maximal einem Jahreslohn» rechnen. Für den ehemaligen Direktor des Schweizer Fernsehens, Ueli Haldimann, berechnet der Sonntag eine Abgangsentschädigung von rund 330’000 Franken. Genaue Zahlen konnte die Zeitung nicht in Erfahrung bringen. Man kommentiere keine Einzelfälle, so Steiner. Auch seien die SRG und die Nutzniesser des Sozialplanes über die Abgangsmodalitäten eine Schweigeverpflichtung eingegangen. Es gäbe kein spezifisches Budget für Abgangsentschädigungen, so Steiner weiter. Wie viele Personen insgesamt von der grosszügigen Abfindungsregelung profitieren, wollte der SRG-Sprecher nicht verraten. Er redete von «Einzelfällen».

 

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