DQ&A Group mit strategischer Beteiligung an Admazing

Die niederländische DQ&A Group, internationaler Anbieter von Online-Werbetechnologie und -dienstleistungen, übernimmt per sofort die Mehrheit des Schweizer Online-Werbevermittlers Admazing. Dafür erhält Admazing Zugang zum internationalen Netzwerk der DQ&A Group.  

Dieser Schritt ist Teil einer gemeinsamen Expansionsstrategie. Ziel sei die weltweite Vermarktung verschiedener Technologien, die in den vergangenen Jahren von Admazing entwickelt wurden, heisst es in einer Admazing-Mitteilung von Mittwoch. Die Führung der Admazing bleibt bei den beiden Gründern Simon Morton und Philipp Hasenfratz. Das operative Schweizer Geschäft bleibt daher unverändert.

Die Mehrheitsbeteiligung an der Admazing sei Teil einer gemeinsamen internationalen Beteiligungs- und Expansionsstrategie, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Werbevermittler stelle in Zukunft das Reporting-Tool AdCockpit sowie weitere Online-Werbetechnologien für die ganze Unternehmensgruppe zur Verfügung. Die verschiedenen Produkte werden gemeinsam weltweit vermarktet. Die  Zusammenarbeit führe zu einem personellen Ausbau im Bereich Technik. Darüber hinaus seien verschiedene Neu- und Weiterentwicklungen geplant. Gleichzeitig erhält admazing Zugriff auf weltweite Online-Werbeplätze und eine breite Palette von Onlinemarketing-Kanälen einschliesslich High-End Performance-Marketing.

APG lanciert Parlamentswahlen 2011

Die  APG greift aktiv in die Parlamentswahlen vom 23. Oktober 2011 ein. Den Startschuss zu den Wahlen erteilt die APG gleich selber: mit einer Anleitung, die den Parlamentariern zeigt, wie sie zu Stimmen kommen, und einer eigenen Wahlkampagne.  

Die APGlanciert die Wahlen mit der Broschüre «Möchten auch Sie das Gesicht der Schweiz prägen?» sowie einer eigenen Wahlkampagne unter dem Motto «APG für eine wählende Schweiz». Die Broschüre begleitet die Kandidierenden und erläutert die Vorteile des Plakats im Wahlkampf. Wer das ideale Politikerprofil selber zusammenstellen will, nimmt das dazugehörende Klappbuch zu Hilfe. Wählen Sie: Hals von Christian Levrat (SP), Mund und Nase von Ueli Leuenberger (Grüne), Augen von Christophe Darbellay (CVP), Haare von Martin Bäumle (GLP)? Oder lieber Brille von Fulvio Pelli (FDP), Locken von Hans Grunder (BDP) und das Lächeln von Toni Brunner (SVP)? So prägt jeder sein eigenes Gesicht der Schweiz.
 
Doch die APG will mehr. Daher kämpft sie bei den diesjährigen Parlamentswahlen aktiv mit. Der Grund liege im Schweiz-weiten Desinteresse an den Parlamentswahlen, heisst es in einer APG-Mitteilung. Beim letzten Mal haben sich lediglich 48,3 Prozent der stimmberechtigten Bevölkerung beteiligt. Experten prophezeien für den 23. Oktober 2011 keine wesentliche Änderung. Die APG motiviere deshalb in Zusammenarbeit mit Smartvote.ch die Schweizer zum Wählen. Mit einer eigenen, sympathischen Plakatkampagne, die im Sommer zu sehen ist.
 
Verantwortlich bei APG: Beat Holenstein, Slavica Lecic (Leiterin Kommunikation), Erich Baumgartner (Marketing Consultant), Rebecca Grzesik (Creative Consultant). Balz Steiger (Core Design Works).

Kälinkom & Partner: Mit Siemens präzise dosiert

Kälinkom & Partner hat für die neue umweltschonende Waschmaschine i-Dos von Siemens einen TV-Spot entwickelt, der mit einem Augenzwinkern zeigt, wie einfach genaues Dosieren sein kann.

Die neue Waschmaschine dosiert automatisch Wasser und Waschmittel – auf einen Milliliter präzise. Je nach Wäschegewicht und Wäscheart wird die genaue Dosierung errechnet, womit Waschmittel- und Wasser gespart werden kann.

Der Spot ist zur Zeit auf TV-Kanälen und im Internet als Viral zu sehen.

Verantwortlich bei BSH Hausgeräte: Marc Wiefel (Leiter Marketing Bosch/Siemens/Gaggenau), Sandra Brack (Brandmanager Siemens Hausgeräte). Verantwortlich bei Kälinkom & Partner: Rolf Kälin (CD), Rolf Kälin/John Leuppi (Konzept), Ben Hartenstein (Regie), Schokolade (Filmproduktion).

 

Neuer Senior Art Director bei Blue Spirit

Seit 1. Januar verstärkt Senior Art Director Jae Erne die Kreation der Blue Spirit. Er wird dort die Bereiche Advertising, Trade Marketing und Online-Marketing weiter voranbringen.

Jae Erne verfügt über mehr als 20 Jahre Berufserfahrung. Seine Laufbahn begann er mit einer Grafikerlehre bei der Werbeagentur Wirz. Nach drei Jahren als AD-Assistent/Junior-AD bei Advico Young & Rubicam wechselte er als Art Director zu Honegger von Matt. Weitere Stationen waren Lesch + Frei sowie ein langjähriges Engagement bei Ogilvy & Mather, wo er die kreative Entwicklung der Agentur mitbestimmte. Mit Ford, Jaguar, Land Rover, Fassbind, Phonak, Bernafon, Nestlé Hirz, BP, Allianz Suisse, UBS, Cisalpino, Pall Mall, Präsenz Schweiz, DHL, Jelmoli, Bucherer, Erdöl-Vereinigung oder Siemens hat Jae Erne ausserdem ein breites Spektrum von Kunden betreut.

 

Swiss Media Days will die Branchenvertreter zusammenbringen

Vom 8. bis 10. Juni findet in Fribourg die Messe Swiss Media Days statt. Diese richtet sich an Fachleute aus den Bereichen Medien, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (PR).

Die Idee der Messe ist es, die Hauptakteure der Schweizer Medien- und Werbewelt zu versammeln und die Konstruktion des künftigen Medien-Mixes zu diskutieren. Zudem werden Innovationen im Bereich Medien, Informationstechnologie und Kommunikation sowie neue Spezialdienstleistungen im Rahmen der Messe vorgestellt. Im Zentrum der geplanten Konferenzreihe steht die Thematik «Cross Media».

Mehr Informationen: Swissmediadays.ch. 

Zu guter Letzt: Die iPhone-App, mit der Sie aufsteigen

Apps gibt es wie Sand am Meer. Vor einigen Tagen verkündete Apple, die 10-Milliarden-Grenze sei überschritten worden. Und jede Sekunde kommen unzählige neue hinzu. Die meisten braucht man nun wirklich nicht. Die App «iVIP Black» ist aber ein absolutes Muss.

Um es vorweg zu nehmen: Gratis ist die Applikation nicht. Bevor Sie das Ding, «Die App der Millionäre», im iTunes-Store herunterladen – sie kostet stolze 999.99 US-Dollar. Dafür wird jedoch einiges geboten. «Exklusivität, Luxus und Privilegien» . Dazu gehören Vorzugsbehandlungen für den Jetsetter wie kostenfreie Upgrades zu höheren Zimmerkategorien, exklusive Preise, bevorzugten Einlass, Überraschungsgeschenke, Willkommenspakete und vieles mehr. Kleiner Haken: Mann muss den Nachweis erbringen, dass man mindestens 1 Million Pfund, also rund 1,5 Millionen Franken, auf der hohen Kante hat. Autsch, das war gemein! Zuerst etwas schmackhaft machen und dann so etwas…

Kleiner Trost: Die App gibt es auch als abgespeckte Version. Mit der «iVIP Blue» für nur 449.99 US-Dollar geniessen Sie zwar etwas weniger Exklusivität, aber immerhin. Und sollten Sie noch immer zögern, es gibt ausserdem die Gratisversion «iVIP Red». Damit erhalten Sie zwar nur «A taste of the iVIP experience». Womöglich werden Sie aber auch mit dieser glücklich.

 

In Flagranti: Drei Neukunden, drei neue Mitarbeitende

In Flagranti ist mit drei neuen Kunden ins Jahr gestartet: mit Cendres + Métaux, Carbagas und dem Berner Bildungszentrum Pflege. Zudem hat die Lysser Agentur ihr Team mit drei neuen Mitarbeitenden verstärkt.

Die Cendres + Métaux Gruppe ist weltweit tätig in den Geschäftsfeldern Dental‐ und Medizinaltechnik, Schmuck, Uhren und Rückgewinnung von Edelmetallen. Carbagas ist in der Schweiz der führende Anbieter von Gasen für Industrie und Medizin. Das Berner Bildungszentrum Pflege ist mit über 1‘500 Studenten schweizweit das grösste Bildungszentrum im Bereich der Pflege.

Auch das Team von In Flagranti wurde verstärkt. Der Planer Marketingkommunikation Tom Reber und die Tourismusfachfrau und Quereinsteigerin Corina Collenberg arbeiten neu in der Beratung, Christiane Pommerien als diplomierte Grafikdesignerin FH übernimmt die Führung der polygrafischen Abteilung.

 

Bakom: SRG-Radios berichten zu wenig über andere Sprachregionen

Die SRG-Radios berichten zwar vielfältig aus dem Ausland, der Schweiz oder der eigenen Sprachregion. Der sprachregionale Austausch findet hingegen nach wie vor selten statt. Zu diesem Schluss kommt eine am Dienstag veröffentlichte Analyse, die von Publicom im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) durchgeführt wurde.

letztjährigen Analyse wurde bemängelt, dass die SRG-Programme kaum über die jeweils anderen Sprachregionen berichteten. Gemäss der neuen Studie widmen DRS 1, DRS 2, DRS 3 und La Première von Radio Suisse Romande höchstens vier Prozent ihrer Sendezeit einer anderen Sprachregion, was als «ungenügend» bezeichnet wird. Bei Radio Rumantsch und Rete Uno liegt der Anteil dagegen bei rund einem Fünftel respektive einem Siebtel der Sendezeit.
 

Darüber hinaus stellt die Analyse den SRG-Programmen gute Noten aus. Die Berichterstattung über das politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche, sportliche und kulturelle Geschehen sei vielfältig, heisst es. Die Programmstruktur sei aber sehr unterschiedlich: La Première hate einen Wortanteil von über 60 Prozent der Sendezeit, DRS 1, DRS 2 und Rete Uno senden immerhin noch mehr als ein Drittel informative Beiträge. Bei Radio Rumantsch beträgt dieser Anteil rund ein Viertel, bei DRS 3 rund ein Sechstel der Sendezeit.

Wenig Schweizer Kultur auf DRS 2

Auch inhaltlich gewichten die Redaktionen unterschiedlich: Während bei DRS 1 politische Themen dominieren, sind es bei DRS 2 und La Première Kultur und Gesellschaft. Schweizer Kultur steht bei DRS 2 jedoch nicht hoch im Kurs: Das Programm widmet ihr nur gerade ein Prozent der Sendezeit in den Informationsbeiträgen. DRS 3 und Radio Rumantsch setzen Schwerpunkte bei Politik und Gesellschaft, Rete Uno bei Politik, Kultur und Gesellschaft. Wie DRS 3 zeichnet sich das italienischsprachige Programm durch einen beachtlichen Anteil an Sportinformation aus. Positiv vermerkt die Analyse die aufwändigen journalistischen Formen aller untersuchten SRG-Programme, etwa Studiogespräche und Interviews. Das führe zu einem vielfältigen Erscheinungsbild, was dem Publikum beim Einordnen der Ereignisse helfe.

Die Analyse der SRG-Programme wurde Ende März und Anfang April 2009 von einer Forschungsgemeinschaft unter der Leitung des Kilchberger Instituts Publicom durchgeführt.  Aufgezeichnet und untersucht wurde jeweils das Programm zwischen 6 Uhr morgens und 22 Uhr abends. Insgesamt wurden 672 Programmstunden analysiert.
 

Finanz und Wirtschaft: Mit Invest Media den FuW-Report ausgebaut

Seit Dienstag erscheint der FuW-Report, der tägliche Börsen-Newsletter der Anlegerzeitung Finanz und Wirtschaft, mit einem zusätzlichen Service. Betreut wird dieser von Invest.ch. Die Thalwiler Firma hat bereits anfangs Januar angekündigt, sie arbeite mit einem Medienunternehmen an einem neuen Newsletter. Damals hielt sich der Dienstleister aber noch bedeckt.

Als die Werbewoche Tamedia als Kooperationspartner ins Spiel brachte, wurde eine Zusammenarbeit mit dem Zürcher Medienhaus weder bestätigt noch dementiert. Nun ist es also offiziell. Die von Invest.ch neu erstellte Rubrik «Rooster» ergänzt ab sofort den FuW-Report. Im Zentrum steht jeweils eine Anlageidee aus den Bereichen Aktien, Währungen oder Rohstoffe. Diese wird präsentiert und deren Chancen erläutert.

«Rooster» ergänzt den FuW-Report mit seinem börsentäglichen Marktbericht über das Geschehen an den Börsen in den USA und Asien sowie seinem Ausblick auf den SMI. Abgerundet wird das Angebot mit Wirtschaftsnachrichten und Börseninformationen, wichtigen Tagesterminen, Rating-Änderungen von Bankanalysten sowie einem Ausblick auf marktrelevante Themen.

Der FuW-Report kann kostenlos via E-Mail auf Fuw-report.ch abonniert oder als iApp im iTunes Store bezogen werden. Mit dem Smartphone ist der Report via mobile.fuw-report.ch abrufbar.
 

RTL profitiert vom anziehenden Werbemarkt

Europas grösster Unterhaltungskonzern RTL hat 2010 vom anziehenden Webemarkt profitiert. Die Umsätze legten im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro zu, wie die RTL Group mit Sitz in Luxemburg am Dienstag mitteilte.

Beim Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) wurde erstmals die Milliardengrenze überschritten. Das Ebita habe bei rund 1,1Milliarden Euro gelegen, hiess es. Angaben zu weiteren Kennziffern will die Bertelsmann-Tochter am 10. März veröffentlichen. Alle westeuropäischen Fernsehwerbemärkte seien stark gewachsen, berichtete ein Sprecher. In dem von der Werbekrise belasteten Vorjahr hatte das Ebita bei knapp 800 Millionen gelegen.

Die RTL Group besitzt in zehn Ländern 40 Fernsehsender und 32 Radiostationen. In Deutschland zählen RTL, Vox, RTL 2, N-tv und Super RTL zu der Kette. Die Gruppe ist zu mehr als 90 Prozent im Besitz des deutschen Medienkonzerns Bertelsmann.

 

Basel: Regierung verbietet Puff-Plakate

Werbung für sexuelle Dienstleistungen wird in Basel-Stadt auf öffentlichem Grund nicht mehr zugelassen. Die Regierung hat am Dienstag eine entsprechende Änderung der Plakatverordnung beschlossen. Anstoss war ein im Grossen Rat überwiesener SP-Vorstoss.

Mit der Änderung könne «zumindest teilweise vermieden werden, dass die Bevölkerung mit Plakatwerbung konfrontiert wird, die überwiegend Frauen als käufliche Sexobjekte darstellt und dadurch zu diskriminierenden Geschlechter- und Rollenstereotypen beiträgt», begründet die Regierung ihren Beschluss.

Landesweit ist das Anbieten von sexuellen Dienstleistungen wie Prostitution oder «Escort-Dienste» erlaubt. Der Grossrats-Anzug erregte sich über das Aufhängen grosser Plakate einschlägiger Etablissements im Kanton, die sich so «an ein grosses Publikum wenden». Kinder würden so ungefragt mit dem Thema konfrontiert.

Plakate auf Privatgrund unbehelligt

Die Verordnung betrifft nur Plakate, die auf öffentlichem Grund aufgehängt werden; für Plakatflächen auf privatem Boden und Wänden gilt sie nicht. Rund zwei Drittel aller Plakatwände im Kanton Basel-Stadt sind derzeit auf Allmend, ein Drittel auf Privatgrund. 

2010 waren laut der Allmendverwaltung Bordell-Plakatsujets auf Basler Allmend «an einer Hand abzuzählen» – zuvor indes gar noch seltener gewesen. Von den einzelnen Sujets hängt die für die Allmendplakate konzessionierte Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) jeweils Plakate an etwa einem Dutzend bis vielleicht dreissig Standorten auf.

Die meisten Plakate hänge die APG «in Eigenkompetenz» auf, hiess es bei der Allmendverwaltung weiter. Bordellplakate würden nicht gerade neben Schulhäuser gehängt. Die APG lege Sujets nur dann den Behörden zur Prüfung vor, wenn sie Zweifel an der Zulässigkeit hegt. Der Kanton habe auch schon unzulässige Sujets zurückgewiesen. 

 

Interviews mit Häftlingen sind grundsätzlich Teil der Medienfreiheit

Medienschaffenden darf nicht ohne guten Grund verwehrt werden, in einer Strafanstalt ein Interviews mit einem Häftling zu führen. Das Bundesgericht hat dem Schweizer Fernsehen (SF) Recht gegeben und die Zürcher Justiz verpflichtet, neu zu entscheiden.

SF hatte das Zürcher Amt für Justizvollzug im Oktober 2009 darum ersucht, mit einem Häftling in der Strafanstalt Pöschwies ein Fernsehinterview führen zu dürfen. Für einen Beitrag in der Sendung «Reporter» sollten ein Porträt über den Inhaftierten erstellt und verschiedene Situationen seines Lebens gezeigt werden. Die Bewilligung wurde SF von den Behörden verwehrt. Das Zürcher Verwaltungsgericht bestätigte den Entscheid und stellte sich dabei auf den Standpunkt, dass für Medienschaffende grundsätzlich kein Anspruch darauf bestehe, Zugang zu Strafanstalten zu erhalten und dort mit Gefangenen Interviews zu führen.

Das Bundesgericht hat die Beschwerde von SF nun gutgeheissen und das Verwaltungsgericht verpflichtet, eine Abwägung der Interessen vorzunehmen und dann neu zu entscheiden. Laut den Richtern in Lausanne fällt die Durchführung eines Interviews in einer Haftanstalt grundsätzlich in den Schutzbereich der Medienfreiheit. Erfasst werde von diesem Grundrecht jegliche Form journalistischer Informationsbeschaffung. Das bedeutet laut Bundesgericht allerdings nicht ein Recht auf freien Zugang zu Strafanstalten. Die allfällige Verweigerung einer Bewilligung müsse aber begründet sein.

Interessenabwägung erforderlich

Dabei stehe die Frage im Vordergrund, ob das Interesse an einem sicheren und geordneten Strafvollzug der Drehbewilligung entgegen stehen könnte. Zu prüfen seien vom Verwaltungsgericht weiter die allfälligen Auswirkungen auf Dritte, wie andere Anstaltsinsassen, das Personal, aber auch auf Opfer und deren Angehörigen. Näher anzuschauen sei auch das konkrete Filmprojekt. Zu klären sei schliesslich, ob den Sicherheitsbedenken dadurch Rechnung getragen werden könnte, dass das Interview wie vorgeschlagen unter Aufsicht im Besucherzimmer durchgeführt würde und die Aufnahmen vor ihrer Ausstrahlung von der Anstaltsleitung visioniert werden könnten.

(Teaser-Bild: Keystone)

 

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