Kommunikator des Monats: Emna Ben Jemaa, Uni-Dozentin und Journalistin

Sie sind gut ausgebildet und gut vernetzt. Viele von ihnen sind Studenten. Und sie demonstrieren. Eine junge Generation hat in Tunesien mit Hilfe neuer Kommunikations- Kanäle wie Twitter, Facebook etc. die «Jasmin-Revolution» in Gang und die Regierung zu Fall gebracht. Und die Macht der Kommunikation, des Wissens, bringt nun weitere Regierungen in anderen arabischen Ländern in Bedrängnis.  

Stellvertretend für diese unerschrockenen Menschen in Tunesien, Ägypten und anderen Ländern ernennt die Schweizer Werbung SW deshalb Emna Ben Jemaa zur Kommunikatorin des Monats. Die 33-jährige Ben Jemaa ist Dozentin an der privaten Time-Universität in Tunis, Tunesien, und arbeitet als Journalistin. In Blogs, auf Facebook und auf Twitter hat sie zusammen mit weiteren Mitstreitern das getan, was nun eben den Beginn eines neues Kapitels der (Demokratie-)Geschichte auslöste: Sie hat kommuniziert. So werde derzeit einmal mehr Geschichte geschrieben – und zwar in erster Linie dank moderner Kommunikationsmittel, und weil es beherzte Menschen gibt, welche sich Informationen beschaffen, Botschaften weitergeben, und die Wissen schaffen, heisste es in einer SW-Mitteilung. Und weiter: «Ohne eine politische Wertung oder Einschätzung vornehmen zu können: Es ist schlicht gewaltig, was derzeit dank moderner Kommunikationsmittel geschieht, und was wir dank Kommunikation miterleben können. Man ist an die Erfindung des Buchdrucks gemahnt und was er letztlich auslöste: Aufklärung, Reformation, Demokratie. Was damals ohne Bücher nicht möglich gewesen wäre, ist heute ohne Internet, Handy etc. nicht denkbar. Allein: Es braucht mutige Menschen wie einen Martin Luther, welche die Kommunikationsmittel einsetzen, um Macht zu brechen. Macht, die nur durch Zensur «funktionieren» kann. Durch Zensur der Informationen. Weder «Inquisition» noch andere Diktaturen konnten ihre Macht auf Dauer aufrechterhalten, sobald Wissen und Informationen frei verfügbar wurden.»
 

Die Schweiz schickt Street View auf die Skipiste

Schweiz Tourismus und Google bringen Street View auf die Skipiste: Die Schweizer Bevölkerung wählt das beliebteste Skigebiet und bestimmt, welche Pisten das Street View Schneemobil noch diesen Winter fotografieren soll.

Google ergänzt seine Street View Fahrzeuge in der Schweiz um ein Schneemobil. Denn Street View deckt bald auch Schweizer Skigebiete ab. Dazu rufen Schweiz Tourismus und Google die Schweizer Bevölkerung auf, das beliebteste Skigebiet der Schweiz zu bestimmen. Beim «Street View Pisten-Preis» kann die Schweizer Bevölkerung noch bis zum 14. Februar aus 30 Destinationen ihr liebstes Skigebiet auswählen und bestimmen, welches Skigebiet als erstes vom Schneemobil fotografiert wird.. Als Gewinn verlost Schweiz Tourismus 3 Übernachtungen für zwei Personen und je einen 3-Tages-Pass im preisgekrönten Skigebiet.

Dass Street View auch abgelegene oder spezielle Orte zeigt, sei ein Vorteil für die Schweiz findet Thomas Winkler, Mitglied der Geschäftsleitung von Schweiz Tourismus: Das erste Mal fotografierte ein Schneemobil für die Olympischen Winterspiele 2010 und ermöglichte im Kanadischen Skigebiet Whistler eine virtuelle olympische Pistenabfahrt auf Google Maps.

Thomas Engeli neu bei Futurecom/Wunderman

Die zur Y&R Gruppe Schweiz gehörende, Digital-Agentur Futurecom und der Dialog-Spezialist Wunderman verstärken ihren Creative Power. Nachdem schon Daniel Bieri von Maxomedia zur Y&R Gruppe gestossen ist, kommt Thomas Engeli ab Februar, von Jung von Matt/Limmat, dazu.  

Engeli wird als Executive Creative Director zusammen mit Daniel Bieri die kreative Verantwortung für die beiden Brands tragen. Dies unter der Leitung von Markus Gut, dem CCO der ganzen Gruppe, wie es in einer Mitteilung der Gruppe heisst. Thomas Engeli hat in den vergangenen Jahren in verschiedenen Positionen den Auf- und Ausbau der Digital und Dialog Unit von Jung von Matt/ Limmat entscheidend mitgeprägt. Er war vorher bei Publicis  Dialog tätig und lernte das Dialog Business von der Pike auf bei Fisch Meier Direkt.

Neuer Leitender Produzent bei Ringier Entertainment Fernsehen

Seit dem 1. Februar 2011 ist Olivier Memminger bei Ringier Entertainment Fernsehen neuer Leitender Produzent.    

Sein Aufgabengebiet umfasst die inhaltliche Entwicklung, (Neu-) Konzeption, Recherche und Umsetzung von allen bestehenden und künftigen Unterhaltungsformaten. Der 44-jährige arbeitet seit 1988 in der Medienbranche. Seine Karriere startete er beim Mindener Tagblatt, später arbeitete er für das Boulevardmagazin Super! und Bild. Zum Sendestart des Deutschen Sportfernsehen (heute: Sport1) im Jahr 1993 wechselte Olivier Memminger in die Fernsehbranche und produzierte in den Folgejahren unter anderem für Janus Film, Schreinemarkers TV, Grundy UFA, Brainpool und Orange Film.

Neo Advertising und Coop Immobilien verstärken und erweitern Partnerschaft

Neo Advertising kündigt eine Fortführung der Zusammenarbeit und Erweiterung der Partnerschaft mit Coop Immobilien an. Diese Partnerschaft bezieht sich auf die Vermarktung eines nationalen Netzwerks von Adscreens in sämtlichen Shopping Centern, die im Besitz und in der Verwaltung von Coop Immobilien stehen.  

Diese Vereinbarung verstärke das Werbe-Angebot von Neo Advertising in dem Bereich der Shopping Center zusätzlich, heisst es in einer Mitteilung von Neo Advertising. Man erreiche mit 50 Locations, 617 Adscreens jährlich kumuliert 135 Millionen Verbraucher. Zudem hat Neo Advertising sein Werbe-Angebot am Internationalen Flughafen Genf, in  Geneva Palexpo und in den Coop-Pronto-Filialen ausgebaut. Weitere wichtige Entwicklungen werden in den nächsten Wochen bekannt gegeben.

Die Werbewoche auf Star TV: «Nominationen- Werber des Jahres»

Am Donnerstag um 19:45 Uhr lädt «Die Werbewoche» zu einem Special. Wer wird «Werber» oder «Werberin des Jahres»?  

Seit über 20 Jahren feiert die Kommunikations-Branche mit diesem Wettbewerb  eine Persönlichkeit, die in den letzten Monaten mit besonders kreativen Ideen und Aktionen aufgefallen ist. Abstimmen können die Abonnenten der Werbewoche.

Wir zeigen in einem Film die Kurzportraits der sieben Nominierten in ihren Agenturen in Zürich und Bern, aktuell in «Die Werbewoche» auf Star TV am Donnerstag um 19:45 Uhr oder als Stream auf Startv.ch.

Swiss Social Media Survey von WEmad.org gut gestartet

Dass die Social Media-Welle auch bei Schweizer Unternehmen rollt, zeigt die Swiss Social Media Survey von WEmad.org. Seit ihrer Lancierung Mitte Januar sind nicht nur viele neue Einträge hinzugekommen, sondern es können nun auch erste Vergleichszahlen präsentiert werden, die aufzeigen, wer besonders erfolgreich unterwegs ist.  

Diese Rangliste wird täglich aktualisiert und hat sich als erste Anlaufstelle etabliert, wenn es um einen Überblick über den aktuellen Einsatz von Social Media-Kanälen im professionellen Bereich geht. So werden vor allem Social Media-Aktivitäten berücksichtigt, deren Entwicklung für die Kommunikations- und Werbebranche von Interesse ist. Weitere Einträge von Facebook-Fanseiten oder Twitter-Accounts sind willkommen und sind kostenlos auf der WEmad.org-Webseite möglich. Berücksichtigt werden vor allem Social Media-Aktivitäten, deren Entwicklung für die Kommunikations- und Werbebranche von Interesse ist.

Murdoch startet iPad-Zeitung

Heute Mittwoch gab der Medienmogul Rupert Murdoch den Startschuss für seine iPad-Zeitung The Daily. Das digitale Blatt soll Nachrichten, Analysen und Lesegeschichten liefern.  

Die Inhalte werden eigens für Apples Tablet-Computer iPad produziert. «Neue Zeiten brauchen neuen Journalismus», meinte der 79-Jährige, der sein Medienimperium als Zeitungsverleger geschmiedet hat. Die Ihnahlte für die speziell für den iPad entwickelte Zeitung liefert eine rund 120 Köpfe zählende Redaktion.. Sie bricht mit bisherigen Gepflogenheiten in der Medienbranche, alleine schon, weil der iPad-Hersteller Apple kräftig mitmischt und einen Anteil vom Kuchen haben will. Dafür fallen die hohen Kosten für den Druck und den Vertrieb weg, die bei einer Printzeitung entstehen.
 
Murdoch gilt als einer der Vorreiter des Umbruchs in der Medienlandschaft. Er verlangte als einer der ersten von den Online-Lesern seiner klassischen Zeitungstitel Geld. Zur News Corp. gehören das Wall Street Journal, aber auch die Londoner Times und Sun. Murdoch kontrolliert zudem das Filmstudio 20th Century Fox, die Fox-Fernsehsender und Bezahlsender wie Sky Deutschland.

Südostschweiz Medien: 25 bis 30 Millionen Franken für Medienkonvergenz

Die Südostschweiz Medien (SOM) suchen in Chur ein Baugelände für ein Medienhaus. Alle Aktivitäten der Mediengruppe sollen für 25 bis 30 Millionen Franken in Chur und Umgebung unter einem Dach konzentriert werden. Zentrales Element wird der sogenannte Newsroom.  

Er soll die Zusammenarbeit von Printmedien, Internetportal, Radio und Fernsehen der SOM ermöglichen, wie die SOM am Mittwoch mitteilte. Das Medienhaus soll Ende 2013 bezogen werden können. Der Verwaltungsrat beschloss, die Bauplatzsuche auf den Churer Rossboden zu fokussieren.
 
Die Stadt Chur bietet dort Bauland im Baurecht an, das nach dem teilweisen Rückzug der Armee frei geworden ist. Die Südostschweiz Medien erwarten gemäss der Mitteilung, dass die Stadt Chur mit ihren Vertragsbedingungen auf den Erhalt von rund 400 Arbeitsplätzen in der Bündner Hauptstadt Rücksicht nimmt. Die SOM wird unter der Leitung von CEO Andrea Masüger mit der Stadt Chur in Verhandlungen treten. Weitere Standorte ausserhalb der Stadt werden allerdings weiter evaluiert. Ursprünglich evaluierte eine Arbeitsgruppe 27 mögliche Standorte in Chur sowie im Churer und St. Galler Rheintal.

Umzug und Personalwechsel bei Scholz & Friends Zürich

Die Schweizer Scholz & Friends-Agenturen ziehen am Standort Zürich zusammen. Managing Director Hinrik Wachsmuth verlässt Scholz & Friends Basel.  

Die Scholz & Friends Agenturen in Basel und Zürich werden am Standort Zürich zusammengelegt. Damit baut die Scholz & Friends Schweiz AG das orchestrierte Angebot für ihre Kunden in verschiedensten Disziplinen wie Klassische Werbung, Interactive, Social Media, Dialog-Marketing, Literatur und PoS-Marketing unter einem Dach weiter aus. Dies schreibt die Agentur in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die strukturelle Zukunftsaufstellung sei insbesondere das Ergebnis eines intensiven Ausbaus sowohl des Bestands- als auch des Neukunden-Geschäfts im vergangenen Jahr 2010.
 
Gleichzeitig hat sich Hinrik Wachsmuth, Managing Director bei Scholz & Friends Basel, entschieden, die Agentur zum 31. März 2011 zu verlassen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Hinrik Wachsmuth leitet die Basler Scholz & Friends-Agentur-Dependance seit der Übernahme der Werbeagentur Favo durch die Scholz & Friends-Gruppe Anfang des Jahres 2009. Zuvor war er bereits seit 2003 Mitinhaber und Creative Director der Favo.
 
Die Scholz & Friends Schweiz ist derzeit mit Niederlassungen an den Standorten Basel und Zürich vertreten. Als Full Service Agentur entwickelt sie mit 60 Mitarbeitern orchestrierte Kommunikationslösungen für nationale und internationale Marken und Kunden wie Credit Suisse, Emmi, FC Basel, Kimberly-Clark, Mars, Oakley, Pet Vision, SBB Cargo oder Syngenta.

SFLB versiegelt 10’000 Wohnungstüren

Um den Schweizerinnen und Schweizern 1:1 vor Augen zu führen, was passieren kann, wenn Schusswaffen weiterhin zu Hause aufbewahrt werden dürfen, hat Spillmann/Felser/Leo Burnett eine Werbeaktion entwickelt, die betroffen macht: 10’000 Wohnungen werden zum Tatort gemacht, indem sie mit amtlich wirkenden Klebestreifen versiegelt werden.

Erst bei näherem Betrachten realisiert der schockierte Bewohner, dass er nochmals Glück gehabt hat und hinter dem Siegel keine Gewalttat steckt, sondern Prävention. «Damit Ihr Zuhause nicht zum Tatort wird», steht auf dem hellblauen Klebestreifen geschrieben. Und die Lösung wird gleich mitgeliefert: «Stimmen Sie am 13. Februar JA zu Schutz vor Waffengewalt.»

Der Schauspieler Stefan Gubser hat bei dieser Aktion einige der 10'000 Wohnungen in der Deutsch- und Westschweiz persönlich versiegelt.

Verantwortlich beim Initiativkomitee der Volksinitiative «Für den Schutz vor Waffengewalt»: Nina Regli. Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Barbara Hutter (Text), Raul Serrat (AD) Martin Spillmann (CD), Fabienne Schoberth, Pam Hügli (Beratung).

Zu guter Letzt: Schweizer Lokalradios greifen zur Selbsthilfe im Gebührenstreit

Seit einem Jahr stellen die vier Branchengiganten Universal, Warner, EMI und Sony den Radios ihre Produkte nicht mehr gratis zur Verfügung, sondern nur noch auf einem kostenpflichtigen Download-Portal. Nun bieten die Schweizer Lokalradions den Musiklabels die Stirn.  

Die Lokalradios bauen eine Internet-Plattform auf, auf der Musiker, Plattenlabel und Vertriebe ihre Musik direkt hochladen können. So wollen sie die hohen Gebühren der Branchengiganten umgehen. Denn dies verlangen Gebühren von rund 4‘000 Franken jährlich, was bei den nicht-kommerziellen Lokalradios das Budget sprengt.18 Schweizer Lokalradios sind an der Plattform beteiligt. Die im Verein Unikom zusammengeschlossenen Schweizer Lokalradios wurden von den vier grossen Labels nicht mehr beliefert, nachdem sich der Verein geweigert hatte, das teure Music Promotion Network MPN zu nutzen. Sie erhielten weder Musik noch Informationen. Auch Interviews mit Künstlern der jeweiligen Firmen wurden verweigert.
Um jedoch weiterhin gratis zu der Musik zu kommen – für die sie genau genommen eigentlich Werbung machen – bauen Unikom-Radios nun die bereits existierende, usergenerierte Plattform Openbroadcast.ch zu einer offenen und neutralen Drehscheibe aus, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Musiker, Plattenlabel und Vertriebe können ab sofort 18 Radiosender gratis Online mit ihrem Sound beliefern. Der Deal ist auch für sie interessant, zumal die Grosslabels für den Upload auf ihre eigene Plattform MPN laut Unikom von Musikern 100 Franken pro Song verlangen. Ausserdem haben die 18 Lokalsender zusammen eine Zuhörer-Zahl von rund einer halben Million.  
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